Dem Akif sein Kah Zett

Zunächst einmal der Witz, den keiner versteht: Akif Pirinçci hat bei seinem alten Thema die Buchstaben a, t, e und n verloren.

Zur Einjahresfeier von PEGIDA haben sich die patriotischen Europäer gegen eine Islamisierung des Abendlandes einen geistig umnachteten Abendländer mit Morgenlandshintergrund eingeladen: Akif Pirinçci.

Er hat eine wahrhaft ekelhafte Hetzrede in Dresden abgeliefert. Politiker nannte er „Gauleiter gegen das eigene Volk“ und Flüchtlinge „Invasoren“. Die Grünen bezeichnete er als „Kinderfickerpartei“ und er verunglimpfte eine ganze Menschengruppe als „Moslemmüllhalde“.

Wie hoch ist eigentlich die Wahrscheinlichkeit, dass Akif ein Charakter von Sacha Baron Cohen ist?

Den Höhepunkt aber erreichte Akif Pirinçci mit diesen Worten:

„Offenkundig scheint man bei der Macht die Angst und den Respekt vor dem eigenen Volk so restlos abgelegt zu haben, dass man ihm schulterzuckend die Ausreise empfehlen kann, wenn er gefälligst nicht pariert. Es gäbe natürlich auch andere Alternativen. Aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb.“

Ich kann da nur noch sagen: Unpassende Vergleiche sind schlimmer als Hitler!

Tapfer im Nirgendwo präsentiert daher nun eine Liste der absurdesten KZ- und Holocaust-Vergleiche der letzten Jahre:

Ich kann immer noch nicht begreifen, warum der dänische Zoo die schöne junge gesunde Giraffe getötet hat. Ja, sie hatten „Gründe“, so wie die Nazi-Ärzte.“

Hartz IV ist die Fortsetzung der Menschenvernichtung des III. Reiches.”

Wir Blankenfelder leben wie im KZ. Werden von zwei Seiten vergast + verlärmt, dank Platzek & Co.”

Was der Staat Israel heute mit den Palästinensern macht, ist im Prinzip auch nichts anderes als das, was die Nazis im Dritten Reich mit den Juden gemacht haben.“

Zuerst Herodes, der die Kinder von Bethlehem umbringen lässt, dann unter anderem Hitler und Stalin, die Millionen Menschen vernichten ließen, und heute, in unserer Zeit, werden ungeborene Kinder millionenfach umgebracht.“

In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken. In der Weltwirtschaftskrise von 1929 hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager.“

In den 30er Jahren waren es die Juden. Heute sind es die Scientologen.“

Schauen wir uns die Lebensbedingungen im Gaza-Streifen einmal an: Das ähnelt immer mehr einem riesigen Konzentrationslager“

Es war falsch, Juden zu töten. Genauso FALSCH ist es, dass jedes Jahr (allein in Deutschland) über 1.000.000.000 Tiere für die Fleischindustrie getötet werden.”

Kein Jude in diesem Land musste jemals solche seelischen Qualen erleiden wie ich.”

Der letzte Satz stammt von Sedika Weingärtner. Sie meinte damit (und ich mache keinen Witz) das schlechte Betriebsklima in ihrem Büro! Leid ist ja sehr subjektiv! Heute erleben halt eine Menge Leute in Deutschland ihren ganz privaten Holocaust! Der Trend geht mittlerweile schon zum Zweitholocaust.

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111 Antworten zu Dem Akif sein Kah Zett

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  2. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Dieser Pirincci ist aber auch echtn Ekel! Wieso weißn der nich, dass Fäkalsprache und Nazivergleiche nur einer Seite zustehen?

    • Paul schreibt:

      Jedenfalls hat P. die „Flüchtelinge“, wie er sie nennt, nicht als Pack bezeichnet. Damit hebt er sich wohltuend von Gabriel ab.
      Ach so, ich vergaß: Gabriel hat nicht die Flüchtlinge gemeint, sondern Teile des eigenen Volkes. Das ist ja dann mal was gaaaaaanz anderes. Hätte er die Flüchtlinge so bezeichnet, hätte der Sturm der Entrüstung ihn von der Bühne gefegt. So hat ihn nur der leise Säuselwind der Betroffenen berührt. Nicht mal das. Ist ihm am Arsch vorbei gegangen.
      Ja, so ist es: Das eigene Volk darf er beschimpfen. Ist das nicht auch Volksverhetzung? Die Verhetzung des Volkes?
      Was passiert? Die Lämmer blöken nur und keiner wird zum Widder.

      Herzlich, Paul

      • yoyojon schreibt:

        Das erinnert mich…. abgesehen davon, dass ich kaum eine Politikerin / einen Politiker sonderlich sympathische finde, verstehe ich hier den Gabriel ganz gut, denn ich pflegte zu sagen: „Nach meiner persönlichen Erfahrung hatte ich nie Probleme mit Migranten. Mit Deutschen dagegen schon. Vielleicht sollte man für jeden eintreffenden Migranten einen ärgerlichen Deutschen (Einen vom ‚Pack‘) exportieren?“. Na ja, habe ich vielleicht nicht ganz wörtlich gemeint. Würde ja in die Millionen gehen… Und jede / jeder weiß ein paar andere Millionen, die sie / er rauswerfen möchte 🙂 Jedenfalls hätte ich da so Ideen… 🙂

        • Dante schreibt:

          Es ist Ihnen doch sicher klar, dass sich persönliche Erfahrungen nur schwer verallgemeinern lassen. Ich habe gute und schlechte Erfahrungen mit „Bio-Deutschen“ und mit Immigranten gemacht. Tatsächlich hat mich schon mal ein junger Deutscher mit neonazistischen Ansichten zusammen mit einem türkischen Kleinkriminellen bestohlen, um Stoff davon zu kaufen.
          Kufnuckstan und Hackfressenhausen liegen beide in Kernasien (nicht mit Innerasien verwechseln, trenne „Kernasi-en“), d.h. ich sehe keinen Unterschied.
          Übrigens exportiert Deutschland ungewollt schon Deutsche mit und ohne Immigrationshintergrund, nämlich nach Syrien und in den Irak. Vielleicht steht Deutschland bald eine Klage anschlagsgeschädigter Iraker ins Haus, weil es die Terroristen nicht aufgehalten hat. Gerecht wär’s.

        • Paul schreibt:

          „Vielleicht sollte man für jeden eintreffenden Migranten einen ärgerlichen Deutschen (Einen vom ‘Pack’) exportieren?”.

          Hallo yoyojon,
          jetzt mache ich mal etwas, was ich sonst nicht mache. Ich antworte mal genau so harsch wie Du geschrieben hast. Soll man nicht machen, weil man Gleiches nicht mit Gleichem vergelten soll.
          Aber ich sitze hier an meiner Tastatur und kann nicht anders.

          Als ärgerlicher Deutscher packe ich dann mal schon meine Sachen.
          Zuvor noch eine Frage. Merkst Du eigentlich, dass Du das schreibst, was dieser unselige Lübcke gesagt hat und was Pirincci zu der KZ-Äußerung verführt hat?

          Das greife ich jetzt mal auf.
          Du willst mich exportieren, weil die Grenzen offen sind. Was würdest Du mit mir machen, wenn wie im 3.Reich, die Grenzen geschlossen wären?
          Das ist dann wohl der Unterschied zu heute: Damals waren die Grenzen geschlossen und die KZ offen. Heute ist es umgekehrt.

          Merkst Du eigentlich was Du geschrieben hast?

          Na ja, habe ich vielleicht nicht ganz wörtlich gemeint.

