Der Traumjude

Das Problem an der hiesigen Debatte rund um den Konflikt im Nahen Osten ist, dass ein israelischer Politiker bereits kritisiert wird, wenn er kein Nathan der Weise ist, ein arabischer Politiker jedoch schon gelobt wird, wenn er kein Adolf Hitler ist.

Nathan der Weise von Gotthold Ephraim Lessing ist der Jude, wie ihn sich die Philosemiten wünschen. Er ist aufgeklärt, gut, verständnisvoll, vergebenden und vor allem unreligiös. Nathan der Weise ist kein echter Jude. Er ist vielmehr ein Traumjude der Deutschen! Wäre Nathan ein echter Jude mit menschlichen Zügen, hätte er Gefühle, die sich auch mal in Zorn und Rache äußern können, die Liebe der Deutschen verflöge schnell!

Juden müssen ideal sein. Der Rest der Menschheit darf real bleiben!

Solange Juden Gewalt ablehnen und zu Opfern werden, solange sie wie Nathan höchstens ihre Rhetorik als Waffe einsetzen, wenn ihnen die Worte Tut nichts! Der Jude wird verbrannt!“ entgegengeschmettert werden, solange sie ganz friedlich bleiben, sind sie den Philosemiten Willkommen. Sobald sie aber beginnen, sich zu wehren, schlägt die angebliche Sympathie in bittere Antipathie um.

Es ist genau diese Anforderung, die einem anderen bekannten Juden aus der Theatergeschichte zum Verhängnis wird: Shakespeares Shylock aus dem Stück „Der Kaufmann von Venedig“.

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Shylock ist ein ganz gewöhnlicher Mensch, der sich irgendwann schlicht weigert, die Schmach der Unterdrückung einfach hinzunehmen. Shylock ist ein Mensch, dem Unrecht geschieht und er wehrt sich!

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Während die Christen in Shakespeares Stück nicht in der Lage sind, ihre eigenen christlichen Prinzipien zu leben, fordern sie von dem Juden genau diese Verhaltensweise und bestrafen ihn umso heftiger, als sich herausstellt, dass er den christlichen Geboten nicht mehr folgen möchte und kann als jeder andere Christ. Shylock will und kann nicht besser sein als alle anderen Menschen. Er ist kein Übermensch und bringt dies mit folgenden Worten auf den Punkt:

Hat nicht ein Jude Augen? Hat nicht ein Jude Hände, Gliedmaßen, Werkzeuge, Sinne, Neigungen, Leidenschaften? Mit derselben Speise genährt, mit denselben Waffen verletzt, denselben Krankheiten unterworfen, mit denselben Mitteln geheilt, gewärmt und gekältet von eben dem Winter und Sommer als ein Christ? Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht? Wenn ihr uns kitzelt, lachen wir nicht? Wenn ihr uns vergiftet, sterben wir nicht? Und wenn ihr uns beleidigt, sollen wir uns nicht rächen? Sind wir euch in allen Dingen ähnlich, so wollen wir’s euch auch darin gleich tun. Wenn ein Jude einen Christen beleidigt, was ist seine Demut? Rache. Wenn ein Christ einen Juden beleidigt, was muss seine Geduld sein nach christlichem Vorbild? Nu, Rache.

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Shylock ist im Gegensatz zu Nathan ein Mensch, mit Gefühlen und Ängsten. Wie jeder Mensch, der bedroht oder angegriffen wird, verteidigt er sich, schützt sein Leben und versetzt zur Not auch seine Umwelt in Angst und Schrecken, so dies die einzige Möglichkeit ist, das eigene Leben zu bewahren.

Genau diese Menschlichkeit wird Juden heutzutage verwehrt. Es reicht schon ein Blick in die Organisation der Vereinten Nationen. Ein Drittel aller Resolutionen und Entscheidungen, die der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen seit seinem Bestehen verabschiedet hat, richtet sich gegen Israel. In einer manischen Fixiertheit auf nur 0,1% der gesamten Weltbevölkerung, denn dies ist der prozentuelle Anteil der Israelis auf der Erde, sehen die Vereinten Nationen ein Volk, dem ganz besondere Aufmerksamkeit zu Teil werden muss.

Solange sich Juden schön abschlachten lassen, werden sie von allen geliebt; aber wehe, sie fangen an, sich zu wehren, dann hört der Spaß auf. Der Journalist Henryk M. Broder hat es auf diese einfache Formel gebracht:

„Es ist einfacher, Kränze vor toten Juden abzuwerfen, als sich mit lebenden auseinanderzusetzen.“

Juden dürfen auf keinen Fall auffallen. Zur Not müssen sie ganz einfach verschwinden, wie Shylock. Als Shylock sich weigert, das Prinzip der Vergebung zu leben, wird er von Portia, die ebenfalls jede Vergebung fahren lässt, brutal bestraft. Im vierten Akt von Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ spricht Shylock seine letzten Sätze und taucht im fünften und finalen Akt nicht mehr auf. Ein Jude ist entweder ein Nathan, ein Ideal, dann darf er bleiben oder er ist ein Shylock, ein Mensch, dann muss er verschwinden.

