Die volle neutrale Einseitigkeit

Wenn es um den Nahostkonflikt geht, wird stets Neutralität angemahnt. Diese Neutralität gibt es jedoch nicht. Der ganze Diskurs ist durchtränkt von Begriffen, die zwar mittlerweile als neutral verstanden werden, aber in Wirklichkeit einseitig gegen Israel Partei ergreifen. Tapfer im Nirgendwo präsentiert ein paar dieser Begriffe.

Westjordanland oder West Bank

Das sogenannte Westjordanland liegt westlich von Jordanien und östlich von Israel. In Jordanien wird das Gebiet West Bank genannt, da es das westliche Ufer vom Jordan ist. In Israel heißt das Gebiet jedoch Judäa und Samaria. Der Begriff West Bank wurde erst im 20. Jahrhundert von Abdallah ibn Husain I. erfunden. Die Begriffe Judäa und Samaria jedoch haben biblischen Ursprung.

Wer Israel delegitimieren will, tut gut daran, die Begriffe Judäa und Samaria zu meiden, da sie schon dem Klang nach verraten, was nicht zu leugnen ist: Das jüdische Volk ist das älteste noch heute existierende Volk im Nahen Osten, mit anderen Worten: Juden sind die Ureinwohner des Nahen Ostens!

Wer behauptet, Juden könnten irgendwo im Nahen Osten illegal sein, muss in der gleichen Konsequenz auch erklären, das es Gebiete im Bereich der Vereinigten Staaten von Amerika gibt, wo die sogenannten „Indianer“-Völker illegal sind.

In allen Ländern des Nahen Ostens müssen Juden als Staatsbürger so behandelt werden wie Araber in Israel, nämlich uneingeschränkt gleichgestellt in all ihren Rechten.

Palästinenser

Der Begriff Palästinenser wird mittlerweile nur noch als Abgrenzung gegenüber Juden verstanden. Diese Nutzung des Begriffs ist jedoch sehr einseitig. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden nämlich fast ausschließlich Juden als Palästinenser bezeichnet. Palästinische Juden gibt es schon in der Antike, zu einer Zeit, als es noch keinen Islam und noch kein Christentum gab.

Der Begriff „Palästina“ hat einen hebräischen Ursprung. Die erste bekannte Schriftquelle zu „Palästina“ ist die Septuaginta. Hier wird der Begriff als Ableitung von dem hebräischen Begriff „Pleschet“ verwendet. Als Pleschet wurde ursprünglich die Ebene bezeichnet, welche das Volk der Philister bewohnte. Das Volk der Philister gibt es nicht mehr, aber einen Philister kennt jedes Kind: Goliath.

Der Begriff Palästina ist somit lediglich eine Gebietsbeschreibung und keine Volksbeschreibung. Es gibt keine palästinensische Sprache, keine unabhängige palästinensische Kultur, aber dafür eine Menge Menschen verschiedenster Glaubensrichtungen und Nationalitäten, die durch den Umstand vereint werden, dass sie in einem Gebiet leben, das Palästina genannt wird. Der mit Abstand größte Teil Palästinas liegt im heutigen Jordanien. Hat jemand schon mal gehört, Jordanien halte Palästina besetzt? Nein! Woran das wohl liegen mag?

Weitere Gebiete Palästinas sind Golan, Gazastreifen, Westjordanland und Gebiete von Ägypten und Saudi-Arabien. Nur ein sehr kleiner Teil Palästinas befindet sich in Israel, aber alle, die in dem Gebiet Palästina leben, mögen es nun Jordanier, Israelis, Araber, Juden, Christen oder Moslems sein, sind Palästinenser!

In der Moderne wurde der Begriff „Palästina“ nur deshalb wieder so geläufig, weil damit das Gebiet bezeichnet wurde, das nach dem 1. Weltkrieg durch den Untergang des Osmanischen Reiches herrschaftslos wurde. Palästina war der Begriff, mit dem der Völkerbund, der ab 1922 das Gebiet verwaltete, das Gebiet und alle dort leben Menschen beschrieb, ob sie nun christlich, muslimisch, jüdisch oder heidnisch waren. Heute gibt es in der Region die unterschiedlichsten Länder, aber nur ein Land ist demokratisch: Israel! 1948 wurde Israel von überwiegend palästinensischen Juden gegründet. Sie glaubten an die Möglichkeit einer friedlichen Demokratie im Nahen Osten. In der Unabhängigkeitserklärung Israels heißt es:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

An dem Tag, an dem diese Erklärung verlesen wurde, erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem kleinen Land Israel den Vernichtungskrieg. Im Zuge dieses bis heute anhaltenden Krieges verließen 500.000 Menschen ihre Heimat im Glauben an die Versprechungen der arabischen Nationen, nach der Vernichtung Israels könnten die Araber als Sieger in die Region zurückkehren. Israel bot jedoch allen Menschen innerhalb der neuen Grenzen an zu bleiben, um sich in Demokratie und Selbstbestimmung frei zu entfalten, schließlich waren sie alle Palästinenser. 160.000 Araber nahmen das Angebot an und blieben. Mittlerweile sind über 20 Prozent aller Israelis arabische Bürgerinnen und Bürger, mit allen Rechten.

Die Israelis sind die freiesten Palästinenser der Welt! Sie sind die einzigen Palästinenser, die einen Regierungschef haben, der innerhalb einer Demokratie legitim gewählt wurde. Mahmud Abbas wurde zwar 2005 als Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt, aber seine Legislaturperiode endete am 9. Januar 2009. Seitdem hält er sich ohne Legitimation an der Macht. Jordanien ist eine Monarchie mit dem Islam als Staatsreligion und der Scharia als Gesetz. Demokratisch kann Jordanien somit nicht genannt werden, allein schon deshalb nicht, weil alle Palästinenser, die nicht dem Islam angehören, in Jordanien Bürger zweiter Klasse sind. In Syrien sind die Palästinenser entrechtet und werden in Lager gesperrt. Im Januar 2014 kesselte die syrische Armee Palästinenser in einem Lager ein und ließ sie dort verhungern. In Gaza herrscht die Hamas. Sie wurde zwar gewählt, aber nach der Wahl tauschte sie sofort Demokratie gegen Staatsterror aus. Seit dem herrscht die Hamas in Gaza ohne Legitimation. In kaum einem Gebiet der Erde werden Palästinenser brutaler unterdrückt als in Gaza. Der ganze Horror kommt in der Charta der Hamas zum Ausdruck. Artikel 7 erklärt mit Bezug auf den Propheten Mohammed, dass der Frieden erst dann kommen wird, wenn alle Juden weltweit vernichtet wurden.

Die Hamas erklärt, dass man nicht palästinensisch und jüdisch sein kann, so wie die Nazis einst behaupteten, es wäre nicht möglich, deutsch und jüdisch zu sein. Deshalb läßt die Hamas ihre Minister auch Reden im Stil von Joseph Goebbels halten. Am 28. Februar 2010 erklärte der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, in einer öffentlichen Rede:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Diese Behauptung der Hamas, Juden könnten keine Palästinenser sein, wird von erschreckend vielen Menschen in der westlichen Welt übernommen. Palästinenser können selbstverständlich Juden sein! Alle Israelis sind Palästinenser! Das Judentum ist die älteste noch heute praktizierte Religion Palästinas! Juden haben den Begriff Palästina vor Jahrtausenden geprägt! Der einzige Regierungschef, der von sich beanspruchen kann, in freien Wahlen von einem palästinensischen Volk gewählt worden zu sein, ist der Premierminister von Israel!

Im Jahr 2013 lebten über 8 Millionen Palästinenser in einem demokratischen Land mit garantierten Menschen- und Bürgerrechten, in dem die Geschlechter gleichberechtigt und die Kunst, Presse, sexuelle Identität und Religionsausübung frei sind. Zu diesen 8 Millionen Palästinensern gehören über 1,6 Millionen Muslime und über 6 Millionen Juden. Das Land heißt Israel!

Einige werden nun einwenden, dass viele Menschen oder ihre Eltern erst kürzlich nach Israel und somit in einen Bereich Palästinas eingewandert sind und deshalb nicht als Palästinenser bezeichnet werden können. Wer dies jedoch behauptet, muss in der selben Logik auch erklären, dass Cem Özdemir, Henryk M. Broder, Roberto Blanco, Mesüt Özil und Necla Kelek keine Deutschen sind! Sie sind aber Deutsche, so wie alle Israelis Palästinenser sind.

Die Hamas erklärt nun, Palästinenser könnten keine Juden sein und das palästinensische Volk müsse „judenrein“ werden. Genau das glaubten einst auch die Nazis. Nicht zufällig ist der Gruß der Hisbollah und der Hamas daher der Hitlergruß.