          Du hast es VIELLEICHT nicht ganz wörtlich gemeint? VIELLEICHT!
          Aber nur wegen der großen Menge!
          Um die Menge musst Du Dir keine Sorgen machen. Vor Dir hat schon mal einer 6 Millionen „exportiert“. In Wirklichkeit waren es noch mehr, weil das ja nur die Juden waren. Damals waren die eben das PACK.
          Heute bin ich es! Danke Gabriel! Danke yoyojon!
          Nun weiß ich doch wenigstens woran ich bin

          Schönen Tag noch und schäme Dich, wenn Du kannst,
          Paul

          • yoyojon schreibt:

            Danke Paul! 🙂 Damit eine Provokation funktioniert braucht man immer auch einen / welche, die sich richtig darüber ärgern. Ich hatte schon befürchtet, dass mein Kommentar einfach so durchgeht. Aber ernsthaft… die Dummheit vieler Deutscher hat mich immer geärgert. Nur langsam ist mir klar geworden, dass die Dummheit auch überall anderswo grassiert, nur meist anders. Und besonders schlimm: Wir intelligenten Leute kriegen auch nichts auf die Reihe. Da bleibst nur noch Du, lieber Paul. Du musst es reißen 🙂

          • ceterum censeo schreibt:

            Yoyojon
            Ihr intelligenten Leute solltet vielleicht nicht vorschnell zu viele vom Pack vertreiben. Die meisten Angehörigen dieser verschmähten Gruppe arbeiten fleißig jeden Tag für die Steuern, mit denen die Träumereien von Euch Intelligenten und die bescheidenen Bedürfnisse Eurer Gäste finanziert werden.
            Übrigens sind allein im vorigen Jahr fast 800.000 vom Pack freiwillig gegangen. Fühlten sich wohl so unwohl unter den Intelligenzbolzen, daß sie ihrer Heimat den Rücken kehrten, was ja, wie Ihr uns immer versichert, kein Mensch grundlos und leichten Herzens tut.

          • Paul schreibt:

            Es bleibt dabei yoyojon,
            geh‘ in Dich und schäme Dich.
            Nein, ich bin nicht intelligenter als der Durchschnitt. Eher etwas darunter.
            Mach was Du willst. Schlage weiter Deine Salti vor und zurück, geschraubt gedreht, gewendet. Oder sind es doch nur Purzelbäume eines …….?(setzte den passenden Begriff selber ein.)

            Gute Besserung, Paul

          • yoyojon schreibt:

            Nicht zu vergessen… das Pack… hat damals mit bis um die 90 % ihren geliebten Führer gewählt. Ihr Denken wabert oft noch in den Köpfen der Enkel. Solches Pack mag ich nicht.

          • Dante schreibt:

            In freien Wahlen kam Hitlers NSDAP auf maximal knapp 44%, und das war im März 1933, und das trotz Einschüchterung etc. (Hitler war ja schon Kanzler). Im Übrigen sind die PEgIdA-Leute eben nicht alles Nazis. Ein Nazi würde auch wohl kaum eine Israelfahne schwenken, was auf einer PEgIdA-Demo passiert ist.

          • Dante schreibt:

            Ach, noch was: Die Leute, in deren Köpfen tatsächlich unzweifelhaft das Denken der NS-Zeit wabert und die dies letztes Jahr lautstark gezeigt haben, wurden nie von einem Politiker als „Pack“ bezeichnet. Warum nicht, zum Teufel noch mal?

          • Paul schreibt:

            yoyojon, das ist falsch.
            Die letzten freien Wahlen fanden am 6.November 1932 statt.
            Die NSDAP bekam 33,1% der Stimmen. Sie verlor 4,2% (das waren 2 Millionen Stimmen!) und alle meinten, die Gefahr des Nationalsozialismus sei gebannt.
            Da die Wahlbeteiligung 80,6% betrug, haben für die Nazis etwas mehr als 25% der wahlberechtigten Deutschen gestimmt und nicht 90%.

            Die von Dante erwähnte letzte Reichstagswahl stand schon im Zeichen der Machtergreifung und war nicht mehr ganz regulär.

            Aber lies selber. Wechsele aber das Geschichtsbuch.

            Herzlich, Paul

          • Dante schreibt:

            Ja, die Wahl von 05.03.1933 stand im Zeichen der Machtergreifung, was ich ja auch erwähnt habe. Dennoch konnte man durchaus noch verschiedene Parteien wählen. Fair war die Wahl in der Tat nicht, immerhin gab es Einschüchterung durch SA, und außerdem standen die Kommunisten m.W. noch auf dem Wahlzettel, obwohl die Partei unter dem Vorwande des Reichstagsbrandes so gut wie verboten war. So fielen deren Stimmen praktisch weg. Dennoch verfehlte die NSDAP die absolute Mehrheit.

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        Lieber Paul, mit der mühsam zusammengeheuchelten Aufregung über Akifs „primitive“ Ausdrucksweise unterschreiben unsere polit-medialen Zuhälter erneut ihren Verzicht auf die Ausübung jeglichen freien Denkens. Welche Form der Islamkritik hätte dem meinungsbildenden Kretinariat jemals genügt? Die verstaubt sachliche Kritik eines Thilo Sarrazin, die leidenschaftlich sachliche Kritik von Seyran Ates oder Necla Kelek, die vergeistigte Kritik Ralph Giordanos? Nichts davon vermochte diese Armleuchter bisher zu beeindrucken. Mit dem geistigen Aufwand wiederkäuender Rinder blöken sie: „Nazi, Nazi!“, was ihre Lernfähigkeit zumindest nicht überfordert.
        Durft‘ ich’s vergessen? Ein großes Lob an Gerd Buurmann, dessen Meinung ich zwar nicht immer teile, die aber jedesmal intelligent begründet und niemals einseitig ist!

        • D.S. schreibt:

          Bla Bla Bla Bla.
          Blaa Bla Bla Bla Bla. Blaaaa.
          Bla Blubb Bla Blubb. Blubb Blubb Blubb.
          Laber Rhabarber, Blub Blaa Blub.
          usw.

        • Dante schreibt:

          …mit der mühsam zusammengeheuchelten Aufregung über Akifs “primitive” Ausdrucksweise…

          Geheuchelt passt. Klammheimliche Freude dürfte eher das sein, was diese Leute wirklich empfinden. Sie verstehen die Steilvorlage jedoch nicht zu nutzen, sonst würden sie gelassener reagieren.
          Als Rechter würde ich mich allerdings in der Tat ärgern, und auch Lutz Bachmann dürfte sich insgeheim ziemlich schwarz geärgert haben, dass er nicht lieber z.B. Geert Wilders zum Reden eingeladen hat.

        • Dante schreibt:

          Durft’ ich’s vergessen? Ein großes Lob an Gerd Buurmann, dessen Meinung ich zwar nicht immer teile, die aber jedesmal intelligent begründet und niemals einseitig ist!

          Richtig, und Pirinçci hat er genau für das kritisiert, was dieser auch gesagt hat (nämlich einen unpassenden und geschmacklosen Vergleich), statt daraus eine Art Gewaltandrohung zu machen wie andere.

        • Krokodil schreibt:

          Das Lob ist mehr als berechtigt!
          Lob und Dank.

  3. Akrophobie schreibt:

    Danke. Na ja…..

  4. Malte S. Sembten schreibt:

    Zunächst einmal der Witz, den keiner versteht: Akif Pirinçci hat bei seinem alten Thema die Buchstaben a, t, e und n verloren.

    Den Witz hab ich in dem Moment verstanden, in dem ich diesen Blogeintrag bei FB geteilt habe.

    Sonst: „Moslemmüllhalde“ finde ich schlimm, „Invasion“ schon weniger und der KZ-/Nazi-/Hitler-/Ausschwitz-Vergleich ist, wie von Gerd Buurman dargelegt, in Deutschland Volkssport.

    • Akrophobie schreibt:

      Kann mir mal jemand den Witz erklären? Ich kapier´s nicht und bin nicht auf FB.

