Das hat nichts mit Deutschland zu tun?

In einem Ort in Sachsen, der sich Clausnitz nennt, hat sich ein hasserfüllter Mob von über hundert Menschen einem Bus mit Flüchtlingen in den Weg gestellt und dabei Parolen gegrölt. Im Bus befanden sich unter anderem verängstigte Kinder, die geweint haben. Der Mob brüllte: „Wir sind das Volk!“

Die Menschen im Mob glaubten, im Namen des deutschen Volkes zu handeln. Ich bin Deutscher. Ich könnte jetzt sagen, das Ganze habe nichts mit Deutschland zu tun und damit jede Verantwortung von mir weisen. Ich könnte auch behaupten, „das Deutschland gibt es nicht“ und mich damit begnügen zu betonen: „Deutschland bedeutet Frieden“, aber die hasserfüllten Menschen in Clausnitz rufen nun mal „Wir sind das Volk“, so wie Islamisten rufen: „Allah ist groß!“

Wenn ich diese Deutschen sehe, dann freue ich mich, dass es in Deutschland Artikel 5 gibt und rufe: „Leck mich am Arsch Deutschland!“ Gegen diese Deutsche gehe ich auf die Straße, demonstriere, schreibe Artikel, wehre mich und bin sogar niemandem böse, wenn er aus Protest die deutsche Fahne nimmt und sie verbrennt. Wenn sich ein Deutscher deshalb beleidigt fühlt, frage ich nur: Hast Du gar keinen Stolz?

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75 Antworten zu Das hat nichts mit Deutschland zu tun?

  1. O.Paul schreibt:

    Zitat Hr. Buurmann:
    „Die Menschen im Mob glaubten, im Namen des deutschen Volkes zu handeln.“

    Zitat Paul:
    „Die Kanzlerin und ihre Gefolgschaft glauben, im Namen des deutschen Volkes zu handeln.“

    Pat!

  2. Hessenhenker schreibt:

    Jetzt wird es lustig: der Polizeichef sagte ntv, die leute im Bus hätten provozierende Gesten gezeigt, konkret Stinkefinger und Kopf-Ab-Gesten.

    Kopf-Ab-Gesten sind keine provozierende Geste.

  3. O.Paul schreibt:

    Für mich sind das auch keine Flüchtlinge. Wenn man das Krisengebiet verlassen hat, in Sicherheit ist und trotzdem nochmal 5000 km Wandern geht, ist man m.E. Tourist.
    Da steckt Kalkül dahinter.

    Was sollen die Deutschen Ureinwohner machen?
    1. mit Politiker reden bringt nicht, aber auch gar nichts.
    2. Demonstrationen bringen auch nichts

    Wenn alle Interessen, Einwände, Ängste sonstiges der Bevölkerung von den ignoranten Politiker in den Wind geschlagen werden, kippt die Stimmung und es wird häßlich.

    • A.S. schreibt:

      „Wenn alle Interessen, Einwände, Ängste sonstiges der Bevölkerung von den ignoranten Politiker in den Wind geschlagen werden, kippt die Stimmung und es wird häßlich.“

      Genau das erleben wir gerade. Europaweit.

  4. A.S. schreibt:

    Es gibt Abschaum der sich auf Einwanderer stürzt. Es gibt Abschaum der sich auf silvesterfeiernde Frauen stürzt. Es gibt Abschaum der Flüchtlingsheime anzündet. Es gibt Abschaum der Parteistände verwüstet. Es gibt Abschaum der Straßenschlachten vor Synagogen veranstaltet. Es gibt Abschaum der Brandsätze auf Pendlerzüge wirft weil vielleicht Legida-Teilnehmer darin sein könnten. Es gibt Abschaum der die Flüchtlingsheimbewohner sexuell Missbraucht.
    Das ist Deutschland Anfang des 21 Jahrhunderts.
    Es wird immer schlimmer werden, solange das politische und mediale Stumpfenpersonal Bedrohung immer nur von „Rechts“ wahrnehmen kann. Faschismus hat viele Ausprägungen und man hat jahrelang einige davon einfach laufen lassen.

