Es ist noch nicht mal Zwölf!

Heute ist der 13. Oktober 2015. Es ist erst 11:30 Uhr und schon wurden fünf Juden von einem arabischen Terroristen in Jerusalem überfahren und mit Messern tödlich angegriffen.

Ebenfalls heute vormittag fanden zwei Messerattacken gegen Juden in der Stadt Ra’anana statt. Vier Menschen wurden dabei insgesamt verletzt. Sicherheitsbeamte nehmen zurzeit die Verfolgungsjagd auf einen der Terroristen auf. Zur selben Zeit haben zwei arabische Terroristen im Bezirk Armon HaNeziv in einem Bus wild um sich geschossen, sowie auf Menschen eingestochen, weil sie Juden waren. Beide Terroristen wurden von Sicherheitsbeamten neutralisiert. Mehrere Verwundete werden zurzeit vor Ort behandelt.

Liebe Damen und Herren der Medien,

solltet Ihr jetzt noch von Opfern auf beiden Seiten sprechen, ganz so als seien die Opfer von Judenhass und die ausgeschalteten Täter des Judenhasses auf einer Ebene, dann gehört Ihr damit zu den Tätern des Judenhasses!

Eine Seite fordert die Vernichtung von Juden und die jüdische Seite wehrt sich gegen diese Vernichtung. Die journalistische Sorgfaltspflicht besteht jetzt nicht darin, eine neutrale Position zu beziehen, ganz so als müsse man sich als guter Journalist einer Positionierung für oder gegen den Judenmord entziehen, sondern die journalistische Sorgfaltspflicht besteht darin, keinen Zweifel über die Existenz dieses Judenhasses aufkommen zu lassen! Jeder Mensch, der nicht weiß, warum diese Juden angegriffen und ermordet wurden, ist unwissend, weil nicht richtig informiert und berichtet wurde.

Diese Menschen morden! Es ist aber nicht Verzweiflung! Es ist auch nicht Widerstand! Die Mörder sind keine „besorgten Bürger“! Sie hassen! Es ist Hass, der sie abtreibt, eingehämmerter Hass einer brutalen Propaganda! Ein arabischer Kleriker sagte bereits im Januar 2008 auf Qatar TV:

„Überließen uns die Juden Palästina, würden wir dann beginnen, sie zu lieben? Natürlich nicht! Wir werden sie niemals lieben. Absolut nicht! (…) Dein Glaube bezüglich der Juden soll sein, erstens, dass sie Ungläubige sind und zweitens, dass sie Feinde sind! Und sie sind nicht nur Feinde, weil sie Palästina besetzt halten. Sie wären auch unsere Feinde, wenn sie niemals irgendetwas besetzt hätten! (…) Wir werden die Juden als Feinde betrachten, selbst wenn sie uns Palästina zurück geben. Weil sie Ungläubige sind.“

Die Hamas fordert laut ihrer Charta:

„Die Stunde des Gerichtes und Frieden wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten.“

„Ansätze zum Frieden, die sogenannten friedlichen Lösungen und die internationalen Konferenzen zur Lösung der Palästinafrage stehen sämtlichst im Widerspruch zu den Auffassungen der Islamischen Widerstandsbewegung.“

„Den Kreis des Konflikts mit dem Zionismus zu verlassen ist Hochverrat. Alle, die das tun, sollen verflucht sein.“

Mahmud Abbas von der Fatah erklärte im September 2015:

„Wir begrüßen jeden Tropfen Blut, der um Jerusalems Willen vergossen wurde. Dieses Blut ist rein, es ist pures Blut, vergossen für Allah und für seinen Willen. Jeder Märtyrer wird einen Platz im Paradies finden und jeder Verwundete von Allah belohnt werden.“

Der Kleriker Muhammed Salah „Abu Rajab“ predigte am 9. Oktober 2015 in der Al-Abrar Moschee in Rafah:

„Brüder, wir müssen die Welt und alle, die es vergessen haben, stets daran erinnern, die Welt soll es hören und die Kameras, die das hier aufzeichnen und über das Internet in die Welt verbreiten: Gaza ist der Ort der Gräben und Gewehre. Die Westbank ist der Ort der Bomben und Messer. Jerusalem ist der Ort der Sodaten unseres Propheten Mohammed. Darum Brüder, wollen wir uns daran erinnern, was Allah den Juden angetan hat. Wir wollen uns daran erinnern, was er ihnen in Khaybar angetan hat (die totale Vernichtung). Meine Brüder in der West-Bank: Stecht zu! Stecht den Juden den Mythos des Talmuds in ihre Köpfe. Stecht den Juden den Mythos ihres Tempels in ihre Herzen! Unsere erste Phase soll lauten: Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Die zweite Phase soll lauten: Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!“

Der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, erklärte am 28. Februar 2010:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Auch die Kinder werden zum Hass erzogen! Die Biene Nahul lehrt Kindern, Juden mit Steinen zu bewerfen und sie zu erschießen:

Der Hase Assud ruft Kinder zum Krieg gegen Ungläubige auf. Er liebt es, Juden zu essen:

Die Hamas Maus singt mit Kindern über die heldenhafte Tat des Attentats.

