Der süße Schmerz der Freiheit

Eine Karikatur von Charlie Hebdo sorgt für Streit in den sozialen Medien. Die Karikatur stammt vom Herausgeber und Zeichner Laurent Sourisseau, bekannt unter dem Pseudonym Riss. Zu sehen ist der Flüchtlingsjunge Aylan Kurdi, der auf der Flucht im Mittelmeer ertrank und am 2. September 2015 an der türkischen Küste in der Nähe von Bodrum angespült wurde. Die Karikatur zeigt einen Mann, der hinter einer schreienden Frauen herrennt. Die Überschrift der Karikatur fragt: „Was wäre aus dem kleinen Aylan geworden, wenn er erwachsen geworden wäre?“ Die Antwort lautet: „Arschgrabscher in Deutschland.“

Ich habe bereits einen Kommentar zu dieser Karikatur veröffentlicht unter dem Titel „Was darf Satirekritik?“ Jetzt folgt ein Kommentar vom Kabarettisten Henning Schmidtke:

„Der Cartoon nimmt auf sinistre Art und Weise die rassistische Position ein, um diese bloßzustellen. Mir macht zwar Bauchschmerzen, dass das tote Kind zum Gag-Steinbruch wird (Charlie Hebdo hat meines Wissens auch schon andere Cartoons mit dem ertrunkenen Jungen gemacht), aber ich verstehe die Cartoonisten. Man möge sich bitte klar machen: Diese Redaktion von Charlie Hebdo und all ihre Künstler werden bis zum Lebensende zum Abschuss frei sein für irgendwelche Islamisten. Ob zuhause oder im Büro, es kann jede Sekunde knallen. Und sie wissen auch: Wirklich helfen kann ihnen niemand. Wie können sie ihren Häschern wenigstens geistig ins Gesicht spucken? Indem sie jeden Tag ihre Freiheit zelebrieren, bis in alle Ecken und Enden auskosten. Dieser Cartoon sagt den Islamisten:

„Seht her, wir dürfen das – wir dürfen nicht nur euch, wir dürfen sogar unsere eigenen Leute bis zum Würgereiz provozieren, genau das ist die Freiheit, die unsere Welt ausmacht, und ihr werdet sie uns nicht nehmen können!“

Die Entrüstung, die ich fühle, ist der süße Schmerz der Freiheit.“

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54 Antworten zu Der süße Schmerz der Freiheit

  1. zweitesselbst schreibt:

    Wahre Helden töten keine Drachen, sondern lieben Dich, wenn Du selbst mal wieder einer bist. Cooles Smiley

  2. ceterum censeo schreibt:

    „Die multikulturelle Gesellschaft ist hart, schnell, grausam und wenig solidarisch…“
    So Daniel Cohn Bandit, der sich dieser Tage genüsslich zurücklehnt, eine Hand am erigierten Glied, die andere am Rotweinglas.
    Er würde sagen: Naja, Steinigung. Sollen sich mal nicht so anstellen, die Transen. Ist doch für die bunte Sache, da müssen wir alle Opfer bringen.
    Ich würde sagen: Die haben bestimmt letztens noch gegen die Fremdenfeinde demonstriert.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @ceterum censeo: „… eine Hand am erigierten Glied, …“

      Du solltest den Mann nicht überschätzen.

    • Thomas ex Gotha schreibt:

      Schön zu wissen, dass zwei meiner Lieblingsleuchten aus Sesselpupistan sich so prima verstehen. Wenn die Herren aber in der Lage sein sollten, längere Texte nicht nur zu lesen, sondern auch zu verstehen, dann sollten sie sich einmal damit befassen, was der bürgerliche Clown Cohn-Bendit und sein Co-Autor Thomas Schmid (ja genau, der spätere Welt-Herausgeber) 1991 wirklich meinten (http://www.zeit.de/1991/48/wenn-der-westen-unwiderstehlich-wird/komplettansicht), nämlich ziemlich exakt das Gegenteil von dem, was ihnen in der dämlichen, ebenso pornographischen wie antisemitisch grundierten Verschwörungstheorie unterstellt wird.
      Und nun genug im Dreck gewühlt.