      • Arme Sau schreibt:

        Er ha KatZen-Krimis geschrieben.

        • Paul schreibt:

          Danke, Arme Sau, als Schriftsteller ist mir Pirincci völlig unbekannt. (Ist das ein Bildungsmangel?) Weiß nur, dass er damit richtig Kohle verdienst hat. Deshalb ist er jetzt wohl unabhängig und kann Sachbücher schreiben.

          Herzlich, Paul

          • Arme Sau schreibt:

            Ich habe auch keins seiner Bücher gelesen, aber Felidae ist in den Neunzigern mal als Zeichentrick verfilmt worden. Das habe ich gesehen; war gar nicht mal schlecht, wenn ich mich richtig erinnere.

  5. O.Paul schreibt:

    Die unkorrekten Reaktionen auf PEGIDA und AFD sind sicheres Anzeichen, dass die etablierten Parteien die Felle wegschwimmen. Die Angst vor einer echten Demokratie!

    • yoyojon schreibt:

      Richtig. Es wäre also eine Art Neuanfang angesagt. Doch sitzen die Routinen so tief und fest, dass den weggeschwommenen Fellen noch weitere nachgeworfen werden.

  6. yoyojon schreibt:

    Schön, weiß jede/jeder… aber ich setze trotzdem mal ein paar meiner gerade eben aufgekommenen, spontanen Einfälle hier rein. Von meinem „zu Hause Stammtisch“ gesammelt 🙂
    Mein Eindruck von der pegida – Veranstaltung:
    Das seit „eh und je“ in D vorhandene nazistische Potential
    wird in goebbels’scher Manier aktiviert.
    Ein real existierendes Problem wird aufgegriffen und mit
    allen nur denkbaren emotional verankerten Vorurteilen
    und mit revanchistischem Gedankengut verknüpft.
    Berechtigte und unberechtigte Formen eines
    „zu kurz gekommen Seins“ inkl. eigenen Versagens
    werden auf das genannte Problem (ggf. austauschbar)
    projiziert. Das ist zwar nichts Neues – vermutlich an jedem
    Stammtisch zu überhören – aber immer dann extrem
    gefährlich, wenn es zum Massenphänomen wird.
    Die in Gedankenlosigkeit und Negativprojektionen (Dummheit)
    vereinigten Massen stehen zur Lenkung durch
    geschickte Manipulateure bereit.
    Was ist da zu tun? Ich denke, dass jegliche bloße Umkehrung
    nicht weiter führt. Vielleicht hilft der Versuch, mit Vernunft
    und Wahrheit zu arbeiten, bei zumindest einem Teil
    der Mitläufer. Der Rest dürfte eher unreformierbar sein und
    bleiben und wird am besten ignoriert. Diese Leute sind
    nicht loszuwerden oder zu verändern. Wir müssen sie
    ertragen und zusehen, dass sie in dem Schatten bleiben,
    in dem sie sich immer aufgehalten haben und von wo aus
    sie keinen Einfluss auf den Gang der Dinge gewinnen.
    Was natürlich auch heißt, dass Politiker und Medien
    diese Leute nicht bei Bedarf hofieren sollten sondern dass
    vielmehr die Manipulateure, die sich dieser Massen
    zu bemächtigen suchen, rechtzeitig aus dem Verkehr
    gezogen und mit der Härte des Gesetzes verfolgt werden,
    denn es sind genau diese, die die größte Gefahr
    darstellen.
    Ebenso dringend wäre es, das Problem, das die rechte Meute
    zu okkupieren versucht, mit klaren Überlegungen und Aktionen
    in einen geregelten Ablauf zu bringen und den Angst machenden Unsicherheitsfaktor unkontrollierter Abläufe heraus zu nehmen.
    Erst das inhaltslose Geschwätz, das allenthalben zu hören ist,
    schafft die nebulösen Ängste, die Mitläufer zu denen treibt,
    die immer schon alles gewusst haben und „Sicherheit
    und Klarheit“ problemlos aus der Hosentasche ziehen.
    (Verfahren, s. oben).

  7. tapferimnirgendwo schreibt:

    Hat dies auf Tapfer im Nirgendwo rebloggt und kommentierte:

    Ich stelle gerade fest, dass viele Akif Pirinçcis Zitat mit dem KZ falsch nutzen. Er hat nicht gesagt, Flüchtlinge gehörten ins KZ! Er hat insinuiert, die „Hetze“ gegen PEGIDA sei mittlerweile nicht mehr weit von einem KZ entfernt. So viel Korrektheit im Zitieren erwarte ich, auch von zu Recht Empörten. Die zweite Bedeutung macht mich fassungslos, aber sie ist kein Grund für die Staatsanwaltschaft zu ermitteln, denn sonst hätte sie auch in all den Fällen ermitteln müssen, die ich in diesem Artikel aufliste:

    • Dante schreibt:

      Da fehlen noch die Beispiele, die Du unter „Unpassende Vergleiche sind schlimmer als Hitler“ wiedergegeben hast…

  8. abusheitan schreibt:

    Ich möchte keine Moslemmüllhalde sein.
    Ich möchte auch kein Moslemmüllmann sein, der ihren Müll entsorgt oder ihre Klos putzt.
    Ein hessischer Minister hat in einem Fernsehbericht stolz verkündet, den Bewohnern eines „Flüchtlingsheims“ (junge Männer) wolle man nicht zumuten ihre Toiletten sauber zu halten. Dafür gebe es Reinigungstrupps, die stündlich(!) putzten.
    Ein Bewohner (junger Mann) beschwerte sich sogar über das verstopfte Waschbecken in seinem Zimmer, das er wohl zur Entsorgung seiner Essensreste verwendete. Über diese Zustände ärgern sich nicht nur Pegida…

    • ceterum censeo schreibt:

      Ein Freund arbeitet in einer Firma, in der die moslemischen Mitarbeiter, ihren Gebräuchen folgend, nach denen wohl im Stehen das große Geschäft zu verrichten ist, sämtliche Toiletten so zugeschissen haben, (die Duschen übrigens auch), daß die Putzfrauen streikten. Da die
      nichtmoslemischen Kollegen unterschiedlichster Nationalität daraufhin stillschweigend die Toiletten der Büroangestellten benutzten, die noch sauber waren, kam es zur Empörung unter den Stehkackern. Man wolle nun auch ins Büro, der Betriebsrat wurde eingeschaltet, von Rassismus geschwafelt, die übliche Prozedur eben.
      Ende offen.
      Mit solchen vermeintlichen Lappalien muß sich der gebeutelte Malocher herumschlagen und darf noch nicht mal das Maul aufmachen. Sonst droht der Bild- Pranger!

    • Dante schreibt:

      Natürlich, solche Zustände ärgern nicht nur PEgIdA. Sie ärgern jeden, der auch nur ein bisschen bei Verstand ist. Allerdings sollte auch, wer bei Verstand ist, nicht den Schluss ziehen, Flüchtlinge seien über einen Leisten zu scheren.
      Wäre ich allerdings PEgIdA, so würde ich diesem Minister meinen innigsten Dank für seine Verdienste um die Bewegung aussprechen.

  9. Akrophobie schreibt:

    Pirincci ist bescheuert! Meine Meinung. Er hat so viel Schaum vor dem Mund, dass dieser ihm jetzt anscheinend ins Hirn gedrungen ist. Er hat den willkommenskulturbesoffenen Moslemverstehern eine Steilvorlage geliefert mit seiner verfickten Rede und jede -überaus berechtigte- Kritik am Wahnsinnskurs, den dieses Land eingeschlagen hat, im Fäkalsumpf ertränkt.

    • anti3anti schreibt:

      Er hat den deutschen Holocaust-Mythos angekratzt. Damit hat er seine Existenz in Deutschland verwirkt. Er hätte lieber in der Türkei den Genozid an den Armeniern verbreiten sollen.

