„Wir wollen nur, dass Juden perfektioniert werden.“

Mit meinem gestrigen Artikel über das Prinzip der Rache im christlichen und jüdischen Vergleich habe ich einige Debatten in der Kommentarspalte ausgelöst. Es ist immer wieder spannend, dem christlich-jüdischen Dialog zuzuschauen, wenn es ans Eingemachte geht. Ich muss in solchen Momenten immer an einen kleinen Eklat denken, der im Jahr 2007 in einer amerikanischen Talkshow zwischen Gastgeber Donny Deutsch und Gast Ann Coulter stattfand.

Ann Coulter ist eine der bekanntesten, umstrittensten, harrsträubensten, aber auch unterhaltsamsten Konservative Amerikas. Als Donny Deutsch sie fragt, wie ein Amerika aussähe, das die Werte Ann Coulters verinnerlicht hat, entwickelt sich folgender Dialog:

Coulter: Die USA sähe aus wie New York, die schönste Stadt der Welt, während der Republikanischen Nationalversammlung. Um genau zu sein, ich denke, dass es im Himmel so aussehen wird.

Deutsch: Nein, ich meine nicht politisch. Wie sähe das Fundament Amerikas aus? Wären wir glücklicher? Gesünder? Toleranter? Wären Frauen glücklicher? Würden die Rassen besser miteinander auskommen? Wie sähe es aus zwischen arm und reich? Präsentieren Sie das Ann Coulter Rezept.

Coulter: Amerika wäre glücklich, christlich und tolerant. Jeder würde für Amerika stehen und in Amerika verwurzelt sein.

Deutsch: Moment, es wäre also besser, wenn wir alle Christen wären?

Coulter: Ja! Möchten Sie mal mit mir zur Kirche gehen, Donny?

Deutsch: Ich sollte also nicht jüdisch sein?

Coulter: Wäre einfacher.

Deutsch: Ehrlich?

Coulter: Ja, ist eine Abkürzung.

Deutsch: Das können Sie nicht wirklich glauben. Sie sind zu gebildet für sowas.

Coulter: Doch. Wissen Sie überhaupt was Christentum ist? Sie haben ihre Gesetze und Gebote und wir haben die Abkürzung.

Deutsch: Warum reden Sie hier wie das Staatsoberhaupt des Irans?

Coulter: Das Staatsoberhaupt des Irans ist kein Christ, falls es Ihnen entgangen sein sollte.

Deutsch: Er möchte Israel von der Erde fegen. Sollte es auch für Sie keine Juden geben?

Coulter: Nein, wir wollen nur, dass die Juden perfektioniert werden.

Deutsch: Was haben Sie gesagt?

Coulter: Juden sollen sich perfektionieren. Sie haben das Alte Testament und wir haben Federal Express.

Deutsch: Wenn jemand sowas absurdes sagt, dann breche ich ab. Hätte Ann Coulter Verstand, dann hätte sie das nicht gesagt.

Coulter: Was ist absurd?

Deutsch: Juden müssen perfektioniert werden.

Coulter: Das ist es, was Christen glauben! Wir sehen uns selbst als perfekte Juden. Christen glauben an das Alte Testament und an die Gebote. Juden glauben aber nicht an das Neue. Im Alten Testament wurde Gott oft zornig, weil sich die Menschen nicht an seine Regeln halten konnten. Jetzt glauben Christen, und es tut mir leid, aber das ist es nun mal, wofür das Neue Testament steht, dass Jesus gekommen ist, um für unsere Sünden zu sterben. Die Juden haben Gebote, an die sie sich halten müssen, aber wir haben Jesus, der für unsere Sünden gestorben ist.

Deutsch: Ihre genauen Worten waren: Juden müssen perfektioniert werden.

Coulter: Nein, ich sage, das ist es, was ein Chirst ist: ein perfekter Jude.

Deutsch: Sehen Sie nicht, wie hasserfüllt und antisemitisch das ist?

Coulter: Überhaupt nicht.

Deutsch: Und das finde ich sogar noch gruseliger.

Coulter: Nein, nein, nein! Ich möchte nicht, dass Sie sich dadurch beleidigt fühlen, aber das ist es nun mal, woran wir Christen glauben.

