Die iranische Atombombe

„Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen.“ (George Santayana)

In den Atom-Verhandlungen der sogenannten 5 plus 1-Staaten mit dem Iran haben sich die Verhandlungspartner auf ein Abkommen geeinigt. „Die harte Arbeit hat sich bezahlt gemacht“, hieß es aus iranischen Verhandlungskreisen. Der Deal kann auf folgende einfache Formel gebracht werden:

„Mit viel Glück gibt es Frieden und mit etwas Pech sterben nur Juden!“

Es sind Israelis, die den Preis für ein Missgelingen dieses Deals zu zahlen haben. Darum lieben die USA, die Vereinten Nationen und Deutschland diesen Deal so sehr. Sie haben nichts zu verlieren! Israel muss schlimmstenfalls die Zeche zahlen und Israel saß nicht mit am Verhandlungstisch. Sowas nennt man wohl „geschickt eingefädelt“!

Israel ist das neue Tschechien!

In den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts bekam Tschechien im Namen eines vermeintlichen Friedens das alleinige Risiko aufgebürdet, ohne dabei am Verhandlungstisch zu sitzen. In der Nacht zum 30. September 1938 wurde von den Regierungschefs Großbritanniens, Frankreichs, Italiens und des Deutschen Reichs das Münchner Abkommen unterzeichnet. Die Unterzeichner nannten das Abkommen Münchener Frieden. Aus tschechischer Sicht wurde es als Münchner Diktat bezeichnet. Mit der Unterzeichnung sollte ein für allemal die Sudetenkrise gelöst werden. Die Sudetenkrise zeigt unübersehbare Parallelen zum heutigen Nahen Osten:

Bis 1918 gehörten die Böhmischen Länder zur Donaumonarchie. Nach der Niederlage Österreich-Ungarns im Ersten Weltkrieg wurde die Tschechoslowakei als unabhängiger Staat am 28. Oktober 1918 proklamiert. Allen dort lebenden Nationalitäten wurde die Gleichberechtigung versprochen. Im November 1918 besetzten tschechoslowakische Truppen die ihnen zugewiesenen Gebiete. Darunter waren auch die von Deutschen besiedelten Sudetengebiete. Im Vertrag von Saint-Germain wurde die Tschechoslowakei als souveräner Staat bestätigt und sodann die Sudetengebiete, inklusive der von Deutschösterreich beanspruchten Gebiete, endgültig der Tschechoslowakei zuerkannt.

Innerhalb der Sudetengebiete kam es daraufhin zu wachsenden Autonomiebestrebungen der dreieinhalb Millionen Sudetendeutschen. 1933 gründete sich die zunehmend nationalsozialistisch orientierten Sudetendeutschen Partei (SdP) unter Konrad Henlein. Bei den Wahlen im Mai 1935 stieg die Sudetendeutsche Partei zur stärksten Partei des Landes auf. Während der ganzen Zeit berichtete die deutschen Presse ausnahmslos über tschechische Greueltaten. Am 15. September 1938 trafen sich der englische Premierminister Chamberlain und Adolf Hitler. Hitler verlangte bei diesem Treffen die Anschließung des Sudetenlandes an das Reich und berief sich auf das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Am 17. September 1938 ordnete Adolf Hitler die Bildung eines Sudetendeutschen Freikorps an.

Vom 22. bis 24. September 1938 verhandelte Chamberlain erneut mit Hitler im Hotel Dreesen in Godesberg. Hier überbrachte er ihm die Zustimmung Englands, Frankreichs und der Tschechoslowakei zur Abtretung des Sudetenlandes. Eine internationale Garantie solle die Unabhängigkeit der Tschechoslowakei gewährleisten. Hitler lehnte diese Lösung nach kurzem Bedenken ab und verlangte schließlich in einem Memorandum ultimativ eine Lösung bis zum 1. Oktober. Daraufhin rief die Tschechoslowakei die Generalmobilmachung aus. Am 25. September lehnte das britische Kabinett die neuen Forderungen Hitlers ab und sagte der französischen Regierung Unterstützung für den Fall einer kriegerischen Verwicklung mit Deutschland zu. Am 26. September ordnete Frankreich eine Teilmobilmachung an.