    • Nordland schreibt:

      Es gibt in der Tat dieses Messen mit zweierlei Maß. Das, was in Sachsen passiert ist, mag man – wie gesagt – durchaus kritisieren. Wenn aber Tag für Tag in ganz Deutschland Dinge wie im folgenden Artikel geschehen, dann erkennt man deutlich den „Mismatch“ – es passt einfach nicht zusammen, was uns Medien und Politiker ständig vorgaukeln: http://www.derwesten.de/staedte/bottrop/fluechtlinge-in-bottrop-beschweren-sich-uebers-essen-id11577495.html

      Da kommen sogenannte Flüchtlinge, die ihrer eigenen Aussage zufolge verfolgt würden und dem Krieg entronnen seien. Und dann beschweren sie sich über das kostenlos von deutschen Organisationen bereitgestellte Essen. Und wir rechtfertigen uns auch noch und gründen einen Gesprächskreis, in dem über den Essensplan gesprochen wird. Selbstverständlich wurde im Speiseplan auch für Schulen und Kitas sowieso schon das Schweinefleisch komplett abgeschafft und damit eine religiöse Essenspraktik auch auf Nichtmuslime ausgedehnt.

    • O.Paul schreibt:

      Die Herrschenden haben es fast perfekt hinbekommen: „Teile und Herrsche“.
      Soviel Uneinigkeit im Volk spielt denen so richtig in Hände.

    • Kanalratte schreibt:

      Es waren Linksextreme die die Anschläge gegen das jüdische Gemeindehaus in West-Berlin, gegen die Synagoge in München und gegen israelische Sportler durchführten. 19 Juden sind dabei in Deutschland ums Leben gekommen und man von Glück sagen, dass es nicht mehr waren.

      Die Tupamaros West-Berlin und die Tupamaros München sind linksextreme NSU-Truppen, die soviele Juden töten wollten, wie nur möglich. Leider ist dieses Land auf dem linken und islamistischen Auge blind.

  5. UlrichK schreibt:

    Was ist eigentlich mit der Spuckerin am Anfang des Videos?

    • abusheitan schreibt:

      Sie macht von ihrem Recht auf freie Meinungsäußerung Gebrauch. Leider behinderte die Windschutzscheibe den interkulturellen Austausch. Was sie von den Bewohnern des von ihr gewählten Gastlandes hält, drückte sie mit ihrer Geste aus.

  6. American Viewer schreibt:

    Die Demonstranten greifen zu ungeschickten Mitteln, gerade aus PR-technischer Sicht und vor allem auch im Hinblick auf die deutsche Presse (ÖRF usw.), aber ihre Unzufriedenheit ist aus meiner Sicht verständlich.

    • ceterum censeo schreibt:

      Nazi!

    • Bruno Becker schreibt:

      Ungeschickt? Strunzblöd trifft es eher. Und von Unzufriedenheit würde ich auch nicht unbedingt reden. Damit könnte man ja jeden Lynchmob (und nichts anderes ist das) entschuldigen. Und was „PR-technisch“ ist, wissen die gar nicht. Die können ja nicht mal deutsch.
      An dem Desaster sind nicht die Kinder in dem Bus schuld, die Wut muss andere treffen. Das rafft dieser Mob nicht, zu dämlich. Darum wird alles so weiter gehen wie bisher, bis zum Untergang.

      • O.Paul schreibt:

        Ja und Restdeutschland und Europa zeigt mal wieder auf die strunzdoofen Ostdeutschen und merken dabei gar nicht, wie selbst ganz langsam abgekocht werden. Der Ostdeutsche hat noch ein Gespühr für Unrecht und weiß, wann er sich wehren muss.

        Der Westdeutsche hingegen verhält sich wie der Frosch, der im lauen Wasser sitzt und immer mehr erhitzt wird. Bis er gar ist.

      • American Viewer schreibt:

        @Bruno Becker
        Ich finde es interessant wie Sie gegen jeden meiner harmlosen Begriffe (ungeschickt, unzufrieden, PR) opponieren, nach dem Motto Hauptsache irgendetwas dagegen gesagt, um dann Begriffe wie „Lynchmob“ und „Untergang“ einzuführen.

        Ein „Untergang“, der aus ihrer Sicht offenbar nicht mehr abzuwenden ist, nur weil sich ein Mob die falschen Adressaten herausgesucht hat. Von lynchen kann derweil keine Rede sein (sie wissen schon was lynchen bedeutet?!) – und wären es Linke, würde man einfach sagen es seien „Demonstranten“.