Israel ist eine Demokratie, in der jede Kritik, sogar die dümmste und die brutalste Kritik, erlaubt ist und artikuliert werden darf. Jeder Palästinenser kann in Israel seine Meinung frei äußern. Das ist Demokratie! In Jordanien, Syrien, Gaza, Westjordanland aber haben Palästinenser diese Rechte nicht. Warum also werden diese Menschen nicht gestärkt. Warum nicht dort die Rechte von Palästinensern fordern, wo sie nicht vorhanden sind, statt ständig das Land zu kritisieren, das ihnen diese Rechte garantiert?

Israelische Besatzung

Oft wird behauptet, Israel halte das Judäa und Samaria besetzt. Die Frage ist nur, wessen Land wurde besetzt? Das der Palästinenser? Es gab niemals ein selbstständiges Palästina! Es gibt jedoch palästinensische Juden! Halten jetzt etwa Palästinenser das Land Palästina besetzt? Es ist nicht möglich, dass Israel eine Nation besetzt, das niemals existiert hat!

Schauen wir uns mal den Ort an, von dem behauptet wird, Israel halte ihn seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 besetzt oder würde dort „illegale Siedlungen“ bauen.

Im Arabisch-Israelischen Krieg von 1948 wurde das Gebiet von Jordanien besetzt und 1949 völkerrechtswidrig annektiert. Nur Großbritannien und Pakistan haben die jordanische Hoheit über Judäa und Samaria jemals anerkannt. Von diesem Gebiet aus wurde Israel 1967 angegriffen, und kein Recht der Welt kann dem Staate Israel sein Recht auf Verteidigung absprechen.

Bevor das Gebiet im Jahr 1949 von Jordanien annektiert wurde, war es allgemein als Palästina bekannt. Allerdings bedeutet dies nicht, dass es eine palästinensische Regierung und Verwaltung gab. Palästina war lediglich der biblische und somit jüdische Begriff, mit dem der Völkerbund, der seit 1922 das Gebiet verwaltete, das Land und alle dort leben Menschen, ob christlich, muslimisch, jüdisch oder heidnisch, beschrieb. Auf der Konferenz von Sanremo im Jahr 1920 wurde das Gebiet an Großbritannien übertragen mit dem Auftrag zur Realisierung des Völkerbundmandats für Palästina. Auftrag des Mandats, welches am 24. Juli 1922 ratifiziert wurde, war die Hilfe zur „Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina“. Zu dieser Entscheidung kam es, nachdem das Reich, das vorher über das Gebiet geherrscht hatte, untergegangen war. War es das Palästinensische Reich? Nein! Es war das Osmanische Reich. Im Ersten Weltkrieg unterlag das Osmanische Reich den alliierten Mächten, was dazu führte, dass im Namen des Völkerbundes das Osmanische Reich aufgeteilt wurde, um neue unabhängige Länder zu etablieren. Selbstverständlich konnte bei dieser Entscheidung nicht der jüdische Teil der Bevölkerung übergangen werden, der schon seit biblischen Zeiten in dem Gebiet lebt. Nach Jahrhunderten der Unterdrückung und der Diskriminierung, besonders auch durch muslimische Machthaber (die bekanntesten Pogrome an Juden durch Muslime in der Zeit sind die Nabi-Musa-Unruhen, die Unruhen in Jaffa und das Massaker von Hebron), forderten viele Juden unter dem Begriff Zionismus schließlich nichts weiter ein, als das Recht, das für alle anderen Menschen der Welt selbstverständlich war und ist: Sie beanspruchten Sicherheit in den Grenzen einer selbstverfassten Nation. Sie beanspruchten Unabhängigkeit. Sie beanspruchten Land!

Der damalige britische Außenminister Arthur James Balfour unterstützte den Wunsch der Zionisten und schrieb einen Brief, der als Balfour-Deklaration in die Geschichte einging:

Verehrter Lord Rothschild,
ich bin sehr erfreut, Ihnen im Namen der Regierung Seiner Majestät die folgende Erklärung der Sympathie mit den jüdisch-zionistischen Bestrebungen übermitteln zu können, die dem Kabinett vorgelegt und gebilligt worden ist:
Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei, wohlverstanden, nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie diese Erklärung zur Kenntnis der Zionistischen Weltorganisation bringen würden.
Ihr ergebener Arthur Balfour

Der Völkerbund nahm sich dieses Ansinnens an und wählte ein Gebiet, in dem diese „nationale Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina“ entstehen sollte. Das Gebiet umfasste dabei nicht einmal 0,5% des ganzen arabischen Raums.

Im Jahr 1947, also nach dem Zweiten Weltkrieg, bei dem sich die Situation von Juden im Nahen Osten noch mehr verschlechtert hatte (unter anderem verbündete sich der Mufti von Jerusalem, Mohammed Amin al-Husseini, mit Adolf Hitler im gemeinsamen Anstrengen, alle Juden der Welt zu vernichten), wurde ein Teilungsplan der Vereinten Nationen, der Nachfolgeorganisation des Völkerbundes, vorgelegt, in dem sich die jüdische Seite schließlich sogar mit nur einem Viertel des eh schon kleinen Gebiets zufrieden gab:

Die restlichen drei Viertel gingen zu zwei Dritteln an das halbautonome Emirat Transjordanien, aus dem später das heutige Land Jordanien wurde. Der Rest sollte zu einem weiteren arabischen Staat werden. Wenn es also eine Partei innerhalb des Konfliktes gibt, die zu extremen Kompromissen bereit war, dann die jüdische Seite!

Als schließlich am 29. November 1947 im Namen der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit sowohl der israelischen als auch der arabischen Seite die Gründung jeweils eines unabhängigen Staates angeboten wurde, nahm die israelische Seite dieses Angebot an, obwohl es nicht einmal 20% des anfänglich in Aussicht gestellten Landes war. Die arabische Seite jedoch verweigerte die Annahme ihres unabhängigen Landes. Stattdessen engagierte sie sich zusammen mit Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien in einem gemeinsamen Krieg zur Vernichtung des neu gegründeten Israels.

In dieser Zeit fanden viele Pogrome in muslimischen Ländern gegen Juden statt, u.a. die Pogrome von Aleppo, Kairo und Aden. Viele Angriffe auf Israel wurden auch von der durch Jordanien extra zur Vernichtung Israels annektierten West Bank unternommen. Im Sechstagekrieg 1967 brachte Israel dieses Gebiet unter Kontrolle und konnte so die Angriffe aus dieser Region beenden. Seitdem hält sich das Gerücht, Israel hielte dieses Land besetzt, ein Gebiet, das vorher von Jordanien in der Absicht, Israel zu vernichten, annektiert worden war und das in der Zeit des Mandats durch den Völkerbund für eine jüdische Nation vorgesehen war.

Die Region wurde somit vor über hundert Jahren durch das Osmanische Reich beherrscht, dann vom Völkerbund verwaltet, dann von Jordanien annektiert und zuletzt von Israel unter Kontrolle geholt. Wie kann man da guten Gewissens von „besetzten Gebieten“ sprechen? Von wem hält Israel das Land besetzt? Vom Osmanischen Reich, das es nicht mehr gibt?

Erst 1988 hat Jordanien seinen Anspruch auf das Gebiet aufgegeben, und erst seit 1993 werden Teile des Gebiets von der Palästinensischen Autonomiebehörde verwaltet ohne gültige Erklärung, die Existenz Israels anzuerkennen. Von wem also hält Israel das Gebiet besetzt?

Die Antwort ist schlicht: Von niemandem! Es hat nie eine völkerrechtliche Anerkennung der Annexion des Gebiets durch Jordanien gegeben. Die arabische Seite lehnte das Angebot der Vereinten Nationen von 1947 ab. Das Osmanische Reich existiert nicht mehr. Es gibt eigentlich nur einen Vertrag, der die Situation regelt: Das Völkerbundmandat. Wenn es also Besatzer in diesem Konflikt gibt, dann Jordanien und die Palästinensische Autonomiebehörde! Sie werden aber nicht als Besatzer bezeichnet!

Wer Neutralität einfordert, muss die einseitige Vokabel „besetzte Gebiete“ gegen „umstrittene Gebiete“ eintauschen, denn um nichts anderes handelt es sich. Wer Israel als Besatzer bezeichnen will, muss auch Palästinenser und Jordanier als Besatzer bezeichnen, denn ihr Recht, dort zu siedeln, ist genauso berechtigt oder umstritten wie das Recht jedes Menschen, dort zu siedeln. Wer behauptet, die jüdischen Siedlungen seien illegal, muss auch die palästinensischen Siedlungen als illegal bezeichnen!

