Todenhöfer findet Demokratie gefährlich

Wenn Jürgen Todenhöfer nicht gerade von öffentlich-rechtlichen deutschen Rundfunkanstalten als Experte für dies und das zu Morgenmagazinen, Politikrunden und Markus Lanz eingeladen wird, umwirbt er auf seiner Facebook-Seite das Buch einer Nationalsozialistin, die bis zum Ende ihres Lebens in straffen rechtsextremen Vereinigungen unterwegs war. Tapfer im Nirgendwo berichtete. Auf seiner Facebook-Seite schreibt er zudem:

„Netanjahu ist für Israel gefährlicher als der Iran.“

Benjamin Netanjahu ist in einer demokratischen Wahl frei zum Premierminister Israels gewählt worden. Über 1,2 Millionen arabische Palästinenser leben in Israel. Das sind über 14% aller Israelis! In einer repräsentativen Umfrage der Harvard Kennedy School unter dem Professor Todd L. Pittinsky wurden sie zu ihrer Beziehung zu Israel befragt.

77 Prozent der arabischen Palästinenser erklären, dass Sie in keinem anderen Land lieber leben möchten als in Israel.

Israel ist der freieste Teil Palästinas und die überragende Mehrheit der arabischen Palästinenser in Israel sieht das genau so. Sie besitzen nämlich von allen Ländern des Nahen Ostens nur in Israel alle demokratischen Rechte des Landes! Der israelische Permierminister ist der einzige von Muslimen in einer demokratischen Wahl legetimierte Regierungschef.

Im Iran werden Muslime verfolgt, wenn sie die Regierung kritisieren, gehängt, wenn sie homosexuell sind und geschlachtet, wenn sie den Glauben verlassen. In Israel können Muslime glauben was, Sex haben wie und kritisieren, wen sie wollen. Der Iran ist die Hölle für Muslime! Der Iran bringt in nur wenigen Jahren mehr Muslime um, als in allen Kriegen mit Israel ums Leben gekommen sind!

„Netanjahu ist für Israel gefährlicher als der Iran.“

Jürgen Todenhöfer sagt mit diesem Satz zu den 1,2 Millionen Muslimen in Israel: Demokratie ist für Euch gefährlicher als ein islamistischer Gottestaat!

Jürgen Todenhöfer verhöhnt die Demokratie, verharmlost den islamistischen Faschismus und umwirbt offen das Buch einer überzeugten Nationalsozialistin.

Liebe ARD,
Liebes ZDF,

was muss Jürgen Todenhöfer eigentlich noch machen, damit Ihr ihn nicht mehr einladet?

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16 Antworten zu Todenhöfer findet Demokratie gefährlich

  1. Markus Leuthel schreibt:

    So ist er, der Jürgen Todenhöfer. Und Jürgen träumt. Jede nacht träumt er davon, Schaffner im letzten Zug zu sein. Nach für Nacht rettet er in Deportation aus Israel nach Auschwitz 2.0 befindliche Juden vor sich selbst, gegen deren eigenen Willen, wider jede Vernunft, indem er ihnen die unfreiwillige Zugfahrt durch möglichst viel einfühlsame, deren bloße Existenz relativierende Worte versüßen will. Er, Jürgen, findet nämlich, daß israelische Juden sich doch bitte bloß nicht immer so anstellen sollten. „Das macht doch alles nur noch viel schlimmer, ihr armen Juden da“, träumt der mitfühlende Jürgen dann in seiner eigenen, seltsam entfernt klingenden Sprache. So ist er, der Jürgen Todenhöfer. Unbelehrbar mitfühlend.

  2. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    „Was muss Jürgen Todenhöfer eigentlich noch machen, damit Ihr ihn nicht mehr einladet?“

    Er muss seinen Judenhass aufgeben. Dann wird er garantiert nicht mehr eingeladen.

    • Kanalratte schreibt:

      Nein, er müsste bloß aufhören „links“ zu sein. Mit den gleichen Aussagen als Nichtlinker würde Todenhöfer nicht mehr eingeladen werden. Aber linke Menschen können ja schließlich keine bösen Menschen sein, schon gar keine Judenhasser.

      Die Linksterroristen von Tupamaros West-Berlin haben es sogar geschafft am Tag der Reichspogromnacht 1969 eine Bombe in der Synagoge in West-Berlin zu platzieren um alle anwesenden Juden zu töten. Zum Glück ging die Bombe nicht hoch, sonst hätten wir einen erneuten Judenpogrom in der Nachkriegszeit erlebt.

