Kein Platz für jüdischen Widerstand

Ein Bericht von Tim Malinowski.

Am 28. Februar 2016 war ich bei der Landesvollversammlung der Linksjugend NRW in Köln-Kalk. An Verkaufstischen wurden Werke über Trotzki, Lenin und Che Guevara angeboten, aber auch kurdische Tücher standen zum Verkauf. Da ich nur passives Mitglied bin, stellte ich den Antrag, mich für die Veranstaltung zu aktivieren, um Stimmrecht zu erhalten. Meinem Antrag wurde zugestimmt und ich erhielt Stimmrecht.

Einige Anwesende hatte eine Frage zu meinem T-Shirt, auf dem das Symbol der israelischen Verteidigungskräfte zu sehen war. Ich erklärte, dass ich das T-Shirt aus Protest gegen eine Veranstaltung im Bürgerzentrum Alte Feuerwache in Köln trage, wo am Tag vorher eine Organisation gefeiert wurde, die Anschläge auf jüdische Kinder verübt hat, die Intifada gegen Israel gutheißt und bei offiziellen Veranstaltungen schon mal den Hitlergruß macht. Nachdem ich das geklärt hatte, ging ich zur Veranstaltung der Linksjugend NRW.

Dort erklärten einige Kandidaten unter Applaus ihre Solidarität mit Palästina. Keiner der Kandidaten äußerte sich zu dem aktuellen Terror der dritten Intifada. Irgendwann machte ein Teilnehmer wutentbrannt auf mein T-Shirt aufmerksam. Er beschwor einen „antimilitaristischen Grundkonsens“ und behauptete, aus einem Land zu kommen, das von einem rechten Regime unterdrückt werde und fügte hinzu, seine Großmutter sei von Angehörigen der „faschistischen IDF ermordet“ worden. Er forderte dazu auf, mich entweder von der Veranstaltung zu verbannen oder darüber abzustimmen, das T-Shirt zu verbergen.

Der Aufforderung folgte ein großer Applaus der Teilnehmer. Ein Teilnehmer schlug vor, die Angelegenheit nicht durch Abstimmung, sondern „persönlich“ zu klären. Als ein anderer Teilnehmer darauf hinwies, das im Raum auch ein Mensch mit einem T-Shirt saß, auf dem „Stalingrad 43“ zu lesen war und dieses Trikot ja auch toleriert werde, wurde er dafür von Teilen des Publikums ausgebuht. Eine andere Genossin, die auf die pluralistische Ausrichtung hinwies, wurde unterbrochen.

Die Debatte endete mit dem Ergebnis, das T-Shirt zu verbergen. Das Stalingrad-Trikot wurde weiterhin geduldet. Einige Teilnehmer stimmten daraufhin Lieder an. Da ich die Entscheidung als Akt der Zensur betrachtete, verließ ich die Veranstaltung und stimmte ebenfalls ein Lied an: „The Star-Spangled Banner“

Auf dem Weg nach draußen kam ich an ein paar Pali-Tüchern vorbei. So sieht also der „antimilitaristischen Grundkonsens“ der Linksjugend NRW aus. Gewalt gegen Israel geht klar, aber israelischer Widerstand hat zu verschwinden!

***

(Dieser Artikel wurde Korrektur gelesen von einem weiteren Zeugen der Veranstaltung. Danke an Niema Mov.)

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63 Antworten zu Kein Platz für jüdischen Widerstand

  1. Gerd Schnitzler schreibt:

    Auf ihrem Facebook-Profil nimmt die Linksjugend Stellung dazu. Ich enthalte mich jeden Kommentars, weil ich sonst los poltere.

  2. Ronald Hörstmann schreibt:

    Was die Grundausrichtung des Kommunismus und des Nationalsozialismus anbetrifft, gibt es keinen Unterschied zwischen beiden.

  3. A.S. schreibt:

    Überrascht mich nicht. Wenn man so mitbekommt was die Linke an Antisemitismus in ihren Reihen duldet (das dürfte sich keine „rechte“ Partei erlauben) kann es nicht wundern, dass die Jugend mit dem jugendlichen Eifer so extrem ist.

    Wenn man in die Linke eintritt tritt man in eine latent antisemitische Partei ein. Vorher überlegen!