Der Dialog ist im Original etwas länger. Ich habe ein paar lustige Exkurse zu „Seinfeld“ und Backenhörnchen auf Schultern ausgelassen, da diese Referenzen nur noch wenigen Leuten bekannt sind. Viel wichtiger ist: Worüber sich Donny Deutsch aufregt ist die leider wahrlich christliche Lehre. Es ist das Fundemant des Christentums. Ann Coulter hat leider recht. Laut dem Evangelium von Johannes, sind Juden „Söhne des Teufels“, die die perfektionierte jüdische Lehre von Jesus nicht annehmen wollen:

„Jesus sprach zu ihnen: Wäre Gott euer Vater, so liebtet ihr mich; denn ich bin ausgegangen und komme von Gott; denn ich bin nicht von mir selber gekommen, sondern er hat mich gesandt. Warum kennet ihr denn meine Sprache nicht? Denn ihr könnt ja mein Wort nicht hören. Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang und ist nicht bestanden in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lüge redet, so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lügner und ein Vater derselben. Ich aber, weil ich die Wahrheit sage, so glaubet ihr mir nicht. Welcher unter euch kann mich einer Sünde zeihen? So ich aber die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer von Gott ist, der hört Gottes Worte; darum hört ihr nicht, denn ihr seid nicht von Gott.“ (Johannes 8, 42-47)

Für Paulus ist klar, dass jene Juden, die Jesus Lehre nicht leben wollen, auch seinen Tod zu verantworten haben:

„Ihr seid nämlich, Brüder, Nachahmer der Gemeinden Gottes in Judäa geworden, die in Christus Jesus sind; denn ihr habt von den eigenen Landsleuten dasselbe erlitten wie jene von den Juden, die sowohl den Herrn Jesus als auch die Propheten getötet und uns verfolgt haben, die Gott nicht gefallen und allen Menschen feindlich sind, indem sie uns hindern, den Heiden zu ihrer Rettung. So machen sie das Maß ihrer Sünden unablässig voll. Es ist aber schon der ganze Zorn über sie gekommen.(1. Thess 2, 13-16)

Donny Deutsch kann sich somit selbstverständlich echauffieren über Ann Coulters Auslegung der christlichen Lehre, aber er muss sich dann wohl oder übel über das Christentum aufregen.

Nirgends wird die christiche Lehre der „perfektionierten Juden“ deutlicher propagiert, als während der Karfreitagsfürbitte für Juden, den die römischen Katholiken, Altkatholiken und manche Anglikaner verwenden und entstand im 6. Jahrhundert. In diesem Gebet werden Juden seit 750 als perfidis („treulos“) bezeichnet und ihr Glauben als iudaica perfidia („jüdische Treulosigkeit“). In dem Gebet wird Gott darum gebeten, den „Schleier von ihren Herzen“ wegzunehmen, ihnen die christliche Erkenntnis zu schenken und so der „Verblendung ihres Volkes“ und „Finsternis“ zu entreißen. Eine zaghafte Kritik an der traditionellen Judenfürbitte wurde erst nach der Shoa formuliert. Seit 1956 veränderte der Vatikan sie schrittweise. Israles Erwählung zum Gottesvolk wird seitdem stärker betont.

Das Christentum ist eine Gemeinschaft, die aus dem Judentum entstanden ist. Die frühen Christen verstanden ihre Lehre zuerst noch als Fortführung des Judentums und waren eine unter vielen jüdischen Sekten. Im Verlaufe der Zeit wurden die jüdischen Wurzeln allerdings immer mehr abgestreift und eine Annährung an das Römische Reich vollzogen. Im Zuge dieser Trennung wurde aus einer subjektiven Fortentwicklung des jüdischen Glaubens eine Trennung und dadurch eine subjektive „Perfektionierung“ des jüdischen Glaubens. Das Christentum war geboren.