Illegale jüdische Siedler

Die radikale Hamas fordert die Vernichtung aller Juden. Die gemäßigte Fatah glorifiziert den Terror gegen Juden. Immer wieder erschüttern Attentate das kleine Land Israel. Eine erschreckende Mehrheit in der palästinensischen Autonomiebehörde fordert ein „judenfreies“ Palästina. Es herrscht brutaler Judenhass. All das scheint den Frieden im Nahen Osten jedoch nicht so sehr zu gefährden wie das angeblich größte Friedenshindernis: die Errichtung von jüdischen Siedlungen!

Wer glaubt und fordert, dass Juden verschwinden müssen, kann niemals Frieden mit Juden schließen. Wer brüllt „Juden raus aus meinem Land, meiner Stadt, meiner Nachbarschaft“, will keinen Frieden mit Juden, sondern einen Frieden von Juden. Jüdische Siedlungen sind nur für jene eine Hindernis zum Frieden, die einen Frieden von Juden haben wollen. Für jene, die einen Frieden mit Juden schließen wollen, ist eine jüdische Siedlung kein Problem, sondern die Lösung eines Problems, denn nur in der Akzeptanz von jüdischen Siedlungen wohnt die Möglichkeit der schlichten Erkenntnis, dass Juden einfach nur Nachbarn sein können.

Überall in Jerusalem dürfen Muslime siedeln. Gleiches Recht muss für Juden gelten! Juden, die siedeln und Häuser bauen, sind kein Friedenshindernis! Sie sind es nicht in Israel, nicht in Amerika und nicht in Europa. Sie sollten es auch nicht in den Ländern des Nahen Ostens sein. Überall auf der Welt gibt es in diversen Ländern jüdische Siedlungen und Viertel. In Deutschland gibt es jüdisch, muslimisch und christlich geprägte Viertel. Nur wenige sehen in ihnen ein Friedenshindernis. Sie werden vielmehr als eine kulturelle Bereicherung verstanden und gelten als Unterstützung für ein friedliches Miteinander, da sie Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz zu fördern vermögen. In Köln gibt es die überwiegend muslimisch geprägten Keupstraße und in Paris den Marais im dritten und vierten Arrondissement, eine überwiegend jüdisch geprägte Siedlung der Stadt. In Israel gibt es eine Menge muslimische Viertel und Siedlungen. Fast zwanzig Prozent aller Israelis sind Muslime. Für Israel sind muslimische Siedlungen innerhalb und außerhalb Israels kein Friedenshindernis.

Die arabischen Regierungen im Nahen Osten sollten ebenfalls Juden als Bürger des Landes mit allen Rechten und Pflichten achten, die Häuser und Siedlungen bauen dürfen, wie jeder andere Bürger auch, oder sie werden niemals Frieden mit Juden schließen können.

Die Hamas, die im Gazastreifen regiert, herrscht über ein „judenreines“ Gebiet. Als im Jahr 2005 der Gazastreifen der palästinensischen Verwaltung übergeben wurde, wurden alle Juden innerhalb weniger Tage aus dem Gazastreifen vertrieben. Am Morgen des 12. September verließen die letzten Juden das Gebiet über den Grenzübergang Kissufim. Der Abzug wurde von Arabern teils frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Die verlassenen Synagogen wurden in Brand gesteckt. Es kam zu einer wahren “Gazakristallnacht”. Die Hamas hat für Gaza verwirklicht, was Hitler für Deutschland vorhatte: ein Land ohne Juden.

Dennoch stellt die Hamas weiterhin Forderungen an den Erzfeind Israel. Israel soll Wasser spendieren, Medikamente und Essen liefern und die Grenzen für Terroristen öffnen. Letzteres erlaubt Israel nicht, aber Wasser, Medikamente und Essen liefert Israel. Die ach so harte israelische Regierung glaubt eben noch an die Menschen in Gaza und schaut nicht tatenlos zu, während die Hamas das palästinensische Volk als Geisel nimmt. Wäre die Fatah oder die Hamas so wie die konservativste israelische Regierung, es gäbe schon längst Frieden im Nahen Osten.

Wer behauptet, jüdische Siedlungen seien illegal, wer erklärt, es dürfe Orte geben, an denen Juden nur aufgrund ihrer Religionszugehörigkeit das Bauen und Siedeln verboten wird, ist ein Antisemit! Jüdische Siedlungen sind und bleiben der einzige Garant dafür, dass es im Nahen Osten eines Tagen Frieden mit Juden geben kann!

Palästinensische Flüchtlinge

Als am 29. November 1947 im Namen der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit sowohl der israelischen als auch der arabischen Seite die Gründung jeweils eines unabhängigen Staates angeboten wurde, nahm die israelische Seite dieses Angebot an, während die arabische Seite die Annahme ihres unabhängigen Landes verweigerte und sich stattdessen zusammen mit Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien an einem gemeinsamen Krieg zur Vernichtung des neu gegründeten Israels engagierte. Im Zuge dieses Krieges kam es zu zwei Flüchtlingsströmen. Der eine Strom bestand aus 500.000 Flüchtlingen, der andere aus 850.000 Flüchtlingen. Im heutigen Diskurs rund um den Nahostkonflikt ist meistens nur noch von dem 500.000 Menschen umfassenden Flüchtlingsstrom die Rede.

Als im Jahre 1948 Israel gegründet wurde, erklärte die arabische Welt Israel den Vernichtungskrieg. Im Zuge dieses bis heute anhaltenden Krieges und im Glauben an die Versprechungen der arabischen Nationen, nach der Vernichtung Israels könnten die Araber als Sieger in die Region zurückkehren, verließen 500.000 Menschen ihre Heimat; und das obwohl die meisten von ihnen nicht dazu gezwungen wurden, jedenfalls nicht von israelischer Seite – im Gegenteil: Israel bot den Arabern sogar an zu bleiben, um vollwertige Bürger des Landes zu werden. 160.000 Araber nahmen dieses Angebot an. Mittlerweile gibt es 1.250.000 arabische Israelis. Es kann somit ohne Probleme gesagt werden, dass viele arabische Flüchtlinge in Wirklichkeit Auswanderer waren, was zeigt, dass das Wort „Flüchtling“ eher ein Kampfbegriff ist als eine neutrale Vokabel.

Schauen wir uns also die oft vergessenen 850.000 Flüchtlinge an: Im Zuge des bis heute anhaltenden Vernichtungskrieges gegen Israel wurden 850.000 Juden aus ihrer arabischen Heimat vertrieben. Ihnen wurden ihr Besitz und ihre Staatsbürgerschaften genommen. Mittlerweile gibt es sogar arabische Nationen, die ihre Vertreibungspolitik derart perfektioniert haben, dass im Jahre 2001 dort kein einziger Jude mehr lebte, zum Beispiel Libyen und Algerien. Während somit in Israel heute 190% so viele Araber leben wie 1948, und zwar als vollwertige Bürger eines demokratischen Landes, leben in den arabischen Ländern heute nur 0,9% so viele Juden wie 1948. In dieser Zeit fanden viele schreckliche Pogrome gegen Juden statt, u.a. die Pogrome von Aleppo, Kairo und Aden.

Es ist doch interessant, dass im Nahen Osten oft mal von Vertreibung und Völkermord die Rede ist, damit allerdings nicht die Reduzierung der jüdischen Bevölkerung in den arabischen Ländern auf 0,9% gemeint ist, sondern die beinah Verdoppelung der arabischen Bevölkerung in Israel. Spätestens hier wird deutlich, dass der Begriff „Flüchtling“ eine politische Kampfvokabel ist, die alles andere als neutral ist.

Was geschah mit den 850.000 jüdischen Flüchtlingen? Viele von ihnen wanderten nach Israel aus, andere fanden in anderen Ländern ein neues Zuhause, und jene, die Hilfe benötigten im Umgang mit ihrer neuen Flüchtlingssituation, fanden spätestens 1951 bei den Vereinten Nationen Unterstützung. Im Jahr 1951 nahm nämlich die UNHCR-Behörde ihre Tätigkeit auf. Das Hochkommissariat ist mit dem Schutz von Millionen von Flüchtlingen und Vertriebenen weltweit beauftragt und ist auch im Bereich der humanitären Hilfe tätig. Die Behörde ist Nachfolgeorganisation des Flüchtlingskommissariats des Völkerbundes. 1954 sowie auch 1981 wurde sie mit dem Friedensnobelpreis und 1986 mit dem Balzan-Preis für Humanität, Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern ausgezeichnet, da sie erfolgreich dafür sorgt, aus Flüchtlingen wieder Bürger zu machen. Der UNHCR ist somit offensichtlich eine gut funktionierende Behörde. Warum also versagt sie im Umgang mit den arabischen Flüchtlingen?

