14. Goldener Orwell für die FAZ!

In unregelmäßigen Abständen vergibt Tapfer im Nirgendwo den Goldenen Orwell.

Der Goldene Orwell wird an sogenannte Qualitätsmedien für Berichte verliehen, die dem Parteislogan aus George Orwells Roman „1984“ alle Ehre machen: „Krieg ist Frieden!“

Unbedingte Voraussetzung für den Goldenen Orwell ist die ideologische Verdrehung einer Nachricht in ihr genaues Gegenteil, zum Wohle des besseren Einfügens in ein gefestigtes Weltbild.

Der 14. Goldene Orwell geht an die FAZ für diese Schlagzeile:

Am Abend des 26. Mai 2015 wurde Israel mit Raketen aus dem Gazastreifen angegriffen! Gab man noch zwei Stunden später bei Google News das Wort „Israel“ ein, kam dieses Suchergebnis:

Die Raketen auf Israel waren keine News wert! Als sich Israel jedoch wehrte, ging es los. Am nächsten Morgen waren die Nachrichten eindeutig:

Den Vogel schoß die FAZ ab:

Das letzte Mal wurde Israel am 23. April 2015 mit Raketen aus dem Gazastreifen angegriffen und das obwohl sich Israel und die Hamas im späten August 2014 auf eine dauerhafte Waffenruhe geeinigt hatten. Trotzdem gab es immer wieder vereinzelte Raketen- und Mörserangriffe auf Israel. So sieht die Waffenruhe à la Hamas aus!

Der 23. April 2015 war der 67. Unabhängigkeitstag Israels. In der Unabhängigkeitserklärung Israels heißt es:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Diese Erklärung bebombte die Hamas am 23. April 2015 und wieder am 26. Mai 2015! Die Fackel der Unabhängigkeit entzündete am 23. April 2015 übrigens die arabische Journalistin Lucy Aharish.

So sieht die Waffenruhe à la Israel aus!

Die FAZ aber schreibt:

Dafür ist der Goldene Orwell mehr als berechtigt!

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75 Antworten zu 14. Goldener Orwell für die FAZ!

  1. Couponschneider schreibt:

    Ich glaube, Sie verirren sich hier, Herr Buurmann. Natürlich greift Israel an. Es ist ein Gegenangriff und ein Gegenangriff ist ein Angriff. Wer angreift, muss es also nicht als erster tun.

    • Couponschneider schreibt:

      Angriff und Verteidigung sind wertneutrale Begriffe. Und der Gegenangriff ist auch keine Verteidigungsaktion. Das beste Beispiel liefert der Sport, z. B. Fußball. Eine Mannschaft greift an, die andere Mannschaft verteidigt. Der Ball wechselt zur anderen Mannschaft, die Rolle von Angriff und Verteidigung wurden getauscht.

      • Aristobulus schreibt:

        Also, im Spocht mögen Angriff und Verteidigung für’s Spiel unerlässlich sein, aber auf Krieg lässt sich davon nichts übertragen. Bloß die Begriffe klingen gleich.

        Angriffskriege sind verpönt, geächtet (egal, dass die Terroristinenser jeden Monat wieder einen Angriffskrieg starten, auf diesem Ohr ist die Weltöffentlichkeit taub). Angriff gilt als äußerst negativ besetzter Begriff, wenn es um Krieg geht. Folglich wird beständig in den Zeitungen und im TV behauptet, dass die Israelis angreifen. Damit die Öffentlichkeit weiter diesen Abscheu empfindet.

        Fragen Sie irgend jemanden und beobachten Sie seine Raktion: Israel = Angriff -> Abscheu.