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(Die Bilder stammen aus Burkhard Schmiesters Inszenierung von William Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ im Severins-Burg-Theater in Köln mit Gerd Buurmann als Shylock.)

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78 Antworten zu Der Traumjude

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  2. Martin schreibt:

    Es gibt arabische Politiker, die in punkto Juden nicht austauschbar zu Al-Adolf Al-Hitleri sind? Wer denn?

  3. Eitan Einoch schreibt:

    Ich kritisiere auch Israels Regierung. In meinen Augen ist Netanjahu ein schlechter Politiker – weil er ein Weichei und Feigling ist. Ein fähiger Ministerpräsident hätte längst Gaza in die Steinzeit zurück gebombt, Hamas ausradiert, die iranischen Atomanlagen in die Luft gejagt und den Arabern klipp und klar gemacht, dass sie sich ihren Palästinenserstaat in den Arsch schieben können!

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @Eitan Einoch: „Ein fähiger Ministerpräsident hätte längst Gaza in die Steinzeit zurück gebombt, …“

      Bin ehrlich schockiert, Eitan Einoch. Ihr Kommentar ist menschenverachtend, aber so was von wie!
      Außerdem, hätte es nicht vorwärts gebombt heißen müssen?

      • Eitan Einoch schreibt:

        Na, und wenn schon. Gegen die Irren in Gaza helfen nur Flächenbombardements. Kein anderer Staatschef hätte zugelassen, dass sein Volk monate-, jahrelang beschossen wird. Der letzte Gaza-Einsatz war eine einzige Farce! Es war längst bekannt, was vor sich geht und was die Hamassholes planen, dass sie Tunnel bauen, Anschläge und Kidnappings planen. Netanjahu hat tatenlos zugeschaut bis drei unschuldige Jugendliche brutal ermordet wurden. Erbärmlich!

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          Meine Ironie war unangebracht, @Eitan Einoch. Zustimmung für Ihren Kommentar.

          • Eitan Einoch schreibt:

            Ironie hin oder her, jetzt mal Hand aufs Herz! Was hat Israel denn zu verlieren? Jahrzehntelang haben israelische Politiker geredet, geredet und noch mehr geredet, haben versucht es allen recht zu machen und auf Gegenliebe gehofft. Die bösen rechten Falken haben mehr Konzessionen gemacht als linke Tauben. Was ist das Ergebnis? Israel wird heute mehr gehasst und delegitimiert als je zuvor. Netanjahu säuselt pathetische Reden und drückt auf die Tränendrüse, weil Onkel Obama ihn nicht mehr so gern hat. Ich finde das so erbärmlich! Er hätte längst Hamas und die iranischen Atomanlagen vernichten sollen. Die Saudis sind auf seiner Seite, Ägypten auch. Eine bislang einmalige Konstellation. Verdammt, auf wen soll man denn noch Rücksicht nehmen?

          • schum74 schreibt:

            Weil wir grade beim Wünschen sind, Eitan Einoch: Warum nur Gaza in die Steinzeit zurück bomben? Was ist mit Abbas‘ Reich? Worin unterscheiden sich PA- und Gaza-Fantastinenser voneinander?

          • Eitan Einoch schreibt:

            >>> Was ist mit Abbas’ Reich? <<>> Worin unterscheiden sich PA- und Gaza-Fantastinenser voneinander? <<<

            Nur in ihrer Wortwahl Nicht in ihren Zielen.

        • caruso schreibt:

          Auch für mich ist dieses Verhalten unverständlich. Vielleicht sieht man die Sachen anders, wenn man in dieser Position ist und Verantwortung trägt. Sharon hat seine Meinung über manches auch geändert als er in dieser Position war. Damit will ich nicht Netanjahu verteidigen, ich suche nur nach einer Erklärung, die nicht sooo negativ ist.
          lg
          caruso

          • schum74 schreibt:

            Ich finde, dass es schon eine großartige Leistung ist, mitten in einem Meer der Barbarei eine Insel der Seligen vor Untergang bewahrt zu haben. Die Hamas-, Hisbollah-, IS-Barbaren sind nur paar Kilometer von Israel entfernt.
            Es ist ein tägliches Wunder. Gleichzeitig darf man sich nicht zu oft klar machen, was „Wunder“ bedeutet, nämlich dass man sich nicht darauf verlassen kann. Wie’s im Talmud heißt: Al ha-Nissim lo ssomchim.

  4. brathering schreibt:

    Nur die Verlinkung geht auch nicht. 😦
    Steht die Internetpräsenz vom Deutschlandradio auf dem Index?

  5. brathering schreibt:

    Gefunden in dem Buch, „Was zu bezweifeln war: Die Lüge von der objektiven Wissenschaft“, Seite 98.