Dass sich Christen als „perfektionierte Juden“ verstehen, kann man auch an der mittlerweile zweitausendjährige Geschichte des Christentums erkennen. Der Umgang vieler Christen, also der „perfektionierten Juden“ mit jenen Juden, die sich einer Perfektionierung verweigerten, wurde immer brutaler. Einen traurigen Höhepunkt fand diese Brutalität in dem Reformator Martin Luther, der in seinem Werk Von den Jüden und ihren Lügen folgendes schreibt:

„Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen.“

In seinem „Handbuch über die Judenfrage“ fordert Martin Luther jene Dinge, die im 20. Jahrhundert am Wannsee in Berlin zur deutschen Staatsräson erklärt werden sollten:

„Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich.“

Die christliche Religion, die sich als Perfektionierung der jüdischen Religion versteht, griff zur Gewalt. Wie konnte es zu so einem Judenhass bei den Christen kommen? Die Antwort findet sich im Selbstverständnis gläubiger Christen:

Für Juden ist das Christentum lediglich eine andere Religion. Sie hat zwar jüdische Wurzeln, aber ist für den eigenen Glauben vollkommen belanglos. Für einen Juden ist ein Christ ein Christ, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Der Christ stellt für den Juden kein religiöses Problem dar. Er kann ihm egal sein. Für einen Christen jedoch ist ein Jude schon durch seine pure Existenz eine Provokation. Der Christ nämlich, der meint, er sei ein „perfektionierter Jude“, erkennt in einem Juden, der an seiner alten Lehre festhällt, eine lebende Infragestellung der eigenen Selbstverständlichkeit. Deshalb gibt und gab es einen brutalen christlichen Antijudaismus. Es gubt aber keinen vergleichbaren jüdischen Hass auf Christen, weil Juden egal ist, was Christen glauben.

Etwas ähnliches erleben wir übrigens auch im Islam. Der Islam versteht sich ebefalls als Fortführung des alten jüdischen Glaubens. Es verwundert daher nicht, dass sich auch im Islam ein brutaler Judenhass findet. In einer aktuellen Predigt des Sheich Ibrahim Madhi in der Sheik ‚Ijlin Moschee befasst sich der Redner mit einer Hadith-Stelle, in der Mohammed die perfekte Welt erst nach dem Tod aller Juden verorten kann.

Mohammed sagt: „Die Stunde wird nicht kommen, bis ihr gegen die Juden solange kämpft, und bis der Stein, hinter dem sich der Jude versteckt hat, spricht: „Du Muslim, hier ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt, so töte ihn.“

Sheich Ibrahim Madhi interpretiert: Der Prophet sagt: ‚Die Juden werden gegen euch kämpfen, und Allah wird Euch als Herrscher über sie setzen.‘ Wir blasen sie in die Luft in Hadera, wir blasen sie in die Luft in Tel-Aviv und in Netanya. Und auf diese Weise wird Allah uns als Herren über diese Rotte hergelaufener Landstreicher setzen. Wenn ein Jude sich hinter einem Stein oder einen Baum versteckt, dann werden der Stein oder der Baum sagen: Oh Muslim, oh Diener Allahs, ein Jude versteckt sich hinter mir, komm und töte ihn…“

Judenhass ist eine Eigenschaft, die das Christentum und den Islam vereint. Deshalb verwundert es mich auch immer, wenn von einem christlich-jüdischen Kulturkreis in Europa gesprochen wird. Die christlich-jüdische Tradition in Europa besteht zum größten Teil aus einer Verfolgung der einen Religion durch die andere. Wenn man in Europa von einer Zusammenarbeit zweier Religionen sprechen möchte, so sollte die Rede mal auf die christlich-islamische Zusammenarbeit kommen. Als Deutschland Juden mordete, gab es überwiegend nur ein lautes Schweigen und teilweise sogar ein aktives Mitlhelfen der christlichen und islamischen Religionen. Das war gelebte christlich-islamische Zusammenarbeit.

Als die Nazis ihren brutalen Antisemitismus propagierten, fiel der Hass in Deutschland auf fruchtbarem christlichen Boden. Zur selben Zeit ging Heinrich Himmler ein Bündnis mit Teilen des Islams, u.a. mit dem Mufti Al Husseini ein. Dieses Bündnis wird noch heute von vielen islamischen Organisationen als heilig angesehen, wie ich in dem Artikel „Der zweite Holocaust“ beschrieben habe.

Natürlich gab es auch christlichen und muslimischen Widerstand, der sich aus der Religion heraus definierte, aber der Hass entsprang eben der selben Quelle; genauso wie sich sowohl die Nazis als auch Teile des Widerstands auf Deutschland und seine Kultur bezogen.

