Die letzten siebzehn Sekunden von Anja Reschke

Am 27. Januar 2015 zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus sprach Anja Reschke diesen Kommentar für die ARD:

Der Beitrag von Anja Reschke ist an und für sich ein hervorragender Kommentar, über die, laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung, 58 % aller Deutschen, die einen Schlussstrich hinter Auschwitz ziehen wollen, wären da nur nicht die letzten siebzehn Sekunden gewesen.

Zunächst kritisierte Anja Reschke die Schlussstrichrethorik mancher Zeitgenossen:

„Ich habe gestern die Dokumentation über Kameraleute der alliierten Truppen gesehen, die gefilmt haben, als die Konzentrationslager befreit wurden, die kamen, als die Schornsteine der Krematorien noch rauchten, die über Berge von Leichen gestiegen sind, Bilder von Skeletten mit ein bisschen Haut darüber, offene Münder, verdrehte Gliedmassen. Heute sind diese Kameraleute von damals Männer von über 90 Jahren. Als sie erzählt haben, haben sie angefangen zu weinen. Keiner von ihnen kann ein Schlussstrich ziehen, genauso wenig wie die Opfer, die überlebt haben. Es gibt nicht mehr viele von ihnen, aber noch sind sie da. Und ihnen schmettern wir entgegen, es muss doch mal Schluss sein? Ausgerechnet wir? Es gibt kein Schlussstrich in der Geschichte!“

Etwas später erklärte sie:

„Ich bin dritte Generation. Ich war nicht dabei und trotzdem habe ich mich geschämt, als ich wieder diese Bilder gesehen habe, weil es zu meiner Identität als Deutscher gehört, ob ich will oder nicht.“

Dann aber folgten die siebzehn Sekunden, die alles relativieren, was sie vorher gesagt hatte:

„Nach diesem Film konnte ich nicht schlafen, also habe ich umgeschaltet und was sehe ich? Menschen in Dresden, die sich aufregen über ‚die vielen Ausländer in Deutschland‘. Ganz ehrlich, da ist mir dann wirklich schlecht geworden.“

Zunächst stolperte ich über das Wort „wirklich“. Was soll das heißen, dachte ich, bei PEGIDA wird ihr „wirklich schlecht“? War ihr vorher bei Auschwitz nicht wirklich schlecht geworden? Sie hätte sagen können, „mir wurde schlecht“ oder „mir wurde wieder schlecht“, aber sie sagte, bei dem Anblick von PEGIDA sei ihr „wirklich schlecht“ geworden. Auschwitz hatte nur eine Schlafstörung ausgelöst.

Vermutlich war es nur eine Achtlosigkeit von ihr, dachte ich, auch einer ausgezeichneten Journalistin rutscht mal ein unpassendes Füllwort durch, aber die letzten siebzehn Sekunden ließen mich nicht los. Irgendwas war faul an daran. Dann kam mir der Gedanke.

Ich habe in meiner Schulzeit jeden 9. November mit dem Schulchor vor dem Gedenkstein in meinem Heimatdorf gesungen, der an die Synagoge erinnert, die 1938 von den Nazis niedergebrannt wurde. An einem 27. Januar habe ich eine Klassenfahrten nach Theresienstadt gemacht. Ich habe mit Oma und Opa über die Zeit des Nationalsozialismus‘ gesprochen und sogar „Schindlers Liste“ im Leistungskurs Geschichte geschaut. Ich war ein vorbildlicher Vergangenheitsbewältiger und setzte mich zusammen mit meinen Altersgenossen mit der Vergangenheit auseinander. Jedes Jahr ein wenig mehr. Wir saßen im hier und ganz weit von uns auseinander, irgendwo, weit weg, die dunkele, böse Vergangenheit. Wir warfen Kränze ab, zündeten Kerzen an, verlegten Steine und sangen „Donna Donna“. Irgendwann bemerkte ich, dass einigen Schulkameraden die Vergangenheitsbewältigung anfing, Spaß zu machen.

Das war ihr Schlussstrich!

Vergangenheitsbewältigung wurde neben Autos und Bier das wichtigste Wirtschaftsgut des Exportweltmeisters Deutschland. Wie dramatisch sähen die Arbeitslosenzahlen in Deutschland aus, wenn es all die Arbeitsplätze in den Lern-, Gedenk- und Dokumenationsstätten, in den Holocaustforschungsinstituten und Universitäten der Antisemitismusforschung nicht geben würde. Die Stadt Berlin wäre um einer ihrer beliebtesten Sehenswürdigkeiten ärmer: das Holocaust Mahnmal, von dem Altkanzler Gerhard Schröder einst gesagt hat, es sei ein Ort, „wo man gerne hingeht“. Der Historiker Eberhard Jäckel brachte es sogar fertig, zu sagen: „Es gibt Länder in Europa, die uns um dieses Denkmal beneiden.“

Das war ihr Schlussstrich!

Ohne Holocaust hätte das ehemalige Waffen-SS-Mitglied Günter Grass niemals „Die Blechtrommel“ geschrieben und somit vermutlich auch nie den Nobelpreis für Literatur erhalten. Ohne Holocaust hätte Volker Schlöndorff niemals „Die Blechtrommel“ verfilmen können und daher nie den Oscar für diesen Film erhalten. So gut wie alle Oscars für den deutschsprachigen Raum sind Resultate der Vergangenheitsbewältigung: Volker Schlöndorffs „Die Blechtrommel“, Caroline Links „Nirgendwo in Afrika“ und Christoph Waltz Oscar für die Rolle eines Nazis.

Das war ihr Schlussstrich!

Ein Schlussstrich wird nämlich nicht nur dort gezogen, wo man Auschwitz vergisst, sondern auch dort, wo man Auschwitz instrumentalisiert, weil man glaubt, Auschwitz gut genug verstanden zu haben, dass man es nun als Instrument der politischen Debatte nutzen kann.

Auschwitz eignet sich jedoch nicht als Instrument. Aus dem Holocaust gibt es nichts zu lernen! Es darf nichts daraus zu lernen geben! Was soll uns denn der Holocaust gelehrt haben? Dass man Menschen nicht millionenfach vergast? Dass Juden auch Menschen sind? Dass man lieb zueinander sein sollte? Dass man sich wehren darf, wenn man verfolgt wird? Dass man Menschen, die andere Menschen vergasen, den Krieg erklärt? Dass man wahnsinnige Menschen mit allen Mitteln entwaffnet? All das sollte man auch ohne Holocaust wissen! Der Holocaust ist keine Nachhilfe für moralisch Sitzengebliebene.

Es gibt keinen Schlussstrich hinter Auschwitz, unter dem eine Lehre steht!

Auschwitz ist ein unvergessbares und unverzeihliches Verbrechen, aus dem es nichts zu lernen gibt! Trotzdem gibt es Menschen, die wollen etwas aus dem Holocaust lernen. Zu irgend etwas muss Auschwitz ja gut gewesen sein. Mir bereitet diese Instrumentaliesierung Bauschmerzen, vor allem, wenn ich sehe, welche Stilblüten die Instrumentalisierung annehmen kann.

Auch mir wird bei PEGIDA schlecht. Erst jüngst habe ich in meinem Artikel „Bilder zweier Demos“ geschrieben, was ich von PEGIDA halte, nämlich nicht nur nichts, sondern mir machen die Gestalten sogar Angst. Dennoch würde ich niemals Auschwitz instrumentalisieren, um gegen PEGIDA zu argumentieren, ganz einfach weil PEGIDA nicht Auschwitz ist, auch nicht der Geist von Auschwitz und auch nicht der Weg dort hin. Wer das glaubt, trivialisiert den Holocaust!

PEGIDA fordert nicht die weltweite Vernichtung eines Volkes! Die Hamas fordert das, nämlich die Vernichtung aller Juden. Der Deutschlandfunk erklärte dennoch zwei Tage vor dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus 2016, die Hamas habe nur eine „fast antisemitische Ideologie“. PEGIDA führt keinen bewaffneten Vernichtungskampf gegen ein Volk, der Iran tut das, nämlich gegen das jüdische Volk, dennoch verhüllten sich Claudia Roth und Dagmar Wöhrl und trafen sich am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus 2015 mit der iranischen Regierung zu einem freundlichen Plausch.

Am selben Tag sprach Anja Rescke ihren Kommentar. Ihr wurde aber nicht schlecht, beim deutschen Geplänkel mit der mörderischen Regierung im Iran, sie kam nicht auf jene zu sprechen, die erklären, alle Juden weltweit vernichten zu wollen, wie es die Hamas mit ihrer Gründungscharta tut, nein, sie nutzte lieber die knappe Zeit, um Auschwitz als Mittel zum Zweck der Meinungsmache gegen PEGIDA zu instrumentalisieren. Ich hatte schon Bauchschmerzen, als Joschka Fischer Ende des 20. Jahrhunderts mit dem Satz „Nie wieder Auschwitz“ einen Krieg rechtfertigte; Anja Reschkes Instrumentalisierung löste in mir ähnliches Unbehagen aus.

Der Umgang mit PEGIDA muss ohne Auschwitz auskommen!

Am 27. Januar 2015 zog Anja Reschke einen Schlussstrich und nutze Auschwitz als bloßes Instrument gegen PEGIDA. Für siebzehn Sekunden hatte sie vergessen. Siebzehn Sekunden war Anja Reschke geschichtsvergessen.

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239 Antworten zu Die letzten siebzehn Sekunden von Anja Reschke

  1. Ralf Weber schreibt:

    Am 09.11.2016 war ich auf einer ansprechenden Gedenkveranstaltung hier bei uns in Stuttgart:

    https://www.swp.de/bietigheim/nachrichten/suedwestumschau/juden-im-suedwesten-gedenken-der-opfer-der-pogromnacht-13951084.html

    „Wir müssen das Geschehene im Gedächtnis behalten, um daraus zu lernen und für alle Zukunft eine mögliche Wiederholung von solchen schrecklichen Dingen zu verhindern“

  2. Ralf Webet schreibt:

    Was dort den Betroffenen angetan wurde, das wurde unserem liebevollen Gott selber angetan. Er war dort selbst im größten Leid gegenwärtig. 

    Das Problem ist, dass unser Gott uns Menschen diese Erde anvertraut hat und wir dafür verantwortlich sind, was hier geschieht. Eines Tages fordert er dazu Rechenschaft Angesicht zu Angesicht von jedem und bietet uns jetzt die Wiederversöhnung an. Das Böse kam daher in diese Welt, da sich die Menschen von ihm im Mißtrauen von ihm abwandten und sich stattdessen dem Bösen zuwandten. Zur gewährten Freiheit gehören auch die Folgen der Freiheit. 

    Wir aber haben die Gewissheit, dass unser Gott sich denen zeigt, die sich ehrlich suchend an ihn wenden. Und wir warten darauf, dass er eine neue Welt ohne Leid schaffen wird.

  3. Oswiek schreibt:

    Und wieder einmal stoßen wir auf “ Die Satire des Zion „.
    Das Ergebnis ist immer dasselbe – Gegensätze und Chaos.

    Mich würde es nicht wundern wenn diese Journalisten ebenfalls diesem Ring der Zionisten, angehört.

  4. Lusru schreibt:

    @Praecox schreibt: Januar 30, 2016 um 11:40 vormittags
    „Freie Diskussion schön und gut. Keine endgültige Wahrheit, na klar. Aber für Euch beide Dummies erkläre ich es nochmal: A.S. erläutert uns mehrfach, dass eine Zunahme der Gewalt in Deutschland nicht in der Verantwortung der Gewalttäter stünde, sondern die Schuld derer sei, die nicht der Gewalttäter Meinung sind.“
    Bitte von welchen „Gewalttätern“ reden Sie?
    Aus welchem seltsamen Inspirations-Hut haben Sie unversehens „Gewalttäter“ und „Gewalttaten“ in die Diskussion gezaubert?
    Bitte mal Zwei Gewalttäter samt deren Gewalttaten im hiesigen Kontext dieses Disputes benennen oder den Schwanz einziehen und den Hasen machen, wenn bei Ihnen Äpfel, Birnen, Argumente, Fakten und Agitationsprodukte alles ein und das Gleiche Vorstellungsvermögen sind …

  5. headsign schreibt:

    Jeder, der nicht aus eigener, schmerzhafter Erfahrung über Auschwitz spricht, ist dazu verdammt, sich zunehmend um Kopf und Kragen zu reden. Das betrifft auch diesen Artikel, der den guten Willen einer Journalistin denunziert, sich von ebendiesem banalen Trauerriten zu distanzieren und Auschwitz als persönliche Erfahrung zu beschreiben. Klar kann das nie ohne ein gewisses Unbehagen geschehen, aber die Kritik halte ich in diesem besonderem Fall für unangebracht.

    • Dante schreibt:

      Kritisiert wird hier ein spezieller Aspekt der Rede von Frau Reschke, und dieser Kritik schließe ich mich an.

    • Lusru schreibt:

      @headsign schreibt: Februar 3, 2016 um 5:54 nachmittags

      „Das betrifft auch diesen Artikel, der den guten Willen einer Journalistin denunziert, sich von ebendiesem banalen Trauerriten zu distanzieren und Auschwitz als persönliche Erfahrung zu beschreiben. “
      Den „guten Willen einer Journalistin“?
      Kennen Sie den Spruch „Gut gemeint ist schlecht gemacht“?
      Das ist hier deutlich gegeben., und das geht bei nicht „einer“ Journalistin, sonder „der Panorama-Moderatorin“ und Rdeaktionsleiterin Innenpolitik Reschke eben nicht!
      Wan passiert einem in der Öffentlichkeit agierendem Journalisten soetwas? Nur wenn er überengagiert (damit unsachlich) und in voller eigener (für Journalisten verbotener) eigener Involviertheit selber politisch eingreifen will, selber politische Meinung erzeugen will – und das nicht einmal beherrscht.
      Ich verweise erneut auf die Kernsätze des Hajo Friedrichs (hier bereits aufgeführt) : „… man macht sich als Journalist mit KEINER Sache gemein, auch NICHT MIT EINER GUTEN! …“ – Weil das die Unsachlichkeit erzeugt, in der solche Fehler zwangsläufig auftreten, da die Konzentration fehlgeleitet war: Nicht auf „Das GUTE“ sondern auf die Darstellung der eigenen Involviertheit, und das ist weder im öffentlichen noch im Journalismus überhaupt verzeihbar.

      Das, dieser Betroffenheitsjournalismus nahe dees Boulevardismus in vielen Redaktionsstuben, ist es, was unsere Medien immer unglaubwürdiger und zu tendenziösen Propagandaunternehmen verkommenm lässt, was Wertigkeiten schräg verschiebt und bezweifeln lässt, was einfältige Gemüter in ihrer Verkürzung schliesslich rufen lässt „Lügenpresse“ – haben wir das nötig? Sollen wir solche Medien öffentlich fördern?
      Also, @headsign , hier hat niemand den „guten Willen einer Journalistin denunziert“ sondern diese den gesamten öffentlichrechtlichen Journalismus durch ihre fatale Eigenivolvierung, in der Sie den Überblick Ihrer Worte verlor – und dann wohl noch der Ansicht war, sie hätte etwas „Gutes“ für eine „gute Sache“ bewegt …
      Mitnichten, mitnichten, so geht Journalismus nicht, Hajo Friedrichs würde sich im Grabe umdrehen, was aus seiner Empfehlung geworden ist, wie sie missbraucht wird zum Gegenteil, und das auch noch bei solchen „Gedanken zum Gedenken“ – Agitation und Propaganda geht eben nicht in einer Sendereihe wie PANenORAMA, sie macht das Sendemodell kaputt, verdirbt die guten Sitten, denn das hier haben Sie doch nicht etwa ernst gemeint:
      „sich von ebendiesem banalen Trauerriten zu distanzieren und Auschwitz als persönliche Erfahrung zu beschreiben. “ – Das ist Ihre Betrachtung dieses Klogriffes der A. Reschke?
      Persönliche Erfahrun? – bei den Pegidaläufern wird mir WIRKLICH schlecht (auch noch mit falscher nicht belegbarer Begründung: Ausländerfeindlichkeit – das ist Lüge pur oder miserabler schlecht recherchierter Propagandajournalismus!), mit anderen Worten: wird mir schlechter, als wenn ich an die (zuvor von ihr gerührt erwähnten) Leichenberge des Holocaust denke, was für eine schmähende Missachtung und Relativierung der Nazischandtaten …

      Ich bitte Sie, @headsign, das wollen Sie unter den Tisch kehren und dann auch noch die Verursacherin als „Denunziert“ hinstellen?
      Ob sie nicht auch Ihre „Gedanken zu diesem Gedenken“ überprüfen sollten?

  6. Frase0815 schreibt:

    Passend zum Thema:
    http://derstandard.at/2000029820595/Historiker-Hitler-war-kein-Psychopath

    STANDARD: Auch in Deutschland brennen immer wieder Flüchtlingsheime. Das erinnert an Pogrome.
    Hartmann: Ich will das keinesfalls kleinreden, aber wie weit ist das vergleichbar? Natürlich gibt es beim Thema Rassismus Überschneidungen, aber strategisch gesehen, agieren die rechten Bewegungen in Deutschland heute primär defensiv; sie wollen den Zuzug von Flüchtlingen stoppen oder rückgängig machen. Dagegen haben die Nationalsozialisten eine offensive, außenpolitisch aggressive Politik propagiert: „Heute gehört uns Deutschland, morgen die Welt.“ Das sind andere Dimensionen. Man darf nicht vergessen, wie viele Menschen bei politischen Auseinandersetzungen in der Weimarer Republik gestorben sind. Links und rechts haben aufeinander geschossen, davon sind wir glücklicherweise weit entfernt.

    STANDARD: Der Hass auf eine Minderheit ist vergleichbar. Darf man die heutige Islamfeindlichkeit mit dem Antisemitismus von damals in einem Atemzug nennen?
    Hartmann: Der Islam ist für die heutige Rechte zweifellos ein Feindbild, aber kein eliminatorisches. Hitler und die Nazis waren hingegen davon überzeugt, dass sie die Welt vor den Juden retten müssten, indem sie die Juden vernichten. Ich nehme an, es gibt von der Pegida keine Überlegungen, alle Muslime der Welt auszurotten. Wenn man das gleichsetzt, ist das eine Verharmlosung des nazistischen Gedankenguts.

  7. Heimchen am Herd schreibt:

    ✡ Juden laufen nicht im Gleichschritt

    Anders, als viele Anhänger von “Judenverschwörungen” es annehmen, laufen Juden nicht im Gleichschritt. Es gibt Juden mit politischen Ansichten von links-radikal bis rechts-radikal und allem dazwischen. Ebenso gibt es eine große Anzahl apolitischer Juden. Es gibt “Gutmenschenjuden”, die wir liebevoll Judifanten nennen und sog. anti-jüdische Juden, vergleichbar mit der deutschen Antifa.

    In der Mehrheit sind Juden jedoch immer rechts-konservativ.

    JewGida versteht sich als eine rechts-konservative Gruppe nach unserer politischen Auffassung. Desweiteren sind wir pro-Torah und pro-Israel. Wir sind für politischen Pluralismus, Demokratie, Menschenrechte und die persönliche Freiheit eines jeden Einzelnen, jedoch nicht gewillt Toleranz gegenüber der Intoleranz zu zeigen. Faschistische Bestrebungen der Dominanz des politischen Islam lehnen wir entschieden ab. (Vgl. “Der Islamische Faschismus” von Hamed Abdel-Samad)

    http://jewgida.blogspot.de/2015/12/juden-laufen-nicht-im-gleichschritt.html

    Mr.G….zu welcher Gruppe würden Sie sich zählen?

    • Lusru schreibt:

      @Heimchen am Herd schreibt: Januar 31, 2016 um 5:11 nachmittags
      „✡ Juden laufen nicht im Gleichschritt …“

      So langsam sondiert sich, was etwas zum Thema beizutragen hat, danke!
      Ihre Sicht, Heimchen am Herd spricht von einer besonderen Kochkunst: Der, die Welt zu verstehen. An welchen Herden lernt man das?
      Ja, auch beim Kochen am Herd findet „Denken“ und „Gedenken“ statt, und manchesmal intensiver, als in den gekaperten Redaktionsstuben …

      • Heimchen am Herd schreibt:

        Lusru schreibt:
        Februar 2, 2016 um 5:34 nachmittags

        „So langsam sondiert sich, was etwas zum Thema beizutragen hat, danke!“

        Danke für die netten Worte!

        Leider stehe ich hier unter „Betreuung“, soll heißen, meine Kommentare
        werden immer erst nach mehreren Stunden freigeschaltet, warum auch immer?
        Jedenfalls kann ich so nicht mitdiskutieren, tut mir leid.

        Aber wenigstens mitlesen kann ich, das ist doch auch schon mal was. 😉

  8. Mr. G schreibt:

    Als „betroffener“ kann ich mich für diesen Artikel nur schämen. Glücklicherweise stammt er nicht aus jüdischer Hand. Aber als Jude kann ich dem Autor nur sagen: Wir brauchen Ihre politische Überkorrektheit nicht! Denn dann heißt es wieder: „Ach die Juden beschweren sich ja wirklich über alles“. In dem Fall zurecht. Ihre verdrehte Interpretation kann ich nun überhaupt nicht teilen. Frau Reschke ging es nicht darum zu erklären und nochmals zusammenzufassen wie schrecklich damals alles war – denn das sollte eh jeder wissen. Demnach ging es überhaupt nicht um einen Vergleich des Holocaust mit der aktuellen Situation, von einer Relativierung kann daher von vornherein keine Rede sein. Es ging um die Betrachtung der Geschichte und des heutigen Geschehens aus deutscher Sicht. Sie stellt fest, dass immer mehr Menschen mit der Vergangenheit abschließen wollen, denn es „sei ja irgendwann mal gut“. Gleichzeitig aber marschieren die Leute bei PEGIDA mit. Wieso wird Ihr also davon schlecht? Weil einige Deutsche genau das frühe Verhalten demonstrieren welches letzten Endes zu Auschwitz geführt hat. Eben zu jenem Teil der deutschen Geschichte für den Sie sich schämt. Denn wenn man sieht dass einige Deutsche nichts aus Auschwitz gelernt haben, dann kann einem „wirklich“ schlecht werden.

    Kann man denn aus Auschwitz lernen? Sollte es nicht allen von vornherein klar sein dass man Minderheiten, Andersgläubige, Andersdenkende nicht umbringen darf? Natürlich!
    Aber der Holocaust hat nicht mit Auschwitz angefangen sondern damit, dass man Juden verunglimpft hat. Als minderwertig ansah und für vieles verantwortlich gemacht hat. Es ging ja zunächst um die Bekämpfung des jüdischen Bolschewismus, denn der war eine Gefahr für die deutsche Lebensweise. Auschwitz kam nicht von heute auf morgen, da hatte sich lange was zusammengebaut. Und heute ist der Islam für PEGIDA eine Gefahr für die westliche Lebensweise. „Der Islam passt ja nicht zu uns“. „Unsere Kultur ist besser als die muslimische“. „Unsere Frauen werden bald Kopftücher tragen“. „Von denen gibts bald mehr als von uns“ etc.. Wer hier die Parallelen nicht sieht muss schon blind sein. Es geht hier um die Verteufelung einer ganzen Gemeinschaft, von Millionen. Nun haben wir 4% Muslime im Land. Ab wann wird es denn zu viel? Das soll mir bitte einer von den PEGIDA Leuten sagen. Wie viel Prozent sind zu viel? Zehn Prozent? Zwanzig Prozent? Heißt 20% Anteil Muslime dass wir nun islamisiert sind? Ab wann wären wir islamisiert? Russland hat 20% Muslime, sieht jemand Russland als muslimischen Staat? Hier liegt auch der Kern der Sache und jeder der für PEGIDA ist, ist nicht einfach nur “besorgt Bürger“ wegen einer angeblichen Islamisierung, sondern legt wahllos Grenzen fest gegen eine Minderheit. Bestimmt wahllos was gut und schlecht ist. Woher nehmen sich die Leute das Recht? Was passiert denn wenn diese Grenzen überschritten sind? Schmeißen wir die alten Öfen an? Nein die Frage ob Muslime die „neuen“ Juden sind stellt sich nicht. Sind wir wieder auf dem Weg zu den alten Deutschen? Darum geht es in dem Beitrag.

    Wer PEGIDA also versteht, den Fernseher anmacht und sieht wie sich die ersten braunen Wolken wieder zusammenbrauen, dem kann schon schlecht werden vor Wut und Enttäuschung über die eigenen Landsleute.
    Es war ein guter Kommentar von Frau Reschke, für die Verantwortung vor der Geschichte und ein Plädoyer dafür, dass wer aus der Geschichte nicht lernt, dazu verdammt ist sie zu wiederholen. Es ging Ihr nicht um uns Juden, es ging Ihr um Deutschland und darum, dass die Fehler von damals sich nicht unauffällig wieder einschleichen dürfen, damit es nicht ein weiteres Kapitel deutscher Geschichte gibt für das man sich schämen muss.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Wer ist „wir“? Für wen reden Sie?

      • Dante schreibt:

        So wie ich ihn verstanden habe, will er im Namen der Juden sprechen.

        • tapferimnirgendwo schreibt:

          Das wollen viele. Mit welcher Legitimation tut er das?

          • Dante schreibt:

            Da frägst Du den Falschen. Ich kann nur Hypothesen darüber aufstellen.

          • Mr. G schreibt:

            Ich sehe mich als deutscher Jude. Mit „wir“ meine ich daher die deutsche Gesellschaft in erster Linie. Eine Gesellschaft die aus Christen, Juden, Moslems und vielen Anderen besteht. Jude und Deutscher zu sein schließen sich daher nicht aus. Es sei denn Sie sehen das anders? Immerhin ist es fast selbstverständlich dass man als Deutscher auch Christ sein kann. Wieso sie die Frage stellen wer denn mit „wir“ gemeint ist verwundert mich. Fast so als könnte ich nur für die Juden oder für Deutsche sprechen. Würden Sie die Frage auch stellen wenn ich Christ wäre? Ob ich für Christen oder Deutsche sprechen möchte?
            Wahrscheinlich sollte niemand für irgendwen sprechen. Aber das tue ich auch nicht mal. Ich habe meine Meinung über Ihren Artikel zum Ausdruck gebracht, wie ich ihn als Jude, als einer der Nachfolger von überlebenden, empfinde. Der Rest meines Kommentars beschäftigt sich mit der Frage wohin die Gesellschaft mit PEGIDA an ihrer Speerspitze driftet und mit meiner Interpretation des Beitrags von Frau Reschke. Ich sehe nicht wo ich den Anspruch erhoben habe für Juden, Deutsche oder irgendwen zu sprechen
            Ich spreche für mich! Als was Sie mich sehen, das überlasse ich Ihnen.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Für mich sprechen sie nicht! Ich erwarte daher wenigstens ein „wir außer Gerd Buurmann“

    • Dante schreibt:

      Sie kritisieren hier einen entschiedenen Kritiker von PEgIdA und treffen den Nagel entschieden nicht auf den Kopf.

      • Mr. G schreibt:

        Gerne lasse ich mir erklären wieso ich den Nagel nicht auf den Kopf treffe. Aber eine Behauptung ohne Begründung ist wertlos.

        • Dante schreibt:

          Haben Sie doch Geduld! Ich schreibe noch genauer dazu. Für einfach mal in den Raum geworfene unbegründete Statements respektive Trollentare bin ich hier nicht bekannt.

        • Dante schreibt:

          Nachtrag: Antworten werde ich in mehreren Kommentaren, denn Ihr Kommentar ist nicht nur relativ lang, sondern auch komplex und polythematisch.