  4. Lemsn schreibt:

    Die Kritik meinerseits auf das „Stalingrad43“ T-Shirt sollte lediglich den Grundkonsens von provokanter Kleidung auf einer solchen Veranstaltung ansprechen. Ich habe es nie mit dem IDF T-Shirt vergleichen wollen und wollte dich auch nicht schützen. Ich habe eine klare Stellung gegen das Handeln Israels.

    • yoyojon schreibt:

      Wohin sind wir gekommen? Eine Spiesser-Welt. In den sechziger, siebziger Jahren hat kein Hahn danach gekräht, was Du auf Deinem T-Shirt hattest, außer den konservativen, alten und uralten Spiessern. Der Eine bekannte sich zu Mao, der andere zu Israel.
      Allenfalls bekamen sich der Maoist und ein Leninist in die Haare 😉
      Aber ich erinnere mich auch… während des 6-Tage-Krieges hatte eine Freundin von mir eine Israelfahne über den Deckel des Kofferraums ihres „Deux Chevaux“ gespannt und den fanden wir tatsächlich einmal weggerissen.

    • Dante schreibt:

      Haben Sie denn wenigstens auch eine klare Haltung gegen das Handeln derer, die Juden umbringen oder gar zu Tode foltern, weil diese Juden sind?

      • Lemsn schreibt:

        Ich habe eine Haltung gegen jede Form von Gewalt. Näher kann ich auf diesen Konflikt jedoch nicht eingehen weil ich die genauen Gründe der Intifada nicht kenne. Ich kann nur sagen, dass auf Aktion auch Reaktion folgt.

        • yoyojon schreibt:

          Genaus das ist die Krux. Die Leute kennen die Gründe für die Intifada nicht und nicht, was es für Israelis bedeutet. Man sieht punktuell die Oberfläche, ernennt die Palästinenser zum „underdog“, auf dessen Seite man sich stellen muss, der ja nur auf die Aktion reagiert. Die Aktion gibt es dabei einfach, sie fällt vom Himmel, reine Bosheit der Israelis. Also… Palituch um den Hals binden, fertig ist der Israelkritiker vom Typus: „Man muss doch wenigstens sagen dürfen…“.
          Alternative… man macht sich mal richtig schlau oder man sagt gar nichts. Aber das ist nun wirklich zu extrem….

          • yoyojon schreibt:

            Und für Leute wie Lemsn: „…die genauen Gründe der Intifada nicht kenne.“ habe ich unten den Vortrag von Zuckermann eingestellt. Den gehört kann man die Dinge recht gut einordnen.

        • Dante schreibt:

          Nehmen Sie die folgenden Entgegnungen zwar ernst, aber nicht persönlich, sie sind bewusst polemisch.

          Ich habe eine Haltung gegen jede Form von Gewalt.

          Die des Geiselbefreiungskommandos in Entebbe wie die der Geiselnehmer?

          Näher kann ich auf diesen Konflikt jedoch nicht eingehen weil ich die genauen Gründe der Intifada nicht kenne.

          Rwanda ’94 kann nicht richtig beurteilen, weil ich die Gründe für das Vorgehen der Hutu nicht kenne. Sie sollen lange benachteiligt gewesen sein…

          Ich kann nur sagen, dass auf Aktion auch Reaktion folgt.

          Genau. Ohne Grynszpans Attentat auf von Rath kein Novemberpogrom.

  5. yoyojon schreibt:

    Wegen der ständigen Wirrungen… was ist links? Ist links eigentlich rechts? Sind Rechte die wirklichen Linken? Usw. und… der Zionismus ist das Unglück der Welt usw. usw. … könnte es nicht schaden, sich bei Prof. Moshe Zuckermann etwas differenzierte zu informieren. Vielleicht kuckt ihr mal rein…

    Und der ist nun wirklich ein Linker!!! 😉

  6. Peter Zangerl schreibt:

    Kein Mitleid, Tim Malinowski. Wer bei der linksjugend Mitglied ist – wenn auch passiv – und dann aber ein IDF-Shirt trägt hat irgendwas nicht verstanden.

    • ceterum censeo schreibt:

      Wer in so einer Art Hitlerjugend überhaupt Mitglied ist…..:-(
      Egal, was für ein Shirt er trägt.

      • ceterum censeo schreibt:

        Irrtum, die dürfen nur noch nicht wüten, würden schon gerne. Das sind genau dieselben, wie damals.