Während die 850.000 jüdischen Flüchtlinge und Vertriebenen wieder Bürger eines Landes wurden, sind aus den 500.000 Flüchtlingen und Auswanderern mittlerweile über 4,7 Millionen „Flüchtlinge“ geworden, die in arabischen Ländern bis zum heutigen Tage in Lagern gepfercht leben. Die einzigen Palästinenser, die heute volle Bürgerrechte besitzen, sind die palästinensischen Israelis. Warum also versagt der UNHCR in diesem Fall? Die Antwort ist so einfach wie verwunderlich: weil er für die arabischen Flüchtlinge, die zu „palästinensischen Flüchtlingen“ erklärt wurden, nicht zuständig ist.

Die „palästinensischen Flüchtlingen“ sind die einzige Gruppe, für die sich die Vereinten Nationen eine eigene Behörde leistet: UNRWA. Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten ist ein temporäres Hilfsprogramm der Vereinten Nationen, das seit seiner Gründung 1949 regelmäßig um drei Jahre verlängert wird. Der Hauptsitz des Hilfswerkes war zunächst Beirut, wurde 1978 aufgrund der Unruhen im Libanon nach Wien und 1996 weiter nach Gaza verlegt.

Obwohl die UNRWA nur eine temporäre Behörde ist und jederzeit im UNHCR aufgehen könnte, bleibt die UNRWA bestehen. Warum? Was unterscheidet den „palästinensischen Flüchtling“ von allen anderen Flüchtlingen dieser Welt? Warum ist dieser Flüchtling anders als alle anderen Flüchtlinge?

Die Antwort ist im Selbstverständnis der beiden Flüchtlingsbehörden zu finden. Während es die Aufgabe des UNHCR ist, Flüchtlinge wieder zu Bürgern zu machen, hält die UNRWA Araber in ihrem Flüchtlingsstatus, indem sie besondere Kriterien anlegt. Während Flüchtlinge des UNHCR ihren Flüchtlingsstatus in dem Moment verlieren, da sie Bürger eines von den Vereinten Nationen anerkannten Landes werden, behalten die „palästinensischen“ UNRWA-Flüchtlinge selbst in diesem Fall ihren Flüchtlingsstatus, mit anderen Worten: Während beim UNHCR der Flüchtlingsstatus nicht von Generation zu Generation vererbt werden kann, können „palästinensische Flüchtlinge“ laut UNRWA Flüchtlinge gebären.

Während der UNHCR eine Einbürgerung der Flüchtlinge in ihrem Gastland befördert und unterstützt, vermeidet die UNRWA die Einbürgerung ihrer „Flüchtlinge“ in ihrem Gastland. Zudem erhält die UNRWA drei Mal so viel finanzielle Unterstützung von der UN wie der UNHCR und beschäftigt dreißig Mal so viele Mitarbeiter.

Der Chefredakteur der französischen Zeitschrift „Valeurs Actuelles“, Michel Gurfinkiel, notiert:

„2008 unterstützte die UNRWA 4,5 Millionen [palästinensische] Flüchtlinge bzw. deren Nachkommen. Dafür standen ihr 24.000 hauptberufliche Helfer, zu 99% Palästinenser, zur Verfügung. Ihr zweijähriges Budget betrug 1,09 Milliarden Dollar. Das macht etwa 500 Millionen Dollar jährlich. Im selben Jahr verfügte der UNHCR für alle anderen ‚Flüchtlinge, Verschleppten und Heimatlosen’ dieser Erde – also für 32,9 Millionen über 116 Länder und 5 Kontinente verstreute Personen – über nur 6.260 hauptberufliche, aus zahlreichen Ländern stammende Helfer. Sein jährliches Budget belief sich 2008 auf 1,09 Milliarden Dollar, 2009 auf 1,1 Milliarden Dollar. Mit anderen Worten, ein Drittel des UN-Gesamtbetrags zugunsten der Flüchtlinge und 79,3 % des Hilfspersonals gingen 2008 an eine einzige einschlägige Bevölkerung oder 12,0 % aller Flüchtlinge: die Palästinenser.“

Während also der UNHCR mit weit weniger Mitteln erträgliche Lösungen für zig Millionen Flüchtlinge gefunden hat, konnte die UNRWA bisher mit deutlich mehr Mitteln keinem einzigen „palästinensischen Flüchtlingen“ zu einer Staatsbürgerschaft verhelfen. Im Grunde gibt es bisher nur ein einziges Gebilde, das dafür sorgt, dass Palästinenser Menschen mit Bürgerrechten werden: Israel!

Was aber ist aus den 500.000 Arabern geworden, die Israel verlassen haben? Sie leben in den Nachbarstaaten von Israel unter unmenschlichen Bedingungen. Ihnen werden nicht selten Bildung und Medizin verwehrt, sie dürfen keine Häuser bauen und keine Arbeitsplätze annehmen. Zudem ist es ihnen in all diesen Ländern bis auf Jordanien verboten, die Staatsbürgerschaft zu erwerben.

Unter diesen unmenschlichen Bedingungen sind aus 500.000 Flüchtlingen 4,7 Millionen ewige Flüchtlinge geworden. 4,7 Millionen Menschen, denen unter Mittäterschaft der Vereinten Nationen jede Hoffnung auf eine bessere Zukunft als freie Bürger verwehrt wird. 4,7 Millionen ewige Flüchtlinge, die nicht das Glück haben, zu den 1,25 Millionen Palästinensern zu gehören, die in einem Land leben, das mit ihrem Wunsch auf Freiheit verbündet ist: Israel!

Bis auf Israel scheint sich niemand wirklich um das Wohl dieser Araber zu sorgen. Warum? Welches Interesse können die arabischen Länder haben, palästinensische Araber zu ewigen Flüchtlingen zu verdammen? Eine Antwort hat der Präsident Ägyptens schon am 1. September 1960 gegeben: “Wenn die Flüchtlinge nach Israel zurückkehren, wird Israel aufhören zu existieren.”

Stellen wir uns einmal vor, den 850.000 jüdischen Flüchtlingen wäre genau das selbe Recht zugekommen, wie es nicht wenige den arabischen Flüchtlingen selbstverständlich zusprechen: Noch heute müssten sich die Vereinten Nationen für eine Rückkehr der Juden nach Ägypten, Libyen, Syrien, Jemen und all die anderen arabischen Länder stark machen, und nicht nur das, die arabischen Länder müssten sogar dazu genötigt werden, mit unzähligen Resolutionen, Land an Juden abzugeben, da sie ja die ehemalige Heimat von diesen Juden besetzt halten. Es müsste somit die Aufgabe der UN sein, auf die Schaffung unabhängiger Israelstreifen in allen arabischen Ländern hinzuwirken, damit die arabischen Regime die besetzten jüdischen Gebiete räumen.

Wem diese Forderung zu radikal ist, der muss eingestehen, dass sie ebenso radikal ist, wenn es um arabische Flüchtlinge geht. Die ständige Rede von „palästinensischen Flüchtlingen“ ist nichts als pure Einseitigkeit, die nur einer Gruppe nutzt: den Feinden Israels.

Am 25. Mai 1953 sagte Pfarrer Karl Baehr:

„Im April 1952 sagte Sir Alexander Galloway, damals Chef von UNRWA für Jordanien, zu unserer Studiengruppe, und das ist wirklich ein direktes Zitat von ihm: ‚Es ist vollkommen klar, dass die arabischen Nationen das arabische Flüchtlingsproblem nicht lösen wollen. Sie wollen es als eine offene Wunde behalten, als ein Affront gegen die Vereinten Nationen und als eine Waffe gegen Israel.‘ Dann sagte er mit Betonung: ‚Die arabischen Führer geben einen Dreck darauf, ob die Flüchtlinge leben oder sterben.'“

Den arabischen Führern und nicht wenigen Nahostexperten ist das Wohl der Palästinenser egal. Israel nicht! Was Israel den Palästinensern bisher angeboten hat, hat noch keine arabische Nation jemals den Palästinensern geboten. Die meisten Bürgerinnen und Bürger Israels wissen halt aus eigener Erfahrung, wie gefährlich es ist, wenn die Umwelt einen zum ewigen Flüchtling abstempelt.

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Westjordanland
West Bank
Palästinenser
Besetzte Gebiete
Illegale jüdische Siedler
Palästinensische Flüchtlinge

Dies sind nur ein paar Begriffe, die von vielen Menschen als neutrale Vokabeln im Nahostkonflikt genutzt werden, aber in Wirklichkeit einseitig gegen Israel Partei ergreifen. Die Einseitigkeit selbst ist gar nicht das Schlimmste. Viel schlimmer ist die Verleugnung der eigenen Einseitigkeit. Wenn jene, die einseitig sind, endlich zugeben würden, dass sie nicht neutral sind, wäre schon eine Menge gewonnen.

Ich bin einseitig! Aus purem Eigeninteresse habe ich mich für Israel entschieden. Ich bin für Meinungsfreiheit, für die Gleichberechtigung der Geschlechter, für Presse- und Kunstfreiheit, für die Anerkennung homosexueller Lebensgemeinschaften, für Religionsfreiheit und für eine pluralistische Demokratie. Nur ein Land im ganzen Nahen Osten steht für all diese Prinzipien: Israel.