      • ceterum censeo schreibt:

        Oh, die Graue Flatulenz liest im Hintergrunde immer mit, schön, daß es ihr gefällt.
        Zu Cohn Bendit nur soviel: ob er Jude ist oder nicht, interessiert mich nicht die Bohne. Er ist in jedem Fall aber ein widerlicher Kinderschänder. Sie hingegen, Herr Gotha, scheinen sich einzig an seiner „Bürgerlichkeit“ zu stören.
        Nun müssen wir beide uns nur noch einigen: Strang für den Kinderschänder oder Guillotine für den Bürgerlichen?
        (War ein Scherz, legen Sie sich wieder hin!)

        • ceterum censeo schreibt:

          Daniel Cohn-Bendit:
          „Wir, die Grünen, müssen dafür sorgen, so viele Ausländer wie möglich nach Deutschland zu holen. Wenn sie in Deutschland sind, müssen wir für ihr Wahlrecht kämpfen. Wenn wir das erreicht haben, werden wir den Stimmenanteil haben, den wir brauchen, um diese Republik zu verändern.“

          Soviel dazu noch, was der Lump wie gemeint hat.
          PS.: Der Strang ist zu gut für ihn. Arbeiten schicken wäre für so eine Existenz schlimmer.

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        Sie sollten sinnvollerweise etwas Klarheit in Ihr Geschreibsel bringen, Herr ex Gotha, sonst entsteht womöglich der Eindruck, dass Sie nicht mehr ganz dicht sind.

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          P. S.
          @Thomas ex Gotha: „Schön zu wissen, dass zwei meiner Lieblingsleuchten aus Sesselpupistan sich so prima verstehen.“

          Immerhin freut es mich, Herr ex Gotha, dass ich zu Ihren Lieblingsleuchten gehöre, obwohl es mir vermutlich nicht gelingen wird, Ihre Umnachtung zu durchdringen.

  3. Kuhrahn schreibt:

    Apropos „Grapschereipanik“ …

    „Diese Woche nahm keiner mehr ein Blatt vor den Mund – vom Innenminister Ralf Jäger (SPD) über Teile der Grünen bis zur Opposition. Jäger sprach von den Kölner Tätern als „nahezu ausschließlich Migranten“ und „auch 2015 eingewanderten Flüchtlingen“. Kriminaldirektor Dieter Schürmann beschrieb, wie „nordafrikanisch-arabische Männer“ den Frauen „die Kleider vom Leib rissen“ und sie „penetrierten“. Präzise legte er dar, wie durch diese Migranten „ein neues Kriminalitätsphänomen“ importiert worden sei: sexuelle Gewalt von Männergruppen, die Opfer einkreisen, misshandeln, ausrauben.“

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article151089556/Kriminelle-Nordafrikaner-ein-lang-gehuetetes-Staatsgeheimnis.html

  4. Falscher Hase schreibt:

    yoyojon schreibt:
    „…haben sehr viele Männer, so wie Du (???), die Grapschgelüste verdrängt…“

    Denk noch mal drüber nach….

  5. yoyojon schreibt:

    Liebe Kuh 😉 Während bei uns die Grapscherei durchaus auch existiert (Schau mal in die Medien!), haben sehr viele Männer, so wie Du (???), die Grapschgelüste verdrängt. Gibt es eine passende Gelegenheit, haben also irgendwelche Leute gegrapscht, kommt es sofort zu Projektion = dem ausgestreckten Zeigefinger, der auf die Schuldigen gerichtet wird. Gleichzeitig wird in die größte Tröte geblasen, die sich finden lässt und es kommt zum „Kuhblasen“. Also liebe Kuh, abregen, die Polizei und die Gerichte ihre Arbeit tun lassen. Ruhe im Karton. Natürlich ist akzeptabel, dass ggf. darauf hingewiesen wird, dass man nicht im Sinne des „schlanken Staates“ die Polizei zahlenmäßig reduzieren sollte. Wir brauchen sie durchaus. Wir bräuchten sicher auch eine Regierung, die mit der Flüchtlingsfrage sachlich und korrekt umgehen würde – wie auch mit vielen anderen Fragen. Immerhin, wenn auch spät, macht man sich unterdessen daran. Und in dem Maße, wie die Probleme vernünftig und realistisch gehandhabt werden, braucht es auch keine Flüchtlingsangst und keine „Kuhhysterie“. Auch braucht dann Pegida einen Akif Pirinçci nicht weiter zu bemühen und auch nicht die rechten „Führer“ aus der tschechischen Republik und Italien und Holland etc.

