Alle Jahre wieder …

Wenn die Politik entscheiden kann, was auf Theaterbühnen gespielt werden darf, und sei es auch nur für einen einzigen Tag, dann ist das Zensur!

Heute ist so ein Tag! Heute entscheidet die Politik, was auf den Bühnen Nordrhein-Westfalens gespielt werden darf.

Heinrich Heine? Verboten!
Woody Allen? Verboten!
Hedwig Dohm? Verboten!
Kurt Tucholsky? Verboten!
Neil Simon? Verboten!
Felix Mendelssohn Bartholdy? Verboten!

Richard Wagner? Erlaubt!

Heute ist Karfreitag! Richard Wagners “Parsifal” ist eines der wenigen Stücke, die heute gespielt werden dürfen. Im Jahr 2013 wurde das Werk an Karfreitag in der Oper Köln gegeben. Allen anderen Theatern in Köln war das Spielen unter Androhung empfindlicher Geldstrafen verboten. Am 2. April 2010 öffnete sich an Karfreitag der Vorhang in der Studiobühne für Wagners „Parsifal“.

Im “Parsifal” gibt es eine Figur, die Kundry heißt und von Richard Wagner als eine Art “ewige Jüdin” angelegt ist. Kundry ist eine Frau, die Jesus auf seinem Weg zur Kreuzigung verspottet und ausgelacht hat und daher dazu verflucht wurde, in ständiger Wiederkehr durch die Welt zu wandern. Erlöst wird sie erst im dritten Akt der Oper, der an Karfreitag spielt. Es ist der Tag, an dem sie Jesus erkennt und schließlich getauft wird. Mit der Taufe endet der Fluch und Kundry findet ihren Frieden.

In der Geschichte des Christentums hatten es Juden besonders an Karfreitag schwer, da sie jahrhundertelang für den Tod von Jesus verantwortlich gemacht wurden. In der Karfreitagsfürbitte für Juden, die manche Christen beten, heißt es: “Lasst uns auch beten für die Juden, auf dass Gott unser Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus als den Retter aller Menschen erkennen.”

Im “Parsifal” erkennt Kundry Jesus als Retter und wird getauft. “Parsifal” darf an Karfreitag in Deutschland gespielt werden. Alles andere ist verboten. Da kennt Deutschland nichts! An Karfreitag ist man in Deutschland entweder Christ oder stumm! Wer an Karfreitag lacht, ist ein “ewiger Jude” wie Kundry! So einfach ist das!

Das Land Nordrhein-Westfalen untersagt es allen Bürgerinnen und Bürgern, mögen sie nun Christen sein oder nicht, an Karfreitag in Theater zu spielen oder öffentliche Tanzveranstaltung zu besuchen. Von Mitternacht bis zum Samstag um 6 Uhr morgens, also ganze 30 Stunden, untersagt das Land NRW folgende Aktivitäten: Märkte, gewerbliche Ausstellungen, Sportveranstaltungen einschließlich Pferderennen, Zirkus, Volksfeste, Freizeitanlagen, soweit dort tänzerische und artistische Darbietungen erfolgen, alle Unterhaltungsveranstaltungen einschließlich sämtlicher, auch klassischer, Theater- und Musikaufführungen wie Opern, Operetten, Musicals, Puppenspiele und Ballett, Spielhallen, Wettannahme, musikalische sowie sonstige unterhaltende Darbietungen in Gaststätten sowie alle anderen der Unterhaltung dienenden öffentlichen Veranstaltungen einschließlich Tanz. Mit anderen Worten: Karfreitag ist NRW ein Gottesstaat!

Vom Verbot nicht betroffen sind Kino, Radio und Fernsehen. Die dürfen senden, was sie wollen. Soviel zum Thema Gleichheitsgrundsatz!

Das Karfreitagsgesetz ist eine staatlich vorgeschriebene Gotteslästerung!

Das Karfreitagsgesetzt schützt den christlichen Glauben nicht, es verspottet den Glauben! Es ist schlicht gotteslästerlich zu glauben, der allmächtige Gott brauche menschliche Institutionen und Regierungen, um seine Macht zu bezeugen. Ein Staat, der sich anmaßt, Gottes Gesetz zu vertreten, reduziert den Allmächtigen zu einem Wesen, so schwach, so mickrig und unbedeutend, dass er der Hilfe der Landesregierung NRW bedarf, um sich zu behaupten. Respekt und Ehrfurcht vor Gott sehen anders aus!

Ein Glaube, der es nicht schafft, die Herzen seiner Anhänger ohne staatlichen Zwang zu erreichen, ein Glaube, der nicht stark genug ist, dass er sich auch unter Nachbarn mit fremden Sitten und Gebräuchen entfalten kann, ein Glaube, der nur leben kann, wenn er anderen Menschen Fesseln anlegt, ist ein schwacher Glaube. Ein Gott, der auf Staatsdiener angewiesen ist, um seinem Wort Nachdruck zu verleihen, ist ein armseliger Gott!

Das Gesetz hat nichts mit Respekt zu tun!

Es ist nicht respektvoll, wenn der christliche Teil einer Gesellschaft allen anderen Menschen die Ausführung ihrer Weltanschauung untersagt. Für mich haben Kunst, Kultur, Aufklärung und Liberalismus den gleichen Stellenwert wie für andere Menschen ein Glauben. Theater ist für mich Menschendienst, wie Kirche für Christen Gottesdienst ist. Wie würden Christen reagieren, lebten sie in einem Land, in dem ihnen die Heilige Messe oder der Gottesdienst für nur einen einzigen Sonntag im Jahr untersagt wäre, mit der Begründung, einmal im Jahr könne die Kirche durchaus mal ruhen, es sei schließlich nur ein einziger Tag im Jahr!

