Die Dreizehnte

Heute findet in Berlin die „13. Konferenz der Palästinenser in Europa“ statt. Das erinnert mich daran, dass ich vor vier Jahren bei der Neunten war. Damals schrieb ich darüber diesen Beitrag:

Am 7. Mai 2011 befand ich mich in der Uni-Halle in Wuppertal und nahm an der „9. Konferenz der Palästinenser in Europa – die Generation der Rückkehr kennt ihren Weg“ teil.

Mir wäre eine bisschen mehr Tanz und etwas weniger Rache auf der Konferenz lieber gewesen. Was ich dort erleben musste, war eine radikale Einschwörung der Anwesenden auf grenzenlosen Hass gegen Israel. Auf deutschem Boden fand eine Veranstaltung statt, auf der das Existenzrecht Israels in Frage gestellt wurde.

Kein Recht auf Existenz bedeutet Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung von Millionen jüdischer Menschen in Israel. Dafür haben wir in der westlichen Welt einen Begriff: Holocaust.

Wer das Existenzrecht Israels verneint und eine Zerstörung des Staates wünscht, plant nichts anderes als einen Holocaust. Der Holocaust mag mit der Frage nach dem Existenzrecht in noch so milden Worten daher kommen, er bleibt ein Holocaust und eben dies wurde am 7. Mai 2011 in der Uni-Halle in Wuppertal besprochen.

Pausenlos wurden Filme, Vorträge und Theaterstücke gezeigt, in denen Juden ausnahmslos als böse und verachtenswerte Menschen dargestellt wurden.

Für viele Palästinenser in und um Israel sind Juden Tiere, die vernichtet gehören. In brutalst möglicher Form werden arabische Kinder in den Ländern und Gebieten rund um Israel darauf eingeschworen, dass Juden nur Abschaum sind. Im 7. Artikel der Hamas-Charta heißt es ganz deutlich:

Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!

In Israel jedoch werden selbst die Feinde als Menschen gesehen und jedes zivile Opfer auf allen Seiten beklagt. Ein israelischer Soldat, der auch nur in den Verdacht gerät, Hassverbrechen im Mantel der Verteidigung zu begehen, darf sich der innerisraelischen Kritik und einer Verantwortung vor israelischen Gerichten gewiss sein. In der Unabhängigkeitserklärung von Israel finden sich ganz klare Worte:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbstständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Die 9. Konferenz der Palästinenser in Europa fand nicht im Nahem Osten statt sondern im Bergischen Land in Deutschland. Ein Theaterstück an dem Tag endete mit einer Erklärung von Kindern, die ihren Vätern und Müttern versprachen, Israel zu bekämpfen. Wäre ich ein Kind gewesen und hätte diese Show gesehen, dann wäre wohl auch für mich klar geworden, dass Israel bekämpft und vernichtet gehört.

Als ich diese Veranstaltung sah, wurde mir klar, dass die Kinder und Jugendlichen an diesem Tag auf deutschen Boden auf einen Krieg eingeschworen wurden. An diesem Tag gingen der Welt eine Vielzahl Kinder für den Frieden verloren und die Möglichkeit eines friedlichen Zusammenlebens von Juden und Palästinensern rückte in weitere Ferne. Statt auf Integration setzte diese Veranstaltung voll und ganz auf die Verteufelung.

Während in Wuppertal die Verteufelung von Juden betrieben wurde, wurde in Essen der Vorstand der Alten Synagoge dafür kritisiert, einen Vortrag über „Antisemitismus im Islam“ zu halten. Nur weil in der Alten Synagoge über Antisemitismus im Islam referiert wurde, warf der Chef des Integrationsbeirats Essen, Muhammet Balaban, dem Vorstand eine Herabsetzung des Islams vor und behauptet, die Forschung über den Antisemitismus im Islam sei eine Beleidung des Islams und fügt hinzu: „Das treibt uns doch nur auseinander.“

Man stelle sich mal vor, Angela Merkel hätte die Forschung über „Antisemitismus in Deutschland“ als Beleidigung Deutschlands bezeichnet. Ein Aufschrei wäre durch die Nation gegangen. Balaban ist es gelungen, die Antisemitismusforschung in Deutschland in Verruf zu bringen, da er mit seiner Kritik Unterstützung beim Oberbürgermeister von Essen, Reinhard Paß, fand. Paß bezeichnete den Ankündigungstext der Alten Synagoge als „unglückliche Formulierung“ und schrieb in einem Brief an Balaban:

„Ich bedauere sehr, dass bei Ihnen der Eindruck entstanden ist, dass die Alte Synagoge islamfeindlichen Tendenzen Anschub leistet und Rückhalt bietet und bin der Auffassung, dass ein solcher Eindruck nicht entstehen darf.“

Für Paß war somit nicht der Antisemitismus das eigentliche Problem und eine Gefährdung der Sicherheit, sondern die Antisemitismusforschung und somit der Versuch der Opfer des Antisemitismus‘, die Bedrohung zu analysieren. So wie in der Türkei die Forschung an dem Massenmord an den Armeniern als „Beleidigung der türkischen Nation“ gelten kann, so sorgte auch Essen dafür, dass Antisemitismusforschung zur entarteten Forschung erklärt wird.

Paß erwartete sogar, „dass die neue Leitung der Alten Synagoge sich den Integrationsgedanken deutlich mehr zu eigen macht als dies bisher der Fall war.“

Während in Essen der Versuch von (potentiellen) Opfern, ihre Feinde zu analysieren, bereits als Integrationshemmnis galt, genoss in Wuppertal die Dämonisierung von Juden und der Aufruf zur Rache als in Deutschland zu tolerierende kulturelle Eigenart.

***

Dass es auch anders geht als auf der 9. Konferenz der Palästinenser in Europa, zeigte am 12. Mai 2011 der Israeltag in Köln. So wie sich am 7. Mai 2011 Menschen in Wuppertal für Palästina versammelten, so versammelten sich am 12. Mai 2011 Menschen in Köln für Israel. Während der ganzen Veranstaltung wurde nicht auch nur eine Sekunde dazu aufgerufen, Palästinenser zu hassen, im Gegenteil: alle Menschen waren herzlich eingeladen zu kommen.

Es war sogar erlaubt, die Veranstaltung zu kritisieren, denn auch das gehört zu einer Veranstaltung dazu, die auf dem Boden eines freiheitlichen Rechtsstaats stattfindet.

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128 Antworten zu Die Dreizehnte

    • Kanalratte schreibt:

      Die Linken wissen selbst nicht ob sie den Kommunismus, Nationalsozialismus, Islam oder doch eine soziale Demokratie einführen wollen. Ich glaube die wissen noch mehr nicht. Mal schauen.

  1. M.Umin schreibt:

    ביירן מינכן הוא מורה גרמני.

    • mike hammer schreibt:

      # Muh min
      bayern münchen ist ein deutscher lehrer? Hää besoffen?

      • Aristobulus schreibt:

        Ein toter Münchner Bayer könnt‘ ein Meister aus Deutschland sein (schad, dass Paul Celan nie gespottet hat, sondern so traurig war).

      • M.Umin schreibt:

        Bayern München ist deutscher Meister.
        Leider sind die Übersetzungeseiten im Internet nicht so toll.

          • Blinse schreibt:

            @ M.Umin
            Die Übersetzung wird wohl richtig sein, ich weiß es nicht.
            Sie nehm‘ dich auf den Arm, Kollege.

          • mike hammer schreibt:

            # Blinse

            das wort more, das er nützt ist lehrer (lehrMEISTER).
            für Meister (handwerk) nützt man das wort Oman,
            was rückübersetzt künstler bedeutet.
            im hebr. nützt man für champion das wort ALUF,
            was wiederum ins deutsche übersetzt
            General bedeutet und der erste Aluf war Joschua ben nun, moses heerführer……

            was denkst du warum das übersetzen der thora mit gleichzeitigem erhalt des
            sinnes ein ding der unmöglichkeit ist, es ist eine bilder sprache und
            wer die bilder nicht kennt hat verloren, lässt sich in
            lautsprachen nicht übertragen, was
            nicht ohne komik ist, denkt
            man an die luther biebel oder die septua ginta, da wird bayern münchen zum
            deutschen lehrer…… GRÖÖÖÖÖHL

          • mike hammer schreibt:

            oh vor lauter lauter, d’bayern san’s schowieder meister, was solln do
            a oider 60er zu sogn, eher lernd i breißisch bevor’s mi da gfreit.
            die solln a’moi ruhig des bayern ausm namen streichn,
            wer isn da no a bayer, die wissn ned wia mo
            a weißwurscht richtig isst und einige
            nad a moi das es weißwurscht
            überhaupts geben duat.
            krutzitürkn nochamoi sog i da schlog der blitz nei, des geht doch mim deibel zu!

          • mike hammer schreibt:

            PS.: israelis können keine eintrittskarten für spiele von
            paris saint germain reservieren, alle staaten sind berücksichtigt,
            sogar die Balastinenser nur nicht israel, was gerade israelische
            touristen die ein spiel besuchen wollten bemerkten.

            erst als man herausfand das der club eigentum von
            Scheich Nasser al Khalifi von Katar gehört, wie auch der FC-Barcelona
            wird ein schuh draus, oder eher ein stiefel, ein stinkstiefel.

            http://www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/194599#.VT1cGiHtmko

        • Bachatero schreibt:

          Wie sagt Meister Yoda von Dagobah: Auf’s Eis der Esel geht, wenn zu wohl es ihm ist. Vorsicht junger Mumin, leicht watt druff gibt’s da.

