Gehört Scientology auch zu Deutschland?

Ich habe die Vermutung, wenn es bei der Church of Scientology Ehrenmorde gäbe, wenn sie Nationen an sich risse, um Scientologische Diktaturen auszurufen, wenn sie an ihrer Spitze nur Männer zuließe und Frauen verschleiern, Homosexuelle diskriminieren, Blogger auspeitschen, Israelfahnen verbrennen und Fatwas aussprechen würde, sie sofort als Religion anerkannt wäre und mit multikulturellem Verständnis rechnen dürfte.

Was viele Leute an Scientology kritisieren, tolerieren sie woanders.

1. Den Aussteiger aus Scientology wird das Leben zur Hölle gemacht.

In vielen islamistischen Ländern wird der Abfall vom Glauben mit dem Tod bestraft. Viele Muslime in Deutschland bekommen Todesdrohungen, wenn sie den Islam verlassen möchten, einige Drohungen wurden sogar umgesetzt. Dennoch gibt es keine staatlich finanzierten Aussteigerprogramme für Muslime, für Scientologen schon.

2. Scientology mischt sich in die Wirtschaft ein und setzt Mitarbeiter unter Druck, wenn sie nicht nach den scientologischen Prinzipien leben.

In Deutschland wird es gesetzlich toleriert, das Krankenhäuser, Altenheime, Kindergärten und andere Einrichtungen, die zwar staatlich finanziert aber unter kirchlicher Organisation stehen, ihre Mitarbeiter entlassen dürfen, wenn sie “in Sünde” leben, also eine sexuelle Beziehung ohne Ehe hegen. Die Arbeitgeberin Kirche befiehlt unter staatlichem Schutz in die Betten ihrer Arbeitnehmer. Homosexuelle und Geschiedene dürfen entlassen werden. Für den Beruf des Pfarrers wird der Katholischen Kirche sogar das Recht auf Geschlechterdiskriminierung zugestanden, ohne dass es Auswirkung auf die staatliche Unterstützung der Kirche durch den Staat hat.

3. Scientology sucht politische Einflussnahme.

Die christlichen und muslimischen Kirchen und Organisationen haben das Recht auf Religionsunterricht an staatlichen Schulen. Christliche Feiertage werden vom Staat festgeschrieben. Allen Menschen, nicht nur den Christen, wird in einigen Bundesländern Deutschland das Tanzen, Musizieren und Theaterspielen auf Karfreitag unter Androhung empfindlicher Geldstrafen verboten.

4. Scientology will die Weltherrschaft.

Der Islam unterhält weltweit viele Diktaturen. Viele davon haben die verfassungsmäßige Absicht, die ganze Welt dem Islam zu unterwerfen. Es gibt somit muslimische Bomben. Wann ist das letzte Mal eine scientologische Bombe abgefeuert worden?

5. Scientology ist nur an das Geld seiner Mitglieder interessiert.

Der deutsche Staat treibt Kirchensteuern ein! Natürlich muss Scientology das Geld direkt von seinen Mitgliedern holen. Für die christlichen Kirchen übernimmt der deutsche Staat diese fiese Arbeit.

Das Christentum und der Islam waren einst auch nur Sekten. Sie sind vielleicht heute etwas caritativer als Scientology, aber dafür auch historisch und aktuell eindeutig gewalttätiger. Also Frau Merkel, gehört Scientology zu Deutschland?

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40 Antworten zu Gehört Scientology auch zu Deutschland?

  1. Franz schreibt:

    „Der Islam gehört zu Deutschland“.

    Der Satz ist ähnlich mit „Die Selbstverstümmelung gehört zu Deutschland“.
    Denn: historisch gehört der Islam so wenig zu Deutschland wie die Selbsverstümmelung.
    Deutschland ist ein freies Land (Frei für Deutsche, und nicht „frei“ im Sinne… Frei für Illegale Einwanderung).

