Etwas differenzierter bitte!

Es ist nicht pro-israelisch, für das Existenzrecht Israels zu sein!
Es ist nicht pro-israelisch, gegen die Vernichtung Israels zu sein!
Es ist nicht pro-israelisch, für Israels Recht auf Selbstverteidigung zu sein!
Es ist selbstverständlich!

Die Verteidigung des Existenzrechts Israels als einen pro-israelischen Akt zu bezeichnen, ist so absurd, wie die Behauptung, es sei pro-jüdisch, gegen den Holocaust zu sein!

Israel ist das einzige Land auf der Welt, das um seine Existenz fürchten muss, da es von verschiedenen Seiten mit der Auslöschung bedroht wird. Die Hamas zum Beispiel fordert in ihrer Gründungscharta die Vernichtung aller Juden weltweit (Artikel 7). Seit Jahren wird Israel regelmäßig bombardiert. Es waren fast 19.000 Raketen in den letzten 30 Jahren.

Israel ist kleiner als Hessen!

Keines der vielen islamofaschistischen Länder, in denen Homosexuelle gehängt, freizügige Frauen gesteinigt, Juden verfolgt und kritische Muslime getötet werden, wird in seiner puren Existenz bedroht! Nicht wenige dieser Länder jedoch wollen Israel von den Seiten der Geschichte tilgen. Keinem dieser Länder wird das Existenzrecht abgesprochen!

Im syrischen Jarmuk in der Nähe von Damaskus lebten einst 160.000 Palästinenser. Heute sind nur ein Zehntel verblieben. Die Palästinenser wurden von der Syrischen Armee, vom „Islamischen Staat“, aber auch von den sogenannten syrischen „Freiheitskämpfern“ getötet oder vertrieben. In Syrien besitzen Palästinenser nicht alle Bürger- und Menschenrechte. Nur in einem Land des Nahen Ostens besitzen Palästinenser alle Bürger- und Menschenrechte, sind in den höchsten Gerichten und im Parlament vertreten, dürfen glauben an was, wählen wen und lieben wie sie wollen: Israel! 77 Prozent der arabischen Palästinenser in Israel erklären, dass Sie in keinem anderen Land lieber leben möchten als in Israel. Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, in dem Frauen unabhängig von ihrem Glauben, ihrer politischen Einstellung und ihrer sexuellen Orientierung gleichberechtig sind.

Dennoch haben die Vereinten Nationen bei der 59. Jahressitzung der Frauenrechtskommission nur einen Staat – genau einen einzigen – für die Verletzung von Frauenrechten verurteilt: Israel! Die Vereinten Nationen haben insgesamt mehr Resolutionen gegen Israel verabschiedet, als gegen alle anderen Nationen zusammen! Der Weltfußballverband FIFA, der die Fußballweltmeisterschaft 2022 an Katar vergeben hat, wo regelmäßig Frauen, Homosexuelle und Andersgläubige gefoltert und ermordet werden, wird Ende Mai 2015 darüber beraten, ob Israel aus dem Verband ausgeschlossen werden soll.

Im Gazastreifen werden abertausend Palästinenser von der Hamas verfolgt, gefoltert und ermordet, wenn sie demokratisch, liberale, emanzipiert, konvertiert oder homosexuell sind. Die Hamas vernichtet Hilfsgüter aus Israel und lässt das eigene Volk hungern und sterben, um Waffen und Tunnel zu bauen. Kaum ein Gebiet bekommt mehr Hilfe als Gaza, aber die Regierung dort nutzt die Gelder ausschließlich zur Kriegsvorbereitung, weil die Verfassung die Vernichtung aller Juden fordert. Kinder, Schulen, Hospitäler und Moscheen werden als Schutzschilde missbraucht. Israel baut Waffen, um die Bevölkerung zu schützen. Die Hamas jedoch nutzt die Bevölkerung, um ihre Waffen zu schützen. Das ist der Grund, warum deutlich mehr Menschen in Gaza sterben als in Israel.