    • M.Umin schreibt:

      באומץ של שום מקום

  2. Pingback: Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

  3. mike hammer schreibt:

  4. alm4shi schreibt:

    Sollte man als Berlin Tourist an diesem Samstag zufällig an der Arena vorbeigekommen sein, dann hätte man den Eindruck gehabt, bei einem netten orientalischen Volksfest zu sein. Sonnenschein, lecker Essen, spielende Kinder, der Geruch fremder Gewürze in der Luft. Und überall Familien, große Familien. Ein nettes Familientreffen im großen Kreis. Lachende Gesichter, Smartphone-Selfies, klasse Wetter. Hab sogar einen Katalog von „Eurogida“ bekommen, kann zwar kein arabisch lesen, glaube aber dass Lammhaxe im Angebot ist.
    Wenn da nicht diese vielen korrekt in europäischen Banker-Anzügen bekleideten hochoffiziellen Männer überall gewesen wären. Auch diese Herren in keiner Weise bedrohlich oder Furcht einflößend , nein, einfach nur seltsam.
    Draußen.
    Von drinnen, wo niemand ohne Halskettenkärtchen rein gekommen wäre, hämmerten die Stimmen hunderter Männer im Takt zu…… tja, ich war da, …Trommeln. Für einfache Folklore doch etwas zu hart, zu heftig, fast wie Teckno, fast tanzbar. „Fetter Bass!“
    Bei Verlassen der Arena, auf einer Wiese davor, stand ein Rapper, also er hat jetzt nicht wirklich gerappt, er sah halt so aus wie jemand aussieht der gern Rapper wäre. Ghettorapper. Er hatte sein kleines Soundsystem dabei und hielt eine Ansprache. Er rief zu Solidarität und Frieden auf. Und da die Faschisten von gegenüber weg sind, könne er auch endlich frei reden.
    Bei den Faschisten war ich vorher, der „Gegen Hammas“ Veranstaltung. Die 5 Polizisten, die zum Schutz abgestellt waren, hatten vermutlich auch nicht mit mehr als den ca. 150 Teilnehmern gerechnet. Sperrzäune und Abwehrgitter waren recht übersichtlich und eng aufgestellt worden. Naja, wenigstens wurde erlaubt da sein zu dürfen. Ansonsten die üblichen Herren aus der Politik, ist auch richtig und gut so aber bei der Großdemo „Bündnis Tierschutz“ waren sicher mehr Menschen vor Ort. Wie auch immer, wir waren da, haben gezeigt dass es uns gibt und wir auch nicht einfach so weichen. Und das ist gut.
    Ach und Broder war auch da. Mit Hund! (Labradoodle glaub ich, niedlich) Und wie dieser kleine alte Mann da direkt vor den Schwarzen Arena Toren zur Hölle stand, mitten zwischen den Menschen die ihn alle töten wollen, mit Hund, in einer selbstsichern, bei Broder immer an Arroganz erinnernden Weise, mit Hund, tja das war dann schon ein großes Erlebnis und hat mir irgendwie den Tag gerettet.
    Was hab ich nun von diesem schönen Frühlingstag in Berlin? Wut, das es möglich gemacht wurde diese unsägliche Hammas Veranstaltung hier in meiner Stadt durchzuführen. Scham, dass so wenig Menschen in Doitschland dagegen aufbegehren. Stolz, das wir da waren, und Bewunderung für einen mutigen alten Mann. Ach und das ich in der nächsten Zeit beim Einkauf im „Eurogida“ denken werde, das alle dort die Juden ausrotten wollen.
    PS: Ein paar Ecken weiter standen viele Asiaten (Vietnamesen?) mit schönen bunten Fahnen. Ob sie einen asiatischen(vietnamesischen?) Feiertag begangen haben oder für die Ausrottung aller Thailänder demonstriert haben, war nicht genau zu erkennen.

    • Aristobulus schreibt:

      Danke!, sehr fein paparazzt, den Broder mit Gesicht, und die korrekten beanzugten Smartterroristen, die keins haben.

      *öfter sowas lesen will*

      • schum74 schreibt:

        Be-Wakascha: Die Welt, 25.04.2015: „Palästina-Konferenz ‒ Henryk M. Broder und der Hunde-Eklat“

        Zitat:
        Bei der „Konferenz der Palästinenser in Europa“ wollte er für den Frieden kiffen und sich mit einem Palästinenser-Tuch annähern. Doch für Henryk M. Broders neue Freunde gibt es Israel gar nicht.

        [Video-Film]
        http://www.welt.de/videos/article140089150/Henryk-M-Broder-und-der-Hunde-Eklat.html

        Gute Woche und schönes Wochenende an Alle!

        • Blinse schreibt:

          Hut ab vor Henryk M Broder. Der Mann kann erkennen, analysieren, schreiben und er traut sich was. Habe ihn gestern im Internet in einer österreichischen Talkshow gesehen. Meine Güte, so viel Unbedarftheit und er mittendrin. Wo nimmt er ständig diese Kraft her, zu versuchen, diesen naiven Gutmenschen die Realität zu vermitteln.

        • Kanalratte schreibt:

          Das Politikverständnis unserer arabischen Freunde ist so traurig,
          dass man fast Mitleid haben könnte.

    • pokemon273 schreibt:

      Vielen Dank für diesen Bericht!

  5. mike hammer schreibt:

    die araber haben genug land, verteilt auf 22 zum teil menschenleere staaten-
    sie haben bodenschätze aller art.
    sie kontrolieren das nadelöhr des europa asien handels.
    sie verfügen über genzenlose finanzielle mittel
    und wissen damit internationale konzerne
    und politiker zu kontrollieren.
    sie bedrohen eigentlich jedes land mit ihren gewalttätigen horden.
    sie kontrolieren mit ihrem geld und ihrer zahl die UNO und andere gremien.

    das ist ein mächtiger feind für das kleine israel.

    dubai von oben

    • M.Umin schreibt:

      Die arabischen Staaten haben noch mehr Gegner, die ganze westliche Welt.

      • mike hammer schreibt:

        rentner, memmenisierte, feministen und leute die sich nicht über ihr gender sicher sind…. päh!

      • M.Umin schreibt:

        @MIke Hammer
        Ist doch war. Sind die arabischen Staaten wirklich politisch stark? Wie du aufzählst, ist es eher das Geld und die Wirtschaft, das sie stark macht. Getreu dem Motto, wenn ihr nicht zustimmt, was wir wollen, dann gibt es kein Öl. Ich wüsste jetzt nicht, dass ein arabischer Staat durch wichtige Politiker in der Welt bekannt gemacht hat, das waren doch nur Diktatoren oder religiöse Persönlichkeiten.

      • Dante schreibt:

        Als wenn sich die so genannte westliche Welt denn so einig wäre!
        Die arabische ist es, Gott sei’s gedankt, auch nicht.

      • M.Umin schreibt:

        Dante, das ist auch wahr. Tatsächlich ist Israel als Gegner die größte Gemeinsamkeit. Der Islam vereint auch alle, ist aber in der islamischen Welt unterschiedlich ausgeprägt. Da streiten sich Sunniten und Schiiten. Es gibt Staaten mit Scharia und ohne Scharia.
        In den reichen Staaten sind die Menschen weniger religiös, als in armen Staaten.
        Es sind noch nicht mal ein einheitliches Volk, sondern neben Arabern auch Perser, Kurden, Türken, Pakistaner, Afgahnen, zentralasiatische Völker, zentralafrikanische Völker.
        Sogar die Regierungssysteme sind von Staat zu Staat unterschiedlich, Demokratien, Diktaturen, Monarchien.

        Letztendlich hat die islamische Welt gar nicht so viel gemein.

        • mike hammer schreibt:

          m-UmIhn

          dein politiker steht auf ihrer lohnliste,
          (denk an die weihnachts wm) das tut deine presse und
          viele deiner proffessoren….. wie viel % vom
          DAX gehören denen? jeder 4. job hier hängt am auto,
          wie viel der autoindustrie gehört ihnen?

          nütz dein cpu ein wenig.

  6. Eitan Einoch schreibt:

    — Der Holocaust als Joker, den man bei Bedarf aus dem Ärmel zaubern kann? Das ist widerlich. Steinmeiers Reaktion zeugt von einer Kaltherzigkeit und Verschlagenheit, dass man schreien möchte:

    „Sie haben von nichts eine Ahnung, weder von dem Völkermord an den Armeniern noch vom Holocaust an den Juden!“

    Macht es einen qualitativen Unterschied aus, ob sechs Millionen oder „nur“ 1.5 Millionen Menschen ermordet wurden? Haben die Armenier, die in der Wüste verdurstet sind, weniger gelitten als die Juden, die in Auschwitz vergast wurden?

    Steinmeiers Ansatz ist offenbar ein anderer. Abgesehen davon, dass er die Türken nicht verärgern möchte, steckt in ihm das, was der Philosoph Hermann Lübbe mit dem Begriff „deutscher Sündenstolz“ belegt hat. „Den Holocaust macht uns keiner nach! Er ist unser Alleinstellungsmerkmal, das wir mit niemand teilen wollen!“ —

    Quelle: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article140082537/Herr-Steinmeier-Sie-haben-von-nichts-eine-Ahnung.html

    — Mit anderen Worten: Wer diesen Völkermord als Völkermord bezeichnet, betreibt das Geschäft der Verharmloser des Holocaust. Davon angesprochen fühlen dürfen sich, neben vielen anderen, Papst Franziskus, Bundespräsident Joachim Gauck, Bundestagspräsident Norbert Lammert. Herzlichen Glückwunsch!

    Doch möglich wäre auch diese Schlagzeile: „Deutscher Außenminister wirft israelischem Präsidenten die Relativierung des Massenmords an den Juden vor.“ Denn Reuven Rivlin, der demnächst Deutschland besucht, hat den Völkermord an den Armeniern nun ebenfalls als solchen bezeichnet und dem Papst zu dessen klaren Worten gratuliert. Diverse jüdische Organisationen, wie etwa die Anti-Defamation League, fordern seit langem ein Ende der Leugnung diesen historischen Verbrechens.