    • A.S. schreibt:

      Diese Taschenspielertricks mit „Wie viel Prozent sind zu viel?“ sollte man aus einer seriösen Diskussion heraushalten. Das sind so Totschlagargumente die eine Diskussion vergiften sollen, indem sie jeden vor unmögliche argumentative Aufgaben stellen.

      Dass man keine exakte Grenze wissenschaftlich fundiert festlegen kann, heißt mitnichten dass es keine Grenzen gibt. Die liegt halt im Graubereich. Sonst müsste man ja sagen, auch bei 90% Muslimanteil wären wir nicht islamisiert.

      • Mr. G schreibt:

        ‚Wie viel Prozent sind zu viel‘ ist auch kein Argument, es ist eine Frage. Und wenn Sie jeden vor eine „unmögliche argumentative Aufgabe stellt“, in anderen Worten mit Argumenten nicht zu untermauern ist, in nochmal anderen Worten mit dem Instrumenten des Verstandes nicht zu beantworten ist, dann ist eine Abneigung gegen einen höheren Muslimanteil in der Bevölkerung eine Laune, ein Gefühl. Genährt von Vorurteilen und Angst, und das ist nie ein guter Ratgeber. Wenn wir anfangen uns davon leiten zu lassen legen wir das Fundament für ein Gesellschaft die rückständig denkt. Ich hatte gehofft dass das nach Jahrhunderten in Europa passé ist.
        Bei 90% wären wir also islamisiert? Und was genau heißt das? Das impliziert versteckt dass der Islam der deutschen Gesellschaft feindlich gesinnt sind ist, eine Gefahr für die Gesellschaft. Wenn ja, wieso ist das so? Die deutsche Gesellschaft war und ist zum größten Teil christlich. Das hat sie nicht davon abgehalten in den Jahrhunderten vor dem Holocaust Pogrome gegen Juden zu begehen. Die christliche Nächstenliebe hat auch nicht den zweiten Weltkrieg verhindert. In jüngster Vergangenheit hat das so christliche Amerika völkerrechtswidrig den Irak überfallen und ist für den Tod von hunderttausenden verantwortlich ohne dass das christliche Europa was dagegen getan hätte. Die Liste an Verbrechen die von Christen begangen wurden ist fast endlos. Christliche Länder haben im Namen der Demokratie und des Antiterrorkampfes in der jüngeren Geschichte weit mehr Muslime getötet als Muslime Christen. Wer ist hier also eigentlich eine Gefahr für wen? Ein rationales Argument gegen einen höheren Islamanteil fehlt mir bis jetzt.
        Ich kann Ihnen sagen dass ich gegen eine weitere Aufnahme von Flüchtlingen bin, und ich kann Ihnen auch genau begründen wieso. Ich wohne in Berlin, dass es hier arabisch geprägte Stadtteile gibt in denen ich mich mit Kippa nicht blicken lassen sollte ist ein offenes Geheimnis. Ebenso wie dass die arabische Welt von Syrien bis zum Iran überwiegen antisemitisch ist. Dass hier der Antisemitismus mit importiert wird ist denke ich eine begründete Sorge. Ob das nun aber mit dem Islam an sich zu tun hat steht nochmal auf einem anderen Blatt. Über Muslime aus dem indonesischem Raum mache ich mir nämlich keine Gedanken.
        Sie scheinen mit PEGIDA zu sympathisieren. Was ist ihre Begründung?

        • A.S. schreibt:

          Wie kommen Sie auf die Idee dass ich mit Pegida sympathisiere?
          Da kurz zur Klarstellung. Pegida ist nicht meine Bewegung, aber ich bin auch kein Gegner von Pegida. Mir machen die Reaktionen auf Pegida (AFD analog) wesentlich mehr Sorgen als Pegida. Da offenbart sich eine tief sitzende Abneigung gegen die Meinungsfreiheit und auch gegen Rechtsstaatsprinzipien. Pegida hält sich an die Gesetze und ist in i.d.R. friedlich. Dennoch gibt es vom ersten Tag an bis heute ein mediales Dauerfeuer, das Pegida ohne jede belastbare Verbindung mit Gewalttaten in Bezug setzen möchte. Die offen gewalttätigen Gegendemonstranten werden dagegen nahezu völlig in Ruhe gelassen. Dieser Doppelmaßstab macht mir Angst, nicht Pegida.

          Zum anderen: Rational begründete Antworten kann es auch dann geben wenn es keine exakte Grenze gibt. Darauf wollte ich hinaus. Sie haben meines Erachtens eine Antwort auf einem Präzisionsniveau verlangt, dass es nicht geben kann. Daraus dass man keine exakte Zahl nennen kann kann man nicht folgern, dass es keine rationalen Antworten gibt.

          Und beim Thema Islam gibt es rationale Überlegung, z.B. dass europaweit alle „Problemviertel“ in Stadtteilen islamisch geprägt sind. Dass man in Gefängnissen vor dem Treiben islamischer Seelsorgern eher Angst hat, vor christlichen dagegen nicht (da hilft auch kein richtiger Hinweis auf die christliche Gewaltgeschichte). Das es kaum ein (vielleicht kein) islamisches Land gibt, in dem Religionsfreiheit im westlichen Sinne gilt.
          Und ganz wichtig, wie schaut es im Herzen der Religionen aus. Mekka und Medina dürfen bis heute von Nichtmoslems nicht betreten werden, Rom und der Vatikan dagegen sehr wohl.

          • Lusru schreibt:

            @A.S. schreibt: Januar 31, 2016 um 3:16 nachmittags
            DAS WAR VOLLE BREITSEITE!
            So ist das zu sehen, will man konstruktiv inzu einer4 GEsamtbewertung kommen: So wie von Anbeginn seit neulich KONZERTIERT Pegida Dresden zur neuen Nazifront medial kreirt und bekämpft wird, so kann das morgen mit dem gleichen Instrumentarium und der gleichen medialen (zentral geflüsterten) Wucht eine ganz andere Gruppe von Menschen treffen, und übermorgen wieder eine andere.
            DAS war die Methode des „real existierenden Sozialismus“: Mit vereinter konzertierter (da soll es Dirigenten geben) Medialmacht wird den Bürgern erklärt und vorgeführt, wie sie sich und andere kollektiv zu erziehen haben , was für den Volkskörper „ungesund“ zu sein hat und auszumerzen ist, vorgekaut und vorverdaut, Volk brauch nur zu schlucken – soll keinesfalls selber sich Bilder machen .sondern das so hingekotzte bitte aufschlecken …

            Drastischer als @A.S. das hier formuliert, geht es nicht, wenn es um die wirkliche Gefahr, dem Verlust der öffentlichen gewaltlosen Meinungsfreiheit geht, da wird aus allen Rohren gefeuert, um den gewaltlosen Pegiden, die seit langer Zeit keiner einzigen Gewalttat schuldig wurden, mit Macht und Tricks aller Art dennoch Gewalttätigkeit zu unterstellen – und immer wieder ohne Erfolg, das sollte allmählich auffallen.
            Sogar auch mit anderen völlig gewaltfreien Gruppierungen wie AfD wird das Gleiche versucht, aus jeder tölpelhaften oder aus dem Konsenz gerissenen Bemerkung wird versucht, Gewalt und Verfassungsfeindlichkeit (sogar gegen den Verfassungsschutz) zu behaupten, und das von Leuten, die mit aller Macht die verfassungsmässig garantierte Transparenz der Demokratie mit dem albernen TTIP-Versteck betreiben – wovor haben die Angst? Davor dass die Pegiden die Knebelverträge des TTIP, diesen frisierten nur angeblichen Freihandel erfahren? Dann allerdings ist in der Tat VERFASSUNGSCHUTZ angesagt: Gegen den Missbrauch verfassungsmässiger Rechte durch den Wackelsiggi im TTIP-Geheimverfahren!
            Seltsame Methoden nisten sich in unserer Demokratie ein – Die wird doch nicht etwa sich mit dieser und jener Person aus diesem untergegangenen Reasozialismus hinübergerettet haben und feiert nun fröhliche Urständ?
            Auch das sollten Gedanken zum Gedenken sein: Wie es ganz vorn begann, administrative Züge anzunehmen ….

        • Lusru schreibt:

          @Mr. G schreibt: Januar 31, 2016 um 1:59 nachmittags
          “ (an A.S.) Sie scheinen mit PEGIDA zu sympathisieren. “ –

          Mir scheint eher, dass bei Ihnen die Nähe zu den Dresdenern (!) Pegiden weit mehr gegeben ist, wenn Sie da meinen:
          „Ich kann Ihnen sagen dass ich gegen eine weitere Aufnahme von Flüchtlingen bin, und ich kann Ihnen auch genau begründen wieso. Ich wohne in Berlin, dass es hier arabisch geprägte Stadtteile gibt in denen ich mich mit Kippa nicht blicken lassen sollte ist ein offenes Geheimnis. Ebenso wie dass die arabische Welt von Syrien bis zum Iran überwiegen antisemitisch ist.
          Dass hier der Antisemitismus mit importiert wird ist denke ich eine begründete Sorge. “

          So sieht das Pegida in Dresden weitgehend (und frühzeitig) – u.a. – auch, oder was haben Sie da für eine Vorstellung von Pegida?
          Der einzige evtl. erkennbare Unterschied dürfte der sein, dass wenn Sie von „dem Islam“ sprechen korrekterweise (nur) die Weltreligion Islam meinen, die Pegiden damit aber (allerdings aus gleichem Hintergrund wie Sie hier) gleich verkürzend den politischen Islam mit „Islamisierung“ meinen, also die Ideologie Islam, die – so glaube ich zu erkennen – allerdings auch Sie ablehnen: „Dass hier der Antisemitismus mit importiert wird …“
          Wenn Sie sich genauer ins Bild setzen möchten, Ihnen die Zuschreibung einer Wesensähnlichkeit mit Pegiden unangenehm ist – trotz deutlicher Parallelen – dann schauen Sie mal in die Forderungen, die Pegida zu Beginn aufmachte, Sie finden das alles in Wikipedia under Pegida …
          (;-))

    • ceterum censeo schreibt:

      Mr.G
      Wieviel Prozent sind zuviel? Das lehrt die weltweite Erfahrung eindeutig und sehr leidvoll! Unten habe ich ein Viedeo angefügt, welches für Aufklärung sorgen kann.
      Doch vorher noch zu Ihren hanebüchenen Aussagen:
      Ein paar Deutsche haben eben doch aus der Geschichte gelernt. Deshalb „marschieren“ sie bei Pegida mit, und demonstrieren gegen Islamofaschismus und sozialistische Diktatur.
      Woher die Leute das Recht nehmen, zu entscheiden, was gut und schlecht für ihr Land ist? Weil es ihres ist! Und es soll sich nicht in eine Art Mogadischu verwandeln, weil Leute wie Sie der Meinung sind, deren Kultur sei genauso gut, wie unsere.
      Und seien Sie froh, daß ich kein Jude bin, sonst würde ich Ihnen noch ganz was anderes um die Ohren hauen „aus Wut und Enttäuschung“ über einen so naiven und anmaßenden Kollegen!

      Und achten Sie bitte darauf, daß der Film von 2008 ist! Wie haben sich die Zahlen und die damit verbundenen Prognosen doch entwickelt und erfüllt?!
      Lernen Sie endlich, von wo die Gefahr droht, oder gehen Sie unter!

      • ceterum censeo schreibt:

        Achtung!! Die Zahl 20 ist nicht die Antwort auf die Frage, wieviel Prozent zu viel sind!

        • Mr. G schreibt:

          Entschuldigen sie aber das ist Populismus übelster Sorte. Damit haben Sie sich selbst geoutet und mit Leuten wie Ihnen rede ich nicht.
          Meine einzige Antwort auf ihren Link: Überall wo Juden sind kommt es zu Krieg, Terror, Pogromen und Störung des öffentlichen Lebens. Zu dieser Aussage kann man auch toll Statistiken und Zahlen präsentieren und zur der verdrehten Schlussfolgerung kommen, dass überall wo es Juden gibt man Gefahr läuft zu sterben.
          Das Video Basiert auf dem Buch von Peter Hammond, ein ultrakonservativer Missionar aus Südafrika und Zahlen der CIA, einer Geheimdienstorganisation eines Landes dem man unbedingt Vertrauen schenken sollte.
          Oh und bitte, halten Sie sich nicht zurück weil sie kein Jude sind. Ich finde auch Sie haben ein recht auf Meinungsäußerung, auch wenn nichts gescheites bei rauskommt 😉

          Mit einer Sache haben Sie natürlich trotzdem recht. Jeder darf für sich entscheiden was das Beste für das eigene Land ist. Und wenn viele Menschen der gleichen Meinung sind, dann sollen die sich zusammen tun und dafür demonstrieren dürfen. Das tun die von der NPD ja auch. Dass die an das was die dort von sich geben auch glauben und für das beste für Deutschland halten bezweifle ich keinen Moment. Dass es unreflektierter, unüberlegter Blödsinn ist, sollte den meisten aber klar sein.
          Oh und ich vergleiche PEGIDA nicht mit der NPD oder stelle sie gleich. PEGIDA ist anders, raffinierter. Bösewichte die ihre Schnurrbärte zwirbeln (oder eben Glatze tragen) sind leicht zu erkennen. Die die sich in gute Taten kleiden, Deutschland vor dem Islam retten wollen, das sind die vor denen man sich fürchten muss.

          • ceterum censeo schreibt:

            Sie heißen nicht zufällig Mazyak oder Kaddor?

          • Lusru schreibt:

            @Mr. G schreibt:
            Januar 31, 2016 um 2:41 nachmittags
            „Oh und ich vergleiche PEGIDA nicht mit der NPD oder stelle sie gleich. PEGIDA ist anders, raffinierter. Bösewichte die ihre Schnurrbärte zwirbeln (oder eben Glatze tragen) sind leicht zu erkennen. Die die sich in gute Taten kleiden, Deutschland vor dem Islam retten wollen, das sind die vor denen man sich fürchten muss.“

            Wie es aussieht, @Mr. G., führen Sie soeben IHRE eigene Ideologie vor, indem Sie den Pegiden, die sich über lange Zeit nicht mit der NPD gemein machen, die „intelligente Nazischaft“ zubilligen, ja sagen Sie, haben Sie denn schon einmal mit so einem Pegiden selber gesprochen? Oder plappern Sie auch nur das nach, was die sich selbst a la Reschke-TV koordinierenden Leidmedien da so absondern?
            Da fallen mir als „intelligente Nazis“ aber ganz andere Leute ein, als die Pegiden, wohlgemerkt: Ich rede vom Oriiginal in Dresden und nicht von den künstlichen Nachäffern und Trittbrettfahrern, nur die dürfen ja aus gutem Grund nicht als „Pegida“ firmieren, was meinen Sie wohl warum?
            Auch die Pegiden (die Dresdener Originale) haben seltsam ordinäre und extrem fragwürdige Kasper vorneweg, dennen billigen Sie doch nicht etwa „besondere Intelligenz“ zu?
            Offensichtlich sind Sie nicht ausreichend im Bilde, um solche Positonen belegen zu können.
            Macht nichts, es ist eh bereits „geKanzlert“ verdorben, noch eine kurze Weile Pegida-Mobbing, dann müssen diese Leute sich selber mehrheitlich als Nazis fühlen, da woanders kein politischer Raum mehr für Sie ist – das hatten wir alles schon einmal, schon vergessen?
            Peinlich nur, wenn diese Leute dann nicht nur sauer sind sondern genau aufgrund solcher dümmlicher konzertierter Gegnerschaften sehr sehr viele werden?
            Wer rudert das Boot dann zurück in (irgend)einen Hafen?
            Solche fesch daher redenden Leute wie Sie?
            Möchten Sie evtl. mal mitdenken?

          • Krokodil schreibt:

            ceterum censeo

            Er könnte sogar Schuster heissen.
            Traurig.

    • Frase0815 schreibt:

      Es ging ja zunächst um die Bekämpfung des jüdischen Bolschewismus, denn der war eine Gefahr für die deutsche Lebensweise. Auschwitz kam nicht von heute auf morgen, da hatte sich lange was zusammengebaut. Und heute ist der Islam für PEGIDA eine Gefahr für die westliche Lebensweise.

      Diese Aussagen sollten Sie näher ausführen bzw. klarstellen. Gab es den jüdischen Bolschewismus als konkrete Gefahr für die „deutsche Lebensweise“ und was war diese „deutsche Lebensweise“?

      Sehen Sie (2. Teil der Aussage) die Moslems als die „Juden der Jetztzeit“ an, d.h. vergleichbaren Ressentiments und Verfolgungen wie die Juden in den 20er und 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ausgesetzt?

      • Mr. G schreibt:

        Den jüdischen Bolschewismus gab’s natürlich nicht. Das war ein Hirngespenst Hitlers. Traurigerweise hat er viele davon überzeugen können. Was auch immer die „deutsche Lebensweise“ für Hitler war, sie war nicht mit dem -angeblichen- jüdischen Bolschewismus vereinbar. Daher musste er bekämpft werden, sprich Juden an sich mussten bekämpft werden.

        Ich sehe Muslime nicht als die Juden von heute und bin auch nicht der Meinung dass sie vergleichbaren Ressentiments und Verfolgungen ausgesetzt sind. Den Vergleich den man immer wieder hört, dass Moslems die Juden von heute sind finde ich abstrus und habe daher extra geschrieben „…die Frage ob Muslime die „neuen“ Juden sind stellt sich nicht…“.

        • Frase0815 schreibt:

          Nun, Sie wiedersprechen sich m.E. selbst, wenn Sie einerseits feststellen, dass
          a) „Wer hier die Parallelen [der Einschätzung der von Muslimen ausgehenden Gefahr für die deutsche / europäische Gesellschaft durch Pegida und der Situation der Juden zu Anfang des 20. Jahrhunderts] nicht sieht“ schon blind sein müsse, und dass
          b) sich die Frage, ob Muslime die „neuen“ Juden sind,
          nicht stelle.
          Deshalb meine Nachfrage..

          Inhaltlich möchte ich auf diesen Teil Ihres Postings folgendermaßen antworten:
          Wer den Unterschied nicht sieht zwischen der Gefahr durch eine herbei fantasierte Weltverschwörung (nicht existent) und der Gefahr (real) der Umwandlung europäischer Gesellschaften durch Muslime, die die Werte dieser Gesellschaften nicht akzeptieren, der muss schon blind sein.

          PS:

          Unsere Kultur ist besser als die muslimische

          Ja, was denn sonst?

          • ceterum censeo schreibt:

            Viele Deutsche kannst Du besser bei ihrer Tierliebe kriegen. Das siehst Du ja schon an dem Vergleich zwischen Holocaust und Massentierhaltung.
            PS. Anschauen bzw. anhören würde ich es mir besser nicht! Es muß fürchterlich sein.

            http://www.barenakedislam.com/2016/01/31/iran-muslims-inject-acid-into-stray-dogs-causing-a-slow-agonizing-death-viewer-discretion-advised/

          • Frase0815 schreibt:

            Mit der Tierliebe hast Du natürlich Recht, aber Pech!, das hier sind doch Iraner. Das drehen Dir die Bessermenschelnden ruck zuck gegen die Amis. Schließlich haben DIE doch damals den Schah, woraufhin erst der Ayatollah usw. usf. und so boring.

            Das Video IST übrigens fürchterlich – zu sehen und zu hören.
            Aber auch auf dieses Thema bezogen habe ich schon gehört: „Wir, mit unserer grausamen Massentierhaltung, dürfen uns mal gar keine Kritik an anderen kulturellen Umgangsformen mit Tieren erlauben“. Es ist halt alles relativ.

          • Mr. G schreibt:

            Genau das ist der Punkt. Denken Sie dass die Menschen von damals gedacht haben es handele sich um eine „herbei fantasierte Weltverschwörung“? Denken Sie dann wäre man der Naziideologie so bereitwillig gefolgt? Damit sprechen Sie den Menschen der damaligen Zeit jegliche Intelligenz ab. Wenn Sie sich die Literatur dieser Zeit anschauen bzw. dieser Generation, dann werden Sie merken dass nichts weiter von der Wahrheit entfernt ist. Gebildete und belesene Menschen die es eigentlich hätten besser wissen müssen. Trotzdem haben Sie sich blenden lassen.
            Genau das gleiche im kalten Krieg in Amerika. Hatte man ein Problem mit dem Nachbar dann musste man man nur das Gerücht streuen er sei Kommunist, schon war die CIA da und die Karriere futsch. Die Angst vor dem Kommunismus war geradezu panisch. Heute wirkt das lächerlich.
            Und genau den gleichen Fehler machen wir wieder, nur die Akteure sind andere. Ich sehe die Sache nicht aus Sicht der Muslime, ob das die neuen Juden oder Kommunisten sind interessiert mich nicht. Ich frage mich: Ist unsere Gesellschaft nicht weiter als die Menschen damals. Nur weil wir Smartphones und Internet haben scheint es fast so als wären wir trotzdem die gleichen, zumindest einige von uns. Erliegen den gleichen Fehlern. Dass wir scheinbar so wenig vorangekommen sind, das beunruhigt mich. Und wird man am Ende über uns genauso den Kopf schütteln?

            Und wenn Sie Ihre Argumente mit Youtubevideos untermauern wollen, dann bitte, es gibt wahrscheinlich genauso viele als „Gegenargumente“


            Und ja ein Video aus den USA, nicht Deutschland. Aber ihnen geht es ja auch nicht um ein bestimmtes Land sondern den Islam. Die USA zählen auch zum christlichen Abendland.

            @ceterum censeo

            Ich bin mir nicht sicher ob ich ihren Kommentar richtig versteh, aber wenn Sie meinen dass die deutsche Kultur die bessere ist, weil einige deutsche den Holocaust (aus Tierliebe) mit der Massentierhaltung vergleichen, dann spinnen sie gleich auf mehreren Ebenen…

          • Frase0815 schreibt:

            Sie sind offensichtlich überhaupt nicht in der Lage die Unterschiede in den Dimensionen zu erkennen.
            Das Columbine Massaker wurde von 2 (ZWEI!) Tätern ausgeführt, die Bevölkerung der USA war zum allergrößten Teil schockiert über die Tat und hat sie zutiefst verdammt.
            Den Unterschied zwischen einem Amoklauf von 2 Psychopathen und einem Lynchmob von hunderten von Personen können Sie erkennen?
            Wollen Sie mir erzählen, dass in der muslimischen Welt fast die gesamte Bevölkerung das Lynchen wegen beispielsweise behaupteter Koranschändung ablehnt?
            Sagt Ihnen der Begriff Realitätsverweigerung etwas?

          • Lusru schreibt:

            @Frase0815 schreibt: Januar 31, 2016 um 3:07 nachmittags

            „PS:
            Unsere Kultur ist besser als die muslimische
            Ja, was denn sonst?“

            Und welche meinen bitte, welche „bessere Kultur“?
            ’n bischen Sozialrassismus treiben, oder echten bioRassismus, oder wie?
            Es gibt KEINE „bessere“ Kultur auf dieser Welt, nicht eine einzige, es sei denn die von Rassisten, die sich erheben!
            `

          • Dante schreibt:

            Es gibt KEINE “bessere” Kultur auf dieser Welt, nicht eine einzige, es sei denn die von Rassisten, die sich erheben!

            Warum sollte ausgerechnet die Kultur von Rassisten besser sein als andere? Ich finde eher das genaue Gegenteil.

          • Frase0815 schreibt:

            Ihre Rassismuskeule können Sie sich sonst wohin stecken. JEDE Kultur der westlichen Welt ist besser als beispielsweise Scharia geprägte Unkultur. Die israelische Kultur ist besser als die des Gaza-Streifens. JEDE Kultur, in der Homosexuelle nicht aufgrund ihrer sexuellen Orientierung um ihr Leben fürchten müssen ist besser als die Kulturen, in denen der Flug von einem mehrstöckigen Gebäude oder die Steinigung droht. Usw.

            Diese Einordnung in besser / schlechter ist natürlich höchst subjektiv – Hobbysteiniger, die ihre Leidenschaft zur Profession werden lassen wollen, mögen widersprechen.

            Meine Kulturbewertungsskala funktioniert eigentlich ganz einfach: je mehr Freiheit das Individuum genießt, je weniger Diskriminierung oder sogar Gefahr für die körperliche Unversehrtheit aufgrund von Hautfarbe, Religion oder sexueller Orientierung droht, desto besser. Sie müssen nicht derselben Meinung sein.

          • Lusru schreibt:

            @Dante schreibt: Februar 2, 2016 um 11:46 nachmittags
            Vielleicht, verehrter Dante, haben Sie schon bemerkt, dass ich Ihre Kommentare gern lese, will sagen: weitgehendst „in Ruhe lasse“.
            Nur hier haben Sie gleich mehrere Lese- und Denkfehler in einem einzigen Satz untergebracht:
            1. Was Sie erfragen, wurde weder von mir noch von anderen hier bemerkt: „Kultur von Rassisten sei besser“
            2. Rassisten:
            Wissen Sie denn, was ein Rassist ist? Wer legt das fest, Sie? Nach Gutsherrenart alles, was über meinen Horizont hinaus geht?
            Ein Rassist ist der, der die Existenz (biologischer) Menschenrassen für feststehend gegeben hält, obwohl bekannt ist seit über 70 Jahren, dass es nie Menschenrassen gegeben hat und auch nicht geben wird. Bereits die schmalbrüstige Wikipedia erklärt Ihnen mit etwas Geduld alles dazu. Wenn Sie also auftreten würden und die Kreation der Hitlerei aufgreifend behaupten würden, die Juden seien eine „Rasse“, dann wären z.B. Sie ein Rassist, Und wer bitte soll nach Ihrer Erkenntnis in unserem Diskurs der KULTürlich „bevorzugte“ Rassist nun sein – es gibt keinen, denn es ging nämlich um diesen Text:
            „Es gibt KEINE “bessere” Kultur auf dieser Welt, nicht eine einzige, es sei denn die von Rassisten, die sich erheben!“
            Das ist zugleich die ironische Kennzeichnung von sogenannten sich für „auserwählt“ und damit als „Besseren“ zu halten, da nur dort (IN DEREN SICHT !!) es angeblich „bessere Kulturen“ gibt!!!
            Sie haben das eventuell nicht bemerkt oder nicht so verstehen wollen, oder wie ist das zu deuten, wenn Sie meinen:
            „Warum sollte ausgerechnet die Kultur von Rassisten besser sein als andere? Ich finde eher das genaue Gegenteil.“
            3. Indem Sie nun ungeachtet der ganzen Vorrede dennoch selber eine (die Ihrige ?!) Kultur als „die bessere“ bezeichnen, bekennen Sie sich als solch ein die eigene Kultur Überhöhender als Rassist, ist noch nicht schwer, oder?
            Nochmal:
            Es gibt in der Welt keine „besserer“ Kultur, da auch diese immer relativ und standpunktgebunden, also jede in einen eigenen gewachsenen Wertekanon eingebunden ist.
            Damit gibt es grundsätzlich viele und damit UNTERSCHIEDLICHE KULTuren (heisst nichts anderes als „menschgemacht“, als Gegensatz zur NATur), aber eben keine bessere.
            Vielfalt und Andertsartigkeit als UNTERSCHIEDlichkeit ist das grosse treibende Geheimnis unserer Evolution, es waren diese Unterschiede überall, die Mensch hervorbrachten und Gesellschaft immer wieder stabilisierten, man muss es nur begreifen und keine Mauern dagegen errichten wollen – was allerdings bei aller Einsicht und allem Wohlwollen stets eine zwei- oder mehrseitige solche Einsicht bedarf, insofern gebe ich ihnen Recht, dass erkennbare Unterschiede im Einzelnen hie oder da anders und auch (nur für sich selber) als „besser“ bewertet werden.
            Aber KULTur ist ALLES Menschgemachtes, inklusive der Techniken und Technologien und Traditionen, und das ist per se weder gut noch schlecht, erst die Kontexte dazu machen etwas „besser“ oder „schlechter“.
            Rassisten stützen sich jedoch auf realitätsfremde Annahmen, die sie nicht belegen können: Rassen. Daraus resultierende „KULTuren“ können über dieses Level der Realitätsferne und damit der Nichtverwendbarkeit nicht hinaus, das, bemerkt, macht zornig und gewalttätig, besonders auch bei Fundamentalisten aller Art, die das gleiche Problem haben.
            Ist das genug?