    • brathering schreibt:

      Was ich nicht verstehe, das ich meinen Kommentar mit der Verlinkung zu diesem Buch nicht absenden kann. Ich habe es dreimal versucht, jedesmal landete mein Beitrag im Nichts!

    • schum74 schreibt:

      Ihr Zitat stammt aus dem Buch von Hans-Dieter Radecke und Lorenz Teufel: „Was zu bezweifeln war“ (Droemer Verlag, München 2010), ja? Und die Worte „Die Folgen der Freiheit bzw. Unfreiheit“ sind von Ihnen? Oder ist „Die Folgen der Freiheit bzw. Unfreiheit“ der Titel eines Kapitels innerhalb des Buchs?

      Ich kann das Zitat mit einer Stellungnahme von Hans Magnus Enzensberger (em>Schreckens Männer, Suhrkamp Verlag 2006) zum „Arab Human Development Report 2002-2004“ ergänzen:

      „Der Anteil der Bücher, die in der arabischen Sprache gedruckt werden, liegt bei 0,8 % der Weltproduktion. Die Zahl der Übersetzungen aus anderen Sprachen, die dort seit der Zeit des Kalifen Al Mamun (813-833), also im Lauf von zwölfhundert Jahren, publiziert worden sind, entspricht der Produktion, die das heutige Spanien in einem einzigen Jahr leistet. (Seit dem 15. Jahrhundert haben islamische Rechtsgelehrte die Einführung der Druckpresse sabotiert. Dabei beriefen sie sich auf ein Gründungsdogma, dem zufolge es neben dem Koran kein anderes Buch geben dürfe. Erst mit dreihundertjähriger Verspätung konnte die erste Druckerei gegründet werden, die in der Lage war, Bücher in arabischer Schrift zu produzieren). Ähnliche Blockaden stellt der Bericht in Bezug auf die Position der Frauen in der Gesellschaft fest. […] … so kann beispielsweise jede zweite arabische Frau weder lesen noch schreiben.“

      Schönes Wochenende!

      • brathering schreibt:

        Ja richtig, das ist nicht von mir, sondern zitiert aus dem Buch „Was zu bezweifeln war“ von Hans-Dieter Radecke und Lorenz Teufel, dessen Verlinkung auf eine Rezension hartnäckig mit dem verschwinden meines ganzen Kommentares endet. Daher der ganze Kuddelmuddel. Muss wohl eine Verschwörung des CIA, oder der Juden sein. 😉

        Ich wünsche ebenfalls ein schönes Wochenende.

  6. caruso schreibt:

    „… Muslime, die Juden nehmen Euch nicht nur das Land weg, sondern auch die Nobelpreise!“ – Ich lese gerade ein Buch von Tilman Nagel: „Angst vor Allah?“ Keine leichte Lektüre für meinen alten Kopf. Das Wichtigste, was ich bis jetzt „begriff“, wie viel Zeit, Energie und Denken(!) die muslimischen Schriftgelehrten dazu nutzten, die dortigen Menschen am selbständigen Denken zu hindern, es mit allen Mitteln zu verhindern. Ein Wahnsinn!
    Hätten diese Schriftgelehrten die eigene durchaus vorhandene Denkfähigkeit dafür gebraucht die Menschen dazu zu verhelfen, i h r e Denkfähigkeit zu entwickeln, würde die arabische Welt heute ganz anders, viel viel besser dastehen. Samt Nobelpreise:-)))
    Falls ich nicht alles bisher Gelesene total mißverstand ist das eine ganz schreckliche Geschichte des Kaputtmachens von Menschen
    lg
    caruso

    • Rika schreibt:

      Liebe Caruso,
      ich bin auch mit „Angst vor Allah“ beschäftigt und teile zum großen Teil Deine Einschätzung – auch die, dass das Buch keine leichte Lektüre für älter gwordene Köpfe ist…
      Die Lektüre macht anschaulich klar, dass der Islam ein ideologisch-politisches Herrschaftssystem ist, das vorgibt religiös zu sein und das im Namen einer Gottheit das menschliche Miteinander in ausnahmslos allen Bereichen nahezu diktatorisch regelt.
      Aber vielleicht behaupten das ja Leute, die das Christentum (meine Religion) „nur“ von außen betrachten und biblische Texte isoliert und aus dem Zusammenhang genommen für die Behauuptung ihrer Kritik heranziehen, auch….
      Manchmal fühle ich mich sehr ratlos.
      lg rika

      • caruso schreibt:

        Liebe Rika,
        es freut und beruhigt mich, daß Du die Sache mit dem Islam ähnlich siehst. Denn fast immer wenn ich mich über etwas äußere befürchte ich, total daneben zu sein.
        Ich kenne das Christentum viel zu wenig – vor allem aus der protestantischen Kirchenmusik kenne ich es, also von Schütz, Bach, Telemann etc. – um eine fundierte Meinung haben zu können. Aber ich denke, es ist weniger das Christentum so als die Kirche(n). Irgendwann erkannte ich, daß die Kirche(n) mit der von ihnen verkündeten Religion nicht allzu viel zu tun haben. Das wurde mir bestätigt von einem leider schon verstorbenen Bekannten, einem großartigen Psychotherapeuten, der – ein tiefgläubiger Christ – eine abgeschlossene Theologiestudium hinter sich hatte. Man sollte Christentum und Kirchen(n) nicht ineins setzen. Die Taten der Kirchen(n) anschauen und nicht die Worte die sie sagen. Und man sollte es nicht nur mit den Kirche(n) so halten.
        lg
        caruso

    • schum74 schreibt:

      Das Buch von Tilman Nagel „Angst vor Allah?“ kenne ich nicht, aber ich kann aus anderer Quelle bestätigen, dass muslimische Schriftgelehrte eine Menge dazu getan haben, die dem Koran und der Prophetentradition haftenden Grausamkeit und Obskurantismus zu festigen.

      Wir haben in Frankreich den Fall eines „neuen“, schicken Philosophen, der hinter jedem Bio-Franzosen einen Pétain-Anhänger wittert, aber sehr bemüht ist, die Muslime und ihre Religion vor Kritik zu schützen: Bernard Henri Lévy – ja, leider, leider ‒ soll Nicolas Sarkosy seinerzeit dazu gedrängt haben, Gaddhafi aus Libyen weg zu bombardieren, um die nach Demokratie durstenden Rebellen zur Macht zur verhelfen. Jetzt haben die dort die Macht und es gibt 21 Kopten weniger auf dieser Welt.

      Gut. Bernard Henri Lévy, oder BHL wie man ihn nennt, hat sich in einem schön betitelten Artikel « L’honneur des musulmans » ‒ Die Ehre der Muslime (23.12.2010) mit klangvoller Prosa für seine Schützlinge eingesetzt. Kinder-Kinder, das ist pure Poesie:

      « …on peut être juif, chrétien, voltairien, athée, on peut n’avoir, avec le Coran, aucune affinité particulière, et être pourtant sensible à la grandeur, la douceur et l’honneur de l’islam quand il a ses sources, aussi, chez Averroès, Al-Kindi, Al-Farabi, Al-Ghazzali ou dans Les clés du mystère de Fakhr ad-Din ar-Razi. »

      [Man kann Jude sein, Christ, Voltairianer, Atheist, man kann zum Koran keine besondere Nähe verspüren, und doch empfänglich sein für die Größe, die Milde und die Ehre des Islams, wenn er auch aus solchen Quellen schöpft wie Averroes, Al-Kindi, Al-Farabi, Al-Ghazzali oder aus „Die Schlüssel des Geheimnisses“ von Fakhr ad-Din ar-Razi.]

      Allein die orientalischen Namen und die Schlüssel des Geheimnisses! Das geht einem durch und durch, nicht?

      Unglücklicherweise hat ein Sachverständiger diese wunderbare Stelle ebenfalls gelesen und ist dabei philisterhaft nüchtern geblieben. In einem tiefschürfenden Artikel mit Bücher- und Seitenangaben klärt er BHL über die schön benamsten Schriftgelehrten Al-Ghazzali, Averroes, Al-Farabi und Fahr ad-Din ar-Razi auf. Größe und Milde? Hm.

      Hier stütze ich mich auf die Zusammenfassung des langatmigen Artikels von Joachim Véliocas, den ich vor der Nase habe, durch Lucette Jeanpierre: « Joachim Véliocas obligé d’éduquer BHL, qui cite des philosophes musulmans qu’il n’a pas lus ! », Riposte Laïque, 27.02.2011. Ich will niemandes Geduld strapazieren. Es ist nur wichtig zu wissen, dass jede Behauptung belegt ist.

      Der bekannte Jurist Al-Ghazzali (1058-1111) spricht sich in seinem „Buch der Reue“ für die Bestrafung der Alkohol-Trinker und Musik-Hörer sowie für die Steinigung der Ehebrecherinnen. Dabei beruft er sich, gut muslimisch, auf das Beispiel des Propheten. ′türlich befürwortet er auch den Jihad gegen die Ungläubigen. Das möchte bei dem lichtigen Beispiel auch sein.

      Der großartige Averroes (1126-1198) ist ein Jihad-Theoretiker:
      „Die außenstehenden Nationen (…) müssen gezwungen werden. Im Fall widerspenstiger Nationen kann es nur durch Krieg geschehen.“ (Averroes, Commentary on Plato’s Republic, éd Ralph Lerner, Ithaca/Londres, 1974, I, VII, 11, S. 26, 14-18)
      Sein Biograph Al-Ansârî al-Marrâkusî berichtet, dass Averroes in einer Predigt in der Großen Moschee von Cordoba zum offensiven Jihad gegen die christlichen Nordreiche aufgerufen habe.
      Neckischerweise war Averroes auch für die Tötung der Geisteskranken.