    Der in Deutschland rechtens lebende Bürger, geniesst Freiheit. Dies beinhält auch die Freiheit des Deutschen Bürgers „sich selbst zu verstümmeln“, oder „dem Islam beizutreten“.
    Aber zu behaupten, dass „der Islam zu Deutschland gehöre“, ist einfach ein Satz der nicht die richtige Balance hat.
    Was stark zu Deutschland gehört ist (unter anderem!) die Christliche Tradition und nicht der Islam.

    Ich schäme mich für Deutschland, wenn es den Bürgern in einer unverhältnismäßigen Weise verbreitet, dass der Islam zu Deutschland gehöre.
    Nein, in der Weise… gehört er nicht zu Deutschland. Statt dessen ist es die Freiheit die zu Deutschland gehört. Das ist das höhere Gut.
    Es ist Blödheit, oder Unverantwortlichkeit, oder geziehlte Manipulation… wenn in einem selektiven Wahn von political correctness… nebensächliche Tatsachen hervorgehoben werden; und den Bürgern untergerieben werden.

  2. Kanalratte schreibt:

    Ob eine Ideologie als Sekte oder Religion betrachtet wird, bestimmt alleine deren Anhängerzahl.

    Gäbe es weltweit 500 Millionen Scientologen, würde keiner auf die Idee kommen die Sekte Scientology nicht als Religion zu bezeichnen. Oder anders gesagt, hätte der Islam weltweit nur 100.000 Anhänger dann würde man ihn heute wohl als arabische Wüstensekte begreifen.

  3. Eitan Einoch schreibt:

    Ich verstehe nicht, warum Scientology weniger glaubwürdig sein soll als der Islam? Warum soll man dem Koran den Vorzug geben vor Dianetics? Ist der Glaube an Engel, Djinns und fünfmaliges Beten am Tag so viel rationaler als der Glaube an Thetane und Auditing? Meiner Ansicht nach nein, beides ist gleichermaßen bizarr.

    • abusheitan schreibt:

      Der Gründer von Scientology war wie Mohammed Gauner, Betrüger, Science-Fiction-Autor, unter Verdacht, geisteskrank zu sein und wurde erfolgreich, als er seine Bewegung als Religion verkaufte.
      Je suis Ron!

      • aurorula a. schreibt:

        Jetzt bleibt nur noch die Frage, mit wem Mohammed gewettet hat daß er einen Kult inspirieren kann… 😉

      • Bachatero schreibt:

        Wenn man L. Ron Hubbard + CIA etc. guhglt, erfährt man, daß er nicht der Elfen Elron aus Herr der Ringe war. Hat sogar mit Aleister Crowley, dem alten Elfenscheck und Pastorensohn, zu tun gehabt. Das kannste mit glauben, mein Junge.

        • Eitan Einoch schreibt:

          Bei „Herr der Ringe“ gibt es keine Elfen und keinen Elron. 😉

          • Bachatero schreibt:

            Damned. Da hat irgendein Operating Thetan, im Auftrag L. Ron’s, die zeitdilletierend den Nazguls zum Fraß vorgeworfen.

          • Eitan Einoch schreibt:

            Vielleicht war es auch Elrond, der Halb-Elb… 😀

          • Bachatero schreibt:

            Das kann niemand widerlegen. Nach den Chroniken der morgulschen Alpha-Loge (heute in Oz, nicht das vom wizard) soll er ja in neuer Zeit als Alf der (ganz) Außerirdische in die Tannersche Garage gekracht und einem breiten Fernsehpublikum bekannt geworden sein. Wegen seiner rotglühenden stechenden Augen wurde er auch langfristig zum Schutzpatron der Albinos, die ja auch nicht Alfinos heissen, trotz Alf, der auch Alb genannt wird, schon eher Alp, weil er so weiß ist, wie die Alpen, der L. Ron. Immerhin, so viele Zeitalter, da kommt was zusammen.

  4. mike hammer schreibt:

    Scientology
    ist bescheuert
    wie konnten sie in
    deutschland von Scientology Kirche reden,
    würden sie ihren verein umbrnrnnrn in Scientology Moschee würde
    man sie als „liberale islamisten“ hofieren, anerkennen und an die
    geldtöpfe herann lassen.