          • Dante schreibt:

            Ein Rassist ist der, der die Existenz (biologischer) Menschenrassen für feststehend gegeben hält,…

            Nein, das reicht noch nicht. Er muss auch an eine verschiedene Wertigkeit der „Rassen“ glauben.

            …obwohl bekannt ist seit über 70 Jahren,…

            Da muss ich widersprechen. Noch in den 1980er Jahren gab es in Büchern über den Menschen Tafeln, in denen die unterschiedlichen „Rassen“ beispielhaft abgebildet waren. Selbstverständlich wurden daraus ausdrücklich keine Werturteile abgeleitet. Unter „Rassen“ verstand man einfach Varianten, die sich aufgrund unterschiedlicher Lebensbedingungen herausgebildet hatten, und man hielt Angehörige der gleichen „Rasse“ für besonders nahe verwandt. Genetische Untersuchungen sollen später aber gezeigt haben, dass eine Schimpansengruppe von 15 Individuen größere genetische Abweichungen zeige als die gesamte Menschheit. Innerhalb dieser hätten sich Afrikaner – die man früher zu einer „Großrasse“ zusammenfasste – als besonders Variantenreich erwiesen, sodass zwei einander äußerlich ähnliche Afrikaner mit jedem beliebigen anderen Menschen näher verwandt sein könnten als miteinander.

            …dass es nie Menschenrassen gegeben hat…

            Menschenarten sowie Menschenunterarten hingegen gab es irgendwann schon. Die sind aber nicht durch eine andere – oder auch Angehörige der eigenen – Spezies so gezüchtet worden, und normalerweise spricht man dann von Rassen.

            …und auch nicht geben wird.

            Das ist nicht sicher. Es ist nicht auszuschließen, dass irgendwann ein verrückter totalitärer Staat Menschenrassen züchtet, in der Hoffnung, sie auf bestimmte Aufgaben hin optimieren zu können.

          • Dante schreibt:

            Wenn Sie also auftreten würden und die Kreation der Hitlerei aufgreifend behaupten würden, die Juden seien eine “Rasse”,…

            So würde ich erst einmal großen Blödsinn reden und wäre wahrscheinlich ein biologischer Antisemit. Sicher wäre Letzteres nicht, denn dazu gehört auch ein negatives Werturteil.

          • Dante schreibt:

            Es gibt in der Welt keine “besserer” Kultur, da auch diese immer relativ und standpunktgebunden, also jede in einen eigenen gewachsenen Wertekanon eingebunden ist.

            Sollte dem so sein und es jenseits dessen nichts anderes geben (was ich entscheiden bestreite), ist jeder Mensch entweder ein Kulturchauvinist oder ein Selbstverleugner, da er an die eigene Werte ja überhaupt nicht glaubt.

          • Lusru schreibt:

            @Dante schreibt: Februar 3, 2016 um 5:53 nachmittags

            >Ein Rassist ist der, der die Existenz (biologischer) Menschenrassen für feststehend gegeben hält,…
            

            Nein, das reicht noch nicht. Er muss auch an eine verschiedene Wertigkeit der “Rassen” glauben.<

            Doch, Dante, das reicht sehr wohl, denn wozu wird RASSE benötigt?
            Rasse ist eine (territorial begrenzte) AUS-ZÜCHTUNG aus einer Art.

            Menschen als Züchtung, als Auszüchtung?

            Wer allein diesen Aspekt vertritt, setzt bereits die unterschiedliche Wertigkeit voraus, denn sonst benötigt er die (nur willkürlich und wissenschaftlich nie nachweisbaren) Kriterien einer Aus-Züchtung nicht.
            Machen Sie sich kundig dazu, bevor Sie schwadronieren, mit etwas Geduld finden Sie das alles bereits in der Wikipedia.

            Auch der Versuch, nationalsozialistische (amerikanische wie deutsche wie auch andere skandinavische) Rassevorstellungen als UNTERART weiter zu führen (nicht zuletzt um „liebgewonnene“ damit so „schön“ vereindbare sozial-Ressentiments zu erhalten) scheiterte bereits in den 60er Jahren und ist heute völlig aus dem wissenschaftlichem Diskurs.
            Warum das nicht nur aus gesellschaftspolitischen Gründen sondern vor allem aus wissenschaftlichen Gründen weder zur Auszüchtung Rasse noch zur Unterart beim Menschen je reichte, finden Sie auch bestens in der Wikipedia erörtert, noch besser in den einschlägig googelbaren Lexika wie Lexikon der Biologie usw.
            Merken Sie sich:
            Wer überhaupt Rassen bei Menschen sehen will, ist RASSIST, denn daran gebunden ist seine Gesamtsicht: Die unterschiedliche Wertigkeit von Menschengruppen, das fälschlicherweise biologisch begriffene unterschiedliche Sozialverhalten, damit verbunden die Annahme, Sozialverhalten sei biologisch vererbbar >auszüchtbar< – alles klar?

            Allerdings spricht man gelegentlich von Sozialrassisten:
            Das sind die, die soziale „Klassen“ wie biologische „Rassen“ verstehen und als vererbbar behandeln wollen, z.B. „einmal Kapitalist, immer Kapitalist“, oder, wie ein Expertenfürauchetwas-Clown (Michael Bittner) in seiner Biografie von sich redet „Ich wurde als Sohn der Arbeiterklasse geboren “ (s. Wikipedia), offensichtlich eine gefährliche Sturzgeburt in fataler biologischer wie sozialer Verweigerung seiner tatsächlichen Eltern – Sozialrassisten eben.

            Es bleibt dabei:
            Es gibt keine Rassen menschliche Auszüchtungen, wer anderer Ansicht ist, zeigt sich als Rassist, wobei das dann auch dafür genügt.

            Das von Ihnen ausserdem geforderte „negative Werturteil“ zu Rasse ist bereits in der Verwendung und Anerkennung von (Menschen)Rasse als AUSZÜCHTUNG enthalten, das ist zu begreifen, Dante, wozu sollte es sonst Auszüchtungen geben, geben sollen?
            Welche „Werte“ sollten da denn wohl „ausgezüchtet“ worden sein, etwa soziale??

            Und:
            @Dante schreibt: Februar 3, 2016 um 6:13 nachmittags

            “ Es gibt in der Welt keine “besserer” Kultur, da auch diese immer relativ und standpunktgebunden, also jede in einen eigenen gewachsenen Wertekanon eingebunden ist.“
            Sollte dem so sein und es jenseits dessen nichts anderes geben (was ich entscheiden bestreite), ist jeder Mensch entweder ein Kulturchauvinist oder ein Selbstverleugner, da er an die eigene Werte ja überhaupt nicht glaubt.“

            Bitte woher holen Sie denn das?
            Ist Ihnen der von mir eingebundene „eigene GEWACHSENE Wertekanon“ da durch ihre Denkzeuge gerutscht?

            Es dürfte deutlich sein, wenigstens nach ihren mehrfachen Interventionen, dass eine „bessere“ Kultur NUR für die EIGENE Befinfdlichkeit postuliert werden kann, und nicht gleich für die gesamte Menschheit, also nur innerhalb (!) des eigenen Wertekanons, aber es keine (allgemein) „bessere“ Kultur gibt.

            Das hat enorme Konsequenzen z.B. auf Interventionsversuche und „Regimechange“ auf andere Kulturen und Staaten!!

            Nun stellen Sie mal ihre Bereitschaft zum Intellekt nicht unter Ihren Scheffel, gerade WEIL jede (!) Kultur legitim und legal an ihre EIGENEN Werte glaubt, ist das so – Nur echte Kulturchauvinisten können das nicht verstehen, dass die eigene Kultur nicht für alle anderen „gut“ sein soll, weil Sie die kulturelle Unterschiedlichkeit nicht verkraften können oder wollen.
            Wer seine Kultur als „gut“ präsentieren möchte, sollte anderen Kulturen achtend zeigen, dass die eigene mehr Vielfalt erzeugt, bietet und stützt – ohne sie zum chauvinistischen Leidobjekt machen zu wollen, jedoch gleichzeitig seine Offenheit für die gleiche Position auf der anderen Seite zeigen.

            Und wenn von „Gedanken zum Gedenken“ hier die Rede ist, dann wäre das eine Gelegenheit dazu, wie und wozu sollte sonst Gedenken nützlich sein, wenn nich zur Erinnerung an Wertekanon, solche, die wir möchten, und solche, die wir inzwischen (fast) weltweit ablehnen.
            Allei aus dieser Sicht hat Frau Reschke in ihren letzten 17 Sekunden nicht nur etwas komisch verschoben, sondern arg ins Klo gegriffen, offensichtlich wohl, ohne es überhaupt bis heute zu bemerken – nur das gehört auch zu den Dingen, die WIR nicht wollen, wenn WIR etwas schaffen sollen …

          • Lusru schreibt:

            @Frase0815 schreibt: Februar 4, 2016 um 4:07 nachmittags
            Huch, da haut @Frase09 aber wild um sich, etwa so, wie getroffene Hunde bellen: kläffend:
            „Ihre Rassismuskeule können Sie sich sonst wohin stecken. JEDE Kultur der westlichen Welt ist besser …“
            Mal der Reihe nach, @Frase0815, erstens ist das keine „Rassismuskeule“ sondern die allgemein wissenschaftlich gängige Rassismustheorie, besser: Rassenbeseitigungsargumentation.
            Zweitens ist das damit nicht „meine“ sondern Stand der Wissenschaft.
            Drittens kann weder ich noch wer anders dafür, dass Sie in dieser Angelrgenheit nicht auf dem Laufenden sind, erst recht nicht dafür, dass diese Wahrheiten nun so in Ihr – bis dahin offensichtlich an dieser Stelle beschnittene – Kultur hineinplatzt und Ihre Aufregung verursacht.
            Und viertens habe ich mich gerade dagen ausgesprochen eine Kultur der vielen über eine andere zu erheben, was einschliesst, dass ich auch den Gegenteiligen Prozess nicht mache: Eine Kultur unter eine andere zu stellen.
            Wenn nun diese beiden eigentlich normalen Vorgänge in Ihrer Kultur nicht so integriert sein sollten – was ich bezweifele – mag da Ihre (von Ihnen gedachte) Kultur wohl doch nicht so vorteilhaft für Menschheit sein.
            Zwar lese ich da bei ihnen mit Freude
            „Meine Kulturbewertungsskala funktioniert eigentlich ganz einfach: je mehr Freiheit das Individuum genießt, je weniger Diskriminierung oder sogar Gefahr für die körperliche Unversehrtheit aufgrund von Hautfarbe, Religion oder sexueller Orientierung droht, desto besser. Sie müssen nicht derselben Meinung sein.“ , bezweifele allerdings, ob Sie diese Maxime auch verinnerlicht haben, nachdem Sie zuvor mit der Ablehnung einer bestimmten Kultur leider nur das Gegenteil bewiesen haben, oder gilt ihre Maxime nicht für alle Menschen, nur für von Ihnen erwählte?
            Sehen Sie, das und nicht irgendeine „Rassismuskeule“ mag uns unterscheiden. Ein Adenauer, beschimpft zur Verwendung des Kommentators der Nürnberger Rassegesetze als Kanzleramtsminister der Bundesrepublik meinte dazu: „Man muss nehmen, was da ist“ – was er da wohl für eine seltsame Erkenntnis verbreiten wollte?
            UNd könnte es sein, dass es vielen Menschen in der Welt heute nicht anders geht, leider, sie mit der Kultur leben müssen, die „da ist“ – und deren „Kulturbewertungsskala“ mobben Sie hier gerade mal so eben weg – also, wenn das nicht auf Rassismus und Ursache für unfriedliche Konfliktzuspitzung hinausläuft, weiss ich auch nicht, sogar Sozialrassismus dürfte hier treibend für derartig gerichteten Fremdenhass sein.
            Ja, die Scharia ist extrem fragwürdig, zumal für Europäer, aber das, verehrter Frase0815 ist leider keine Kultur, denn da gehört mehr dazu als eine überkommene tradierte Rechtsauffassung, und das bleibt in Ihrem Denken leider aussen vor, ohne dass dafür eine Notwendigkeit besteht, denn: Scharia ist nicht vererbbar, wie Sozialrassisten das sehen, und was sagt uns dies alles?
            Man könnte zum Schluss kommen, sich Gedanken über jedes Gedenken machen zu müssen, auch jüngerer Art.

          • Frase0815 schreibt:

            Was Stand der Lusruwissenschaft ist kann sicherlich niemand erahnen, der noch einigermaßen geradeaus denken kann und ob außer Ihnen sonst noch jemand der „Rassenbeseitigungsargumentation“ folgen kann, lasse ich mal dahin gestellt.

            Nur so viel: fällt Ihnen auf, dass Sie der einzige sind, der hier von Rassen spricht? Interessiert ansonsten niemand, insbesondere nicht mich. Ich spreche hier im speziellen von einer Kultur, die durch die größte Mistreligion, die die Welt bisher gesehen hat, geprägt ist (und JA, das ist eine Kultur) und vergleiche diese mit einer anderen, zum Beispiel „der westlichen“. Für mich fällt der Vergleich eindeutig aus. Ich habe auch nicht von der „Vererbbarkeit der Scharia“ oder ähnlichem Dummfug gesprochen, das entspringt allein Ihrer eigentümlichen Phantasie.

            Fakt ist, dass diese Barbarei in nicht wenigen Ländern dieser Erde gelebt wird und ich nicht wüsste, wer für den Zustand dieser Länder verantwortlich gemacht werden sollte, außer eben die Bewohner selbst – dies noch zu Ihrem Geistesblitz der „Menschen, die mit der Kultur leben müssen, die da ist“.

            Sie können Ihren kulturrelativistischen Esel natürlich weiter reiten, bis er irgendwann zusammenbricht, viel Spaß dabei.

          • Lusru schreibt:

            @Frase0815 schreibt: Februar 6, 2016 um 9:13 nachmittags
            Kulturrelativierung – Was soll das sein?
            Ich ahne es(erneut):
            Kultur wird wie eine vererbbare Erscheinung gedacht und behandelt, etwa so, wie Rassisten Rasse biologisch denken wird Kultur sozial gedacht : Sozialrassismus.
            Nicht ich habe den Begriff Rasse / Rassist hier eingeführt, sondern
            @Dante schreibt: Februar 2, 2016 um 11:46 nachmittags
            mit:
            „Warum sollte ausgerechnet die Kultur von Rassisten besser sein als andere? Ich finde eher das genaue Gegenteil.“ – obwohl das nie jemand behauptet hatte, Dante das aber wohl so empfand.
            Anlass dazu gab wohl meine Bemerkung:
            „Es gibt KEINE “bessere” Kultur auf dieser Welt, nicht eine einzige, es sei denn die von Rassisten, die sich erheben!“ – Was ich dem Dante postwendend erläutert hatte, dass damit nicht seine Schlussfolgerung gemeint ist, sondern das ironisch aufzufassen ist, also nur die Kultur von Rassisten (in deren Augen) „bessere“ seien – was abzulehnen ist.
            Das passte ihnen so nicht.
            In der Folge versuchte ich, Sie aus dieser Denke hier heraus zu fischen, wobei wir zur – zur Erörterung des vorlaufenden Disputes @Dante „Kultur von Rassisten“ Rasse und deren Begrifflichkeit gekommen.
            Damit stimmt wohl Ihre Beobachtung zu mir „Einziger, der Rasse einführt“ erst mal nicht, zumal Sie ja auch voll auf die ursprüngliche diskriminierende Sicht des Dante zu „Kulturen“ abfuhren.
            Hinzu kommt, dass Sie noch immer Religion mit Kultur gleichsetzen und damit zwangsläufig zu Schlussfolgerungen kommen, dass eine Kultur „gut oder schlecht sein könnte“ – und das läuft direkt auf den bereits beschriebenen Sozialrassismus hinaus, zumal wenn das wie (!!) vererbbare Eigenschaften behandelt wird.
            Auch ist die Wertigkeit von Kulturen nicht allein an der Behandlung der Frage der Homosexuellen erfassbar, sie ist weitgreifender und umfasst auch viele andere Mindergheiten der Gesellschaft sowie das gesamte Zusammenleben überhaupt – was selbstverständlich für jeden Einzelnen die Ablehnung oder Bevorugung erlaubt, aber nicht die Verallgemeinerungen, wie Sie sie betreiben, weil das auf die erneute Diskriminierung derer hinausläuft, die keine Wahl ihrer Kultur haben, und was das nun ist und konkret bedeutet sollten Sie als Verständiger für die Diskriminierung z.B. Homosexueller sehr gut noch mit am besten wissen.
            Ich denke, diese Thematik ist nun auch für Sie deutlich genug beschrieben, ohne dass Sie gezwungen wurden, Ihre Abneigung gegen (einzelne) kulturelle Erscheinungen einer anderen Kultur abzulegen, denn es gilt, genau daran zu „arbeiten“ (zu lassen) und nicht zu verdammen, erst recht nicht fanatisiert und pauschal – oder wie meinen Sie, sollte Ihrer Meinung nach gegen die „Barbareien“ in anderen Kulturen vorgegangen werden, alle diesbezüglichen diese Kulturen lebenden Anhänger ins Meer kippen?
            Ich denke, das war deutlich und hilft auch Ihnen beim Nach-GeDenken, z.B. wo hier kiulturrelationierender Unfug verbreitet wurde, wie etwas verändert werden kann, Sie sind nun mal nicht allein auf dieser Erde.

          • Frase0815 schreibt:

            Einen Versuch werde ich noch wagen, auch wenn sich das vermutlich wieder als vergebliche Liebesmüh heraus stellen wird.

            Die Behandlung Homosexueller stellt nur ein Beispiel bzw. einen Aspekt unter vielen der Bewertung dar.

            Anderes Beispiel:

            Anzahl Hinrichtungen in 2015: 28 in den USA, 0 in D (1)

            Lehne ich die Todesstrafe, in der in den USA praktizierten Form, ab, komme ich zu dem Schluss, dass die Kultur in D bezogen auf diesen Aspekt besser ist. Selbstverständlich ist dies auch wieder verallgemeinernd, da es ja Bundesstaaten in den USA gibt, die die Todesstrafe abgeschafft haben. Trotzdem wird wohl eine große Mehrheit unter den Gegnern der Todesstrafe kein Problem mit dem Satz „die deutsche Kultur ist, auf die Todesstrafe bezogen, besser als die US-amerikanische“ haben. Soll dieser Satz nun auch (sozial)rassistisch sein?
            Nun gibt es andere Aspekte der US-amerikanischen Kultur, die ich schätze, wie z.B. den 1. Zusatzartikel zur Verfassung oder den Gedanken, individuelle Freiheit staatlicherseits möglichst wenig einzuschränken. Oder Jazz. Oder Burger 😉 Würden irgendwann die von mir als negativ bewerteten Aspekte ein groteskes Übergewicht gegenüber den positiven bekommen (insbesondere was die körperliche Unversehrtheit seiner Einwohner angeht) – käme ich sogar zu dem Schluss, die deutsche Kultur insgesamt als besser (da eindeutig gesünder für das Individuum) anzusehen, trotz der positiven Aspekte der USA, die ja weiterhin vorhanden wären.

            Ist der Satz „das Bruttosozialprodukt von Großbritannien ist höher (besser), als das von Afghanistan“ rassistisch? Oder benennt er nicht einfach nur ein Faktum, verbunden mit der wohl im Allgemeinen akzeptierten Annahme, dass ein höheres BSP besser für die Einwohner eines Landes ist, da es ihnen einen höheren Lebensstandard ermöglicht.

            Ich betrachte nun weitere Fakten, nämlich die Anzahl von Menschen, die aufgrund von religiöser Verblendung ums Leben gekommen sind oder verstümmelt wurden. Oder auch einfach nur massiv in ihren Entfaltungsmöglichkeiten eingeschränkt werden. Und oh Wunder!, da gibt es eine ganz schön große Diskrepanz zwischen hier und dort. Noch einmal: selbstverständlich ist die Religion, genauer: die durch die Interpretation religiöser Dogmen erzeugte Lebenswirklichkeit, Bestandteil einer jeden Kultur, u.U. sogar der prägende Bestandteil.

            Wenn Sie der Meinung sind, dass im Zuge einer solchen Diskussion das Hochreißen von Achtung! Rassismus!-Schildern hilfreich ist, kann und will ich Ihnen das selbstverständlich nicht verwehren, Ernst nehmen kann ich das aber auch nicht.

            Des Weiteren möchte ich Sie bitten mir nicht vorschreiben zu wollen, woran „es zu arbeiten gilt“, oder Vermutungen darüber anzustellen, welchen Anhänger ich wohin kippen können wollte.

            Schön wäre es, würden Sie sich mehr auf das tatsächlich Gesagte beziehen, als auf das, was Sie offenbar gehört haben wollen – also insgesamt weniger zu reschkesieren, um zum einleitenden Thema zurückzukommen.

            1 – http://de.statista.com/statistik/daten/studie/169980/umfrage/hinrichtungen-in-den-usa-2011/

          • Lusru schreibt:

            @Frase0815 schreibt: Februar 7, 2016 um 4:39 nachmittags
            Es ehrt mich, dass ich und dieses Thema Ihnen noch einen „letzten Versuch“ wert sind.
            Aber:
            „.. komme ich zu dem Schluss, dass die Kultur in D bezogen auf diesen Aspekt besser ist“ ist schlicht falsch, nicht „die Kultur“ sondern lediglich „dieser Aspekt“ mag Ihnen „besser“ erscheinen.
            Das wäre dann nachvollziehbar. Zumal „die KULTUR“ eine derart umfassende Entität aller menschlichen Aktivitäten, die jemals erfolgten, ist, dass es schon einer grossen Fülle von Eingrenzungen bedarf, eine (1) Kultur als Gesamtheit einer grossen Menschengruppe als „besser“ oder „schlechter“ zu bezeichnen, weil das auf gegerelle Ignoranz des Anderen hinausläuft,.
            Und das sind bekanntlich die Quellen für Hass, Fanatismus, aber auch für die Anmassungen, der gesamten Welt die eigene Kultur verpassen zu wollen, und sei es mit Agressionskriegen, direkten und illegalen Regime-Cjhange, mit illegalen weltweiten Tötungen von Menschen, die nicht verurteilt wurden samt der „Kolateralschäden“ mittels Kampf-Drohnen, die rechtswidrig von fremden Territorien aus gesteuert werden, oder mittels weltweiten massenhaften Folterungsprozessen, die man so kaschierte, um der eigenen Gesetzlichkeit zu entgehen, in fremden Ländern illegal vollzieht – Alles Bestandteile „menschlichen Wirkens“, also KULTürlicher Art dieses angeblich „freiheitlichen Westens“ ? –
            Mit Verlaub, @Frase0815, und das wäre nun meinerseits mein „letzter Versuch – würde ich das alles nun als massgebliche kulturelle Merkmale der „Kultur der USA“ verstehen, was meinen Sie wohl, welchen Wert dieser „Kultur“ zu zumessen wäre, „besser“ oder „schlechter“?

            Geben Sie sich die Antwort selber, möglichst die Scheinheiligkeiten und Verirrungen in den Selbstbetrachtungen dieser westlichen Kultur, die seit Jahrzehnten weltweit direkt und indirekt massenhaft Tote, Vertriebene, aber vor allem Terroristen wie am Fliessband produziert – während sie im Wesen anderen soetwas in diesen Grössenordnungen nicht einmal verbal vorwerfen kann, dabei einzubeziehen.
            Um bessere „Kulturen“ zu finden, sind nicht die Zahlen der Enthauptungen und elektrischen Stühle gegeneinander zu stellen, das bedarf schon etwas weltumspannendere Betrachtungen.

            In etlichen in Ihrem „letzten Versuch“ beschriebenen Aspekten teile ich Ihre Sichten, nur sie sind halt nur kleinste Mosaiksteinchen, die nirgendwo allein „kulturprägend“ sind, sein dürfen.

            Und:
            Das „Hochreißen von Achtung! Rassismus!-Schildern“ erfolgte nun leider gerade mal nicht von meiner Seite, sondern da ging es um selbiges im Kommentar der Anja Reschke, die das excesshaft versuchte, um politisch damit Meinungen zu stimulieren, offenbar gehört sie zu den Journanlisten, die genau diese Propagandamasche als hilfreich zur Vermittlung ihrer eigener Ansichten ansieht und dazu der Meinung ist, dass Ihre eigene Ansicht vom Rest der Welt zu denken sei, sie dahin zu verschaffen sei – offensichtlich völlig totalitär ausgeprägt.

            Da darf man schon gelegentlich solchen Leuten, die Holocaustbilder benutzen, um eigene politische Ansichten völlig unangemessen damit zu „würzen“ und wichtiger und menschenfeindlicher als den Holocaust erscheinen zu lassen – was ist das denn?? – schon mal an den Boden der Tatsachen erinnern, an reale Wertigkeiten, an Lauterkeiten im Journalismus und in öffentlichen Medien und an die Folgen von Masslosigkeit bei propagandistischen Entgleisungen.
            Somit auch deren „Versteher“ samt deren Kontexten zu Gewalt, Menschenfeindlichkeit und Extremismus, und so auch erinnernd an Rassismus, als Quelle solcher abstrusen Erscheinungen wie en Holocaust.
            Und in offensichlicher Notwendigkeit auch daran erinnernd, was Rassismus „WIRKLICH“ war, ist, woher er kommt und wie er sich in den Anfängen zeigt:
            Rassist ist der, der sich und seine Gruppe für auserwählt hält, der sich und seine Gruppe über andere stellt, und das völlig gleich, ob mit „rechten“ oder „linken“ Beweggründen, oder sogar religiösen oder sozialen oder biologischen.
            Damit gerät zwangsläufig auch der in „die Nähe“ solcher „Gruppierungen“, in denen „er sich selber nicht verortet sehen möchte“, der halt mal eben „seine Kultur“ als „die bessere“ ansehen möchte, denn damit schafft er den Grund für die fragwürdigen „Einflussnahmen“ des Westens auf „andere Kulturen“.

            Wie kommen Sie übrigens darauf, dass ich IHNEN etwas vorschrieb, woran SIE zu arbeiten hätten?
            Diese Textpassage suchen Sie doch mal heraus, ich gebe Ihnen dazu ein Jahr Zeit (;-).
            Wer lesen kann, und auch das denken kann, was gelesen wird, ist da klar im Vorteil, Unterstellungen aus der eigenen Vorstellungswelt sind da nicht hilfreich.
            So lese ich nun bei Ihnen:
            „Schön wäre es, würden Sie sich mehr auf das tatsächlich Gesagte beziehen, als auf das, was Sie offenbar gehört haben wollen – also insgesamt weniger zu reschkesieren, um zum einleitenden Thema zurückzukommen“ (Was Sie hier wohl als Thema erkannt haben?)
            Was wohl nun endgültig und auch umfassend hier erfolgte.