      Al-Fârâbi (872-950) nennt in seinen „Aphorismen“ (Fusûl) sieben Gründe, die einen Krieg rechtfertigen, darunter die Hoffnung auf Beute, die Propagierung des Islams und die Gewinnung von Sklaven.

      Der gute Fahr ad-Din ar-Razi (1150-1210) hat sich als Straf-Theoretiker profiliert. Die Strafe, muss man wissen, habe eine mystische Bedeutung. Er spricht sich im Besonderen für den Tod der Abtrünnigen aus.

      Ach, die „douceur“, die Milde, des Islams! Gut, dass ein aufgeklärter und vor allem so belesener Philosoph wie Bernard Henri Lévy uns daran erinnert.

      Gut Schabbes, liebe Caruso!

      • caruso schreibt:

        BHL – ich sage seit Jahrzehnten, Judesein allein schützt nicht vor Dummheit. Auch dann nicht, wenn man „Philosoph“ ist. – Bin froh über die Bestätigungen. Meine Befürchtungen kommen davon, daß ich keine Studierte bin und mein Wissen fast = 0 ist – egal, worum es
        geht.
        @Schum, Ari und den anderen die es betrifft Gut Schabbes
        und lg
        caruso

        • schum74 schreibt:

          „Judesein allein schützt nicht vor Dummheit.“ (Caruso)
          Das sieht Wirtschaftsnobelpreisträger Prof. Israel Aumann genauso. Was hinzu kommen muss: Toralernen.
          Zitat aus:
          israel heute, 29.11.2013: „Nobelpreisträger: Bibelstudium macht fein und schlau“:

          Wie kam es dazu, dass aus dem Mini-Volk von 14 Millionen Juden 187 Juden den Nobelpreis gewannen? Aumanns Antwort darauf: „Es ist gut möglich, dass ein jüdisches Gen Juden dazu bringt, den wertvollen Preis zu erringen. Es ist eine Folge jüdischer Werte, wobei der wichtigste und höchste das Thorastudium ist.“

          Der israelische Radiosender Galei Israel wiederholte immer wieder, wie wichtig es sei, Gottes Wort zu lernen, dass dies sogar ein intellektueller Beruf sei. „Das Thoralernen ist noch wichtiger, als den Schabbat zu halten. Aus der Bibel wissen wir, dass Gott König Hiskia und sein Volk vor dem assyrischen König Sanherib bewahrte, weil sie die Thora gelernt hatten“, erklärte Aumann den Radiohörern. „Wer diesen höchsten Wert achtet, der erntet in anderen Berufen und Umständen die Früchte davon. Das jüdische Heim ist voll von Büchern. Über alle Generationen hinweg haben die Juden diesen intellektuellen Beruf hoch geachtet.“

          http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/26458/Default.aspx?utm_source=news&utm_medium=email&utm_campaign=751&utm_content=israel%20heute%20-%20Newsletter

          Das hat BHL davon, dass er vor allem die großen und sanften Schriftgelehrten Al-Ghazzali, Averroes, Al-Farabi und Fahr ad-Din ar-Razi studiert hat. 🙂

          Schawua tow, liebe Caruso!

          • Clas Lehmann schreibt:

            Kann es vielleicht sein, dass das Mildekonszept des Herren BHL vielleicht einfach von – unendlich bis + unendlich sich erstreckt und daher auch die Milde des islam zu erfassen vermag?

            Das könnte es auch, wenn die Milde, die ich ansonsten positiv verstehe, einfach mit -1 mutipliziert wird…

            Dann gäbe es keine positive Milde mehr. Kennt sein Konzept vielleicht auch nicht…?

            Ohne näher nachzusehen, hätte ich Douceur übrigens mit Süße übersetzt, und mir einiges Bitter dazugedacht… oder eine spezielle Dispostion auf Seiten des Rezipienten, also des Herren BHL.

            Es gibt Leute, die schmecken kein Bitter und riechen keine Buttersäure… Manche ihrer Aussagen sind daher von anderen nicht nachzuvollziehen.

          • schum74 schreibt:

            douceur= Sanftheit?
            Bei Sanftheit fällt einem sofort Möhämme ein, nicht?

          • Clas Lehmann schreibt:

            Drängt sich förmlich auf, aber eben mit -1 multipliziert…

          • Clas Lehmann schreibt:

            …Und Süße eben auch im Sinne von Lockspeise

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @caruso: „Meine Befürchtungen kommen davon, daß ich keine Studierte bin und mein Wissen fast = 0 ist – egal, worum es geht.“

          Ihre Befürchtungen sind unbegründet, liebe Caruso.