In Kindersendungen erzählen Kinder davon, wie toll es ist, Juden zu hassen.

Hochglanzvideos stimmen Kinder auf Selbstmordattentate ein:

Diese Kinder sind nicht verzweifelt. Die Hitlerjugend war auch nicht verzweifelt! Diese Kinder wurden verführt und missbraucht. Ihre Seelen wurden zerstört. Es sind Kindersoldaten, bereit zum Mord. Christian Wagner vom Deutschlandfunk aber fragt:

„Wie groß müssen Wut und Verzweiflung eines 20-Jährigen sein, wenn er zu einer solchen Tat bereit ist und damit sein eigenes Leben wegwirft?“

Wie verzweifelt war die Hitlerjugend, Herr Wagner? Wie verzweifelt sind die Neonazis in Heidenau? Wie verzweifelt war Beate Zschäpe?

Jeder, der behauptet, diese Kinder seien verzeifelt, sieht darüber weg, das sie missbraucht und abgerichtet wurden, um Juden zu töten und macht sich damit an kommenden Kindesmissbräuchen und Judenmorden mitschuldig!

Allein in den letzten vier Wochen hat Israel eine Welle des mörderischen Judenhasses erleben müssen. Auf allen Straßen und in allen Ecken werden Juden seit Wochen abgestochen, weil sie Juden sind. Am 1. Oktober wurde ein jüdisches Ehepaar vor den Augen ihrer vier Kinder in Itamar Samaria von mehreren Männern abgeknallt, weil sie Juden waren. Am 21. September zündete ein arabischer Terrorist in Nablus eine Brandbombe. Am 18., 19. und 29. September, sowie am 4. und 10. Oktober wird Israel mit Raketen aus dem Gazastreifen bombardiert.

Der Spiegel kommentiert diese Gewalt und vor allem Israels Anstrengung der Verteidigung am 11. Oktober mit diesen Worten:

„Israel reagiert auf die zunehmenden Attacken zumeist junger oder jugendlicher Palästinenser, die mit Steinen oder Messern bewaffnet sind, mit scharfen Polizeikontrollen und militärischem Druck. Gut ausgebildete Soldaten und Polizeikräfte gegen Teenager mit Küchenmessern und selbst gebauten Brandsätzen – es ist eine Spirale der Gewalt mit ungleich verteilten Mitteln.“

Eine echte Frechheit, dass die Juden sich nicht einfach so von jungen Männern abstechen lassen. Wie sangen doch einst die jungen Männer in Deutschland:

„Wenn der Sturmsoldat ins Feuer geht, ei, dann hat er frohen Mut, / und wenn’s Judenblut vom Messer spritzt, dann gehts nochmal so gut.“

Vor fünfundsiebzig Jahren hätte Der Spiegel vermutlich geschrieben:

„Deutschland baut nur Duschen. Juden in Warschau reagieren mit Gewalt!“

Wer im Lichte der aktuellen Gefahrenlage, Israel daran hindert, das Leben von Juden zu verteidigen, wer jetzt zum Boykott Israels aufruft oder die Mörder als Widerstandskämpfer verharmlost, wer jetzt nicht klar Position ergreifen kann, gegen den Aufruf zum Völkermord an Juden, wer Israel schwächt oder Juden eine Mitschuld am Judenhass gibt, wer behauptet, Israel eskaliere die Gewalt im Versuch, dem Aufruf zur Judenvernichtung und dessen Umsetzung zu begegnen, wer behauptet, Israel drehe an der Gewaltspirale, die sich um den Völkermord an Juden dreht, wer Israel in der Bemühung um Selbstverteidigung kritisiert in Zeiten des Vernichtungskriegs, der macht sich schuldig am Judenmord.

Spätestens jetzt heißt die Frage nicht mehr, was hättest Du getan, als die Nazis zum Judenmord aufriefen, jetzt lautet die Frage: Was tust Du jetzt?

Am 16. September 2015 sagte Mahmoud Abbas:

„Al Aqsa ist unser, die Kreuzigungskirche ist unser, alles ist unser. Sie haben kein Recht diese Stätten mit ihren dreckigen Füßen zu entweihen.“

Am 30. September 2015 erklärte er, sich nicht mehr an die Osloer Verträge zu halten. Dort verpflichtete sich die Vorläuferpartei der Fatah (PLO) aus ihrer Charta alle Passagen zu streichen, die die Vernichtung Israels forderten. Am 30. September erklärte Abbas somit seinen Willen, wieder öffentlich die Vernichtung von Israels zu fordern!