        • mike hammer schreibt:

          # Aristobulus

          angriffskriege sind kriege in denen man israel, den USA, oder
          der NATO die schuld in die schuhe schieben kann, z.b.
          Russland, die verteidigen sich immer, in
          der ukraine gerade und in
          georgien…..

          neusprech

  2. Kuhrahn schreibt:

    Zusammenleben von „nicht Muslimen“ und „Muslimen“

  3. Kuhrahn schreibt:

    Als ich das verlinkte youtube Video sah, musste ich sofort an dieses denken: http://www.israelnetz.com/innenpolitik/detailansicht/aktuell/araber-diskutieren-ueber-nationalhymne-22743/
    Ich weiss, die Hoffnungen hier im Blog sind gross, dass zumindest(!) in Israel das Experiment klappt: Zusammenleben von und , aber obiger Artikel spricht eine deutliche Sprache… für mich steht eines fest, auch wenn der Grossteil der Muslime „moderat“ ist(von mir aus friedlich), sobald eine gewisse (kritische) Masse erreicht ist, kommen immer, so sicher wie das Amen in der Kirche, Forderungen die religiös und kulturell eine Veränderung im „Gast“land bezwecken sollen und dann steht auch der grossteil der „moderaten“ Muslime dahinter.

    • ceterum censeo schreibt:

      Punkt! Und deshalb sollte jedes Volk, welches keinen Selbstmord plant und seine Kinder liebt, den Anteil bei nahe Null lassen, weit von der kritischen Masse entfernt.
      Das ist leider die Realität, wie man an bisher noch jedem Land sehen kann, das von der Plage heimgesucht wurde.

  4. mike hammer schreibt:

    das war aber knapp, eigentlich
    hätte jeder der MSM Stürmer
    seinen Goldenen Orwell
    mit Eichenlaub und
    Schwertern
    erster Klasse verdient.

  5. ceterum censeo schreibt:

    Auch die meisten dieser schreibenden Drecksäcke werden noch in dieser Generation erkennen, wie sehr sie sich versündigt haben. Sie werden großes persönliches Leid erfahren, welches nicht von denen ausgehen wird, gegen die sie heute solch falsches Zeugnis ablegen. Sie haben sich das alles selbst zuzuschreiben und ich habe kein Mitleid mit ihnen.

  6. Kanalratte schreibt:

    Wen wundert es dass die Deutschen so Israelfeindlich eingestellt sind,
    wenn man diese Medien hat?

    Unsere Medien haben eine Linie und jeder der dagegen verstößt wird
    ausgestoßen. Das Problem sind der deutsche Wille zur Unterordnung und
    Selbstzensur und die Einmischung der politischen Ebenen in die Medienlandschaft.

    • Kanalratte schreibt:

      Das Thema Israel ist beileibe nicht das einzige Thema wo sich Medienberichterstattung und Realität unterscheiden. Es ist auch nicht eines dieser Themen, weswegen der Graben zwischen dem Medienkonsument und dem Medienanbieter immer größer wird.

      Jede Onlineplattform der bekannten Medienanbieter, wird heute in den Kommentarspalten wie gewohnt mit Müll, aber vor allem mit konträren Meinungsbildern gefüllt, welche diese Zeitungen NIE darstellen. Die Zeitungen erklären wiederrum alle diejenigen die anderer Meinung sind insgeheim zu niederträchtigen Vollidioten oder löschen und zensieren.

      Insgesamt ist das ganze trotzdem interessant, weil offenbar vielleicht 2/3 der Deutschen Bevölkerung nicht das vertreten, was die Medienberichterstattung vertritt. Das muss man einfach mal wertfrei feststellen.

      • Couponschneider schreibt:

        Das ist richtig. Ich sehe eine einseitige Berichterstattung beim Klimathema.

        Man muss aber aufpassen: Nur weil viele Medien diese Meinung vertreten, muss es keine Absprachen geben, es muss keine Manipulation sein, sondern sie können einfach recht haben. Nur sehr schlichte Gemüter kommen auf die Idee, Adolf Hitler plötzlich gut zu finden, weil die „Systempresse“ unisono behauptet, Hitler wäre ein größenwahnsinniger Verbrecher, ein Massenmörder gewesen. Nur ein sehr schlichtes Gemüt lässt sich dann auf die Logik ein, das könne ja nicht sein, wenn alle Medien (die „Systemmedien“, die „Lügenpresse“) das gleiche behaupten, also läge ein Fall der Manipulation vor, man möchte mit der Dämonisierung nur von Hitlers antiamerikanischen Positionen ablenken, also müssten alle deutschen Medien von Washington aus gesteuert werden.