    • brathering schreibt:

      Dazu in einem anderen Buch:

      „Die Folgen der Freiheit bzw. Unfreiheit

      Bücher
      In der gesamten arabischen Welt (ca. 300 MillionenEinwohner) werden heute jährlich ca. 330 Bücher übersetzt. Das ist ein Fünftel der Menge, die allein in Griechenland übersetzt wird. In den letzten 1200 Jahren wurden nur etwa zehntausend Bücher ins Arabische übersetzt, so viele, wie jährlich ins Spanische. Nagib Machfus, der erste arabische Literatur-Nobelpreisträger, hatte im gesamten arabischen Raum eine Auflage von ca. fünftausend Exemplaren pro Buch und war damit dort einer der meistgelesenen Autoren.
      In Israel (sieben Millionen Einwohner) erscheinen jedes Jahr ca. sechstausend Bücher aus aller Welt.

      Patente
      In den zwanzig Jahren zwischen 1980 und 200 meldete die gesamte arabische Welt 370 Patente in den USA an, Israel dagegen 7652.“

      • schum74 schreibt:

        Es kommt nicht nur auf Quantität an, Brathering. Auch die Qualität ist wichtig. „Die Protokolle der Weisen von Zion“ z. B. und „Mein Kampf“ gehören zu den etwa zehntausend Büchern, die ins Arabische übersetzt worden sind.

        Hier, von Hamed Abdel-Samad bestätigt: „Der Islam ist nicht reformierbar“, Basler Zeitung, 01.04.2014:

        „Schon vor der Gründung Israels und vor dem Beginn des Nahostkonflikts wurden die antisemitischen, gefälschten Protokolle der Weisen von Zion auf Arabisch übersetzt und verkauft, als angebliche Wahrheit über die Juden. Auch Hitlers Mein Kampf war bereits in den 30er-Jahren auf Arabisch erhältlich. Bis heute sind diese beiden Bücher Dauerbestseller in der arabischen Welt, was eine geistige Katastrophe ist.“

        Dazu erfährt man von Uzai Bulut (“Jews in Turkey: Unending Discrimination“, Gatestone Institute, 07.02.2015), dass 13 türkische Verlage „Mein Kampf“ herausgegeben haben.

        So sieht’s aus, wenn Kulturvölker sich für Bücher interessieren. Und da kommen Sie uns mit Papiermassen und hinterwäldlerischen Autoren. 🙂

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  8. Rika schreibt:

    Gerd, ich werde Deine wunderbare Kurzzusammenfassung zur Problematik der Nah-Ost-Politik-Debatten „klauen“, d.h. bei mir verlinken. „Danke!“ sag ich trotzdem (trotz klauen) 🙂

  9. brathering schreibt:

    „Juden müssen ideal sein. Der Rest der Menschheit darf real bleiben!“

    Erinnern möchte ich an den syrisch-türkischen Grenzkonflikt 2012, als syrische Granaten auf der türkischen Seite der Grenze einschlugen und Opfer forderten. Die Türkei feuerte zurück und forderte als NATO-Mitglied Unterstützung an. Unter anderem wurden bis zu 400 Bundeswehrsoldaten mit Patriot-Abwehrraketen in die Türkei entsandt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Active_Fence

  10. sebastian schreibt:

    (Anmerkung der Redaktion: Dieser Kommentar wurde nicht gelöscht! Er bleibt als Dokument stehen! Es hilft nicht, die Augen zu schließen und immer alles zu löschen. Es gibt diesen Hass! Bitte nicht auf diesen Kommentar antworten!)

    „ein arabischer Politiker jedoch schon gelobt wird, wenn er kein Adolf Hitler ist.“

    Wieso? Hitler war ein grosser Mann der Deutschland wieder Achtung gab nach Versailles.

    Bei ihm saßen solche Kinderschänder wie Adorno, Polanski, Singer, Cohn Bendit und Edathy und wie sie heute alle heissen im Lager und liefen nicht frei herum und mussten Steine klopfen.

    Natürlich hat er einen Fehler gemacht…

    Der nächste Hitler wird def. nicht aus Deutschland kommen. Aber er wird kommen.

    Wenn er z.B. aus den USA, Russland oder China kommt dann seid ihr im Arsch 🙂

    Deutschland war damals einfach zu klein und die Welt hat nicht verstanden.

    Heute sind alle vernetzt.

    Ich spreche täglich z.B. mit Kameraden aus den USA, England und Südafrika.

    In England verfluchen sie schon ihre Grossväter 🙂

    Keinen Hass und Hetze mehr unter weißen Brudervölkern. Das nützt nur den Juden.

    Wir haben verstanden.

    Und wollen sie Querulant sich wieder bei der Polizei ausheulen?

    Wir wissen was ihr hebräischen Verbrecher mit unseren Kindern macht.

    • abusheitan schreibt:

      Hitler war mit 1,73m kein großer Mann. ich bin größer.
      Das Gerücht, die Juden alias hebräische Verbrecher würden aus „unseren Kindern“ Blut für ihre Mazze gewinnen, stimmt auch nicht. Sie machen natürlich Blutwurst, auch Schwartzwürstl oder Soroski genannt. In Israel gilt sie nur als echt, wenn sie in den Palästinensern gestohlenem Wasser gegart ist.
      Stimmt es eigentlich dass die weißen Brudervölker Afrika sozusagen von unten aufnorden wollen und ähnlich wie Boko Haram und Isis schwarzafrikanische Frauen (Kaffer) entführen und schwängern wollen?