  5. Kanalratte schreibt:

    Ja, Scientology gehört auch zu Deutschland. Wir sollten nicht alle Scientologen aufgrund von Misstaten von Scientology unter Generalverdacht stellen, wie es einige scientologophobische Gruppen in Deutschland tun. Scientlogy hat mit radikalen Scientologen nichts zu tun. Ich kann nur empfehlen „solchen Hetzern“ gegen Menschen von Scientology nicht hinterherzulaufen.

    • Ferdinand schreibt:

      Wenn Betrug zu Deutschland gehört, dann gehört Scientology auch zu Deutschland. Beides ist näher als man denkt.

      JA, Scientology hat gute Menschen. Scientology lauert guten Menschen auf, weil sie wissen das sie idealistisch sind und über Jahre missbraucht werden können und sich bei einem Ausstieg schuldig fühlen werden.

      Es ist das System Scientology, dass Menschen zu gehorsamen Drohnen macht die lügen, betrügen und andere Menschen terrorisieren.

      Scientologen denken, sie hätten alles unter Kontrolle. Emotionen, wie etwa Mitleid zu zeigen, wird einem Verlust der Kontrolle gleichgesetzt. Dabei sind Emotionen etwas Gutes. Sie sind kein Zeichen von Schwäche oder geringerem Dasein, wie es Scientology lehrt. Es ist keine Schande Zorn oder Kummer zu zeigen. Wenn man versucht diese, auf der Tonskala von Scientology, sogenannten „niedrigen“ Emotionen zu unterdrücken, endet man unfähig etwas zu empfinden.

      Und NEIN, nur weil Menschen die Verbrechen von Scientology aufdecken sind sie noch lange keine Hetzer (eine gerne verwendeter Begriff von Scientology!). Menschen die gegen Scientology auftreten „attackieren“ nicht, oder hetzen nicht gegen die Organisation. Sie greifen die Verbrechen, den Missbrauch, den Betrug, die Zerstörung von Familien, usw. auf, die geradezu täglich von Scientology begangen werden. Nicht eine neue Attacke kommt jeden Tag, sondern eine neuer Erfahrungsbericht wie ihre Anhänger missbraucht werden, eine neue Klage die eingereicht wurde,
      oder ein neuer Beweis welche Lügen erzählt werden.

      • Clas Lehmann schreibt:

        Also, dann noch mal konkreter: Mir ist so ein Verdacht mal widerfahren. Ich wurde ernstlich am Telefon gefragt, ob ich mich von L. Ron Hubbard distanziere. Ich kannte den Mann überhaupt nicht und von Scientoloy auch nur diese schwer lesbaren, sprachlich furchtbaren und inhaltlich gar nicht verdaulichen Zettel, oder zumindest welche davon, hätte die aber erst nach längerem Überlegen überhaupt erinnert und in Verbindung gebracht. Also sagte ich, dass ich den gar nicht kenne und fragte, wer es sei.

        Das nun wieder ist die typische Art, in der typische Scientologen sich aus der Affäre ziehen, denn sich distanzieren dürfen sie nicht, und daher weichen und flüchten sie aus.

        Das Handbuch für die Entlarvung des typisch-tyckischen Kryptoscientologen empfiehlt also stringent-beharrliche Wiederholung der Aufforderung im Wortlaut…

        Die Gegenfrage, was das soll ist wiederum typisch, und auch, dass der Scientologe, in die Enge getrieben, schließlich genervt bis aggressiv reagiert und das Gespräch abbricht…

        Dumm nur, dass der Nichtscientologe, der von diesen Bräuchen, Hexenproben und Exozismen nichts weiß, vermutlich genau so reagiert… Dann hat er allerdings ein Problem, denn er ist entlarvt und überführt und man redet es ihm nach, ohne dass er es versteht. Er merkt aber, dass ihm die Kunden wegbleiben, Leute nicht mehr zu sprechen sind, Kinderspielbesuche ausbleiben… Und diese Situationen wiederholen sich.