    Steinmeiers Satz ist ungeheuerlich. Wenn er selbst zu feige ist, um die Wahrheit auszusprechen, soll er dies gefälligst nicht auf dem Rücken von sechs Millionen ermordeter Juden als besonders tugendhaft adeln. —

    Quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/steinmeier-und-der-voelkermord-an-den-armeniern-komplexe-erinnerungen/11688918.html

    • Aristobulus schreibt:

      Hm? … Warum soll der Ausdruck Völkermord den Holocaust an den Juden verkleinern?

      Die Armenier sind als Volk gemordet worden, und zwar gezielt. Die Türken haben versucht, alle Armenier auszurotten, die sie kriegen konnten.
      Das ist eine Tatsache, nicht?

      • Eitan Einoch schreibt:

        Nicht nur Armenier, auch die assyrisch-aramäischen Christen und die Pontos-Griechen. Die neue Türkei sollte „türkisiert“ und frei von Minderheiten sein. Es war eine gewaltige, systematische Christenverfolgung.
        Sicherlich mag es Menschen geben, die sich von der Anerkennung des Armenozids eine Relativierung der Shoa erhoffen. Aber im Falle Steinmeiers ist das nur eine faule Ausrede, die Dinge nicht beim Namen zu nennen, die zudem auf dem Rücken der Shoa-Ermordeten und -Überlebenden ausgetragen wird. Für mich persönlich bestätigt es erneut, welch widerwärtige Person der deutsche Außenminister ist. Und so etwas wäre vielleicht Bundeskanzler geworden… Schreckliche Vorstellung!!!

        • quer schreibt:

          Die türkischen Bemühungen erstreckten sich in jüngster Zeit auch auf Nord-Zypern. Nicht vergessen.

          • Aristobulus schreibt:

            Diese türkischen Bemühungen mühen sich seit geschlagenen 40 Jahren um die Einsackung von ganz Zypern (ganz?, ganz!), und was haben sie erreicht: Eine ganz zweifelhafte Hälfte ist fast zweifelhaft halbtürkisch.
            So stürmen wahre Eroberer voran. Morgen: Wien.

          • Kanalratte schreibt:

            Dabei war einst selbst die Mehrheit der Bevölkerung in Nordzypern griechisch-christlich…

            Und diese Türkei besitzt auch noch die Frechheit über Israel zu reden…

    • M.Umin schreibt:

      “Den Holocaust macht uns keiner nach! Er ist unser Alleinstellungsmerkmal, das wir mit niemand teilen wollen!”

      Klingt, als ob Deutschland was besseres wäre.

      • quer schreibt:

        Nein, auf irgendwas müssen sie doch stolz sein dürfen nach der Umerziehung. Und sowas muß durch die Steinmeiers bis zum letzten Blutstropfen verteidigt werden! Nachdem die Geschichte und Geistesgeschichte des Reiches zwischen 800 und 1932 völlig im Orkus verschwunden ist.

        • Aristobulus schreibt:

          Welche Umerziehung (wer hat Sie umerzogen, und wurde es besser?) und/oder welcher Orkus? Das geht doch präziser.

        • M.Umin schreibt:

          Du bist auf den Holocaust stolz? Das ist doch nicht dein Ernst.
          Stolz sein, kann man auf 66 Jahre Bundesrepublik , Demokratie und Frieden. In keinen Jahrhundert hatte Deutschland so eine lange kriegsfreie Zeit. wie seit 1945/49.

          • quer schreibt:

            Wohl was mißverstanden? Nee, stolz scheinen die Steinmeiers zu sein. Motto: Das macht uns keiner nach, das lassen wir uns nicht nehmen. Kein anderer Völkermord neben unserem! Nennt man Schuldstolz.

            Warum sollte ich auf Umstände wie Frieden stolz sein? Auf so manche glückliche Zufälle die uns vor Krieg bewahrt haben? Dank der grün-roten Sozialisten haben wir keine Gelegenheit seit den 90’ern ausgelassen, uns an Kriegen zu beteiligen. Die Bemühungen um den großen Knall in der Ukraine gegen Rußland dauern an.

            Demokratie? Sie glauben wirklich, in einer Demokratie zu leben? Frage ich mal so als Schweizer.

          • M.Umin schreibt:

            Ein Schweizer schreibt ein ß. Unglaublich

          • M.Umin schreibt:

            🙂

          • quer schreibt:

            Ich kenne sogar Franzosen, welche ganz korrekt „sz“ schreiben.

        • Kanalratte schreibt:

          Um unser schönes Holocaust-Denkmal beneidet uns die ganze Welt 😉

  7. Kanalratte schreibt:

    Nach arabischer Logik müssten die Deutschen, die im Kampf verlorenen Ostgebiete zurückfordern. Nur kann sich der Deutsche mittlerweile auch Niederlagen eingestehen.

    Die Araber haben gegen ein paar Juden kläglich verloren und schaffen es seit 70 Jahren nicht sich diese Niederlage einzugestehen. Vielleicht ein Grund warum sie sich heute noch gegenseitig die Köpfe einschlagen.

    Noch ein Unterschied: Die Deutschen hatten über 10 Millonen von Flüchtlingen, die Araber gerade mal mikrige 800 000 zu beklagen. Wieviele Millionen Deutsche heute nach UN-Logik im Nahen Osten einen Flüchtlingsstatus besitzen, möchte ich gar nicht wissen.

    Auch wurden 800 000 Juden aus ihrer arabischen Heimat vertrieben, aber da schaut man ja weg.

    • Aristobulus schreibt:

      Genauso stimmt der Vergleich.

      • Arme Sau schreibt:

        Den Unterschied macht halt die Integration der Vertriebenen in die Gesamtgesellschaft im Kontrast zur Einpferchung der Palästinenser in Lager durch ihre arabischen Brüder. So sind sie Palästinenser geblieben und haben sich vermehrt als revanchistische Verhandlungsmasse, während der Revanchismus ser Deutschen aus dem Osten ja zum Glück doch einigermaßen kanalisiert und entschärft werden konnte.
        (Wobei ich als Bewohner eines Städtchens mit extrem hohen Vertriebenenanteil, wenn mal wieder ein netter älterer Herr mit dem unverkennbaren Akzent sich nach vollzogenem Urlaub in der alten Heimat über die „Polacken“ und ihre „polnische Wirtschaft“ aufregt, einer Lagerlösung einen gewissen Charme nicht absprechen kann…)

  8. wreinerschoene schreibt:

    Ich akzepziere die 8,4 % für die Linke bei der Wahl 2013. Stellt sich nur die Frage wer der „Ewiggestrige“ ist. Die Linke ist eine Partei die ständig über die eigenen Beine stolpern, da sie alles „Gute“ bei sich vereinen wollen, und im Grunde sich selbst widersprechen. Dieser Grund und noch viele andere Gründe sind der Beweis dafür, die Linke ist unwählbar ist und niemand wählen sollte. Aber egal. Es wird nie Frieden geben im Nahen Osten solange die Hamas und ihre Kumpane Israel vernichten wollen, da kann sich Israel noch so anstrengen und Zugeständnisse eingehen, denn genau darauf spekulieren die Hamas ja. Hier ein Zugeständnis, da nicht darauf reagieren. Europa und die westl. Welt lassen sich einlullen von Linken, Grünen und der Hamas. Keiner sieht wie es wirklich zugeht, keiner will es wirklich sehen. Die Araber in Israel müßten es der Welt sagen, nur wer würde auf Sie hören schließlich entspricht es nicht der landläufigen Meinung.

  9. quer schreibt:

    Es gibt ja sehr viele (naive, antisemitische, oder auch „pragmatische“) Deutsche, welche die „Rückkehr“ von Palästinensern befürworten. Hilflosigkeit, Wut und andere negative Regungen machen sich breit, wenn man sie vor folgenden Vergleich (auch anderer „Flüchtlinge“) stellt:

    Man stelle sich vor:
    Entlang Oder und Neiße sammelten sich ca. 10 Millionen Menschen mit Autos und Möbelwagen. Alles deutsche (echte) Flüchtlinge/ Vertriebene, bzw. deren unmittelbare Nachkommen, die östlich davon (in den Grenzen von 1937) über Jahrhunderte dort wohnten. Diese alle fahren nun über die Oder und die Neiße in die jeweiligen Orte ihres Herkommens in Pommern, Danzig, Schlesien, Ostbrandenburg, Ostpreußen und erklärten dort, für immer zu bleiben.
    Was geschähe?

    Gleiches Recht für alle???

    • anti3anti schreibt:

      Solange es den Deutschen in Deutschland gut geht, werden sie nicht nach Polen auswandern. Den Arabern geht es jedoch überall schlecht, weshalb viele in Israel leben wollen

      • quer schreibt:

        „…nicht nach Polen auswandern…“
        Das würden die auch nicht wollen. Die würden lediglich dorthin ziehen wollen, was über Jahrhunderte unbestritten und unangefochten Deutschland war. Das ist selbst den Polen klar. Habe dort auch noch niemanden gefunden, der sich der polnischen Zukunft dieses Teils Deutschlands sicher war. Noch nicht einmal jenseits davon, in Thorn, einer von Deutschen gegründeten Stadt.

      • unbesorgt schreibt:

        Dann sollen sie dort um politisches Asyl bitten!

    • unbesorgt schreibt:

      Aber klar!
      Ich bin schließlich auch Flüchtlingskind, meine Familie ist nach dem Krieg aus Pommern geflohen! Ich fordere eine UN-Organisation allein für mich und meine traumatisierten Leidensgenossen, weil wir hier schon seit 60 Jahren in der Fremde festsitzen. Ich will Alimente von der Welt und die Polen in die Ostsee jagen.

      Klingt absurd?
      Ist es zum Glück auch!
      Nur die Arabischen Palästinenser fordern seit Jahrzehnten solchen Schwachsinn und die Welt ist blöd genug, ihnen zuzuhören.

    • M.Umin schreibt:

      Die Deutschen würde nur dann nach Osten umziehen, wenn die ehemaligen östlichen Gebiete wieder offiziell zurückgegeben werden. Die Juden sind auch nur zurückgekommen, weil 1948 der Staat Israel gegründet wurde. Ohne den Staat wäre kein Jude freiwillig in den Nahen Osten gezogen.
      Außerdem möchte ich nicht wissen, dass mit den Polen passiert, müssten die dann aus den Ostgebieten auch raus?