            Hm, was soll oder kann man nun noch darauf antworten, auf Ihre Rechkesierung …
            Soweit ich das richtig gelesen habe, war die – wohlwollend formulierte – politische Garstigkeit der Anja Reschke in ihrer Verirrung im Wertekanon der Menschheit anlässlich der Unterordnung des Holocaust unter die Widrigkeit einiger Spaziergänger in Dresden doch Thema dieses blogs – und ALLER Kommentare, womit sich Frau Reschke doch die eigene Reschkesierung verpasste, wozu andere inzwischen nur noch Reschke-TV sagen.
            Mich stört das, Sie nicht?
            Da kann ich mit Ihrem Link zu einer „Umfrage zu den Hinrichtungen in den USA“ an dieser Stelle nichts anfangen, er wirkt doch arg deplaziert angesichts dessen, was nun diverse Kommentatoren gewissermassen in „Reschkesierung“ hier für wichtig erachteten …
            Nochmal:
            Es bleibt bei der Forderung Buurmanns:
            „Der Umgang mit Pegida hat ohne Auschwitz auszukommenm!“

    • Dante schreibt:

      Aber als Jude kann ich dem Autor nur sagen: Wir brauchen Ihre politische Überkorrektheit nicht!

      Politische Überkorrektheit sehe ich hier eher bei Frau Reschke selbst. Ich bin ansonsten durchaus bei ihr, wenn sie die Flüchtlinge gegen gehässige Kommentare in Schutz nimmt, aber die Platzierung der Kritik sieht so aus, als dürfe man wegen des Holokaust nicht ausländerfeindlich sein oder als verträten Bürger, die sich „über die vielen Ausländer aufregen“ generell denselben Geist wie die, die den Holokaust verschuldet haben.

      Denn dann heißt es wieder: “Ach die Juden beschweren sich ja wirklich über alles”. In dem Fall zurecht.

      Keinesfalls zurecht. Wer so was sagt, will, dass Juden gefälligst den Mund halten sollten, reklamiert aber ggf. für sich selbst Meinungsfreiheit, alles mögliche gegen sie zu sagen. Auch das ist Antisemitismus.

    • Dante schreibt:

      Denn wenn man sieht dass einige Deutsche nichts aus Auschwitz gelernt haben, dann kann einem „wirklich“ schlecht werden.

      Haben sie nicht? Vielleicht hat es der Eine oder Andere gerade (sicherlich nicht alle). Die meisten Ausländer, die heute neu ins Land kommen, sind Araber, und unter Arabern ist Antisemitismus weiter verbreitet als in der autochthonen Bevölkerung, jedenfalls heute. Im Sommer 2014 kam es zu bis dahin in Deutschland beispiellosen antisemitischen Kundgebungen unter reger Beteiligung von Arabern bzw. Deutschen arabischer Herkunft. „Deutschland, mach die Augen auf“, war noch eine der harmloseren Äußerungen, die man lesen konnte. Nun, vielleicht haben viele Deutsche das ja getan, und was es sah, missfiel ihm, und zwar gerade denen unter ihnen die Antisemitismus ablehnen. Einige von ihnen haben sich vielleicht gerade wegen des Holokaust und eben jener Kundgebungen PEgIdA angeschlossen. Sicherlich nicht alle, aber PEgIdA ist ja nicht homogen…

    • Dante schreibt:

      Und heute ist der Islam für PEGIDA eine Gefahr für die westliche Lebensweise. „Der Islam passt ja nicht zu uns“.

      Da war ausgerechnet jemand anderer Ansicht, den man sicherlich nicht ernsthaft einer besonderen Weltoffenheit zeihen würde: Heinrich Himmler befand den Islam als ideale Religion für Soldaten und meinte, er hätte besser zum Deutschtum gepasst als das Christentum mit seiner „schlaffen Toleranz“.

      „Unsere Kultur ist besser als die muslimische“.

      Das würde ich nicht so generell sagen, aber wenn ich etwa die Lebensmöglichkeiten für Frauen hierzulande (selbst früher, als Ehemänner ihren Frauen noch den Job kündigen und sie zum Sex zwingen konnten, ohne sich strafbar zu machen) mit denen z.B. in Saudi-Arabien vergleiche, kann ich meine Zustimmung nicht verweigern.

      Wer hier die Parallelen nicht sieht muss schon blind sein.

      Es gibt Parallelen, aber die halten sich in engen Grenzen. Die Abneigung gegen Muslime führt bei PEgIdisten nicht dazu, sie komplett ausrotten zu wollen. Auch auf Seiten der Verfolgten war Vieles anders. Es im Dritten Reich weder jüdische Hassdemos gegen andere Bevölkerungsgruppen noch Terroranschläge noch jüdischen Taharrush-Banden oder Rabbis, die deren Opfern „provokantes“ Verhalten bescheinigt und das Verhalten der Täter gerechtfertigt hätten.
      Das alles betrifft auch bei Muslimen nur eine Minderheit, aber die reicht, um mächtig Unfrieden zu stiften. Und sie wird von ihren Glaubensbrüdern nicht entschieden genug aufgehalten, womöglich aus Angst.

    • Dante schreibt:

      Es ging Ihr nicht um uns Juden,…

      Was es in einem sich auf den Holokaust beziehenden Kommentar freilich sollte. Das ist nun gerade ein Kritikpunkt.

  9. Thomas ex Gotha schreibt:

    Buurmann: „Ich hatte schon Bauchschmerzen, als Joschka Fischer Ende des 20. Jahrhunderts mit dem Satz “Nie wieder Auschwitz” einen Krieg rechtfertigte“ – pardon, aber das ist, gelinde gesagt, verharmlosender Trashtalk, denn Bauchschmerzen sind nichts im Vergleich zu dem, was die Opfer des deutschen Militärs erleiden mussten, als es zum zweiten Mal im 20. Jahrhundert loszog, Serbien zu bombardieren. Dass der deutsche Außenminister sich in seiner Obszönität nicht entblödete, auf Auschwitz zu verweisen, sollte nicht „Bauchschmerzen“, sondern tiefes Misstrauen gegen dieses Land und seine Bewohner hervorrufen. Der deutsche Imperialismus hatte immerhin schon ein hässliches Gesicht.
    Wenn „Anja Reschkes Instrumentalisierung“ in ihm „ähnliches Unbehagen“ auslöste, kann es so schlimm nicht gewesen sein. Denn in diesem Fall geht es nur um innenpolitische Querelen, welche beendet sein werden, wenn man die AfD als Koalitionspartner entdeckt, in jenem aber Tote, Verbrannte, Verwundete.

    • Thomas ex Gotha schreibt:

      …um Tote, Verbrannte, Verwundete.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      Mir ist klar, dass es Ihnen nicht gefallen wird, Herr ex Gotha. Aber diesmal stimme ich Ihrem Kommentar völlig zu. Tragen Sie es mit Fassung.

    • ceterum censeo schreibt:

      Hätte Imperialismus gerne durch Sozialismus ersetzt gesehen, aber man will ja nicht undankbar sein.

      • Dante schreibt:

        Als wenn das echte Gegensätze wären. Das sind sie nach marxistisch-leninistischer Lehre, aber de facto war der „Ostblock“ ein Imperium.

    • Dante schreibt:

      …pardon, aber das ist, gelinde gesagt, verharmlosender Trashtalk,…

      Was jetzt folgt, ist aber auch nicht ohne:

      …denn Bauchschmerzen sind nichts im Vergleich zu dem, was die Opfer des deutschen Militärs erleiden mussten, als es zum zweiten Mal im 20. Jahrhundert loszog, Serbien zu bombardieren….Der deutsche Imperialismus hatte immerhin schon ein hässliches Gesicht.

      Werter Thomas, hier werfen freilich Sie zwei Dinge in einen Topf, die nicht hineingehören. Die Invasion des damaligen Königreiches Jugoslawien durch Hitlers Wehrmacht war deutscher Imperalismus und noch viel mehr, nämlich Nationalsozialismus (Imperialismen gab es viele, doch längst nicht alle waren so mörderisch). „Das zweite Mal“ war kein imperialer Akt, sondern das Eingreifen in einen bereits laufenden Krieg, um diesen zu beenden, und solche Massaker und Massenvergewaltigungen wie einige Jahre zuvor im Bosnienkrieg zu verhindern. Der Holokaust-Vergleich war sicher nicht angebracht, aber der Impetus, der hinter der Entscheidung steckte, war ein völlig anderer als der Hitlers.
      „Solidarität mit den Völkern Jugoslawiens“ hieß es auf Anti-Interventions-Plakaten – als wenn diese Völker noch eine Einheit gebildet hätten, gegen die nun zu Felde gezogen worden wäre! Gegenseitig zerfleischt haben sie sich, und das einfach weiterlaufen zu lassen, soll „Solidarität“ sein? Man kann ja gegen die Intervention sein, aber dann soll man bitte ein klein wenig sauberer argumentieren und nicht gleichfalls – wie Fischer – Godwin’s Law erfüllen!

      • Thomas ex Gotha schreibt:

        Natürlich war der Impetus Fischers anders als der Hitlers, aber das macht die Sache nicht besser. 10 Jahre nach dem Mauerfall zog Deutschland in den Krieg, um einen Brand zu löschen, den es selbst beschleunigt hatte: Denn der Zerfall Jugoslawiens hatte viele Gründe, wesentlich dazu beigetragen hat die Anerkennung Kroatiens und Sloweniens durch die deutsche und österreichische Regierung 1991.
        Dass man immer wieder auf die deutschen Verbrechen zu sprechen kommt — liegt das an einem selbst oder liegt das an den Verbrechen?

    • Krokodil schreibt:

      „Dass der deutsche Außenminister sich in seiner Obszönität nicht entblödete, auf Auschwitz zu verweisen, sollte nicht “Bauchschmerzen”, sondern tiefes Misstrauen gegen dieses Land und seine Bewohner hervorrufen.“

      Das wäre ein Fehler, wie Sie ihn gerne tun.
      Der Fischer hat mit „diesem Land und seine Bewohnern“ so viel gemein, wie Sie und ich.

  10. Max Wedell schreibt:

    Was heißt denn „Schlußstrich unter die Vergangenheit“ überhaupt? Daß die Judenverfolgung und -vernichtung niemals wieder von irgend jemandem erwähnt wird? Dann wäre es erstaunlich, daß auf dieselbe Frage der Studie 24% der befragten Juden antworteten, man solle unter die Vergangenheit einen Schlußstrich ziehen. Die Reschke sitz m.E. schon einem Irrtum auf, wenn sie meint, daß 58% der Deutschen von der Judenverfolgung oder ihrer Vergangenheit generell nichts mehr hören wollen. Es scheint allerdings viele Deutsche zu geben, denen die grassierenden hanebüchenen Instrumentalisierungen der Judenverfolgung auf die Nerven gehen (Buurmann bereiten sie immerhin Bauchschmerzen)… die die Nase voll davon haben, jeden Menschen, der bei Verkündung der Maxime „Der Islam gehört zu Deutschland“ nicht in einen sofortigen Begeisterungstaumel gerät, schon als Verursacher der nächsten Judenverfolgung verhetzt zu sehen (a la Muslime sind die neuen Juden o.ä.). Es ist doch klar, daß diese ständigen, an den Haaren herbeigezogenen Instrumentalisierungen, meist zum Zwecke der Durchsetzung politischer Vorstellungen von sog. „Progressiven“, nicht zuletzt dann auch dazu führen, daß jede Tierhaltung, die nicht ethisch völlig einwandfrei abläuft, zum nächsten Auschwitz erklärt wird, und was der Beispiele mehr sind, die man massenhaft bringen kann. Wer realisiert, daß fast jede der reichlichen Erwähnungen der Judenverfolgung (bzw. der „deutschen Vergangenheit“ allgemein) heutzutage einer ungerechtfertigten Beschuldigung Anderer, um nicht zu sagen der Verhetzung Andersdenkender dient, und wer diese Masche (es ist nichts anderes) doch gern dringend ein wenig reduziert sehen würde, gibt eigentlich wenn schon nicht die richtige, so doch eine (jedenfalls mir) sehr verständliche Antwort, wenn er auf die Frage „Heute, beinahe 70 Jahre nach Kriegsende, sollten wir nicht mehr so viel über die Judenverfolgung reden, sondern endlich einen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen. Halten Sie diese Aussage für richtig oder falsch?“ genervt: Richtig, antwortet. Es sollte eben nur kein Schlußstrich unter die Vergangenheit sein, sondern ein Schlußstrich unter diese ständigen, verharmlosenden Instrumentalisierungen der Vergangenheit… das den Befragern zusätzlich zum „Richtig“ zu erläutern, war nicht möglich, da die ein Richtig oder Falsch wollten, sonst nichts. Daher weiß eigentlich keiner, was sich hinter den 58% eigentlich so an tatsächlichen Vorstellungen verbirgt (oder hinter den 24%). Aber die Reschke tut natürlich so, als wüsste sie es… klar, kann sie ihre Interpretation doch wunderbar anbringen bei der Weiterentwicklung der Wichtigkeit ihrer Rolle als „Mahner und Warner“ von „vermutlich nicht völlig überflüssig“ hin zu „offensichtlich absolut übernotwendig“.

  11. ein Polizist aus Berlin schreibt:

    Ich habe es soooooo satt, soooooo satt! Es kann keinen Schlußstrich geben, niemals! Es ist jeder folgenden Generation aufgegeben, Verantwortung dafür zu übernehmen, daß sich so ein Menscheitsverbrechen nie wiederholen kann. Ich bin Nachgeborener, (1962), ich habe demzufolge keinerlei Schuldegfühle. Aber ich bin mir der Verantwortung bewußt, meinen Kindern und (möglichen) Kindeskindern zu vermitteln, was damals passiert ist, wie es passieren konnte, und welche Dinge dazu führten, daß sich viele damals lebende Deutsche überhaupt nichts daraus machten, Juden zu verachten, zu mißhandeln und schlußendlich der Tötung/Deportation einfach ihren Lauf zu lassen oder es zu unterstützen.
    Und jetzt das! Reschke vergleicht doch tatsächlich eine (nahezu) friedliche Demonstration von einer handvoll Menschen mit der Judenvernichtung. Die hat für mich jegliche Legitimation als Journalistin verloren. Sowas tut man einfach nicht.
    Ich weiß auch, daß es handfeste wirtschaftliche Gründe hat, wenn man sich dem Iran annähert, obwohl ich das ganz und gar nicht gutfinde: Denn—Man hat in der Geschichte der Aufarbeitung oft und öfter darauf hingewiesen, daß Hitler in seinem Buch „Mein Kampf“ alles vorhergesagt, angekündigt hat, was er später vollenden wollte. Das gilt offensichtlich nicht mehr, denn auch Rohani und die anderen Spießgesellen im Iran sind so gesehen auch ehrlich und sagen laut und deutlich, daß sie Israel vernichten wollen. Warum, um alles in der Welt, wird das von all den Vergangenheitsbewältigern nicht anerkannt?

    • ceterum censeo schreibt:

      Guter Mann!

      • Hein schreibt:

        Und im Koran steht es auch. Giordano: „Ich habe es mir angetan und habe den Koran gelesen. Von der ersten bis zur letzten, bis zur 140. Sure. Es ist eine Lektüre des Schreckens und des Wahnsinns. Es wird fortwährend dazu aufgerufen, die Ungläubigen zu töten, vor allem aber die Juden, die Juden, die Juden. Ich habe Streichers „Stürmer“ noch erlebt, wenn ich zur Schule ging, da kam ich an so einem Kasten vorbei, wo Streichers „Stürmer“ aushing. Ich sage euch, nachdem ich den Koran gelesen habe: der Koran ist das judenfeindlichste Buch, das mir in meinem langen Leben jemals vor die Augen gekommen ist. Was können wir davon erwarten?“

    • Dante schreibt:

      Warum, um alles in der Welt, wird das von all den Vergangenheitsbewältigern nicht anerkannt?

      Das sollte das Wort eigentlich schon sagen.

  12. max schreibt:

    Wer Pegida oder die AFD mit dem Holocaust in Verbindung bringt, hat im allerbesten Fall deutlich nicht mehr alle Latten am Zaun. Punkt.

    • Dante schreibt:

      Wem zu den „Protesten“ anno ’14 („Adolf Hitler!“, „Ihr Juden seid Bestien!“, undsoweiterundsofort) nicht schlecht wurde, der hat kein Recht dazu, dass ihm von PEgIdA schlecht werde.

    • Dante schreibt:

      Mein Kommentar versteht sich nicht also Erwiderung, sondern als Ergänzung.

  13. Sophist X schreibt:

    Die „vielen Ausländer“, über die sich „Menschen in Dresden“ „aufregen“, sind in der Mehrheit Befürworter und glühende Fans des Holocaust. Eher davon sollte der Tante in ihren letzten 17 Sekunden schlecht werden.

  14. Dante schreibt:

    Ich finde ja. Schließlich behaupten ja Gegner des Zionismus gern, es bedürfe keines eigenen jüdischen Staates, sondern nur eines Staates, in dem einfach gleiche Rechte für alle Bürger gelten.
    Die Weimarer Republik war so ein Staat, bis 1933 die Nazis sie übernommen haben (sie haben die Weimarer Verfassung übrigens nie offiziell außer Kraft gesetzt; zu Makulatur hat sie noch der aus mehreren Parteien bestehende Reichstag gemacht, indem er dem Ermächtigungsgesetz zustimmte).
    Entscheidend ist dabei nicht die Grausamkeit des Holokaust, sondern, wie schnell geachtete Bürger ohne fremde Einflussnahme zu Parias und Freiwild wurden.

    • Hein schreibt:

      Es gibt viele Gründe, sich für Israel einzusetzen, einige davon sind: Demokratie, zusammenleben unterschiedlicher Menschen, Aufbauleistung, westliche Werte, Verteidigungsbereitschaft und -fähigkeit, historische Gründe. Das Schuldgefühl wegen des Holocaust ist ein unzureichender Grund, weil er nicht wirklich tragend ist. Schuldgefühle drohen leicht zu kippen.

      • Dante schreibt:

        Ich sehe gerade, dass meine Antwort nicht gepostet wurde. Ich versuch’s noch mal:

        Das Schuldgefühl wegen des Holocaust ist ein unzureichender Grund, weil er nicht wirklich tragend ist.

        Da stimme ich vollkommen zu. Dies freilich meinte ich auch nicht. Deshalb habe ich auch ausdrücklich gesagt, dass nicht etwa die Grausamkeit des, sondern die schnelle Entwicklung in Richtung Holokaust eine Lehre bietet: Wie wenig Verlass mittelfristig auf eine nichtjüdische Obrigkeit/Mehrheitsgesellschaft ist. Selbst wenn die Ausgangslage darin besteht, dass Juden in einem demokratischen Staatswesen gleichberechtigte Bürger leben, die Situation kann in wenigen Jahren komplett kippen, und deshalb benötigt das jüdische Volk eines eigenen Staates. Dafür ist die Entwicklung in Deutschland eben ein besonders beredtes Beispiel, aber man muss keinesfalls Deutscher sein, um diese Lehre zu ziehen; mit Schuldgefühlen wegen des Holokaust hat das also nichts zu tun.

        Schuldgefühle drohen leicht zu kippen.

        Sind sie doch längst. Das immer wiederkehrende Schlussstrichgebubber und der sekundäre Antisemitismus/Antizionismus sind beredtes Zeugnis dafür.

  15. limbischessystem schreibt:

    Eine Frage:
    Wäre die Unterstützung und Verteidigung Israels, in welcher Form es auch sei, nicht auch als Lehre im wie vermittelten Sinne auch immer zu begreifen?

  16. Praecox schreibt:

    Lest mal die Kommentare der Youtube-Nutzer.

    Ein paar besonders schlimme Beispiele:

    Senkettsu schreibt:
    „Flüchtlings-Vergewaltiger und Kinderschänder ab nach Polen. Dort gibt es so ein geschichtsträchtiges Lager, dass man wiedereröffnen könnte.“

    Vorkriegsjugend Leipzig schreibt:
    „Reschke niederknüppeln.“

    Jean Claude de Jean schreibt:
    „sie sowie der gesamte zionistisch gesteuerte mainstream macht sich an den massakeren israelischer menschenfeinde. sie nutzen den holocaust aus um die verbrechen zu begehen,für die ihre vorfahren sterben mussten…“

    Reconquista Germania schreibt:
    „Sonnengöttin Reschke belehrt das gemeine Volk über die Geschichte und die Gegenwart. Sehr charmant. Fragt sich nur, wie die Alliierten „rauchende Schornsteine“ vorfinden konnten, wo doch alle Krematorien vor der Ankunft der Roten Armee gesprengt worden waren.“

    CuiBono schreibt:
    „Am besten finde ich den Schornstein im Auschwitz Stammlager!

    Und wie sind diese Kommentatoren so drauf?

    Vorkriegsjugend Leipzig mag Pegida und glaubt an die jüdische Weltverschwörung: https://www.youtube.com/watch?v=Mp0xe8n_Bsc
    https://www.idolbin.com/gprofile/105904307285815402913

    Reconquista Germania ist und Jean Claude de Jean sind Kumpels. Beide sind – genau wie Pegida – für ein Bündnis mit Russland:
    https://www.youtube.com/user/ReconquistaGermany/channels?view=60
    https://www.youtube.com/user/claude196

    Senkettsu:
    https://www.youtube.com/channel/UCSx7xz79axwTdq8jBQwU0lQ

    CuiBono mag RuptlyTV (genau wie Ceterum Censeo, Januar 10, 2016 um 11:35 vormittags) und KenFM:
    https://www.youtube.com/user/RobstaST

    • Dante schreibt:

      Die Anfeindungen sind ekelhaft und ihre Urheber haben ihr eigen Urteil gesprochen.
      So angefeindet zu werden garantiert freilich nicht, dass man in allem Recht habe, was man selbst verzapft.
      Jemandem entschieden widersprechen zu können, ohne gleich seinen Kopf zu fordern, ist eine Tugend, ohne die menschliche Gesellschaft, von Demokratie ganz zu schweigen, nicht sein kann.

      • Praecox schreibt:

        Stimme ihnen zu, Dante. Die Kommentare sagen aber eben sehr viel aus darüber, wie es im Dunstkreis der Pegida „denkt“.

        • Dante schreibt:

          Auch. Es ist aber nicht jeder PEgIdist so übel drauf wie diese Kommentatoren. Es ist auch nicht jeder, der Israel kritisiert, so drauf wie Kommentatoren, die noch weniger Anlass brauchen, um einem anderen Menschen Gewalt antun zu wollen, nämlich dessen Judesein. Entweder kann man von den Äußerungen einiger Leute auf PEgIdA allgemein schließen und muss dann aber Anderen auch zugestehen, Israelkritik generell für Antisemitismus zu halten, oder man besteht auf der Tugend des differenzierten Denkens, aber eben auch PEgIdA gegenüber.

          • Praecox schreibt:

            Rischtisch.

            Die Frage ist: bestehen Pegidisten auf der Tugend des differenzierten Denkens?

            Analog:
            Es ist wichtig auf der Tugend / dem Recht der Religionsfreiheit zu bestehen und deshalb die Ausübung der islamischen Religion zuzulassen. Die Frage ist aber: wie stehen Muslime zur Religionsfreiheit?

            Mit bereiten nicht die mehrheitlichen Muslime Sorge, denen es piepegal ist, das ich glaube. Sondern die paar Hundert Durchgeknallten mit dem Kalaschnikows.

            Analog:

          • Praecox schreibt:

            WAS ich glaube. Aber ein netter Fehler.

          • Praecox schreibt:

            Ich befürchte, das Grundrecht auf Religionsfreiheit würde in so einem Fall durch das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit ausgehebelt. Mit Toleranz hat das nichts zu tun, Dante.

          • Lusru schreibt:

            @Praecox schreibt: Januar 29, 2016 um 10:42 nachmittags
            „Rischtisch.
            Die Frage ist: bestehen Pegidisten auf der Tugend des differenzierten Denkens?“

            Verehrter Praecox – diese Frage kommt zu spät und ist an (über) die Falschen gerichtet, was mweinen Sie denn, was diese Spaziergänger in Dresden sind? Haben die sich einzeln oder kollektiv selber „geboren“ – oder sind das alles bereits Ergebnisse Ihrer – allerdings zuvor von anderen – nicht beachteten und nicht beantworteten Frage?
            Haben Sie denn überhaupt schon mal nachgedacht, woher solche gesellschaftlichen Erscheinungen kommen??
            Wohl kaum in Autopoiese aus sich selbst heraus, sie sind stewts das Produkt „undifferenzierten Denkens“ und Handelns meist in Mehrheitsgesellschaften, die sich rigoros über andere Interessen hinwegsetzen – Sie sind die „Produzenten“ sowohl der kuriosen wie der extremistischen Vergruppierungen.
            Nicht die Pegiden haben etwas „falsch“ gemacht, sondern der ganze „Rest“, die „unpolitische Mitte“ der Gesellschaft, die damit der eigentlich gefährliche RAND der Gesellschaft sind.

          • Krokodil schreibt:

            Praecox

            „Die Frage ist: bestehen Pegidisten auf der Tugend des differenzierten Denkens?“

            Warum stellt man an pegida höhere Ansprüche als an die Regierung?
            Warum stellt man an pegida höhere Ansprüche als an die, die sie mit unlauteren Mitteln „kritisieren“?

          • Praecox schreibt:

            Zitat Krokodil:
            „Warum stellt man an pegida höhere Ansprüche als an die Regierung?
            Warum stellt man an pegida höhere Ansprüche als an die, die sie mit unlauteren Mitteln “kritisieren”?“

            @Krokodil
            Weil die Pegidisten diesen „höheren Ansprüche“ AN SICH SELBST stellen. Wenn Pegida nicht meinen würde, besser zu sein als die bestehende Regierung, bräuchte es Pegida nicht, dann würde die bestehende Regierung ausreichen.

            Warum haben hier eigentlich so viele Kommentatoren ein Problem mit den Regeln der Logik?

          • Lusru schreibt:

            @Praecox schreibt: Februar 3, 2016 um 2:04 nachmittags

            „Warum haben hier eigentlich so viele Kommentatoren ein Problem mit den Regeln der Logik?“
            Da hat doch tatsächlich schon wieder einer Erbsen zählen wollen, um damit „Logik“ zu spielen – wie kommen Sie denn darauf, dass hier jemand „Probleme mit den Regeln der Logik“ hätte, als jemand, der offensichtlich Realitäten versucht, über „Logik „- Prodüktchen zu verfälschen, zu versatten und in andere ERscheinungen zu versetzen, direkte und unterschwellige Unterstellungen an einen „guten Platz“ zu schummeln – das ist genau Reschke-TV:
            Sehe ein Bild, füge (die mir mögliche) Logik wunschgemäss hinzu unde verbreite das dann als gegebene Wahrheit, die ich wie als längst bewiesen präsentiere, um Rück- und Hinterfragen von vornherein und möglichst emotional gestützt auszuschliessen – besser kann man von nackten Tasachen nicht ablenken und gern aus jedem X ein U zaubern.
            Logik als Propagandawerkzeug?
            Nein Praecox, hier kommt nur einer mit den „Regeln der Logik“ nicht zurecht, weil ihm das Ergebnis nicht passen will …
            Logik hat zwar etwas mit Denken zu tun, ist aber nicht vergleichbar mit (nur) Erdachtem, da hat Praecox wohl irgendetwas verwechselt, dumm nur, wenn er hinterher auch noch selber daran glaubt, wie gern auch Frau Reschke.

          • Krokodil schreibt:

            Mit IHRER Logik, nicht mit DER Logik.

          • Dante schreibt:

            Hätten Sie auf den Antwortbutton in der E-Mail gedrückt, wie ich es zu tun pflege, würde mir diese Antwort nicht als Antwort auf meinen Kommentar angezeigt.

          • Krokodil schreibt:

            Fast vergessen:
            Wenn Sie A.S. und Dante als „Dummies“ bezeichnen, denen Sie mangels Durchblick und Argumenten vorwerfen an Ihrer famosen „Logik“ zu scheitern, haben Sie sich nicht wenig vorgenommen.