        Bei Hitler entblödet sich niemand. Bei Putin aber wird genau dieser Logik gefolgt. Es geht nicht um die Dimensionen der Verbrechen, es geht darum, an der Faktenlage zu argumentieren. (Ich beuge für den Fall vor, dass mal wieder jemand behauptet, ich hätte Putin mit Hitler gleichgesetzt. Habe ich nicht.) Dass Putin die Krim hat überfallen lassen, hat er selber zugegeben. Anfangs wurde es legitimer Aufstand der russischen Bevölkerung auf der Krim verkauft und nur Naive haben daran geglaubt. Aber Putin hat doch mittlerweile zugegeben, dass das alles von ihm eingefädelt worden war.

        Unsere Journalisten der „System- und Lügenpresse“ war nicht so naiv, um Putin derartig auf den Leim zu gehen. Allein das macht sie bei Pegida- und PDS-Anhängern verdächtig.

    • Couponschneider schreibt:

      Die FAZ ist dessen doch unverdächtig. Überschriften wie „Israel droht mit Selbstverteidigung“ oder „Raketen auf Israel, Waffenruhe hält vorerst an“ sind von einem ganz anderen Kaliber.

      Ich habe den Artikel auf FAZ.net gelesen. Ich kann daran nichts finden. Der Artikel weist sogar darauf an, dass es „erstmals seit fünf Monaten“ so einen Angriff gibt. Wenn man die linken Medien konsultiert, glaubt man, Israel fliege einen Luftangriff nach dem anderen.

      • Aristobulus schreibt:

        Nein, Couponschneider, die Passanten lesen die Überschrift und den ersten und allenfalls noch den zweiten Satz!, das gilt als Meinungsbildung. Darum legen Zeitungen so Wert auf die Überschrift. In der Überschrift legt die Chefredaktion fest, was das Publikum zu denken habe. Darum ähneln die Überschriften und die ersten Sätze der ca. zehn größten deutschen Qualitätsjournaille-Erzeugnissen einander auf so gespenstische Weise.

        Wer einen ganzen Artikel las, früher, der las einfach Zeitung. Jetzt nicht mehr. Wahrheiten sind schrecklich einfach geworden, so einfach, dass sie in eine Überschrift passen. Wer ganze Artikel liest, der betreibt jetzt Recherche.

  7. wreinerschoene schreibt:

    Das sind unsere Qualitäts-Medien, ist doch sehr informativ. Nicht die Meldung an sich, denn die ist eh erlogen, sondern die Frechheit so eine Unwahrheit veröffentlichen zu dürfen. Hier wird mit voller Absicht, und mit einem Sinn als Hintergedanken die Menschen manipuliert, es soll eine antiisraelische Stimmung erzeugt werden. Dabei wird in Kauf genommen, das evtl. Menschen zu schaden kommen die diesen Schwindel aufdecken und offen darüber reden. Kommunistische Zeitungen hätten es nicht besser machen können. Pfui.

  8. Phillip K schreibt:

    Ich finde, Blogs wie der verdienen mehr Beachtung. Immerhin berichten sie über Dinge, die man in den Nachrichten selten findet.
    Vielleicht sollte der Betreiber dieses Blogs mehr in die Öffentlichkeit gehen. Wenn Gerd Buurmann schon Künstler ist, dann sollte er mal versuchen in einer Fernsehsendung aufzutreten und dort etwas erzählen und auf seinen Blog hinweisen.

    • Kanalratte schreibt:

      Buurmanns Blog ist nicht Massenkompatibel, weil Positives zu Israel in diesem Land nicht Massenkompatibel ist. Der größte Teil der deutschen Bevölkerung hat eine Ablehnende Haltung gegenüber Israel. Ein großer Teil hat sogar eine notorische Abneigung gegen die USA, obwohl wir historisch durch dieses Land sehr viel profitierten.

      Dass Israel nicht böse ist und die USA keine Verbrecher sind, kann man vor Deutschlands Massengeschmack nicht ohne Gegenwehr behaupten, wie ich immer wieder feststelle.

      • caruso schreibt:

        In Österreich auch nicht, lieber Kanalratte. Darum auch bin ich froh, daß es diesen Blog gibt – Übrigens: die FAZ hat den Goldenen Orwell mehr als verdient.
        lg
        caruso

      • Markus Leuthel schreibt:

        „Buurmanns Blog ist nicht Massenkompatibel“

        Das liegt aber nicht an Gerd, sondern an der fehlenden Medienkompetenz der Massen.
        Und diese abstrakten „Massen“ bestehen immer noch aus vielen, vielen Einzelnen, die es erheblich besser könnten, wenn sie sich nicht ständig wie verzogene Schulkinder ohne gesundes Selbstvertrauen vom nächstschlechteren Nachbarn ablenken lassen würden.