  7. Sophist X schreibt:

    Ganz, ganz schlimm. Ein kleines Detail möchte ich korrigieren: Es sind laut deutschem Grundgesetz keine Asylberechtigten und weder nach deutschem noch laut Völkerrecht Flüchtlinge, sondern illegal einreisende Touristen. „Flüchtling“ ist nur das Wort, das Presse und Politik willkürlich ausgewählt haben, um den „permanenten Rechtsbruch“ (H. Seehofer) zu kaschieren.

    • ceterum censeo schreibt:

      Nazi!

      • Sophist X schreibt:

        Ähm. Nazi… soso. Aber dann bitte israelfreundlicher Nazi. Wäre doch ein schöner Vereinsname ‚Nazis Pro Israel e.V‘.

        • Hessenhenker schreibt:

          In Marburg klebten so Anfang der Neunzigerjahre an jedem Laternenpfahl Aufkleber mit folgender Aufschrift:

          „NAZIS gegen Rechts: Junge Union Marburg“.

          Soviel ich weiß, weiß man bis heute nicht, wer’s war.
          Ich war’s nicht, damals war ich noch nicht abgebrannt worden und gut drauf.

    • Tim schreibt:

      Welchen Rechtsbruch denn bitte ? Wird so oft vorgetragen, aber stimmt nicht.

    • Tim schreibt:

      Was meinen Sie mit permanenten Rechtsbruch ?

      • A.S. schreibt:

        Vmtl. den, dass Menschen einreisen, die weder von keinem Schengenstaat ein Visum bekommen haben, und sich daher eigentlich nicht in Deutschland aufhalten dürfen, noch einen Asylantrag stellen dürften, da sie aus sicheren Drittstaaten einreisen.

      • Sophist X schreibt:

        Ich habe da Seehofer zitiert. Des weiteren:
        1) kein Asylantenstatus: Laut GG hat jemand, der über ein sicheres Drittland (EU-Staaten!) einreist, keinen Asylanspruch. Ergo Asyl null und nichtig. Wird das von Behörden und Gerichten ignoriert: Rechtsbruch.
        Bleibt: Flüchtling.
        2) Wer über mehrere sichere Länder in ein Land reist, ist kein Flüchtling sondern bestenfalls ein Tourist und braucht ein Visum. Wer ohne Visum oder gar ohne Pass einreist, begeht eine Straftat. Wird das von der Regierung, Behörden und Staatsanwälten/Gerichten geduldet: Rechtsbruch.

        • Praecox schreibt:

          Der Asylanspruch verfällt nur, wenn die Person im Drittstaat durch Registrierung ins Asylverfahren kam. Wenn das Land der 1. Asylantragsstellung Deutschland ist, dann ist (fast) alles rechtens.
          Diese Regelung gilt nicht für Minderjährige! Die können in jedem Land Asylantrag stellen, es zählt immer das Land der letzten Antragsstellung.

          • A.S. schreibt:

            Ist es nicht so, dass der Antrag im ersten betretenden EU- oder Schengenland Land gestellt werden muss?

          • Praecox schreibt:

            https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_16a.html
            http://www.gesetze-im-internet.de/asylvfg_1992/__26a.html
            http://www.gesetze-im-internet.de/asylvfg_1992/__18a.html

            Daneben haben die allermeisten – 98% (!) – aller Asylbewerber keinerlei Chance auf Asyl, da die 98% nicht politisch verfolgt werden. Ein Antrag auf Anerkennung von Subsidiärem Schutz oder als Flüchtling im Sinne der GFK ist aber unabhängig von einem Asylverfahren, für das ein anderer Staat als Deutschland zuständig wäre, immer möglich.
            http://www.gesetze-im-internet.de/asylvfg_1992/__3e.html
            http://www.gesetze-im-internet.de/asylvfg_1992/__4.html

            Derzeit werden die von diesen Gesetzen gewährten Spielräume von der Bundesregierung großzügig verhandelt, so dass durchaus Migranten und Flüchtlinge (für die Lügenkommentatoren: auch viele Flüchtinge!) ins Land kommen, die auch anderweitig versorgt werden könnten. Wenn… Ja, wenn?

          • Praecox schreibt:

            Klar. Aber, wenn er denn Antrag dort nicht stellt und hier keine Angaben über seine Reiseroute macht, was dann?

          • Praecox schreibt:

            Habe hier übrigens ein paar Quellen gepostet, die jetzt entweder im Orkus herumschwirren oder in ca. 12-24h auftauchen.