Respekt kann nicht erzwungen werden. Respekt ist eine Form der Wertschätzung, ein Geschenk der Aufmerksamkeit und der Ehrerbietung. Respekt ist nur da möglich, wo sich ein Mensch frei dazu entscheidet, seine Wertschätzung und seine Aufmerksamkeit zu schenken, sonst ist es Zwang. Respekt ist aber kein Zwang, kann sich nicht im Zwang entfalten. Das bedeutet:

Das Karfreitagsgesetz macht Respekt an Karfreitag unmöglich!

Es gibt Christen, die mir sagen, ich solle doch dankbar sein, dass mir ein stiller Tag geschenkt wird. Für mich ist Karfreitag aber kein stiller Tag, im Gegenteil: So wie der Karfreitag zur Zeit abläuft, ist er für mich purer Stress. Den ganzen Tag lang muss ich aufpassen, nicht ich selbst zu sein, weil ich mich sonst strafbar machen würde. Ruhe sieht anders aus!

Das Karfreitagsgesetz hat nichts mit Ruhe zu tun!

Zum Schluss habe ich noch eine Frage. Das Feiertagsgesetz ist Ländersache. Es gibt Bundesländer, in denen das Verbot herrscht und andere, die dieses Verbot nicht kennen. Da stellt sich mir die Frage, wenn ich an der Grenze zweier Bundesländer, auf der Seite spiele und tanze, wo das Spielen und Tanzen an Karfreitag erlaubt ist, mein Publikum aber ganz ruhig und still auf der Seite sitzt, wo es verboten ist, macht sich dann überhaupt wer strafbar?

Mit dieser Frage wünsche ich allen einen gesegneten Freitag und wünsche mir für den kommenden Karfreitag mehr Gelassenheit: Glaube, woran Du willst. Ich hindere Dich nicht daran. Du kannst still sein, Deinen Laden zu lassen und beten. Kein Problem! Aber bitte, zwing mich nicht dazu, mitzumachen!

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99 Antworten zu Alle Jahre wieder …

  1. Pingback: Matthias Matusseks Manieren | Tapfer im Nirgendwo

  2. anti3anti schreibt:

    Lieber Gerd,
    Warum verbietet der Staat, am Karfreitag zu tanzen?
    Im MA war das Tanzen an sich verboten, da es als Götzendienst, als Abfall vom Monotheismus, verstanden wurde. Der Grund: Kaum bestieg Moses den Berg Sinai, da tanzten die Juden um das Goldene Kalb. (Stimmt nicht. Er verspätete sich bei seiner Rückkehr um einen Tag.)
    Die katholische Kirche erlaubte bald Ausnahmen vom Tanzverbot, so bei Hochzeiten und wenn der Fürst Geburtstag hatte. Nicht so die Protestanten! (Preußen war/ist protestantisch!). Das Tanzverbot am Karfreitag ist der letzte Rest.
    Du erkennst: Die Juden sind am Tanzverbot schuld.

    • Aristobulus schreibt:

      Let’s dance!

      • mike hammer schreibt:

      • Bachatero schreibt:

        Rum, Pilzchen und Bachata, da macht Oustern richtig Spaß, bis die Eier alle sind.

        • mike hammer schreibt:

          wozu pilzchen?
          ich schlage meeresfrüchte vor,
          bei deiner lokation, verdoppel die rum menge und
          hau die pilze zu dem fischkram. 😉

          • Aristobulus schreibt:

            Aber ohne Mehlschwitze, wenn’s geht 😉

          • Bachatero schreibt:

            Ohne Mehlsch ließe sich machen, aber witze müssen sein.

          • Aristobulus schreibt:

            … versuche seit dem Pessachabend ohne Mehlsch eingermaßen sattwerdend zu fressen. Weia. Es geht, weil es halt muss, aber immer diese entsetzlichen Apfelkuchen usf., die überall rumstehen 🙂 , und heut roch’s penetrant entsetzlich nach exzellenten Crêpes, just da, wo ich viermal entsetzlich vorbeigehen musste.

            Werd bloß nie a Jid.

          • Bachatero schreibt:

            Das sagst Du jetzt, wo ich die Machete nanoscharf geschliffen und an etlichen Dorfcompadres life ausprobiert habe, gegen entsprechende Rumrationen (überall Blut, die Haitianer unter uns munkeln, das Baron Samedi oder zumindest Toussaint Louverture als Wiedergänger unter uns sind ). Wollte sichergehen und erst mal checken, wie das so praktisch rechts-schnittig aussieht. Nun, für die Schwatten geht’s mit der Machete ganz ordentlich, aber bei mir würde ich doch eher die Geflügelschere nehmen, aus Gründen der optimaleren Zielerfassung. Und jetzt Deine Warnung mit dem Mehlsch, ich schwanke.

          • mike hammer schreibt:

            # Bachatero
            ]Blass vor neid[
            Machete?
            Haben die da so dicke aparate?
            Ein gutes fleischermesser, OK, aber MACHETE ? WOW!

            -} die armen frauen, da entspricht sex der niederkunft {-

            😉

          • mike hammer schreibt:

          • Aristobulus schreibt:

            Äss läbä därr bluut’ge Ärrnscht 😀

            A guttn Schabbes allerseits.

  3. Paul schreibt:

    Ja, lieber Gerd, alle Jahre wieder schleichen sich kleine Fehler ein.
    Langsam frage ich mich: Warum?

    Du zitierst die Karfreitagsfürbitte:
    „Karfreitagsfürbitte für Juden, die manche Christen beten, heißt es: “Lasst uns auch beten für die Juden, auf dass Gott unser Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus als den Retter aller Menschen erkennen.”

    Was manche Christen beten weiß ich nicht.

    Wir Katholiken haben heute gebetet:
    „Wir wollen beten für die Juden.
    Dass unser Gott und Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den Heiland aller Menschen.“
    http://www.kathpedia.com/index.php?title=Karfreitagsf%C3%BCrbitte

    Lieber Gerd, Dir und Deiner Frau wünsche ich ein gesegnetes frohes Osterfest.

    Herzlich, Paul

    • Blinse schreibt:

      Lieber Paul,
      bei allem missionarischen Eifer, aber soviel Unterschied kann ich da nicht erkennen:
      1.) “Lasst uns auch beten für die Juden, auf dass Gott unser Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus als den Retter aller Menschen erkennen.”