  10. Robert Rubekula schreibt:

    Herr Buurmann, Sie beziehen sich mit ihrem „Je suis…“ auf die Äußerungen von Herrn Pirincci. Soweit ich das einigermaßen nachvollziehen konnte (wir müssen ja leider mal wieder eine Äußerung bäh finden, die wir in ihrem genauen Wortlaut nicht mal kennen dürfen), äußert der Redner, dass er als Bürger Teil einer angeblichen Müllhalde sei. Genau das schreiben Sie nun auch („Je suis…“). Ich finde das übertrieben. Aber Sie stimmen ihm zu?

  11. abusheitan schreibt:

    Nach bisher unbestätigten Gerüchten soll Akif Pirincci heute morgen von zwei Herren in Trenchcoats und Schlapphüten abgeholt worden sein. Gewöhnlich gut unterrichtete Kreise, die namentlich nicht genannt werden möchten, vermuten, er sei in eine Einrichtung gebracht worden, die nahe der Stadt Weimar liegt. Dort wurden schon in früheren Zeiten Menschen erfolgreich behandelt, die gegen die jeweilige freiheitlich-demokratische Grundordnung aufbegehrten.

  12. monieka schreibt:

    „Ich kann da nur noch sagen: Unpassende Vergleiche sind schlimmer als Hitler!“ – ja, das will ich auch nicht unbemerkt durchrutschen lassen. Ist bestimmt ein Witz. Wenn man Sie fragen würde: Hätten Sie lieber Hitler oder einen unpassenden Vergleich? würden Sie ganz bestimmt nicht Hitler wählen. Offensichtlich, also ein Witz. q.e.d.

    • Dante schreibt:

      Der Witz an der Sache ist der, dass der Satz selbst ein – gewollt – unpassender Vergleich ist. Das ist gelebte Selbstironie.
      Im Gegensatz dazu sind die im entsprechenden Artikel mit dieser Überschrift zitierten Vergleiche bar jeder Selbstironie, aber kein Bisschen weniger absurd.

  13. Thomas ex Gotha schreibt:

    In einem Land von einiger Gesittung wäre jemand wie der Pirincci allenfalls als belächelter Irrer bekannt, der durch sein Fäkalvokabular (Beispiele gefällig? Bitte: „“Noch vor dreißig Jahren hätte man so eine Alte in den Knast gesteckt (…) Arschfick-Affine (…) Berufsperverse (…) dumm schwätzende und auschließlich ihr abartiges Sexualleben im Auge behaltende irre Lesbe (…) sexbesessene Zwangsjackenkandidatin (…) In den Knast mit ihr und den Schlüssel wegschmeißen“ …“Denn über 80 Prozent, die es zu uns schaffen, sind junge Männer im besten fickfähigen und unbedingt ficken wollenden Alter.“ ….“Gender Mainstreaming ist ein von geisteskranken und faulen Lesben, die komplett vom Staat alimentiert werden, erfundener Scheißdreck, der nur einen Zweck verfolgt: Das Männliche aus der Welt zu schaffen.“ usw.) von der Armseligkeit seines Denkens ablenken will. Da wir aber in Deutschland leben, wurde Pirincci mit seinem Psychoschrott zum Bestsellerautor. Vorgestern in Dresden wollte er seinem Publikum etwas Gutes tun und steckte diesem, es stehe praktisch mit einem Bein im KZ, weil es zu Pegida latsche und ein Provinzbürgermeister den „Asylkritikern“ „Geht doch nach drüben“ (bzw. ins Ausland) zugerufen hatte. Davor schreckten selbst die Pegidisten zurück und verstießen ihn aus ihrem erlauchten Kreis. Bis zum nächsten Mal.

    • Arme Sau schreibt:

      Das Anhören der gesamten Rede hat bei mir das ungute Gefühl hinterlassen, dass Pirincci nur von der Bühne gebuht wurde, weil seine Artikulation so miserabel war und zum Ende hin immer schlechter wurde. Am Anfang bekam er für unsäglichste Aussagen Applaus, gegen Ende wurde er so nuschelig, dass das „Geschliffene“ (Paul) seine Formulierungen nicht mehr so richtig zündete und nur noch „Ficken“, „Arsch“ und „Moslemsaft spritzen“ rüberkam.
      Da wurde der wahre Affekt des Redners und der Meute der letzteren selbst zu kenntlich und das Publikum erschrak leise vor sich selbst. Meine Befürchtung ist: Hätte Pirincci seine „geschliffenen“ Formulierungen nur richtig schneidig vorgetragen, wäre er auf Händen getragen worden.

    • Dante schreibt:

      In einem Land von einiger Gesittung wäre jemand wie der Pirincci allenfalls als belächelter Irrer bekannt,…

      Welches Land bitte soll das sein?

  14. Serebrjanik schreibt:

    Das war kein Vergleich von Pirincci, Gerd. Das war eine Überspitzung. Schlage dir neue Rubrik vor: „Überspitzungen sind schlimm. Es gäbe natürlich auch andere Alternativen. Aber Hitler ist ja leider derzeit außer Betrieb.”

  15. Serebrjanik schreibt:

    Geschlossene Verteidigungskette hier für den Monster-Akif. Gefällt mir.

    Pirincci prangerte die Aufforderung von Lübke an, die Menschen, die mit Asylpolitik nicht einverstanden sind, auszuwandern. Satirisch, und als Alternative, sagte er, was er sagte über KZs. Im Sinne: Lübke würde wohl die Gegner der Asylpolitik am liebsten und besten in KZs stecken – aber diese sind, leider, ausser Betrieb. „Leider“ aus der Sicht von Lübke.

    Dass Pirincci zu der Pegida gegangen ist, finde ich bescheuert von ihm. Dass er jetzt als rechtsradikal und als Nazi bechimpft wird, ist mindestens genauso bescheuert.

  16. A.Bundy schreibt:

    Akif Pirinçci hat keineswegs „eine ganze Menschengruppe“ als „Moslemmüllhalde“ bezeichnet.
    Das wäre ja auch eine ziemlich abstruse Bezeichnung für Menschen und Pirinçci kann viel zu gut mit Worten umgehen, als das ihm so ein sprachlicher Lapsus unterlaufen würde.
    Gemeint war natürlich die Bundesrepublik und wenn man sich die Zustände zu Gemüte führt, unter denen ein Großteil der (überwiegend moslemisch-männlichen) Einwanderer z.Z. lebt, sprich „auf Halde“ geparkt wurde, mag diese Formulierung überaus böse und zynisch sein, eine Diffamierung ist sie ganz sich nicht.

    Warum es ein Skandal sein sollte, die Grünen als „Kinderfickerpartei“ zu bezeichnen – angesichts der Tatsache, dass es (mittlerweile gerichtsbestätigt) unter Meinungsfreiheit fällt, die katholische Kirche eine „Kinderfickersekte“ zu nennen – erschließt sich mir nicht.

    Flüchtlinge als „Invasoren“ zu bezeichnen, mag nicht besonders nett sein, trifft aber die Art und den Wesenskern der derzeitigen unkontrollierten Einwanderung ziemlich genau.

    Politiker „Gauleiter gegen das eigene Volk“ zu nennen, ist ohne Zweifel grenzwertig wie alle Nazivergleiche, allerdings nicht grenzwertiger, als der Nazisprech, welcher von bestimmten PolitikerInnen in den letzten Monaten abgelassen wurde.

    Und was die von dir als „Höhepunkt“ bezeichneten Einlassungen betrifft, bis auf den ebenso unpassenden, wie ultra-zynischen KZ-„Joke“ am Schluß, kann man seinen Aussagen nur uneingeschränkt zustimmen. Leider.