          • A.S. schreibt:

            Wer auf dem Landweg nach Deutschland kommt wird mit fehlenden Angaben über seine Reiseroute wenig ausrichten können. Wer z.B. in Kufstein in den Zug steigt und dann in Rosenheim sagt, er wäre nie in Österreich gewesen, der kann nur noch Grünen glaubwürdig erscheinen.
            Das Dublin-Abkommen ist offenkundiger Mist und gehört dringend überarbeitet. Wenn das Recht ein Griff ins Klo ist reicht es nicht wenn man es einfach ignoriert.

          • Praecox schreibt:

            Halbe Zustimmung.

            Ein Problem ist, dass die nach geltendem Recht und Dublin-II-Verordnung von sämtlichen Mitgliedsstaaten umzusetzenden Standards im Asylverfahren nicht von allen Mitgliedsstaaten gleichermaßen umgesetzt wurden.

            Da in Ländern wie Griechenland, Ungarn, auch Italien keine menschenwürdigen Bedingungen für Asylbewerber geschaffen wurden, lies man die Migranten alle nach Nordeuropa durchziehen (nicht alle wollten nach D.), wo das Asylverfahren den Standards entsprechend stattfindet. Diese Ungleichheit machte gleichzeitig Nordeuropa für Asylbewerber viel interessanter. Logisch.

            Selbstverständlich war/ ist es für die Länder an den EU-Außengrenzen schwer, alle Standards einzuhalten bei der schieren Menge an Migranten, die ankommen. Deshalb pfeifen die auch auf eine Registrierung der Migranten, geben ihnen sogar Zugtickets nach Deutschland in die Hand und etwas Bargeld für die Fahrt und Ciao.

            Hier haben in der Vergangenheit alle, diese Länder und Deutschland geschlampt.

            Die Folge dieser Schlamperei ist die seit August 2015 offen gelegte Krise, die aber – und das ins Gesicht der Lügenkommentatoren – befeuert wird durch die Massenflucht aus Syrien.

            Ich täte mir sehr schwer, für dieses ganze Schlamassel wenige Alleinschuldige (z.B. Merkel) zu brandmarken.

            Meiner persönlichen Meinung nach, sind alle vorhandenen Gesetze ausreichend. Das Problem/ die Herausforderung sind die gigantischen Migrationsbewegungen an sich, eine Verschleppung der Asylverfahren durch die Behörden hier (wie aber sollen die auch hinterherkommen??), sowie eine inkonsequente bzw. nicht vorhandene Ausweisungs-/ Abschiebepraxis für Nicht-Asylberechtigte, Nicht-Flüchtlinge und Nicht-Schützwürdige sowie Kriminelle.

          • Praecox schreibt:

            Zitat A.S.
            „Wer auf dem Landweg nach Deutschland kommt wird mit fehlenden Angaben über seine Reiseroute wenig ausrichten können. Wer z.B. in Kufstein in den Zug steigt und dann in Rosenheim sagt, er wäre nie in Österreich gewesen, der kann nur noch Grünen glaubwürdig erscheinen.“

            Nochmal, damit sie es auch verstehen:
            Wer in Östereich oder einem anderen sicheren Drittstaat war (EU/Nicht-EU), ohne registriert worden zu sein, dem kann man einen Aufenthalt in einem (jedem) anderen Land nur unterstellen, aber nicht beweisen.

          • A.S. schreibt:

            Zustimmung im Großen und Ganzen. Ich würde nur noch hinzufügen, dass Dublin und Schengen nicht funktionieren, weil man versäumt hat eine gesamteuropäische Grenzsicherung zu installieren. Nur deshalb funktioniert jetzt ja auch das gegenseitige Schul-Hin-und-Her-Geschiebe.
            Die Südstaaten haben mit Sicherheit nicht vergessen wie auch Deutschland sie lange Jahre im Stich gelassen hat.

            Zum Nebenstrang Reiseroute: Für Menschen, die z.B. in Berlin zum ersten mal behördlich in Erscheinung treten stimmt es dass nur Unterstellungen möglich sind. Aber spätestens bei der „Kufstein-Rosenheim“ Situation die letztens hier beschrieben wurde trifft das nicht zu. Ich will der Politik das Dilemma durchaus zu gute halten, dennoch macht mich die Feigheit und daraus folgend die Tatenlosigkeit besorgt. Z.Z. schaut die Politik einfach zu wie Europa in ein Chaos stürzt. Ausgang ungewiss.