    • Kuhrahn schreibt:

      @yoyo, unterlass doch bitte deine unterschwelligen Zuweisungen betreffend meiner Person. Du darfst gerne schnaufen beim schreiben, aber anderen permanent irgendwas zu unterstellen ist ganz schlechter Stil.

      • ceterum censeo schreibt:

        Laß doch das Rindvieh schreiben, was es will. Nazis sind eben von hause aus dämlich und empathielos, Trolle erst recht, machen halt nur ihren Job.
        Auch die wird die gequirlte Kacke, die sie mit einrühren, bald einholen. Auch er wird irgendjemanden haben, an dem er hängt und dem seine neuen Freunde den Arsch bei der „Grapscherei “ aufreißen werden. Ich wünsche es weder uns noch den Doofen. Aber die einen haben es schon eher verdient als die anderen.

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @ceterum censeo: „Nazis sind eben von hause aus dämlich und empathielos, Trolle erst recht, …“

          Sofern mein Eindruck gilt, sind Trolle von Hause aus Nazis. Die schlimmsten Nazis sind bekanntlich diejenigen, die sich am krampfhaftesten bemühen keine zu sein.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @yoyojon: „Während bei uns die Grapscherei durchaus auch existiert…, haben sehr viele Männer, so wie Du …, die Grapschgelüste verdrängt.“

      Wieso werden Grapschgelüste immer nur bei Männern wahrgenommen? Es gibt doch auch viele Frauen, die gerne grapschen und diese Gelüste durchaus nicht verdrängen.

      • Praecox schreibt:

        PI-News:
        Höchstwahrscheinlich gibt es auch Grapschgelüste der Art, dass manche Menschen gerne einmal angegrapscht werden würden.

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @Praecox

          Glücklicherweise gibt es auch Begrapschungen, die gerne entgegen genommen werden. Anderenfalls resultierte die Menschheit nur aus Vergewaltigungen.

          • Praecox schreibt:

            Wir haben das eben erfolgreich getrennt: Zum hemmungslosen Grapschen geht der zivilisierte Westeuropäer in ein Bordell mit Flatrate.

    • A.S. schreibt:

      „Wir bräuchten sicher auch eine Regierung, die mit der Flüchtlingsfrage sachlich und korrekt umgehen würde – wie auch mit vielen anderen Fragen. Immerhin, wenn auch spät, macht man sich unterdessen daran. Und in dem Maße, wie die Probleme vernünftig und realistisch gehandhabt werden, braucht es auch keine Flüchtlingsangst und keine “Kuhhysterie”. Auch braucht dann Pegida einen Akif Pirinçci nicht weiter zu bemühen und auch nicht die rechten “Führer” aus der tschechischen Republik und Italien und Holland etc.“

      Das ist vermutlich zu spät. Die Geister sind aus der Flasche. Auch wenn man jetzt anfängt neben freundlichen Gesichtern auch den Verstand zu bemühen, das Vertrauen ist weg und der Schaden da.
      Es wird knallen, die Frage ist nur wie heftig.

      • Frase0815 schreibt:

        Dass es knallen wird, befürchte ich inzwischen auch. Es bleibt nur zu hoffen, dass es noch genug Menschen wie Fritz Goergen gibt, die dem Verstand weiterhin den Vorzug geben – allzu große Hoffnung habe ich allerdings nicht.