      2.) “Wir wollen beten für die Juden.
      Dass unser Gott und Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den Heiland aller Menschen.”

      Und mit so ‚was beschäftigst du dich nu den ganzen Tag? Und wann genau ist Jesus gestorben? Und ist das Turiner Grabtuch nun echt?
      Ich frage mich nur: Ist das nicht ziemlich sinnlos?

      Auch dir ein schönes Osterfest.

      • caruso schreibt:

        Die Juden werden ‚Jesus Christus‘ nicht/nie als Erlöser/Retter erkennen und das hat nichts mit Halsstarrigkeit (oder Dummheit) zu tun. Sondern „nur“ damit, daß sie von der Erlösung eine ganz andere Vorstellung haben als Christen viel später. Aber das können Ari oder schum74 viiiiiiiiel besser erklären als ich – die gottlose – es je könnte.
        lg
        caruso

        • ceterum censeo schreibt:

          Sehr interessant! Fahrt bitte fort damit, denn als Agnostiker genieße ich Eure Ausführungen und danke dafür.
          Und ich wünsche allen alles Gute zu Ostern! Heiden, Juden und Christen! Mohammedanern, Sozialisten und anderen Feinden der Menschen NICHT! Gnade Gott Euch, wenn es ihn gibt.

          • Paul schreibt:

            Lieber ceterum, da hast Du etwas sehr Wahres geschrieben. Ich sehe mich immer von der Gnade Gottes abhängig. Ich bin immer auf seine Gnade angewiesen, weil meine Verdienste nie ausreichen würden.

            Herzlich, Paul

          • Aristobulus schreibt:

            Du nimmst diese Gnade für Dich in Anspruch, Paule, um für die Missionierung der Juden zu beten – und bist da noch stolz drauf.

            Warum missbrauchst Du eine Bitte an Deinen G“tt, um etwas zu wünschen, was bekanntlich seit zweitausend Jahren Trotz aller Zwänge, Vertreibungen und Pogrome nicht eintrifft?
            Wenn es einträfe!, gäbe es ja keine Juden mehr.
            Ich glaube nicht, dass Du DAS wollen würdest. Grad Du nicht.

            Es liegt wohl daran, dass Du Dich während 40 schlimmer Jahre DDR durch Deine Kirche und in Deiner Kirche gerettet hast. Also bist Du Deiner Kirche so dankbar, dass Du keinen halben Buchstaben der Dinge bezweifelst oder gar kritisiertst, die Deine Kirche sagt.
            Zum Teil verstehe ich das.
            Aber zu einem anderen Teil find ich’s enttäuschend

          • Aristobulus schreibt:

            Dir auch gutt‘ Ostern, Ceterum.

        • Paul schreibt:

          Hallo, liebe caruso, deshalb kann ich doch darum beten.
          Mein Nachbar hat Krebs. Der Arzt gibt ihm noch 6 Monate. Trotzdem beten meine Frau und ich täglich für seine Gesundheit. Das mag für manche Menschen idiotisch sein. Für mich nicht.
          Ich wünsche auch jemandem den ich nicht leiden kann einen guten Tag.

          Herzlich, Paul

          • Aristobulus schreibt:

            Verzeih, Paul, aber das ist ja ein selten dämlicher Vergleich.
            Weil die Juden nun mal nicht an Krebs leiden, gell?, und weil sie nur totgeweiht sind, indem dieser oder jener es direktemenag darauf anlegt.

            Einen guten Tag zu wünschen ist *räusper* was Anderes, als jemandem durch fromme Fürbitten usf. die Religion nehmen zu wollen.

            À propos, guten Tag, Paul 🙂 . Schöne Ostern Dir.

            P.S.
            Es stände Dir gut, wenn Du den hiesigen Jiddn mal ein gutes Pessach wünschtest. Ist etwa so, wie jemandem ’nen guten Tag zu wünschen.

        • schum74 schreibt:

          Chag ssameach, Caruso!
          Wenn man so lieb um Stellungnahme gebeten wird…
          Zufällig äußert sich unser Rebbe in seiner letzten Newsletter zum Thema Erlösung. Zitat in behutsam korrigierter und ergänzter Deutsch-Fassung:

          Im 12. der 13 Ikarim, der Glaubensgrundsätze, vom Rambam (Maimonides; 12. Jh.) heißt es:

          אני מאמין באמונה שלמה בביאת המשיח ואף על פי שֶיִתמַהמֵה עם כל זה אחכה לו בכל יום שיבוא.

          Ani maamin be-Emuná schlemá be-Wi’at ha-Maschiach we-af al pi sche-jitmaméa im kol se achaké lo be chol Jom sche-jawó.

          [Ich glaube mit festem Glauben, dass der Maschiach kommen wird; und auch wenn er sich verspätet, trotzdem will ich jeden Tag auf ihn warten.]

          (Nign bekannt, ja?)

          Ferner schreibt der Rambam, dass sich mit der Ankunft des Maschiach das Leben nicht ändern werde. Für Israel heißt Ge’ulá, die Erlösung, nur, dass die Jidn frei und unabhängig in ihrem eigenen Land leben werden – „Am chofschi be-Arzénu“ nach den Worten der Hatikwa. Ge’ulá, das ist: nicht länger von den Gojim gequält zu werden.

          Zitat Ende.

          Es gibt im Judentum auch heiß-poetische Vorstellungen von der messianischen Erlösung. Doch nicht einmal Rambams bescheidene Erwartung hat sich bis jetzt erfüllt. Nicht länger von den Gojim gequält zu werden: Das wäre schön.

          PS. „im kol se“ heißt es in Rambams 12. Grundsatz. „…im kol se achaké lo be chol Jom sche-jawó ‒ trotzdem will ich jeden Tag auf ihn warten.

