Eure Eminenz Woelki,

als Kölner Kardinal der Heiligen Römischen Kirche haben Sie Ihrer Sorge Ausdruck verliehen:

„Es ist schon bedrückend zu sehen, dass Palästina eingemauert ist“, sagten Sie dem Kölner Domradio und fügten hinzu: „Es ist auch erschreckend zu sehen, wie viele Checkpoints dort sind und wie Israel palästinensische Gebiete bei möglichen Unruhen absperren kann.“

Leider haben Sie kein Wort der Sorge über diese Dinge verloren:

Die Regierungspartei im Gazastreifen fordert in ihrer Gründungscharta die Vernichtung aller Juden weltweit. („Der freie Teil Palästinas“)

Der Gazastreifen ist „judenrein“. („Etwas differenzierte bitte“)

Der palästinensische Minister Abdallah Jarbu nennt Juden Bakterien, die keine Menschen sind und daher vernichtet gehören. („Wenn Minister sprechen“)

Arabische Politiker und Geistliche fordern öffentlich im Fernsehen die Vernichtung aller Juden. („Ich mag die Deutschen“)

Palästinensische Kinder werden zum Judenhass erzogen, die Freude verspüren sollen, Juden zu töten. („Rappelkiste Hamas“)

Die Hamas entrechtet alle Juden im Stil der Nürnberger Rassegesetze. („Apartheid in Hebron“)

Die Hamas vernichtet jüdische Nachbarschaften. („Illegale Schtetl“)

Eure Eminenz Woelki,

warum schweigen Sie zu diesem Hass?

Sie sorgen sich um die Grenze zwischen Gaza und Israel, die von israelischer Seite nur deshalb so stark bewacht wird, weil in Gaza viele Menschen leben, die nach Israel wollen, um dort den Holocaust zu verwirklichen, der in Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas gefordert und von Ministern und Kindersendungen in Gaza propagiert wird. Der Judenhass in Gaza ist so real wie der Judenhass der Nazis einst. Der offizielle Gruß der Hamas ist der Hitlergruß, weil die Hamas stolze und selbsterklärte Nazis sind. Im Gazastreifen weht nicht selten die Hakenkreuzfahne!

Anstatt den Hass der Hamas brutal wegzubomben, wie es die Alliierten einst mit Nazideutschland taten, baut Israel eine Mauer, kontrolliert die Grenze und greift nur in äussersten Ausnahmefällen zu bewaffneten Eingriffen. Was besorgt Sie daran?

Mit einer geradezu christliche Milde reagiert der jüdische Staat auf seine Feinde. Man kann fast von Feindesliebe sprechen.

Was ist so schlimm daran, Menschen, die einen vernichten wollen, mit einer Mauer daran zu hindern, statt sie zu töten?

Warum schweigen Sie zu dem Hass der Hamas? Kann es sein, dass Sie auf dem Weg vom Kölner Dom zum Kölner Domradio an der judenfeindlichen Installation vorbei gekommen sind, die auf der Domplatte steht und Israel als Unglück der Welt bezeichnet? Der Betreiber dieser Hassinstallation stellt Juden als Kinderfresser dar und wurde vom Kölner Amtsgericht verurteilt, weil er gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen hatte, indem er öffentlich Bilder von halbnackten und geschundenen Kinderleichen ausgestellt hatte. In einer Resolution erklärt der Rat der Stadt Köln merheitlich:

„Was als Forum freier Kommunikation und Mahnung zum Frieden begann, entwickelte sich 2004 zu einem Ort, der in geschichtsblinder Einseitigkeit antiisraelische Ressentiments nährt. (…) Mit der in extremer Einseitigkeit gegen Israel gerichteten Dauerdemonstration sind nach unserer Auffassung die Grenzen der Meinungsfreiheit in einer Stadt, die für Toleranz und Frieden steht, schon lange überschritten. Die Dauerdemonstration vermittelt keine Botschaften des Friedens, sondern des Hasses gegen ein Volk, das wie kein anderes Opfer des nationalsozialistischen Rassenwahns wurde und dessen Existenzrecht als Staat nach wie vor von vielen Kräften in der Region nicht anerkannt wird.“

Eure Eminenz,

kann es sein, dass Sie von dieser „Botschaft des Hasses“ vor Ihrem Dom verleitet wurden, keine Sorge für Juden zu empfinden?

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