          • Praecox schreibt:

            Ich war letztens nicht dabei, pflichte aber dennoch bei, dass sich eine Kufstein-Rosenheim-Situation ziemlich grotesk anhört. Wie grotesk auch immer sich ein Sachverhalt nun anhören mag, so müssen doch Beweise her und die gibt es in diesem besonderen Fall wohl nicht, solange der Schaffner im Zug nicht zugleich auch Bundespolizist in Personal- und Amtsunion ist. Da ich schon des öfteren mit genau diesem Zug gefahren bin (Bayernticket gilt ab Kufstein), weiß ich, dass nicht zwingend ein Schaffner an Bord ist für die paar Meter zur deutsch-österreichischen Grenze.

          • Praecox schreibt:

            Mit anderen Worten:
            Wenn Sie in Rosenheim einen Migranten haben, der in Rosenheim erstmalig von Eurodac erfasst wird, können Sie zwar mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass das letzte Land, in dem er sich aufgehalten hat, Österreich war und dass er davor in einem anderen Mitgliedsland der EU oder sicheren Drittstaat war, aber wohin schicken Sie ihn denn nun? Sie wissen ja nicht, in welchem Mitgliedsstaat er ERSTMALIG seinen Fuß auf den Boden gesetzt hat. Italien? Bulgarien? Griechenland? Spanien? Malta? Zypern? Tschechei? Ungarn?

            Sie weisen ihn also nach Östereich zurück. Und nun? Die wollen ihn auch nicht haben und wohin weisen die ihn?

          • A.S. schreibt:

            Sie beschreiben genau das Dilemma in das sich die Politik hineinmanövriert hat. Der Kinderglaube an „eine Welt“ hat zu lange die Realpolitik verdrängt und das rächt sich jetzt (leider auch an den Falschen). Es gibt keinen „richtigen“ Weg mehr.
            Entweder die Politik handelt und greift zu Aktionen, für die sich Frau Petry schämen würde, oder man lässt das laufen und wartet. Entweder, bis FPÖ, Front National und AFD groß genug zum Handeln sind oder ein Mob auf der Straße loslegt. Beide Szenarien beginnen ja bereits.
            Die Situation ist verfahren und man hört nur Durchhalteparolen.

          • Praecox schreibt:

            Zitat A.S.:
            „Entweder, bis FPÖ, Front National und AFD groß genug zum Handeln sind oder ein Mob auf der Straße loslegt. Beide Szenarien beginnen ja bereits.“

            Mit ist nicht ganz, woher Sie das ODER nehmen und welche Alternative sie zu den genannten Parteien UND dem Mob vorschlagen würden.

          • A.S. schreibt:

            Das „Oder“ bezieht sich auf die Frage wer sich letztlich durchsetzt. Ich halte das für unterschiedliche Bewegungen.

            Alternative sehe ich keine mehr. Zumindest keine die mir gefällt. Das hat die Politik der letzten Jahrzehnte verpennt.
            Wie gesagt, wir steuern in die Scheiße rein.

  8. Nordland schreibt:

    Das Video scheint ja für großes Aufsehen zu sorgen. Bei mir ruft es indes keine großen Emotionen hervor. Warum nicht? Vielleicht liegt es daran, dass noch vor kurzem in vielen Medien Bilder von den sogenannten Bahnhofsklatschern in den Vordergrund gestellt wurden. Die undifferenzierte Willkommenskultur wurde als ethisch alternativlos dargestellt, Kritik daran pauschal in die menschenfeindliche Ecke gerückt.

    Auch, das muss ich zugeben, dachte ich bei Betrachtung der Busblockade daran, wie es unter Linken gang und gebe ist, bei jeder rechten Versammlung (und was rechts ist, bestimmen sie selber, das kann auch schon mal eine einfache AfD-Veranstaltung sein) alle möglichen Blockadeaktionen zu starten. Mal werden Hoteliers zur Absage gedrängt, mal wird Zuschauern der Zugang versperrt, mal werden Demonstrationszüge durch Sitzblockaden verhindert.

    Im Ergebnis darf ein Herr Buurmann Empörung zeigen, bei einem der sogenannten Bahnhofsklatscher oder Demo-Blockierer würde ich das aber für scheinheilig handeln. Denn die Vorgehensweisen ähneln sich.