Nur in Israel wird meine pure Existenz als nicht-muslimischer Künstler, der gerne Witze über Religionen macht, einen politischen Blog betreibt und homosexuelle Erfahrungen genossen hat, nicht in Frage gestellt. In jedem anderen Land des Nahes Ostens würde ich als Staatsbürger verfolgt werden. Es fällt mir daher nicht schwer, mich zu positionieren.

Dennoch ist Israel das Land im Nahen Osten, das am meisten kritisiert wird und das obwohl Israel das Land im Nahen Osten ist, das am wenigstens kritisiert werden muss. Wieso ist das so? Warum entscheiden sich so viele Menschen, die nur in Israel gleichberechtigte Staatsbürger wären, während sie in allen anderen Ländern des Nahen Ostens, ob ihrer Art zu leben, als Staatsbürger verfolgt werden würden, gegen Israel?

Es gibt nur eine Macht, die stark genug ist, dass sich Menschen so vehement nicht nur gegen die eigenen Interessen stellen, sondern auch gegen die Interessen all der anderen Menschen, die demokratisch, frei und gleichberechtigt leben wollen: Hass, um genau zu sein: Judenhass!

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73 Antworten zu Die volle neutrale Einseitigkeit

  1. tapferimnirgendwo schreibt:

    Hat dies auf Tapfer im Nirgendwo rebloggt und kommentierte:

    Mit „Eine Frage an meine Leserinnen und Leser“ habe ich gefragt, welcher Artikel am meisten gefallen hat und warum. Hier eine Antwort:

    „Mein Name ist Micky Schwarz aus Burscheid (und aus Netanya)
Mir gefällt besonders der Artikel „Die volle neutrale Eindeitigkeit“, weil er die Grundlagen erklärt, die den meisten Menschen unbekannt sind.“

    Und als ganz besondere Information an das Gruselkabinett, das sich jetzt gebildet hat : http://www.bib-jetzt.de/

  2. emma1889 schreibt:

    Ganz herzlichen Dank für diesen Artikel, er wird ausgedruckt und kommt ins Handtäschle, wie schon einige andere von Ihnen, damit bin ich bestens gegen die ..ich hab ja nix gegen- aaber. ..Sager gewappnet !

  3. az schreibt:

    Das Bild vom UN-Teilungsplan zeigt gelbe und orange Gebiete. Umfasst der Staat Israel nicht heute beide Farben? Sind die gelben also die umstrittenen Gebietet? Also die, die laut Teilungsplan den Arabern zugestanden hätten?
    Hat Israel den Arabern angeboten, zu bleiben? Warum sind sie dann geflohen? Dürfen sie wieder zurück?

  4. Adolf Breitmeier schreibt:

    Allah ist Mondgötze und des Sirius Herr: >>> dorthin mit ihnen. Denn daheim ist es am schönsten

  5. Pingback: Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

  6. Martin schreibt:

    Aber die 1. geht doch noch viel einfacher:
    „“1. Die westliche Welt trauert um die 2 Terroropfer Kopenhagens. Ich auch. Aber wer trauert bei uns um die 3 ermordeten jungen Muslime im amerikanischen Chapel Hill? Oder die 5 im Januar in den Trümmern von Gaza erfrorenen Babies? Oder die fast täglichen zivilen Drohnenopfer? Ist muslimisches Blut soviel billiger?”“

    Die muslimische Welt trauert um 164 Kinder,die bei amerikanischen Drohnenangriffen in 10 Jahren, zwischen 2004 und 2014 unbeabsichtigt getötet wurden.

    Muslimische „Kämpfer“ nehmen das als Grund Organisationen wie dem IS beizutreten und Anschläge zu verüben. Gedankenterroristen wie Todenhöfer sehen das als Rechtfertigung Terror auszuüben (warum tötest Du Zaid).

    Der muslimischen Welt und Todenhöfer sind aber andererseits 150 bei einem einzigen Anschlag in Pakistan durch Muslime, Hunderte durch die muslimische Terrororganisation Boko Haram an einem einzigenTag getötete und viele zehntausende andere von Muslimen getötete Kinder scheißegal.
    Der islamischen Welt und Todenhöfer geht es nämlich nicht um die muslimischen Kinder. Die sind ihnen derwas von scheißegal. Die muslimische Welt und Herr Drecksköter bedauern nur eins: Das die Kinder nicht von Juden oder Amerikanern oder „dem Westen“ getötet worden sind.

    Der islamischen Welt, den „Kämpfern“ und Herrn Hodenköter geht es nur um eines: Einen Vorwand für ihren schon lange vorhandenen rassistischen Hass auf Juden und den Westen zu finden.
    Wenn „islamische Kämpfer“ an einem einzigen Tag absichlich soviele muslimische Kinder töten, wie die USA im Krieg unabsichtlich in 10 Jahren, dann ist das offensichtlich gaaanz was anderes und entschuldbar.

    Und dann wundern sich noch manche Leute, warum ich jeden Respekt, jede Achtung vor Muslimen und Rotbraunen verloren habe.

    • ceterum censeo schreibt:

      „Die muslimische Welt und Todenhöfer“ gehören …..
      Bitte vervollständigen Sie den Satz nach eigenem Ermessen!
      Vom Test ausgeschlossen sind die beiden Kommentatoren mit den Nicknamen mike hammer und ceterum censeo.

      • Dante schreibt:

        …medikamentös gut eingestellt, z.B..

      • Bachatero schreibt:

        … alle in ein Umerziehungsprogarmm in die Karibik, am besten auf die Tortuga, da koennense nicht weg. Auf Tortuga gibts nur 24/7 Rum, Bachata und geile Naescherweiber, keine einzige Jungfrau. Der erste, der nicht mehr Allhuakhbar aussprechen kann gilt als geheilt und darf eine jungfräuliche Naescherin heiraten und nach Hause schwimmen, wenn er eine findet.

        • Bachatero schreibt:

          Hm, überlege gerade, da wird der Andrang wohl auch von Nichtmuslimen ziemlich hoch sein? Vielleicht doch besser waterboarding.

  7. winnie schreibt:

    Darf ich Gerd zu Herrn Buurmann sagen? Es wäre mir ein Plaisier.

  8. Chaya schreibt:

    Hat dies auf rebloggt und kommentierte:
    Der folgende Beitrag ist nicht nur aufgrund seiner Eindeutigkeit und Klarheit und Faktennutzung lesenswert, sondern auch, weil er das Thema Siedlungen, Westjordanland und illegale jüdische Siedler behandelt – und selbstverständlich ist die Berichterstattung zu diesen Themen und ihre Analyse immer relevant.
    Bühne frei für Gerd Buurmann…

  9. winnie schreibt:

    Tapfer bringt es auf den Punkt! Kurz, prägnant, treffend! Was will man mehr?

  10. Kanalratte schreibt:

    Juden natürlich überall illegal – außer in Auschwitz…

  11. winnie schreibt:

    Mal ehrlich Herr Buurmann.
    Welcher korangestählte Moslem oder sonstiger Judenhasser liest Ihre erläuternden, equisiten Texte durch?
    Sie müssten eine kurze, prägnante Quintessenz Ihrer Gedanken veröffentlichen.

  12. mike hammer schreibt:

    Ami Horrowitz und der Franzosen Meinung zu dem Hebdo-Kosher-massacker

  13. mike hammer schreibt:

    HUNDE SIND HARAM

    Islam ist frieden (wenn alles andere stirbt)

    • Eitan Einoch schreibt:

      Lieber folge ich der Nase eines Hundes als dem Geschwafel dieses bescheuerten Propheten!

      • mike hammer schreibt:

        es könnte deine frau sein, deine schwester oder tochter,
        das war nicht spontan, sie rotteten sich dazu
        extra zusammen, gierig eine
        nichtmuslima zu
        schänden.
        aufgehetzt von einem IMAM, der nun eine truppe hat.
        das
        mädchen wird
        sich nicht mehr in den park
        trauen, vermutlich, wird angst vor muslems
        haben, andere werden davon hören und sich auch FÜRCHTEN!
        steht doch im koran man soll terror und furcht in
        das hertz der ungläubigen treiben?
        sie wird platz machen wenn
        sie ihren weg kreuzen
        und zu boden
        blicken…

        das nennt man islamisierung und die gibt es wohlweißlich nicht.