      • quer schreibt:

        Eine gute Frage. Polen sind in der Regel geschichtsbewußter, als Deutsche. Nach meiner Erfahrung wissen die genau, daß das, was sie der Welt und Europa nach 45 erstmals vorgemacht haben genau so gut auch andersherum funktioniert. Wenn sowas nach 800 Jahren und mehr möglich war, dann geht das auch nach 150 Jahren retour. 1848 (!!) lachte Europa noch über die polnische Wunschvorstellung der Oder-Neiße-Linie (bis Triest) als Grenze slawischer Siedlung. Dagegen ist der deutsche Traum von den Grenzen 1914 (auf polnisch „Wiedergewinnung“) direkt harmlos und ebenso realistisch.

        • Aristobulus schreibt:

          Die meinten naturgemäß die andere Neiße, nicht? Nicht diese Neiße.

          Und selbstverständlich hat es ein Polen geben müssen. 1918 wären Sie, Quer, jedoch striktest gegen jedes Polen gewesen, nicht? Nu ja, vielleicht nicht gegen ein Polen auf ehemals russischem Territorium.

          Und jetzt reicht’s allmählich mit dem Vergleich zwischen sog. palästinensichen Flüchtlingen und dem merkwürdigen Fordern per 2015, dass Polen gefälligst kleiner werden möge, finden Sie nicht auch? Weil der Vergleich NUR zwischen dem Status dieser und jener Flüchtlinge funktioniert, denn NUR so, indem man die völlig theoretische und völlig absurde Frage nach der Rückkehr der Deutschen nach Polen stellt, erscheint die völlige Absurdität des sog. palästinensischen Flüchtlingsstatus.

          • pokemon273 schreibt:

            Korrekt, quer verzapft einfach nur Blödsinn.

          • Aristobulus schreibt:

            Der hat sich scheints völlig in seinen 1950er-Antipolen-Revisionismus verstrickt, und Konstantinopel will er auch zurück.
            Sonst ist er zwar äußerst konservativ, aber nicht so –

          • quer schreibt:

            Erst mal zum Vergleich: Wenn Sozialisten das Heimatrecht, die Rückkehr von Arabern auf das Territorium Israels fordern, ist das in deren Augen gut und nicht antisemitisch. Kennen wir. Israel hat aber seine erneute Staatlichkeit auf ureigenem Boden wiedergefunden; nach den Eroberungen des Islam. Wenn aber Deutsche fordern, einen völkerrechtswidrigen Akt rückgängig zu machen ist das aus Sicht nämlicher Sozialisten böse. Denn die haben das ja verbrochen.

            Was Polen angeht: Genau diese Neiße, also diese gerade Linie wurde von den Polen in Prag 1848 gefordert. Damals ohne eigenen Staat. Wenn solche Träume und deren Realisierung legitim waren, so ist das Beharren von Deutschen auf den Grenzen von 1914 nicht weniger legitim. Es geht um die Revision eines monströsen Verbrechens. Verbrechen bleibt Verbrechen; egal von wem verübt. Ein Mord legitimiert keinen anderen Mord.

            Zweimal stand ausgerechnet Deutschland an der Wiege eines polnischen Staates: Ende des 9. Jahrhunderts durch Kaiser Otto in Gnesen, gemeinsam mit Bischof Adalbert von Prag. Die Urkunde ist noch erhalten. Dann 1917/18 bei der Befreiung von den Russen mit ausdrücklicher Perspektive der zu erneuernden polnischen Staatlichkeit.
            Die Dankbarkeit der Polen den Deutschen gegenüber kannte buchstäblich keine Grenzen.

            Aus persönlichem Erleben weiß ich, daß mir bislang noch kein Pole begegnet ist, der an eine polnische Zukunft ehemals deutscher Provinzen wirklich glaubt. Das Bewußtsein von Unrecht sitzt tief. Selbst an der nördlichen Weichsel mit dortiger wechselhafter Geschichte. Viele inzwischen auch deutschsprachige Webseiten der Städte machen das deutlich. Gerade auch wegen spürbarer Trotzhaltung in sensiblen Bereichen. Immerhin wird dort inzwischen die Geschichte einigermaßen korrekt, wenn auch beschönigend wahrgenommen.

          • Aristobulus schreibt:

            Das ist alles konfus und konfuser, Quer.
            – Welche Sozialisten? Polnische? Wo, wo, wo.

            Und warum dieses erneute Rekurrieren von Israelis auf Deutsche?, diese Parallelisierung hinkt auf allen fünf Füßen.

            Selbstverständlich haben ein paar Polen 1848 ein großes Territorium gefordert. Ebenso, wie Sie jetzt für irgend Deutsche ein großes Territorium fordern. Was sagt uns das jetzt?

            Ihr Knirschen wegen der fehlenden polnischen Dankbarkeit von 1918 ist unverschämt. Die Deutschen hatten zuvor alles unternommen, um die polnische Sprache zurückzudrängen und um so viele ethische Deutsche anzusiedeln wie nur möglich. Schon vergessen, nein verschwiegen, dass vor 1918 polnische Kinder in polnischen Schulen nicht polnisch sprechen durften (es gab da noch die preußische Prügelstrafe, wohlgemerkt).

            Kein Mensch außer Ihnen will „Polen zurückhaben“. Ihr Anliegen ist fünfzig bis sechzig Jahre vergangen, kalter nein längst eingetrockneter Kaffee.

          • Aristobulus schreibt:

            … ethNische Deutsche. Nicht ethische. Achdumeinegüte.

          • quer schreibt:

            „Die Deutschen hatten zuvor alles unternommen, um die polnische Sprache zurückzudrängen…“

            @Aristobulus,
            und zwar dermaßen, daß die Geburtsurkunde meines Vaters 1905 in einer preußischen Stadt (offenbar wegen des slawischen Nachnamens) in polnischer Sprache auf amtlichem Formular verfaßt und von einem preußischen Standesbeamten gesiegelt und unterschreiben wurde. Das beglaubigte Original dank des Schweizer Botschafters in meinem Besitz.

            Was stimmt hier nicht?

            Umgekehrt wäre das im Polen von 1920 undenkbar gewesen.

          • quer schreibt:

            „Selbstverständlich haben ein paar Polen 1848 ein großes Territorium gefordert. Ebenso, wie Sie jetzt für irgend Deutsche ein großes Territorium fordern. Was sagt uns das jetzt?“

            Aristobulus,
            um die Frage zu beantworten: Es ist legitim. Was für Polen galt, muß auch für Deutsche gelten (können). Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Oder gibt es da Sonderrechte?

          • Aristobulus schreibt:

            Verbitterter, absurder Kreuzzügler

          • quer schreibt:

            Typisch dafür, daß einem nichts mehr einfällt. Die Welt ist selten so, wie man sie für sich malt. Kenne ich zur Genüge.

          • Aristobulus schreibt:

            … Sie haben sich die Welt seit Ihrer Jugend so gemalt, wie sie nicht mehr war, und Sie konnten nicht aufhören.

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Ich finde sowas schade.
            Weil da so viel verlorengeht: Welthaltigkeit, Realitätsbezug, Zeitverbundenheit. Aber die Bitterkeit steigt

      • quer schreibt:

        PS:
        Auch die Türken werden trotz 500 Jahren Konstantinopel mitsamt einer der ältesten Kathedralen der Christenheit wieder herausrücken müssen. Den Erfindern der millionenfachen Vertreibung wird dann Dankbarkeit gezollt werden.

        • Aristobulus schreibt:

          Ah ja. Interessante Planung.
          Weniger interessante Frage: Wohin sollen übrigens dann die ca. 15 Millionen Türken aus Istanbul? Zu Ihnen nach Hause in den Vorgarten?

          • quer schreibt:

            Dahin, wo sie hergekommen sind vor 1453. Tschechen und Polen können da gewisse Erfahrungen in der Durchführbarkeit einbringen.

          • M.Umin schreibt:

            @quer
            Die Türken oder genauer gesagt, die Vorfahren , stammen aus Mittelasien und Westliches China. http://de.wikipedia.org/wiki/Kök-Türken
            http://de.wikipedia.org/wiki/Türkei#K.C3.B6k-T.C3.BCrken-Reich_.E2.80.93_6._bis_8._Jahrhundert_n._Chr.

          • Blinse schreibt:

            @Aristobulus
            Du und auch deine jüdischen Mitstreiter, ihr habt eine sehr empfindliche Nase für versteckte Judenhasser und Antisemiten, die in diesem Blog auftreten. Diese Empfindlichkeit schießt meiner Meinung nach manchmal übers Ziel hinaus, aber sie entlarvt auch Einige schneller, als ich es entdecke. Diese Fähigkeit ist euch nicht nur gegönnt, ihr braucht sie auch unbedingt.
            Ich dagegen habe ein untrügliches Gespür für sog. „ewig Gestrige.“ Da bin ich, so bilde ich mir das ein, wesentlich schneller als ihr. Am 25.04. schreibt „quer“ diesen Konstantinopel-Mist und es dauert doch ne ganze Zeit, bis er mal die entsprechende Antwort bekommt. Hatt er ja nun bekommen von dir. Bringt aber nix, der gute querkopf geht bis ins Jahr 1453 und weiter zurück.