    Dabei ist es freilich klar, dass sich ein sinnvoller Protest gegen die falsche, gefährliche, ideologisch motivierte Politik der offenen Grenzen nicht gegen einzelne Flüchtlinge richten sollte. Damit erreicht man nichts. Vielmehr fühlen sich die Leute bestätigt, die alle Kritiker pauschal mit ihrer Rhetorik von „Menschenfeinden“, „Empathielosigkeit“ oder „Rassismus“ bedenken.

    Eines noch, Herr Buurmann: Wenn man so großes Aufheben um die Busblockierer macht, dann ist das schon okay. Doch dann sollte man ebenso viel Aufmerksamkeit den Menschen widmen, die friedlich demonstrieren oder die ruhig und sachlich ihre Meinung zur Flüchtlingspolitik äußern. Das eine ohne das andere wirkt auf mich… so durchschaubar.

    • ceterum censeo schreibt:

      Nazi!

      • Praecox schreibt:

        Wenn Sie alle über einen Kamm scheren, Ceterum – also etwa Nordland und SophistX – dann führt das mittelfristig zur Abnutzung des Begriffs. Und das wollen Sie doch sicher nicht, Ceterum Censeo, dass man die echten von den falschen Nazis nicht mehr unterscheiden kann, gelle?

        • Dante schreibt:

          Darauf will er doch hinaus.

          • Praecox schreibt:

            Der nicht.

          • Dante schreibt:

            Abä sischä dat. Er nennt Nordland @Co nicht deshalb Nazis, weil er sie wirklich dafür hielte, sondern weil er damit einen bestimmten Umgang mit bestimmten Meinungen karikieren und geißeln will. Hessenhenker hat das jedenfalls erkannt.

          • Praecox schreibt:

            Geschätzter Dante, ihre bisweilen gerieren Sie sich neunmalklug bis anstrengend.

            Auch ich habe das „erkannt“, jedoch ein Späßchen daraus gemacht, da ich Ceterum Censeo durchaus zutraue, mit seinen schwach dispositionierten Fähigkeiten als Karikateur und Geißler eine Immunisierungsstrategie keine seine Kritiker zu versuchen. Nach dem Motto: Du nennst mich Nazi, obwohl ich keiner bin, also bist Du einer.

            Das ist eigentlich alles sehr durchschaubar, für Sie nicht, @Dante?

          • Praecox schreibt:

            gegen

          • ceterum censeo schreibt:

            🙂

          • Kanalratte schreibt:

            Wir Deutschen sind für ewig Nazis (mehr im Inland als im Ausland!), von daher finde ich die Nazi-Keule sehr putzig.

  9. Hessenhenker schreibt:

    Typen wie die lustigen Brüller in dem Video da sind der Grund, daß ich seit 50 Jahren sogar jede Kirmes meide.
    Im Westen!

    Was denke ich, wenn ich den Schriftzug „Polizei“ sehe?
    An die freundlichen Worte aus dem Mobiltelefon,
    nachdem ich mit Taschenlampe im Dunkeln und noch ohne neuverlegten Stromanschluß den zweiten Brandstiftungsversuch entdeckte und fix die 110 angerufen hatte:
    „Sie wissen SCHON, daß es strafbar ist den Notruf zu blockieren?“

  10. anti3anti schreibt:

    Der Islamruf lautet: Allah ist der größte.
    „Wir sind das Volk“ heißt, dass die anderen, wer sie immer auch seien, NICHT das Volk sind.
    Es ist legitim von der Verfassung garantiert, an sich gegen Flüchtlinge zu sein. Es ist unethisch, gegen einzelne Flüchtlinge vorzugehen. Unabhängig ob Kinder weinen oder nicht.

  11. Hessenhenker schreibt:

    Einen Teil meines Stolzes hat man vor Jahren am Hitlergeburtstag samt meiner Existenz abgebrannt.
    Den Rest versuchen mir SPD und CDU auszutreiben, indem sie hintenrum verhindern daß ich meiner langjährigen ausländischen Freundin auch mal „mein“ Land zeige, vornerum aber jammer sie könnten da „leider auch nichts machen“, während Merkel Millionen reinwinkt.

    • anti3anti schreibt:

      Das ist sehr traurig. Der einzelne Flüchtling ist nicht schuld daran. Ich empfehle, die Freundin zu heiraten.