Chamberlain entsandte einen Berater nach Berlin, um einen Kriegsausbruch zu verhindern. Hitler erklärte, seine Divisionen nur dann zurückzuhalten, wenn das Godesberger Memorandum von der Prager Regierung bis zum 28. September, 14 Uhr, akzeptiert worden sei. In seiner Rede im Berliner Sportpalast am 26. September bezeichnete er die Forderung nach der Abtretung des Sudetenlandes an das Reich erstmals ausdrücklich als seine letzte territoriale Revisionsforderung. An diesem Abend wurde von Joseph Goebbels auch der berühmte Slogan „Führer befiehl, wir folgen!“ kreiert. Schließlich appellierten Chamberlain und der US-amerikanische Präsident Franklin D. Roosevelt an den italienischen Diktator Benito Mussolini, Hitler zu überzeugen, die Mobilmachung zu verschieben und einer Konferenz zuzustimmen. Mussolini konnte am 28. September Hitler von der Notwendigkeit einer Konferenz überzeugen. Am darauffolgenden Tag wurde er von Hitler in Kufstein empfangen.

Am 29. September 1938 dann wurde das Sudetenland unter Absegnung der großen europäischen Staaten vom tschechoslowakischen Staat abgeschnitten. Die deutschen Autonomiebehörden wurden daraufhin vom Deutschen Reich einverleibt.

Die Situation der Tschechoslowakei im Jahr 1938 ähnelt der Situation des heutigen Israels verblüffend. Es müssen nur folgende Worte ausgetauscht werden:

Donaumonarchie = Osmanisches Reich
Tschechoslowakei = Israel
Deutsches Reich = Arabische Länder
Sudetendeutsche = Palästinenser
SdP = PLO, Fatah, Hamas

Es ist spannend zu sehen, zu welchen Zugeständnissen die Tschechoslowakei bereit war, um Frieden zu erhalten. Spannend auch die einseitige Berichterstattung in den deutschen Medien und das ständige Wiederholen des Begriffs „besetzte Gebiete“, wenn es um das Sudetenland ging. Die Tschechoslowakei war zudem damals eine junge und verletzliche Nation, so wie Israel heute. Auch die Begründung Hitlers lässt aufhorchen: „Selbstbestimmungsrecht der Völker“. Nicht zuletzt wurde auch immer wieder über das Existenzrecht der Tschechoslowakei gestritten. Hitler meinte zwar schließlich, sie doch irgendwie anerkennen zu wollen, aber am Ende war es eine Lüge. Europa hatte erst mal Frieden. Die Zeche zahlten die Tschechen!

Als in der Tschechoslowakai Kritik über das Verhalten der anderen europäischen Staaten aufkam, war die Tschechoslowakai schnell als größte Gefahr für den Weltfrieden ausgemacht. Günter Grass war damals noch zu jung, um ein Gedicht gegen die Tschechoslowakei zu verfassen, er war zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal Mitglied der Waffen-SS, dafür aber gab es einen Mann mit dem Namen Lord Trenchard. Er sagte damals, die Tschechoslowakei brauche die Sudetengebiete nicht für die Sicherheit und sprach: „Die beste Sicherheit ist Frieden!“ Jene Menschen in der Tschechoslowakei, die diesem Frieden nicht trauen wollten, wurden kurzerhand zu Störenfrieden erklärt.

„Die beste Sicherheit ist Frieden!“ Dieser Satz fällt auch im Nahen Osten immer und immer wieder. Israel ist jedoch ein Land, von dem ungewöhich viel Risikobereitschaft und noch mehr Entbehrung verlangt wird, so wie damals von der Tschechoslowakei. Tschechien kennt somit die Appeasement-Rhetorik und die damit verbundene Gefahr nur zu gut. So wie die Tschechoslowakai damals genug Grund hatte, dem Deutschen Reich zu misstrauen, so hat Israel heute gute Gründe, mit Sorge auf den Iran zu schauen.