  17. Robert Rubekula schreibt:

    Pirincci behauptet, dass einige Politiker politisch-unbotmäßige Bürger gerne einbuchten lassen möchten wie es die Nazis getan haben – und soll dafür jetzt eingebuchtet werden? Klingt irgendwie nach einem Treppenwitz. Ich bezweifele auch, dass es soweit kommt.
    Andere Teile dieses Pamphlets müssen wohl schlimmer gewesen sein. Nichts genaues weiß ich nicht, man bekommt ja in den Medien allenfalls einzelne Wörter vorgesetzt.
    Jedenfalls scheint er den Demonstranten mit seinen unflätigen Äußerungen ziemlich auf den Zeiger gegangen zu sein.

    • Paul schreibt:

      Jedenfalls scheint er den Demonstranten mit seinen unflätigen Äußerungen ziemlich auf den Zeiger gegangen zu sein.

      Das mag durchaus zutreffen. Habe auch nur ein Stück seiner Rede aufstöbern können. Mein Eindruck:
      Die Zuhörer waren intellektuell überfordert. Er hat das geschliffen formulierte Wort vorgelesen. Wohl auch aus juristischen Gründen.
      Aus diesem kurzen Videoschnipselder Rede entnehme ich, dass seine Aussprache auch nicht die beste ist. Wenn man etwas nicht richtig versteht, dann kann es zu Missverständnissen kommen.
      Ich jedenfalls habe den Inhalt der Rede auch erst verstanden, als ich ihn gelesen hatte.
      Für mich ergibt sich daraus, dass Pirincci gut, wenn auch manchmal etwas gestelzt, formulieren kann, aber kein guter Redner ist.
      Aber rechtfertigt das diese Hetze?
      Ich warte ab, was die Ermittlungen des Staatsanwalts ergeben. Wenn dann das Gericht entschieden hat, so es dazu überhaupt kommt, werde ich mein Urteil auch abgeben.

      Herzlich, Paul

      • Arme Sau schreibt:

        Zitat Paul: „Er hat das geschliffen formulierte Wort vorgelesen.“

        Ich habe mir gerade die ganze unsägliche Rede angehört. Wie bei dieser Ansammlung von paranoiden, analfixierten Vergewaltigungsphantasien auf diese Beschreibung kommen kann, ist mir ja dann doch ein Rätsel. Oder auch nicht.

        • Arme Sau schreibt:

          Wie man

        • Paul schreibt:

          Hallo Arme Sau,
          ich habe die komplette Rede nicht gehört. Kannst Du einen Link einstellen. Ich habe sie nicht gefunden.

          Noch etwas: Von literarisch überhöhter Sprache hast Du noch nichts gehört oder gelesen? Dann mach das mal. Man muss diese Sprache nicht mögen und wenn man die damit verbundenen Aussagen nicht versteht oder ablehnt, dann ist diese Sprache natürlich Scheiße. Das ändert aber nichts am Fakt. Lies mal Thomas Mann, der ist am anderen Ende wie Pirincci. (Nein, ich vergleiche nicht M. mit P. Ihre unterschiedliche Sprachform dient mir als Anschauungsbeispiel.) Am besten die Josephtrilogie. Dann weist Du was ich meine. Diese Sprache eignet sich nicht zum Vorlesen als Rede. Schon garnicht auf einer Demo. A.Bundy hat hier die Aussagen sehr gut analysiert. Du musst das nicht annehmen. Aber am Fakt ändert das nichts. Die meisten der Pegida-Demonstranten haben bestimmt nichts verstanden, weil er es auch noch schlecht vorgetragen hat.

          Herzlich, Paul

          • Arme Sau schreibt:

            Die Rede, bitte sehr:

            Da von literarischer Überhöhung zu sprechen, verlangt aber viel guten Willen…

          • Paul schreibt:

            Danke Arme Sau, habe mir die Rede gerade angehört.
            Habe aus dem Schnipsel auf den ich meine obige Aussage bezogen habe, genau das Richtige herausgehört. Was die Schachtelsätze angeht, ist er sogar in der Nähe von Th. Mann.
            Das was er vorgelesen hat, war als Rede ungeeignet. Zu viele Aussagen, Anspielungen in einem Satz. Dann noch die Wortspielereien und Wortneuschöpfungen, haben das Publikum überfordert und den Redefluss beeinträchtigt. Hinzu kam der grottenschlechte Redestil. Nach 20 Minuten konnte und wollte niemand mehr zuhören. Das war durchaus verständlich. Zumal auch aus dem Hintergrund, höchstwahrscheinlich infiltrierte Gegendemonstranten, „Aufhören“ skandiert haben.
            Um die Aussagen dieser Rede voll zu erfassen, muss man sie lesen. Der Staatsanwalt wird es tun. Tun müssen. Bin gespannt darauf, wo er einen Straftatbestand entdeckt. Im Vorfeld hat P. irgendwo geschrieben (habe es gelesen, weiß aber nicht mehr wo), dass er sehr sorgfältig formuliert hat, weil er kein Strafverfahren riskieren möchte. Nehme an, dass er sich juristisch beraten lies.
            Nochmals, vielen Dank für den Link, Arme Sau.
            Jeder der hier oder sonstwo kommentiert, sollte sich die Rede anhören, bevor er schreibt.

            Herzlich, Paul

  18. Paul schreibt:

    Den Höhepunkt aber erreichte Akif Pirinçci mit diesen Worten:

    “Offenkundig scheint man bei der Macht die Angst und den Respekt vor dem eigenen Volk so restlos abgelegt zu haben, dass man ihm schulterzuckend die Ausreise empfehlen kann, wenn er gefälligst nicht pariert. Es gäbe natürlich auch andere Alternativen. Aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb.”

    Pirinçci nimmt mit seiner provokanten Überspitzung Bezug auf den Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU), der asylkritischen Deutschen nahegelegt hat, das Land zu verlassen.

    Das meint jedenfalls Kaiser in AdG. (Link unten)

    Also, das verstehe ich so:
    Die Macht empfiehlt dem eigenen Volk die Ausreise. Wenn es KZ noch gäbe, würde man es dort einsperren.
    Mit anderen Worten:
    Wer seinem Volk die Ausreise empfiehlt, würde es auch in KZ einsperren, so es solche noch gäbe.

    Die AdG führt dazu Weiteres aus, das man durchaus lesen sollte. Es könnte auch Dein Bild, lieber Gerd, etwas ändern.

    Mich erinnert die ganze Sache an Jenninger und Hohmann. Damals wurden auch Menschen diskriminiert, weil man ihre Äußerungen bewusst fehlinterpretiert und missverstanden hat. Beide hat man damals erledigt. Auch mit Sarrazin wurde in gleicher Weise umgegangen.

    Die Diskriminierung Andersdenkender gehört inzwischen zum Handwerkszeug der Journalisten und Politiker.

    Es wird mit PEGIDA gemacht und jetzt auch mit Pirincci. Letzterer hat natürlich provokativ auch reichlich „Munition“ geliefert. Das muss ich schon zugeben. Aber rechtfertigt das diese Medienhatz.?
    Als ich, weil mir die Schreibweise dieses Wortes nicht ganz klar war, es bei Google eingegeben habe, bin ich auf Wulff gestoßen. Der war genau so ein Opfer wie die zuvor genannten.

    Aufgefallen ist mir, dass sich bei allen Hetzattacken die SPD besonders hervor getan hat.

    Darüber sollten wir alle mal nachdenken, bevor wir das schnelle Urteil fällen.

    Herzlich, Paul

    • Dante schreibt:

      Man sollte generell sachlicher mit Reden dieser Art umgehen, was jedoch gegebenenfalls auch scharfe Kritik einschließen kann. Vor allem kann man definitiv einen Pirinçci nicht mit einem Jenninger vergleichen.

