Kölner Karneval köpft Fundamentalisten

Der Persiflagewagen zeigt Charlie Hebdo, der mit einer Gießkanne einen grünen Stift gießt, auf dem „Narrenfreiheit“ steht. Vor seinen Füßen liegt ein geköpfter Fundamentalist.

Am Abend vor Rosenmontag hatten Anhänger des „Islamischen Staats“ (IS) ein Video veröffentlicht, das die Tötung von 21 christlichen Kopten aus Ägypten in Libyen zeigt. Der fünfminütige Film trägt den Titel „Eine in Blut geschriebene Nachricht an die Nation des Kreuzes“.

In dem Film erklärt ein Sprecher vor der Hinrichtung der 21 Christen: „Wir werden das Meer mit eurem Blut tränken.“ Danach schneiden die Dschihadisten ihren Geiseln die Köpfe ab.

Köln antwortet zu Karneval mit dem Symbol eines abgehackten Kopfs eines Terroristen.

Eat thIS!

Kölle Alaaf!

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15 Antworten zu Kölner Karneval köpft Fundamentalisten

  1. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Meine Hochachtung!

  2. schum74 schreibt:

    Wissen Sie was, mein lieber Berichterstatter aus Köln? Ich finde diesen Persiflage-Wagen ausdrucksstärker als den mit viel Tamtam zurückgezogenen Charlie-Wagen. In Mut kommt er einer Mohammed-Karikatur nicht nach. Dieser abgeschlagene Kopf neben dem Freiheitsbaum unserer Zeit, das ist Mohammed – unvermeidlich Mohammed. Keine Karikatur: ein Abbild der Wirklichkeit.

    Noch einmal: Was tun die IS-Leute, was ihr schönes Vorbild nicht getan hat? Sie haben den armen Christen in Libyen das angetan, was Mohammed den armen Banu Quarayza in Medina angetan hat:

    „In der Nacht wurden quer über den Marktplatz der Stadt Gräben ausgehoben, groß genug, um die Leichen der Männer aufzunehmen. Am Morgen befahl Mohammed, der selber zu den Zuschauern der Tragödie gehörte, daß die männlichen Gefangenen in Gruppen von jeweils fünf oder sechs herbeigeführt werden sollten. Jede Gruppe hieß man dann in einer Reihe am Rande des Grabens niedersitzen, der bestimmt war, ihr Grab zu werden; dort wurden sie enthauptet und die Leichen hinabgestoßen. (…) Die Schlächterei, die am Morgen begonnen hatte, dauerte den ganzen Tag und wurde bei Fackelschein bis in den Abend hinein fortgesetzt.“ (Eugen Sorg, „Das Land, wo Blut und Honig fließt“, Weltwoche Ausgabe 35/05)

    http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2005-35/artikel-2005-35-das-land-wo-blut.html

    *Kopfkino* (Aurorula): Aiman Mazyek beschwert sich in einem Schreiben an die Karnevalsleitung über die symbolische Grausamkeit des Motivwagens und mahnt die christliche Tugend an, die andere Wange hinzuhalten. Oder er beschwert sich über den abgeschlagenen Papp-Kopf und vermag keinen Unterschied zu erkennen zwischen den IS-Tätern und dem Wagenbauer: Alle köpfen Menschen.
    Bei dieser Gleichsetzung kann Mazyek sicher sein, die Mehrheit der deutschen Journalisten und Politiker auf seiner Seite zu haben. An seiner Stelle würde ich den Brief heute noch schreiben. Den mit dem Wagenbauer als ISler. Und zur Entschädigung für die Beleidigung des Islams würde ich zehn neue Moscheen und eine einwöchige Verdunklung des Kölner Doms verlangen. Mindestens. Über eine angemessene Bestrafung des Wagenbauers wird nach dem Sieg noch nachzudenken sein. Das muss der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime aber nicht erwähnen. Das versteht sich von selbst.

  3. limbischessystem schreibt:

    Karneval ist sowieso etwas Grausames, aber immerhin nicht so grausam wie die Enthauptungen. Außerdem geht es doch nicht darum, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. In meinen Augen ist dieser Wagen so geschmacklos wie der ganze Karneval.

    • Eberhard Wollauchi schreibt:

      Über Karneval kann man geteilter Meinung sein. Auch ob dieser Wagen das Gelbe vom Ei ist. Wichtig allein ist, dass hier dem allgemeinen Kuschen entgegen gehandelt wird.

    • Dante schreibt:

      Ich interessiere mich nicht für Karneval, aber wenn der schon grausam ist, dann kann ich auch jedes Gerede über Toleranz auch gegenüber „fremden“ (nein, menschenverachtenden!) Gesellschaftsvorstellungen und „nicht Gleiches mit Gleichem vergelten“ selbst angesichts dieser geballten Niedertracht als grausam bezeichnen. Gerade wenn ich durch Meldungen von besonderer Grausamkeit und Bosheit schon auf 180 bin, gibt mir Sanftsprech bzw. „linksspießige“ Moralisiererei (ein besseres Wort fällt mir momentan nicht ein) den Rest.

  4. Paul schreibt:

    Versöhnt bin ich mit dem Einknicken nicht.
    Eingeknickt ist eingerknickt, da beißt die Maus keinen Faden ab.

    Aber man hat sich, quasi mit einer Ohnmachtszuckung gewehrt und wer es möchte kann sagen: „Wir haben uns widersetzt. Mehr war nicht drin.“

    Die Symbolik ist schon sehr bemüht. Sicherlich hat es auch eine Bedeutung, dass der nicht geköpfte Stift Grün ist. Grün ist die Farbe der Moslems. Ich höre mal mit der Deutung auf.

    Für mich steht fest: Satire, die man aufwändig erklären muss, der hat man „die Zähne gezogen“.

    Der ursprüngliche Wagen war auch ohne Bedienungsanleitung zu verstehen.

    • ManfredM schreibt:

      In der Tat sind so einige Deutungen möglich: Was hat es mit dem aufgeschlagenen Buch auf sich, das oben am senkrecht grün aufsteigenden Zeichenstift prangt? Vielleicht zwei Seiten aus dem „heiligen, unveränderbaren“ Koran? Gerade diejenigen ausgesucht, die Tötungsbefehle enthalten?…
      Oder – meine bevorzugte Interpretation: Zwei Seiten, die die Grundrechtsartikel unseres Grundgesetzes jedem/jeder als über allem anderen Stehenden eindringlich in Erinnerung rufen. Vielleicht ist es doch noch nicht zu spät und die hervorgeholten Koffer bleiben unbeachtet.

  5. Chaya schreibt:

    Bravo fuer den Kompromiss, aber was soll daran Charlie Hebdo sein? Und was ist das seltsame Schwarze da?

  6. Sophist X schreibt:

    Nach der Logik der Moslems kann der Kopf keinem Moslem gehören, da Moslems nichts mit dem Anschlägen zu tun hatten.
    Es könnte also auch ein südländischer Christ oder ein Eskimo mit komischer Haarmode sein.

  7. Dante schreibt:

    Sozusagen der Rückzieher vom Rückzieher?

  8. caruso schreibt:

    PRIMA!!!!! Großartig!!!!! Mein Respekt!!!!!!
    lg
    caruso

  9. Pöpl, Peter schreibt:

    Großartig, dass es noch Menschen mit Mut gibt ! Meinen großen Respekt an alle Beteiligten !!

Seid gut zueinander!

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