Heute haben sich die meisten Christen von ihrem radikalen Judenhass verabschiedet. Unter Muslimen jedoch gibt es ihn leider noch sehr aktiv, wie ich in meinem Artikel „Die verlorenen Kinder von Gaza“ beschrieben habe. Allerdings versteht der Islam sich nicht nur als eine Ideologie des perfektionierten Judentums, sondern auch als eine Religion des perfektionierten Christentums. Das Christentum hat jüdische Wurzeln und wir wissen, wie viele Christen mit ihren Wurzeln umgegangen sind. Der Islam hat jüdische und christliche Wurzeln. Was sollte die Anhänger des Islams davon abhalten, ihre christlichen Wurzeln so zu behandeln, wie ihre jüdischen oder sogar so, wie viele Christen ihre jüdischen Wurzeln behandelt haben?

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45 Antworten zu „Wir wollen nur, dass Juden perfektioniert werden.“

  1. Eitan Einoch schreibt:

    Wozu dieser Streit? Es ist doch ganz einfach. Christen glauben, der Messias war schon da – Juden glauben, er kommt erst noch. Es ist doch ganz einfach. Wenn er irgendwann vor der Tür steht, wird er entweder sagen: „Sorry dass ihr so lange warten musstet!“ Oder: „Hallo, ich bin wieder da!“ Dann wissen wir, wer Recht hatte. Und bis dahin können wir doch in Frieden miteinander leben, oder?

    • Bergstein schreibt:

      Ich glaube, wenn der Maschiah endlich kommt, wäre es auch wurscht, ob es das erste Kommen wäre oder das zweite.

    • Dante schreibt:

      Bei dem Streit ging es eh‘ immer nur um Macht. Das haben nicht nur die Juden schmerzvoll erfahren müssen, sondern auch die so genannten Ketzer, also Christen, die andere Auffassungen vertraten als der Mainstream.

  2. Ben schreibt:

    Es ist traurig mit was für einem Halbwissen hier gegen das Christentum gehetzt wird, unglaublich -.-

    Mein lieber Herr Buurmann, man merkt dass Sie von Theologie keine Ahnung haben.
    Wir Christen glauben, dass die Juden das Volk Gottes sind, denn wir glauben genau wie die Juden auch an Thora und Tanach. Allerdings sind wir einen Schritt weiter gekommen, weil wir Jesus als den Messias und Sohn Gottes sehen, die Juden hingegen warten noch heute auf den Messias, der den neuen Bund mit Gott einleiten wird.
    Sowohl Paulus als auch Jesus waren Juden. Die Juden die Paulus und Jesus kritisieren sind die Pharisäer gewesen, und nicht alle Juden wie Sie es hier behaupten.
    Das Christentum ist in Keinster Weise antisemitisch, im Gegenteil, denn die Christen bekennen sich zu Israel und verteidigen Israel auch vehement gegen hetzende Muslime. Schauen Sie mal auf Facebook, auch in den Gruppen, wie bedingungslos diese Christen für Israel eintreten, so dass es die Muslime dort richtig ärgert und sie nicht verstehen können, warum diese Christen so zionistisch sind (ich zB sehe die Regierung Israels eher kritisch und stehe damit ziemlich alleine da).

    Und wenn Sie schon dieses Thema anpacken, sollten Sie auch so fair sein, und die Beleidigungen gegen Jesus und Maria im Talmud erwähnen (Maria sei eine Hure und Jesus ein Bastard…), sonst ist es Doppelmoral:
    http://www.answering-christianity.com/jews1.htm

    Wie gesagt, keine andere Religion setzt sich so für Israel und die Juden ein wie das Christentum, deswegen finde ich diesen Artikel hier sehr traurig…:-/

    • Bergstein schreibt:

      Ein kleiner Hinweis, eigentlich sind alle Juden, seit ca. 2.000 Jahren Pharisäer.

      • Dante schreibt:

        Uns wurde im Religionsunterricht beigebracht, dass Jesus selbst ein Pharisäer war, seine Kritik an Pharisäern mithin Teil einer innerpharisäischen Auseinandersetzung.