        • Aristobulus schreibt:

          Das ist just wie in der Musik, Markus.
          Wer hört Tom Waits?, aber 70% hören Helene Fisch (oder wie sie heißt).

          • Markus Leuthel schreibt:

            Exactamente, Ari.
            Die Chelene frißt bestimmt immer den Fich, der wie sie heißt.
            Und am Freitag gibt es Hescht.
            Soll gut für die Zähne sein, oder für die Zehen, oder Zähene.
            Diese Erfolgszähene zeigt sie dann der gouvernantisch wohlbetreuten Unterhaltungsmenge ganz im Styhle der Raubthiere.

          • Aristobulus schreibt:

            … im Styhle der Raubthiere, die jedoch andauernd über Gefyhle und schmärzende Härzen und yber tiefe Sälengrynde syngen, syngen und syngen. Gar so, als ob sie dafyr bezyhlt wyrden.
            Hélas, Raubthiere sind auch nicht mehr das, was sie eynst gewen.

          • Markus Leuthel schreibt:

            😀
            Es hat ja derweylen eynen gewißen Raubthierschwunt gegeben.
            Indes wurd‘ die streyfengerechte Haltung eynes stoltzen Tiegergethiers auch immer umständlicher, biß hinan zur allgemeynen Streyfenbefestigungswuth!
            Allhier, allhier: das Tiegergethier, eß bleybt eyne Zier!

          • Aristobulus schreibt:

            Zum Sieger aller Thiereswuth
            taugt Tiegerthieres Ziere guth.

          • Markus Leuthel schreibt:

            Jedoch die Zierde ohne Fleyß,
            Sie macht‘ den Träger sturrr wie Geyß.
            So sturt‘ dem Bock, dem Schmocken,
            Vor dem Pflocke dann die Glocken.

          • Aristobulus schreibt:

            … so auch das FAZethier gar schnöd und feyst
            mit eytel Schturrheyt umb sich schmeyßt,
            ja ziegiger alß alle Geyßen!,
            (die b’scheydener ja schmayßn
            und lustick gryne Gräsel beyßn).

          • Markus Leuthel schreibt:

            😀
            der war schön beyßig.
            Pinienkernig lecker, feyn im Rhythmus!
            Schabbes @ all…

          • Aristobulus schreibt:

            Oj Phibyss-Phobyss-Phabessey,
            ya Dyr a gyter Schabbess sey.

            🙂

    • gerd4president schreibt:

      In der Tat wäre unser Gerd (#Boss) nicht nur ob seiner Bühnenpräsenz bestens geeignet, dem geneigten Publikum eine objektive Sicht auf unser Palestina zu eröffnen – nur Anne Will ja nicht … Sprich, wir sollten vereint anstreben, den Gerd vor eine Talkshow laden zu lassen! 😉 Ich werd mal meine Fühler austrecken …

  9. Markus Leuthel schreibt:

    Brainwashed melange.
    Wenn sogar die bekanntermaßen bürgerlichen Massenmedien immer stärker zu solch zweifelhaften Berichtsmethoden übergehen, zeigt das, wie stark die tendenziöse Filterung und Begriffsverdrehung bloßer Alltagsberichterstattung – oder was sich für eine solche Berichterstattung hält – in vielen Köpfen schon präsent ist. Ihre Motive und Ausführungen sind selbstreproduzierend und im Kern gegenaufklärerisch.

    Politisch linksorientierte wie auch politisch rechtsorientierte Medien in Deutschland haben mittlerweile alle das gleiche Problem: der heute arbeitende Nachwuchs der journalistischen Nachkriegsgenerationen ist nachweislich völlig unfähig, diese Filterung im Sinne tatsächlicher Pressefreiheit zu entfernen, und sei es auch nur bisweilen. Dieser Journalistennachwuchs will es nicht nur nicht, sondern er kann es gar nicht. Er hat es nie wirklich gelernt. Bei Einzelpersonen würde man hier zu Recht von einer beginnenden Verwahrlosung sprechen, oder zumindest von einer unmündigkeitsbedingten Dekultivierung, jedoch ohne vorher ausreichend erzeugte Selbstkultivierung. Das wiederum ist ein klares Anzeichen für Dekadenz.