      • Paul schreibt:

        Lieber Dante,
        ich habe nicht Pirincci mit Jenninger verglichen, sondern nur die Aktion des Rufmordes in Form der Diskreditierung und Diskriminierung, denen beide ausgesetzt waren/sind.

        Für scharfe Kritik bin ich immer zu haben. 🙂 Hast Du vielleicht auch schon gemerkt.

        Aber nicht für Rufmord. Der findet aktuell hier statt. Gegen Pegida, gegen Princci, gegen Bachmann.
        Das ist jedenfalls meine Meinung.

        Herzlich, Paul

  19. Sophist X schreibt:

    Wenn Nazivergleiche schlimmer als Hitler sind (so der korrekte Wortlaut), wie ist dann dieser Vergleich:
    Über Pirincci wurde von den Medien eine Fatwa verhängt. Er soll erledigt werden und wurde für vogelfrei erklärt.
    Merkt keiner, dass die Reaktionen auf seine Äußerung eine Bestätigung seiner Aussage sind?

  20. Paul schreibt:

    Lieber Gerd,
    Du beanstandest, dass Pirincci Flüchtlinge als Invasoren bezeichnet hat.
    Als ich dies sah, kam mir damals unwillkürlich der Gedanke von einer Invasion, einer kalten Invasion ohne Waffen in den Sinn.
    Inzwischen gibt es noch eindrucksvollere Bilder, die wir alle gesehen haben und die eine Assoziation zu Invasion geradezu heraufbeschwören.

    Herzlich, Paul

    • ceterum censeo schreibt:

      Paul, Du bist doch gläubig, vielleicht kannst Du für uns mitbeten?

      • yoyojon schreibt:

        Bereits bei der Auflösung der traditionellen Kolonialreiche war zu beobachten: Die Leute wollen endlich dorthin, wo ihr Geld schon vor ihnen angekommen ist.
        Hätte man sich früher im Westen etwas mehr darüber aufgeregt, dass „unser“ Wohlstand zu einem beträchtlichen Teil auf der Ausbeutung der Dritten Welt beruht (nach wie vor) und da einen Ausgleich geschaffen, müsste man sich jetzt weniger über die Folgen (Migration) aufregen.

        • Dante schreibt:

          Bereits bei der Auflösung der traditionellen Kolonialreiche war zu beobachten: Die Leute wollen endlich dorthin, wo ihr Geld schon vor ihnen angekommen ist.

          Da wäre Deutschland aber nicht gerade die erste Wahl…

          • yoyojon schreibt:

            Re Kolonialreiche (damals) vielleicht nicht. ABER: „Unsere“ Rohstoffe kommen woher? Unsere schönen Waffen gehen wohin? Usw. usw. Oder kommt unser Wohlstand nur vom deutschen Bienenfleiß? Oder „grasen“ die fleißigen Bienen für ihren Honig (zusammen mit allen anderen) die Welt ab?

        • ceterum censeo schreibt:

          Ich weiß nicht mehr, wer gesagt hat, daß der perfekte Untertan unter anderem historisch ungebildet sein muß. Ist auch nicht Ihre Schuld. Recherchieren Sie bitte mal, welche Reichtümer zu Hochzeiten der Kolonialreiche aus Afrika gestohlen wurden! Keine westliche Kolonialmacht hat letztlich Gewinn erzielt. Einzig den Arabern, die Jahrhunderte lang den Kontinent ausgebeutet, versklavt und verwüstet haben, und es heute noch tun, kann man Vorwürfe machen. Tut man aber nicht, denn die haben es wiederum auch geschafft, sich als unsere Opfer darzustellen, obwohl sie Europa über tausend Jahre lang heimgesucht haben.
          Auch heute schafft gerade Deutschland Geld ohne Gegenleistung dorthin. Schimpfen Sie lieber auf die Chinesen, die den ganzen Kontinent leerräumen!

        • Kanalratte schreibt:

          Also Deutschland hat weder von praktisch nicht vorhandenen Kolonien profitiert, noch profitieren wir heute in wirtschaftlicher Hinsicht von den Hauptherkunftsländer der Flüchtlinge. Oder erzählen sie mir mal, was wir aus Syrien, Eritrea, Somalia, Kosovo, Albanien importieren und was wir dorthin exportieren. Selbst der Absatz deutscher Waffen dürfte diese Länder wenig betreffen.

      • Paul schreibt:

        Danke, lieber cc für diese Dokumentation der Invasion. Oder hat jemand ein anderes Wort dafür?
        Bin zwar Einsprachler, aber dazu brauche ich keine Übersetzung.
        Besonders eindrucksvoll der Rufer um 1:01. Der ruft nicht Hunger oder Frieden, sondern Money, Money, Money.
        Dazu passt dann etwas später: „Polizei geh zur Hölle.“
        Noch etwas: Mich wundert der Ernährungszustand der Flüchtlinge und ihre Agilität. Jemand der monatelang oder jahrelang auf der Flucht war, müsste anders aussehen. Unsere Flüchtlinge 1945 sehen anders aus. Wo kommen die alle her? Wer hat sie bei uns eingeschleust? Weshalb randalieren sie?
        Ja cc, da bete ich für uns, unsere Kinder und Kindeskinder. Was soll ich auch Anderes machen?

        Herzlich, Paul

  21. Dante schreibt:

    Zunächst einmal der Witz, den keiner versteht: Akif Pirinçci hat bei seinem alten Thema die Buchstaben a, t, e und n verloren.

    Entlaufen oder verstorben?

  22. Couponschneider schreibt:

    Man könnte auch „Westentaschenholocaust“ sagen.

    Die Autobahnen von Hitler gibt es heute noch und wir nutzen sie, genauso wie die U-Bahnen von Stalin noch genutzt werden. Die Aquädukte der römischen Besatzung aber sind schon lange kaputt. Das ist überhaupt nicht nachhaltig. Hitler war ja der größte Nachhaltiker überhaupt. Er konzipierte ein Reich auf tausend Jahre. Die Autobahnen wurden zu einer Zeit gebaut, als nur wenige Deutsche ein Auto hatten. Die Autobahnen kamen 40 Jahre zu früh. Ich finde den Herodes-Vergleich unter aller Kanone. 🙂

    • Kanalratte schreibt:

      Hitler hat die Autobahn zum Truppentransport benötigt und die gut Einhunderttausend Arbeitskräfte für den Autobahnbau dazu benutzt um einen wirtschaftlichen Aufschwung und eine Beseitigung der Massenarbeitslosigkeit in Deutschland vorzugaukeln.

      • American Viewer schreibt:

        Was heißt vorgaukeln? Die Arbeitslosigkeit war wirklich weg. Oder haben sich die Leute nur eingebildet, dass sie Arbeit und Lohn haben? Hjalmar Schacht war (mit) der Erste, der die Erkenntnisse von Keynes umgsetzt hat.

        • D.S. schreibt:

          Das Dritte Reich – Ein Erfolgsmodell!

          • Dante schreibt:

            In gewisser Weise war es das tatsächlich. Militärisch ist es zwar gescheitert, aber als kriminelles Unternehmen war es nachhaltig. Der Holokaust war nicht nur ein Völkermord, sondern auch ein gigantischer Raubmord, und viele Menschen, die davon profitiert haben, konnten ihren neuen Reichtum in die Nachkriegszeit hinüberretten. Letzteres gilt nicht nur für den Holokaust selbst, sondern auch schon für die Enteignung von Juden vorher, die teilweise mehr oder weniger legal über einen Verkauf abgewickelt wurde – freilich zu Dumpingpreisen.
            Warum wohl bekomme ich E-Mail-Werbung von Neckermann und nicht von Joel?