            Und nun hast du deine Diskussion mit einem „ewig Gestrigen.“

            Ich will dir ja nicht zu nahe treten, aber hälst du es für sinnvoll, mit jermandem zu diskutieren, der ernsthaft an eine „Rückgabe“ Istanbuls glaubt? Der gute querkopf will die Welt rückwärts drehen, so einfach ist das. Und du versuchst, ihm die richtige Drehrichtung wieder beizubringen. Das wird dir nicht gelingen, ich schwöre! Ich kenne perönlich solche Typen, die den „deutschen Korridor“ quer durch Polen fordern, die deutsche Schulen in Polen fordern usw.. Diskussion zwecklos! Das Gegenüber ist nicht aufnahmefähig. Kannst du Alt oder Neo nennen, ist immer die gleiche Beschränktheit.
            Aber ihr dürft es natürlich gern weiter probieren. : )

          • quer schreibt:

            „….querkopf geht bis ins Jahr 1453 und weiter zurück….“

            @Blinse,
            Sie werden mir sicher zustimmen, daß dieser Rückgriff weit harmloser ist, als der Polens. Die gehen bis 1100 und noch weiter zurück, um „Wiedergewinnung“ zu begründen und zu rechtfertigen. Das war schon einem gewissen De Gaulle aus gutem Grund recht unangenehm und leicht mulmig. Gegen die 800 Jahre sind doch 550 wenig. Gilt aber – glaube ich – nicht für Deutsche. Sozialisten betrachten zwei Sachen als gemeinsam: Den Haß auf Israel/Juden und Deutschland/Deutsche, verbunden mit der Sympathie alles Islamischem. Das mit Konstantinopel ist tatsächlich anti-islamisch. Der Kampf um Wien war es auch und die Trauer um die Armenier ebenso.

          • quer schreibt:

            @Blinse,
            der gute Aristobulus wird schon bemerkt haben, daß das wahre Anliegen gegen die „Drehrichtung“ die Neugründung des Staates Israel ist. Denn der beruft sich hinsichtlich seines Territoriums auf seine letzte staatliche Existenz als römische Provinz. Subtiler kann man das Existenzrecht Israels sicher nicht in Frage stellen. Kompliment. Sozialisten sind niemals ernstzunehmende Historiker.

          • Blinse schreibt:

            Ach du Scheiße, nun hab ich dich am Hals. Na gut.

            Praktische Frage vor der Umsiedelung der Istanbuler Bevölkerung: Wie wolltest du den Türken dein Anliegen schonend beibringen? Ich meine diplomatisch ohne Krieg und Blutvergiessen usw.. Werden sie es einsehen und die Stadt sozusagen kampflos räumen? Und nun wühl mal nicht mit verqueren Sätzen in der Vergangenheit, sondern steh zu deinen Äußerungen und nenne eine praktische Umsetzungsmöglichkeit. Wie fangen wir es an? Auf gehts.

          • Blinse schreibt:

            @quer
            „Subtiler kann man das Existenzrecht Israels sicher nicht in Frage stellen. Kompliment.“

            Da du nicht so subtil bist, stellst du als „echter“ Historiker also das Existenzrecht Israels ganz offen in Frage?

          • quer schreibt:

            @Blinse,
            die typische sozialistische Wortverdrehung zur Umkehr der Bedeutung. Für den gelernten Sozialisten ein wenig zu plump. Denken Sie sich Besseres aus.

          • quer schreibt:

            „Praktische Frage..“
            @Blinse,
            da fragen Sie besser mal in Polen und bei den Tschechen nach. Die haben das nach 45 durchgezogen. Ziemlich ohne Diskussion – glaube ich.

          • Blinse schreibt:

            Fazit: Keine Antwort.

            Oder doch: Ich bin Sozialist. Gestern war ich noch Sozialistenfresser. Tja, schnell dreht sich die Welt.

          • pokemon273 schreibt:

            Ich warte auf das Foto von quer mit umgehängtem Bettlaken mit rotem Georgskreuz drauf, Pappschwert in der Hand, Papphelm auf dem Kopf, wie er die Hagia Sophia befreit. Deus lo vult!

          • Aristobulus schreibt:

            Ojwej, Blinse, nun hast Du den Quer am Hals. Viel Vergnügen 🙂

            Überlasse ich Dich nun wirklich und wahrhaftig diesem verbitterten Dauerrevisionisten und Eigentlichkeits-Fan?

            P.S.
            Er will Millionen und Abermillionen umgesiedelt haben, will alle Landkarten neu malen, warum?, nu wegen der Historie und wegen der Eigentlichkeit.
            LOL!

            P.P.S.
            Quer war mal besser. Jetzt spult er nur noch seine Liste runter, incl. Sozialisten. Er wittert die, weil er muss, denn er hat seine Liste. Jeder, der ihm und der Liste widerspricht, wird nun zwangsläufig als Sozialist gelistet 😀

          • quer schreibt:

            Aristobulus,
            wer hat in Europa 1945 fast 900 Jahre revidiert? Erzählen Sie mal. Wer dagegen ist, ist „Dauerrevisionist“?? Ist so gesehen die (berechtigte) Errichtung Israels nicht zutiefst revisionistisch? Revisionist nach Bedarfslage. Ist es das?

          • M.Umin schreibt:

            ich würde mal sagen, im Laufe der gesamten Geschichte ist es immer wieder zu Vertreibungen gekommen. Aber wird jede Vertreibung auch diskutiert? Bekommt jedes Volk, das ganz oder Teile des Volkes auch eine Entschädigung? Versucht doch mal eine antike Vertreibung rückgängig zu machen, oder eine aus dem Mittelalter. Das klappt nicht. Theoretisch könnten wir Deutsche Ansprüche stellen, weil in 4. Jahrhundert die Hunnen auch Germanenstämme vertrieben haben, welche weiter westlich flüchteten.
            Aber schlag sowas vor und man lacht euch aus.

          • Aristobulus schreibt:

            Quer, Sie wollen den Kommentarbereich dieses Blogs ins komplett Abseitige und Lächerliche ziehen, nicht?

            Zum letzten Mal ich jetzt zu diesem abstrusen Thema. Also, wer hatte BIS 1945 in boß zwölf Jahren die gesamte menschliche Ethik revidiert und versaut?
            Die Antwort überlasse ich Ihnen.

            À propos, die Israelis haben sich 1948 ihr Land erobert. 1967 und 1973 wieder. Man kann sich Territorium erobern, und dann gehört es einem. So ist das nun mal auf der Welt.
            Jeder, der danach ankommt und zetert, ja aber, aber eigentlich!, aber überhaupt!, usf., der macht sich lächerlich.

            Und nun Werbung.

          • Kanalratte schreibt:

            Keiner wird hier ernsthaft das Existenzrecht von Polen anzweifeln.
            Polen hat selbst Land im Osten verloren, Polen wurden umgesiedelt.
            Ich gönne den Polen das ehemalige deutsche Land.

            PS: Dass der russische Teil Ostpreußens und Königsberg so brach liegen ist aber wirklich schade.

          • quer schreibt:

            „Polen hat selbst Land im Osten verloren, Polen wurden umgesiedelt“

            @Kanalratte,.
            das Land, daß Polen im Osten verloren hat, wurde von diesem 1922 von der SU erobert. Die polnische Bevölkerung war in diesem eroberten Teil Polens eine Minderheit. Insbesondere in Lemberg. Überhaupt führte Polen seit seiner Wiederbegründung 1918 mit allen umgebenden Nachbarn nacheinander Krieg. Es war in den 20/30er Jahren das aggressivste Volk in Europa.

          • quer schreibt:

            Aristobulus,
            ich will hier überhaupt nichts ins Lächerliche ziehen. Dafür ist der Gegenstand der Betrachtung viel zu ernst.

          • quer schreibt:

            „Also, wer hatte BIS 1945 in boß zwölf Jahren die gesamte menschliche Ethik revidiert und versaut?“

            @ Aristobulus,
            ein Verbrechen rechtfertigt nicht ein anderes Verbrechen. Ein uralter Grundsatz unserer Zivilisation.

          • Aristobulus schreibt:

            Falsch.
            Grundsatz auch der Moderne: Dass man sich etwas erobert, eine Position, ein Territorium, oder Ansehen – und dann gehört das Eroberte einem.
            Wer danach ankommt und schimpft, kommt zu spät und will den Verlust nur nicht wahrhaben.

            So wie die Araber etwa. Die wollen nicht wahrhaben, dass sie bis jetzt jeden ganzen und jeden halben Krieg gegen Israel oder gegen ein westliches Land verloren haben..

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Sie haben so geantwortet, als hätte ich die Vertreibung der Deutschen aus den Ostgebieten mit dem Holocaust gerechtfertigt oder aufgewogen.
            Falsch!, das habe ich nicht getan. Sie sollten mir nichts in den Mund legen, was ich nicht gesagt habe.

            Mein Verweis auf den Holocaust als Entwertung aller menschlichen Werte war eine Antwort auf Ihren Verweis, dass nach 1945 die letzten 900 Jahre Geschichte revidiert worden seien. Irgend Siedlungsgebiete werden immer mal verschoben, einmal hier, einmal da. Das ist allermeist mit großem Leid verbunden, gehört jedoch zu den Dingen, die gemeinhin unter geschichtliche Tatsachen gezählt werden.
            Hingegen die industrielle Menschenvernichtung des Holocaust gehört nicht dazu -ein Zivilisationsbruch, bislang nie dagewesen.

            – Ich stelle jetzt mal fest: Alle Ihre Thesen sind widerlegt, Quer. Keine ist unwiderlegt übrig.

          • quer schreibt:

            Aristobulus,
            ich empfinde es als infam, wie Sie meine Repliken umdeuten. Gut, ist Ihre Sache. Andere können auch lesen. Immerhin gestehen Sie den Vertriebenen weltweit zu, sich verlorenes oder geraubtes Land zurückzuerobern. Als geschichtliche Tatsache sozusagen, Jammern darüber, ist in Kauf zu nehmen, Kollateralschaden sozusagen. Nicht wahr? Möglicherweise erkennen Sie Ihre Doppelbödigkeit.

          • Aristobulus schreibt:

            Zum Nebenthema:
            … dieses Dauerjammern wegen irgend ex-Territorien völlig ohne Not ist einfach nicht zu verstehen.