          עם כל זה

          „im kol se“ heißt so viel wie: „be-chol sot“: „trotzdem“ – klar.
          Beharrt ein Kommentator: Hier steht aber „im kol se“ (wörtlich: mit all dem). Was ist: „mit all dem“? Womit warten wir auf den Maschiach? – Antwort: mit allem, was wir durchgemacht haben, mit unseren Ermordeten, mit unseren Schmerzen; damit ‒ im se ‒ warten wir auf ihn.
          Möge er bald kommen!

          • caruso schreibt:

            Lieber schum74 – das Zitat von Maimonides kannte ich, nur ist nicht alles was ich jemals las in meinem alten Kopf greifbar. Aber das „Beharrt ein Kommentator: Hier steht aber „im kol se“ (wörtlich: mit all dem). Was ist: „mit all dem“? Womit warten wir auf den Maschiach? – Antwort: mit allem, was wir durchgemacht haben, mit unseren Ermordeten, mit unseren Schmerzen; damit ‒ im se ‒ warten wir auf ihn. Möge er bald kommen!“, kannte ich nicht. Ich finde es wunderbar. Hab Dank!
            lg
            caruso

      • Paul schreibt:

        Danke, liebe(r) Blinse, auch Dir die besten Wünsche zum Osterfest.
        Und danke auch für Deinen erhellenden Diskussionsbeitrag. Da macht Diskutieren so richtig Spaß.

        Herzlich, Paul

        • Blinse schreibt:

          Lieber Paul,
          im Leben nicht will ich mit so frommen Menschen wie dir diskutieren. Das ist sinnlos. Ich empfehle dir die „Kriminalgeschichte des Christentums“ von Karlheinz Deschner. Da haste was zum Lesen und kommst mal auf andere Gedanken.

          Du hast schöne Ostern, ich ein paar freie Tage. So haben wir beide ‚was davon.

          Tschüss Paul.

    • schum74 schreibt:

      Schöne Ostern, Paul!
      Warum beten Sie nicht gleichzeitig um Erleuchtung für die Muslime? Weil die Herrschaften keinen Spaß verstehen?

      • Paul schreibt:

        Dir, liebe(r) Schum auch noch eine gesegnete Osterzeit.

        „Warum beten Sie nicht gleichzeitig um Erleuchtung für die Muslime? Weil die Herrschaften keinen Spaß verstehen?“
        Woher wissen Sie für wen ich bete und für wen nicht?
        Meine Gebetszettel, die ich fast jeden Tag in Lourdes hinterlege sind 10 Mails à ca. 400 Zeichen. Und nein, die werde ich hier nicht veröffentlichen.
        Nur so viel, es sind sehr viele für die ich bete.

        Herzlich, Paul
        PS: Aber mich deshalb als fromm zu bezeichnen ist zu viel der Ehre und nein, liebe caruso, als missionieren kann man das nicht bezeichnen. Missionieren bedeutet immer den Anderen direkt persönlich ansprechen.

        • schum74 schreibt:

          Sie wünschen mir eine gesegnete Osterzeit? Auch ich will großzügig sein: Moadim le-Ssimcha, lieber Paul!

          Wissen Sie, warum die Juden nicht daran denken, Jesus als Maschiach anzuerkennen? Weil dem Nazarener die Eignung zu der Würde fehlt. Die Mindestanforderungen an den Maschiach hat Maimonides infolge des Propheten Jecheskel (37, 21ff) festgelegt: Sammlung der Zerstreuten aus allen Teilen der Erde; Rückkehr nach Erez Israel; Wiedererrichtung des Davidischen Königtums; Bau des neuen Tempels; Anerkennung der Völker. Le-Olam – auf ewig.
          An diesen Leistungen wird der Maschiach zu erkennen sein. Man vergleiche jetzt mit der Erlösung, die „Jesus Christus“ (ich übernehme gern Carusos Anführungszeichen) bereits gebracht haben soll.

          • schum74 schreibt:

            PS. Hat jemand schon geprüft, ob Netanjahu von David ha-Melech abstammt? Oder soll gar Obama der Maschiach sein? Wie bringt man die zerstreuten Juden zuverlässig nach Erez Israel zurück? Indem man den Antisemitismus weltweit anheizt.

          • Aristobulus schreibt:

            Das wird der Paul freilich nicht verstehen 🙂 , ma chère, obgleich er so tut, als wünsche er aller Welt außerhalb der kleinen seinigen alles mögliche eigene Gesegnete.

            Hat er uns eigentlich nu ein gutes Pessach gewünscht, so wie wir ihm gut Ostern gewünscht haben, oder ist er dafür zu fein?

          • schum74 schreibt:

            Warum sind Dir gute Pessach-Wünsche von Paul wichtig? Weil sie bedeuten würden, dass Paul das Judentum überhaupt anerkennt? Tut er das nicht bereits? Das wäre ein Ding, wenn nicht. Dann hätten wie 2015 die Situation, dass ein Großteil der Welt Israels Existenz nicht anerkennt, und ein Kleinteil, darin Paul, die jüdische Religion/Nationalität nicht anerkennt.
            Le progrès, quoi.

          • Paul schreibt:

            Lieber schum,
            das kann ich verstehen. Ich habe auch nicht versucht von etwas zu überzeugen. Wenn ich für jemanden bete, missioniere ich nicht.
            Auch hier habe ich nicht missioniert, sondern nur meinen Glauben mitgeteilt, so wie Du es auch tust.
            Dagegen ist doch wohl nichts einzuwenden?

            Danke für die freundlichen Wünsche.

            Herzlich, Paul

          • Paul schreibt:

            Merke gerade, dass ich wohl hier im Blog etwas vergessen habe. (An anderen Orten habe ich es nicht vergessen.)
            Deshalb hole ich es nach. Geht auch noch, weil Pessach noch nicht vorbei ist.
            Also allen ein herzliches
            Pesach sameach vekascher
            Paul

            Lieber Schum, mache Dir bitte keine Sorgen.
            Es gibt nichts, was ich im Zusammenhang mit Israel und den Juden nicht anerkenne. Da Du meinen „Senf“ liest, weißt Du das auch.
            Ich „kämpfe“ ständig an Eurer Seite nicht nur im Internet, sondern auch im wirklichen Leben.
            Ansonsten halte ich es mit Papst Johannes Paul II., der die Juden als die unsere älteren Brüder, unsere Wurzeln sieht.

