Etwas differenzierter bitte!

Es ist nicht pro-israelisch, für das Existenzrecht Israels zu sein!
Es ist nicht pro-israelisch, gegen die Vernichtung Israels zu sein!
Es ist nicht pro-israelisch, für Israels Recht auf Selbstverteidigung zu sein!
Es ist selbstverständlich!

Die Verteidigung des Existenzrechts Israels als einen pro-israelischen Akt zu bezeichnen, ist so absurd, wie die Behauptung, es sei pro-jüdisch, gegen den Holocaust zu sein!

Israel ist das einzige Land auf der Welt, das um seine Existenz fürchten muss, da es von verschiedenen Seiten mit der Auslöschung bedroht wird. Die Hamas zum Beispiel fordert in ihrer Gründungscharta die Vernichtung aller Juden weltweit (Artikel 7). Seit Jahren wird Israel regelmäßig bombardiert.

Israel ist kleiner als Hessen!

Keines der vielen islamofaschistischen Länder, in denen Homosexuelle gehängt, freizügige Frauen gesteinigt, Juden verfolgt und kritische Muslime getötet werden, wird in seiner puren Existenz bedroht! Nicht wenige dieser Länder jedoch wollen Israel von den Seiten der Geschichte tilgen. Keinem dieser Länder wird das Existenzrecht abgesprochen!

Im syrischen Jarmuk in der Nähe von Damaskus lebten einst 160.000 Palästinenser. Heute sind nur ein Zehntel verblieben. Die Palästinenser wurden von der Syrischen Armee, vom „Islamischen Staat“, aber auch von den sogenannten syrischen „Freiheitskämpfern“ getötet oder vertrieben. In Syrien besitzen Palästinenser nicht alle Bürger- und Menschenrechte. Nur in einem Land des Nahen Ostens besitzen Palästinenser alle Bürger- und Menschenrechte, sind in den höchsten Gerichten und im Parlament vertreten, dürfen glauben an was, wählen wen und lieben wie sie wollen: Israel! 77 Prozent der arabischen Palästinenser in Israel erklären, dass Sie in keinem anderen Land lieber leben möchten als in Israel. Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, in dem Frauen unabhängig von ihrem Glauben, ihrer politischen Einstellung und ihrer sexuellen Orientierung gleichberechtig sind.

Dennoch haben die Vereinten Nationen bei der 59. Jahressitzung der Frauenrechtskommission nur einen Staat – genau einen einzigen – für die Verletzung von Frauenrechten verurteilt: Israel! Die Vereinten Nationen haben insgesamt mehr Resolutionen gegen Israel verabschiedet, als gegen alle anderen Nationen zusammen! Der Weltfußballverband FIFA, der die Fußballweltmeisterschaft 2022 an Katar vergeben hat, wo regelmäßig Frauen, Homosexuelle und Andersgläubige gefoltert und ermordet werden, wird Ende Mai 2015 darüber beraten, ob Israel aus dem Verband ausgeschlossen werden soll.

Im Gazastreifen werden abertausend Palästinenser von der Hamas verfolgt, gefoltert und ermordet, wenn sie demokratisch, liberale, emanzipiert, konvertiert oder homosexuell sind. Die Hamas vernichtet Hilfsgüter aus Israel und lässt das eigene Volk hungern und sterben, um Waffen und Tunnel zu bauen. Kaum ein Gebiet bekommt mehr Hilfe als Gaza, aber die Regierung dort nutzt die Gelder ausschließlich zur Kriegsvorbereitung, weil die Verfassung die Vernichtung aller Juden fordert. Kinder, Schulen, Hospitäler und Moscheen werden als Schutzschilde missbraucht. Israel baut Waffen, um die Bevölkerung zu schützen. Die Hamas jedoch nutzt die Bevölkerung, um ihre Waffen zu schützen. Das ist der Grund, warum deutlich mehr Menschen in Gaza sterben als in Israel.

Dennoch wird von einigen behauptet, Israel sei Schuld an dem Leid der Palästinenser. Dabei ging es Gaza erst schlecht, nachdem alle Juden dort vertrieben wurden! Als im Jahr 2005 der Gazastreifen mit einer von Israel perfekt ausgebauten Infrastruktur der palästinensischen Verwaltung übergeben wurde, wurden alle Juden innerhalb weniger Tage aus dem Gazastreifen vertrieben und die hervorragende Infrastruktur zerstört. Am Morgen des 12. September verließen die letzten Juden das Gebiet über den Grenzübergang Kissufim. Der Abzug wurde von Arabern teils frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Die verlassenen Synagogen wurden in Brand gesteckt. Es kam zu einer wahren “Gazakristallnacht”. Ein Minister der Hamas brachte die eigene Politik 2010 mit diesen Worten auf den Punkt:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen!“

Die Hamas produziert Leid, weil das Leid zwei Fliegen mit einer Klatsche schlägt. Erstens: Das Leid erzeugt Mitleid, Mitleid lässt Gelder fließen, die zur Vernichtung Israels benötigt werden. Zweitens: Das Leid schürt den Hass auf Israel, weil die Popaganda glauben macht, Israel sei für das Leid verantwortlich. Viele vermeintliche „Freunde Palästinas“ sind alles andere als Freunde, denn in ihrem Hass auf Israel haben sie keine Skrupel davor, selbst die größten Feinde der Palästinenser zu verharmlosen.

Ich bin nicht pro-israelisch, wenn ich Israel gegen diese Feinde verteidige! Es ist selbstverständlich, das Wort der Gerechtigkeit zu erheben, wenn pausenlos einseitig nur auf ein Volk eingedroschen wird. Es ist nicht einseitig, wenn man Menschen vor irrationalem Hass in Schutz nimmt! Nicht ich bin einseitig, sondern jene, die mich zu ihrem Feind machen, die mich brauchen, um ihre eigene vermeintlich pro-palästinensische Seite zu stärken.

Ich wünsche mir mehr Differenziertheit!

Es ist nicht differenziert, dass die Vereinten Nationen ausschließlich Israel tadeln.
Es ist nicht differenziert, dass Günter Grass Israel als größte Gefahr für den Weltfrieden bezeichnet.
Es ist nicht differenziert, dass Jakob Augstein ausschließlich Israel die Schuld am Leid in Gaza gibt.
Es ist nicht differenziert, ausgerechnet Irsael einen Apartheidsstaat zu nennen, das einzige Land im Nahen Osten, in dem es keine Apartheid gibt.
Es ist nicht differenziert, dass Jürgen Domian behauptet, die deutschen Medien seien tendenziell israelfreundlich.
Es ist nicht differenziert, immerzu von „illegalen jüdischen Siedlern“ zu sprechen.
Es ist nicht differenziert, zum Boykott Israels aufzurufen.
Es ist schlicht einseitig!

Es ist jedoch nicht einseitig, wenn man sich gegen diese Einseitigkeit ausspricht. Das ist selbstverständlich!

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