        Das neue Jahr ist noch nicht so alt, um keine Vorsätze mehr fassen zu können. Ich jedenfalls werde mich mit diesen Glaubenskriegern nicht mehr abgeben. Wenn alle, die bei Verstand sind, sich dem Glaubenskrieg verweigern und stattdessen konkrete Schritte und Maßnahmen diskutieren, führen wir die Chef-Pharisäer beider Seiten ad absurdum. Über Schritte und Maßnahmen zu reden, heißt nicht, zu Vorschlägen ja oder nein sagen, sondern auf Vorschläge, die nicht überzeugen, mit anderen zu antworten. Die Kraft der lauteren Debatte verdient es, wiederentdeckt zu werden.

        http://www.rolandtichy.de/kolumnen/goergens-feder/dem-recht-gehoert-der-primat-nicht-der-politik/

        • A.S. schreibt:

          Es gibt massenhaft Menschen mit Verstand. Aber Verstand reicht selten aus um Verstand durchzusetzen. Die laute Menschen fallen auf, nicht die Nachdenklichen. Die ohne Zweifel brüllen laut (Künast usw….), die nachdenklichen haben anfangs Zweifel und sind sich hinterher nicht so sicher. Das macht sie still.

          • Praecox schreibt:

            Das macht sie zu Foristen, nicht?

          • A.S. schreibt:

            🙂

          • yoyojon schreibt:

            Dabei ist nicht zu übersehen: Die „Brüller“ haben immer gesiegt. Ihre Siege machen sich aus wie Wellen der Schwarzen Pest. Dabei wird es auch bleiben.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @yoyojon: „Dabei ist nicht zu übersehen: Die “Brüller” haben immer gesiegt“

            Sie haben recht, @yoyojon! Die Brüller lassen sich nicht einmal überhören, geschweige denn übersehen. Minderwertigkeit ist schwärzer als die Pest!

  6. Kuhrahn schreibt:

    „hochgespielten Flüchtlingsangst und der Grapschereipanik“ … dieser yoyojon ist unerträglich!

  7. yoyojon schreibt:

    Vielleicht noch ein Beispiel: Erinnere mich vor ca. 25 Jahren im Gespräch mit einem durchaus, wenn nicht sehr, gebildeten Menschen, diesen plötzlich äußern hören: „Es kotzt mich an, zu bestimmten Zeiten in den Supermarkt zu gehen. Das ganz ausländische Gebabbel, das da zu hören ist, ist unerträglich!“. Ich meinte, das hätte doch gegenüber deutsch den Vorteil, dass man das dumme Gerede der Leute wenigstens nicht verstehe und sich so nicht stören muss. Aber das kam nicht wirklich an.

  8. yoyojon schreibt:

    Ich habe kein Problem mit der Karikatur. Im Zusammenhang mit der hochgespielten Flüchtlingsangst und der Grapschereipanik zeigt sie doch nur UNSERE Einstellung: „Jedes männliche Wesen aus der islamischen Welt, kleine Jungs (potentiell) genauso wie große, sind eine Gefahr und sind Grapscher“. Es ist kein „Rassismus“ gegen Flüchtlinge zu erkennen, dagegen ein deutlicher Hinweis auf UNSEREN RASSISMUS, der individuelle Betrachtung zu Gunsten kollektiver Verurteilung aufgegeben hat bzw. im Begriff ist, aufzugeben.
    Ein „fremd = gefährlich oder mindestens unerträglich“ habe ich in der BRD seit ich denken kann immer wieder / ständig beobachten können. Daran ist nichts neu. Lediglich die Zusammenhänge / Zielgruppen wandeln sich. (Günther Anders sprach damals vom „Antisemitismus ohne Juden“ re „Vorurteilsbedürftigkeit“) Im Laufe der Zeit habe ich dann feststellen müssen, dass es in allen Ländern, die ich besucht habe, entsprechende Vorstellungen gibt. Dahinter verbirgt sich ein psychischer Mechanismus, der hier zu lang zu erklären wäre. Was hilft? Das gute, alte Denken der Aufklärung gegenüber der weitest verbreiteten Verweigerung des Denkens. (Zu letzterem ist mir Pegida durchaus aufgefallen).