        • ceterum censeo schreibt:

          Kein Blödsinn. Sind genau dieselben verführten dämlichen Kinder. Sieht man an der Antifa auch. Denen drückt man demnächst vielleicht auch Waffen in die Hand, wie seinerzeit. Werden auf ihre eigenen Eltern ballern, wegen deren falscher Gesinnung.
          Ein Großvater war GI, der andere Spieß an der Ostfront. Hat die Nazis gehaßt wie die Pest. Die Kommunisten in der Zone dann übrigens auch.
          Und Dein Opa? Gastarbeiter, hat Deutschland aufgebaut?

      • Kanalratte schreibt:

        Stalinjugend 🙂

    • yoyojon schreibt:

      Ich sitze, wie üblich, zwischen den Stühlen. Ich bin Pazifist. Aber wenn schon… dann wäre ich ggf. bereit gewesen, in genau 2 Armeen zu dienen. A. in der Schweizer Armee. Die haben seit Jahrhunderten keinen Krieg geführt. B. in der israelischen Armee, denn von dieser hängt das Überleben der gesamten Bevölkerung ab. Faktisch. Nicht als Propaganda. Da habe ich also nicht das Geringste Problem mit einem IDF-t-shirt.
      Könnten da diese Linken oder was auch immer diese Leute sind, sich auch einmal ein paar Gedanken machen? Und deshalb kann man trotzdem Pazifist sein – für den Rest der Welt. Es gibt auch diese Überlegung: NICHTS auf der Welt kann in idealer (außer den Ideen Platos) Weise und ohne Brüche existieren. Und da muss man sich für und gegen die Brüche entscheiden, mit denen man leben kann und will. Das ist aber für die meisten zu schwierig. Alles muss entweder schwarz oder weiß sein. Diese Dichotomie ist ganz besonders in der „christlichen Kultur“ zu erkennen bzw. Bestandteil der Religion – in der jüdischen nicht!. Eigentlich wundert es mich. Wenn es ums Heucheln geht, hat man bei uns doch auch keine Probleme, „richtig“ und „falsch“ nach Lust und Laune zu vermischen. Da sind alle „shades of grey“ erlaubt.

    • Tim Malinowski schreibt:

      Ich hatte die Teile der Linksjugend in der ich sonst mich bewege immer als pluralistisch und emanzipatorisch erlebt. Das diese Teile nur Ausnahmen sind ist mir natürlich auch im Vorfeld klar gewesen.

    • Dante schreibt:

      Kein Mitleid, Tim Malinowski.

      Ich glaube nicht, dass Herr Malinkowski Mitleid will.

  7. Praecox schreibt:

    Je suis Tim Malinowski.

  8. Kanalratte schreibt:

    Genau deswegen mag ich Linke nicht. Für mich sind die meisten von diesen Linken Heuchler und Doppelmoralisten, die sich selbst für Intelligent und Erhaben halten und sich gleichzeitig moralisch über andere Menschen stellen. Auch den Judenhass der Linken und ihren gleichzeitigen Araberfanatismus finde ich unerträglich.

    • Praecox schreibt:

      99% Ihrer Kommentare befassen sich mit Ihrer notorischen Abneigung gegen Linke. Zur Abwechslung könnten Sie doch mal sagen, wen oder was Sie noch nicht mögen.
      Der Autor ist Linker, wie mir scheint.

  9. unbesorgt schreibt:

    Der Gerd hat Eier, das muss man ihm lassen.
    Ich finde die Golani-Shirts schicker, in Oliv-grün. Aber mir war anfangs echt mulmig, damit durch Hannover zu laufen. Aber man muss das, glaube ich, mal machen, um ein klein wenig ein Gefühl dafür zu bekommen wie es ist, etwas absolut legales zu machen und nicht zu wissen, wie die Leute reagieren, wenn sie zum Beispiel hebräische Buchstaben sehen. Der Nahostkonflikt färbt da ab, denn während die Typen mit Pali-Feudel sich sicher sein können, auf der Straße nicht blöd angemacht oder verprügelt zu werden, kann man mit Kipa oder IDF-Shirt solches nicht annehmen – wie Gerd bewiesen hat.

  10. Paul schreibt:

    Gratulation zu diesem Mut und vielen Dank für diesen Beitrag.