      • Hessenhenker schreibt:

        Es ist ein Irrtum, daß sie dann mal für eine Besuch kommen dürfte.
        Dann greifen die Schikanen für multinationale Ehepaare: man geht von Seiten der Botschaften und der Ämter davon aus, daß sie „wie alle“ für immer hier bleiben will und verlangt „der Integration wegen“ VOR Einreise Deutsch zu lernen mit Abschluß.
        Mein Schatz gehört zur arbeitenden Bevölkerung und kann nicht ein Jahr in der Hauptstadt im Hotel wohnen um eine sinnlose Sprache zu lernen, in der Zeit verliert sie doch den Job-Anschluß und ist raus aus dem Geschäft!

      • Hessenhenker schreibt:

        Die einzelne Merkel und der einzelne Steinmeier sind aber schon schuld daran.
        Denn Kanzler und Außenminister heißen überraschenderweise nicht mehr Hitler und von Ribbentrop!

        • Hessenhenker schreibt:

          Ich bin nicht Frank,
          denn laut Amöneburgs Ex-Bürgermeister Anders Arendt (er hat das Copyright für folgenden Spruch)
          „ist Frank im Schrank“.
          Ich darf aber draußen rumlaufen!

        • Hessenhenker schreibt:

          Selbstverständlich hat es mit den „von Buurmann vorgegebenen Themen zu tun“,
          wenn aus rassistischen Gründen meine FREMDländische Freundin mich nicht in „meinem“ Land besuchen darf, während „es doch geht, wie die Politik bewiesen hat“.

        • Praecox schreibt:

          Langsam macht mir dieses WordPress Angst.

        • ceterum censeo schreibt:

          Also jetzt mal ohne Scheiß, gefühlte oder tatsächliche Jahre erfüllt mich heiliger Zorn, wenn ich lese, wie unser Lumpenstaat, dem ich mittlerweile alles zutraue, Dich und Deine Freundin diskriminiert, und jetzt muß ich hören , daß die Deutschkenntnisse Deiner Liebsten Eurem Glück im Wege stehen? Wie verständigt Ihr euch denn eigentlich, außerhalb der Koje?
          Also nicht daß ich jetzt meine, Liebende müßten sich zwangsläufig verbal verständigen können. Das geht auch den Lumpenstaat und mich nichts an.

          • Hessenhenker schreibt:

            Liebe/r ceterum censeo,
            die fehlenden Deutschkenntnisse stünden im Weg, sobald wir verheiratet sind.
            Deshalb ist „Heiraten“ nicht so der gute Tipp, um das Problem zu lösen.

            Wir reden in und außerhalb der Koje in folgenden Sprachen: Englisch, Thai, Lao, paar Worte Chinesisch, und manchmal sagen wir „guten Tag“ auf Hangul.
            Sie spricht auch durchaus ein Bißchen was auf Deutsch, rein aus Interesse! Aber nix, was in der bürokratischen deutschen Sprachprüfung beim Goethe-Institut nützte.

          • Hessenhenker schreibt:

            Ich kann keinen fragen, wohn ja nicht mehr da (Haus und Hof dort sind weg).
            Aber ich habe mal das Wort „Amönen“ gehört.
            Die meisten Einwohner sind keine, denn die wurden nur eingemeindet.
            Also ein Mardorfer wird abstreiten,. Amöneburger zu sein, auch wenn das so auf dem Ortsschild steht.

        • Hessenhenker schreibt:

          Praecox, ich bin ein wenig mißtrauisch!
          Sie sind doch hoffentlich nicht dieser bipolare Blogger, der da auf dem Mond die Füße auf dem Tisch liegen hat und es ständig mit Nazis und Russen hat?

        • Praecox schreibt:

          Ich weiß nicht, wen Sie meinen.

        • ceterum censeo schreibt:

          Amöneburg klingt irgendwie herrlich. So wie Amöbe. Sätze wie „Der amöneburger Bürgermeister begrüßte die Flüchtlinge im Namen aller Amöneburgerinnen und Amöneburger auf’s Herzlichste und lobte gleichzeitig die gelebte amöneburger Willkommenskultur.“ in der amöneburger Presse sorgen bestimmt dafür, daß in diesen finsteren Zeiten der Humor nicht auf der Strecke bleibt.
          Oder sagt man Amöneburgeraner?

    • Dante schreibt:

      Ich kapiere beim besten Willen nicht, wieso man da „nichts machen kann“. Natürlich kann man! Es geht doch, das hat die Politik bewiesen.

  12. Gary schreibt:

    Ach, hier wird jetzt auch kräftig aufgebauscht.

Seid gut zueinander!

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