    • quer schreibt:

      Ich erlaube mir einen kleinen Hinweis auf die sog. „Messianischen Juden“. Siehe Hier z.B.:
      http://www.zelem.de/start.html

      • caruso schreibt:

        Wie immer sich diese Menschen nennen, nach jüdischer Auffassung sind sie keine Juden.
        Auch dann nicht, wenn sie selbst es glauben. Ethnisch sind sie natürlich Juden, aber das interessiert die anderen Juden nicht, die von der Tradition etwas halten. Ich meine damit auch solche gottlose, wie ich einer bin.
        lg
        caruso

        • Eitan Einoch schreibt:

          Früher nannte man sie „Judenchristen“, also zum Christentum konvertierte (Ex-)Juden. Aber diese Bezeichnung lehnen sie heute für sich ab. Ich vernute, sie wollen mit dem Etikett „Jude“ andere Juden missionieren.

    • madeleine schreibt:

      Vielleicht hilft das hier auch etwas weiter.

    • Dante schreibt:

      Wir Christen glauben, dass die Juden das Volk Gottes sind, denn wir glauben genau wie die Juden auch an Thora und Tanach. Allerdings sind wir einen Schritt weiter gekommen,…

      Q.E.D.
      😆
      Genau das hat der Artikel gemeint.

    • American Viewer schreibt:

      Allerdings sind wir einen Schritt weiter gekommen.

      🙄

  3. Sempronius Densus Bielski schreibt:

    Das Judentum ist durch die Gründung Israels perfektioniert worden. Der Wunsch nach weiterer Perfektionierung kann nur eine uneingeschränkte Unterstützung Israels erfolgen.

    • Sempronius Densus Bielski schreibt:

      Das Judentum ist durch die Gründung Israels perfektioniert worden. Der Wunsch nach weiterer Perfektionierung kann nur durch eine uneingeschränkte Unterstützung Israels erfolgen.

  4. Vera schreibt:

    „Es gubt aber keinen vergleichbaren jüdischen Hass auf Christen, weil Juden egal ist, was Christen glauben“

    Das stimmt nicht. Siehe Talmud und wie dort ueber Christen gehetzt wird.

    Ihr nennt uns!!,Vieh.

    So egal scheinen wir Christen den Juden dann doch nicht zu sein.

    • Bergstein schreibt:

      Können Sie bitte konkrete Stelle nennen?

    • caruso schreibt:

      „So egal scheinen wir Christen den Juden dann doch nicht zu sein.“ – Wie auch, wenn die Christen unsere Schriften enteignen in dem Sinn, daß sie besser verstehen, was darin steht als jene, die sie geschrieben haben. Wie auch, wenn Christen uns mit der falschen Anklage Gottesmörder zu sein, jahrhundertlang verfolgt, bei Gelegenheit auch ermordet habt (z.B. Kreuzzüge), und auch sonst viele häßliche Eigenschaften zugeschrieben haben Wenn ihr so eingebildet seit zu glauben, ihr besitzt die allein seligmachende Wahrheit usw. Ich weiß, daß es seit dem Zweiten Vatikanum anders ist und das ist auch richtig so. Nur ist die seitdem verflossene Zeit zu kurz im Vergleich zu den vergangenen langen Jahrhunder-te, sie hat noch nicht Geschichte gemacht oder wie ich es ausdrücken soll. Wer darüber nicht gelesen hat und/oder auch zu jung ist, der glaubt selbstverständlich, es war immer schon so, wie es heute ist. – Ich bin alt (fast 85) und erinnere mich noch an Vieles, was ich selbst erlebt habe.
      lg
      caruso

    • Dante schreibt:

      Ich habe schon viel Unsinn gehört über das, was angeblich im Talmud steht. Manches steht dort sogar drin, aber nicht als eine Art Dogma, sondern als ein Satz, über den dann diskutiert und der somit auseinander genommen wird. Das wird von Judenhassern gern unterschlagen.
      Judenhassern glaube ich aber sowieso nur Drohungen und (prahlerische) Gestännisse, und wenn mir ein Judenhasser erzählt, dass 2 mal 2 gleich 4 ist, rechne ich zur Sicherheit nach.