          • Praecox schreibt:

            Zitat Krokodil:
            Wenn Sie A.S. und Dante als “Dummies” bezeichnen, denen Sie mangels Durchblick und Argumenten vorwerfen an Ihrer famosen “Logik” zu scheitern, haben Sie sich nicht wenig vorgenommen.

            @Krokodil:
            Ich meinte ganz im Speziellen Sie, Reptilienhirn.

          • Dante schreibt:

            Mir will sich nicht erschließen, was dieser Ausfall jetzt sollte. Selbst als Wortspiel mit dem Nick des Gegenübers ist es nicht gerade der Brüller.
            Übrigens sind Reptiliengehirne alles andere als leistungsschwach. Sie bringen vielleicht nicht gerade die Allgemeine Relativitätstheorie hervor, aber auch keine dümmlichen und mörderischen bzw. selbstmörderischen Ideologien, seien sie nun völkisch oder islamisch. Vielmehr sind sie sehr auf das Wesentliche fokussiert. Krokodile haben übrigens von allen Reptilien das am weitesten entwickelte Gehirn und dadurch auch die weitest entwickelte Brutpflege.

          • Praecox schreibt:

            Sie mögen ja die Gnade eines famosen Verstandes besitzen, Dante. Alles muss sich ihnen dennoch nicht erschliessen. Da bleibt immer ein Rest Dunkelheit.

          • A.S. schreibt:

            Leider sehe ich dieses becoxte Eigentor erst jetzt……

            Situation: Arzt amputiert falsches Bein. Anwalt verklagt Arzt.
            Praecox sagt: „Wenn der Anwalt nicht meinen würde, besser zu sein als der Arzt, bräuchte es den Anwalt nicht, dann würde der Arzt ausreichen.“

            Warum haben hier eigentlich so viele Praecoxe ein Problem mit den Regeln der Logik?
            Oder anders gesagt: Warum muss jemand der meckert sich selber für besser halten?

    • A.S. schreibt:

      Derartiges Gepöbel ist leider normal inzwischen. Wobei ich es schlimmer finde wenn die angebliche Elite aus dem Staatsfunk oder gar den Parlamenten eben dieses Niveau vorgibt. Nicht ganz so Platt, aber die Äußerungen z.B. über Pegida und die AFD waren und sind Pöbelei mit besserer Fassade.
      Dass der Ton rauer wird ist auch Kommentaren wie dem von Frau R. zu verdanken.

      • Praecox schreibt:

        Disqualifiziert!

        A.S., die haben gerade der Frau R. Die Schuld daran gegeben, dass andere ihr Gewalt antun wollen. Wie war das nochmals mit den Grapschern und den kurzen Röcken?

        A.S., die haben sich soeben selbst disqualifiziert. Sie sind nicht diskursfähig.

        • Praecox schreibt:

          Sie haben…

        • A.S. schreibt:

          Der selbsternannte Schiedsrichter hat gesprochen. 🙂

          • Praecox schreibt:

            Ach was. Die Disqualifizierung hamse schon hübsch selbst gemacht.

          • A.S. schreibt:

            Nö. Liegt schon alleine daran, dass es Ihnen nicht zusteht Regeln aufzustellen.

          • Praecox schreibt:

            Sehen Sie, A.S., da liegt der Hund begraben. Die Regeln der Logik gelten personenunabhängig für Sie und mich und die gesamte Menschheit gleichermaßen. Das wollen Sie nur nicht zugeben.

            Wenn Sie behaupten 1+ 1= 5 und ich sage daraufhin, die seien in diesem Test durchgefallen, dann ist der Grund dafür Ihr Rechenfehler gemessen an den einfachsten mathematischen Regeln und hat mit mir nichts zu tun.

          • Dante schreibt:

            Welche einfachen mathematischen Regeln finden hier Anwendung?

          • A.S. schreibt:

            @Dante
            Praecox scheint seine Meinung (oder seine Empörung, das weiß ich nicht genau) für universelle Logik zu halten.
            Wenn ihm etwas nicht passt schiebt er immer angebliche universal gültige Prinzipien vor. Dass das Wesen der freien Diskussion nötig ist, gerade weil es keine endgültige Wahrheit gibt, das ist Praecox vmtl. noch nicht ganz klar.

          • Dante schreibt:

            Ich glaube allmählich zu verstehen, worin der Streit zwischen Praecox und Ihnen substanziell besteht. Hinsichtlich dessen, wie und womit Frau Reschke die Unversöhnlichkeit schnüre, reden Sie beide von völlig unterschiedlichen Dingen, und das merkt man u. U. nicht sofort.

          • Praecox schreibt:

            Freie Diskussion schön und gut. Keine endgültige Wahrheit, na klar. Aber für Euch beide Dummies erkläre ich es nochmal: A.S. erläutert uns mehrfach, dass eine Zunahme der Gewalt in Deutschland nicht in der Verantwortung der Gewalttäter stünde, sondern die Schuld derer sei, die nicht der Gewalttäter Meinung sind.

            Zitat A.S.: „Dass der Ton rauer wird, ist auch Kommentaren wie dem von Frau R. zu verdanken.“ A.S. bezieht sich damit explizit auf die extremen Gewaltaufrufe der nazistischen Youtuber, s.o. Dass einer also „ein Lager in Polen“ reaktivieren will, sei die Schuld von Frau Rs Kommentar, so die verquere Logik des A.S.
            Ich habe diesen A.S.schen Hirnschiss mit den Gewalttaten der Kölner sylvesternacht verglichen bzw. der Täterlogik, die ihre Gewalttaten damit entschuldigt, dass sie Begrapschten ja kurze Röcke trugen, das zum Grapschen einlüde.

            Da A.S. diesen Vergleich nicht kapiert hat, habe ich versucht, ihm anhand einer Analogie aus der Schule auf die Sprünge zu helfen, anscheinend ist Abstraktion aber deine Sache nicht. A.S. versteht sich im Wesentlichen auf Gewaltlegitimation.

          • A.S. schreibt:

            Frau Reschke sagt zu gesetzestreuen Bürgern, die ein Grundrecht in der gesetzlich erlaubten Form wahrnehmen, das ihr bei ihrem Anblick schlechter wird als beim Holocaust. Auf diese ziemlich krasse Beleidigung erhält sie im Gegenzug völlig unsägliche Kommentare.
            Und das vergleichen Sie mit Frauen, die ohne jeden Anlass einfach so belästigt werden? Die Frauen in Köln haben die Männer nicht im Vorfeld beleidigt. Oder ist für Sie ein Minirock mit einer Beleidigung gleich zu setzen? Schämen Sie sich für diesen Vergleich!

            Zweitens haben ich von Internetpöbeleien gesprochen und Sie machen eine Gewaltlegitimation daraus. Auch das geht nicht.

            Drittens: Ich rege sie auf. Warum bezeichnen Sie dann auch Dante als „Dummerchen“?

          • Praecox schreibt:

            Beruhigen sie sich, sie regen mich nicht auf.
            Kann man kurze Röcke als unanständig empfinden, ohne deshalb gewalttätig zu werden.

            Von meiner Seite war es das jetzt, A.S. Ich kann einem Blinden nicht die Farbe des Waldes erklären, den er vor lauter Bäumen nicht sieht. Oder so…

          • Dante schreibt:

            Ich bin schon die ganze Zeit der Meinung, dass Sie beide aneinander vorbeireden. Das Analogon zum „kurzen Rock“ wäre gegeben, wenn Frau Reschke PEgIdA kritisiert und speziell die Heimanzünder und Ausländerverprügler verdammt hätte – was auch Gerd tut. Wenn sie freilich in einem auf den Holokaust bezogenen Kommentar jeden Bürger, der ob der Vielzahl der Ausländer Unbehagen verspürt, in die Nähe der Täter von damals rückt, ist das kein „kurzer Rock“, sondern eine „Keule“. Das bedeutet natürlich nicht, dass man Angriffe wie die von Ihnen beschriebenen achselzuckend hinnehmen und als „rauen Ton“ abtun sollte. Frei sprechen könnte man sie in diesem Fall allerdings nicht von dem Vorwurf, unfair zu sein und einen negativen Beitrag zur Diskussionskultur geleistet zu haben.

          • Praecox schreibt:

            Beruhigen…
            Kann man….

            Smartphone…

          • Praecox schreibt:

            1.
            2.

          • A.S. schreibt:

            Keine Antwort ist auch eine Antwort.

          • A.S. schreibt:

            P.S. Meinen Sie nicht dass wenigstens Dante von Ihnen vielleicht ein etwas netteres Wort verdient hätte?

          • Dante schreibt:

            Ich zumindest meine, dass ich es hätte. Sollte sich Praecox dazu nicht in der Lage sehen, ist dies aber mein Schade nicht, sondern sein/ihr eigener.

          • Praecox schreibt:

            Ich bin nicht nett? Mein Ton ist rau?

            Daran ist Frau R. schuld.

          • A.S. schreibt:

            Nur weiter, Ihre Diskussionsfähigkeit wird immer klarer.

          • Praecox schreibt:

            Ihre hingegen ist erschöpft.

          • A.S. schreibt:

            „Von meiner Seite war es das jetzt, A.S.“
            Sie wollen sich nicht weiter zu ihren Aussagen äußern, folglich sind Sie erschöpft. 🙂

          • Praecox schreibt:

            Wennsemeinen.

          • A.S. schreibt:

            @Dante
            Der eine Unterschied zwischen Praecox und mir liegt in der Gewichtung. Ich finde das Fehlverhalten von Frau Reschke schlimmer als die Kommentare und als Beispiel für die Ursachen der Verrohung, Praecox gewichtet das anders. Das sind zwei mögliche Sichtweisen.

            Der größere Unterschied ist, dass Praecox die alternative Sichtweise nicht aushält und irgendwie versucht mich in eine moralisch fragwürdige Ecke zu stellen. Dazu macht er aus einem Minirock eine Beleidigung und damit genau die Unverschämtheit, die er mir unterstellt. Wenn man ihm das dann vorhält fängt er zu pampen an und bricht die Diskussion ab. Nicht zum ersten mal. Das er auch Sie lieber Dante, der nun wirklich immer sachlich, polemikfrei und ohne Verbalangriffe (anders als ich 🙂 im Überschwall mit beschimpft und danach auch dazu jeden Kommentar verweigert rundet das Bild ab.
            Eigentlich hätte man das schon früher wissen müssen. Jemand der seine Sichtweise mit angeblicher „universeller Logik“ unangreifbar machen will, der ist nie für Voll zu nehmen.

            P.S. warum tauchen eigentlich Ihre Kommentare in diesem Strang mit 12 St. Verspätung auf?

          • Praecox schreibt:

            Lieber Dante, Bussi***

            Unzweifelhaft ist Dante ein besonnener und ausgewogener Kommentator.

            Ich hingegen bin bewusst provokant. A.S. mag das anmaßend finden. Das ist mir aber schnurzpiepegal. Damit versucht A.S. sich gegen die Kritik an seinen Kommentaren zu immunisieren, die aber mehr als notwendig ist.

            Die Kommentare der Youtuber etwa sind justiziabel, außerdem menschenverachtend. Dante kann diese Kommentare natürlich relativieren, wie er will, aber dann ist er eben genau das, was er hier immerzu kommentierend angreift: ein Gewaltrelativierer.

            Die „Dummies“ waren in Anlehnung an die bekannten Buchtitel „… für Dummies“ geschrieben…

            Diese Hybris…

          • Praecox schreibt:

            A.S., nicht Dante.

          • Praecox schreibt:

            Dante, Ihre Kommentare kommen zu spät.

            Mir geht es in keinster Weise um Frau R und das, was sie gesagt hat. Ich vergleiche das, was sie gesagt hat auch nicht mit kurzen Röcken.
            Mir geht es einzig und allein um den Einstiegskommentar von A.S. Dort legitimiert er Gewalt, wie er es an anderer auch tut.

            Wenn Sie weniger auf den Stil der Beiträge achten und mehr auf deren Inhalt, stellen Sie fest, das A.S. Gewaltlegitimation durch Projektion betreibt und ich versuche, ihm genau das vor Augen zu halten.

            Um diesem Thema die notwendige Aufmerksamkeit seitens des Angesprochenen und etwaiger Mitleser und zu ermöglichen, nutze ich methodisch die Provokation. Das Ganze mag überheblich und aufgeregt wirken, aber das ist mir die Sache wert.

          • A.S. schreibt:

            Interessant wie Sie sich winden und Gesprächsverweigerung plötzlich Provokationstaktik sein soll.

            Leider fehlt der Hinweis wie ich Gewalt legitimiert haben sollte. Wäre auch schwer, da ich mich in dem relevanten Kommentar zu Gewalt in keiner Weise geäußert habe.
            Bleiben Sie bitte bei den Fakten. Werfen Sie mir nichts vor was ich nicht gesagt habe.

            Und nur zur Erinnerung: Frau Reschke ist keinerlei Gewalt angetan worden, lediglich unsägliche Äußerungen stehen im Raum. Frau Reschke muss auch nicht von der Polizei geschützt werden, im Gegensatz zu den von ihr beleidigten Pegida Demonstranten, die regelmäßig von einem enorm aggressiven AntiFa-Mob bedroht werden.
            Und werfen Sie bitte auch Pegida nicht vor was irgendwelche Irren im Internet schreiben. Sie betreiben damit genau das Spiel, was mich gegen mein persönliche Meinung zum Pegida-Verteidiger werden lässt: Nämlich Pegida für alles automatisch in Sippenhaft zu nehmen.
            Bleiben Sie bitte korrekt.

          • Praecox schreibt:

            Ich wollte nie ein Gespräch führen, A.S.

            Sie haben sich durch ihren Eingangskommentar ja bereits selbst disqualifiziert (Sie erinnern sich?) und existieren für mich als ernstzunehmender Gesprächspartner deshalb nicht.

            Insofern ich mit Ihnen kein Gespräch führen möchte, kann auch von „winden“ nicht die Rede sein. Hingegen von doch recht windigen, weil durchsichtigen Versuchen Ihrerseits, sich durch Verweigerung einer Selbstkritik auf Ihren Eingangskommentar hin, um einen Erkenntniszuwachs zu bringen.

            Sie legitimieren Gewalt, indem Sie die Verantwortung für eine Zunahme verbaler und phyischer Gewalt irgendwelchen Fernsehmoderatorinnen zuschreiben und sogar eindeutig dem Pegida-Umfeld zuzuordnende, menschenverachtende Kommentare nazistischer Youtuber als „Gepöbel“, das „normal“ sei verharmlosen. Sie vergleichen allen Ernstes dieses Gepöbel, in dem er darum geht, das Vernichtungslager Auschwitz für muslimische Migranten wieder zu öffnen mit dem Kommentar der Frau R. und finden den Kommentar „schlimmer“ (Zitat A.S.).

            Das nenne ich mal einen unzulässigen Holocaust-Vergleich, meine Fresse. Genau vor diesen stinkenden Youtube-Kommentatoren ekelt sich Frau R. und Sie machen sich mit diesen Kommentatoren gemein, indem sie diese von der Verantwortung für ihre kriminellen Äußerungen entlasten durch Sätze wie: „Dass der Ton rauer wird ist auch Kommentaren wie dem von Frau R. zu verdanken.“

            A.S., mir ist der Kommentar von Frau R. scheißegal. Sie aber kommentieren hier in diesem Blog inflationär und in der Regel unhinterfragt. Dieser Blog wird von unzähligen Menschen gelesen, Herr Buurmann war zu Jahresbeginn sehr stolz auf die User-Statistik 2015. Insbesondere dieser Fred hier wurde auf Achgut verlinkt und so einem noch viel größeren Publikum zugänglich gemacht. Da glauben Sie doch nicht allen Ernstes, dass ihr gewaltaffines, verschwörungstheoretisches („Eliten“) Geschreibsel hier kritiklos stehen bleiben kann?!

            Zur Untermauerung meiner Kritik und zum endgültigen Nachweis dessen, was ich Ihnen vorwerfe ein Zitat aus Ihrem letzten Kommentar:

            Zitat:
            „Und werfen Sie bitte auch Pegida nicht vor was irgendwelche Irren im Internet schreiben. Sie betreiben damit genau das Spiel, was mich gegen mein persönliche Meinung zum Pegida-Verteidiger werden lässt:“

            Fällt Ihnen was auf? Oder dem Dante?
            Sie machen mich dafür verantwortlich, dass SIE „gegen meine persönliche Meinung zum Pegida-Verteidiger werden“. ‚Tschuldigung, A.S., aber ihren Identitäskonflikt („Ich verteidige Pegida, obwohl ich das gar nicht will.“) müssen SIE SELBST lösen. Dafür können Sie weder Frau R., noch mich, noch sonst irgendjemanden verantwortlich machen.

          • A.S. schreibt:

            Soso. Wenn ich also sehe wie einer Gruppe, die ich nicht mag, Unrecht getan wird und diese Gruppe trotz fehlender Sympathie verteidige, habe ich also einen Identitätskonflikt. Und anstatt den zu unrecht Beschuldigten zur Seite zu springen, soll ich das Ganze alleine mit mir ausmachen. Interessanter Standpunkt.

            Ihren Kritikversuch habe ich verstanden, ich teile ihn nur nicht. Und Sie müssen lernen dass ihr Standpunkt nicht der Nabel der Welt ist. Wenn ich die Aussagen einer renommierten Journalistin im wichtigsten Nachrichtenformat vor Millionenpublikum wichtiger (weil wirkungsreicher) einschätze als durchgeknallte Internetpöbler, dann können Sie das gerne anders sehen, müssen aber akzeptieren dass es weitere Standpunkte als den Ihren gibt. Und zwar auch ohne diese gleich moralisch abzuwerten.
            Wenn ich Internetgepöbel strikt von realer Gewalt trenne während Sie das mischen, dann haben wir einen Dissens. Aber der gibt ihnen nicht das Recht mir die Folgerungen aus ihrer Interpretation vorzuwerfen. Und erst recht nicht, sich als Diskussionsleiter aufspielen, der festlegt welche Sicht erlaubt ist und welche nicht. Das Recht hat hier alleine Buurmann, nicht Sie.
            Ich habe durchaus harte Gegenrede gehalten, aber Sie nicht „disqualifiziert“, noch als Gesprächspartner ausgeschlossen, noch habe ich sie irgendwie zum Gewaltfreund erklärt weil Sie einiges anders sehen als ich.

            Merken Sie den Unterschied?

          • Praecox schreibt:

            Und ob ich den Unterschied bemerke, A.S., und ob.

            Auf Wiedersehen und alles Gute,
            Ihr „Diskussionleiter“

          • Lusru schreibt:

            @Praecox schreibt: Januar 31, 2016 um 7:54 nachmittags
            Bin enttäuscht, @Praecox, denn nun ist es raus:
            Sie lieben die den Journalismus-Dilletantismus der ideologisch gekaperten Redaktionsstuben, z.B. Reschke-TV.
            Und damit das alle auch wirklich gut verstehen, benutzen sie gleich mal die softigen Kausal-Verdrehungsmethoden dieser Frau Reschke und Redaktionsstuben: Sie basteln sich nebeneinanderstehende, gleichzeitig vorkommende aber nicht verbundene Realitäten zu einer Ihnen genehmen verbundenen Kausalkettre, träumen sich Zusammenhänge heran, wie sie nur ideoloigisierte Denkfabriken herstellen und streifen eindeutig die Notwendigkeit des Diskurses über alles, über jede einzelne faktierbare Sache ab.
            Sie wollen nicht das vorhandene (Bild) ergründen, sondern Ihres als Ideologie mit erbsgesammelten Versatzdstücken beweisen, sie suchen nicht die Wahrheiten, sondern wollen Ihre vertreiben, geschlossen, das ist genau Reschke-TV und Co. und trägt für niemandem in unserer Gesellschaft zu einem Nutzen, einer Veränderung bei – ausser:
            Spaltung, aber so, dass nix mehr bleibt.
            Es die fundamentalistische Unart, die immer wieder grosse Menschengruppen aufeinander hetzt, indem bestimmte gezielt unverstanden populistisch gemobbt werden . und, so entnehme ich das Ihren Worten: Das gefällt ihnen, ist Ihnen wichtiger als evtl. Kabinettstückchen, die daraus porovozierte Gewalt einfach verhindern und beenden.

            Ich hatte in meiner Schulzeit tolle Pädagogen (!), was meinen Sie wohl, was die alles wieder zusammengebracht haben, Unversöhnliches, einfach indem sie alle Klischees und Vorurteile den Jordan abwärts schickten und jeden überzeugten, mal gegen die Strömung zu schwimmen – DAS klappte immer.
            Suchen Sie sich solche Gelegenheiten, Sie haben mehr davon und anderen bringt es Ruhe und Gelassenheit, eventuell auch mal wieder echten Journalismus, wie er von Hajo Friedrichs so deutlich formuliert und beschrieben wurde, was sicher Frau Reschke sich nie trauen würde, abzulehnen – nur sie kann es halt nicht, ihre fundamentalmission ist, sich zu involvieren, ohne zu begreifen, dass genau das ihre Beiträge als Moderator so gestelzt und unglaubwürdig macht

          • Lusru schreibt:

            Toll, A.S., genau getroffen.
            Getroffene Hund bellen nicht, getroffene Ideologen gehen einfach von Board, es ist zu schwer für sie, in Demokratie nicht nur zu weilen sondern zu Denken und zu leben, allen Gruppierungen gleiche demokrtaische Teilhabe zu zu billigen, man müsste ja sonst seine Ideolöogie über Board schmeissen, weil sich dabei herausstellen würde, dass eben keine Ideologie verwendbar ist, letztlich der Lüge gestraft wird.
            Und wenn als „renomiert“ gehandelte sich stets selbst teils hektisch involvierende Journalistinnen wie A. Reschke sich dem Holocaust so nähern, wie in diesen 17 Sekunden – und das USUS wird, funktioniert das auch in anderen Dingen, völlig gleich, ob nicht begriffen, unüberlegt oder gezielt provoziert, und das ist es, was hier wohl so heftig vom Gerd Buurmann – aber auch von dir zur Sprache gebracht wird, das soll nicht (weiter) USUS werden, journalistische Werte zertrampeln.
            Das ist das Muster:
            „Zunächst stolperte ich über das Wort “wirklich”. Was soll das heißen, dachte ich, bei PEGIDA wird ihr “wirklich schlecht”? War ihr vorher bei Auschwitz nicht wirklich schlecht geworden? Sie hätte sagen können, “mir wurde schlecht” oder “mir wurde wieder schlecht”, aber sie sagte, bei dem Anblick von PEGIDA sei ihr “wirklich schlecht” geworden. Auschwitz hatte nur eine Schlafstörung ausgelöst.“ ….
            So ist das halt, mit Flachjournaille, voller Über-Untertreibungen, ideologisiert gesammelt und dabei den Blick auf die Gesamtwirkung verpatzt …

          • A.S. schreibt:

            @Lusru
            Das Diskussionsverhalten von Praecox hat mich auch an die Reaktionen gegenüber Pegida oder AfD erinnert. Man phantasiert in eine Aussage etwas hinein das so nicht gesagt wurde (da gibt es verschiedene Methoden) und nagele das Gegenüber auf diese Aussage fest. Dann stelle man auf stur und konfrontiere das Gegenüber immer und immer wieder mit der eigenen Interpretation und versuche erst gar nicht, die Erklärungen nachzuvollziehen. Das es ganz anders gemeint sein könnte, dass das Gegenüber vielleicht ein anderes Bild hat, kommt nicht in den Sinn. Eine moderate Denkweise ist solchen Leuten selber meist fremd, daher wird diese auch allen anderen Unterstellt.

            P.S.
            Lusru, was ist los? Lauter Kommentare von ihnen die eine echte Gesprächsgrundlage bieten, so dass es mit fast leid tut, dass ich die nächsten Tage kaum Zeit zum Kommentieren habe. 🙂

          • Lusru schreibt:

            @A.S. schreibt: Februar 3, 2016 um 7:28 vormittags
            „P.S.
            Lusru, was ist los? Lauter Kommentare von ihnen die eine echte Gesprächsgrundlage bieten, ..“
            Was ist los?
            Nix.
            Oder alles.
            Antworten – lassen Sie sich Zeit, wenn ich welche habe oder sie mir nehme, lese ich alles, und hier immer mit Interesse …

          • Praecox schreibt:

            Zitat Lusru:
            „Bin enttäuscht, @Praecox, denn nun ist es raus:
            Sie lieben die den Journalismus-Dilletantismus der ideologisch gekaperten Redaktionsstuben, z.B. Reschke-TV.“

            Na, das nenne ich mal hineinphantisiert in die Aussagen eines Kommentators.
            Zu ihrer Info: vor Existenz dieses Freds wußte ich nicht einmal, wer Frau Reschke ist.

            NIRGENDWO, AN KEINER STELLE habe ich Frau R. verteidigt. Das ist eine absichtliche/unabsichtliche Irreführung, die A.S. in die Welt gesetzt hat um von meiner Kritik an seiner Aussage abzulenken.
            ALLES, was ich hier getan habe, war, dieHasskommentare einiger Youtuber bzgl. Frau R. zu verlinken, um damit die Diskussion etwas aufzufächern und anzuheizen.

            Nur, weil ich gegen Frau R. gerichtete Hasskommentare verlinke, heißt das nicht, dass ich Frau R. bzw. das, was sie verbreitet, gut fände.
            Wer so polarisiert denkt – in diesem Fall A.S. und Lusru – ist in ideologisierten (Denk-)Mustern gefangen. Denn allererstes Kennzeichen von Ideologie ist Schwarz-Weiß-Denken.

          • Dante schreibt:

            Na, das nenne ich mal hineinphantisiert in die Aussagen eines Kommentators.

            Das stimmt. Ides, wenn Sie A.S. vorwerfen, Gewalt bzw. Gewaltaufrufe zu rechtfertigen, geht auch dies in diese Richtung.

            Nur, weil ich gegen Frau R. gerichtete Hasskommentare verlinke, heißt das nicht, dass ich Frau R. bzw. das, was sie verbreitet, gut fände.

            Ich finde sie eigentlich gut. Mit der in den hier behandelten 17 Sekunden gefallenen Formulierung hat sie freilich ins Klo gegriffen.

          • A.S. schreibt:

            @Praecox
            „NIRGENDWO, AN KEINER STELLE habe ich Frau R. verteidigt. Das ist eine absichtliche/unabsichtliche Irreführung, die A.S. in die Welt gesetzt hat“

            Wo bitte habe ich das in die Welt gesetzt? Ich habe lediglich die Vermutung geäußert, dass Sie die Kommentare schlimmer finden als den „Griff ins Klo“ von Frau R. Etwas weniger schlimm finden und etwas verteidigen sind zwei völlig verschiedene Dinge.
            Lernen Sie endlich das Geschriebene zu lesen und nicht auf ihre Phantasien, Wutanfälle, Affekte, Interpretationen oder was auch immer zu antworten, sondern auf das was da steht!

          • Praecox schreibt:

            Es ist selbstverständlich das gute Recht des A.S., die Kommentare der Youtuber weniger schlimm zu finden, als den Kommentar von Frau R.
            Wenn ich nun den Kommentar von Frau R. weniger schlimm finde, als die Kommentare der Youtuber, dann ist das ebenso mein gutes Recht.

            Diese beiden unterschiedlichen Meinungen können diskutiert werden, die eine ist aber nicht mehr wert oder logischer als die andere.

            Wer denkt, ich argumentiere mit Logik oder Prinzipien dort, wo es um eine Abwägung dieser beiden Meinungen ginge, der kritisiert mich vollkommen zu Recht.