Dennoch wird von einigen behauptet, Israel sei Schuld an dem Leid der Palästinenser. Dabei ging es Gaza erst schlecht, nachdem alle Juden dort vertrieben wurden! Als im Jahr 2005 der Gazastreifen mit einer von Israel perfekt ausgebauten Infrastruktur der palästinensischen Verwaltung übergeben wurde, wurden alle Juden innerhalb weniger Tage aus dem Gazastreifen vertrieben und die hervorragende Infrastruktur zerstört. Am Morgen des 12. September verließen die letzten Juden das Gebiet über den Grenzübergang Kissufim. Der Abzug wurde von Arabern teils frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Die verlassenen Synagogen wurden in Brand gesteckt. Es kam zu einer wahren “Gazakristallnacht”. Ein Minister der Hamas brachte die eigene Politik 2010 mit diesen Worten auf den Punkt:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen!“

Die Hamas produziert Leid, weil das Leid zwei Fliegen mit einer Klatsche schlägt. Erstens: Das Leid erzeugt Mitleid, Mitleid lässt Gelder fließen, die zur Vernichtung Israels benötigt werden. Zweitens: Das Leid schürt den Hass auf Israel, weil die Popaganda glauben macht, Israel sei für das Leid verantwortlich. Viele vermeintliche „Freunde Palästinas“ sind alles andere als Freunde, denn in ihrem Hass auf Israel haben sie keine Skrupel davor, selbst die größten Feinde der Palästinenser zu verharmlosen.

Ich bin nicht pro-israelisch, wenn ich Israel gegen diese Feinde verteidige! Es ist selbstverständlich, das Wort der Gerechtigkeit zu erheben, wenn pausenlos einseitig nur auf ein Volk eingedroschen wird. Es ist nicht einseitig, wenn man Menschen vor irrationalem Hass in Schutz nimmt! Nicht ich bin einseitig, sondern jene, die mich zu ihrem Feind machen, die mich brauchen, um ihre eigene vermeintlich pro-palästinensische Seite zu stärken.

Ich wünsche mir mehr Differenziertheit!

Es ist nicht differenziert, dass die Vereinten Nationen ausschließlich Israel tadeln.
Es ist nicht differenziert, dass Günter Grass Israel als größte Gefahr für den Weltfrieden bezeichnet.
Es ist nicht differenziert, dass Jakob Augstein ausschließlich Israel die Schuld am Leid in Gaza gibt.
Es ist nicht differenziert, ausgerechnet Irsael einen Apartheidsstaat zu nennen, das einzige Land im Nahen Osten, in dem es keine Apartheid gibt.
Es ist nicht differenziert, dass Jürgen Domian behauptet, die deutschen Medien seien tendenziell israelfreundlich.
Es ist nicht differenziert, immerzu von „illegalen jüdischen Siedlern“ zu sprechen.
Es ist nicht differenziert, zum Boykott Israels aufzurufen.
Es ist schlicht einseitig!

Es ist jedoch nicht einseitig, wenn man sich gegen diese Einseitigkeit ausspricht. Das ist selbstverständlich! Stellen wir uns nur mal vor, Deutschland würde so einseitig behandelt. Ein Boykottaufruf gegen Deutschland sähe wie folgt aus:

Um es gleich vorweg zu sagen, ich habe nichts gegen Deutsche, einige meiner besten Freunde sind Deutsche, aber was in Deutschland passiert, muss deutlich kritisiert werden. Gerade unter Freunden muss Kritik erlaubt sein! Wer die deutsche Regierung kritisiert, sagt damit noch nichts über das deutsche Volk aus und schon gar nicht über alle Deutsche. Ich bejahe das Existenzrecht von Deutschland, muss jedoch gestehen, dass für mich die Vierteilung Deutschlands nach 1945 ein Schritt in die richtige Richtung war.

Ich sage ganz bewusst als Nachfahre von Deutschen, die den Krieg überlebt haben: Ich fordere ein Deutschland in den Grenzen von 1987, eine Zwei-Staaten-Lösung! Das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen!

