13. Goldener Orwell für die Süddeutsche Zeitung

In unregelmäßigen Abständen vergibt Tapfer im Nirgendwo den Goldenen Orwell.

Der Goldene Orwell wird an sogenannte Qualitätsmedien für Berichte verliehen, die dem Parteislogan aus George Orwells Roman „1984“ alle Ehre machen: „Krieg ist Frieden!“

Unbedingte Voraussetzung für den Goldenen Orwell ist die ideologische Verdrehung einer Nachricht in ihr genaues Gegenteil, zum Wohle des besseren Einfügens in ein gefestigtes Weltbild.

Der 13. Goldene Orwell geht an die Süddeutsche Zeitung für diese Schlagzeile:

„Apartheid-Methoden in Israel“

http://www.sueddeutsche.de/politik/getrennte-busse-apartheid-methoden-in-israel-1.2487150

Im Mai 2015 wollte das israelische Verteidigungsministerium unter Mosche Jaalon für eine Testphase von drei Monaten zwei Sicherheitsmaßnahmen für Araber einführen, die keine israelische Staatsbürgerschaft, wohl aber eine Arbeitserlaubnis für Israel besitzen.

Erstens: Ausländische Araber aus den Gebieten, die sich mit Israel im Krieg befinden und die Vernichtung Israels fordern, sollten nicht mehr durch verschiedene Grenzübergänge ins israelische Kernland hinein- und wieder herausgelangen können, sondern nur noch über vier bestimmte Übergänge, und zudem stets dieselben Übergänge zur Heimfahrt nutzen, durch welche sie auch zur Arbeit gefahren waren.

Zweitens: Ausländische Araber aus den Gebieten, die sich mit Israel im Krieg befinden und die Vernichtung Israels fordern, sollten nicht mehr mit israelischen Linienbussen aus Judäa und Samaria heraus ins Kernland fahren, sondern lokale Busse der sogenannten „Palästinesischen Autonomiebehörde“ nutzen.

In Israel leben über 1,6 Millionen Araber und über 6 Millionen Juden. Es wurde nicht darüber nachgedacht, diese Araber und Juden in verschiedenen Bussen zu befördern. Allen palästinensischen Israelis standen und stehen alle öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung. Israel ist eine Demokratie mit gleichen Rechten für alle Bürgerinnen und Bürger! Es ging um Ausländer verfeindeter Regionen.

Am 20. Mai 2015 stoppte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu die Anweisung des Verteidigungsministers Mosche Jaalon. Israel entschied sich somit dagegen, Araber, die aus Gebieten kommen, die von Regierungen beherrscht werden, die mit Israel im Konflikt oder gar Krieg stehen und teilweise sogar erklären, Israel und alle Juden vernichten zu wollen, in separaten Bussen zu befördern. Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas fordert die Vernichtung aller Juden weltweit. Die Süddeutsche Zeitung aber titelte, in israelischen Bussen sei Apartheid ausgebrochen! Die SZ verbreitet ein Gerücht über Juden. Theodor W. Adorno sagte einst: „Der Antisemitismus ist das Gerücht über die Juden.“

Dafür schweigt die SZ zu der Tatsache, dass Juden außer in Israel überall im Nahen Osten diskriminiert und verfolgt werden und dass es Orte gibt, wo Juden gar keine Busse fahren dürfen.

Am 20. Mai 2015 erklärte Benjamin Netanjahu, dass im Nahen Osten selbst jene Menschen von israelischen Bussen befördert werden, die einem Volk angehören, das von einer Regierung beherrscht wird, die Israel und Juden vernichten will. Selbst in den Bürgerinnen und Bürgern verfeindeter Länder erkennt Israel zunächst einmal Menschen! Das ist Israel!

Die Süddeutsche Zeitung aber titelte Stunden nachdem sich Israel dazu entschieden hatte, sogar Ausländer aus verfeindeten Gebieten mit israelischen Bussen zu befördern, selbst wenn sie aus einem Gebiet kommen, dessen Regierungen offen feindselig gegen Israel agitiert, „Getrennte Busse in Israel. Apartheid-Methoden“.

Selten war ein Goldener Orwell gerechtfertigter, denn diesmal hat eine Zeitung aus purem Hass mit der Schlagzeile das Gegenteil von dem insinuiert, was geschehen war!

Dieser Beitrag wurde unter Goldener Orwell veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

19 Antworten zu 13. Goldener Orwell für die Süddeutsche Zeitung

  1. Kuhrahn schreibt:

    Schaut euch mal die Kommentare unter dem Spiegel Artikel an, da wird einem ja Angst und Bange was für hasserfüllte Menschen sich hier in Deutschland tummeln, sicherlich sind da viele Islamhörige dabei, aber auch Grün-Rot-Linke Wohlstandsverwahrloste, die neben Moscheen beschützen, arschplattsitzen gegen Rechts, ehrenamtlich Flüchtlingshelfen abends ein bisschen gegen Juden und Israel hetzen…würde man auch nur ansatzweise so wie die über zB Türken, Araber, Moslems sprechen, genau diese Bessermenschen würden einem dann als dreckige Nazisau bezeichnen. Es ist BESCHÄMEND was der Spiegel in seinem Kommentarbereich zulässt und vermutlich klammheimlich gutheisst.