  9. Falscher Hase schreibt:

    Charlie Hebdo provoziert jetzt diejenigen die ihnen nichts tun.
    So machen’s echte Humanisten!

  10. Couponschneider schreibt:

    Ein Gedanke der mir bei der Karikatur kommt bzw. bei den Reaktionen darauf und der bisherigen Berichterstattung: Wem schenken wir Mitleid? Wem schenken wir Einlass?

    Der ertrunkene Junge hat sicherlich Mitleid verdient und bekommt es auch. Ein Asylantrag wäre positiv beschieden worden. Leider bekommen auch die Jungmänner Mitleid, anstatt die volle härte des Gesetzes zu spüren bekommen. Wo bleibt der „#aufschrei“ wie bei Brüderle?

    Für Linke scheint Flüchtling gleich Flüchtling zu sein, egal ob er noch Kind ist oder nicht, ob er sich zu benehmen weiß, oder nicht. Vielleicht findet ein Umdenken statt, hin zu mehr Differenzierung. Links-Grüne sind ja immer der Ansicht, es gäbe ja schon zu viele Menschen auf der Erde. Wer so Äußerung tätigt, wie will er begründen, dass Menschen dorthin schrankenlos hinwandern dürfen, wo wir eine sehr hohe Bevölkerungskonzentration haben: Mitteleuropa. Das steht doch im Widerspruch. Wir können nicht mal eben 1 Millionen Wohnungen aus dem Boden stampfen, selbst wenn da eine Million Naturwissenschaftler aus aller Herren Länder käme.

    Die Zuwanderung (d.h. auch Asyl) muss begrenzt werden und man sollte auch beherzt ausweisen, insbesondere alleinstehende Jungmänner, die meist gar nicht politisch verfolgt werden, sondern sich einfach nur vor dem Wehrdienst drücken wollen. Assad und IS schädigt man mehr, indem man sich den Rebellen anschließt. Es kann nicht sein, dass der Westen doppelt und dreifach zahlen soll, einerseits für Asylanten, dann für die Bekämpfung von Sexualdelikten und am Ende auch noch für Waffengänge gegen Assad und IS, nur weil syrische Jungmänner nicht zur Kalaschnikow greifen wollen. Sowas ist doch ehrenlos. „Ehre“ ist ja ohnehin in aller Munde. Der syrische Mann sieht kein Problem darin, dass er kneift und nach Europa flüchtet, dafür die Familie zurücklässt. Wenn aber der IS-Kämpfer sich an seiner Frau vergreift, ist sie „ohne Ehre“, was die Verstoßung aus der Familie des Mannes oder der Tod bedeutet, um die „Ehre des Mannes“ wieder herzustellen. Diese arabische Kultur der Ehre ist doch einfach nur krankhaft.

    • ceterum censeo schreibt:

      “ nur weil syrische Jungmänner nicht zur Kalaschnikow greifen wollen.“
      Oh, das wollen die schon. Und sie werdens bald tun. Und es wird furchtbar für uns alle werden!

      • Couponschneider schreibt:

        Aber das sind dann IS-Jungmänner. Man sollte präventiv die Aufnahme stoppen. Lieber zehn Unschuldige abweisen als einen Verbrecher reinlassen. Die Unschuldigen sind doch auch hier nicht sicher, da ja die IS-Männer durchgeschleust werden, gegen syrische Flüchtlinge genauso wie gegen Europäer. Die sollen gefälligst zur Kalaschnikow greifen und Assad und IS bekämpfen. Das machen die Kurden doch schließlich auch.

  11. anti3anti schreibt:

    Ich kann nicht erkennen, was an der Karikatur lustig ist. Hätte man irgendein anderes kleines Flüchtlingskind genommen, welches nicht ertrunken ist, so wäre die rassistische Intention eindeutig. Was soll daran antirassistisch sein?