  11. schum74 schreibt:

    „Das Problem an der hiesigen Debatte rund um den Konflikt im Nahen Osten ist, dass ein israelischer Politiker bereits kritisiert wird, wenn er kein Nathan der Weise ist, ein arabischer Politiker jedoch schon gelobt wird, wenn er kein Adolf Hitler ist.“

    Ich fürchte, dass man noch schärfer formulieren müsste: Ein israelischer Politiker wird bereits kritisiert, wenn er Israels Interessen wahrnimmt.

    Zur Differenzierung zwischen legitimer Kritik an Israel und gutem altem Antisemitismus hat Nathan Sharansky bekanntlich den 3-D-Test entwickelt: Dämonisierung, Doppelstandards, Delegitimierung.

    Elie Wiesel (Zukunft, 19.05.2004; Jüdische Allgemeine, 29.4.2004) macht es noch einfacher:
    „Mich interessiert, ob ein Kritiker schon jemals etwas Gutes über Israel gesagt hat und heute sagt: Nun muss ich Kritik üben.“

    Analog würde ich bei Kritik an einem israelischen Regierungschef fragen: Welcher Premierminister hat Ihnen zugesagt?

    • mike hammer schreibt:

      # schum 74
      die kommen dann mit rabin und perass…… 😦

      • schum74 schreibt:

        Rabin, weil er tot ist, von einem Juden – pardon! Judisten – ermordet, und Peres, weil er sich selbst überlebt, ja?

        • mike hammer schreibt:

          # schum74
          ja und
          weil man rabin zur trinität hinzugefügt hatt, sozusagen Jesus II
          und Perass nun unbestrittener stellvertreter rabbins auf erden ist.

          natürlich hat der transcendente rabbin nichts mit izchak rabin zu tun,
          aber erstens ist perass seit geraumer zeit trancendent und
          bei jeschua ben josef haben solche nebensachen
          auch kaum eine rolle gespielt. 😉

  12. mike hammer schreibt:

    OT

    Boss, du hast ja ein hertz für schwule, lies mal das berliner urteil….
    http://www.welt.de/vermischtes/article138350318/Nasser-Muslim-schwul-der-Zwangsehe-entkommen.html

    ich bin beeindruckt, die nützen g. orwell als anleitung!

    • mike hammer schreibt:

      auch mal was lustiges?

      IS lässt eigenen Scharia-Richter köpfen

      Richter Abu Jaafar al-Hattab vertrat die strengste Ausrichtung der Scharia. Etliche Muslime ließ er zu Ungläubigen erklären. Nun wurde es offenbar selbst der IS-Führung zu viel: Er wurde geköpft.

      http://www.welt.de/politik/ausland/article138348484/IS-laesst-eigenen-Scharia-Richter-koepfen.html

      • Aristobulus schreibt:

        Richter Abu Jaafar al-Hattab al-Robespierrullah 😀 , seine eigene Köpferei soll ihn von hinten ereilen.

        P.S.
        Wieder was gelernt: Der schnaubende, spitz klingende Ausdruck Takfir bedeutet, jemanden als Religionsfeind zu denunzieren und zu seinem Tod aufzurufen. Ach ja, Tod Schmod, die sind ja besessen davon. Geht alles um Tod und um Ehre und dann wieder um Tod.

        Ojf Jidisch gibt’s ein Wort, das mit dem selben Laut beginnt wie das schnaubende, Tod!-schreiende Takfir: „Take“, bedeutet „vielleicht“.
        Sing’zhe mir a lidele in idisch,
        sol sajn missnagisch oder chossidisch,
        di bobe sol kenen doss farschtejn
        un take a tenzele gejn.

        „und vielleicht ein paar Tanzschritte geh’n.“ Nix mit Schnaub und Ehr und Tod. Nie. Da werden Tanzschritte gegangen. 🙂
        Das isser, der Unterschied zwischen dem Islam und dem Judentum.

  13. Adolf Breitmeier schreibt:

    So gesehen sind alle Islamkritiker Shylocks. Islambefürworter sind also die Guten. Warum gehen sie dann ncht hin zu den Guten im Irak, zu Boko Haram. Dort würden sie vielleicht den Unterschied merken – aber zu spät.