            Allerdings:
            Welche Kommentare A.S. nun schlimmer findet und welche weniger schlimm, ist mir persönlich egal.
            Was ich angreife, ist seine Behauptung, menschenverachtende Hasskommentare und ein zunehmender „rauer Ton“ wären auf das Verhalten „selbsternannter Eliten“ und einer Frau R. rückführbar.
            Mit einer solchen Argumentation spricht A.S. diejenigen, die menschenverachtende Hasskommentare und Gewaltaufrufe äußern von deren eigener Verantwortung frei. Außerdem hat er derlei justiziable Rede als „normal“ bagatellisiert.

            DAS ist es, was ich angreife. Niemand ist verpflichtet, mit mir zu diskutieren. Es steht einem jeden frei, meine Kommentare zu ignorieren oder bei Herrn Buurmann eine Sperre anzufragen. Wer aber mit mir diskutiert, muss ehrlich sein und das diskutieren, was ich zum Thema gemacht habe und nicht etwas anderes. Niemals habe ich den Kommentar von Frau R. zum Thema gemacht. Ich habe die Gegner von Frau R. zum Thema gemacht und exemplarisch dafür einige Kommentare aus Youtube verlinkt. Ich will darauf aufmerksam machen, dass man, wenn man anfängt gegen „Eliten“ und „Frau R.“ zu hetzen, unter Umständen nahe an bestimmte Gruppierungen heranrückt, in deren Nähe man sich selbst eigentlich gar nicht gerne sähe.

            Ich persönliche finde „die letzten 17 Sekunden“ von Frau R. erst dann kritikwürdig, wenn Pegida bewiesen hat, dass keine menschenverachtenden Antisemiten, Nazis und ressentimentgeladenen Realitätsverweigerer Teil der Bewegung sind. Solange im Dunstkreis der Pegida Äußerungen stattfinden, wie die in den Youtube-Kommentaren exemplarisch gezeigten, ist Pegida suspekt.
            Sicher: auch die Linke ist suspekt, solange sie überzeugte Mauerschützen in ihren Reihen hat usw. Das macht aber die Hasskommentare gegen Frau R. nicht richtiger und ich werde genau aus diesem Grund gegen jede Form von Relativierung anschreiben, wie sie etwa A.S. betreibt.

            Ich hoffe, damit Klarheit hergestellt zu haben. Ein weiteres Mal wiederhole ich das nicht, dafür ist mir meine Zeit zu schade. Wenn es der Verständigung und dem Verständnis hilft, will ich die „Dummies“ gerne zurücknehmen. Wie gesagt, ich habe nur deshalb einen so rauen Ton angeschlagen, weil bestimme Eliten mich dazu gezwungen haben.

          • Lusru schreibt:

            @Praecox schreibt: Februar 4, 2016 um 3:35 nachmittags
            Hm, da „kennt einer Frau Reschke nicht“, will sie aber gegen „Youtuber“ verteidigen, stellt den Blödsinn seiner Worte fest und greift – wie alle ideologisch angebundenen – sofort zum Vorwurf dessen, was ihm soeben selber nachgewiesen wurde.
            Um es kurz zu machen: Wenn in China der berühmte Sack Reis umfällt, oder tausende Youtuber ihre meist pubertären Gehversuche blossstellen – das ist völlig nebensächlich und uninteressant, der Sack Reis bleibt für sich allein, die Youtuber unter ihresgleichen, aber wenn eine bekannte (und einstmals nicht so üble) Panorama-Moderatorin die öffentlichen Geld- und Machtmittel benutzt, um sich selbst kläglichg involvierend politisch darzustellen und sie dabei auch noch intellektuell wie handwerklich ins Klo greift – DAS ist mit Verlaub nicht etwa (wie bei einigen anderen auch) eine Unsitte, sondern das ist VERBOTEN !
            Missbrauch öffentlich-rechtlicher Medien zur individuellen politischen Meinungsmache ist etwas anderes als Yuotuberei, verehrter @Praecox, Hasstiraden privater Pubertärer politisch Suchender auf Youtub sind nicht vergleichbar mit der „amtlichen“ Verbreitung von Hasstiraden gegen Gebührenzahler, noch dazu, wenn dafür der Holocaust und seine Opfer missbraucht wird und diese danbei vernebelt relativiert werden und das dann auch noch journalistisch in dire Hose geht – nun machen Sie mal einen Punkt:
            Was die Ihnen da angeblich unbekannte Frau Reschke als Panorama-Moderatorin im öffentlichrechtlichen Gebühren-TV abzog idst nicht vergleichbar mit dümmlichen Youtubbis, ist das so schwer zu verstehen? Und wieso muss mann eine politisch und handwerklich ausgerutschte Moderatorin, die man nicht kennt, vor Hasskommentaren schützen wollen, verehrter Ideologen-Praecop?
            Irgendetwas an Ihren Argumenten haut ihnen selber wohl das Jackstück voll, Sie sollten es endlich bemerken …

          • Praecox schreibt:

            Na, Sie legen sich ja ganz schön ins Zeug, Lusru, um mir ihre Meinung zu geigen.

            Wenn Sie mir jetzt noch zeigen könnten, WANN und WO ich Frau R. gegen irgendjemanden verteidigt habe, dann könnte ich Sie ernst nehmen.

            Sie sind nicht der Hellste. Oder Sie lügen absichtlich.Jedenfalls sind Sie offensichtlich in der Lage, zur Kenntnis zu nehmen, was ich geschrieben habe und was nicht. Ich schrieb mehrfach, dass mir Frau R. samt ihrem Kommentar egal sei und es mir einzig und allein um das ginge, was A.S. schrieb und ich nicht mehr zu wiederholen gewillt bin. Sie können es aber oben nachlesen, falls Sie noch nicht genug haben. Allmählich wird es lächerlich.

          • Lusru schreibt:

            @Praecox kommentierte unter Die letzten siebzehn Sekunden von Anja Reschke.als Antwort auf A.S.in Praecox schreibt: Februar 4, 2016 um 3:35

            Sie schliessen ihren Text mit
            „Wie gesagt, ich habe nur deshalb einen so rauen Ton angeschlagen, weil bestimme Eliten mich dazu gezwungen haben.“
            Ich habe bei Ihnen keinen „rauhen Ton“ gefunden, dafür aber eine Menge elitär ideologisch angesiedeltes Zeug, jedoch auch keine „Elite“, die hier irgendjemandem zu etwas „gezwungen “ haben soll.
            Das streichen wir einfach und kommen zur Sache:
            Eliten
            Sie meinen:
            „Ich will darauf aufmerksam machen, dass man, wenn man anfängt gegen “Eliten” und “Frau R.” zu hetzen, unter Umständen nahe an bestimmte Gruppierungen heranrückt, in deren Nähe man sich selbst eigentlich gar nicht gerne sähe.“

            Holla, holla, haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, wann es wohl zur „Hetze auf Eliten“ kommt??
            Es könnte sein, verehrteR @Praecox, dass das bereits eine REAKTION auf Eliten ist, und nicht etwa eine „Aktion“, wie es manche „Eliten“ so gern treiben.
            Wenn es dazu kommt, sind Eliten ihrer (selbsterwählten) Rolle als Eliten OFFENSICHTLICH nicht gerecht geworden, es stellt sich die Frage, was das wohl war? Anderswo (FIFA) verlangt man schlicht den AUSTAUSCH solcher unzureichend elitär fungierenden Eliten …
            Es bleibt im Rahmen dieses blogs hier mal Ihnen überlassen, über die wahren Ursachen dieses von Ihnen festgestellten Elitenhasses nachzudenken, den Eliten haben nur solange eine Daseinsberechtigung als solche, wie sie im Dienst der Gesellschaft zu deren Nutzen elitär erfolgreich agieren, da sie anderenfalls niemanden haben, der sie als Eliten erkennen könnte …
            Punkt.
            Sollte das nicht so sein, wurde dafür die Demokratie samt friedlicher Meinungsäusserung zur Herstellung des erforderlichen Ausgleiches geschaffen – wer das nicht ertragen möchte, sollte sich nicht als Demokrat verstehen.

            Und dann meinen Sie
            „Ich persönliche finde “die letzten 17 Sekunden” von Frau R. erst dann kritikwürdig, wenn Pegida bewiesen hat, dass keine menschenverachtenden Antisemiten, Nazis und ressentimentgeladenen Realitätsverweigerer Teil der Bewegung sind.“

            Das ist die grundsätzliche Toart der Totalitaristen:
            Der andere muss beweisen, dass das, was ich ihm unterstelle, nicht ist.
            Nein, im demokratisch initiierten Journalismus hat der Journalist zuerst die Unterstellung (seine Vermutung) zu beweisen, bevor er damit überhaupt umgehen darf, zum Beispiel die Ausländerfeindlichkeit, die Frau Reschke pauschal zwecks politischer Tendenzierung den Dresdener Spaziergängern unterstellt, oder deren – nie bewiesene und nie bekundete – Gewalttätigkeit.

            Es steht der Frau Reschke frei, die nächste Sendung dem zu widmen und anschliessend die gleiche Sendezeit – zu Verhinderung des Missbrauches von Medienmacht – den Pegiden zur Gegenrede zur Verfügung zu stellen.
            Das ist bisher hier und anderswo nicht erfolgt, wird wohl auch nict, womit Ihre dusslige Forderung schon im Jordan davon schimmen dürfte.
            Im übrigen wirft diese Ihre Forderung ein bezeichnendes Bild auf die fragwürdige Wertigkeit, die auch Sie den Holocausttoten und den „elitekritischen“ Spaziergängern in Dresden vergleichend abwertend zubilligen, nun aber nicht versehentlich, wie das bei Frau Reschle aus schussliger Intelligenz angenommen wird, sonder ganz bewusst das daraus entstandene Missverhältnis aufgreifend und noch weiterführend – das ist für mich der Gipfel!

            Üben Sie sich in Demokratie, in freiheitlichem Journalismus und in den dazu erforderlichen Methoden, um in Ihren Gedanken evtl. zu einem echten Gedenken echter Grässlichkeiten der Menschheit wieder fähig zu werden und aus der ideologischen Verblendung, alles mir nicht passende als „schlimmer als Holocaust und Nazi“ erkennen und markieren zu wollen.
            DAS ist eine pseudo-elitäre Verblendung!
            Sie darf und muss zurecht offen angesprochen werden.

            Und:
            „Solange im Dunstkreis der Pegida Äußerungen stattfinden, wie die in den Youtube-Kommentaren exemplarisch gezeigten, ist Pegida suspekt.“
            Dagegen hat niemand etwas, etwas anderes als „suspekt“ zu empfinden(!), suspekt ist es jedoch, wenn selbst als „suspekt“ Empfundenes der ganzen Gesellschaft so verklickert werden soll und dazu noch öffentlichrechtliche Medienmacht missbraucht wird, und ZUGLEICH dieses „suspekt“ Empfundene über die Singularität der Menschenfeindlichkeit im Holocaust und der Naziherrschaft populistisch gestellt wird.

            Und:
            „Sicher: auch die Linke ist suspekt, solange sie überzeugte Mauerschützen in ihren Reihen hat usw.“
            Nein deswegen ist sie wohl eher nicht „suspekt“, zumal dieses Gezetere inzwischen sich reichlich abgenutzt hat, da es nirgendwo berücksichtigt:
            Die gewaltlose Implosion der DDR gabe es nur, weil nicht geschossen wurde, und bitte wer war das? Wer hatte die Waffen und schoss /nun) nicht (mehr)?
            Das waren leider nicht die, die sich gern kurzzeitig als „revolutionäre Dampfwalze der DDR“ begriffen und sich dann wieder arg verdünnisierten und vorwiegend nur noch mit Polemik auffielen.
            Also das macht „die“ Linken mitnichten suspekt, abgesehen davon, dass es diese als homogene Masse nie gab, nicht gibt und nicht geben wird, so wie das auch bei „der“ Rechten ist, von denen etliche reichlich suspekt erscheinen, auch dort, wo sie „rechts“ ohne Radikalität sind, z.B. in der CDU.

            Und auch hier haben Sie wohl etwas verwechselt:
            „Das macht aber die Hasskommentare gegen Frau R. nicht richtiger und ich werde genau aus diesem Grund gegen jede Form von Relativierung anschreiben, wie sie etwa A.S. betreibt.“

            Mal der Reihe nach:
            Da versucht Frau Reschke unter Ausnutzung der ihr anvertrauten demokratischen Medienmacht einen Hasskommentar gegen bisher ausschliesslich gewaltlose Dresdener Spaziergänger abzusondern, mit höchster eigener persönlicher Hassinvolviertheit (WIRKLICH Schlecht werden) und instrumentalisiert grobliederlich (gelinde ausgedrückt) die Bilder von Holocausttoten mal eben, um die aus ihrer Message „weit widerlicheren“ Pegidas richtig pappesatt böse“ zu markieren – allein diese Absicht ist bereits ein Verstoss gegen menschliche Intelligenz und Werteempfinden – und @Praecox geht darauf nicht ein sondern beschäftigt sich damit, gegenteilige (gekonnte oder unzulässige) „Hasstiraden“ Einzelner aus dem Internet zu verurteilen – genau das ist es, was die Menschen auf den Strassen und in den Stuben zu 70 bis 80 % nicht mehr wollen!

            Ja, es kann fast alles diskutiert werden, sollte auch, aber diesen Stil der Frau Reschke nicht, auch nicht Ihre Art, @Praecox, das zu übergehen.
            Mir ist nicht bekannt, dass z.B. Frau Reschke diesen marginalen Fehler öffentlich eingesehen hat als solchen, oder ihr Sender entsprechend reagierte, dann wäre die(se) Kuh längst vom Eis …
            Solange das so bleibt, wird wohl die sogenannte Eliten-Kritik – wie sie es nennen – sich erweitern, denn nicht die „Elitenkritiker“ rücken in die „gefährliche Nähe“ von etwas Unsäglichem, sondern wohl die Kritisierten sich selber, nicht begreifend, wie Demokratie, Meinungsäusserung und Elitentum zum friedlichen Ausgleich in der Gesellschaft anzuwenden ist.
            Dazu erinnernd freundliche Grüsse von einem Hajo Friedrichs …

          • Praecox schreibt:

            Wünsche gute Besserung, Lusru.

          • Praecox schreibt:

            Als Therapeutikum empfehle ich Ihnen die Kommentarspalten.

          • A.S. schreibt:

            Kurzer Nachtrag noch von mir zum „als normal“ verharmlosen.
            Normal ist gemeint als „es ist inzwischen üblich“, nicht als „es ist in Ordnung“. Ich denke das „leider“ in meiner Formulierung stellt das auch klar.
            Ansonsten sind die Positionen dargelegt (auch Lusru hat einige interessante Aspekte genannt) und es macht wenig Sinn zu wiederholen.

      • Dante schreibt:

        Wobei ich es schlimmer finde wenn die angebliche Elite aus dem Staatsfunk oder gar den Parlamenten eben dieses Niveau vorgibt.

        Bei allem, was man an den ‚Eliten‘ kritisieren kann, dieses offene Nazi-Niveau geben sie nicht vor, auch nicht etwa „weniger platt“. Zwischen der Bezeichnung „Pack“ und der Absicht, jemanden ins Konzentrationslager zu verfrachten, klaffen doch immer noch Welten. Anja Reschke „dieses Niveau“ (m.E. weit mehr als ein „Niveau“, nämlich eine echte (Un-)Geisteshaltung) mit anzulasten ist genau das, was man an ihrem Kommentar zu Recht kritisiert.

        • A.S. schreibt:

          Wie war das mit dem Verhältnis zwischen Antifa und Linken? Wo waren die „Eliten“ als Bernd Lucke mittels Fautschlag von der Bühne befördert wurde? Wo bleibt der Aufschrei als vor kurzem auf einen Plakatekleber der AFD geschossen wurde? Wer unterstützt verbal seit über einem Jahr die enorm aggressiven Gegendemonstranten bei Pegida?
          Wer zu diesen Vorgängen schweigt und gleichzeitig ohne jeden Verbindungshinweis Pegida in Sippenhaft für Gewalttaten nimmt, der befeuert eine Verrohung.

        • Praecox schreibt:

          Mensch, da steht ja alles sachlich und argumentativ einwamdfrei. Eigentlich müsste er es nun kapiert haben.
          Dante, Hut ab.

          • Dante schreibt:

            Der Kommentar von 2:57 war hauptsächlich an Sie gerichtet, denn ich fand, dass Sie an A.S.‘ Argumentation vorbeiargumentieren, da dieser Frau Reschke eben nicht ihre Parteinahme für Flüchtlinge und gegen Flüchtlingsgegner vorwarf, sondern dass sie durch die Platzierung ihrer Kritik in einem Kommentar über den Holokaust hier einen Zusammenhang hergestellt hat.

          • Praecox schreibt:

            WIe gesagt, mir geht es nicht um Frau R.
            Ciao.

          • Dante schreibt:

            Um die Person Anja Reschke geht es eigentlich überhaupt nicht in diesem Fred. Es geht um Inhalte, wie den Umgang deutscher Journalisten mit dem Holokaust.

      • Dante schreibt:

        Um hier noch mal drauf zurückzukommen:
        Das ist kein Gepöbel mehr. Diese Leute sind nicht wütend auf Frau Reschke wegen eines Klogriffs ihrerseits, geschweige denn weil sie die Opfer des Holokaust für eine Attacke gegen PEgIdA missbraucht sähen. Wie man den Kommentaren selbst entnehmen kann, sind das Neonazis, ebenso antisemitisch wie die Islamisten, gegen die sie ebenfalls vorgeben zu sein. Denen wurde das Niveau nicht vorgegeben, sondern allenfalls wurden sie dazu ermutigt. Der Feind meines Feindes ist noch lange nicht mein Freund, und das gilt für niemanden mehr als für die Juden und alle, die gegen Judenhass sind und für eine freie, menschenfreundliche Gesellschaft eintreten.
        Es bringt auch nichts, darüber zu debattieren, was schlimmer ist: Der Hass der Neonazis, die unter Anderem gegen Muslime und damit natürlich auch gegen Islamisten – gegen die freilich am wenigsten – sind, gegen Leute wie Frau Reschke oder die Verteufelung von „Islamfeindlichkeit“ als Rassismus durch Eliten und Linke.

        Eines begünstigt das andere, und die Zivilgesellschaft und die Vernunft wird dazwischen zerrieben bzw. zerschnitten.

        Heute ist Weiberfastnacht. Wenn Ihnen jemand Ihre pfingstbeste Krawatte durchschneidet, welche der beiden Schneiden der Schere trägt mehr Schuld an, dass sie zerstört wird?

        • Praecox schreibt:

          Ach Dante, Sie retten meinen Abend und das gesamte Abendland! Danke, Danke, Danke!

          Um aber Ihre Frage zu beantworten: nicht die Schere, die Weiber (Hexen) tragen Schuld.

          Nein, die Krawatte.

          Nein, auch falsch. Es ist die verlogene Elite aus Karnevalisten, Clowns und Zauberern mit Hakennasen.

          • Dante schreibt:

            Sie müssen immanent bleiben (d.h. sich auf Schere und die Krawatte konzentrieren), um den Vergleich nicht zu versauen. Die ‚Eliten‘ gehören nicht da rein, denn für deren (angebliches oder tatsächliches) Verhalten steht ja der eine Scherenhebel. Für das der Neonazis und derjenigen unter den PEgIdisten, die sich vor deren Karren spannen lassen, steht der andere.

          • Praecox schreibt:

            Zitat Dante:
            „Sie müssen immanent bleiben (d.h. sich auf Schere und die Krawatte konzentrieren), um den Vergleich nicht zu versauen.“

            @Dante:
            Sie haben vollkommen recht, das ist vollkommen richtig. Denn es ist logisch!

            Es ist übrigens exakt diese „Immanenz der Scherenhälften“, die A.S. vermissen läßt.

          • Lusru schreibt:

            @Praecox schreibt: Februar 5, 2016 um 12:38 vormittags
            Ei @Praecox, da muss ich Ihnen nun aber mal heftig zustimmen:
            „Nein, auch falsch. Es ist die verlogene Elite aus Karnevalisten, Clowns und Zauberern mit Hakennasen.“
            Wobei das Prä auf „verlogene“ Eliten bleiben sollte, es gibt auch andere, nicht dass hier ein neues Elitenmissverständnis aufgebaut wird, das pauschalisiert und so unverwendbar wird …

            Was eventuell Einschränkungsversuche anderer Kommentatoren zu diesem Punkt wohl erübrigt:
            Nur für Karnevals-Eliten ist diese Schuldfrage überhaupt relevant rsp. beantwortbar, auch führt es uns – trotz Weiberfassnacht – zu weit weit weg von den „letzten (doch soooo gut gemeinten) 17 Sekunden der Anja Reschke“ …

          • Lusru schreibt:

            @Praecox schreibt: Februar 5, 2016 um 12:38 vormittags

            Somit bleibt es wohl letztlich und abschliessend bei der hiesigen Kernaussage des Gerd Buurmann, die einige versuchen zu entkräften oder zu umwölken:

            „Der Umgang mit PEGIDA muss ohne Auschwitz auskommen!“

            Und das will Frau Reschke nicht sich und anderen eingestehen?
            Ja wo leben wir denn …

  17. American Viewer schreibt:

    Ich finde durchaus, dass man Dinge aus dem Holocaust lernen kann. Aber sicherlich nichts über die heutige Massenmigration. Reschke vermischt Themen, die wenig bis nichts miteinander zu tun haben.

    • Dante schreibt:

      Ich finde durchaus, dass man Dinge aus dem Holocaust lernen kann.

      Aus dem Holokaust selbst zumindest nichts, das man nicht schon vorher hätte wissen können, etwa, dass Menschen zu nahezu unbegrenzter Grausamkeit gegen Unschuldige fähig sind, ohne auch nur Psychopathen zu sein.
      Wirklich lernen kann man v.a. aus der Tatsache, dass aus einer Ausgangslage
      – demokratischer Rechtsstaat
      – Juden als gleichberechtigte und angesehene Bürger
      in so kurzer Zeit ohne Einwirkung etwa einer fremden Besatzungsmacht nicht nur das Gegenteil werden, sondern die Voraussetzungen des Holokaust entstehen konnten:
      Es bedarf des jüdischen Staates, denn auf eine nichtjüdische Mehrheitsgesellschaft ist mittelfristig kein Verlass.

      • American Viewer schreibt:

        Es stimmt, diese beiden Dinge kann man zum Beispiel lernen: Israel muss unterstützt werden. Und die Vernichtungsfantasien von glühenden Antisemiten muss man ernst nehmen – und seien sie auch noch so irreal.

        Beides machen die meisten Linken nicht: Sie hassen Israel und drücken bei den gefährlichen Antisemiten von heute (Iran, Hamas, Hisbollah) beide Augen kräftig zu.

        Der Holocaust ist für Linke nur Mittel zum Zweck für ihre eigenen Ideologien: Massenmigration, Multikulti, usw.

        Dafür kann man ja auch sein. Aber mit dem Holocaust hat das nichts zu tun.

  18. Paul schreibt:

    Mir wurde schlecht, aber so richtig, als ich das von Frau Reschke gehört habe:

    “Nach diesem Film konnte ich nicht schlafen, also habe ich umgeschaltet und was sehe ich? Menschen in Dresden, die sich aufregen über ‘die vielen Ausländer in Deutschland’. Ganz ehrlich, da ist mir dann wirklich schlecht geworden.”

    Mir ist es völlig unverständlich, wie man nach einem Kommentar über das millionenfache Morden in Auschwitz auf Pegida kommen kann.

    Diese Frau hat nichts verstanden und davon noch die Hälfte vergessen.

    Sudelede hätte es nicht anders gesagt. Nun weiß ich wenigstens woran ich bin.
    Mir ist nicht nur wirklich schlecht, ich muss sogar k…!

    Herzlich, Paul

    • American Viewer schreibt:

      Mir wird es mittlerweile schon richtig schlecht, wenn ich die Reschke nur sehe. Konditionierung kann sie wirklich gut.

      • Dante schreibt:

        Ach, die Reschke ist doch harmlos! Mir wird anders, nur nicht besser, wenn ich Sabine Rau sehe. Die hat es geschafft, in einer AFAIR gut dreiminütigen Reportage über Verbrechen an Israelis ganze zwanzig Sekunden über das Thema zu reden, um dann den Rest der Zeit über die angeblich katastrophale Politik der israelischen Regierung zu schwadronieren.

  19. Couponschneider schreibt:

    Der Unterschied zwischen Deutschen den Österreichern?

    Der Österreicher strebt nach dem Anschluss, der Deutsche nach dem Abschluss: Endlösung, Endsieg, Schlussstrich, Vergangenheitsbewältigung… alles Abschlüsse.

  20. Couponschneider schreibt:

    Man sollte in das „Wirklich“ nicht so viel hineininterpretieren.

    Schlimmer finde ich, dass die Ideologie der Nazis auf „Ausländerfeindlichkeit“ reduziert wird. Antisemitismus ist aber mehr als nur ein Ressentiment. Niemand unterstellt, wir würden von „Wallstreet-Negern“ und „Wucher-Slawen“ kontrolliert. Und das unterscheidet Antisemitismus von die üblichen 08/15-Rassismen. Die Nazis mochten auch keine Schwarzen, aber es gab nicht das Streben, diese physisch zu vernichten.

    Reschke setzt Holocaust u. Antisemitismus mit Pegida-Demonstrationen und Xenophobie gleich. Und das finde ich zum Kotzen. Ich halte nichts von Pegida, seinen Ablegern oder AfD. Aber Kritik gegenüber Araber und den Islam sollte man nicht pauschal als Xenophobie abtun. Was arabische Jungmänner da mitbringen, ist ein unverklemmter Antisemitismus, den man sonst nur bei geschlossenen Veranstaltungen unserer braunen Kameraden derart mitbekommt. „Happy Holocaust“ stand auf einem Grill von der Abrissbirne Sven Krüger. Jeder mit einem Fünkchen Menschlichkeit wird wütend, wenn er erfährt, dass es sowas gibt. Viele Araber tragen aber „Happy Holocaust“ im Herzen.

    Und ich möchte nicht diese vielen Araber im Lande haben. Und lieber soll man zehn unschuldige arabische Jungmänner an der Grenze abweisen als auch nur einen schuldigen reinzulassen. Ich weiß auch nicht, was das für Leute sind. Die haben einen Begriff von „Ehre“, der nicht in meine Birne rein will. Anstatt gegen Assad und IS zu kämpfen, ziehen sie feige den Schwanz ein und lassen sogar die Familie im Stich. Die sehen ihre „Ehre“ verletzt, wenn sie keine Jungfrau heiraten dürfe. Wenn die Frau fremdgeht, sieht er seine „Ehre“ verletzt. Selbst wenn die Frau vergewaltigt wurde, wird die Frau wegen „Ehebruch“ angeklagt. So viel Frauenverachtung, aber wenn es um den eigenen Arsch geht, dann flüchtlen sie sich an Mutti Merkels Rockzipfel. Das sind keine Männer, sondern Memmen.

    • ceterum censeo schreibt:

      „Anstatt gegen Assad und IS zu kämpfen, ziehen sie feige den Schwanz ein“

      Tja, lieber Couponschneider, ich glaube nicht, daß die zu feige zum kämpfen sind. Das werden sie uns hier schneller beweisen, als wir denken. Ein Heer von denen wartet nur auf Befehle. Erholen sich noch etwas auf unsere Kosten, quasi Fronturlaub.
      Falls Du’s nicht glaubst, durchforste mal ein bißchen das Netz! Die Frage lautet, sind wir dann zu feige, um unser Existenzrecht zu kämpfen?
      Ach, und der andere Teil von denen zieht auch nicht den Schwanz ein. Er wedelt sogar dieser Tage verstärkt mit ihm in unseren Bädern rum!

  21. Sonja schreibt:

    Bei aller Verehrung, Gerd Buurmann, mir geht das zu weit. Man kann in jede Formulierung etwas hereininterpretieren, was einem nicht passt, und in diesem Fall ist es doch sehr weit hergeholt.