Die Politik Deutschlands ist ein permanenter Bruch von internationalen Verträgen. An Karfreitag zum Beispiel ist allen Moslems in vielen Bundesländern das öffentliche Tanzen und Feiern verboten, damit sie die Christen nicht stören. In den Ostgebieten des Landes um die Städte Rostock und Leipzig, die die Bundesrepublik meiner Meinung nach widerrechtlich besetzt hält, gibt es sogar sogenannte No-Go-Areas, wo es für Muslime gefährlich ist zu leben. Die Politik unternimmt nichts dagegen. Stattdessen gießt der Falke von der SPD, Thilo Sarrazin, noch Öl ins Feuer.

Im Bundesverfassungsgericht ist kein einziger Moslem zu finden und im Parlament ist zwar eine christliche Partei vertreten, aber keine einzige muslimische Partei.

In Deutschland hat die christliche Partei mit am längsten regiert. In vielen staatlichen Schulen in Deutschland wird christliche Religionslehre propagiert und benotet! Wenn irgendwo in Deutschland eine Moschee gebaut wird, gehen die Deutschen auf die Straße und demonstrieren, während rund um die Uhr überall im Land die Kirchenglocken läuten. Fast zweitausend Jahre nach dem Tod von Jesus, haben die Deutschen den Mord an den Juden immer noch nicht vergessen und veranstalten jeden Sonntag Gedenkveranstaltungen. Irgendwann muss aber auch mal ein Schlussstrich gezogen werden!

Währenddessen müssen sich Menschen, die in das Land einwandern möchten, einem Staatsbürgerschaftstest unterziehen. Deutschland ist im Grunde ein einziges Apartheisregime wie einst Südafrika. Deutschland lässt zudem zusammen mit dem großem Satan EU eine Mauer auf afrikanischem Boden bauen, um Menschen an die Einreise zu hindern. Die Schikanen an den Grenzposten sind unmenschlich und menschenverachtend. Zudem bauen deutsche Staatsbürger auf spanischem Boden immer mehr deutsche Siedlungen. Auf Mallorca gibt es sogar schon Ortschaften, wo nur noch deutsch gesprochen wird. Die genuin spanische Bevölkerung wurde vertrieben!

In der Verfassung des Bundeslandes Hessen steht sogar noch die Todesstrafe!

Bei all diesen Verbrechen ist es angebracht von einem staatlichen Terrorismus zu sprechen. Daher fordere ich: Boykott Deutschland!

* Kauft keine Waren Made in Germany!
* Verweigert deutschen Professorinnen und Professoren die Universitäten!
* Stört Theateraufführungen, Konzerte und Lesungen von deutschen Künstlern!
* Demonstriert, wenn irgendwo eine deutsche Mannschaft bei einem Sportturnier antritt!
* Überzeugt internationale KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen, nicht in Deutschland aufzutreten!

Ich bejahe das Existenzrecht von Deutschland, aber das Land hat uns lange genug im Würgegriff gehalten. Wenn Frau Merkel in Athen anruft, beugt sich dort der politische Wille und sie führt Brüssel am Nasenring durch die europäische Arena. Deutschland ist ein Pulverfass in der ganzen Europäischen Union und die größte Gefahr für den Weltfrieden!

Mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da. Sogar in Deutschland gibt es mutige Deutsche, die sich gegen die deutsche Politik stellen. Auf einer Demonstration von Anti-Deutschen hörte ich jüngst: „Deutschland von der Karte streichen, Polen muss an Frankreich reichen.“ Ich stehe zum Existenzrecht Deutschlands, aber wenn schon Deutsche das Existenzrecht Deutschlands in Frage stellen, muss sich Deutschland die Frage gefallen lassen, ob es vielleicht selbst Schuld trägt an der momentanen Situation.

Sie erkennen Deutschland nicht wieder? Genau so geht es Israelis, wenn sie das Israelbild der Israelkritiker lesen! Es ist einseitiger Hass.

Der Hass trägt Früchte. Israel wird boykottiert, israelische Professoren und Professorinnen werden von Universitäten vertrieben, Theaterstücke, Konzerte und Lesungen von Israelis werden gestört, Sportveranstaltungen mit israelischen Mannschaften werden bedroht und internationale Künstler und Wissenschaftler aufgerufen, Israel zu meiden.