          • schum74 schreibt:

            „Es gibt nichts, was ich im Zusammenhang mit Israel und den Juden nicht anerkenne.“

            Danke für diese Worte, Paul; auch für den Hinweis auf „unsere älteren Brüder“.
            Nur noch eine Kleinigkeit: Ich habe keinen „Glauben“ mitgeteilt, sondern aus jüdischen Quellen zitiert. Das mag Ihnen wie Haarspalterei vorkommen, ist aber keine. Glaube ist eine sehr private Sache, wie Verliebtheit etwa. Eher würde ich darüber scherzen als im Ernst reden.

            Aber à propos Papst. Haben Sie den neuesten Witz über Franziskus gelesen? Der Papst modernisiert weiter: Er hat das Alte Testament abgeschafft.

            Alles Gute.

          • Aristobulus schreibt:

            Tja, lieber Schum, die Pessachwünsche von unserer lieben Paula sind schon nett 🙂 , und Paula kriegt jetzt vier Tage nach dem Seder ihren eher Netten. Zumal sie gern für Kerle wie uns betet.
            Quelle joie, quoi.

            P.S.
            Du hast Glauben mitgeteilt? Wou, wou, wou?, wie der Ostfriese fragt (Lokativ).
            Wusste gar nicht, dass Du Glauben habest. Masel tov für den.

            P.P.S.
            Paul, danke für Deine guten Wünsche, Paul. Sind angekommen 🙂 , wenngleich Du wieder versuchst, mich zu ignorieren. Es gelang wieder mal nicht. Tja, damit muss ich wohl leben. Oder eher Du 🙂

        • Bachatero schreibt:

          Paul, Du bist zu bescheiden, stell‘ Dein Licht nicht unter den Scheffel, sagt der Highland und hast Du Glocken, dann vergiß nicht zu läuten (zit. Leutnant von Leuten). Oder solltest Du Dich schlauerweise an’s Ende des Tisches setzen, um nach vorne gerufen zu werden? Durchsichtiges Manöver zu Selbsterhöhung, erkennt der Highland sofort..

      • schum74 schreibt:

        „Woher wissen Sie für wen ich bete und für wen nicht?“

        Dann präziser gefragt: Wie kommt es Ihrer Meinung nach, dass die katholische Kirche offiziell, heute noch, um die Erleuchtung von Juden betet, nicht jedoch um die Erleuchtung von Muslimen? Sind Mohammedaner der Erleuchtung nicht würdig? Und was ist mit den Buddhisten, Hinduisten und allen anderen Isten? Sollen die unerleuchtet sterben?

        • Aristobulus schreibt:

          Vooorsicht, der Päule betet so viel, dass er sich nur noch mehr des Betens rühmt, als zu beten.
          Und Mohammedaner gehen ihn nichts an: Weil seine Kirche da nix drüber sagt. Seine Kirche sagt bloß, dass die Juden bebetet gehören. Weswegen er dann lammfromm mitbetet ge- nein FÜR die. Damit die endlich mal erleuchtet werden.

        • Paul schreibt:

          Das weiß ich nicht, lieber schum.
          Werde ich bei Gelegenheit aber mal meinen Pfarrer fragen.

          Herzlich, Paul

          PS: Hatte doch noch eine Idee und etwas gefunden:
          Nachstehend alle Karfreitagsfürbitten

          „Folgende Bitten werden vorgetragen:

          1. Für die heilige Kirche
          2. Für den Papst
          3. Für alle Stände der Kirche
          4. Für die Katechumenen (Taufbewerber)
          5. Für die Einheit der Christen
          6. Für die Juden
          7. Für alle, die nicht an Christus glauben
          8. Für alle, die nicht an Gott glauben
          9. Für die Regierenden
          10. Für alle notleidenden Menschen“
          http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_F%C3%BCrbitten

          Die von Dir genannten werden in 7. und 8. erfasst.

          Bleibt natürlich die Frage, wenn Du sie hast: Weshalb werden die Juden extra erwähnt und die anderen nicht. Das weiß ich nicht. Aber, wenn Du willst, frage ich meinen Pfarrer.

          • Bachatero schreibt:

            Paul, mal ehrlich, bist Du ein Robot oder AI von 1980?

          • Paul schreibt:

            Hallo B achatero,
            den Witz verstehe ich nicht. 😦

          • Bachatero schreibt:

            Paul, das bezieht sich auf Deine Antwort bezüglich der Beterei. Die hört sich so stereotyp an, als würde man mit einer Simulation von z.B. Captain Kirk auf einer der vielen Artificial Intelligence Seiten des webs reden. Da sink‘ ich vom Sessel, wenn Di Deinen Pfarrer um eine Antwort bitten musst, das ist AI. Hier mal als Beispiel, Cptn. Kirk wartet. Frag den mal intelligentes (z.B. do you like to suck Scotty’s cock?) und Du weißt, was ich meine.
            http://alice.pandorabots.com/

          • schum74 schreibt:

            Ja. Und fragen Sie Ihren Pfarrer, wie er sich die Reaktionen weltweit vorstellt, wenn es ab nächstem Jahr hieße: Die Katholiken beten öffentlich um die Konversion der (namentlich genannten) Muslime.
            Was meinen Sie selbst? 0 Aufstände/ 0 Tote? Aufstände/ weniger als 100 Tote? Aufstände/ mehr als 100 Tote?
            Und was würden die Roten dazu sagen? Und die Grünen? Und ARD/ZDF?