      Nein, sicher keine Antisemiten diese Linken…

      Fazit:
      Unter Linken gibt es genausoviele Antisemiten, wie unter Rechten

  3. CWeiss schreibt:

    Die „Netanyahu ist für Israel gefährlicher als der Iran“-Aussage muss man natürlich schon aus Sicht des Urhebers verstehen:
    Netanyahu hat ja vermehrt „gedroht“, an der Existenz Israels festzuhalten und sowohl Territorium und Bevölkerung gegen allfällige Feinde zu verteidigen. Wenn jetzt wieder mal irgendeine Macht Israel angreift oder Angriffsvorbereitungen trifft und sich Israel aus Gründen des Selbsterhaltes zu einem Militärschlag gezwungen sieht, dann führt das natürlich dazu, dass unter den israelischen Bürgern zumindest einige derer sterben, die als Soldaten ihren Dienst tun.
    Im Kriegsfall könnte es also zu vielen israelischen Toten kommen, die sich allerdings nicht einfach ihrem Schicksal gefügt haben, was sehr bitter ist, weil sie dann nicht in das von der Holocaust-Aufarbeitung bekannte Muster des „guten“, weil ohne viel Ärger zu machen, gestorbenen Juden passen. In diesem Fall könnten Todenhöfer und Co. aus moralischen Gründen auch kein Bedauern zeigen, was sie ja so gern tun würden. Zudem würde ja, weil Israel ärgerlicherweise auch diesen Krieg gewinnen würde (und vielleicht als Folge noch mehr „völkerrechtswidrig besetztes Gebiet“ als Faustpfand gegen aggressive Nachbarn in der Hand hielte), der Konflikt unvermindert weiter gehen und man müsste sich für alle Zeiten weiter um die Juden sorgen, was ja Todenhöfer so aufrichtig und mit Hingabe macht.

    Anders natürlich, wenn da nicht so eine „Kriegsgurgel“ wie Netanyahu an der Macht ist. Man könnte sich ja auch einen von den westeuropäischen Linken bejubelten Pazifisten vorstellen, der ständig mit gesenktem Haupt zu Staatsempfängen in Europa reist und sich dort für die „zerstörerische“ SIedlungspolitik seiner Amtsvorgänger entschuldigt und gleich selber Datteln aus der Westbank boykottiert, der die Irondome-Luftabwehrsysteme gegen Regenschirme tauscht, weil die auch gegen die „selbst gebastelten Silvesterraketen“ der Hamas helfen. So ein toller „an einem glaubwürdigen Friedensprozess“ interessierter Kuscheljude wäre natürlich nach dem Gusto der „Ich-bin-kein-Antisemit-ich-bin-Israelkritiker“-Typen. Da gäbe es dann für die „Freunde Israels“ à la Todenhöfer gleich zwei valable Szenarien:
    1. Der neue Softie-Ministerpräsident mit der pazifistischen Ader leitet einen ganz tollen Friedensprozess ein, der nach und nach dazu führt, dass sich die Israelis bis auf Tel Aviv zurückziehen „dürfen“, während man gleichzeitig die enormen Fortschritte bejubeln kann, weil schliesslich die Palästinenser jetzt wieder „Ihr“ Land haben, mit dem vernachlässigbaren Nachteil, dass es wirtschaftlich am Boden ist und die Kinder statt Lesen, Schreiben und Rechnen jetzt wieder Koranverse auswendig lernen und jede Rechtsstaatlichkeit inkl. Grundrechte abgeschafft wurde. Irgendwann sind dann alle Juden in die USA ausgewandert, womit sie Todenhöfer und Konsorten als Feindbilder erhalten bleiben, denn schliesslich werden sie dort die „jüdische Lobby“ verstärken.
    2. Der Iran baut nicht nur eine Atombombe, sondern er wirft sie auch gleich bei erst bester Gelegenheit auf Israel. Für die solcherart ohne viel Gegenwehr ausgelöschten Juden kann man dann endlich wieder mal anständige Gedenktage feiern, Mahnmale aufstellen und Solidaritätskundgebungen veranstalten.
    Überhaupt wäre kundgebungsmässig erfreulich viel zu tun: a) Lichterkette für die jüdischen Opfer und gegen Antisemitismus. b) Solidaritätskundgebung mit den üblichen bekannten islamischen Würdenträgern, wo man unmissverständlich klar macht, dass man jetzt schauen muss, dass Muslime nicht wieder Opfer von Hetze werden, denn die Auslöschung Israels hatte natürlich nichts mit dem Islam zu tun. c) Anti-Atom-Demonstrationen, wo man anhand des Beispiels der iranischen Atombombe wieder mal klar macht, wie gefährlich und menschenverachtend die friedliche Nutzung der Kernenergie in Europa ist.

    Todenhöfer hat das Ganze aus seiner Sicht wohl ganz gut analysiert. Er hat nur vergessen, dass seine Freude im Falle einer Aufgabe oder Auslöschung Israels nur kurz währt. Der leidenschaftliche „Ich-bin-kein-Antisemit-ich-bin-Israelkritiker“ lebt seelisch ausgeglichener, wenn es ein Israel gibt, an dem er sich abarbeiten kann.

    • Kanalratte schreibt:

      Die Existenz Israels ist eine Bedrohung für die Welt. Besonders wird durch sie die Weltherrschaft des Islam gefährdet.