            Verstehen hingegen lassen sich jüdische Siedler in Samaria und Judäa!, weil das 1) winzige Gebiete sind, gemeinsam mit Kernisrael (ebenfalls winzig) das einzige Territorium weltweit, in dem Juden 2) ihres Lebens sicher sind – dazu 3) unabhängig.
            4) Ferner geht es da um Not, um Lebensbedrohung und um Sicherheit..

            Aber dieses absurde Quersche deutsche Jammern wegen irgend Osteuropa SIEBZIG Jahre später, völlig ohne Not!, völlig ohne Sinn!, aaargh, welch ein aufgeblasener Luxus.

            Zur Person:
            Sie möchten den Kommentarbereich dieses Blogs lächerlichmachen und in Verruf bringen, Quer, nicht? Das wird Ihnen nicht gelingen.

          • Dante schreibt:

            Ihres Lebens sicher stimmt natürlich nicht ganz, aber es ist klar, was Du meinst. Solange Israel Israel ist, wird es unter Garantie niemals jemanden dafür diskriminieren oder verfolgen, weil er Jude ist.

          • M.Umin schreibt:

            Mein Geschichtslehrer hatte mal gesagt, Ostpreußen ist länger deutsch, als die Türken in der Türkei sind. Das ist auch richtig, aber kein Grund, dass die Gebiete für immer deutsch bleiben. Nach jeden Krieg wird verhandelt oder bestimmt, was der Verlierer an Geld oder Gebieten abgeben muss. Dabei achtet keiner darauf, wie lange ein Gebiet zu einem Land gehört. Im Übrigen sind die Ostgebiete die Gebiete, die Deutschland als letztes durch eroberung bekam (Kolonien nicht mitgezählt). Denn das mittelalterliche Deutschland reichte bis zur Oder, bevor im 13. Jahrhundert östliche Gebiete durch Besiedlung oder Eroberung deutsch wurden.
            Vgl Ostsiedlung und Deutschen Orden

  10. mike hammer schreibt:

    der letzte satz ist basis der israelkritik und des antisemitismus,
    man braucht keinerlei konsequenzen zu fürchten wenn
    man israel oder juden mit dreck überschüttet,
    nicht mal wiederspruch. broder
    nennts gratismut, den
    feigen stolz der
    großmäuler.

  11. schum74 schreibt:

    An Pokemon273

    Am 24. April 2015, 7:35 vormittags schreiben Sie auf der Seite „Schämt euch…“ zur antiisraelischen Bundestagsresolution vom 2. Juli 2010:

    Ich habe auf bundestag de nach einer solchen Beschlussfassung vom 2. Juli 2010 gesucht, aber nichts entsprechendes gefunden.

    Der Punkt ist mir zu wichtig, als dass ich das Risiko eingehen möchte, dort überlesen zu werden. Daher ein Abschwiff, den ich Gerd Buurmann zu entschuldigen bitte:

    Aus: Henryk M. Broder, „Bundestagsbeschluss: Einigkeit und Recht und Gaza“, Spiegel Online, 04.07.2010:

    Der Bundestag hat eine Resolution zur Lage in Gaza verabschiedet. Dabei ist nicht der Inhalt entscheidend, sondern wie sie zustande kam: einstimmig.

    (…) Und zwischen diesen beiden Tagesordnungspunkten schweifte der Bundestag in die Ferne und diskutierte über einen fraktionsübergreifenden Antrag: „Ereignisse um die Gaza-Flotille aufklären ‒ Lage der Menschen in Gaza verbessern – Nahost-Friedensprozess unterstützen“, der einstimmig ‒ ohne Gegenstimmen und ohne Enthaltungen ‒ angenommen wurde. An dieser Stelle verzeichnet das Protokoll der Sitzung „Beifall im ganzen Hause“.

    So etwas kommt nicht oft vor, selbst altgediente Berichterstatter können sich nicht daran erinnern, wann zuletzt alle Abgeordneten geschlossen einer Meinung waren, auch die Mandatsträger der Linken, die sich nicht einmal untereinander darüber verständigen mögen, ob die DDR ein „Unrechtsstaat“ oder nur eine „Diktatur“ war.
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/bundestagsbeschluss-einigkeit-und-recht-und-gaza-a-704501.html

    • pokemon273 schreibt:

      Danke, habs gelesen. Broder gut wie immer.

      Nicht als Widerspruch zu seinem Artikel aber als meines Erachtens notwendige Ergänzung gestatte ich mir, aus dem Wortprotokoll der Bundestags-Sitzung vom 10. Juni 2010 zu zitieren:

      Dr. Andreas Schockenhoff (CDU/CSU):

      … Sicherlich steht die Verhältnismäßigkeit der israelischen Aktion in Zweifel. Die Linke muss sich aber fragen lassen, ob sich ihre Abgeordneten als deutsche Volksvertreter nicht vor den Karren der radikal-islamistischen Hamas haben spannen lassen.

      (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der FDP)

      Ging es Ihnen wirklich um die humanitäre Hilfe? Wieso fanden Sie es nicht verwunderlich, dass die Organisatoren der Flotte nicht bereit waren, die Güter im israelischen Hafen Aschdod zu löschen und sie von dort nach Gaza zu bringen?

      Warum sind Sie nicht hellhörig geworden, als der Ministerpräsident der Hamas in Gaza, Ismail Hanija, schon vor der Aktion ihr mögliches Scheitern als „einen Sieg für Gaza“ bezeichnet hat? Wieso wurden Sie nicht stutzig, als die Hamas die Annahme der Güter, die Israel von den Schiffen abgeladen und auf Lastwagen verfrachtet hat, verweigerte?

      Warum lassen Sie es unkommentiert, dass der Hamas offensichtlich nicht an der humanitären Lage der Bevölkerung im Gazastreifen gelegen ist und dass sie Lastwagen mit Medikamenten, Nahrungsmitteln, Rollstühlen und Kinderspielzeug am Grenzübergang Kerem Schalom auf ihre Abfertigung warten lässt? Warum thematisieren Sie eigentlich nie die schweren Menschenrechtsverletzungen unter der Herrschaft der Hamas? Die Antwort ist, dass es Ihnen weniger um die Menschen in Gaza geht als um Ihre Solidarität mit den islamistischen
      Extremisten der Hamas.

      (Beifall bei der CDU/CSU sowie bei Abgeordneten der FDP – Dr. Dagmar Enkelmann [DIE
      LINKE]: So ein Unsinn! Schade, am Beginn war Ihre Rede so vernünftig! – Weitere Zurufe
      von der LINKEN)

      Das haben Sie mit Ihrer einseitigen Parteinahme im Nahostkonflikt eindeutig unter Beweis gestellt.

      Philipp Mißfelder (CDU/CSU):

      … Wenn das Ihre [gemeint ist die LINKE] Definition von Auslandseinsätzen in Zukunft sein soll, dann können Sie für sich keine radikalpazifistische Haltung in Anspruch nehmen. Es ging keineswegs – das sagen viele der Organisatoren selbst – nur um eine politische oder humanitäre Aktion, sondern es ging um eine konfrontative Aktion, auch um Israel weltweit an den Pranger zu stellen. …

      Peter Beyer (CDU/CSU):

      … Wir alle sind bestürzt über den Verlust menschlichen Lebens. Gleichzeitig müssen wir feststellen, dass die zunächst gemeldeten Abläufe und die sich die Tage darauf abzeichnenden Fakten über das tatsächliche Geschehen stark voneinander abweichen: Anfangs war von 20 getöteten Aktivisten die Rede. Kurze Zeit später wurden erheblich weniger Opfer gemeldet. Videos zeigen zudem, dass Soldaten sofort, nach dem sie sich an Bord der „Mavi Marmara“ begeben hatten, und offenbar auch koordiniert mit massiver Gewalt konfrontiert worden sind.

      (Zuruf von der LINKEN: Eine Unterstellung! – Weitere Zurufe von der LINKEN)

      Es kam dazu, dass ein Soldat in völliger Absicht über die Reling des Schiffes geworfen worden ist.

      Die furchtbare Eskalation der Gewalt macht noch einmal deutlich, wie sehr man gerade in diesem Konflikt vorschnelle Rückschlüsse auf das tatsächliche Geschehen vermeiden muss.

      (Beifall bei Abgeordneten der CDU/CSU und der FDP – Widerspruch bei der LINKEN)

      Eine vorschnelle und einseitige Bewertung der Geschehensabläufe in die eine oder in die andere Richtung, um damit durchsichtige politische Zwecke zu verfolgen

      (Zurufe von der LINKEN)

      – erschreckenderweise gibt es hier noch einige, die dies tun –, ist auch Wasser auf die Mühlen derjenigen, die den Frieden in der Region gar nicht wollen.

      (Zuruf von der LINKEN: Das ist ja unglaublich! Unterstellung!)

      Alle Seiten müssen endlich den friedlichen Weg zur Konfliktlösung beschreiten. Dazu gibt es keine Alternative.

      Die in Gaza seit 2007 herrschende Hamas ist eine Organisation, die Terror täglich als Mittel der Politik einsetzt. Seit 2007 herrscht damit in Gaza ein Regime, das die Existenz Israels auch weiterhin nicht anerkennt. Die Bedrohung Israels durch Raketenbeschuss und Sprengstoffanschläge ist real und unmittelbar. Fest steht, dass die Blockade Gazas den Friedensprozess nicht einfacher macht. Um die Situation heute verstehen zu können, muss man aber auch die Umstände betrachten, die zur Blockade Gazas durch Israel geführt haben. Ein Import über den Landweg nach Anlaufen des Hafens von Aschdod wäre auch im Fall der sogenannten Friedensflottille möglich gewesen. …

      Patrick Kurth (Kyffhäuser) (FDP)

      … In dieser Situation fährt ein Konvoi mit mehreren Tausend Tonnen Hilfsgütern und einigen Hundert Aktivisten an Bord los. Dabei waren Aktivisten – die meisten sicherlich mit ehrenwerten Motiven, manche mit Kalkül, manche naiv –, knallharte Provokateure und manche, die schon vorher gesagt haben, sie wollten zu Märtyrern werden. Laut türkischen Medien waren 40 der türkischen Teilnehmer gewaltbereit. Drei der Getöteten hatten vorher bekundet, dass sie auf diesem Trip als Märtyrer sterben wollen. Das sind die Fakten, die man bei aller Kritik an dem israelischen Vorgehen nicht vergessen darf. …

      Holger Haibach (CDU/CSU)

      Meine lieben Kolleginnen und Kollegen von der Linken, Sie sind hier nie zimperlich mit Ihrer Wortwahl, und Sie sind auch relativ schnell dabei, uns alles Mögliche zu unterstellen.

