Zehn Jahre feministischer Stolz

„Mehr Stolz, Ihr Frauen! Der Stolze kann missfallen, aber man verachtet ihn nicht. Nur auf den Nacken, der sich beugt, tritt der Fuß des vermeintlichen Herrn.“ (Hedwig Dohm)

Am 11. Februar 2006 standen Isabel Rohner, Nikola Müller und ich erstmals mit unserem Programm „Mehr Stolz, Ihr Frauen!“ auf einer Bühne. Es war das Theater La Carina von Burkhard Schmiester in Köln. Das Programm ist eine Mischung aus Lesung, Kabarett und Show, in dem die wunderbare Hedwig Dohm geehrt und gefeiert wird.

Das Programm entwickelte sich schnell zu einem wahren Erfolgsformat. Mittlerweile touren wir ununterbrochen durch ganz Deutschland. Ich bin somit seit zehn Jahren als aktiver Feminist in Deutschland unterwegs. Ein Grund zu feiern, vor allem, wenn man sich die Presse der letzten zehn Jahr anschaut.

„Wenn das Nummerngirl ein Mann ist: Emanzipatorische Literatur muss keineswegs staubtrocken und klagend sein, sie kann vor Humor und Ironie nur so triefen. Nikola Müller, Isabel Rohner und Gerd Buurmann lasen unter dem Titel „Mehr Stolz, ihr Frauen!“ aus Texten von Hedwig Dohm, die bereits 1873 das Stimmrecht für Frauen forderte – und für die völlige rechtliche, soziale und ökonomische Gleichberechtigung der Geschlechter eintrat.“ (Pinneberger Tageblatt)

„Nikola Müller und Isabel Rohner, die Herausgeberinnen des Buchs „Hedwig Dohm – Ausgewählte Texte“, zelebrieren mit dem Schauspieler Gerd Buurmann die intellektuellen Spitzen einer großen Denkerin.“ (Hamburger Abendblatt)

„In einer hervorragend inszenierten und zum Teil irrsinnig komischen Lesung gab das Dohm-Trio (…) Kostproben der Dohm’schen Texte zum Besten. Das Trio erntete immer wieder Szenenapplaus – der einerseits den großartigen polemischen Textpassagen Hedwig Dohms galt, andererseits aber auch der beeindruckenden Vortragsweise.“ (Kreiszeitung Wesermarsch)

„Nikola Müller, Isabel Rohner und Schauspieler Gerd Buurmann setzten das Leben der Querdenkerin in Szene. Von einer „trockenen Geschichtsstunde“ konnte hier aber keinesfalls die Rede sein. Besonders der oft polemische Schreibstil von Hedwig Dohm wurde in den szenischen Einlagen des fröhlichen Trios deutlich.“ (WAZ)

„Leidenschaftlich bieten Buurmann, Müller und Rohner mit ihrer Femmage ein wunderbares „Best of“ der Dohm dar. Zitate und Ausschnitte der Dohmschen Werke, mal mit Biographischem unterbaut, mal mit Historischem, werden mal leise, mal laut in Szene gesetzt, mal präsentieren sich die drei im Stile eines literarischen Terzetts, bei dem Buurmann die Herausgeberinnen charmant befragt, mal echauffiert sich Buurmann in der Rolle eines Antifeministen im Gespräch mit der Dohm.“ (Neon)

„Gelungener Feldzug für eine Visionärin.“ (Nordwestzeitung)

„Mit dem Schauspieler Gerd Buurmann touren die beiden Expertinnen mit ihrer geistreichen «Femmage» durch die Lande, um der 1831 geborenen Großmutter von Thomas-Mann-Gattin Katja 90 Jahre nach ihrem Tod zur Wiederentdeckung zu verhelfen. Wirksamstes Mittel: Dohms eigene Essays, Feuilletons und Romane, die den Antifeminismus der bürgerlichen Gesellschaft im 19. und frühen 20. Jahrhundert mit spitzester Feder – und teilweise auch selbstironisch – aufs Korn nehmen.“ (Frankfurter Neue Presse)

Auf die nächsten zehn Jahre!

Die nächsten Termine sind in Germersheim am Freitag, 4. März 2016 um 19 Uhr im Bürgerinnensaal der Stadtverwaltung am Kolpingplatz 3 und in Speyer am Samstag, 5. März 2016 um 19 Uhr im Historischer Ratssal im Rathaus auf der Maximilianstr. 12.

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2 Antworten zu Zehn Jahre feministischer Stolz

  1. bevanite schreibt:

    Die Tatsache, dass als Reaktion auf diesen Text ein Pamphlet verlinkt wird, das den bekennenden Antifeministen und Massenmörder Anders Breivik beeinflusste, beweist, dass auch hierzulande noch einiges zu tun ist in Sachen Gleichberechtigung der Geschlechter. In diesem Sinne auf weitere zehn (oder mehr) Jahre!

  2. Heimchen am Herd schreibt:

    Westlicher Feminismus und das Bedürfnis nach Unterwerfung

    Manche Autoren behaupten, dass viele der leidenschaftlichsten und mutigsten Verteidiger des Westens Frauen sind, und führen dabei unter anderem die italienische Schriftstellerin Oriana Fallaci als Beispiel an. Doch Ausnahme-Frauen wie Frau Fallaci, so mutig sie auch sein mögen, sind nicht repräsentativ für die westlichen Frauen. Beim genauen Hinsehen bemerkt man, dass westliche Frauen im allgemeinen den Multikulturalismus und die massive Einwanderung stärker unterstützen als westliche Männer.
    Ich bekam viele Kommentare auf meine Artikel über gegen Frauen gerichtete moslemische Gewalt in Skandinavien. Mehrere meiner Leser fragten, was skandinavische Männer dagegen unternehmen würden? Was ist denn nur aus diesen Wikingern geworden? Haben sie zuviel Met in Walhalla getrunken? Im Gegensatz zu den romantischen Mythen, die sich heute um sie ranken, waren die Wikinger die meiste Zeit über wilde Barbaren. Ich zweifle jedoch sehr daran, dass sie weggeschaut hätten, wenn ihre Töchter von Moslems belästigt worden wären. In einem gewissen Sinn macht das heutige Skandinavier zu schlimmeren Barbaren als es die Wikinger jemals waren.

    Weiterlesen hier: https://willanders.wordpress.com/2009/06/26/fjordman-uber-feminismus-alter-aber-sehr-lesenswert/

    Dieser Artikel von Fjordman ist aktueller denn je!

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