          • Paul schreibt:

            Hallo D.S.,
            Sie haben was falsch verstanden. Es geht nicht darum etwas schön zu reden, sondern nur darum Fakten mitzuteilen. Viewer ist alles mögliche, aber ganz bestimmt kein Verehrer des 3.Reichs und auch kein Neonazi.

            Herzlich, Paul

      • O.Paul schreibt:

        Schwachfug! Wenn ich solchen Rotz lese, wird mir schlecht. Nachgeplappertes Gutmenschengeschwafel!
        Das Militär nutze fast ausschließlich die Bahn. Ein Transport auf der Autobahn wäre immens teuer gewesen.
        Nicht alles glauben, was man hört.
        Die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen waren echt und niemand mußte damals etwas vorgauckeln.

        • Dante schreibt:

          Sie waren echt – und auf Pump, wenn mich nicht alles täuscht.
          Eine solide Wirtschaftspolitik kann man dem nationalsozialistischen Deutschland jedenfalls nicht unterstellen. Die Rüstungsausgaben lassen sich allerdings als Zukunftsinvestition sehen, insofern Krieg nicht nur Geld kostet, sondern auch einbringen kann…

          • Paul schreibt:

            Natürlich, lieber Dante, war das damals auf Pump.
            Da ist unser staatliches Handeln heute viel seriöser. Oder? Wie hoch sind unsere Staatsschulden? Der Unterschied zu damals, liegt wohl darin, dass wir weniger Schulden für Investitionen machen, sondern für Sozialausgaben. Noch ein Unterschied: Wir haben nicht die Absicht die Schulden durch einen Eroberungskrieg abzugelten. Hoffe ich jedenfalls.

            Herzlich, Paul

          • Dante schreibt:

            Da ist unser staatliches Handeln heute viel seriöser. Oder? Wie hoch sind unsere Staatsschulden?

            Weiß ich nicht, aber eine Schuldenquote von 500% (laut Rainer Trampert) haben wir wohl nicht, davon ist selbst Griechenland laut Trampert weit entfernt.

          • Dante schreibt:

            Der Unterschied zu damals, liegt wohl darin, dass wir weniger Schulden für Investitionen machen, sondern für Sozialausgaben.

            Kann man so auch nicht sagen. Die Nationalsozialisten haben gewissermaßen auch Sozialausgaben gehabt, wenn auch in einem anderen als dem heutigen Sinne.
            Statt Arbeitslosengeld zu zahlen, haben die ABM gemacht und natürlich durch die Aufrüstung eine Menge Jobs geschaffen. Interessanterweise hat die Aufrüstung auch in den USA die seit 1929 erst brennende, dann dank New Deal nur mehr glimmende Wirtschaftskrise endgültig beendet.

          • Paul schreibt:

            Da kommt mir ein Gedanke, lieber Dante. (Ja, passiert manchmal. Da kann ich nichts gegen machen. 🙂 )
            Kann es sein dass unsere gestiegenen Rüstungsexporte, die gestern wieder angeprangert wurden, auch unsere Wirtschaft angekurbelt und damit Staatsverschuldungsquote gesenkt haben?

            Herzlich, Paul

          • Dante schreibt:

            Natürlich.

  23. ceterum censeo schreibt:

    An allem ist Pegida schuld

    Boris T. Kaiser

    Akif Pirinçci hat auf der letzten Pegida-Demonstration für einen Eklat gesorgt. Der für seine derbe, bewusst eingesetzte Vulgärsprache berühmt-berüchtigte Autor hat gesagt, so konnte man es überall lesen: „Leider sind die KZs außer Betrieb.“ In den meisten Medien wird behauptet, oder zumindest suggeriert, er habe mit seiner Aussage gefordert, dass der Staat Flüchtlinge in Konzentrationslager sperren solle. Wenn man seine Rede aber im Zusammenhang liest, erkennt man schnell, dass dies eine völlige Fehlinterpretation seiner Aussage ist:

    “Offenkundig scheint man bei der Macht die Angst und den Respekt vor dem eigenen Volk so restlos abgelegt zu haben, dass man ihm schulterzuckend die Ausreise empfehlen kann, wenn es gefälligst nicht pariert. Es gäbe natürlich auch andere Alternativen. Aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb.”

    Pirinçci nimmt mit seiner provokanten Überspitzung Bezug auf den Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke (CDU), der asylkritischen Deutschen nahegelegt hat, das Land zu verlassen.

    Pirinçci unterstellt Politikern wie Lübcke, dass sie unliebsame politische Gegner am liebsten in alter Nazi-Manier aus dem Wege räumen würden. Dies ist zwar immer noch nicht besonders geschmackvoll und mit Sicherheit auch nicht die intelligenteste Aussage, die der Bestseller-Autor je von sich gegeben hat, aber dennoch eine völlig andere Nummer als die ihm in die Schuhe geschobene Forderung nach der Inbetriebnahme von Konzentrationslagern.

    Aber der Satz „Leider sind die KZs nicht mehr in Betrieb“ macht sich, aus dem Zusammenhang gerissen, eben so gut in Überschriften und passt außerdem wie die Faust aufs Auge zu der nach dem Anschlag auf die Kölner OB-Kandidatin angeheizten Stimmung gegen Pegida.

    So dämlich es ist, eine Bewegung, die es gerade mal seit einem Jahr gibt, für die Tat eines Irren, der seit Jahrzehnten in der rechtsextremen Szene unterwegs ist, verantwortlich zu machen, so wenig hindert es Politiker aller Parteien daran, es dennoch zu tun. Bundesjustizminister Heiko Maas twitterte umgehend, nachdem auf einer Pegida-Demo zwei für Gabriel und Merkel „reservierte“ Galgen gesichtet wurden: 

    Wer bei #Pegida mitläuft, dem muss klar sein, wem er da hinterher läuft: Menschen, die nichts anderes im Sinn haben als Radikalisierung.

    Man möchte ergänzen, dass Selbiges auch für seine eigene Juso-Parteijugend gilt, die bei Demonstrationen regelmäßig dem autonomen schwarzen Block hinterherläuft, aber man weiß, dass sich der SPD-Minister sein einseitiges Bild von Radikalismus nicht durch rationale Kritik kaputtmachen lässt. Unterstützt wird er in seiner Wahrnehmung durch die breite Front politisch Einäugiger.

    Für jeden Brandanschlag, jeden Angriff auf einen Ausländer und jede Eskalation am Rande irgendeiner Demo, die noch nicht einmal direkt etwas mit Pegida zu tun haben muss, wird die „Bewegung“ dennoch verantwortlich gemacht. Ganz so, als hätte es vor Pegida keine politisch motivierte Gewalt und Kriminalität gegeben. Dass diese in der Mehrheit der Fälle auch heute immer noch von links ausgeht, wird sowieso gänzlich verschwiegen. Sowohl von Politikern als auch von „journalistischen“ Formaten wie „Panorama“, deren Reporter mittlerweile häufiger auf den Pegida-Kundgebungen unterwegs sind als viele der Aktivisten selbst.

    Rechter Extremismus ist eben per se schlimmer als linker, und ein Pegida-Galgen ist ein klarer Mordaufruf, wogegen ein linker Galgen oder gar eine revolutionär-romantische Guillotine offenkundig nur ein heiterer Spaß ist, den jeder verstehen muss, der zum Lachen nicht in den Bürgerbräukeller geht. Alles, was Akif Pirinçci sagt und schreibt, ist dagegen wiederum bierernst zu nehmen. 