    Wer aber ist der eigentliche Feind des selbständigen Wahrnehmens und Denkens, welches sich an maßvoll-neutralen Betrachtungsweisen zum Zeitgeschehen zu orientieren hätte?
    Es ist der technokratisch gestützte Verwertungswahn, der sein gesamtes, kurzatmiges Bestreben in diese Welt legt und aus dieser herauszieht, und der kein klares Bewußtsein über menschliche Brüche und Komplexionen mehr hinnimmt, dabei jedoch nicht viel mehr als nur einige preiswert wiederholbare, zunächst harmlos erscheinende Bewertungen zulassen kann, deren bisweilen massive Verletzungskraft schlicht aus grundsätzlich ermangelndem Verstehenwollen alles Menschlichen resultiert. Letzteres wird zwar laufend schablonenhaft zelebriert, aber eine vor sich hergetragene Monstranz, die „gut“ aussieht, ist noch lange kein Beleg für tatsächliches, tragfähiges Bekennen zum Guten-an-sich.

    Für die geistigen Entwicklungsgänge nicht immer ganz perfekter Wesen interessiert sich dieser technokratisch gestützte Verwertungswahn jedoch nicht im Mindesten. Dafür müßte er sich nämlich der Vernunft selbständigen Bewertens und Verstehens sowie der Diskursanstöße durch mündige Einzelne beugen, er müßte unideologisch gemeinte Verantwortung für das Bewertete und zu Bewertende tragen wollen, und er müßte mithin das Zuhören vollständig neu erlernen. Das aber steht seinem durch Ideologeme einer autoritären Welt geprägten Verwertbarkeitsprämisse entgegen, und würde letztendlich sein offensichtlich durch ihn selbst unverstandenes Selbstverständnis zerstören.

    Damit wird jeder individuelle Freiheits- und Emanzipationsdrang schon im Bereich der ersten Erkenntnis alles Wahrgenommenen negiert, da dieser Drang bereits vermeintlich einzigartig in der „Gruppenfreiheit des So-Meinens“ aufgeht. Der Prozeß des Erkennes wird nachfolgend durch scheinwahrheitssuchendes Vorgeben von Meinungs- und Beschreibungsversatzstücken ersetzt, Also wird durch diesen Verwertungswahn viel eher umgehend alles glattgebügelt, was nur ansatzweise der zunehmend nicht konformistischen Wahrnehmungsfilterung von Alltagsberichterstattung (nebst dem alltäglichen Umgang damit) unterliegt. Heraus kommt dann dieser antiisraelische Group Think, wie er sich unter Anderem auch in Gerds Blogartikel abzeichnet. Dieser frißt und gebiert sich laufend selbst.

    Sinnfrage: was machen wir besser? Wie können wir es besser machen?

    • Markus Leuthel schreibt:

      correction: „…was nur ansatzweise nicht der zunehmenden…“ (vorletzter Abs.)

    • Bachatero schreibt:

      Keinen Orwell ohne Orwell“, daher das Obige in Orwellschem Originalspeak:

      „What was she like, your wife?“ said Julia.

      „She was – the newspeak word goodthinkful – meaning naturally orthodox, incapable of thinking a bad thought. She had not a thought in her head that was not a slogan, and there was no imbecility, absolutely none that she was not capable of swallowing if the Party handed it out to her.“ ‚The human sound-track‘ he nicknamed her in his own mind….

      „… der heute arbeitende Nachwuchs der journalistischen Nachkriegsgenerationen ist nachweislich völlig unfähig, diese Filterung im Sinne tatsächlicher Pressefreiheit zu entfernen, und sei es auch nur bisweilen.“

      • Markus Leuthel schreibt:

        Danke, Bachatero. Das paßt ja wie die Nuß aufs Vanilleeis.
        Personenbeschreibung von „She“: „lieb, aber bissel doof“.

        Ich will aber, daß diese Geselschaft eine weitaus bessere Perspektive entwickelt.
        Wie können wir das schaffen?