So wie seit Jahrhunderten Judenhasser an Juden nur das Schlechte erkennen können, so erkennen die Antizionisten heute an Israel nur das Schlechte. Die Juden in Israel sind heute aber nicht schlimmer als die Juden in Europa vor hundert Jahren. Der tendenziöse, einseitige und hasserfüllte Blick ist heute so falsch wie damals.

Heute können wir nicht verstehen, was den Blick der Judenhasser von damals so sehr getrübt haben mag. Kommende Generationen werden mit Unverständnis auf die manischen Israelkritiker von heute blicken und sich fragen, wie konnte es geschehen, dass so viele Leute Israel gehasst haben für Dinge, die sie bei allen anderen Ländern ignoriert, toleriert oder akzeptiert haben?

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33 Antworten zu Etwas differenzierter bitte!

  1. Pingback: Eure Eminenz Wölki, | Tapfer im Nirgendwo

  2. unbesorgt schreibt:

    Das ist mal ein Statement, Gerd!
    Unterschreibe ich sofort – inklusive der „islamofaschistischen“ Formulierungen, die einigen hier Bauchgrimmen verursachen. Man muss Dinge beim Namen nennen und nach mehreren historischen Erfahrungen der Menschheit mit derlei Ideologien gibt es einen passenden Begriff für das, was die Basis vieler islamischen Bewegungen ist: Faschismus.

  3. wreinerschoene schreibt:

    Freudenfeste, stimmt nach dem 9.11. wurde viele Feste in Palästina gefeiert, es wurde sogar kurz darüber berichtet, aber eben nur kurz. Bei der nachfolgenden Nachrichtensendung war dieser Bericht verschwunden und kam nie wieder.

  4. wreinerschoene schreibt:

    Dieser Artikel ist einer der Besten zu diesem Thema den ich gelesen habe. Leider sind die Juden inkl. Israel zum Sündenbock der ganzen Welt gebranntmarkt wurden, warum auch immer. Einen großen Teil dieser Stigmatierung geht auf die verschiedenen Glaubensrichtungen in der Welt zurück, dazu kommt Unwissenheit, Halbwissen von Dritten usw. usw. In Berlin ist ein Israelis umgebracht wurden, in keiner Zeitung, außer der Berliner Zeitung, wurde darüber berichtet. Anscheinend lag es daran, daß ein Albaner der mutmaßliche Täter ist und kein Deutscher. Israel wird seit seiner Staatsgründung als das Böse im Nahen Osten bezeichnet, meistens von Leuten die zu der oben genannten Gruppe gehören. Dazu kommen jahrelange links-grüne Rotlichtbestrahlung, das Palästinenser „gut“ und Israel „böse“ zu sein hat. In das gleiche Horn bläst inzwischen die ganze Presse in Deutschland. Die wenigen die zu Israel und Juden halten, scheinen plötzlich Rechts des politischen Spektrums zu stehen, was ja von der Sache an sich, Schwachsinn hoch fünf ist. Dazu kommt noch das „blutüberströmte“ moslimische Flüchtlinge nach Deutschland kommen, wo die wenigstens als Flüchtling anerkannt werden. Diese Massen gehen auf die Strasse, geschützt von Linken und Grünen und können ihre geistigen Ergüsse in die Tat umsetzen und „Juden ins Gas“ schreien. Vor Jahren war es verboten und mit Strafe belegt, heute, im Zuge der Deeskalation, ist es erlaubt. Ein Mann mit einer Israelfahne verurteilt da er nicht zur Deeskalation beigetragen hat. Wie quer die Welt geworden ist.

    • Kanalratte schreibt:

      Perfekte Zusammenfassung!

    • A.S. schreibt:

      „Die wenigen die zu Israel und Juden halten, scheinen plötzlich Rechts des politischen Spektrums zu stehen“
      Es ist ein Zeichen des Irrsinns unserer Zeit. Mir scheint, man muss auf Rechte hoffen wenn man etwas gegen Antisemitismus unternehmen will. Um den ganzen Wahnsinn perfekt zu machen: Mich würde nicht wundern, wenn einige französische Juden heimlich auf den Front National hoffen. Nicht weil der diesen besonders freundlich gesinnt ist, sondern weil der möglicherweise gegen die Antisemiten vorgeht (halt aus anderen Gründen).
      So, bin ich jetzt reif für die Klapsmühle oder doch eher die Wirklichkeit?