        Nach einiger Recherche dämmert dann, was in den Leuten vorgeht. Das fängt man nie wieder ganz ein… Große Konzerne sind konsterniert, wenn der Umsatz stagniert. In so einem Fall kann der um ein Drittel einbrechen, bei einem kleinen Laden…

    • Clas Lehmann schreibt:

      Wobei man andererseits sagen muss, das Antiscientologen ebenfalls das Zeug zum Problembären haben können… Besonders, wenn sie jemanden unter Spezialverdacht haben, Scientologe zu sein. Insofern laufe ich denen auch nicht hinterher.

      Und die gehören auch zu Deutschland, genau wie Autobahn und asphaltierte Feldwege…

  6. quer schreibt:

    Nach dem „Ausländer“ werden die Vergleiche immer schräger. Äpfel mit Birnen, oder Feldwege mit Autobahnen vergleichen, endet in der Sackgasse und führt am Problem sachte vorbei. Wenn man nichts weiter zu sagen hat, oder einem Substantielles nicht einfällt, kann man sich ja auch mal in Schweigen hüllen. Nicht wahr?

  7. A.S. schreibt:

    Guter Gedanke hinter dem Artikel. Aber mit Bomben und Ehrenmorden wird Scientology seinen Status nicht verbessern können. Auf den Opfermythos kommt es an. Der Verteidigungsreflex dem Islam gegenüber resultiert weniger auf dessen Gewalt, sondern auf der Angst als Rassist zu gelten. Scientology müsste sich irgendwie als afrikanische oder arabische Institution darstellen um bei jeder Kritik laut „Nazi“ schreien zu können, dann hätten die Chancen.

  8. Eitan Einoch schreibt:

    Die Wahrheit hinter den Zeilen lautet: Die Angst (vor dem Islam) gehört zu Deutschland.

    • O.Paul schreibt:

      Angst vorm Islam? Eher nicht. Vor den Radikalen unter den Moslems schon eher.
      Als Atheist habe ich hier in Deutschland ja auch keine Angst vor Christen, würde in Belfast vielleicht schon etwas anderes sein.

      • Eitan Einoch schreibt:

        Vor dem Christentum fürchtet sich ja auch keiner. Christen sind harmlos. Genauso wie Juden, Buddhisten, Atheisten… Der Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ meint eigentlich: „Bitte, bitte liebe Muslime, tut uns nichts. Wir tun auch alles was ihr wollt, aber bitte, bitte verschont uns!“

  9. Hessenhenker schreibt:

    „Je suis Hitler“ gehört zu Deutschland!

  10. Hessenhenker schreibt:

    Meine KIRCHE DER UNGLÄUBIGEN HUNDE gehört zu Deutschland!

  11. American Viewer schreibt:

    Man stelle sich vor Merkel hätte nach den NSU-Morden gesagt, der Rechtextremismus gehöre zu Deutschland. Was faktisch stimmen mag, bleibt immer noch geschmacklos. Aber wenn es um das Thema Islam geht, setzen bei den deutschen Politikern regelmäßig auch noch die letzten Hirnfunktionen aus.

  12. limbischessystem schreibt:

    Wenn bei Scientology die Scharia gilt, dann gehört Scientology zu Deutschland. Aber diese Frage ist doch eher irrelevant, viel wichtiger wäre es m.E. zu fragen, ob denn, wenn die Scharia jetzt zu Deutschland gehört, überhaupt noch das GG zu Deutschland gehört oder ob es vielleicht von der Scharia zur Gänze verdrängt und ersetzt wurde, und falls nicht, gelten dann Scharia und GG gleichzeitig oder nacheinander oder wie in Deutschland? Ist die BRD nicht weiblich? Trägt die BRD jetzt Schal oder Burka?
    Das wären mal echt relevante Fragen.

  13. anti3anti schreibt:

    Scientology gilt in Deutschland nicht als Religion, der Islam schon, was historisch bedingt, nicht per de logisch ist. Anerkannte Religionen sind in Deutschland geschützt, genießen Narrenfreiheit und Nachsicht.

Seid gut zueinander!

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