Damals wurde Appeasement-Politik betrieben, denn es ging ja „nur“ um die Tschechoslowakei. Heute geht es „nur“ um Israel.

Als Chamberlain mit dem „Münchener Diktat“ nach Hause kam, waren die Britten ganz begeister.

„Wir werden nie mehr Krieg führen“, hatte Hitler versprochen. Chamberlain glaubte ihm und opferte Tschechien dafür.

„Wir werden niemals nach der Atombombe streben“, versichert Rohani. Obama glaubt ihm und opfert dafür die Sicherheit Israels. Barack Obama ist richtig stolz auf seinen Deal:

Ich muss dabei an Bill Clinton denken, der im Jahr 1994 einen Deal mit Nord-Korea schloss. Er erklärte damals: „Wir werden niemals nach der Atombombe streben“

Heute ist Nord-Korea im Besitz der Atombombe!

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29 Antworten zu Die iranische Atombombe

  1. Eitan Einoch schreibt:

    „Die Führung der Atomverhandlungen mit dem Iran ist erbärmlich gewesen; die Obama-Administration war inkonsequent, kapitulierte, übertrieb und sie täuschte sogar. Sie forderte kraftvoll bestimmte Bedingungen, kurz darauf gab sie genau diese auf. Außenminister John Kerry kündigte unglaubwürdig an, wir hätten „absolutes Wissen“ über das, was die Iraner bis heute in ihrem Atomprogramm gemacht haben und daher bestehe nicht die Notwendigkeit mit Inspektionen ganz unten anzufangen. Wie kann ein Erwachsener, geschweige denn ein hochrangiger Offizieller, solch eine Äußerung von sich geben?

    Die Administration täuschte die Amerikaner über ihre eigenen Zugeständnisse: Nach dem Gemeinsamen Aktionsplan vom November 2013 brachte sie ein Merkblatt heraus, von dem Teheran sagte, es sei falsch. Raten Sie mal, wer recht hatte. Die Iraner. Kurz gesagt: Die US-Regierung hat sich als zutiefst unglaubwürdig erwiesen.

    Die heute unterzeichnete Vereinbarung beendet die Wirtschaftssanktionen, erlaubt den Iranern einen großen Teil ihrer Atomaktivitäten zu verheimlichen, ihr fehlt die Durchsetzungsfähigkeit für den Fall iranischen Betrugs und läuft in etwas mehr als einem Jahrzehnt aus. Zwei Probleme stechen besonders hervor: Der iranische Weg zu Atomwaffen ist vereinfacht und legitimiert worden; Teheran wird einen „Unterschriften-Bonus“ von rund 150 Milliarden US-Dollar erhalten, der seine Fähigkeit zu aggressivem Handeln im Nahen Osten und darüber hinaus vergrößert.

    (…) Unter den von der Administration in den letzten sechs Jahren angesammelten außenpolitischen Fehlern ist keiner für die USA so katastrophal gewesen: nicht der chinesische Bau von Inseln, die Übernahme der Krim durch die Russen oder der Zerfall von Libyen, dem Jemen, Syrien und dem Irak in ihre jeweiligen Bürgerkriege. Aber der Deal mit dem Iran hat das Zeug für eine Katastrophe.

    Die Aufmerksamkeit verlagert sich auf den US-Kongress, der die heutige Vereinbarung prüfen muss, die wohl der schlimmste jemals geschlossen Vertrag nicht nur der amerikanischen, sondern der modernen Geschichte ist. (…)“

    Quelle: http://de.danielpipes.org/15975/iran-deal-katastrophe

  2. Sempronius Den,sus Bielski schreibt:

    Obama ist schlau. Er weiß ganz genau, dass Israel sich nicht vernichten lässt. Er hat nur die Verantwortung an Israel abgegeben, um weiter als „Freund des Islams“ ( Freund des Öls) auftreten zu können.