      • Kanalratte schreibt:

        Nein, hier sind mit Sicherheit nicht die Rechtsextemen gemeint, sondern einfach das rechte gutbürgerliche Lager aus der Mitte der Gesellschaft. Diese Leute haben i.d.R. was Israel und Juden betrifft am Wenigsten Vorurteile und zumeist auch den Grips die billige Hetze und Propaganda zu ignorieren und auszusortieren.

        Das rechts gutbürgerliche Lager wählt in Deutschland in erster Linie: CDU/CSU, FDP, zum geringeren Teil aber auch AfD, SPD und Grüne

    • wreinerschoene schreibt:

      Es ging mir darum aufzuzeigen, daß in Deutschland zur Zeit, jeder als Rechts eingestuft wird, selbst wenn er es erwiesenermaßen nicht ist, sondern einfach der Meinung ist das man Israel zu unrecht so behandelt. Da er aber dadurch ein gespanntes Verhältnis zu Moslems hat, kann er in den Augen der Anderen nur Rechts sein. Hier läuft etwas gewaltig schief, man kann und darf sich nicht mehr alles gefallen lassen. Das heißt nicht das ich mit allem was der Staat Israel treibt einverstanden bin, es ist Politik und man muss Kompromisse machen, aber wie man mit Israel umgeht auf Grund der Geschichte und der momentanen Situation ist ein Frevel. Vieles war in Deutschland vor Jahren noch verboten, jetzt werden solche taten schlichtweg ignoriert. Ich weiß nicht wer das Video zum Beispiel gesehen: in einer Uni der USA tritt ein Kerl mit einer palästinensischen Fahne auf, alle sind begeistert, er bekommt Zustimmung und man unterhält sich mit Ihm. Minuten später holt er die Flagge von Israel heraus als Reaktion, nur Abwehr, nur Feindseligkeit. Wieso. Wenn ein Staat wie Deutschland jährlich tausend Raketen asuhalten müßte, wie würde Deutschland reagieren? Das in Israel nichts passiert ist Grund des Abwehrsystems, nicht das Palästina keine Raketen schicken würde. Nur durch dieses System sind wenige Menschen zubeklagen. Hat Israel deswegen unrecht?
      Danke für die Aufmerksamkeit

  5. ws schreibt:

    Eine längst überfällige und naheliegende Betrachtung. Genau so ist es.

  6. Philipp schreibt:

    Exzellenter Artikel! Nur in einem Punkt erscheint er mit an der Realität vorbeizugehen:

    “Heute können wir nicht verstehen, was den Blick der Judenhasser von damals so sehr getrübt haben mag. Kommende Generationen werden mit Unverständnis auf die manischen Israelkritiker von heute blicken und sich fragen, wie konnte es geschehen, dass so viele Leute Israel gehasst haben für Dinge, die sie bei allen anderen Ländern ignoriert, toleriert oder akzeptiert haben?“

    Das hat sich in mehr als 2000 Jahren nicht geändert, warum sollte es sich in den nächsten 2000 ändern? Ich kann nicht erkennen, dass die Menschheit über die Zeit moralischer geworden wäre. Niemand komme mir mit der “Aufklärung“! Die “Aufklärung brachte erst den rassistischen Antisemitismus. Davor konnte man als Jude der Verfolgung entgegen, wenn man bereit war, sein Erbe zu verraten. Danach wurde man sich dann noch verfolgt, wenn man selbst “gar kein Jude mehr sein wollte“.

    • Philipp schreibt:

      Ich entschuldige mich für die “Tippfehler“…Swype hat oft leider eine sehr eigentümliche Sicht von der “Rechtschreibprüfung“…

      • Philipp schreibt:

        Hier nochmal…

        Davor konnte man als Jude der Verfolgung entgehen, wenn man bereit war, sein Erbe zu verraten. Danach wurde man auch dann noch verfolgt, wenn man selbst “gar kein Jude mehr sein wollte“.