  5. caruso schreibt:

    Keiner ist Jude der an die Erlösung durch Jesus glaubt, auch wenn er sich das einbildet. Die Juden haben eine ganz andere Vorstellung davon, die um etliches früher aufkam als die christliche Idee davon. Das wissen die Christen nicht oder sie vergessen diese Tatsache.
    lg
    caruso

  6. besucher schreibt:

    Zu Ann Coulter:

    Ich finde gut dass sie so unverblümt sagt was die religiöse Rechte denkt. Deswegen sollten die Juden der Israel-Solidarität gewisser Kreise in den USA gehörig Misstrauen entgegenbringen. Weil es nämlich nicht um die „imperfekten“ Juden geht sondern um das heilige Land der perfektionierten Juden.

    • Bergstein schreibt:

      Ich sehe da eigentlich keinen Grund für ein Misstrauen. Ein solches wäre nur dann angebracht, wenn sie ihr Missionierungsvorhaben verheimlichen oder es gewaltsam durchsetzen wollten, was beides nicht der Fall ist. Die religiösen Rechten sagen, die Juden hätten ihre religiösen Bücher, die sie selbst geschrieben haben, falsch verstanden, was zwar merkwürdig ist, jedoch uns im Ergebnis nicht weiter zu interessiert hat. Ihre politischen Opponenten erweitern die These, die Juden wissen nicht was für sie gut ist, auf alle anderen Aspekte. Dies gilt leider auch für solche lebenswichtige Problematik wie den Nahostkonflikt. Im Ergebnis wird dann der Krieg gegen Israel zu 95 % von Europa und USA finanziert und das ist wirklich ein Grund wieso wir den Linken misstrauen müssen.

    • Dante schreibt:

      Charles de Gaulle soll mal gesagt haben, Frankreich habe nicht Freunde, sondern Verbündete. Er hat damit eine wichtige, wenngleich auch sehr nüchterne Wahrheit auf den Punkt gebracht, die für andere Länder wie Israel natürlich genauso gilt.
      Über die Eigeninteressen der religiösen Rechten wird sich Israel keinen Illusionen hingeben und ist damit auch gut beraten.

  7. besucher schreibt:

    Perfekt sind Jude, Christ und Moslem erst wenn sie Bobby Henderson als den letztgültigen Propheten anerkennen.

  8. Eliyah schreibt:

    Wir wollen nur, dass sich die Juden perfektionieren

    Und wir wollen nur, dass die Christen, Muslime, Atheisten und andere Religiöse uns und unsere Religion in Frieden lassen!

  9. Dante schreibt:

    Laut dem Evangelium von Johannes, sind Juden “Söhne des Teufels”, die die perfektionierte jüdische Lehre von Jesus nicht annehmen wollen:…

    Johannes schrieb erst 100 n. Chr., war also am weitesten von Jesu Lebzeiten weg. Bei ihm kommt auch Pilatus besser und Judas schlechter weg als bei den anderen Evangelisten. Selbst die Kirchenväter, sicherlich keiner besonderen Sympathien für die Juden verdächtig, haben es vorgezogen, alle 4 Evangelien für kanonisch zu erklären und die gnostischen, die ziemlich unjüdisch zu sein scheinen, für apokryph.
    Jesus nennt Petrus einmal einen Fels, auf dem er seine Kirche bauen will, und kurze Zeit später nicht nur ein Kind des Teufels, sondern sogar selbst „Satan“ und befiehlt ihm, sich von ihm zu heben. Das deutet vielleicht leise an, dass man keinesfalls einzelne Äußerungen als auf ewig zementierte Lehrsätze verstehen darf.

  10. abusheitan schreibt:

    Der Islam versteht sich nicht als aus dem Juden- und Christentum hervorgegangen. Der Islam ist die Wurzel, alle in der Bibel verehrten Personen sind Propheten des Islam, von Adam bis Jesus.
    Leider sind Juden und Christen vom wahren Glauben abgefallen und müssen entweder wieder in den Schoß der islamischen Ummah zurückgeführt oder eliminiert werden. Da es mit dem Eliminieren des Judentums trotz großer christlicher Anstrengungen nicht so ganz geklappt hat, wird in der katholischen Kirche zumindest wieder für die „perfiden“ Juden gebetet, in der Karfreitagsfürbitte.

    • anti3anti schreibt:

      Der Islam ist nicht die Wurzel, sondern die Krone der Abrahamitischen monotheistischen Religionen. Judentum und Christentum sind der Weg zum Islam. Abraham und Jesus haben es bereits gewusst, weshalb sie frühe Muslime sind.