    • gogo schreibt:

      „…auf sinistre Art … rassistische Position ein, um diese bloßzustellen.“
      „sinistre“ ein echt klasse Wort das ich immer mit Linksabbiegen oder einem Linksgewinde in Italien in Verbindung brachte. Ansonsten hat dieser Satz keine reale Bedeutung, sieht nur gut aus das muß für die heutige Zeit absolut langen, auch eine Inflation muß man akzeptieren.

    • #anti3anti
      Alles ist entweder rassistisch oder antirassistisch!?

      Wer den Blickwinkel definiert bestimmt es…

      Also anscheindend weniger wissenschaftlich sondern eher emotional subjektiv nur nachzuvollziehen…

  12. Und das

    „Egal wie man es sieht, das Kind Aylan, ist und bleibt immer das Opfer!“

    sollte auch Satire bzw. deren Macher beachten.

    Das Kind Aylan war ja nur einfach nur ein Kind und kein verunglückter Krieger oder erfolgloser Taliban, sondern hatte nur einen bescheuerten Vater! Der duch noch bescheuerte westliche Politiker und sonstigen Gutmenschen angelogt wurde…

  13. Sophist X schreibt:

    Die Karikatur ist nicht ausgeprochen gelungen, ich habe noch keine einzige Karikatur von Charlie Hebdo gesehen, die ich formal für gelungen hielt. Ist aber uninteressant.
    Die vorliegende funktioniert,indem sie im Zwischenbereich der Affirmation fremdenfeindlicher Gedanken und einer Kritik an inkompatiblen orientalischen Kulturen plaziert wurde.
    Da das Kind kurdischer Abstammung war, funktioniert letzteres nicht überzeugend und die Karikatur ist einfach dumm. Das ist aber wieder uninteressant.

  14. Frase0815 schreibt:

    Zu sehen ist der Flüchtlingsjunge Aylan Kurdi, der auf der Flucht im Mittelmeer ertrank und am 2. September 2015 an der türkischen Küste in der Nähe von Bodrum angespült wurde.

    Jetzt muss ich aber doch einmal nachfragen: auf der Flucht wovor?

    • Sophist X schreibt:

      Der Ausgangspunkt der Überfahrt war die Türkei. Also: Flucht vor den Türken.

    • abusheitan schreibt:

      Sein Vater arbeitete bereits seit zwei Jahren an der türkischen Küste als Schleuser.
      Es gibt eine These, er habe sich mit der örtlichen Mafia angelegt, worauf die seine Familie getötet hätte.
      Eine andere behauptet, er selbst habe das Boot viel zu schnell gefahren und den Tod seiner Familie verursacht.
      Die Schwester des Familienvaters behauptete, er habe mit seiner Familie nach Deutschland gewollt, weil er sich dort kostenlos sein Gebiss habe richten lassen wollen.
      Die beliebteste These ist die von der Flüchtlingsfamilie, die aus Not geflüchtet und tragisch verunglückt sei, s.o..

    • Fragen Sie nach dem „Flüchtlingsjungen“ bzgl. „Fluchtgründen“ oder nach dem „Flüchtlingsvater“ bzgl. dessen „Fluchtgründen“???

      Tatsächlich würde ich den Jungen als ein „zwangsgeflüchtetes Opfer“ des Vaters bezeichnen. Ob nun der Vater ein „Flüchtling“ (freiwillig) oder „Geflüchteter“ (unfreiwillig) ist und das eine automatisch das andere nachsichzieht, ist wiederum eine ganz andere Sache.

      Egal wie man es sieht, das Kind Aylan, ist und bleibt immer das Opfer!

      Egal aus welchem Blickwinkel man es betrachtet…

      • Praecox schreibt:

        So ist es.

