Geld für Arbeitsverweigerung

„Wir sind stolz darauf, die Rechte der Arbeitnehmer zu unterstützen, die für eine Gleichbehandlung an ihrem Arbeitsplatz kämpfen, ohne dabei ihre religiösen Überzeugungen oder Praktiken opfern zu müssen. Das ist von grundlegender Bedeutung für die amerikanischen Prinzipien der Religionsfreiheit und Toleranz.“

Mit diesen Worten hat eine amerikanische Regierungsorganisation für gleichberechtigte Möglichkeiten am Arbeitsplatz, EEOC (Equal Employment Opportunity Commission), den Ausgang einer Klage kommentiert, bei der sie im Namen einiger Arbeitnehmer geklagt hatte, die entlassen wurden, weil sie sich geweigert hatten, ihre Arbeit zu tun und dies mit ihren religiösen Überzeugungen begründet hatten. Die EEOC klagte für diese Arbeitnehmer und gewann 240.000 Dollar!

Bei dem Fall ging es um eine Bäckerei, die sich geweigert hatte, einen Kuchen für homosexuelle Paare zu backen und dies mit ihrer Religion begründet hatten. Die Bäckerei erhält jetzt 240.000 Dollar Schadenersatz, erkämpft von einer anerikanischen Regierungskommission. Das ist Amerika!

Entschuldigung. Doch nicht. Das war ein Fall im US-Staat Oregon. Nicht die Bäckerei bekam Geld, nein, die Bäckerei wurde verklagt und musste 135.000 Dollar zahlen, weil sie sich geweigert hatte, ihre Arbeit zu tun und dies mit religiösen Überzeugungen begründet hatte.

Es geht natürlich um den Fall Kim Davis. Die amerikanische Stadtschreiberin und Standesbeamtin Kim Davis hatte sich geweigert, homosexuelle Partner zu trauen oder Hochzeitsbescheinigungen für diese zu unterschreiben, weil Homosexualität gegen ihren christlichen Glauben verstoße. Sie erhält jetzt 240.000 Dollar Schadenersatz erkämpft von der Obama-Regierung. Das ist Amerika!

Entschuldigung. Doch nicht. Das war ein Fall im US-Staat Kentucky. Kim Davis kam daraufhin in Haft!

Es waren muslimische Lkw-Fahrer, im US-Bundesstaat Illinois, die sich geweigert hatten, Bier zu transportieren, weil das ihrem Glauben widerspreche. Für diese Form der Arbeitsverweigerung gab es 240.000 Dollar. Die LKW-Fahrer Mahad Abass Mohamed und Abdkiarim Hassan Bulshale bekamen jeder 20.000 Dollar Schadenersatz und dazu jeder 100.000 Dollar in Strafschadenersatz. Das ist nämlich was ganz anderes als christlicher Fundamentalismus!

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