    Relativ einfach macht es sich in diesen Tagen die BILD, das neue Sturmgeschütz der Willkommenskultur. BILD stellt die Facebook-Hetzer an den Pranger! – titelte man dort, völlig besoffen von der eigenen Selbstgerechtigkeit, und gab online die direkte Weisung an die Ermittlungsbehörden: „Herr Staatsanwalt übernehmen Sie!“ 

    Die Leichtfertigkeit, mit der die selbst häufig genug der „Hetze“ bezichtigte Bildredaktion hier Andersdenkende brandmarkt, ist persönlichkeitsrechtlich bedenklich und im höchsten Maße demokratiegefährdend. Schon das einfache Angebot an Moslems, denen es hier nicht passt, Deutschland zu verlassen, kann einen direkt auf den BILD-Pranger führen. Man fragt sich, was eigentlich dagegen spricht, jemandem, der unsere freiheitliche demokratische Grundordnung aufgrund seines Glaubens ablehnt, nahezulegen, schon in seinem eigenen Wohlfühl-Interesse besser in ein Land zu ziehen, das seinem Werteempfinden eher entspricht. Man fragt sich auch, in wie weit sich einige der angeprangerten Aussagen von den gerne gedruckten des Thilo Sarrazin oder einigen der eigenen Schlagzeilen unterscheiden.

    BILD hat offenbar die Seiten gewechselt. In Zeiten,  in denen die klare Mehrheit gefühlt irgendwie links ist und selbst die einst so kühle Physikerin im Kanzleramt von Tag zu Tag emotionaler wird, will man nicht länger alleine als herzlose konservative Propaganda-Maschine auf weiter Flur stehen. 

    Geklaut von mir bei der Achse. Vielleicht hatte der Autor mehr Zeit zum Nachdenken. Oder ist Nazi. Egal, Hauptsache er hat kein schwarzes Banner. Sieht so nach Autonomem Block aus, oder nach IS. 😦

    • Kanalratte schreibt:

      Es war aber im Grunde klar, dass wenn man solche Sätze sagt und vor allem so formuliert, es zu Problemen kommen wird. Zum einen weil es Gegenüber gibt (in dem Fall Medien und politische Gegner), die nur darauf warten etwas gegen dich zu verwenden und zum anderen weil es viele Menschen gibt, die die Intention eines solchen Satzes nicht verstehen, gerade wenn er so stümperhaft und unklar vorgetragen wird, wie in Pirinccis Fall. Hätte er nur das „leider“ weggelassen, wäre es schon klarer geworden, so hat es den Anschein als wünsche sich Pirincci die KZs zurück. Das Ganze hätte er besser durchdacht und besser formuliert in einem seiner Bücher gebracht.

      • ceterum censeo schreibt:

        Da hast Du Recht. Jedoch ist Dir etwas wesentliches entgangen: im aktuellen Zustand der Auflösung des Rechtsstaates spielt es keinerlei Rolle mehr, ob und wovon sich jemand distanziert. Du mußt dich zu den Guten ungefragt bekennen, ansonsten landest du vorm Kadi oder im Krankenhaus. Wer Nazi ist, bestimmt die Meute.
        Hast Du in dem Zusammenhang mitbekommen, daß letztens ein junger Zeitungspimpf sich entblödet hat, der Schlagersängerin Helene Fischer vorzuwerfen, sie hätte sich bisher noch gar nicht zur Flüchtlingsfrage geäußert? Prominente hätten sich gefälligst ungefragt positiv zur totalen Migration zu bekennen! Erinnert das nicht an die schönsten Zeiten dieses Landes?

  24. Hein schreibt:

    „Unpassende Vergleiche sind schlimmer als Hitler“. Wirklich? Unpassende Vergleiche sind unpassend, sie hinken, sind geschmacklos, indiskutabel – aber schlimmer als Hitler?
    Wenn ich die zitierte Aussage von Pirincci richtig verstehe, meint er, dass manche Politiker wünschen, dass die Kritiker der „Flüchtlingspolitik“ die Freiheit hätten, sich ein anderes Land zu suchen. (Diese Äußerung fiel durch einen Lokalpolitiker in einer Infoversammlung). Pirincci unterstellt, dass diese Politiker sich noch Schlimmeres für ihre Gegner wünschten. Wie aber aus Gerd Buurmanns Aufstellung hervorgeht, ist Pirincci nicht der einzige der diese völlig unangebrachte Assoziation ausspricht. Der Ausspruch über die Lebensbedingungen im Gazastreifen ist schlimmer als Pirinccis Schlechtsprech.

    • Hessenhenker schreibt:

      „meint er, dass manche Politiker wünschen, dass die Kritiker der “Flüchtlingspolitik” die Freiheit hätten, sich ein anderes Land zu suchen“

      Ich hab das Video gesehen, wo Lübcke seinen Satz sagen darf.
      Offensichtlich soll gehen wem es hier nicht paßt.
      Ob man aber „die Freiheit hat, sich ein anderes Land zu suchen“, isst etwas völlig anderes, ich habe diese Freiheit nicht, denn Kollegen von Lübcke haben mit ihrter Politik dafür gesorgt, daß ich abgebrannt werden konnte, so daß ich nun die finanzielle Freiheit zum Auswandern nicht mehr habe.

    • anti3anti schreibt:

      Der Lokalpolitiker könnte der ehemalige KZ-Bauer und Bundespräsident H. Lübke sein.

    • American Viewer schreibt:

      Wirklich? Unpassende Vergleiche sind unpassend, sie hinken, sind geschmacklos, indiskutabel – aber schlimmer als Hitler?

      Hein, extra für Sie:
      https://de.wikipedia.org/wiki/Ironie

      • Akrophobie schreibt:

        Mensch, Hein! Sie haben es echt nicht kapiert, wie?
        Warum muss ich jetzt gerade an die Sendung mit der Maus denken? 😉

        • Hein schreibt:

          Nein, hab ich nicht. Auch der Verweis auf die Sendung mit der Maus hilft da wenig. War es Ironie, wenn Buurmann sagt, dass unpassende Vergleiche schlimmer als Hitler sind? Gut, dann habe ich das falsch verstanden.

          • Dante schreibt:

            Lieber Hein, „unpassende Vergleiche sind schlimmer als Hitler“ ist selbst ein unpassender Vergleich – und zwar ein gewollt unpassender. Darin liegt ja die Ironie.

  25. Hessenhenker schreibt:

    ICH bin einer der Deutschen, die das Land verlassen sollen,
    z.B. um mit ihrer Freundin zusammenleben zu können.
    Mir ist jedenfalls schon oft genug in belehrendem Tonfall gesagt worden, ich KÖNNE meine “Familienzusammenführung ja AUCH im Ausland vollziehen”.
    Beim Haßprediger ist es oft genau umgekehrt!

    Oder was haltet Ihr hiervon:
    nachdem ich beiläufig erwähnt habe, daß mein Schatz nicht ganz gesund ist (wenn sie auch den ganzen Tag arbeitet oder wann immer sie gebraucht wird),
    wird mir gesagt “Such Dir doch ne Gesunde hier”. Der Spruch kam von einem italienischen Künstler, der allerdings in Deutschland herumkünstlert.

    Weil ich nicht wie befohlen verheimliche, daß mir zum Hitlergeburtstag das Haus angezündet wurde, schreibt mir ein SPD-Bürgermeister: „Brandanschlag . . . LANGWEILIG“.

    ICH verstehe Akifs KZ-Satz sehr gut, nämlich so: da man mich nicht ins KZ stecken kann, muß man mir eben die Ausreise empfehlen.
    Allerdings renne ich deswegen nicht zu Pegida, sondern habe die Anti-Hitler-Partei gegründet.
    Weil mir irgendwas vorkommt wie irgendwas zu irgendwelchen Zeiten!

    Und das hab ich ALLES mit sehr viel Respekt geschrieben.

  26. Nordland schreibt:

    Gratulation, Herr Buurmann. Sie sind einer der wenigen, die Pirinçci für das kritisieren, was er wirklich gesagt hat.

    Und auch danke, dass Sie in den Kommentaren zulassen, wenn jemand sachlich und ohne reißerische Vergleiche die Flüchtlingspolitik kritisiert.

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