      (Jörn Wunderlich [DIE LINKE]: Wir sagen immer die Wahrheit! Das ist das Problem dabei!)

      Ich würde gern der Frage nachgehen wollen: Wer war eigentlich dabei? Hätte man das nicht vorher wissen können? – In der ARD-Sendung Report Mainz vom 7. Juni 2010 wurde unter anderem ein Interview mit Frau Groth ausgestrahlt. In diesem Interview antwortete Frau Groth auf die Frage, wer mit ihr reise:

      „…, fragen Sie doch die Dame von Pax Christi. Die kennt sich da vielleicht eher aus als ich.“

      Auf die Frage, ob sie sich nicht vor der Fahrt über die Mitreisenden informiert habe, antwortete sie: „Ich beende das jetzt!“ Ich unterstelle Ihnen die besten Absichten, aber es ist zumindest fahrlässig, wenn man weiß, dass sich die Gruppe an Bord offensichtlich sehr multipel zusammensetzt. Unter anderem waren dort – das wird nicht bestritten – Mitglieder einer in der Türkei tätigen Partei, Funktionäre der BBP. Das ist eine Partei, deren demokratische Legitimation – um es ganz vorsichtig zu formulieren – extrem zweifelhaft ist. Das müssen Sie jetzt nicht mir glauben, aber Sie können natürlich gern Ihrer eigenen Fraktion glauben, Frau Groth.

      Mit Genehmigung der Präsidentin möchte ich aus einer Kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke aus dem Jahr 2007 mit der Überschrift „Türkische Rechtsextreme in Deutschland“ zitieren; wohlgemerkt: Ich zitiere nicht die Antwort der Bundesregierung, sondern die Vorbemerkungen der Fragesteller. Darin heißt es:

      „Als „Graue Wölfe“ … werden die Anhänger der rechtsextremen „Partei der Nationalistischen Bewegung“ MHP und der von dieser abgespaltenen islamisch-nationalistisch orientierten „Großen Einheitspartei“ BBP aus der Türkei bezeichnet.“

      Weiter unten heißt es: „Das Landesamt für Verfassungsschutz Nordrhein-Westfalen bescheinigt der Bewegung der „Grauen Wölfe“ eine rassistisch-nationalistische Orientierung, Antisemitismus … eine stark islamisch gefärbte Ideologie, Gewaltbereitschaft und am Führerprinzip ausgerichtete totalitäre Strukturen.“

      „Die „Grauen Wölfe“ … vertreten einen ausgeprägten Rassismus gegenüber nicht türkisch-islamischen Bevölkerungsteilen der Republik Türkei wie Kurden, Aleviten und christlichen Minderheiten.“

      „„Zu den ‚Feinden‘ gehören Armenier, Griechen, Juden, Freimaurer, Nachkommen von Sabbatei Zwi, Europäer, Amerikaner, Russen und Kurden“ …“

      Dies kommt nicht von mir, sondern von Ihnen. Es ist aus dem Jahr 2007. Sie hätten
      wissen können, mit wem Sie sich dort aufs Schiff begeben haben.

      (Beifall bei der CDU/CSU und der FDP)

      ————

      Ich bitte um Entschuldigung für die langen Zitatblöcke und eventuelle Formatierungsfehler, aber ich halte sie zur Vervollständigung des Bildes für notwendig. Auch in den Ausführungen der zitierten Redner sind viele Passagen, mit denen ich mich nicht identifizieren kann, die meisten habe ich weggelassen. Aus diesem Grund habe ich die Stellungnahmen der Redner von Linke, SPD, Grüne ganz weggelassen.

      Aber als Beleg für die Behauptung, die „Bundestagler“ würden im stillen das denken, was die palästinensische Politik und ihre Unterstützer praktizieren, taugen die von mir angeführten Zitate nicht.

      • Erez Israel schreibt:

        Kein Grund zur Entschuldigung. Ganz im Gegenteil ein weiterer Beleg dafür, auch wenn es sicher längst keinen mehr braucht, daß die Neo-SED/Die Linke eine antisemitsche feige Lügen.- und Verbrecherbande ist. Den paar Naivlingen des BAK Shalom sollte man mit ehrlicher Zuneigung ein wenig über den Kopf streicheln, solche Menschen habens nicht leicht im Leben.

        Vielen Dank fürs Posten.

      • Aristobulus schreibt:

        Die Angeordneten haben sich diese Stellungnahmen Tage später überlegt, nachdem der Antag längst einstimmig angenommen worden war. Einstimmig!, unter Beifall im ganzen Hause.

        Tage später, um den Ruf des Hauses zum Schein zu retten, schickten die CDU- und FDP-Fraktionen Einzelne vor, die die andere Seite zeigen sollten.
        Na großartig: Der Antrag war längst einstimmig angenommen!

        • Aristobulus schreibt:

          Abbgeordneten mit Beh, Bardon.

        • pokemon273 schreibt:

          10. JuNi (die Debatte im BT) war vor 2. JuLi (die Resolution).

          Merkwürdig, dass die BT-Seite die Resolution nicht hergibt. Über die Suchfunktion kommt man zu den Tagesordnungspunkten und Plenarprotokollen für die beiden Sitzungen am 2.7., zu Gaza ist aber nichts da. Schlampiges Archiv?

          Hätte die Resolution gern im Wortlaut gelesen. Die FAZ schreibt zwar, “ Bundestag hat eine sofortige Aufhebung der Blockade des Gazastreifens gefordert“, das passt aber überhaupt nicht zu den von mir zitierten Redebeiträgen.

          • pokemon273 schreibt:

            Ah jetzt hab ichs gefunden, es war einen Tag vorher, am 1.7. Die Resolution ist Drucksache 17/2328.

            http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/023/1702328.pdf

            Die relevante Textpassage:

            „Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf,
            … 4. die Forderung der Europäischen Union nach einer sofortigen Aufhebung der
            Gaza-Blockade mit Nachdruck zu unterstützen und darauf hinzuwirken, dass
            Israel die Positivliste von Gütern, deren Einfuhr möglich ist, in eine Negativ-
            liste verbotener Güter wie Waffen und waffenfähiges Material umwandelt;
            5. gegenüber Ägypten gleichfalls darauf hinzuwirken, dass ein regelmäßiger
            und im Interesse der Sicherheit der israelischen Bevölkerung kontrollierter
            Grenzverkehr ermöglicht wird; …“

            Also nicht Freigabe von Einfuhr von allem möglichen, insbesondere Waffen und Material, das der Sicherheit Israels gefährlich werden könnte, sondern Umwandlung von Liste erlaubter Güter in Liste verbotener Güter, wohl mit der Erwartung, mehr zivile Waren für die Einfuhr nach Gaza freizugeben.

            Das klingt schon etwas anders als die verkürzte Darstellung in der FAZ.

          • Aristobulus schreibt:

            Huch. Stimmt ja, Pokemon.
            Aber es ist so herum ja um so widerlicher so, nein? Denn die Redebeiträge waren am 10.6., und die einstimmige Resolution (so als ob diese Reden nie gehalten worden wären, einfach in den Wind gesprochen) fand am 2.7. statt.

          • Dante schreibt:

            Warum umso widerlicher? Die Kurzfassung legt nahe, der Bundestag habe von Israel verlangt, den Gazanern zuzubilligen, sich zu bewaffnen. Die Forderung nach einer Negativliste von Materialien, die weiterhin von Gaza ferngehalten werden „dürfen“ relativiert das.

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Die einstimmige Resolution zur Aufhebung der Blockade von Gasa.
            Die Unterpunkte über diese und jene Güter sind reine Theorie. Um die ging’s dem Bundestag nicht. Der Bundestag forderte, dass die Juden endlich ihre Feinde einfach mal machean lassen sollten.

          • pokemon273 schreibt:

            Wünsche gute Nachtruhe, Ari!

          • Aristobulus schreibt:

            🙂

            Gutt Nacht.

          • Aristobulus schreibt:

            Dante (1:21), aber doch, um so widerlicher, weil diese Vorschriften über einzuführende Güter und nicht einzuführende Güter reine Theorie sind.
            Was hat denn die Bundeswehr über Jahre (2006 bis etwa 2008) zwischen dem Libanon und Syrien gemacht? Nu, genau das Selbe (nämlich die Kontrolle eben dieses Güterverkehrs) hat sie da NICHT gemacht, weil nicht machen können. Und nicht machen wollen.

            Also, die Deutschen haben es selber in keiner Weise irgend geschafft, den Waffenfluss von Syrien rüber zur libanesischen Hisbollah zu kontrollieren. Die haben nichtmal einen einzigen Neujahrsknaller abgefangen. Dafür forderten sie 2010 das selber Versäumte einstimmig von den Juden, unter Beifall im ganzen Hause.

          • pokemon273 schreibt:

            (schade, dass WordPress die Beilage nicht chronologisch von unten nach oben sortiert, sondern total durcheinander würfelt).

            Das ist Quatsch, der BT hat ja nicht gefordert, dass Israel die Kontrolle des Warenverkehrs an die Deutschen, die UN oder den Heiligen Geist abgeben soll. Sondern die Kontrolle und das Recht, Waffen und sonstiges gefährdendes Material zu blockieren. verbleibt bei den Israelis selbst. Geht auch schon daraus hervor, dass gleichzeitig auch die Ägypter gleichzeitig zur Ermöglichung (im Interesse der Sicherheit der israelischen Bevölkerung) eines kontrollierten Grenzverkehrs angehalten wird. Denn Gaza hat ja nicht nur zu Israel, sondern auch zu Ägypten eine Grenze.