        • mike hammer schreibt:

        • ceterum censeo schreibt:

          Selbst jetzt, getraut sie sich nicht, die Täter zu benennen.
          Es wird jetzt ganz schnell viel schlimmer werden. Mit offenem Ausgang. In der Großstadt immer darauf achten, was um einen herum passiert, besonders den Rücken frei halten, Messer jederzeit bereit!
          In Amerika haben die Orks schon dazu aufgerufen, daß jeder soviel Unheil anrichten solle, wie möglich. Steine von Brücken werfen, Ölspuren legen, Häuser anzünden, Leute vor Autos und Bahnen stoßen usw.
          Die Pest muß endlich bekämpft werden!

  14. Heimchen am Herd schreibt:

    Daniel Kahn & The Painted Bird – Dumai

    Herrliches Lied…

  15. schum74 schreibt:

    Wieder einer dieser wichtigen Artikel, von denen Leserin Charlotte auf Numeri 24:9 („To go or to stay“) schreibt, dass sie ihr „Argumentationshilfen“ geben. Danke.

    Es gibt noch einen Aspekt beim jüdisch-arabischen Konflikt, den man nur selten anspricht: die Beteiligung der palästinensischen Araber an der Schoa. Niemand bestreitet, dass die Deutschen zu Recht mit Gebietsverlusten bestraft worden sind. Was ist mit ihren arabischen Verbündeten? Das heißt: Sogar dann, wenn die guten Fantastinenser einen eigenen Staat besessen hätten, hätte man ihnen nach 1945 aus Sicherheitserwägungen und als moralische Entschädigung einen Teil ihres Gebiets wegnehmen müssen.

    Die arabisch-palästinensische Beteiligung an der Vernichtung der Juden ist unbestreitbar. Hier aus: Andrew Bostom, “Hitler and Jihad”, 22.10.2008:

    This hateful propaganda served to incite the slaughter of Jews, and (Serb) Christians as well. Indeed, the Bosnian Muslim Handzar SS Division was responsible for the destruction of whole Bosnian Jewish and Serbian communities, including the massacre of Jews and Serbs, and the deportation of survivors to Auschwitz for extermination. However, these heinous crimes, for which the Mufti bears direct responsibility, had only a limited impact on the overall destruction of European Jewry when compared with his nefarious wartime campaign to prevent Jewish emigration from Europe to Palestine. Wanner, in his 1986 analysis of the Mufti’s collaboration with Nazi Germany during World War II, concluded,

    …the darkest aspect of the Mufti’s activities in the final stage of the war was undoubtedly his personal share in the extermination of Europe’s Jewish population. On May 17, 1943, he wrote a personal letter to Ribbentrop, asking him to prevent the transfer of 4500 Bulgarian Jews, 4000 of them children, to Palestine. In May and June of the same year, he sent a number of letters to the governments of Bulgaria, Italy, Rumania, and Hungary, with the request not to permit even individual Jewish emigration and to allow the transfer of Jews to Poland where, he claimed they would be “under active supervision”. The trials of Eichmann’s henchmen, including Dieter Wislicency who was executed in Bratislava, Czechoslovakia, confirmed that this was not an isolated act by the Mufti.

    Invoking the personal support of such prominent Nazis as Himmler and Eichmann, the Mufti’s relentless hectoring of German, Rumanian, and Hungarian government officials caused the cancellation of an estimated 480,000 exit visas which had been granted to Jews (80,000 from Rumania, and 400,000 from Hungary). As a result, these hapless individuals were deported to Polish concentration camps. A United Nations Assembly document presented in 1947 which contained the Mufti’s June 28, 1943 letter to the Hungarian Foreign Minister requesting the deportation of Hungarian Jews to Poland, includes this stark, telling annotation: “As a Sequel to This Request 400,000 Jews Were Subsequently Killed.” Moreover, in the Mufti’s memoirs (Memoirs of the Grand Mufti, edited by Abd al-Karim al-Umar, Damascus, 1999) he describes what Himmler revealed to him during the summer of 1943 regarding the genocide of the Jews. Following pro forma tirades on “Jewish war guilt,” Himmler told the Mufti that “up to now we have liquidated [abadna] around three million of them.”

    According to historian Howard M. Sachar, meetings the Mufti held with Hitler in 1941 and 1942 lead to an understanding whereby Hitler’s forces would invade Palestine with the goal being “…not the occupation of the Arab lands, but solely the destruction of Palestin(ian) Jewry…” And in April, 2006, the director of the Nazi research center in Ludwigsburg, Klaus-Michael Mallman, and Berlin historian Martin Cueppers, revealed that a murderous Einsatzgruppe Egypt, connected to Rommel’s Africa Korps, was stationed in Athens awaiting British expulsion from the Levant, prior to beginning their planned slaughter of the roughly 500,000 Jews in Palestine. This plan was only aborted after Rommel’s defeat by Montgomery at El Alamein, Egypt, in October/November 1942.

    Bemerkt dazu Rechtswissenschaftler Prof. Jacques Ellul in seinem Artikel « À qui appartient la Palestine ? » ‒ Wem gehört Palästina? (Réforme, September 1981):

    Quoique cela soit très désagréable, et parmi les choses qu`il ne convient pas de dire, il faut rappeler que les Arabes de Palestine sous la haute direction du Grand Mufti de Jérusalem ont été des alliés décidés des nazis, ont reconnu le régime hitlérien et ont combattu les armées des nations antifascistes. On a admis que les peuples alliés aux nazis devaient être « punis… » mais il ne fallait pas, bien sûr, toucher aux Palestiniens !

    [Auch wenn es sehr unangenehm ist und zu den Dingen gehört, die gerne ungesagt bleiben, muss man daran erinnern, dass die vom Jerusalemer Großmufti angeführten Araber Palästinas entschiedene Verbündete der Nazis waren, das Hitler-Regime anerkannt haben und in den Armeen der faschistischen Länder gekämpft haben. Man hat sich darauf geeinigt, die Nazi-Verbündeten zu „bestrafen“, doch die Palästinenser durfte man natürlich nicht anrühren!]

  16. Stephan Happ schreibt:

    Zitat Buurmann:
    Das jüdische Volk ist das älteste noch heute existierende Volk im Nahen Osten, mit anderen Worten: Juden sind die Ureinwohner des Nahen Ostens!

    Wer behauptet, Juden könnten irgendwo im Nahen Osten illegal sein, muss in der gleichen Konsequenz auch erklären, das es Gebiete im Bereich der Vereinigten Staaten von Amerika gibt, wo die sogenannten “Indianer”-Völker illegal sind. So wie alle Nationen auf amerikanischen Boden dafür Sorge tragen müssen, dass die Ureinwohner uneingeschränkte und gleichberechtigte Staatsbürgerschaft besitzen, muss jedes Land im Nahen Osten dafür Sorge tragen, dass es keine diskriminierenden Gesetze gegen Juden gibt.

    Der Vegleich der indigenen Juden mit den Indianern Amerikas ist derart an den Haaren herbeigezogen, dass mir die Worte fehlen.
    Die „paar“ indigenen Juden des ehemaligen Mandatsgebietes Palästina sind die zwangskonvertierten Araber und ein paar Samaritaner. Der Rest hat 2000 Jahre lang kunterbunt mehr oder weniger angepasst unter den Völkern mit der Thora gelebt.
    Die Indianer in Amerika wurden durch die Kolonisierer aus Europa fast ausgerottet. Eine sog. Gleichberechtigung der übrig gebliebenen Ureinwohner gab es erst im Verlauf der letzten 100 Jahre, wenn man überhaupt von Gleichberechtigung sprechen kann. Das gleiche gilt für die schwarzen Sklaven… Der Rassismus gegen die schwarzen Amerikaner hält sich bis heute immer noch wacker. Arabischen Israelis geht es zwar besser (da Israel eine moderne westliche Demokratie ist) als ihren Landsleuten außerhalb Israels. Nichtsdestotrotz sind sie Bürger zweiter Klasse. In der Knesset sind 13 von 120 Abgeordnete arabische Israelis. Gemessen an den 20% Arabern in Israel ein Witz.

    Sie werden anderen arabischen Staaten um Israel herum nicht aufzwingen können, ob sie demokratisch sind, oder die Scharia als Grundgesetz ausüben. So weit ist der Islam (noch) nicht.

    Ohne die jüdische Aufkärung Westeuropas sähe der heutige jüdische Staat auch anders aus, wenn es ihn denn jemals gegeben hätte.

    Israel ist aufgrund der europäischen Diaspora, des Einflusses der USA und anderer Demokratien 1948 zu dem geworden, was es ist, eben eine Demokratie mit theistischen Elementen.

    Freundliche Grüße, (teilironischer Text!)

    S.H.

  17. unbesorgt schreibt:

    Na ja, mit Neid hat das nichts zu tun – Angst trifft es besser. Menschen, für die die Wahrheit nicht immer nur zwischen den selben zwei Buchdeckeln zu finden sind, sind der Alptraum für jede Diktatur. Wie selbstbestimmtes Denken und Handeln aussieht, kann Tag für Tag in Israel beobachtet werden. So ist das eben, wenn man über den richtigen Weg einen echten Diskurs führt und Religions- und Meinungsfreiheit herrscht. Und in Israel darf Religionsfreiheit sogar „frei von Religion“ bedeuten – das macht die Araber fertig!