        • Kanalratte schreibt:

          Richtig, die Stigmatisierung des Juden würde selbst auch dann weitergehen wenn es keinen Judenstaat mehr gäbe, solange bis auch der letzte Jude vernichtet wurde. Solange Juden leben, werden sie die fleischgewordenen Sündenböcke der langsam zugrunde gehenden Menschheit bleiben.

          Einer muss halt für die Zerstörungswut und Habgier des Menschen den Kopf hinhalten.

  7. stefanolix schreibt:

    Ein guter Text! Ein einziger Einwand: Das Wort »islamofaschistisch« ist ein nutzloser, undifferenzierter Kampfbegriff. Faschismus ist ein klar definierter Begriff und hat mit den genannten Staaten bzw. mit Hamas & Co nichts zu tun. Nennen wir es beim richtigen Namen: Ein Staat, der Religionsaussteiger, Frauen wegen ihrer Selbstbestimmung und Homosexuelle wegen ihrer sexuellen Orientierung ermordet ist totalitär-islamistisch.

    • Jan schreibt:

      Man muss nicht lange suchen. Aus dem Buch „Der islamische Faschismus“ von Hamed Abdel-Samad, gleich auf der ersten Seite: „Der Faschimus ist eine Art ´politische Religion´. Seine Anhänger glauben, im Besitz der absoluten Wahrheit zu sein. Ganz oben in der Hierarchie steht der charismatische unfehlbare Führer, der mit dem heiligen Auftrag ausgestattet ist, die Nation zu einen, und die Feinde zu besiegen. Die faschistische Ideologie vergiftet ihre Anhänger mit Ressentiments und Hass, teilt die Welt in Freund und Feind ein und droht Gegnern mit Vergeltung. Sie richtet sich gegen die Moderne, die Aufklärung, den Marxismus und die Juden und glorifiziert Militarismus und Opferbereitschaft bis in den Tod.“
      Es gibt wohl keinen Begriff, der den Charakter des Islam so gut benennt wie das Wort „Faschismus“.

  8. Sempronius Densus Bielski schreibt:

    Das Problem sind die Siedler, die westdeutschen Siedler in Ostberlin und in den Ostgebieten. Die Siedler haben die ehemalige Hauptstadt eingenommen und sind mit befestigten Siedlungen weit in den Osten der ehemals geteilten Stadt eingedrungen. Dort leben nun Menschen aus Brandenburg und Sachsen Tür an Tür mit Ostberlinern und Siedlern aus dem Westen in einem brüchigen Frieden.

  9. limbischessystem schreibt:

    Es ist nicht differenziert, immer zu sagten: Es ist nicht differenziert …
    Differenzieren ist leider kein Heilmittel. Differenzieren ist ein Kampfbegriff mit einer ganz eigentümlichen Dialektik; auch das Differenzieren bedarf der Wechselseitigkeit wie die Toleranz. Wollen sie wirklich die ganzen Antisemiten alle differenzieren? Ich meine, wozu sind Begriffe denn allgemein? Wäre doch bescheuert, wenn die Anti-Antisemiten differenzieren und differenzieren, bis sie dann abgemurkst werden. Differenzieren ist eben keine Kritik, sondern ein Glasperlenspiel, und es ist schon gar keine praktische Kritik. Auf die käme es heute aber an. Bei jeder Veranstaltung mit Islambeteiligung ist das Ritual, Differenzierung einzufordern, zu beobachten. Da treibt das Differenzieren die absurdesten Blüten, so daß die Sendungen immer wie das Horneburger Schießen ausgehen. Wollen sie differenzieren zwischen Mali, Saudi-Arabien, Niger, Nigeria, Sudan? Zwischen Boko Haram, Hamas, Hisbollah, IS? Man kann den Islam kritisieren wie man will, die Kritik wird immer mit mangelnder Differenziertheit zurückgewiesen. Ich würde weiter gehen und behaupten, Differenzieren ist heute ein Merkmal, an dem die Barbaren zu erkennen sind. Seien Sie differenziert, aber differenzieren sie nicht zuviel und überlassen sie das Differenzieren den Antisemiten, die das sowieso nicht können und wollen, sondern nur einklagen. Wenn mich, um ein beliebiges Beispiel aus der Praxis zu geben, zehnLeute mit dem Tod bedrohen, fange ich doch nicht an zwischen den zehn Leuten zu differenzieren, etwa in der Art, daß mich der erste totprügeln will, der zweite, erstechen, der dritte ersticken, der vierte ertränken, der fünfte rädern, der sechste vierteilen, der siebte erhänken, der achte köpfen, der neunte teeren, der zehnte bombardieren. M.a.W Differenzieren kann u.U. selbstmörderisch sein.