      • Frase0815 schreibt:

        Selbstverständlich ist das Kind ein Opfer, habe ich nicht bestritten. Wie beispielsweise auch alle anderen Ertrunkenen, die es nicht mit persönlicher Widmung auf die Titelseiten gebracht haben. Bloß kann man auch hier wieder die Frage stellen: wessen Opfer?
        Für den Jungen haben Sie die Frage ja schon beantwortet, der scheint das Opfer seines unverantwortlichen Vaters zu sein. Wenn ich aber lese: „der auf der Flucht im Mittelmeer ertrank“, da habe ich dann doch den Eindruck, als habe die Propagandamaschinerie vollends zugeschlagen. Vielleicht bin ich da ja etwas zu pedantisch, aber unter Flucht stelle ich mir doch immer noch etwas anderes vor – eine unmittelbare Bedrohung war ja augenscheinlich nicht mehr vorhanden, wenn die Familie bereits 3 Jahre in der Türkei lebte (lt. Wikipedia).

    • anti3anti schreibt:

      Nicht „wovor“, sondern „wohin „.

    • gogo schreibt:

      Fragen „wir“ uns das und geht das nur „uns“ so nahe?
      Gibt es auch diese Fragen und Emotionen auch in der Türkei, Syrien, S.A. (quasi direkt vom Mekka-„Papst“ und von Mekka-„Lutheranern“) ähnliche Reaktionen?
      Oder, sind „wir“ so schlecht, weil „wir“ Babyleichen in Blumentöpfe „eintopfen“ (was öfter geschieht, als man so glauben würde) und es bei „uns“ passiert; genauso wie die Hühnerhaltung in „unmenschlichen“ Batterien, BSE, Baumsterben, Fukushimaangst in Oberwiesenthal, die Automobilfarbe und die Frage wer meine Jeans genäht hat, gar das die Engel weinen weil „wir“ es zulassen.
      „Wir“ sind auf der Flucht vor der Wirklichkeit, weil die ist noch viel schlimmer und sie ist viel besser!

    • Kanalratte schreibt:

      Soso, man flüchtet heutzutage aus der Türkei! Wie war das nochmal mit dem angestrebten EU-Beitritt dieses Landes?

  15. American Viewer schreibt:

    Relativ viele Menschen reden über einen kleinen Jungen, nur weil die Medien ein Bild nach seinem Tod veröffentlicht haben. Der Fokus einer Kamera und die Gehirne von Menschen sind schon sehr, sehr selektiv. Und es geht noch weiter. Die gleichen Leute reden ja nicht einmal wirklich über den toten Jungen, sondern über eine simple Karikatur, die man angeblich nicht machen dürfe. Schon grotesk. Was kommt als nächstes?

  16. caruso schreibt:

    So schrecklich all das ist, was geschah, denke ich doch, daß Gerd und Henning Schmidtke recht
    haben. Man soll alles sagen dürfen in welcher Form auch immer, ohne daß man gleich abgeknallt wird. Was man nicht tun sollte, weder verbal noch schriftlich noch zeichnerisch, Menschen verleumden, gegen Menschen hetzen, egal woher sie kommen, welche Haarfarbe sie haben, sich an F a k t e n h a l t e n usw. Mit einem Wort: man soll sie behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte. – Wenn man Mohammed mit einer Bombe in seinem Turban zeichnet, das ist ein Fakt. Nicht weil es selbst eine solche Kombination getragen hat, sondern weil es seine Lehre ist, die es den Nachfolgern ermöglicht, sogar nahelegt „Bomben im Turban“ zu tragen und damit andere Menschen zu töten.
    lg
    caruso

  17. zweitesselbst schreibt:

    Ja, Satire kann das. Aber warum musste es erst soweit kommen?

  18. Meinetwegen darf Satire alles, solange ich sie auch uneingeschränkt für Mist halten darf und ich weder direkt noch indirekt zur Kasse gebeten werde!

    „Wer die Musik bestellt, bestimmt was sie spielt!“

    Soviel ich weiß, finanziert sich (oder zumindest sollte es so sein) Charlie Hebdo rein privatwirtschaftlich. Also bezahlen die Käufer es oder eben nicht und niemand sonst!

    Besonders problematisch wird für mich Satire/ Kunst/ Religion/ Ideologie, aber auch schon staatliche Förderung von dies und das, wenn irgendwie alle (über Steuern oder Zwangsabgaben) zur Kasse gebeten werden, selbst dann, wenn sie inhaltlich dagegen sind.

Seid gut zueinander!

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