    Klasse Artikel Gerd!

    Hier auch was zum Thema: http://unbesorgt.de/fluechtlingsgeschichten/

  18. Eitan Einoch schreibt:

    Weil’s grad so schön passt… mein eigener Vater hat sich bei der Geburtstagsfeier meiner Tochter wieder mal als lupenreiner Antisemit zu erkennen gegeben. Unfassbar, was Menschen, die an sich gar nicht mal dumm sind, plötzlich für dummes und widerliches Zeug von sich geben können. Es ist kaum zu ertragen, wenn diese Menschen auch noch die eigenen Eltern sind. In solchen Momentan finde ich es schade, dass man sich von seinen Eltern nicht scheiden lassen kann…

    • Dante schreibt:

      Dazu habe ich zwei Fragen:
      – Ist er nicht selbst Jude und schneidet sich ins eigene Fleisch?
      – Wie äußerte sich dieser Antisemitismus?

      • Eitan Einoch schreibt:

        Nein, meine Eltern sind polnische Gojim.

        Mein Vater glaubt verschwörungsideologischen Kram („Weltfinanzjudentum“) und hat bereits mehrfach in der Vergangenheit – oft im alkoholisiertem Zustand – eliminatorischen Antisemitismus geäußert. Selbstverständlich leugnet er, ein Antisemit zu sein, aber seine Aussagen sind klar und unmissverständlich. So sehr es mich auch beschämt, das zugeben zu müssen, mein Väter hätte durchaus ein hervorragender SS-Sturmbannführer werden können. Auch meine Mutter hat antisemitische Klischees („jüdische Raffgier“) verinnerlicht.

        Henryk M. Broder hat mal gesagt, die polnische Kultur stehe im Wesentlichen aus zwei Säulen: Antisemitismus und Alkoholismus. Mein eigener Vater ist dafür leider ein Musterbeispiel…

        • ceterum censeo schreibt:

          Ärger Dich nicht, mein Alter auch! Und Alk ist auch hier der Auslöser. Zur Hälfte polnisches Blut ist wohl fast so schlimm wie russisches.
          Wenn es dann soweit ist, zeige ich ihm seine kleine Enkelin, und frage,ob es eine Rechtfertigung für ihre Vergasung geben könnte. Das bringt ihn noch zur Besinnung. Wollte ihm schon lange mal „Der ewige Sündenbock geben“ , aber ich glaube, die Rübe läßt auch langsam nach.

    • Happy schreibt:

      In meinem Freundeskreis wird hier und dort mal die Siedlungspolitik und auch Militärische Intervention Israels kritisiert. Dahinter vermute ich teilweise versteckten Antisemitismuß, möglicher Weise auch eine Art Gehirnwäsche durch die Medien. Die Besetzung Zyperns durch die Türken ist allerdings kein Thema.

      • Eitan Einoch schreibt:

        Eine ehemalige Kollegin türkischer Herkunft hat mal gemeint, wenn jemand so lange von der „ganzen Welt“ angefeindet wird, dann wird das schon seine Gründe haben – sprich, Juden sind selbst schuld, wenn sie gehasst werden. Mein Schwiegervater hat mal beiläufig gemeint, die Israelis tun heute mit den Palästinsern dasselbe, was die Nazis mit den Juden gemacht haben. Das sind nur zwei Beispiele aus meinem Bekanntenkreis, die allerdings durchaus repräsentativ sind.

        Zum Glück trägt meine Schwester ihr Herz am rechten Fleck und hat unserem Vater bei seinen letzten antisemitischen Tiraden ordentlich Paroli geboten…

      • mike hammer schreibt:

        der Happ lügt.
        dont feed the troll

  19. rena schreibt:

    Vielen Dank, Gerd Buurmann, für diesen umfassenden, klärenden und vor allem so weitgehend neutralen Diskurs, der mir viele neue Informationen lieferte. Wo sie persönlich Stellung nehmen, da tun sie das auch unter solcher Ankündigung, selten heute. Meine große Anerkennung. Ab in den zeitgeschichtlichen Unterricht mit ihrem Beitrag, ja, das wünsche ich mir, weiss aber, dass das heute ein frommer Wunsch bleibt.

    Ich mag noch ein paar Erfahrungen und Eindrücke hinzufügen, die ich vor kurzem bei meinem ersten Israel Besuch gewonnen habe. Israelis sind freundliche, offene und moderne Menschen. Kultiviert, gebildet und interessiert. Abgezockt wurde ich nur einmal und zwar in einem von muslimischen Arabern betriebenen Souvenirshop.

    Ich habe in einer Familie wohnen können, Roshashanah und Yom Kippur miterlebt und war tief beeindruckt, wie die Menschen ihre Feiertage dort sowohl streng religiös aber auch sehr weltlich begangen haben, so wie wir es mit unseren Feiertagen meist auch halten.

    Die Nachrichtensendungen wurden mir von meiner Freundin übersetzt und so bekam ich einen Eindruck davon, dass Arabische Israelis ganz und gar am Leben teilnehmen, sie dürfen offen ins Mikrofon sagen, dass sie die Juden hassen und werden dafür nicht verhaftet, sie nehmen an Casting shows teil und sind trotz ihrer ideologischen Vorbehalte integriert. Es handelt sich nämlich um eine freie Gesellschaft.

    Auf einer Reise durch das Westjordanland sah ich den Unterschied zwischen jüdischen (hier von den Grünen und Linken als illegal bezeichneten Siedlungen, deren Produkte gefälligst niemand kaufen sollte) und arabischen Siedlungen. Hier blühende moderne landwirtschaftliche Betriebe und Wohnhäuser, dort Wellblechhütten und Zeltverschläge mit einsamem Esel. Armut aus der Vorzeit. Der Unterschied könnte nicht krasser sein. Was also bitte stört an einer Urbar-Machung der Wüste nach heutigen Maßtäben, Verfahren und Wirtschaftlichkeit und dem Angebot von Arbeitsplätzen eben auch für die Araber dort?

    Ich weiß, dass Wasserlaster, medizinische Hilfsgüter und anderes Notwendige umsonst und täglich nach Gaza gekarrt werden, um die Lebensumstände der Menschen dort erträglicher zu machen. (Hat Herr Martin Schulz das bei seiner peinlichen Rede vor der Knesset nicht gewußt?) Wenn es nicht jüdisch wäre würde ich es christliche Nächstenliebe nennen.

    Ich kann den offenen Antisemitismus, das Messen mit zweierlei Maß im Westen, nicht verstehen, meines Erachtens gibt es für diesen Haß, den sie auch herausgearbeitet haben, eine weitere Erklärung: they need a scapegoat!

    • Eitan Einoch schreibt:

      Die Araber sind bloß neidisch, dass erst die Juden kommen mussten, um ihnen Grund- und Bürgerrechte sowie andere Annehmlichkeiten der Moderne zu bringen.

      • Stephan Happ schreibt:

        Das glaube ich nicht Eitan,
        die Juden, die da kamen und nach dem Holocaust den Staat Israel verkündeten, hatten eine gehörige Portion europäischer Geschichte im Gepäck. Von der Aufklärung, der unter Christen eingeführten Staats- und Bürgerrechte bis hin zur Trennung von Staat und Reigion als Privatvergnügen. Ohne dieses Koff-Hoff wäre der israelische Staat so nicht entstanden.
        Die Araber/ Muslime in Nah-Mittel-Ost und Nordafrika (nach dem Rückzug der Kolonien) schätzen diese Annehmlichkeiten der Moderne schlichtweg nicht.

        S.H.

  20. Happy schreibt:

    „Der ganze Horror kommt in der Charta der Hamas zum Ausdruck. Artikel 7 legt fest, dass alle Juden weltweit vernichtet werden müssen.“

    Wenn man es genau nimmt, stimmt das nicht. Unter Artikel 7 steht folgendes:

    „Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‚Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude ist hinter mir, komm und töte ihn!“

    Das ist ein Hadith von Abu Huraira aus Sahih Muslim in dem Mohammed zitiert wird, und in der Charta wird es auch als Zitat aufgeführt (The Prophet…….said).

    • Dante schreibt:

      Aber affirmativ, zustimmend. Die Charta übernimmt also den Inhalt des Hadiths und macht ihn zu einem aktuellen Programm. Das macht die Hamas zu einer arabischpalästinensischen Version der NSDAP.

      • Happy schreibt:

        Da will ich nicht widersprechen. Ich habe das auch nicht aus dem Grund richtig gestellt, um die Hamas zu verteidigen, es ging mir um das Prinzip und darum, ob mein Einwand hier überhaupt zugelassen wird.