    Einige Zitate:
    – Was kommt als nächstes? Gelbe Halbmonde??
    – Was machen überhaupt Israelische Siedlungen auf Palästinensischem Staatsgebiet ?
    – Da war ja die Apartheid in Süd-Afrika ja noch ne Nummer kleiner.
    – Es ist immer gut, aus der Geschichte zu lernen. Wäre es nicht an der Zeit jedem Palästinenser ein gut sichtbares „P“ auf die Stirn zu pappen?
    – Wie lange will die Welt diesem Treiben noch zuschauen?
    – Den Israelis sei geraten mit den letzten Überlebenden der Shoa zu reden und zu fragen wie das ganze in Deutschland begonnen hat.
    – netanjahu und seine freunde in den usa …als weltpolizei aufspielen…ständiger terror und völkerrechtswidrige enteignung …tötung von zivilisten die in den gaza-streifen zu gelangen versuchen…jetzt in israel auch noch die apartheit
    – Es waere an der Zeit, den Israelis die Grenzen klar aufzuzeigen.
    – zwei Staatenloesung, damit nicht millionen Menschen eingesperrt und ohne Hoffnung leben müssen
    – wenn ein Volk lebenlang hinter Mauern und Zäunen eingesperrt bleibt, kann kein Frieden daraus entstehen
    – alle israelischen Siedlungen im Westjordanland nach internationalem Recht illegal sind und deren Bewohner sich demnach illegal dort aufhalten. Aber an so was nebensächliches wie internationale Vereinbarungen hat sich Israel ja noch nie gehalten.
    – Israel auf palästinensischem Boden errichtet wurde
    – deshalb setzt man dort weiter auf Konfrontation und Unterdrückung anderer Rassen
    – Israelis sehen sich als das auserwählte Volk Gottes. Alle anderen stehen unter ihnen, insbesondere die Palästinenser. Es ist tief im israelischen Selbstverständnis verwurzelt, andere Völker nicht gleichberechtigt behandeln zu wollen
    – tote Palästinenser, übelst unterdrückte Leute, zerstörte Häuser.

    • Aristobulus schreibt:

      Danke für Ihre wohl scheußliche Fleiß- und Selbstüberwindungsarbeit, Kuhrahn, dorten in diesen vergifteten Ort hinabgestiegen zu sein und nachgelesen und ausgewählt zu haben.

      Zeitdokumente des altneuen Hasses von 2015

    • brathering schreibt:

      Unfassbar. Allein in Deutschland gibt es mehr (latente) Antisemiten als Juden weltweit.

      http://www.rp-online.de/politik/wie-sicher-sind-juden-in-deutschland-aid-1.5105904

      • brathering schreibt:

        Pardon dafür, dass ich Text und Links doppelt gepostet und verlinkt habe. Das muss an der Uhrzeit liegen. 😉

        • Aristobulus schreibt:

          Den Sachverhalt kann man gar nicht oft genug hinschreiben, Brathering

          • brathering schreibt:

            Stimmt auch wieder denn:
            „20 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sei laut einschlägigen Studien latent antisemitisch eingestellt. „Das sind 16 Millionen Menschen“, rechnet Schuster vor – und setzt diese Zahl ins Verhältnis zu den 100 000 Juden in Deutschland. „Das sind 0,128 Prozent.“ “

            Kleine Textaufgabe: Wie oft muss jeder in Deutschland lebende Jude mit einem wasserfesten Edding, das Wort „Antisemit“ auf die Stirn von Antisemiten schreiben, wenn es in Deutschland 100 000 Juden und 16 Millionen Antisemiten gibt?

          • aurorula a. schreibt:

            Wäre ich Woelki, ich würde anfangen zu schreien daß die Deutschen heute antisemitischer sind als vor achtzig Jahren: weil heute die Antwort 160 lautet und damals geschätzt irgendwas zwischen neun und zehn.

          • Aristobulus schreibt:

            *schluck’*

          • aurorula a. schreibt:

            Daran sieht man wieder, was für einer Woelki ist…
            Nebenbei: bekomme ich für diese Rechnung jetzt auch einen Orwell? Elegant (oder unelegant) ins Gegenteil gerechnet, immerhin.

          • Aristobulus schreibt:

            Du bekommst eine Médaille d‘Or, well done 🙂

    • unbesorgt schreibt:

      „Den Israelis sei geraten mit den letzten Überlebenden der Shoa zu reden und zu fragen wie das ganze in Deutschland begonnen hat.“

      Ja, genau mit solcher Hetze wie im Kommentarbereich von SPON!

      „…tötung von zivilisten die in den gaza-streifen zu gelangen versuchen…“

      Da hat wohl jemand zu lange hinter der Berliner Mauer gelebt. Letztere sollte ja angeblich die Faschisten draußen halten, war aber doch Gerüchten zufolge eher in die andere Richtung scharf. Anders sieht es mit der israelischen Mauer aus – die hält die Verbrecher draußen.

      …es ist leider wirklich müßig, die schwachsinnigen Behauptungen auf SPON zu entkräften, zumal man dort nicht zu Wort kommt.

  2. caruso schreibt:

    Aus der einst guter, niveauvoller SZ ist leider schon vor langer Zeit ein in vieler Hinsicht D***sblatt
    geworden. Israelfeindich bis zum Nimmergeht. Die heimischen Juden werden geschützt, damit niemand sagen kann, die SZ wäre antisemitisch. Ich bin zwar niemand, sage es trotzdem. Sie hat den Preis voll verdient.
    lg
    caruso

  3. Bergstein schreibt:

    Wenn man der Logik der Süddeutschen folgen würde, wären die getrennten Durchgänge an den Zollkontrolle für EU- und nicht EU-Bürger Apartheid. Der goldene Orwell ist wahrlich verdient.

  4. Ulrich Elkmann schreibt:

    Ungerecht! Ich fordere eine Teilung des Preises!.
    In SPONheim hat man sich solche Mühe gegeben…

    20.05: „Nahost-Konflikt: Palästinenser dürfen nicht mehr mit Israelis im Bus fahren“
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/israel-palaestinenser-und-israelis-in-getrennten-bussen-a-1034619.html

Seid gut zueinander!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s