      • Marcus Adonis schreibt:

        Man stelle sich mal vor die Bedrohung des Weltfriedens ( Israel) wäre -wie auch immer- beseitigt: Sunniten und Schiiten fallen sich liebestrunken in die Arme, der IS hört sofort auf zu meucheln und zu morden, Boko Haram legt die Waffen nieder und führt die Homoehe in Nigeria ein. Hamas, Fatah und Hisbollah gründen die freie, demokratische Kifferrepublik Palästina. Der Iran besinnt sich auf sein persisches Erbe der Wissenschaft und erfindet eine Co2
        – freie Form der Energiegewinnung. Die Türkei wird zum Urlaubsparadies für Schwule und Lesben. Die in New York beschlossene Islamic- Charta of freedom ächtet die Vielehe, Scharia und akzeptiert die Genfer Menschenrechtskonvention. In Mekka treffen sich Juden, Christen und Muslime auf ein Bierchen und Rippsche mit Kraut und schaffen gemeinsam den infantil-idiotischen Hass ab, der auf uralten Märchenbüchern aus 1001 Nacht beruht. Todenhöfer und Konsorten wären sofort arbeitslos. Utopie? Ja! Feuchter Traum? Ja!

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @Marcus Adonis: „Todenhöfer und Konsorten wären sofort arbeitslos.“

          Arbeitslos sind diese Kreaturen schon heute. Leider sind sie noch nicht erwerbslos.

        • Kanalratte schreibt:

          @Marcus Adonis:

          Der Israel- und Amerikahass bzw. auch Hass auf den Westen ist der einzige gemeinsame Nenner der Muslime. Untereinander sind sie sich Spinnefeind. Ich glaube das ist, neben der Bedrohung der Religion Islam durch den liberalen Westen, auch ein Grund warum die Radikalität im Islam und der Hass auf Andersartige heute so groß geschrieben werden. Eine Einheit der Muslime ist wie gesagt, nur zu spüren, wenn es gegen außermuslimische Feindbilder geht. Die USA sind als „Großer Satan“, genauso wie Israel als „Kleiner Satan“ einfach sehr dankbare Feindbilder für den geistigen Zusammenhalt der Muslime.

  4. A.S. schreibt:

    Solange Todenhöfer keine offen rechten Parolen erzählt wir er immer weiter eingeladen werden, egal was für menschenfeindliche Thesen er auch vertritt. Ausgegrenzt wird in Dt. vorwiegend Rechts.

    • quer schreibt:

      „Ausgegrenzt wird in Dt. vorwiegend Rechts.“
      Ein Irrtum.
      Antisemitismus ist sozialistisch; sowohl rot und grün, als auch braun. Jenseits von „links“ gibt es keinen Antisemitismus.

      • Kanalratte schreibt:

        Antisemitismus gibt es in allen Gesellschaftsschichten. Dass er aber im rechten Lager verbreiteter ist, als im linken Lager, ist ein großer Irrtum.

        Die NSDAP hatte z.B. damals am meisten von ehemaligen SPD-Wählern profitiert.

  5. Marcus Adonis schreibt:

    Todenhöfer ist ein Irrer. Seine Motive verstehe wer will. Beängstigend sind die Kommentare seiner „Fans“ auf seiner Facebook-Seite, deren antisemitisches und antiamerikanisches Weltbild er permanent bestätigt. Vielleicht sollte man Todenhöfer und seinem Dumpfbackengefolge mal erzählen, dass Facebook die Erfindung eines kinderblutsaufenden, brunnenvergiftenden, Judensohns ist und in ihren Laptops/Smartphones mit Sicherheit jüdische Technologie steckt. Dann können sie sich -sofern sie es können- gegenseitig Postkarten schicken.

  6. wreinerschoene schreibt:

    Die ARD und das ZDF werden sich sehr wohl bedeckt halten was die Einladung solcher Menschen betrifft, denn es ist die vorgeschriebene und durchsetzbare Meinung in Deutschland. Staatsfernsehen ala DDR. Schließlich will man ja das Israel an allem Schuld ist, man will auch das man sieht, es gibt nichts besseres als den Islam. Nur sind die Möglichkeiten dies zu beweisen sehr sehr begrenzt, also muß man auf falsch Informationen und manipulierte Informationen ausweichen. Nur ist das nicht mehr so einfach in Deutschland, denn im Gegensatz zu den kalten Kriegszeiten gibt es heute Internet. In der damaligen Zeit hatte man die Möglichkeit Menschen auf die rote Linie einzuschwören.

  7. peter schreibt:

    „Was muss Jürgen Todenhöfer eigentlich noch machen, damit Ihr ihn nicht mehr einladet?“
    Ich denke, sollte er als Folge einer Saulus-Paulus-maessigen Wandlung ploetzlich Israel verteidigen, dann waere Schluss.
    Ansonsten gilt: die Deutschen brauchen ihre Hochstapler die ihnen den Orient nahebringen. Erst Karl My, dann Scholl-Latour, und jetzt Todenhöfer. Und mit jeder neuen Ausgabe eines solchen Deppen wird’s laecherlicher.

Seid gut zueinander!

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