          • schum74 schreibt:

            Habe mir vorhin erlaubt, Ihrem Gespräch mit dem Pfarrer zu lauschen. Sie sind mir nicht böse, wenn ich es hier wiedergebe, nein? So viel zu hören war:

            – Die Juden? Schauen Sie, lieber Paul: Die und wir können nicht gleichzeitig Recht haben, stimmt? Das sehen Sie doch ein, oder? Also was ist Ihnen lieber? … – Ich bitte Sie! Wer nimmt den Islam ernst? Theologisch ernst, meine ich. Die Muslime, allerdings… Ich würde Seiner Heiligkeit nicht empfehlen… So ist es, Paul: Mit den Juden kann man’s machen. … Morgen früh zur Beichte?

          • Aristobulus schreibt:

            Mit den Jiddn kann man’s katholischerseits ebenso 2015 machen wie anno 315 (Massenausweisung aus den christlichen Großstädten Nordafrikas), oder wie anno 1215 (Sonderkennzeichnungspflicht für übrige Jiddn in Mittel- und Westeuropa), oder wie anno 1515 (Pogrome und Vertreibungen der übrigen Jiddn z.B. aus Regensburg, Passau usf.), oder wie anno 1915, als die Jiddn in der deutschen Armée gezählt wurden, um zu beweisen, dass sie Drückeberger seien (das erwartete Ergebnis konnte nicht bestätigt werden, also ließ man’s unter den Tisch fallen).

            Zum Glück werden wir anno 2015 nur gesondert bebetet. Damit wir endlich ncht mehr weiter existieren.
            C’est ça, le progrès.

  4. anti3anti schreibt:

    Wegen Schabbess fanden Kreuzigungen niemals am Freitag statt, schon gar nicht vor Pessach.

    • Paul schreibt:

      Irrtum lieber anti.
      Das wird auch erläutert. Der Schabbess fängt erst abends an. Außerdem hatten die Juden mit der Kreuzigung nichts zu tun. Die Verurteilung Hinrichtung erfolgte durch die römische Besatzungsmacht. Allerdings wollten diese auch die jüdischen Gefühle nicht verletzen und beeilten sich deshalb mit der Hinrichtung. Aber bis Sonnenuntergang hatten sie Zeit.

      Ein Problem war das nur für die Anhänger Jesu und seine Mutter, die als Juden die Reinigungsvorschriften beachten mussten. Deshalb wird ausdrücklich beschrieben, dass der Tod bereits in der 9. Stunde (also 15 Uhr) eintrat. Die Beisetzung in ein schon fertiges Grab in der Nähe konnte noch stattfinden. Anschließend blieb noch Zeit für die Reinigungsrituale.

      Herzlich, Paul

      • Bachatero schreibt:

        Donnerwetter, Paul, das ist ja gerade nochmal gutgegangen, timing wie bei den Aachener Verkehrsbetrieben. Jetzt muß ant3anti das nachschlagen oder glauben, aber tut er ja gerne, aeh?

      • anti3anti schreibt:

        In Israel wird es um 18:00 Uhr dunkel. Fromme Juden hören bereits um 17:00 Uhr auf zu arbeiten. Viel zu knapp für eine anständige Beerdigung!
        Auch heute würde die Beerdigung auf Samstag Nacht verschoben werden.

        • Bachatero schreibt:

          Wichtig ist, wann er auferstanden ist und das war am Ostermorgen. Ich bin sicher, das die Osterhasen weltweit diese Angabe bestätigen werden, schon weil sie ihre jobs behalten wollen.

          • anti3anti schreibt:

            Ostermorgen welchen Tages? Im Gegensatz zu Ostern fällt der 1. Tag Pessach nicht immer auf einen Sonntag.

          • Bachatero schreibt:

            Fatal, Zwickmühle, Paradox. Wir können also weder Todes- noch Auferstehungstag des Highlandes eindeutig festlegen. Schlage vor, wir warten bis zu seiner Wiederkunft (steht seit 2000 Jahren kurz bevor, sollte daher imminent sein) und lassen ihn dann selbst das Rätsel lösen. Bis dahin halten wir uns an die Osterhasen.

        • Paul schreibt:

          Danke anti für die Bestätigung.
          Nach der Schilderung im Evangelium war Jesus um 15 Uhr tot. Er wurde vom Kreuz abgenommen, in Leinentücher gewickelt und in ein bereits vorbereitetes Grab gelegt, das nahe bei war. Das schafft man locker in 2 Stunden.
          Die Reinigung des Leichnams und die würdige Herrichtung wollten die Frauen dann am Sonntag in der Frühe erledigen.

          Herzlich, Paul

          PS: Wie man meine Ausführungen als Missionierung missverstehen kann ist mir schleierhaft.
          Ich habe nur einer Meinung meine Auffassung entgegen gehalten.

          • anti3anti schreibt:

            Zwei Stunden sind nicht viel vor Pessach, da noch einiges Anderes zu erledigen ist.
            Das Hauptproblem ist jedoch der Todeszeitpunkt, der den Römern nicht von Vornherein bekannt war. 17:30 Uhr hätte eine Revolution unter den Juden auslösen können!

          • Aristobulus schreibt:

            Ja, Anti.
            Ferner noch der vermeintliche Beschluss des Rats mit dem Hohepriester, nicht?, auch dieser kann so oder so nicht stattgefunden haben.

          • anti3anti schreibt:

            Wollen wir uns bei Gerd treffen?

          • Aristobulus schreibt:

            Och gerne 🙂

          • mike hammer schreibt:

            undenkbar das frauen den leichnam herrichten, geradezu lächerlich

          • Paul schreibt:

            In der noch jungen Gemeinde des Rabbi Jesus, die sich später Christen nannten, war es anscheinend doch möglich. So steht es jedenfalls im Evangelium. Irgend einen Unterschied zu den Juden wird es wohl schon gegeben haben.

            Herzlich, Paul

          • Bachatero schreibt:

            Waren die ‚öme eigentlich daran gebunden, daß der Highland seinen Todeszeitpunkt souverän selbst festlegte, oder hätten sie einfach sagen können, komm, das gibt Ärger mit den Judisten, wir beschleunigen jetzt mal den Highlsprozess auf ‚ömisch und Ruh is?