  3. Eitan Einoch schreibt:

    Während unsere heldenhafte deutsche Justiz einen 94-jährigen Greis zu vier Jahren Knast dafür verurteilt, woran er vor einem Dreivierteljahrhundert als Halbwüchsiger mitbeteiligt war, können die deutschen Unternehmen bald wieder auf florierende Geschäfte mit einem Regime hoffen, das davon träumt, sechs Millionen Juden von der Landkarte zu tilgen.

    Wow, das nenne ich eine gelungene Geschichtsaufarbeitung, Deutschland!

    Siehe:
    http://www.welt.de/politik/deutschland/article144027336/Vier-Jahre-Haft-fuer-frueheren-SS-Mann-Oskar-Groening.html

  4. Eitan Einoch schreibt:

  5. Eitan Einoch schreibt:

    Danke, Obama!
    Danke, westliche Politiker!

    Im Moment brennen „nur“ US- und Israel-Flaggen – noch.
    Die Mullahs jubeln – ebenso Hisbollah, Hamas und deren Gleichgesinnte.
    Niemand sonst hat einen Grund dazu.

    Siehe auch:
    http://www.timesofisrael.com/16-reasons-nuke-deal-is-an-iranian-victory-and-a-western-catastrophe/

    • caruso schreibt:

      So ist der Westen bzw. seine Politikerkaste. Winkt das große Geschäft würde es sogar die eigene Großmutter verkaufen. Dann werden alle vielgerühmte westliche Werte vergessen. Als ob es sie nie gegeben hätte.
      Lenin war zwar ein Verbrecher, dumm war er nicht. Er sagte (sinngemäß): Die Kapitalisten
      werden uns auch noch den Strick verkaufen, an dem wir sie aufhängen werden. – Er hat sich nur insofern geirrt, daß die Ausführenden nicht die Kommunisten sein werden.
      lg
      caruso

  6. Paul schreibt:

    Frappierend die Parallelen. Es wiederholt sich immer wieder. Da sage mir niemand, die Geschichte wiederholt sich nicht.
    Immer wieder wird versucht durch Zugeständnisse an den Aggressor Frieden zu erkaufen.
    Nur die Städtenamen die mit der Vereinbarung in Verbindung gebracht werden ändern sich.
    München – Oslo – Minsk – Wien
    Eine Linie. Eines ist die Gemeinsamkeit: Es funktioniert nicht!!!

  7. Kanalratte schreibt:

    Israel bleibt keine andere Wahl, als zu Realisieren, dass man sich letztendlich nur auf sich selbst verlassen kann. Der Blick sollte auch immer auf die Vergangenheit gerichtet sein, denn vor allem die Juden sollten wissen, dass sie ohne Gegenwehr kein dauerhaftes Leben bekommen.

    Ich wünsche mir eine israelische Armee, die jederzeit in der Lage ist, diese Bombe zu verhindern. Ich denke an Entebbe und ich denke an Opera.

  8. unbesorgt schreibt:

    Nach diesen Verhandlungen wird keine US-Flagge weniger brennen und in Teheran beim Freitagsgebet immer noch der Ruf „Tod Amerika“ erklingen und Israel wird aus Sicht des Iran immer noch überflüssig sein. Was hat sich also geändert? Der Iran kann sich nun bald die Technischen Anlagen und Fähigkeiten besorgen, die ihn bisher wegen des Embargos vom Bau der Bombe abgehalten haben. Amerika braucht kein iranisches Öl, was soll also dieser Scheißdeal? Herzlichen Dank, Obama!

    • Kanalratte schreibt:

      Obama hat als gebürtiger Moslem ein besonderes Faible für seine Brüder und Schwestern im Islam. Warten Sie mal ab was passiert wenn der erste türkischstämmige Kanzler DITIB äh ich meine Deutschland regiert. Im Dienste Allahs steht der Barack Hussein nämlich auch.