        Allerdings frage ich mich jetzt, wie Sie und Herr Buurmann die vielen hundert Haßverse auf Nichtmuslime bzw.Gewaltverse im Koran bezüglich der hier lebenden Muslime wahrnehmen, und ob sie den Palästinensern eine friedlich moderate Lesart der Charta der Hamas zutrauen.

        • ceterum censeo schreibt:

          Wie ist denn die friedlich moderate Lesart von „komm und töte ihn!“ ?

          • Happy schreibt:

            Wenn ich die moderaten Muslime (Mazyek, Korchide, Hübsch) richtig verstanden habe, läßt man die gewalttätigen Passagen beim lesen einfach weg, und konzentriert sich auf andere Inhalte. Beim Koran soll das angeblich funktionieren, warum also nicht auch bei der Charta der Hamas? Ich persönlich habe da aber Zweiffel. Für mich stellen die vielen Aufrufe zur Gewalt im Koran, die teilweise noch viel deutlicher sind, genauso einen Horror dar, wie für Herrn Buurman das eine Hadith-Zitat in der Hamas Charta.

          • mike hammer schreibt:

            der moderate muslim soll mal in nem islamischen kreis das zeugs sagen,
            wiegen tut er dann sicher weit weniger, ohne kopf und gemächt.

            Happy ist der Stephan Happ und
            da gilt immer noch

            dont feed the troll!

          • mike hammer schreibt:

            Orkfütterung heute?

  21. Bernard Gottlieb schreibt:

    Besten Dank für den sehr informativen Artikel – wenn ihn wenigstens Politiker und Journalisten lesen würden, würde wohl schon sehr viel Hass abgebaut. Ich bedauere allerdings, dass dies der Fall sein wird. Es ist ja auch einfacher, bei seinen simplistischen Klischees zu bleiben als Fakten zu analysieren!

    • Dante schreibt:

      Sie wollen sagen, sie bedauern, dass dies nicht der Fall sein wird.
      Allerdings fürchte ich auch, dass das mit dem Abbau von Hass nichts wird, weil Judenhass ein grundlegender Charakterfehler ist und nicht einfach Folge einer Fehlinformiertheit.
      Wer kein Judenhasser ist, wird sich natürlich aufgeschlossen zeigen, der dreckige Rest wird seine Sicht der Dinge verteidigen wie eine Religion.

  22. A.S. schreibt:

    Viele Begriffe haben längst die Funktion zu verschleiern. Verhaltenskreativ ist so ein Begriff. Wir hatten in der Grundschulklasse einen verhaltenskreativen Mitschüler, der es u.a. lustig fand anderen den vollen Schulranzen auf den Kopf zu hauen. Eigentlich wäre bekloppt als Beschreibung treffender, aber das klingt so negativ. Lieber Kreativ sagen, dann ist das positiv und gegen positives kann man ja nichts haben und folgerichtig muss man auch nicht mehr intervenieren. Eine emotionale win-win-Situation. Wohlfühlen erreichen ohne etwas zu tun. Wen stören da noch Schüler mit Schulangst und Kopfschmerzen? Das passt gut zu der Denkschule, die aus Prügelaktionen ein Gesprächsersuchen macht. Das Prügeln ist dann vmtl. auch verhaltenskreative Kommunikation. Das die Prügeldeppen Kommunikation gerade verweigern stört dann auch nicht mehr.
    Oder „Menschen mit speziellen Begabungen“. Ich weiß nicht wie eine spezielle Begabung entstehen soll wenn jemand beim Autounfall ein Bein verliert. Aber es klingt schöner.
    Dem Begriff „Differenzierung“ folgen i.d.R. verbale Nebelkerzen, deren einziger Zweck es ist eine deutliche Aussage zu verhindern und eben nicht zu differenzieren.
    Sich „missverständlich auszudrücken“ ist die Neusprechformulierung für „so deutlich wolle ich es nicht hören“, also gerade das Gegenteil von missverständlich.
    „Journalistische Recherche“ heißt nicht mehr überprüfen, sondern schneller Abschreiben als die Konkurrenz.
    Eine „Debatte“ hat man, wenn Menschen mit nahezu gleicher Meinung zusammensitzen. Wenn einer mit fundamental anderer Meinung dabei ist und diese auch deutlich artikuliert nennt man das „Eklat“.
    Menschen, die im Rahmen der Gesetze Parteien gründen oder Demonstrationen abhalten und die Einhaltung von geltendem Recht (Asyl) oder Verträgen (Maastricht) fordern sind „Faschisten“. Leute, die Brandsätze auf Züge schmeißen und andersdenkende mit der Faust am Reden hindern sind „Antifaschisten“.

    Man verzeihe mir die halbe Themenverfehlung. Nach der Lektüre des großartigen Artikels mussten die weiteren Verschleierungsbeispiele einfach raus.

    • ceterum censeo schreibt:

      Ich für meinen Teil verzeihe Dir. Und vielen Dank! 🙂
      Besonders gefällt mir die kreative Bezeichnung verhaltenskreativ für Rabauken, Schläger, Asoziale. Als kleine Aufmerksamkeit hier ein verhaltenskreativer Schüler, dem seine Kreativität für´s Erste nachhaltig ausgetrieben wird. (Selbstverständlich wurde der Angreifer in US-Talkshows ausgiebig bedauert.)

      • A.S. schreibt:

        Ja, das Video kannte ich schon mitsamt der Problematik.
        Im „ich find Gewalt pfui“-Weltbild ist die Frage, wer der Aggressor war nur noch ne Nebensächlichkeit. Böse ist der, der Gewalt erfolgreicher anwendet, auch wenn er sich nur verteidigt.
        Solidarität gibt’s nur für den, der sich verprügeln lässt, dann kann dann auch mal der Aggressor sein.

      • Dante schreibt:

        Von mir nicht. Wer mobbt oder Schlimmeres und auffe Fresse kriegt, verdient allenfalls den Darwin Award. Es bedauert ja auch niemand, der bei Verstand ist, Zed aus „Pulp Fiction“ oder diesen Pfleger aus „Kill Bill“.

      • Adolf Breitmeier schreibt:

        So wünsche ich mir Deutschland – egal, was andere dazu sagen.

        • quisa schreibt:

          Zum Video: Sehr geil 🙂 Die Reaktkon war absolut korrekt und nachvollziehbar. Ok, man sieht letztlich nur einen kurzen Zeitausschnitt und weiß nicht was vorher passiert ist. Ich glaube aber auch niccht, dass irgendjemand ernsthaft den kleinen Mobber bedauert, Zumal der Dicke ja noch niccht mal nachgetreten hat und seine Reaktion somit nicht unverhältnismäßig war

    • caruso schreibt:

      Hab Dank für diese Zusammenstellung, lieber A.S.. Ich finde sie prima!
      lg
      caruso

  23. mike hammer schreibt:

    leider interessieren fakten keinen.
    juden sind eh wenige und die assoziationen mit ihnen eh negativ.
    man will seine ruh und wenn die otislamische front die juden frisst,
    kann man noch ein wenig schlafen, bis man sie
    ausrottet, nach alter väter sitte,
    unschuldig die pflicht
    erfüllend!

    danke an den Boss für die mühevolle arbeit.

  24. abusheitan schreibt:

    Dieser Artikel sollte Pflichtlektüre in unseren Schulen sein.
    Chapeau!

    • quer schreibt:

      „sollte“
      Wird nix draus! Solange Sozialisten Bildungspläne bestimmen, sicher nicht. Und schon garnicht, solange Politiker und andere geistlose Mitläufer jemanden, der gegen den Islam ist, als „Nazi“ beschimpfen können. Das Wahrheitsministerium hat es bereits geschafft, die innige Freundschaft aller Sozialisten und erst recht die, der braunen Sozialisten mit dem Islam aus den Köpfen und dem Bewußtsein zu eliminieren.

  25. Eitan Einoch schreibt:

    Heutzutage wird sogar „Zionismus“ und „Zionist“ abwertend gebraucht. Wer statt von Israel lieber vom „zionistischen Regime“ oder von „den Zionisten“ spricht, führt damit automatisch eine Positionsbestimmung durch. Wer sich selbst als Zionist oder pro-zionistisch bezeichnet, kann sich in weiten Kreisen ebenso gut gleich als Nazi outen. Die jahrzehntelange Propaganda hat tiefe Spuren hinterlassen. Es dürfte mindestens ebenso viele Jahrzehnte dauern, diesen Dreck wieder aus den Köpfen der Menschen zu kriegen.

  26. anti3anti schreibt:

    Das Westjordanland hat seinen Namen daher, dass es nicht westlich von Jordanien (Staat), sondern westlich vom Jordan (Fluss) liegt. Bis 1967 lag das Westjordanland IN Jordanien!

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