          • mike hammer schreibt:

            # Paul

            blödsinn, das waren juden, völlig normale jude und
            das ist purster nonsense, nicht mal liberale tun das!
            die römer ließn den juden durchaus freie hand was
            die rieten betraf und das preparieren eines toten
            mannes durch frauen war leichenfledderei
            und wurde schwer bestraft, rein
            kulturell völlig undenkbar.

  5. carolina schreibt:

    @ unbesorgt

    Also für mich als Christin unterscheidet sich Islam und Judentum nicht sonderlich.

    Beide gleichen sich in der Behandlung der Frauen, die gleiche Kritikunfähigkeit, beide Religionen betreiben Schächtung und Genitalverstümmelung usw.

    Liebe Grüsse Caro

    • Blinse schreibt:

      Auweiha, das gibt noch ‚was… griiiiiins.
      Immerhin noch „liebe Grüsse.“

    • unbesorgt schreibt:

      Ich würde da gern mal auf die Behandlung der Frauen eingehen. Da haben Sie doch sicher einige tolle Beispiele, wie die Frauenrechte im Judentum unterdrückt werden. Ich bin wirklich gespannt, vielleicht kennen Sie Israel ja besser als ich?
      Über Beschneidung und Schächtung kann man ja unterschiedlicher Meinung sein. Ist Ihnen zum Beispiel ein veganer Jude koscher? Oder einer, der in Deutschland lebt und die Speisegesetze nicht so genau nimmt oder nehmen kann? Und ist das töten von Tieren mit Elektroschocks oder dem Bolzen gottgefälliger? Ich bin gespannt, das bin ich wirklich.

      Viele Grüße zurück^^

    • Bachatero schreibt:

      Typisch Frau (wenn ich genderanalytisch richtig liege?), hält sich nur an Aeusserlichkeiten auf. Und die Substanz?

    • unbesorgt schreibt:

      Die Caro wird sich intensiv auf den Ostersonntag vorbereiten, was ja ok ist. Oder sie sucht für ihre Gleichstellung von Islam und Judentum nach Quellen und Beweisen. Vielleicht ein Autofahrverbot für Frauen in einem jüdischen Land, den Verschleierungszwang für Jüdinnen oder einer Liste mit jüdischen Selbstmordattentätern oder geringeres Blutgeld beim beim Mord an einer Frau als bei einem Mann? Ich würde ja gern helfen, aber meine Quellenlage ist leider auch sehr dürftig in dieser Hinsicht. Aber ich bin sicher, Caro wird uns hier nicht dumm sterben lassen und spätestens morgen alles aufklären. Sollte da aber gar nichts mehr kommen, handelt es sich wohl doch weniger um Fakten also um Vorurteile – und die gelten ja im Sinne des Grundgesetztes als Meinungsfreiheit und sind geschützt. Egal wie hanebüchen und realitätsfern sie auch sein mögen.

      • mike hammer schreibt:

        muß man sich mit jedem hirnamputierten diskutieren,
        der idiot war doch schon mit anderen namen hier.
        GÄÄÄÄÄHN
        # crolina
        oder wie du dich sonst gerade nennst, hier ein osterlid für dich.

  6. unbesorgt schreibt:

    @Carolina: Falsch! Sie als Christin haben dasselbe Recht beleidigt zu WERDEN! Ihre Religion kommt damit in der Regel auch ganz gut klar, wenn sie auch nicht so viel Übung wie die jüdiische darin hat. Das ganze steigert sich auf der anderen Seite bei den Muslimen – die schaffen es sogar in toto beleidigt zu SEIN. Das ist dort gewissermaßen der Normalzustand.

    • Aristobulus schreibt:

      … ich würd’s so wie folgt hindrehen, Unbesorgt:
      Man hat nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, ‚Carolina‘ zu beleidigen 😀

  7. PeKo schreibt:

    Auch hier , ähnlich Fasten, geht es um Verzicht. Religion macht nur in der Gemeinschaft Sinn. In unserem Kulturkreis regeln wir eben einiges durch Gesetze . Hier durch einen Feiertag , der eigentlich ein Gedenktag ist. Öffentlich dürfen wir so einiges nicht, das soll die Gemeinschaft stärken. Alle , ein jeder ist dieser Einschränkung unterworfen. Aber , Gesetze können geändert werden. Feiertage können abgeschafft und „Gemeinschaft“ kann aufgekündigt werden.Nur , was würde gewonnen.

  8. Axel Zeiler-Held schreibt:

    Mir ist die Logik hinter dem beschriebenen Phänomen noch nicht klar geworden. Sind bestimmte Stücke verboten, oder gibt es ein generelles Verbot von Theateraufführungen etc… in NRW an diesem Tag?

  9. Carolina schreibt:

    Zum Karfreiag und dem Tanzverbot:

    Ich als Christin finde das gar nicht so schlecht.

    In Novosibirsk wurde vor ein paar Tagen ein Operdirektor gefeuert weil dort Jesus auf der Bühne beleidigt wurde.

    http://www.welt.de/kultur/buehne-konzert/article138941439/Opernchef-wegen-Regietheater-gefeuert.html&sa=U&ei=GLAeVbSnNYW3UcSJhMgE&ved=0CBQQFjAA&sig2=kainRxuN64pUfs_6fm8nTw&usg=AFQjCNElhtdqLBkzMR35E9Zq_SAPorZG2w

    Moskau erwägt jetzt die Vorführungen zu kontrollieren.

    Was halten Sie als Bühnenküstler davon?

    Ich meine es ist richtig, wir Christen dürfen uns nicht alles gefallen lassen.

    Aber ich bin auch für andere Meinungen offen.

    Liebe Grüsse Caro

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Liebe Caroline,

      Christen müssen sich nicht alles gefallen lassen, aber die Meinungsfreiheit schon! Und Jesus beleidigen, gehört dazu! Er hat am Kreuz verziehen und dort bestimmt mehr gelitten als durch eine Beleidigung an einer russischen Oper. Also, was soll der Quatsch?