  11. yoyojon schreibt:

    Neben diversen anderen Aspekten scheint es mir, als spräche auch eine gewisse Hilflosigkeit und Unfähigkeit zu denken aus der Beschreibung dieser „linken Jugend“. Ihnen fehlt einfach die geistige Kapazität unterschiedliche Dinge unterschiedlich zu beurteilen. Daraus schließe ich, dass es keine „linke Jugend“ ist. „Links“ erfordert eine gewisse Intellektualität. Kann mir einfach nicht vorstellen, dass diese Jugend z.B. Marx mit Marxkritik verglichen hat usw. Ich nehme an, dass sie vielmehr zwischen Slogans aus irgendeinem Zeitgeist herumwabert und jeweils dort heraus kommt, wohin gerade die schiefe Ebene führt, auf der sie stehen. Da stelle ich mir auch die Abstimmung in etwa so vor: „Genosse, worüber stimmen wir gerade ab?“ – „Keine Ahnung, aber es haben schon Viele den Finger hoch!“. Ein wirklicher Kommunist würde sich ggf. mit hinsetzen und diskutieren. Was auch immer dabei herauskäme, man wüsste wenigstens warum. Tim hatte sicher nicht das Glück, dies zu erfahren und musste sich mit ein paar Slogans und Satzbruchstücken abfinden.
    Wir leben in einer Wohlstandsgesellschaft – die meisten sog. „Linken“ betrachten „links“ als eine Art schicken Button, den man sich an die Jacke heften kann und mit dem man COOL aussieht.
    (Ich nehme hier die „Linke“ mit Wagenknecht und Gysi aus. Mit denen hätte man schon diskutieren können). Wer mal Linke kennen lernen will, beschäftige sich z.B. mit Ilan Pappe und Moshe Zuckermann und anderen. Dabei kann er mal über den Zahal (T-Shirt, oben) nachdenken.

    • unbesorgt schreibt:

      Wer ist nach dieser Definition denn heute noch „links“?
      Oder anders: Wer war es je?

      • unbesorgt schreibt:

        …ich muss mich selbst korrigieren: Vor 20 Jahren war ich sicher links! Weil ich damals links als das Gegenteil von rechts begriffen hatte – und rechts war ich NATÜRLICH nicht! Aber ich glaube heute, dass man „Links“ immer durch das Lebensalter teilen muss, um einen realistischen Wert zu bekommen. Deshalb bin ich heute auch längst außer Gefahr. 😉

      • yoyojon schreibt:

        Wer war es je? Rosa Luxemburg war noch richtig links. Ist aber schon ein paar Jahre her…
        und Herbert Baum war ein Antifaschist.

        • unbesorgt schreibt:

          Ich bezweifle, dass das Attribut „Antifaschist“ links bedeutet. Heute kommt der Faschismus doch auch von links – und das ist der, den die Jugend auch noch toll findet. Aber na gut, Luxemburg und Herbert Baum waren links. Das stimmt.

    • Kanalratte schreibt:

      Also ist derjenige, der sich danebenbenimmt hinterher gar kein Linker gewesen. Genau die gleiche Art von Argumentation kennt man von Muslimen.

    • hgrammer schreibt:

      Reden Sie es sich nicht noch schön. Links ist heute leider genau das, was der Autor beschreibt. Dumm und undifferenziert, polemische Zensoren mit dem Glück der späten Geburt und Adornos Vorhersage über gewisse Personen in der Maske von Demokraten. Auch ich habe mich lange gegen die Erkenntnis gewehrt, aber es hilft nichts. Eine Wagenknecht macht noch keine Linke, so isses leider.

      • yoyojon schreibt:

        „Schönreden“ war nicht meine Absicht. Hätte ich herausstellen sollen. Stimmt.
        Ich habe nicht gesagt, dass DUMMHEIT nicht auch GEFÄHRLICH werden kann.
        Ich denke aber – es war von Jugend die Rede – dass man bei Jugendlichen Nachsicht üben sollte, insbesondere wenn sie aus unserem Schulsystem kommen, in dem vor lauter endloser Reformiererrei Denken kaum noch gelehrt wird. Mit spätestens 18 geht allerdings die Nachsicht ihrem Ende entgegen. Die neuen „Wahlbürger“ sind in Verantwortung zu nehmen. Die von mir (oben) erwähnte, zu vergebende „Hilflosigkeit“ muss dann als „böses Tun“ verrechnet werden. Ich stimme dem Satz Adornos von „Personen in Masken von Demokraten“ zu.

  12. Dante schreibt:

    Das Verhalten der Mehrheit der Linksjugend zeigt, dass an dem Wort, der Faschismus der Zukunft werde sich nicht als , sondern als Antifaschismus bezeichnen, echt was dran ist.
    Das Stalingrad – Trikot dürfte freilich konsensfähig sein, denn es verewigt den Untergang einer Invasionsarmee, die unter Hitlers Oberbefehl stand.