      • tapferimnirgendwo schreibt:

        Ach so, stimmt ja. Vergessen. Sorry.

      • unbesorgt schreibt:

        Es ist sogar noch schlimmer: Alle Menschen werden angeblich als Muslime geboren. Schon immer. Und dann kommen doch tatsächlich manche schon früh vom rechten Weg ab, werden Juden, Christen, Buddhisten, schwul, lesbisch oder Blogger. Alles Apostaten, allen ist die Verdammnis sicher!

        • Dante schreibt:

          Daraus folgt, dass die Ermordung von Babies selbige nicht nur vor besagter Verdammnis rettet, da sie ja gute Muslime sind, sondern auch die Hölle, zu der einem die lieben Mitmenschen das Leben machen, bleibt ihnen dadurch erspart. Müsste man dies dann nicht als verdienstvoll betrachten?

        • ceterum censeo schreibt:

          Das könnte uns ja alles schnuppe sein, wenn die Muslime uns die Verdammnis nicht schon im Diesseits angedeihen lassen wollten!
          (Und die Regierung uns nicht zwänge, dieses Vorhaben auch noch zu finanzieren.)

      • Dante schreibt:

        Wann sind Sie zum Islam konvertiert? Ich muss das irgendwie verpasst haben…

    • Phillip K schreibt:

      Das ist doch ganz anders. Zunächst gab es doch nur das Judentum, es ist die älteste der drei Religionen. Moses war einst ihr ruhmreicher Anführer, der die Juden befreit hat und ins gelobte Land gebracht hat, und alle Wunder vollbracht hat, aber dann gestorben ist. Die Juden lebten zunächst einige Jahrhunderte im gelobten Land, bis dieses später erobert wurde, die Oberschichte wurde sogar deportiert, kurzum, es waren schlechte Zeiten für das Judentum. Damals sprachen Propheten davon, dass ein Mensch erscheinen wird, der der Messias ist und das Judentum befreien und wiedervereinen wird und der Frieden in der Welt wird kommen.
      Irgendwann kam ein Mensch, namens Jesus, der davon sprach, das er der Messias ist. Er zeigte dies einerseits dadurch, dass er die Menschen lehrte, aber auch Wunder vollbrachte. Ein Teil der Juden hielt ihm nicht für den Messias, da dieser in der Bibel anders beschrieben wird, und diese Juden hielten Jesus für einen Propheten, daher warten Juden immer noch auf den Messias. Ein anderer Teil der Juden war überzeugt, dass Jesus der Messias ist und diese Juden entwickelten sich zu Christen. Und damit begann der Streit zwischen Juden und Christen um die richtige Religion. Das bedeutet, der Unterschied zwischen Juden und Christen liegt nur an der Anerkennung des Messias.
      Noch später kam ein Mann, namems Mohammed, der von Engel Gabriel den Auftrag bekam, einen neuen Glauben zu verkünden. Nach anfänglichen Problemen gelang ihm das auch und der neue Glaube sollte ich schnell verbreiten, unter Christen, Juden sowie Menschen anderer Religionen, die im Nahen Osten lebten. Allerding hielt sich Mohammed für einen Propheten und war der Meinung, alles was er sagte, sollten alle Menschen auch anerkennen. Doch es gab nicht nur Menschen, die sich dem neuen Glauben des Islamd hingaben, es gab auch viele Christen und Juden, die nicht glaubten, dass Mohammed ein Prophet war, was auch wiederum zum Streit führte, welche der nun 3 Religionen die richtige ist.
      Im Übrigen gab es im Laufe der Geschichte noch weitere Abspaltungen, die allerdings weniger Erfolg hatten und relativ schnell verschwanden, teilweise durch geringe Durchsetzung, teilweise weil sie bekämpft wurden.
      Und nicht zuletzt gibt es im Christentum und im Islam verschiedene Konfessionen, die auch zeigen, dass es selbst innerhalb einer Religion zu Streitereien und Abspaltungen kommt.
      UND DAS ALLES NUR, WEIL SICH DIE MENSCHEN UNEINIG SIND UND RELIGIÖSE THEMEN VERSCHIEDEN INTERPRETIEREN.
      Amen

Seid gut zueinander!

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