      • Carolina schreibt:

        Auch die Meinungsfreiheit hat Grenzen. In Russland ist es eben die Verspottung von Jesus, in Deutschland die Karfreitagsruhe und z.B. die Verherrlichung oder Leugnung von NS Verbrechen.

        Das gehört dann aber nicht mehr zur Meinungsfreiheit.

        Und Gesetze sind für Alle da. Das gilt auch für Künstler.

        Gruß Caro

        • Aristobulus schreibt:

          Nein, Beschneidungen der Meinungsfreiheit sind bestenfalls sinnlos abwürgende Vorschriften und schlimmstenfalls Diktatur – nichts Anderes.

          Und Ihre Gleichsetzung der dauerbeleidigten Ehrpusseligkeit mancher Religiöser mit dem Verbot der Holocaustleugnung (das werden Sie wohl gemeint haben?) röchelt zum Himmel.

          • Carolina schreibt:

            @ Aristobolus

            Man kann auch nach Frankreich schauen wo einem Künstler seine Bühnenauftritte verboten wurde weil die Juden in Frankreich beleidigt fühlten.

            Ob man nun dafür oder dagegen ist, ist völlig egal. Röcheln sie nicht zuviel 🙂 oder brauchen sie Riechsalz?

            Nur wenn dann gleiches Recht für alle gelle?

            Ich hab als Christin genauso das Recht nicht beleidigt zu werden.

            Darum geht es.

          • Aristobulus schreibt:

            Dann sind Sie ein armes Opfer. Geht’s Ihnen so besser?

            Und welcher arme Künschtler soll WO die Juden beleidigt und dann verboten worden sein?! Hat der Jud‘ also wieder wen fertiggemacht? Na da schau her.

            Danke übrigens für Ihnen Hinweis. Habe seit gestern darauf gewartet, dass Sie endlich die Juden anzielen. Wurde mal Zeit. Schade, dass Sie zunächst so faul gewesen sind.

        • unbesorgt schreibt:

          Und wer legt fest, wo diese Grenze liegt? Darf das jeder selbst oder gibt es dafür einen Beleidigungsrat bei der UNO? Entscheidender als die persönliche Befindlichkeit ist aber, ob ein Staat es sich zur Aufgabe macht, persönliche oder gar religiöse Beleidigungen zu sanktionieren. Wer eine Beleidigung nicht ertragen kann, soll halt klagen. Alles andere führt in die Intoleranz und lässt sich prima ideologisch missbrauchen.

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @Carolina: „Auch die Meinungsfreiheit hat Grenzen.“

          Die (Inter-)Nationalhymne ALLER, die niemals eine Meinung hatten.

          @Carolina: „Ich hab als Christin genauso das Recht nicht beleidigt zu werden.“

          Wenn Sie Ihre Rechte in fremde Hände legen, Carolina, dann verdienen Sie keine Rechte, sondern alle Beleidigungen dieser Welt.
          Freie Menschen entscheiden selbst, wer sie beleidigen darf.

          • Aristobulus schreibt:

            Nu ja, indem die gute Carolina es so gerne mit Dieudonné hält, hat sie sich schon entschieden, kein freier Mensch sein zu wollen, nicht?

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @Carolina: „In Novosibirsk wurde vor ein paar Tagen ein gefeuert weil dort Jesus auf der Bühne beleidigt wurde.“

      Diese Maßnahme war höchst unchristlich! Der Operndirektor hätte wenigstens gekreuzigt werden müssen, im Sinne der österlichen Tradition.

      • mike hammer schreibt:

        da lässt puttler einige krümel gezielt fallen
        und sogenannte christen lecken seine
        füße, als retter der christenheit.
        dabbei bewaffner er jeden
        christenmörder all
        überall.

  10. Adolf Breitmeier schreibt:

    Also es ist klar, der Karfreitag ist ein rein christlicher Feiertag – so wie all die anderen Feiertage in Deutschland >> außer dem Ersten Mai. Stellen Sie sich vor, man würde alle diese Freiertage abschaffen. Die Wirtschaft würde aufblühen (oder doch nicht), keiner hätte an diesen Tagen Langeweile (außer am Karfreitag) — und alla würden fluchen. An Karfreitag Ruhe – oder alle weg. Gute Lösung ? Schlechte Lösung? Mit ein bisschen Grips kann man sich auch als Nichtchrist oder Atheist oder Agnostiker den Karfreitag wunderbar gesalten – so ganz ohne fremde Hilfe.

    • Adolf Breitmeier schreibt:

      Ich habe den 1. Januar vergessen und den Tag der Moschee, 3. Oktober, der aus irgendeinem nichtigen Anlass Feiertag ist und so unseren Eliten Gelegenheit gibt, sich öffentlich zu unterwerfen. Ach ja, Nationalfeiertag. Rentiert sich das noch bei nur noch knapp 60 Mio Autochthonen? (Feiertage echt, Rest bittere Ironie).

  11. sonya schreibt:

    Leider sind wir in Deutschland weit davon entfernt, ein säkularer und laizistischer Staat zu sein. Es ist schlicht eine Frechheit, Nichtchristen und Atheisten/Agnostikern vorzuschreiben, was sie an diesem Tag nicht tun dürfen, aber vor allem ist es ein permanenter, verfassungswidriger Zustand. Dazu zählen auch die millionenschweren Zahlungen an die Kirchen, obwohl unsere Verfassung sagt, dass sie zu abzulösen seien und der staatliche Einzug der Kirchensteuer!

  12. mike hammer schreibt:

    😀

    • Aristobulus schreibt:

      Wohingegen unsereiner just heute feiert wie nix Gutes, nämlich unsere Selbstbefreiung aus der Sklaverei.
      Hmähm, manche Sederfeiern finden an öffentlichen Orten statt (Hotels!), darf man da sowas feiern, oder muss man sich mit der Mehrheit ducken und was mim‘ Tod machen?

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