  9. besucher schreibt:

    Gibt da nur einen Interpretationsfehler:

    Wilson sprach immer vom Selbstbestimmungsrecht der Völker, das galt aber für die deutschsprachige Bevölkerung in den Sudetengebieten nicht, die wollten sich eigentlich Österreich anschließen. Da man Autonomieforderungen in späteren Jahren von tschechischer Regierungsseite ignorierte konnte Hitler die Leute sehr schnell in seiner nationalsozialistischen Bewegung einsammeln.

  10. Sempronius Den,sus Bielski schreibt:

    Die Ukraine ist eigentlich das Paradebeispiel. Israel ist in der Lage sich zu verteidigen.

    • Malte S. Sembten schreibt:

      Im Falle eines atomaren Angriffs kann man sich nicht mehr verteidigen, sondern nur noch rächen.
      Verteidigen kann Isarel sich vielleicht dagegen, dass der Iran Atomwaffen bekommt. Vielleicht … mit heimlicher Hilfe der Saudis. Das wäre richtig, sähe nach dem Atomdeal aber international ganz schlecht aus.

      • Kanalratte schreibt:

        Der Ruf von Israel ist ohnehin ruiniert. Bei starken militärischen Aktionen bekommt man aber zumindest Respekt. Gewalt ist doch eine Lösung.

  11. Adolf Breitmeier schreibt:

    Für Mohammed (an dem sich alle Mohammedaner orientieren, laut Koran eigentlich orientieren müssen) galten Verträge zwischen drei und zehn Jahre, oder, bei Bedarf, gar nicht. Der geborenen Mohammedaner Obama weiß das natürlich, der ,,naive“ Steinmeier natürlich nicht. So wollen wir mal sehen, wie lange diese Verträge Bestand haben. Zur Behandlung der Sudetendeutschen durch die Tschechen ist zu berichtigen, dass an diesen Menschen tatsächlich Vertreibung, Ermordung und großes Unrecht bnegangen wurde. Der Volkeswille (der Wahlen im Sudetenland) wurde selbstverständlich nicht anerkennt. Man sollte beide Seiten sehen, mal ganz vorsichtig ausgedrückt.

  12. Eitan Einoch schreibt:

    Es gibt dennoch (zum Glück) einen kleinen Unterschied zur Tschechoslowakei – Israel ist nicht wehrlos! Es ist existenziell bedroht und steht (mal wieder) allein – aber es wird sich nicht wie Lämmer zur Schlachtbank führen lassen

    • guinness44 schreibt:

      Stimme voll zu. Die Tchechoslowakei hatte z B keine U-Boote für einen tödlichen Zweitschlag. Nützt den Opfern des Erstschlags nicht aber ist dennoch eine gute Abschreckung

      • Eitan Einoch schreibt:

        Sie wirkt aber nur gegen den, der sich abschrecken lässt. Bei einem apokalyptischen Regime wie den iranischen Mullahs bezweifle ich jedoch die nachhaltige Wirksamkeit. Islamische Extremisten sind noch nie durch besondere Skrupel aufgefallen, das Leben ihrer eigenen Leute zu opfern. Warum sollten die Mullahs nicht ein paar Millionen Iraner (als Märtyrer) zu Allah schicken, wenn sie dadurch das allseits verhasste „zionistische Krebsgeschwür“ beseitigen? Sogar ohne nuklearen Angriff ist ein atomar bewaffneter Iran extrem gefährlich für die gesamte Region.

      • Malte S. Sembten schreibt:

        Die iranischen Mullahs folgen einer Endzeitideologie: für solche religiösen Spinner ist die atomare Apokalypse eher ein Anreiz als eine Abschreckung. Außerdem hat schon Ahmadinedschad flohlockt: Eine einzige A-Bombe reicht, ganz Israel auszulöschen – aber ein entsprechender Gegenschlag kann allenfalls Teheran vernichten.
        Sollte der Iran den Judenstaat atomar angreifen, kann ich mir die weltweiten Kommentare gut vorstellen: WEHE, Israel schägt zurück!

  13. Bruno Becker schreibt:

    Ein sehr zutreffender Vergleich, darauf muss man erstmal kommen. Wenn es um Israel geht, sehe ich sehr, sehr schwarz. Und wenn ich den ganzen Antisemitismus um uns herum sehe, Al-Quds-Tag, Linke, auch Pegida, jawohl !, dann kommen mir die Tränen. Es hört niemals auf!