    „Damals zog Anja Rescke keinen Schlussstrich zu Auschwitz. Ein Jahr später tut sie es, aber nicht, um vor jene zu warnen, die erklären, alle Juden weltweit vernichten zu wollen, wie es die Hamas mit ihrer Gründungscharta tut, sondern um Auschwitz als Mittel zum Zweck der Meinungsmache gegen PEGIDA zu nutzen.“

    Anja Reschke erklärt lang und breit, dass und warum sie keinen Schlussstrich ziehen möchte. Und auch dass sie es abartig findet, einen Schlussstrich ziehen zu wollen. Und dann bemerkt sie die Ähnlichkeit des marodierenden, fremdenfeindlichen Pegida-Mobs zur Situation in den 30er Jahren. Diese Ähnlichkeit ist doch nicht zu bestreiten!? Und wenn sie meint, wir hätten aus der Nazizeit nicht gelernt, dann meint sie genau das, was hier moniert wird: Dass wir hier zwar „Gedenkkultur“ und so’n Schnickschnack haben, dass das eben aber auch nur leere Worte sind. Dass sich an der Einstellung der Deutschen nichts, aber auch gar nichts geändert hat. Obwohl wir es besser wissen sollten. Ich weiß nicht, was daran so grundfalsch sein soll.

    Darüber hinaus: Es gibt in dieser Zeit so unfassbar viele antisemitische, rassistische, demokratiefeindliche, hirnbefreite Schwachköpfe in diesem Land und im Internet. Und sie werden immer mehr und immer lauter. Wir haben hier zurzeit echt einige Probleme, Anja Reschke ist keines davon.

    • gogo schreibt:

      „…mir geht das zu weit…“
      „…was einem nicht passt…“
      Und die letzten 17 Sekunden:
      „Darüber hinaus: Es gibt in dieser Zeit so unfassbar viele antisemitische, rassistische, demokratiefeindliche, hirnbefreite Schwachköpfe in diesem Land und im Internet. Und sie werden immer mehr und immer lauter. Wir haben hier zurzeit echt einige Probleme, Anja Reschke ist keines davon.“
      Und Pegida-Mob; vergessen aber den 68-Mob der Tote forderte auf Jahrzehnte, Brand- und Sprengstoffanschläge, Flugzeugentführungen und Selektion von Juden in diesen, Zusammenarbeit mit Arafat, Mullah-Iran, Ghadaffi-Idi Amin-Syrien-Yemen …

      Sonja, was schreiben Sie da?!

      • Sonja schreibt:

        Ja. Natürlich kann man auch auf alles andere Unrecht in dieser Welt hinweisen an einem Holocaust-Gedenktag. Es geht Reschke in diesem Fall aber darum, dass die meisten Deutschen einen „Schlussstrich“ unter ihre Geschichte ziehen wollen und dass sie das falsch findet. Es ist schon sehr schräg, ihr einen Strick daraus drehen zu wollen, dass sie nur auf die Geschichte der Deutschen hinweist und nicht auf die Verbrechen aller anderen Weltbürger.

        gogo, fühlen Sie sich etwa in Ihrem Nationalstolz angegriffen?

        • Krokodil schreibt:

          Es geht „den Deutschen“ darum, einen Schlusstrich unter die Geschichte zu ziehen, wie sie Reschke & co lehren.
          Und dann gibt es auch noch „die Deutschen“, zu denen Frau Reschke gehört.
          Da wäre es für so eine Art Schlusstrich bezüglich ideologisch motivierter Herangehensweise an Geschichte langsam mal Zeit.

        • Lusru schreibt:

          @Sonja schreibt:Januar 28, 2016 um 11:54 nachmittags
          Was Sie hier „den meissten Deutschen“ unterstellen, entspringt wohl eher Ihrer kleinlichen Phantasie – oder woher wollen Sie das wissen und auch noch belegen, vom Hörendenken:
          „… man auch auf alles andere Unrecht in dieser Welt hinweisen an einem Holocaust-Gedenktag. Es geht Reschke in diesem Fall aber darum, dass die meisten Deutschen einen “Schlussstrich” unter ihre Geschichte ziehen wollen…“?
          Und woher wollen Sie das wissen, so einfach dahergeplappert mal „den meisten Deutschen“ unterstellt?
          “ …und dass sie das falsch findet. …“ – Und woher wollen Sie nun auch noch das wissen? Sind Sie Frau Reschke? Nicht? Dann hören Sie auf zu spekulieren und überlassen Sie das dem Original Reschke-TV.
          Sie fabulieren weiter
          „Es ist schon sehr schräg, ihr einen Strick daraus drehen zu wollen, dass sie nur auf die Geschichte der Deutschen hinweist und nicht auf die Verbrechen aller anderen Weltbürger.“
          Weltbürger? Was ist denn das? Staaten- und heimatlose Herumirrende?
          Es gibt keine „Weltbürger“, denn „Bürger“ kann man nur einer Staatsformation sein – oder man ist nicht einmal Bürger, geschweige „Weltbürger“, sondern Weltenbummler.
          Doch zu Ihrem „Strick drehen“ – Niemand hat in diesen blog die Behauptung aufgestellt, dass Frau Reschke „nur auf die Geschichte der Deutschen hinweist und nicht auf die Verbrechen aller anderen Weltbürger.“ und dass DARAUS ihr ein Strick gedreht werden soll- das brauch niemand zu machen, weil sie das geflissentlich und höchst involviert bereits selbst erledigte.
          Es ist so allein Ihre, Sonjas, Phantasie.
          Vielmehr ging es ums „Schlechtwerden“ (andere sagen kotzen). Damit nun auch Sonja versteht, was der Frau Reschke-TV HIER vorgeworfen wird, sage ich mal nur für Sonja speziell zum Begreifen drastisch ihre letzten 17 Sekunden statt mit „Schlecht werden“ nun mit „kotzen“, der Text zum „Kotzen“ der A. Reschke entfaltete sich so (ihre Worte):
          „Ich habe gestern die Dokumentation über Kameraleute der alliierten Truppen gesehen, die gefilmt haben, als die Konzentrationslager befreit wurden, die kamen, als die Schornsteine der Krematorien noch rauchten, die über Berge von Leichen gestiegen sind, Bilder von Skeletten mit ein bisschen Haut darüber, offene Münder, verdrehte Gliedmassen. Heute sind diese Kameraleute von damals Männer von über 90 Jahren. Als sie erzählt haben, haben sie angefangen zu weinen. Keiner von ihnen kann ein Schlussstrich ziehen, genauso wenig wie die Opfer, die überlebt haben. ….
          Und ihnen schmettern wir entgegen, es muss doch mal Schluss sein?“
          (Einfügung: Woher holt sie nur das unterstellte „WIR“ und diese Aussage? Sie manipuliert ihre Sicht in die Welt)
          weiter:
          Etwas später erklärte sie
          “Ich bin dritte Generation. Ich war nicht dabei und trotzdem habe ich mich geschämt, als ich wieder diese Bilder gesehen habe, weil es zu meiner Identität als Deutscher gehört, ob ich will oder nicht.”

          Dann aber folgten die siebzehn Sekunden, die alles relativieren, was sie vorher gesagt hatte:<

          “Nach diesem Film konnte ich nicht schlafen, also habe ich umgeschaltet und was sehe ich? Menschen in Dresden, die sich aufregen über ‘die vielen Ausländer in Deutschland’. Ganz ehrlich, da ist mir dann WIRKLICH das KOTZEN gekommem.”
          Hm, über herumlaufende Leute, die angeblich in Reschkes Augen sich über „die vielen Ausländer in Deutschland“ beschweren – woher sie das nun wieder hat, aus ihrem innersten Wesen? – da muss man WIRKLICH KOTZEN???
          So, erst bei Anblick von Pegida kommt der Frau Reschke WIRKLICH das KOTZEN, heisst mit anderen Worten: Bei der Dokumentation mit den Holocaust-Menschenbergen in den KZ kam es ihr nicht so WIRKLICH, das KOTZEN, oder wie?
          Gut, sie sprach korrekt vom „Schlecht werden“ – Aber verehrte Sonja, wenn du jetzt immer noch nicht begriffen hast, in welcher unverzeihlichen Weise und Schnoddrigkeit Frau Reschke die Opfer des Holocaust damit herabwürdigte und beleidigte, indem ihr der Anblick von Dresdener Pegidas (die übrigens nirgendwo bisher eine Ausländerfeindlixchkeit nachweislich postuliert haben – Lügenpresse??) weit grösseres „Kotzen“ verursachte als die Holocaust-Leichenberge?
          Ja bitte wo sind wir denn, dass eine Journalistin ein öffentlich-rechtliches Medium persönlich missbrauchen kann, um mit historischen Holocaust-Bildern heutiges in ihrer Sicht offensichtlich „weit grausamers“ gewaltloses Pegida-Herungelaufe damit vergleichend mobben zu können, dass der Holocaust benutzt wird, um individuelle Wunschideologien über andere Menschen negativ zu besetzen und das einen öffentlichen Sender zu verbreiten? Fielen ihr da keine auf die Pegiden bezogene verwendbare TATSACHEN ein?
          Das geht so nicht.

          Und , verehrte Sonja: Nationalstolz?
          Was ist damit, haben Sie keinen, kennen Sie keinen, wissen Sie nicht, was das ist, wozu das gut ist? Sind Sie nicht stolz auf unsere HandballNATIONALmannschaft, wenn sie den Europameistertitel holt, oder wenn die nationale deutsche Vertreterin Kerber Tennis-Sieger auf Weltniveau wird, oder wenn Frau Merkel den Nationalstolz der Deutschen (und vor allem ihren eigenen) mit ihrem „WILLKOMMEN“-Gedöns weit in die Welt hinaus trägt und hebt?
          Irgendetwas ist da bei Sonja wohl noch in der Pubertät stecken geblieben, wenn sie unken will, ob ein Kommentator in seinem deutschen Nationalstolz verletzt wurde. Man sollte immer nur von Dingen reden, die man kennt, verehrte Sonja …
          Manchmal hilft es, in einem renomierten Lexikon seine Kenntnisse über NATION und nationales als das normalste KULTürliche der Menschen aufzufrischen, bevor man schwätzt und sich blamiert als Ideologenrestverwerter.

          gogo, fühlen Sie sich etwa in Ihrem Nationalstolz angegriffen?

    • Paul schreibt:

      „Diese Ähnlichkeit ist doch nicht zu bestreiten!?“

      Doch liebe Sonja,
      sie ist zu bestreiten und wird von mir auch bestritten.

      Wenn Sie sich wirklich ein Bild verschaffen wollen, dann ergooglen Sie sich mal SA/SS-Aufmärsche aus dieser Zeit und vergleichen Sie sie mit den Pegida-Demonstrationen.

      Herzlich, Paul

      • Dante schreibt:

        Was kann man schon dem Bild eines Aufmarsches entnehmen? Entscheidend ist nicht, dass PEgIdA ein ziemlich chaotischer Haufen ist, der nicht einmal ein halbwegs einheitliches und schneidiges Erscheinungsbild, geschweige denn einen vernünftigen Gleichschritt hinbekommt, sondern dass sie größtenteils eben keine Nazis sind. Das „größtenteils“ ist natürlich auch schon das Problem, denn es bedeutet, dass es eine Minderheit doch ist.

      • Lusru schreibt:

        @Paul schreibt: Januar 28, 2016 um 11:59 nachmittags

        “Diese Ähnlichkeit ist doch nicht zu bestreiten!?”

        Doch liebe Sonja,
        sie ist zu bestreiten und wird von mir auch bestritten.
        Wenn Sie sich wirklich ein Bild verschaffen wollen, dann ergooglen Sie sich mal SA/SS-Aufmärsche aus dieser Zeit und vergleichen Sie sie mit den Pegida-Demonstrationen.“

        Das Paul. ist schlicht so korrekt: Keine Ähn lichkeit.
        Nur weil mehrere Lezte gleichzeitig zusammen einen Fuss vor den anderen setzen ist daraus nicht die geringste ideologische Gemeinsamkeit ableitbar, es sei denn: Mann hätte es gern so …(Reschke-TV ?)

    • A.S. schreibt:

      „Diese Ähnlichkeit ist doch nicht zu bestreiten!?“
      Oh doch, ich bestreite diese Ähnlichkeit. Bzw. mir scheinen die Rollen umgekehrt verteilt. Die Linken sind es, die politisch andersdenkende per Straßenkrawall entfernen will. Das ist doch nicht zu bestreiten.
      Und mit ihrem Schweigen in diese Richtung macht sich Frau R. zur Komplizin.

    • max schreibt:

      Der Mob, liebe Sonja, steht jeweils auf der anderen Seite. Die Antisemiten übrigens grösstenteils auch. Das allerdings stört eine Anja Reschke keine Sekunde. Und Dich offensichtlich auch nicht. Dass Juden aus Europa flüchten, und dies schon lange nicht mehr wegen den bösen Rechten, ist ihr scheissegal. Wer so argumentiert, wem tote Juden so offensichtlich näher stehen als lebende, der hat erstens aus dem Holocaust nicht das geringste gelernt und zweitens missbraucht er für seine durchsichtigen politischen Motive die Opfer.

    • Dante schreibt:

      Und dann bemerkt sie die Ähnlichkeit des marodierenden, fremdenfeindlichen Pegida-Mobs zur Situation in den 30er Jahren.

      Sie sollte aber auch die Unterschiede bemerken und v.a. nicht die Instinktlosigkeit besitzen, ausgerechnet in einem Kommentar mit dem Holokaust als Gegenstand ihre Kritik an Bürgern anzubringen, die die große Zahl von Flüchtlingen mit eher negativen Gefühlen betrachten.
      Im Übrigen bin ich ja der Meinung, dass sich über PEgIdA nur aufzuregen hat, wer die antisemitischen Aufmärsche von 2014 ebenso verdammt hat. Deshalb habe ich mich auch geweigert, eine Petition gegen PEgIdA zu unterschreiben.

  22. A.S. schreibt:

    P.S.
    Ist das nicht schon älter? Ich erinnere mich düster das mir diese Dame schon vor Monaten aufgefallen ist mit dem Kommentar „dann ist mir wirklich schlecht geworden“ zu Pegida.

  23. American Viewer schreibt:

    Ich finde Anja Reschke ist ein großer Skandal. Sie leitet im angeblich neutralen deutschen ÖRF den Bereich „Innenpolitik“, tritt aber laufend in politischen Talkshows auf, in denen sie ganz offen darlegt, dass sie politisch extrem parteiisch ist.

    Das hat es so in dieser extremen Form selbst im deutschen ÖRF noch nie gegeben. Anja Reschke versucht nicht einmal mehr zu verheimlichen, dass sie extrem parteiisch ist.

    So jemand hat im angeblich neutralen deutschen ÖRF als Leiterin dieses Kernbereiches nichts verloren. Wenn sie Politik machen will, soll sie gefälligst in die Politik gehen.

    Aber so läuft das in Deutschland: Die angeblich neutralen Medien machen Politik. Zwangsfinanziert vom Steuerzahler.

  24. A.S. schreibt:

    Irgendwie macht es mir Angst wenn Journalisten, die im Staatsfunk predigen dürfen, Pegida als Symptom für eine neues Ausschwitz sehen. Einfach weil es meiner Analyse völlig widerspricht.

    Super Artikel, Danke dafür !!

  25. gogo schreibt:

    Wenn Anja Reschke die derzeitige Gedenkintelligenz im GEZ-Rampendrom sein soll, dann steht uns noch so Einiges bevor.
    Aber auch im Bundestag am gestrigen Gedenktag. Der Bezug zu den „Flüchtlingen“ als quasi das Superwaschmittel, um die Flecken von der Weste zu entfernen durfte nicht fehlen. Jedoch der Schrank ist voll und das Waschmittel hält nicht das was sich der User darunter verspricht.
    Ob sich unsere Abgeordneten, egal ab Land oder Bund, die Regierungen, die höchsten Beamten sich ganz einfach, bescheiden und mit bedeckten Haupt in die Synagogen ihrer Landkreise begeben sollten um zu lauschen und mindestens eine Stunde Inne zur halten, ohne die Klappe aufzumachen, ohne Krokodils- und Selbstmitleidstränen? Nee, zu naiv mein Gedanke, eher besuchen sie die nächste Moschä nach den Parismassaker um ihre Solidarität zu bezeugen warum auch immer, auch so ein Waschmittel was nicht taugen kann was der User will.
    Die Eliten könnten aber auch, wenn sie alle gingen, in ihren Landkreisen auch keine Synagoge finden weil diese kaputt sind, 2,5m unter neuen Straßen, Parkplätzen das Fundament und es gibt zu wenige Juden hier und die die es hier oder wo anders gibt stören irgendwie den Selbstmitleid der Eliten zumal sie sich Neue auserkoren haben, quasi die Zukunft Deutschlands.

  26. Eliyah schreibt:

    Hat dies auf Die 13 Blumen rebloggt und kommentierte:

    Ein guter und wichtiger Beitrag von Gerd Buurmann, dem Tapferen im Nirgendwo. An einer Stelle möchte ich ihm jedoch widersprechen. Oder sagen wir besser: Etwas wichtiges ergänzen. Er sagt:

    Aus dem Holocaust gibt es nichts zu lernen! Es darf nichts daraus zu lernen geben! Was soll uns denn der Holocaust gelehrt haben? Dass man Menschen nicht millionenfach vergast? Dass Juden auch Menschen sind? Dass man lieb zueinander sein sollte? Dass man sich wehren darf, wenn man verfolgt wird? Dass man Menschen, die andere Menschen vergasen, den Krieg erklärt? Dass man wahnsinnige Menschen mit allen Mitteln entwaffnet? All das sollte man auch ohne Holocaust wissen! Der Holocaust ist keine Nachhilfe für moralisch Sitzengebliebene.

    Man kann doch etwas lernen aus dem Holocaust: Wenn ein Wahnsinniger an der Macht sagt, er will einen Genozid an den Juden oder an einem anderen Volk verüben, dann sollte man ihm glauben.

  27. ceterum censeo schreibt:

    Diese Frau, die alles ist, außer einer redlichen Journalistin gehört in meinen Augen zu einer immer wiederkehrenden (vor allem in Deutschland) Sorte von Menschen. Immer auf der Seite des Zeitgeistes und dabei fanatisch. Sie würde über Leichen gehen für die aktuelle Ideologie. Unter Honecker hätte sie genauso eine demokratiefeindliche Figur abgegeben, wie heute. Und in der Diktatur davor ? Geschenkt.
    Ich meine auf alten Schwarzweißbildern…. sahen schon schnittig aus die Mädels.

    PS.: Mein Kommentar, der natürlich nur meiner pessimistischen Phantasie entspringt, bezieht sich nicht auf den obenstehenden Beitrag der Dame, sondern auf ihre bisherigen Absonderungen.

    • Frase0815 schreibt:

      Sie würde über Leichen gehen für die aktuelle Ideologie
      Streichen wir doch den Konjunktiv. Im Endeffekt tut sie das doch bereits durch ihre eifrige Mitarbeit in der Vertuschungsbrigade. Für diese Frau und ihr Arbeitsethos müsste eigentlich ein eigener Begriff her – mal überlegen, hmmmm…., irgendwas mit Lügen…, und Presse!, ja, das müsste da auch mit rein. Aber mir fällt kein passender Begriff ein, der nicht belastet ist, Mist!

  28. Bruno Becker schreibt:

    „Aus dem Holocaust gibt es nichts zu lernen!“
    Hab ich schon 1000mal gedacht; endlich hat’s mal einer aufgeschrieben! Wieder ein echter Buurmann, einfühlsam und scharfsinnig zugleich. Wie gut das tut!

  29. Kanalratte schreibt:

    Ab 1933 bis Mitte 1945 dachten viele Adolf Hitler Anhänger sie stünden auf der Seite der Guten. Kritiker und Helfer von Verfolgten wurden als Feinde Deutschlands angesehen. Als Abschaum, als Pack. Innerhalb von wenigen Jahren hat sich das Gut-Böse-Schema komplett gedreht. Aus gesellschaftlich „guten“ Nazi-Anhängern wurden plötzlich mit zunehmender Verachtung für die Nazibarbarei, böse Leute. Diese Beispiel soll zeigen, wie schnell sich ein gesellschaftliches Bild ändern kann und dass man sich nie sicher sein kann, dass das aktuelle Gesellschaftsbild auch wirklich das Richtig und Falsch nach den Gesichtspunkten der Menschlichkeit einordnet.

    Mir ist es ein wenig Schleierhaft, wie sich in Zeiten, wo es lange keinen Adolf Hitler mehr gibt, viele Linke Bessermenschen heute auf der Seite der Guten wähnen können. Haben die Recht? Tun die was gegen ALLE faschistische Ideologien? Oder ist es das einzige was sie können, gegen einen politischen Gegner zu wettern, der selbst gar kein Nazi ist? Machen sie nicht gerade die Bühne frei für andere gefährliche Ideologien, weil sie in ihrem Wahn glauben, der Nationalsozialismus wäre die einzige gefährliche Ideologie die jemals aus der Menschheit hervorgegangen ist?

    Ich verstehe diese Leute nicht, ich kann sie nicht verstehen. Denn für mich sind Nazis Barbaren seit ich denken kann und deren Ablehnung selbstverständlich. Ich brauche keine Bessermenschen, die den ganzen Tag darauf warten, mir unterstellen zu können ein Nazi zu sein. Ich beschäftige mich mit Judenhass seit ich 14-Jahre alt bin und sehe ganz genau wie Leute, die heute positiv über den Iran und negativ über Israel sprechen, sich gleichzeitig als moralische Gutmenschen aufspielen.

    Ich bin es leid, von Leuten nach dem Gusto des herrschenden Systems „beurteilt“ zu werden, die selbst Ressentiments gegen Juden haben und Witze über „Neger“ machen. Ich kenne meine Pappenheimer und ich kenne viele sogenannter Gutmenschen, die nun als „Nazidenunzianten“ politischer Gegner, auf Streifzug gehen, weil das in diesem Deutschland gerade in Mode ist.

    • Hein schreibt:

      Die Blindheit gegenüber dem Islam teilt Frau Reschke sicherlich auch. Wie Frankreich durch ihn fertiggemacht wird, kann man dem folgenden Artikel entnehmen: http://de.gatestoneinstitute.org/7323/frankreich-islamisierung

    • Dante schreibt:

      Innerhalb von wenigen Jahren hat sich das Gut-Böse-Schema komplett gedreht. Aus gesellschaftlich “guten” Nazi-Anhängern wurden plötzlich mit zunehmender Verachtung für die Nazibarbarei, böse Leute. Diese Beispiel soll zeigen, wie schnell sich ein gesellschaftliches Bild ändern kann und dass man sich nie sicher sein kann, dass das aktuelle Gesellschaftsbild auch wirklich das Richtig und Falsch nach den Gesichtspunkten der Menschlichkeit einordnet.

      Das Gesellschaftsbild ändert sich ggf. sehr schnell, aber Relativismus lehne ich ab. Das Nazi-„Gut“ war ein zur Gänze anderes „gut“, ein gewissermaßen kollektiv-egoistisches und Menschlichkeit verhöhnendes „Gut“. Nach Gesichtspunkten ebendieser Menschlichkeit war die Nazi-Ideologie definitiv böse, auch wenn viele Anhänger der Nazis die bösesten Aspekte des NS gern ausgeblendet haben, sofern sie gutherzig waren, etwa wie John Rabe, der im Namen des Nationalsozialismus Tausende – noch dazu „fremdrassige“ – Menschen rettete.
      Der unverstellte Blick auf den NS jedoch, soll er nicht zu Abscheu führen, setzt einen grenzenlosen Zynismus voraus, und falls es noch Zeiten geben sollte, deren Geschichtsbild über den Nationalsozialismus sowohl realistisch als auch positiv ist, so wird dies eine Epoche des Schreckens und der Angst sein, ähnlich der Vision von Orwell, eine Epoche, in der es nur einigen Menschen gut geht, und zwar den schlechtesten unter ihnen.

  30. yoyojon schreibt:

    Sehr gut und genau beobachtet und dargestellt. Aber nicht vergessen: Anja Reschke – bis auf die genannten 17 Sekunden – hat alles ziemlich gut verstanden. Mir ist so jemand deutlich lieber als die offenen und (noch zum Teil) versteckten alten und neuen Antisemiten. Ich würde ihr das eher nachsehen.
    (Und bei Pegida waren bekanntlich Vergleiche mit KZs etc. in Fülle zu hören. Vielleicht ist sie dadurch auf diese unzulässige Assoziation gekommen). Ferner: Man sollte „gute“ Leute nicht kaputt kritisieren und ggf. Hinweise in freundlicher Weise vermitteln).

    • Paul schreibt:

      Hallo yoyojon,
      „(Und bei Pegida waren bekanntlich Vergleiche mit KZs etc. in Fülle zu hören. Vielleicht ist sie dadurch auf diese unzulässige Assoziation gekommen). “

      Und wieder hat der große Relativierer erbarmungslos zugeschlagen!
      Wenn Pegida das macht, dann darf Frau Reschke das erst recht?????

      Es gibt also zwischen Pegida und Reschke Gemeinsamkeiten im Denken?

      Herzlich, Paul

  31. Frase0815 schreibt:

    [..] auch einer ausgezeichneten Journalistin, deren Arbeit ich schätze [..]

    Der Buurmannsche Kompass muss dringend nachgeeicht werden.

    Anmoderation Anja Reschke vom 8.Oktober 2015 : “Angeblich geht es nur um Ängste – die Flüchtlinge nehmen uns Wohnungen weg, Jobs, unsere Kultur – und unsere Frauen. Klar, viele Dinge können einem Sorgen machen: werden die Mieten steigen, klappt die Integration? Aber – unsere Frauen? Auffällig oft geht es bei diesen sogenannten Ängsten um Sex. Es kämen doch vor allem Männer, heißt es, sexuell ausgehungert und deshalb übergriffig. Überraschenderweise macht man sich aber weniger Sorgen um Flüchtlingsfrauen – sondern vor allem um die deutschen Frauen. Der Ausländer habe nichts anderes im Sinn als unsere Frauen zu vergewaltigen. Diese Behauptung wird immer wieder aufgestellt – ohne jeglichen Beleg. Und weil Fakten fehlen, werden sie einfach erfunden.

    • Dante schreibt:

      Auf den letzten Satz bezogen: Das ist keineswegs falsch, nur hätte da statt „weil“ das Wort „wo“ stehen müssen. Es gibt durchaus gezielt gestreute Gerüchte und in die Welt gesetzte Behauptungen über Verbrechen, die nie stattgefunden haben. Das bedeutet natürlich keinesfalls, dass es nicht auch echte Verbrechen gibt, die gehäuft und speziell von Immigranten und Flüchtlingen begangen werden, aber erst mal auch nicht das Gegenteil. Jedem Hinweis muss nachgegangen werden.
      Das übrigens bindet Kräfte und macht tatsächliche Übergriffe dadurch wahrscheinlicher als sie sonst wären. Insofern ist einer, der solche Gerüchte fälschlich verbreitet, um Stimmung gegen Ausländer zu machen, das exakte Gegenteil des Frauenschützers, der zu sein er behauptet. Das Verhalten ist – auf weniger mörderischem Level – Hamas-ähnlich, denn genau wie dieser geht es ihm um seine eigenen politischen Ziele, und mögliche Opfer von Übergriffen sind ihm in Wahrheit egal oder sogar willkommen.