    • Scott schreibt:

      „Differenzieren ist leider kein Heilmittel.“
      Doch ist es doch, es ist nur kein ALLheilmittel. Und darauf zielt ja wohl auch Deine Argumentation, leider aber eben undifferenziert. Der Versuch die Dinge a) differenziert und b) aus der Perspektive des Anderen zu sehen und c) sich auch mal an die eigene Nase zu fassen, ist die einzige Chance, dem Chaos zu entkommen. Was ist denn deine Alternative? Pauschalieren? Alles über einen Kamm scheren? Schwarz-weiß-Malerei? Deren einziger Vorteil: es ist einfacher und bequemer. Doch der Vorteil von Differenzieren ist, es funktioniert. Nicht immer aber ohne jedenfalls gar nicht.

    • A.S. schreibt:

      Differenzierung an sich ist nicht falsch, nur wird der Begriff zu oft benutzt wenn man eigentlich Verschleierung meint.
      Faktisch kann Differenzieren heißen:
      – Genauer hinschauen (ja, auch das gibt es, wenn auch selten)
      – Den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen.
      – „so deutlich will ich’s nicht höhern!“
      – „Ich kann dich nicht widerlegen, also entwerte ich die Aussage“
      Das Buurmannsche Differenzieren oben scheint mir das erste zu sein.

      • Bachatero schreibt:

        Differenzieren bedeutet, Differentiale zu bilden und ins Verhältnis zu setzen mit anschließender Grenzwertbetrachtung. Hinschauen alleine hilft nicht, es muß quantifiziert werden.

        • limbischessystem schreibt:

          Deswegen hat Differenzieren auch soviel mit Integration zu tun. Das eine ist ja nur die Umkehrung des anderen.

          • Bachatero schreibt:

            Ay si, aber man kann immer differenzieren. Die Integration kann einen jedoch schon in einfachsten Fällen vor enorme Probleme stellen und manchmal ist sie nur numerisch zu bewältigen. Vor allem bei Türken.

          • A.S. schreibt:

            Dann brauchen wir einen Bronstein mit lauter Integralen. besonders mit muslimischen Integralen. Und der Islam dürfte dann die e-Funktion sein…….

          • limbischessystem schreibt:

            Kluge Gedanken, die e-Funktion fände ich jetzt viel zu schön, als daß ich sie vom Islam mißbrauchen ließe. Im übrigen befürchte ich, daß der Islam das Axiomensystem ist oder frühestens sein wird.

          • A.S. schreibt:

            Ja, Exp[x] ist eigentlich zu schade. Aber es gibt halt sonst keine Funktionen die auch beim Integrieren nicht geändert werden ………….

          • Bachatero schreibt:

            Ja und wenn nix mehr geht, dann wird vereinfacht. Hier was gegen Null, da was gegen Unendlich, bis die Integration dann doch noch klappt.

          • Bachatero schreibt:

            Und schlusslichst bleibt uns noch die komplexe Integration mit gegen Null gehendem Realteil, also fast ganz auf der imaginären Achse. Das muesste dann, mit ein paar r=unendlich Kreisen minus epsilon, auch die resistentesten Islamoiden integrabel machen, eben halt imaginär.

          • A.S. schreibt:

            Imaginäranteile der Integration überlassen wir dann den Linken, da sind die ganz ihn ihrer Welt. Mit mehr Hirn könnten die sogar mittels komplexer Zahlen die Zweivorzeichenlichkeit abstreiten. Schließlich kann es ja auch Zahlen geben, die sich selber nicht in die Konstrukte „positiv“ und „negativ“ einordnen lassen wollen. Das gibt dann einen Zahlengenderismus bei dem (mittels hyperkomplexer Zahlen) positiv und negativ nur noch billige Vereinfachungen sind…………

Seid gut zueinander!

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