Post an Wagner

Eine Erwiderung von Torsten Schlosser auf
 Franz Josef Wagner.

Lieber Franz Josef Wagner,

die Tastatur auf Ihrem Schreibtisch bewegt sich.

Was für ein Treiben, Zettel, Kugelschreiber. Die von Ihnen getippten Buchstaben erscheinen auf dem Bildschirm, weil Journalisten nun mal schreiben. Ihr Gehirn befindet sich in Ihrem Kopf. Sie tragen womöglich Kleidung. Andere Sachen liegen verstreut in Ihrem Zimmer.

Was alles geschah in Ihrem Kopf – bevor Sie diese Worte veröffentlichten?

Knabberten Sie ein Frühstücksbrot, tranken Sie Kaffee, guckten Sie aus dem Fenster in die Sonne? Nervte die Musik im Radio?

Wie war die Stimmung in Ihrem Büro?

Ich hoffe, Sie waren glücklich, bevor Sie den Text abschickten.

Nette Praktikantinnen …

Es ist so furchtbar. Ich will kein Wort mehr darüber schreiben.

Herzlichst,
Torsten Schlosser

Dieser Beitrag wurde unter Fremde Feder veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.