    • gerd4president schreibt:

      Kopf hoch, auch wenn der Hals dreckig ist! Wir lassen uns nicht Bange machen! Alles wird gut! – Irgendwann …
      Ansonsten ein an Superlativen nicht zu übertreffender, mehr als starker Beitrag!
      Gerd, es ist eigentlich unmöglich, doch überbietest Du Dich immer wieder selbst, Chapeau! Schön, dass es Dich gibt!

      P.S. Hier noch eine passende Fundstelle zur headline: http://www.presseportal.de/pm/75035/3071244

  14. wreinerschoene schreibt:

    Ja jetzt hat der größte Feind der Demokratie die Möglichkeit bekommen alles zu seinen Gunsten zu verändern. Diese ganze, du darfst nur 6000 Zentrifugen haben ist doch quatsch. Wenn das Uran schon so hochwertig ist, braucht man nur wenige Zentrifugen. Ich habe eher das Gefühl man will Israel irgendwie Opfern. Es ist ein Land umringt von diesen Bekloppten die meinen es gibt nur eine Religion, und mit diesen Entscheidungen will man Israel unter Druck setzen. Ich jedenfalls habe ein komisches Gefühl.

    • Kanalratte schreibt:

      Ich habe auch den Eindruck man möchte Israel damit unter Druck setzen. Diejenigen die sehr einseitig denken, werden das gut finden, wenn es die Welt dem „bösen“ Zionistenstaat endlich mal zeigt. Jene die alles Glauben was Ihnen die Medien vorsetzt, z.B. dass sich aktuell vor allem Syrer unter den Asylbewerbern in Deutschland befinden.

      Als Hitler seine antisemitische Politik verkündete, war man damals außerhalb Deutschlands sicher nicht begeistert, aber insgeheim doch ein wenig mit Genugtuung erfüllt, dass es gerade „den gierigen Juden“ trifft. Die USA hielten es unter ihren antijüdisch denkenden Präsidenten nicht angebracht die Tore für jüdische Flüchtlinge zu öffnen und behielten so die rassistische Quotenregelung des Immigration Act von 1924 bei. Auch andere Länder (mit Ausnahme GB) wollten nur ungern Juden aufnehmen.

      So ist es auch heute ein vermeintlicher Erfolg für seichte Menschen, wenn es dem „Judenstaat“ endlich mal gezeigt wird. Dass der schiitische Iran nun faktisch freie Hand im Atomwaffenbau hat und sunnitische Staaten wie Saudi-Arabien mitnichten dabei zuschauen werden, wie der Iran damit anderen Ländern droht, ist eine andere Seite.

      Komische Welt:
      Deutschland schaltet seine Atomkraftwerke wegen eines Erdbebens in Japan ab und der Iran baut gerade mit deutscher Hilfe offen seine Atomwaffen um sie in Israel einzusetzen.

      Wie ‚Kein Mensch ist illegal‘ gilt ‚Atomkraft Nein danke‘ scheinbar auschließlich auf deutschem Boden.

      • A.Bundy schreibt:

        Anscheinend nicht scheinbar. Ansonsten alles richtig. 😉

      • wreinerschoene schreibt:

        Ja sehr richtig. Denn es sieht wie eine Allianz aus, der Iran der die Hamas unterstützt, die Hamas die in Ungnade bei der IS gefallen ist, da sie nach deren Vorstellung nicht genug Druck macht um den radikalen Islam durch zusetzen. Alle drei, der Iran, die Hamas und die IS, haben sich zum Ziel gesetzt, Israel zu vernichten, und bekommen nun als Sahnehäubchen die Möglichkeit eine A-Bombe zu bauen. Bis vor ein paar Jahren hatte ich Symphatie für Obama, aber jetzt scheint er nur noch Blödsinn zu machen und wird so gefährlich.

Seid gut zueinander!

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