            Über die völlige Wirkungslosigkeit der deutschen Kriegsschiffe bei der Verhinderung von Waffenlieferungen an Hisbollah besteht kein Zweifel, das ist aber hier nicht Thema.

          • Aristobulus schreibt:

            Thema ist: Dass der deutsche Bundestag in einer Resolution (!) den Israelis Vorschriften machen will, welche Güter sie zu den Terroristen reinzulassen hätten.
            Also muss da im engen Zusammenhang festgestellt werden, dass bereits die preisgekrönte deutsche Bundeswehr unfähig und unwillig gewesen ist, Ähnliches zu leisten, nicht?

            Trotzdem hat der deutsche Bundestag von den Israelis das Unmögliche gefordert. Einstimmig. Die eigenen Leute waren unfähig. Aber von den Juden wird’s gefordert, unter Beifall im ganzen Hause.

          • pokemon273 schreibt:

            Noch quatscher, Ari.

            Unwillig ja, unfähig nein, und da aber auf die IDF weder erstes noch zweites zutrifft, nicht unmöglich (wirksame Kontrolle, lediglich Umstellung von Positiv- auf Negativliste).

            Ich bin es langsam leid, die deutsche Nahostpolitik zu verteidigen. Wenn es nach mir gegangen wäre, dann hätte es schon vor mehr als 40 Jahren eine Reaktion gegeben. Ihr bildet unsere inländischen Terroristen in euren Terrorcamps aus? Ihr macht unsere Olympischen Spiele mit Terror und Mord gegen israelische Athleten auf unserem Boden kaputt? Ihr versucht. uns mit euerm Ol-Embargo in die Knie zu zwingen? Gut, dann zeigen wir euch mal, was eine Harke ist. Wer das stärkere Militär, mit größerer Reichweite, hat. Wer wen wirtschaftlich mehr braucht. Wir werden euch so sehr und so lange weh tun, bis ihr vor Schmerz schreit und um Erbarmen bettelt. Danach können wir vernünftig zusammenarbeiten.

            So ist es nicht gekommen, bedauerlicherweise. Es gibt aber Abstufungen der Schlechtheit, und irre Unterstellungen wie die, dass der Bundestag forderte, dass „die Juden sich von ihren terroristischen Nachbarn fürderhin einfach abschlachten lassen müssten“, haben keinen Bezug zur Realität. Werde auf so ein Geschwalle nicht mehr antworten.

            Die Bundesregierung und die Fraktionsspitzen im Bundestag wollten damals ein Thema, das sich zum Dauerbrenner zu entwickeln drohte, der Linken Zulauf brachte und die anti-israelische Grundstimmung mit tätiger Mithilfe der Medien verstärkte, vom Tisch haben. Deswegen eine Resolution, der sogar die Linke zustimmte und damit war erstmal Ruhe im Karton.

            Dass sogar die sogenannte Qualitätspresse (wie die FAZ) nur lesen würde „fordert Aufhebung der Gaza-Blockade“ und das untrennbare Junktim „weiterhin israelische Kontrolle über Einfuhr, nur die Positivliste wird in Negativliste geändert“ übersehen würde, wurde dabei in Kauf genommen.

            Interessanterweise ist in den knapp fünf Jahren seitdem, nach meinem Empfinden, zwar die anti-israelische Grundstimmung in der deutschen Bevölkerung nicht kleiner geworden, vielleicht sogar noch etwas angestiegen. Aber im gleichen Zeitraum ist aus der sehr kleinen Anzahl pro-israelischer Deutscher (inklusive Befürwortung einer robusten israelischen Landesverteidigung, nicht bloß Lippenbekenntnis zum „Existenzrecht“) eine ansehnliche Minderheit geworden, vielleicht 25 oder 33 Prozent, damit so etwas wie eine informelle Sperrminorität, die eines Tages noch zum Tragen kommen könnte, falls die sogenannte politische Klasse umkippt.

            Muslimische Araber sind eben nicht mehr nur ein Problem für Völker, die weit hinterm Balkan aufeinanderschlagen. Wer selbst schon einmal auf der Straße Opfer brutaler Gewalt oder Einschüchterung wurde, jemanden kennt, dem es so ergangen ist, oder das aggressiv-fordernde Auftreten der unerwünschten, unbeliebten Zuwanderer live erlebt hat, beginnt ein ganz anderes Verständnis für den Judenstaat und seine Nöte zu entwickeln.

          • Aristobulus schreibt:

            Nope, Pokemon.
            Es geht bri dem Nebenthema nicht um dies und das, sondern es geht in erster Linie um’s deutsche Vorschriftenmachen gegenüber den Israelis.

            Als Jude bekommt man da einfach das Würgen, mit Grund.
            Wrum: Weil es dann doch recht schnell ging: Erst wird man fast von denen ausgerottet, und dann passen die so auf, damit man nicht rückfällig wird.

            Sie Pokemon, nennen es „Geschwalle“, dass ich geschrieben habe, der Bundestag fordere, die Juden müssten sich von ihren terroristischen Nachbarn einfach abschlachten lassen.
            Ah ja?
            Die Resolution fordert DIE AUFHEBUNG DER BLOCKADE VON GASA.
            So weit haben Sie das gelesen?
            Auch die Fatach, die Hamas, Ludwig Watzal, die iranische Regierung, allerlei deutsche Palästinagruppen, Horst Mahler und Schwallter Schperrmann fordern just diese Aufhebung der Blockade. Und was wollen die damit: Dass es dem Jud‘ endlich verboten wird, sich selbst zu verteidigen.

            P.S.
            Diese Sache mit der Positivliste und der Negativliste war von Anfang an reine Theorie, gehörte von Anfang an zur deutschen Besessenheit, den Israelis Vorschriften zu machen. Weil solch eine Liste nicht real ist, nicht durchsetzbar. Es ist also keine Liste – sondern ein scheinrationaler Zusatz unter die Maximalforderung der Aufhebung der Blockade.

    • schum74 schreibt:

      FAZ, 02. Juli 2010
      Resolution im Bundestag: „Israel muß Gaza-Blockade beenden“

      Der Bundestag hat von Israel eine sofortige Aufhebung der Blockade des Gazastreifens gefordert. Ein gemeinsamer Antrag von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen wurde heute einstimmig vom Parlament verabschiedet.
      Der Bundestag hat eine sofortige Aufhebung der Blockade des Gazastreifens gefordert. Die Abriegelung des formal autonomen palästinensischen Gebietes am Mittelmeer sei kontraproduktiv und diene nicht den israelischen Sicherheitsinteressen, heißt es in einem gemeinsamen Antrag von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen, der am späten Donnerstagabend einstimmig vom Parlament verabschiedet wurde.
      Auch die Fraktion „Die Linke“, die einen eigenen, wesentlich israelkritischeren Antrag ins Parlament eingebracht hatte, unterstützte am Ende den fraktionsübergreifenden Beschluß. Der außenpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Stinner nannte den ursprünglichen Antrag der Linke-Fraktion „unsäglich“. Er fügte aber hinzu: „Immerhin haben Sie am Ende für den fraktionsübergreifenden Antrag gestimmt.“
      http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/resolution-im-bundestag-israel-muss-gaza-blockade-beenden-11008563.html

      • Aristobulus schreibt:

        … ja. Danke Schum!, für’s Finden.
        Also nochmal.
        Was wurde da gefordert:
        Nicht Verhandlungen mit der Hamas wurden gefordert – oder ein paar Zugeständinisse an arabische Terrorgruppen. Nö, es geht da ums Ganze, nämlich um die Resolution des Bundestages zur sofortigen Aufebung der Blockade des Gasastreifens: Antrag einstimmig angenommen.

        Der deutsche Bundestag hat also von den Juden nicht ein paar Verhandlungen oder ein paar Zugeständnisse gefordert. Weil die Juden ihre Selbstverteidigung AUFGEBEN sollten: Das wurde da gefordert. Der deutsche Bundestag beschloss einstimmig unter Beifall im ganzen Hause, dass die Juden sich von ihren terroristischen Nachbarn fürderhin einfach abschlachten lassen müssten.
        So der deutsche Bundestag, einstimmig, unter Beifall im ganzen Hause.

  12. schum74 schreibt:

    Islam und Antisemitismus – wo denken Sie hin?

    Dr. Ahmad Abu-Halabiya, Mitglied des „Fatwa-Rates“, in der Moschee Zayd bin Sultan Nahyan in Gaza, 13. Oktober 2000 (am Tag nach dem Lynchmord an zwei israelischen Reservisten in Ramallah, der live im palästinensischen Fernsehen übertragen wurde):

    „Juden sind Juden, ob Labour oder Likud, Juden sind Juden. Es gibt keine Gemäßigten oder Anwälte des Friedens unter ihnen. Sie sind alle Lügner. Sie sind diejenigen, die niedergemetzelt und getötet werden müssen. Wie Allah der Allmächtige sagt: ‚Bekämpft sie‘. Allah wird sie durch eure Hände foltern und sie demütigen und euch helfen, sie zu überwinden, und die Seelen der Gläubigen befreien (…) Sie (die Juden) schufen sie (Israel) als Vorposten ihrer Zivilisation – und als Vorhut ihrer Armee und als Schwert des Westens und der Kreuzritter, die über den Köpfen der muslimischen Monotheisten, den Muslimen in diesem Land hängen. Sie wollten, dass die Juden ihre Anführer sind …“

    (Zit. n. Gal Ben-Ari, Die Saat des Hasses – Juden und Israel in den arabischen Medien, Hänssler-Verlag 2002)

    Chef des Integrationsbeirats Essen, Muhammet Balaban, liegt nicht ganz falsch: So was wie Abu-Halabiyas Erklärung treibt uns doch nur auseinander.

Seid gut zueinander!

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