        • Bachatero schreibt:

          Das können wir nicht, es sei denn, welche?

        • Aristobulus schreibt:

          … Leute, was kann man schaffen?, tja, man kann etwa in einer kuzen Nebendiskussion in einem Blog so über den Bogen von zehn Kommentaren ’ne bessere Perspektive entwickeln 🙂 , so, dass drei oder vier Leute ein paar nette zehn Minuten haben.

          Und man kann solche grässlichen FAZ-pro-toto-Missstände gemeinsam durchdenken und analysieren, na und dann?, dann kommt die nächste Schlagzeile nach Strickmuster pünktlich morgen früh, und am Mittag quatscht Todenknöter gestrickt und bestrickend Galgenstrickiges im TV.

          Schlaft gut 🙂

          • Bachatero schreibt:

            Gutt N8.

          • Aristobulus schreibt:

            Schankedön fleichgalls 🙂 (Kunststück!, bei Dir isses erst kurz nach halb acht)

          • Bachatero schreibt:

            Ja stimmt, aber so viel Schönheit hier und all datt ermüdet manchmal schon um 1/2 8 😉

          • Markus Leuthel schreibt:

            Was kann man schaffen?
            Schlaflos geht einfachst.
            Kaum ein paar nette Stunden aufgeblieben, schon wurde einer schlaflos.
            Sogar schlafloser bis schlaflosest, sobald die nächste Schlafestlosigkeit sich heran tödenknotete, und galgenschaterickete.
            04:14 itzo!
            Manch einer ist viel zu früh schlaflos gewest.
            Wußtet ihr das schon?
            Was kann man schaffen?

          • Aristobulus schreibt:

            … um 16:52 schlaflos, moi. Jessas. Entsetzlich. Habe versucht, schlafend zu schaffen!, sogar Schafe hab ich übern Schlaf-Schafzaun springen lassen, und nein, die waren nicht schön!, und nu isses 16:53 und schlaflos. Schaflos auch noch. Nichtmal’n Zaun ist da. Jeeez.

          • Markus Leuthel schreibt:

            Schafes Pruder?
            Die Zwei?
            Tony Curtis-Scherfachmann und Roger Schafgeweih?
            Anarchisch-privatforensischer Sch(l)afsicherheitstrakt für all-schaffende Unschafe?
            Ist am Ende der Sch( )af nur ein l-loser L-Space, eine Matritze ohne Litze?
            Phragen über Phragen…

          • Bachatero schreibt:

            Holy Machete, Markus, ist ja phurchtbar, so wirst Du nie einschlaphen.

          • Markus Leuthel schreibt:

            Bachatero: wahrscheinlich erst spät, aber dann:
            *schnörch, rapüüüh, rapüüüh…*

          • Bachatero schreibt:

            Schlymmes Geschnyrche. Ich werde nachweislich im Umkreis bis zu 200m gehört. 😉

          • Aristobulus schreibt:

            Geschnyrche gegen elf (bei Dir, so etwa) minus 200 m, hmmm ergibt den frühen Morgen. Da darf man das 🙂

          • Bachatero schreibt:

            Matschetazo, da bin ich jetzt rot geworden. Es gelingt schon hyn und wyder mal so bis 10 11 zu pennen (dann wird’s zu stickig in der Bude) , yst aber stork Vorgeschychtsbedyngt. Byn der Wurm, der vom fryhen Vogel gefunden wyrd. Und jetzt home nach Alabama myt Lynyrd Skynyrd. Dy Cowboys synd von hyr.

          • Aristobulus schreibt:

            Mercy. Empfyhle Dyr Kyuss (heißen so passend!) fyr dy brytend schwyle Fryhe

          • Aristobulus schreibt:

            Lynk vyrgyssn

          • Bachatero schreibt:

            Bym brytenden Kyffhoyser, wenn Nony das wyder zu hyren krygt, muss ych yhr gleich wyder den Bloos austryben. 😉

  10. jsbielicki schreibt:

    Hat dies auf psychosputnik rebloggt.

  11. Hein schreibt:

    Eindringlich wird in diesem Video geschildert, wie die Desinformationsmaschinerie funktioniert. Die Frage WARUM beendet den Film. https://m.youtube.com/watch?v=i4xGBKd3lEc

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