      • Frase0815 schreibt:

        Dante,
        durch welche Wortersetzungen der letzte Satz wahr wird, spielt doch keine Rolle, gesagt hat Frau Reschke eben das.
        Sie hat behauptet, es gebe keine Belege für die sexuellen Übergriffe von „Ausländern“ gegen [deutsche] Frauen. Diese Behauptung, in der Form, es gebe keinen Beleg dafür, dass ausländische Männer mehr Frauen vergewaltigen als inländische, hat sie übrigens in der Sendung am 18.10.2015 bei Günther Jauch wiederholt. Nun wäre zuerst einmal zu klären, wer in Frau Rs. Augen die Behauptung aufstellt, „alle Ausländer“ wollten deutsche Frauen vergewaltigen. Ich vermute mal, dass sie mit den Urhebern dieser selbstverständlich nicht durch Fakten gedeckten Aussage, nicht nur irgendwelche durchgeknallten Youtube- und Facebooknazis meint, die wahrscheinlich tatsächlich so etwas posten, sondern zum Beispiel auch prominente Vertreter der AfD, wie Björn Höcke, der in genannter Sendung zu Gast war. Nun ist Herr Höcke zwar eine rechte Matschbirne, aber selbst der ist nicht so blöd, diese komplett dämliche verallgemeinernde Aussage zu treffen. In genannter Sendung spricht er explizit von Zuwandern aus einem bestimmten Kontext (jung, männlich, muslimisch), die ein problematisches Frauenbild mitbringen (1) – das allerdings ficht Frau R nicht an, sie geht völlig in ihrer Aussagenverdrehung auf. Ist das nun Bösartigkeit oder emotionale Notreaktion („Achtung: Nazialarm!! Alle Abwehrgeschütze durchladen und feuern, die getätigten Aussagen nicht mehr hören, sondern das verstehen, was gehört sein WILL“), da bin ich mir nicht sicher. Wir haben ja hier im Thread ein anderes Beispiel von gutmenschlicher Aussagenverdrehung, da kann einem schon schwindeilig werden.
        Zusätzlich verneint sie in der Sendung noch, dass es auch vermehrt Übergriffe auf Frauen in den Aufnahmeeinrichtungen gibt.

        Und selbstverständlich gab es auch vor Silvester schon genügend Berichte über „Flüchtlingsübergriffe“, in dem Zusammenhang von erfunden Fakten zu sprechen, ist mindestens schäbig.
        Würde ich zu demselben Verhalten wie Frau Reschke neigen, würde ich sagen: sie lügt, wenn sie den Mund aufmacht.
        All das führt dann dazu, dass ich bei dieser Frau nicht von einer „ausgezeichneten Journalistin“ sprechen kann – und schätzen kann ich die schon gar nicht. Aber den zweiten Teil der Aussage hat der BOSS inzwischen ja korrigiert 😉

        1 – https://youtu.be/nAO7XpK0QAs?t=932
        v

        • M.S. schreibt:

          @Frase0815: Reschke hat m.E. zumindest in ihrem hier dokumentierten Kommentar nicht behauptet, es gebe „…keine Belege für die sexuellen Übergriffe von Ausländern gegen… Frauen“. Sie sagte, es sei unbewiesen, „DER Ausländer (SCHLECHTHIN, Hervorhebung u. Einfügung durch mich) habe nichts anderes im Sinn als unsere Frauen zu vergewaltigen“. Dieser Aussage würden vermutlich auch Sie zustimmen.

          • Frase0815 schreibt:

            Sie sagte, es sei unbewiesen, “DER Ausländer (SCHLECHTHIN, Hervorhebung u. Einfügung durch mich) habe nichts anderes im Sinn als unsere Frauen zu vergewaltigen”. Dieser Aussage würden vermutlich auch Sie zustimmen.

            Selbstverständlich stimme ich dem zu. Wie wahrscheinlich auch jeder andere Teilnehmer am Diskurs, der noch halbwegs Ernst genommen werden will.
            Wer hat vorher also die Behauptung aufgestellt, dass DER Ausländer nichts anderes im Sinn habe, so dass Frau Reschke sich zum Einschreiten gezwungen sah? Meines Wissens nach zumindest niemand von AFD oder Pegida.
            Sie hat den Eindruck erweckt, dass AfD / Pegida allen Ausländern dieses Verhalten unterstellt, um dann mit dieser Binse um die Ecke zu kommen.

          • Lusru schreibt:

            @Frase0815
            „Wer hat vorher also die Behauptung aufgestellt, dass DER Ausländer nichts anderes im Sinn habe, so dass Frau Reschke sich zum Einschreiten gezwungen sah? Meines Wissens nach zumindest niemand von AFD oder Pegida.
            Sie hat den Eindruck erweckt, dass AfD / Pegida allen Ausländern dieses Verhalten unterstellt, um dann mit dieser Binse um die Ecke zu kommen.“

            Lügenpresse??!
            So wird das gemacht, was einfache und besonders betroffene Gemüter dann in ihrer „Not“ in Kurzform als „Lügenpresse“ bezeichnen – So hilft A. Reschke, ohne zu lügen doch zu lügen: Sie setzt Falschae unterstellend voraus. Das ist kein Journalismus, sondern Methode der Agitation und Propaganda, des öffentlichen Rundfunks unwürdig.
            Dies nun neben ihre Feststellung, dass ihr (gegenüber dem Holocaust) nun aber „wirkliche swchlecht geworden sei“, also im Gedenken an den Hollocaust damit „nicht wirklich“ …
            Das ergibt eine Manipulationsstruktur in der Gesamtheit, die sich deutlich in die Fragwürdigkeit von Leidmedien einfügt, zumal das ja nun sogar von einer „Redaktionsleiterin Innenpolitik“ persönlich auf den Sender gebracht wird – Wieso wehrt sie sich gegen den Vorwurf Lügenbpresse, der auch immer habseitig als „alten Kampfbegriff“ der Nationalsozialisten verfärbt wird, obwohl alle Welt weiss, dass die linken Gewerkschaften im ersten Drittel des vorigen Jahrhunderts damit gegen die „Betriebspresse“ bestimmter ausbeutender Unternehmer vorgegangen ist….

    • Lusru schreibt:

      @ Frase0815 schreibt: Januar 28, 2016 um 7:45 nachmittags
      „Aber – unsere Frauen? Auffällig oft geht es bei diesen sogenannten Ängsten um Sex. Es kämen doch vor allem Männer, heißt es, sexuell ausgehungert und deshalb übergriffig. Überraschenderweise macht man sich aber weniger Sorgen um Flüchtlingsfrauen“

      In der Öffentlichkeit stellt sich das – nicht zuletzt dank Reschke-TV – aber ganz anders dar:
      Nicht die fast 70 % männlichen jüngeren Flüchtlinge bestimmen die Medien mit ihren Problemen und ihrem Alltag, auch nicht „unsere Frauen“ oder deren Gefährdungen, sondern Genau das Leid und die Sorgen der zugereisten Flüchtlinge und deren Kinder mit den grossen schönen Kulleraugen – ja sagen Sie mal, welche TV-Sender sehen Sie denn? Welche Presse lesen Sie??
      Auch ihre Position ist nur wieder eine der vielen selbstgedachten, wie es wohl sein könnte ohne dass es das soll.
      Ja, das ist schon verständlich, wer ein wenig Verständnis hat für grosse Mengen junger aleinreisender Männer, der wird sich hüten, diese Gruppe (als Gruppe, und nicht als Ali und friends im 1-Euro-Tischlerlehrjob) vor Ort zu konsultieren und in den Medien zu berichten, ja da kann man sich heftigst in viele Richtungen gleichzeitig nicht nur die Finger verbrennen, und so findet das nicht statt: family-soap in Reschke-TV hat zu reichen.

      • M.S. schreibt:

        @frase0815: „Wer hat vorher also die Behauptung aufgestellt, dass DER Ausländer nichts anderes im Sinn habe, so dass Frau Reschke sich zum Einschreiten gezwungen sah? Meines Wissens nach zumindest niemand von AFD oder Pegida“. Ich glaube auch nicht, das sei Lehrmeinung von Pegida oder AfD, aber selbst in diesem Blog wird vereinzelt ein einschlägiger Generalverdacht gegen DIE Zuwanderer erhoben, ganz zu schweigen von dem, was sich in rechtsextremen Foren abspielt.

        • Frase0815 schreibt:

          „aber selbst in diesem Blog wird vereinzelt ein einschlägiger Generalverdacht gegen DIE Zuwanderer erhoben“

          In diesem Blog (also den Buurmannschen Texten) oder den Kommentaren? Falls ersteres würde ich vehement widersprechen und Belege einfordern.

          Falls letzteres: Ich habe selbstverständlich nicht alles Kommentare hier gelesen, aber bin doch skeptisch, dass diese Behauptung in dieser Pauschalisierung zutrifft. Zumindest bin mir recht sicher, hier noch keinen derartigen Kommentar wie „alle Ausländer wollen unsere deutschen Frauen vergewaltigen“ gelesen zu haben.

          • Frase0815 schreibt:

            Ich habe selbstverständlich nicht alle Kommentare hier gelesen

          • M.S. schreibt:

            @frase0815: Natürlich nicht in den Texten Buurmanns; im Kommentarbereich schon. Auf Ihren Beispielsatz bin ich zwar nicht gestoßen, wohl aber auf Unsäglichkeiten wie „Nur ein toter Moslem ist ein guter Moslem“. Ich habe derlei Beiträge nicht archiviert und leider keine Zeit, mich durch die ca. drei Jahre TiN zu scrollen, in denen ich jetzt hier mitlese. Btw: Welche „Pauschalisierung“ bitte? Ich schrieb ausdrücklich von VEREINZELTEN Ausfälligkeiten.

          • Frase0815 schreibt:

            Btw: Welche “Pauschalisierung” bitte? Ich schrieb ausdrücklich von VEREINZELTEN Ausfälligkeiten.

            Ich habe mich unglücklich ausgedrückt. Ich meinte nicht, dass Sie jedem / den meisten / vielen Foristen etwas pauschal unterstellen, habe das „vereinzelt“ also durchaus wahr genommen. Mir ging es um den „einschlägige[n] Generalverdacht gegen DIE Zuwanderer“, den ich anzweifle.
            Wobei sich sicherlich unsägliche Kommentare finden lassen, ein Beispiel haben Sie ja erwähnt.

  32. rutzel schreibt:

    Hat dies auf Troll Dich! rebloggt.

  33. Kanalratte schreibt:

    Mir wird schlecht, wenn ich sehe, wie der Tag der Befreiung von Auschwitz dazu benutzt wird eigene Propaganda zu machen. Dazu die übliche Hetze gegen PEGIDA usw. und gleichzeitig die Deals mit dem Iran…

    Diese Leute treten die Opfer mit Füßen, und das macht mich unglaublich wütend!

    • David schreibt:

      Genau. Diese widerlichen „Feierstunden“ im Bundestag, mit Streichquartett und mehr. Mit langen, betretenen Gesichtern (wahrscheinlich vor dem Spiegel geübt). Damit wird klargemacht: Es gibt zwei Sorten von Juden, die guten, die toten nämlich, an die denkt man gern, und man nutzt sie auch gern, instrumentalisiert sie, etwa im hier beschriebenen Sinn und schlimmer, nämlich um unliebsame Strömungen und Meinungen zu bekämpfen, um zu manipulieren und um große Teile der eigenen Bevölkerung auszugrenzen („das Pack – alles Nazis und Dumpfbacken“). Und es gibt die schlechten Juden, die lebenden nämlich, die dort in Israel die Palästinenser quälen, die Terror verbreiten, und – ach! – gar „Siedlungen“ bauen, permanent gegen UNO-Resolutionen und Völkerrecht verstoßen. Die schlechten Juden haben mit den guten nichts zu tun. Da ist es völlig in Ordnung, wenn man Israel-Fahnen verbannt, wenn losgelassene Moslem-Horden „Juden ins Gas“ rufen, wenn als Juden erkennbare Menschen regelmäßig geschlagen und beschimpft werden, wenn das Motto „Kauft nicht beim Juden!“ wieder europaweit gilt, wenn der Iran in schlimmster Weise hofiert wird. Dieser – auch – regierungsamtliche Haß ist evident. Es ist schlicht der uralte Antisemitismus.

      • Clas Lehmann schreibt:

        Der ja auch, gegen die guten Juden gewendet, Gefühlsverschwendung wäre, denn die sind ja gut und können nicht mehr widersprechen…. Und die noch lebenden guten erkennt man dann daran, dass sie nicht widersprechen wollen, sondern ebenfalls antiisraelisch sind und dadurch klar beweisen, dass Israelkritik eben nicht antisemitisch sein kann… Denn wann hätte mal ein Antisemit einen Juden gekannt, den er persönlich sehr geschätzt hätte…?

        So ähnlich verläuft die Verkettung der Versatzstückchen aus Unverstandenem und Widersinn.

  34. riepichiep schreibt:

    Was bedeutet die Redewendung „einen Schlussstrich hinter XYZ ziehen“ eigentlich genau?

    Was bedeutet sie für mich und für dich? Hängt es nicht von der Bedeutung auch ab, ob man „einen Schlussstrich hinter XYZ ziehen“ darf bzw. kann?

    • Paul schreibt:

      „Schlussstrich“ hat für mich immer die Bedeutung von „Aus“, „Ende“, „Jetzt wollen wir mal einen Schlussstrich darunter machen und uns dringenderen Aufgaben zuwenden“.

      Genau das was Reschke gemacht hat, der bei Auschwitz nur schlecht wurde, aber bei Pegida wirklich schlecht.
      Sie ist Leiterin des Bereichs Innenpolitik. Nun weiß ich wenigstens warum das Fernsehen die „Qualität“ hat, die es hat. „Wie der Herr (die Herrin) so’s Gescherr“, sagte meine Oma immer.

      Herzlich, Paul

  35. Hessenhenker schreibt:

    Die hat doch in irgendeiner Talkshow letzte Woche gesagt, sie hätte „hunderte Millionen Dokumentationen zu Neuköln gesendet“, als Gegenrede dazu, die Medien hätten wegen Köln und woanders irgendwas verheimlicht.

    • American Viewer schreibt:

      Es ist schon ein Skandal, dass sie als angebliche „neutrale Journalistin“ und Leiterin des Bereich Innenpolitik überhaut an politischen Talkshows teilnimmt. Dort hat sie nichts verloren.

      • Dante schreibt:

        Neutralität ist Illusion, und wer behauptet, „neutral“ oder „objektiv“ zu sein, ist es nicht selten am wenigsten. Alles, was man erwarten kann, ist, dass jemand zu seiner Subjektivität steht und seine Meinung auch als solche zu kennzeichnen.

        • American Viewer schreibt:

          Man kann sich auch seine Subjektivität bewusst werden und versuchen bewusst neutral zu berichten. In Reschkes Position muss man das sogar. Aber das macht sie in keiner Weise. So jemand hat auf diesem Posten nichts verloren. Wenn sie Politik machen will, soll sie in die Politik gehen. Journalisten wie Cronkite oder auch Friedrich oder Wickert haben sich meiner Erinnerung nach nie in so einer extremen Form mit einer Sache gemein gemacht. Wenn Politik und Journalismus so extrem vermischt werden, verliert der ÖRF immer weiter an Glaubwürdigkeit.

          • Dante schreibt:

            Journalisten wie Cronkite oder auch Friedrich oder Wickert haben sich meiner Erinnerung nach nie in so einer extremen Form mit einer Sache gemein gemacht.

            Friedrichs. Es gibt zwar auch den Nachnamen Friedrich, aber ich nehme an, Sie meinen Hans-Joachim Friedrichs.
            Wickert wurde 2001 scharf für eine Äußerung über G.W. Bush kritisiert, dem er bescheinigte, kein Terrorist zu sein, aber dieselben Denkmuster zu haben. Gemeint war das Denken in Kategorien von Gut und Böse, wobei sich ein jeder natürlich auf der guten Seite respektive auf Seiten des Gottes sieht, den man verehrt.

          • American Viewer schreibt:

            Ich weiß, dass er Friedrichs heißt. Ich habe gleich nach dem Absenden gesehen, dass ein S fällt, aber man kann sich nach dem Absenden nicht mehr korrigieren, also habe ich es gelassen. Dachte es merkt sowieso keiner.

            Natürlich haben Leute wie Wickert auch eine persönliche Meinung. Aber sie haben Beruf und Meinung nie vermischt. Schon gar nicht so extrem wie das Reschke und Co das heute machen. Oder wie Steffen Seibert, der einfach mal ins Regierungslager wechseln.

            Ein privates Interview gegenüber einer Zeitschrift am Ende seiner Karriere kann man geben. Aber man kann nicht wie Reschke und Hayali erst in politischen Talkshows vom Leder ziehen und dann 15 Minuten später in „ihren“ eigenen Sendungen wieder journalistische Distanz heucheln. Das funktioniert nicht. Jede Rest-Glaubwürdigkeit dieser Leute ist dahin.

            Dass der deutsche ÖRF dies zulässt, zeigt, dass mittlerweile auch die Bosse im Hintergrund gar nicht mehr versuchen den Anschein von politischer Neutralität zu wahren.

        • Clas Lehmann schreibt:

          Also, ein Kommentar, als solcher angekündigt, darf schon subjektiv sein, und Meinung transportieren. Den Holocaust relativieren oder instrumentalisieren darf er nicht.

          • max schreibt:

            Das wäre ja fein, wenn lediglich im Kommentar eine Meinung transportiert würde.
            Uebrigens ist vor allem in Zwangsgebührenmedien der Begriff „eine Meinung“ durchaus zahlenmässig zu verstehen.

          • Dante schreibt:

            Natürlich darf er das nicht, aber zumindest relativiert hat Reschke den Holokaust auch nicht. Ob sie ihn instrumentalisiert hat, ist wohl Ansichtssache, denn sie hat ja nur indirekt einen Zusammenhang hergestellt, indem sie in einem dem Holokaust gewidmeten Kommentar am Ende PEgIdA-Demos erwähnt hat. Wenn Sie erklärt, einen Zusammenhang nicht herstellen zu wollen, kann man das akzeptieren oder auch nicht, aber dezidiert widerlegen kann man es nicht.

          • Lusru schreibt:

            Meinung wird letztlich immer „transportiert“ oder „erzeugt“ oder „gestaltet“, durch jede Kommunikation, durch jedes Medium – die Frage ist immer nur wie!!
            Ein Bericht (Reportage) hat sich tunlichst von der eigenen Meinung des Berichtenden frei zu halten, da sonst kein Bericht entsteht sondern der Versuch, selber Meinung zu beeinflussen, an den Fakten des Berichtes vorbei, es sich nicht mehr um einen Bericht oder eine Reportage sondern nur um eine individuelle Wertung dessen handelt. Auch das ist dann noch lange nicht
            wertungsneutral berichtet, wie wir alle wissen, da der Berichter immer noch die vielen Auswahlen selber (nach eigenem Gustus) trifft,
            Noch deutlicher ist das bei Nachrichten zu trennen, was auch für die berüchtigte „Vorauswahl“ und „Wortwahl“, die verwendet wird gilt – das ist nicht im Interesse des Journalisten sondern des Senders und seiner „Kunden“ zu halten.
            Einzig im Kommentar besteht für den Journalisten die Möglichkeit, seine eigenen politischen Ansichten deutlich zu machen.
            Und das ist das Prä, das und Hajo Friedrichs uns allen hinterlassen hat, für jeden Journalismus, in Worten geht das (laut seiner Seite auf Wikipedia) so:

            „Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich NICHTgemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“ So wird Friedrich häufig zitiert. Im Original lautete das Zitat allerdings etwas anders und bezog sich vor allem auf die Rolle des Moderators:
            „Das hab’ ich in meinen fünf Jahren bei der BBC in London gelernt: Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, nicht in öffentliche Betroffenheit versinken, im Umgang mit Katastrophen cool bleiben, ohne kalt zu sein. Nur so schaffst du es, daß die Zuschauer dir vertrauen, dich zu einem Familienmitglied machen, dich jeden Abend einschalten und dir zuhören.“
            – Hanns Joachim Friedrichs: Interview mit dem Spiegel[2]<

            Wenn wir so wollen, müssten wir damit die Auftritte der Anja Reschke ihr um die Ohren hauen, denn sie sind das völlige Gegenteil dessen, „Was einen guten Journalisten ausmacht“, sie „involviert sich“ bei jeder Gelegenheit, macht sich mit Dingen gemein, die sie selber entscheidet , bleibt nicht „cool“ sondern verhitzt und verschwitzt und verletzt alles, was Hajo Friedrichs seinen Kollegen in verständlichen, einfachen und deutlichen Worten hinterlies.

            Artikuliert sich Frau Reschke so als Politikerin, hätte sie eine legale Chance, ihre Ansichten zu verbreiten, aber so ist das was und WIE sie das tut nicht einmal legitim, wenn wir an den Auftrag des ÖRF denken. Sie wird bekanntlich nicht als Politikerin bezahlt, sondern als Moderatorin. Wenn sie das mal begriffen hat, könnte sie eine akzebtable Moderatorin werden, keinesfalls jedoch den Bereich „Innenpolitik“ auch noch leiten – bit wohin sollte sie die Innen politik „leiten“ – in die individuelle nachrichtenbefreite Involviertheit?
            Zu viele Fehler, handwerkliche wie politische und Polithektik pur – das überzeugt nicht.

      • Lusru schreibt:

        American Viewer schreibt: @Januar 28, 2016 um 9:56 nachmittags
        „Es ist schon ein Skandal, dass sie als angebliche “neutrale Journalistin” und Leiterin des Bereich Innenpolitik überhaut an politischen Talkshows teilnimmt. Dort hat sie nichts verloren.“

        Richtig! Hat sie nicht!
        Möchtegern-AgitatorInnen, die unsere Gebührengelder und ihre öffentliche Position für die populistische Aussat ihrer intelligenz- und Geschichtsbewusstseins-befreiten Kruderien, die fern der Demokratie geboren und gezüchtet wurden, missbrauchen wollen, dabei nicht einmal die einfachsten Regeln des sachlichen Disputes beherrschen und mit denen des gewalttätigen Strassenkampfes vertauschten, gehören nicht in eine politische Sendung, sie sollten sich in ihrer Agressivität um eine Moderation beim ZDF-Fernsehgarten bemühen:
        Live in Anwesenheit tausender Zuschauer, mal sehen, was in echter Konfrontation dann noch bleibt davon.
        Erst recht nicht ist „Reschke-TV-Agitation und Propaganda“ mit unseren Gebühren zu rechtfertigen, denn aintellektuell Beschimpftes ist keine Marke der ARD.

        Ich entschuldige mich daher als Gebührenzahler und gesellschaftlicher Arbeitgeber der Moderatorin Anja Reschke für deren ungehobelten Medienmissbrauch im Geiste der Spaltungsverstärkung und Laberei mit Unvergleichlichem öffentlich dafür, dass Reschke-TV so ungeniert agitieren kann, nur scheinbar politisch (über)correct genau das Gegenteil bewirkt und das befeuert, was sie angeblich als Moderatorin und sogar als Leiterin des „Bereiches Innenpolitik“ – zwar etwas dilletantisch agitativ vordergründig – aber „bekämpfen“ will.

        Ich entschuldige mich als Gebührenzahler dafür, dass ich an der Finanzierung der plumpen haarsträubenden Ver-Gleichung von Holocaust und Pegida und damit Verniedlichung des Holocaust in „einem zweiminütigen Kommentar zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ , … um Stimmung gegen PEGIDA zu machen!“ beteiligt war.
        Was typisch für Reschke-TV ist: Alles, was über ihre Hutschnur geht, nicht in ihre Weltsicht passt, ist „Pegida“ (gemeint immer: Nazi).
        Wer bewertet eigentlich die Arbeit unserer politischen Moderatoren? Die sich selber?
        Was für ein Traumjob, noch, denn das haben sich mitdenkende und mitfühlende Bürger noch nie auf Dauer gefallen lassen.
        Soll Frau Reschke ihre Moderationskultur „Reschke-TV“ doch mal versuchen, im eigenen privatrechtlichen Funk zu vermitteln …
        Da bräuchte ich mich als Gebührenzahler nicht laufend entschuldigen für meine gewissermassen erzwungene Mitwirkung an solchem Geist, an derrartigem unverzeihlichem Geh-denken

        • American Viewer schreibt:

          Abzocker und Ideologen wie Reschke werden nur im ÖRF groß.

          Das ist die ganze Grundidee ihrer Ideologie: Zwang, Zwang, Zwang. Es gibt in den Augen dieser Leute nur über Zwang. Sie haben die richtige Meinung gepachtet und der Rest der Menschheit muss deshalb gezwungen werden für ihre Ergüsse zu bezahlen.

          • Dante schreibt:

            Ich halte Frau Reschke gar nicht für eine Abzockerin und Ideologin (wenn man unter einem Ideologen jemanden versteht, der sich eine Ideologie ausgedacht hat und zunutze macht, um andere Menschen zu blenden), sondern um eine Journalistin, die, bedingt durch eine in Deutschland nicht unübliche Sozialisation gelernt hat, dass der Feind der Republik rechts – und nur rechts – stehe und der Nationalsozialismus besonders eng mit dem Teutschsein zusammenhänge.

          • American Viewer schreibt:

            Du hast jetzt wortreich erklärt, was man auch viel kürzer sagen kann: Sie ist eine Ideologin.

            Ideologien sind ausformulierte, erstarrte Leitbilder sozialer Gruppen, die zur Begründung und Rechtfertigung ihres Handelns dienen und die letztendlich zur alleinigen Wahrheit erhoben und kaum noch hinterfragt werden. Leute, die eine Ideologie vertreten, sind Ideologen.

            Das ist nicht subjektiv-negativ, sondern eher neutral-beschreibend gemeint.

          • Lusru schreibt:

            @Dante schreibt: Januar 31, 2016 um 2:10 vormittags
            Ideologie „ausgedacht“
            Ideologien werden nicht so mal eben „ausgedacht“, sondern sehr sehr sorgfältig KONSTRUIERT, wie das Fundament eines Wolkenkratzers, das Jahrhunderte „halten“ soll – ohne dass da nochmal wer oder was dran herumfummeln kann, Ideologie ist BETON, wie der Wolkenkratzer, und nicht für lebende Populationen geeignet!
            Ideologien sind für Gesellschaften Massenknast aus geistigem Beton, und eine Ideoliogin ist – na?
            Der Oberknaster darin!

            Aber:
            „bedingt durch eine in Deutschland nicht unübliche Sozialisation gelernt hat, dass der Feind der Republik rechts – und nur rechts – stehe und der Nationalsozialismus besonders eng mit dem Teutschsein zusammenhänge.“

            Meinst du das ernst?
            Was ist dann das für eine Sozialisation in USA, hängt dort der (dortige) Nationalsozialismus, der bekanntlich etwas umfangreicher ist, als der deutsche, auch mit dem „Teutschsein“ zusammen?
            Und wie ist das im gelobten Land, hängt dort der rechte Nationalismus vieler Regierender etwa auch mit dem „Teutschsein“ zusammen?
            Ich glaube, da hast du recht üblen Kohl erzählt, meinetwegen teutschen Kohl.

            so ergibt sich auch der Bezug zum
            @American Viewer schreibt: Januar 31, 2016 um 2:50 vormittags

            „Ideologien sind ausformulierte, erstarrte Leitbilder sozialer Gruppen, die zur Begründung und Rechtfertigung ihres Handelns dienen und die letztendlich zur alleinigen Wahrheit erhoben und kaum noch hinterfragt werden. Leute, die eine Ideologie vertreten, sind Ideologen.“

            Ja, ERSTARRUNG im Denken, ewig einzig den eigenen als „rechten“ Weg im Auge und im Beton haben, auch wenn er eigentlich doch ein „linker“ sein soll … das ist Ideologie: ERSTARRUNG, Reschke-Beton, Ideologenbums, meist mit zänkischer Überheblichkeit statt journalistischer Reife vorgetragen – wer will das?

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