Am Tag darauf machten sich einige Jugendliche nach der Schule auf den Weg zu einer kleinen Ortschaft in der Nähe von Bethlehem. Dort bewarfen sie ein Auto, in dem unter anderen jüdische Kleinkinder saßen, mit schweren Felsbrocken und zertrümmerten dabei alle Fensterscheiben. Ein Kind im Wagen wurde von den umherfliegenden Splittern verletzt. Die Polizei konnte kurz nach der Attacke einen Angreifer fassen. Es handelte sich um einen 15-jährigen Palästinenser. Beim Verhör erklärte er:

“Ich hatte nach der Schule einfach Lust, Juden zu töten.“

Tsafrir Cohen von der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Tel Aviv hat für diesen Hass eine einfache Erklärung. Es gibt einfach zu viele Juden! In einem Interview mit dem Deutschlandfunk erklärt er, dass es ein Problem sei, dass Ost-Jerusalem „immer stärker judaisiert“ wird.

„Es überrascht uns alle nicht, dass jetzt, in einer Zeit, wo es überhaupt keine Visionen gibt, wie dieser Konflikt zu lösen ist; dass die Menschen frustriert sind und durch die alltäglichen Erniedrigungen, die sie erleben, dass es tatsächlich dann zu einer Explosion kommt.“

Genauso rechtfertigt ein Nazi in Sachsen die Anschläge auf Flüchtlingsheime in Heidenau: Keine Visionen, dafür Erniedrigungen und zu viele Fremde – „besorgte Bürger“ eben.

Tsafrir Cohen ist ein wahrhaft patriotischer Europäer gegen die Judaisierung des Nahen Osten. Es gibt nun mal Orte, da haben Juden nichts zu suchen, schon gar nicht so rechte Hardliner wie Benjamin Netanjahu, der am 1. Oktober 2015 vor den Vereinten Nationen als Premierminister Israels im Umfeld der Anschläge auf Juden doch tatsächlich diese extremen und radikalen Worte wählte:

“Präsident Abbas, ich weiß, es ist nicht einfach. Ich weiß, es ist schwer. Aber wir schulden es unseren Völkern, es nochmal zu versuchen, es immer wieder zu versuchen, denn gemeinsam, wenn wir tatsächlich verhandeln und damit aufhören, darüber zu verhandeln, ob wir überhaupt verhandeln sollen, wenn wir uns tatsächlich hinsetzen und versuchen, diesen Konflikt zwischen uns zu lösen, uns einander anerkennen und einen palästinensischen Staat nicht als Sprungbrett für eine weitere islamistische Diktatur im Nahen Osten verwenden, sondern als ein Land, das in Frieden neben dem jüdischen Staat leben möchte, wenn wir das tatsächlich tun, dann können wir bemerkenswerte Dinge für unsere Völker erreichen.”

Liebe Damen und Herren der Medien,

es ist Eure Aufgabe, den Unterschied zwischen den beiden Konfliktparteien immer wieder herauszuarbeiten und zu betonen. Die Hamas will Israel vernichten und Israel verteidigt sich. Die Fatah jazzt Judenmörder zu Märtyern hoch und Israel steckt Terroristen ins Gefängnis. Die Hamas liebt den Tod. Israel liebt das Leben!

Wenn Eure Journalisten, Zuhörer, Zuschauer und Leser um diesen fundamentalen Unterschied nicht wissen und glauben, beide Seiten seien gleich schlimm, wenn sie sogar behaupten, Israel eskaliere die Situation, ganz so als könne ein Volk, das erklärtermaßen vernichtet werden soll, die Situation mit seinem Handeln der Verteidigung in irgendeiner Form weiter eskalieren, dann seid ihr Täter des Judenhasses!

Der Konflikt ist nämlich ganz leicht zu erklären: Die eine Seite (Hamas und Co) will die andere Seite (Israel) vernichten. Es ist schwer, diesen Konflikt zu lösen, aber er ist sehr leicht zu erklären, mindestens so leicht wie Fremdenhass in Deutschland!

Vielen deutschen Journalisten fällt es leicht, sich gegen sogenannte Islamophobe vom Schlage der PEGIDA zu positionieren, aber sie halten eine atemberaubend neutrale Distanz zu den Judenmördern und Judenhassern vom Schlage der Hamas und der Fatah. Warum?

Ich kann es mir nur mit einem Ressentiment gegenüber Juden erklären, ein jahrtausendalter Hass, der in Deutschland immer noch wütet, auch in den Redaktionsstuben, wenn auch größtenteils unbewusst!

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