  14. Abu Sheitan schreibt:

    Bei Maischberger war vor kurzem wieder Juden- u. Christenbashing der Islamversteher angesagt. Renat Künax gab mal wieder das beliebte „Aug‘ um Aug'“ zum Besten als Beispiel für das böse, barbarische , jüdische „Alte Testament“.
    Jens Spahn wusste zu vermelden, dass das Christentum zwar das böse, barbarische Judentum überwunden und die Nächsten- und Fremdenliebe erfunden hatte, aber auch ein bisschen böse wurde wegen der bösen Kreuzzüge.
    Deshalb dürfe man den Islam auch nicht kritisieren, meinte Künax, die allerdings den Koran nie gelesen hatte.
    Kurz gesagt: Juden waren schon immer problematisch, also Problemjuden.
    Ausgenommen tote Juden, vor allem wenn sie Nobelpreisträger waren.
    Ist das gerecht, dass Juden hunderte von Nobelpreisen einheimsen und Muslime keinen kriegen?
    Muslime, die Juden nehmen Euch nicht nur das Land weg, sondern auch die Nobelpreise!
    Und erst die Finanzjuden! Die wollen die Weltherrschaft!
    Schon Luther warnte von den Jüden und ihren Lügen.
    Auf einer Demo wurde folgerichtig letztes Jahr vor den „angeblichen“ jüdischen Opfern des 3. Reiches gewarnt und darauf hingewiesen, dass die wirklichen Opfer die Muslime sind.
    Einigen wir uns also darauf:
    Nur tote Juden sind gute Juden.
    Muslime sind aber die besseren Juden. Sind sie doch die Besten aller Menschen.

    • Aristobulus schreibt:

      Sogar die IS-Rückkehrer sind gute-Menschen-an-sich, weil’s neuerdings immer um das Ding-an-sich geht.
      Weil der Islam-an-sich nichts mit Terror zu tun haben kann, indem die Juden in der Bibel Terroristen-an-sich gewesen seien. Und die Kreuzzüge. Dazu noch die Siedler.

      Holzauge um Steinauge.

      • abusheitan schreibt:

        Die IS-Rückkehrer sind schwer traumatisiert und brauchen besonders viel Liebe. Wir müssen ihnen Brücken bauen und alles tun, damit sie wieder den Weg in unsere Gesellschaft finden!
        Die Islamschüler von Lamya Kaddor , die als eine der einflussreichsten Mohammedanerinnen Europas gilt, waren nach Syrien gegangen um dort zu morden und zu plündern, kamen aber nach kurzer Zeit enttäuscht zurück. Mussten sie nur niedere Hilfdienste verrichten und nicht selbst Hand an die Ungläubigen anlegen?

        • Aristobulus schreibt:

          Die dürfen. Es wäre rassistisch und islamkritisch, es ihnen zu verwehren.

          Und was macht Lamya Kaddor jetzt so?, ist noch immer Professorin für Allgemeinkomparatistik, Forschungsgeldvernichtung, Massenmoslemeinwanderung, Koranistik, Integrationsfreude und Islam-Gender mit Beraterstatus der SPD?

    • brathering schreibt:

      „Ist das gerecht, dass Juden hunderte von Nobelpreisen einheimsen und Muslime keinen kriegen?“

      Nobelpreisquote für Muslime!

  15. Couponschneider schreibt:

    Ich habe kürzlich Tuvia Tenenbooms Buch „Allein unter Juden“ gelesen. Gemäß seinen Schilderungen sind Linke in Israel vom jüdischen Selbsthass beseelt, Rechte (wie Bibi) werden in der Knesset gnadenlos niedergemacht und können nicht ausreden. Die ausländischen NGOs werfen das Geld nur um sich, um Palästinensern zu helfen und finden Bestätigung bei den israelischen Linken. Die linke Haaretz spielt in Israel keine große Rolle, sondern ist fürs internationale Publikum.

    Besonders erschreckend empfand ich Tenenboms Aussage, dass der Antisemitismus der Europäer sogar noch schlimmer geworden wäre. Während sie sich früher den Juden im eigenen Gebiet einer „Sonderbehandlung“ haben zukommen lassen, reisen sie heute für viel Geld in den Nahen Osten, um dort Juden zu schaden. Ich finde, da hat er nicht ganz unrecht. Wie nennt man diese Obsession, die Leute antreibt, sich ausgerechnet in diesem politischen Konflikt zu engagieren, persönlich, finanziell und ideell? Richtig: Antisemitismus.

  16. Hein schreibt:

    Sehr gut dazu: Dietrich Schwanitz, „Das Shylock-Syndrom oder Die Dramaturgie der Barbarei“. Das Buch verspricht „kluge Einsichten in die soziale Dramaturgie einer negativen idée fixe, einer sich selbst nährenden Paranoia.“

  17. mike hammer schreibt:

    im grunde will
    man den linken atheistischen juden,
    auch als liberalen juden bekannt, der an die linke
    ideologie glaubt, das judentum damit ersetzt, gefühle
    in den vordergrund rückend multikulturell – jüdisch ist.

    Der Traumjude ist nicht mal im Traum Jude.

  18. Aristobulus schreibt:

    … Shylock ist im vierten Akt glattweg geflohen, ist nach Israel gegangen, um da zu siedeln und zu sajn a mentsch.
    Wann prangert die UNO das an?

Seid gut zueinander!

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