    • Peter Zangerl schreibt:

      Die Invasionsarmee die dort unterging bestand aus Menschen, „Dante“. Über eine Viertelmillion davon verreckten in Stalingtad konsensfähig in eisiger Kälte und die wenigsten davon waren freiwillig dort.

      • yoyojon schreibt:

        Wenn ein Volk Verbrecher an seine Spitze stellt, darf es sich nicht wundern, wenn es Opfer in großer Zahl gibt. Mir tun eher die Opfer auf russischer Seite Leid. Viel schlimmer als alles wäre gewesen, wenn die deutsche Armee in Stalingrad gesiegt hätte. Außerdem… mein Großvater lag zu dieser Zeit im Sterben im Krankenhaus. Meine Mutter war so froh, dass sie ihm wenigstens in letzter Minute die frohe Nachricht vom „Fall“ Stalingrads mitteilen konnte. „Siehst Du, Papa, jetzt geht es mit den Nazis zu Ende!“. Da hatte er wenigstens noch eine Freude…

        • Zakk wylde schreibt:

          Auf Sonderanweiaing Stalins wurde 1942 für Stalingrad ein Evakuierungsverbot gegenüber der Zivilbevölkerung verhängt zu diesem Zeitpunkt waren je nach Quelle zwischen 80000 und 220 000 Zivilisten in der Stadt. Flüchtende wurden sowohl von der Wehrmacht als auch der Roten Armee erschossen.
          Diese gehen in einer heldenhaft verklärten Sicht auf Stalingrad unter.
          Die Stadt wurde letzten Endes von Siebirischen Garden gehalten deren Abzug aus dem Osten der Sowjetunion nur dank des Pazifikkrieges der USA möglich war. Dadurch musste das Kaisereich Japan die Invasions Pläne für die Sovjetunion auf unbegrenzte Zeit verschieben.

          Es ist traurig wie dieses Massaker an Zivilisten heute noch von überzeugten Antifaschisten verklärt wird.

        • ceterum censeo schreibt:

          Dantes Arroganz eines Spätgeborenen hatte mich schon fast zum Widerspruch bewegt, aber Sie mußten natürlich noch einen draufsetzen.
          Auch unser Volk hat Verbrecher an die Spitze gesetzt. Auch bei uns wird es Opfer in großer Zahl geben. Begonnen hat es ja bereits europaweit. Ein Großteil des Volkes sowie seine Kinder haben die Verbrecher nicht gewählt und sind gegen die derzeitige Politik, wie ein Großteil der Leute damals. Was sollten sie tun und was sollen wir tun? Wenn man gegen die Politik spricht oder handelt, wird man als Pack bekämpft und beschimpft. Genau wie damals.
          Also denkt dran, wenn es soweit ist, und wir bluten müssen für die, die viele von uns nicht gewählt haben!
          Und verkneift Euch besser die Überheblichkeit!

          • Dante schreibt:

            Dantes Arroganz eines Spätgeborenen hatte mich schon fast zum Widerspruch bewegt,…

            Meine Worte waren gar nicht als Arroganz gemeint. Mir ist, wie gesagt, völlig klar, dass ich einer von denen hätte gewesen sein können, die in Stalingrad verrecken. Allerdings ist das Wort „konsensfähig“
            – auf die Niederlage, nicht auf die physische Vernichtung der 6. Armee zu beziehen, und
            – aus der Sicht eines Linken gemeint, der diesen Ausgang begrüßen muss.

      • Dante schreibt:

        <

        blockquote>Die Invasionsarmee die dort unterging bestand aus Menschen, “Dante”./blockquote>
        Wie jede Invasionsarmee, ja, jede Armee überhaupt. Das Problem ist halt, häufig sind Menschen die schlimmsten Todfeinde anderer Menschen, sei es, weil sie es wollen, sei es, weil sie dazu gemacht werden.

        Über eine Viertelmillion davon verreckten in Stalingtad konsensfähig in eisiger Kälte, und die wenigsten davon waren freiwillig dort.

        Wäre ich 50 Jahre früher geboren als ich es bin, wäre ich vielleicht einer von ihnen gewesen.
        Das Konsensfähige ist freilich nicht die Grausamkeit der Schlacht, das Verrecken in eisiger Kälte (das übrigens nicht nur die Soldaten der 6. Armee betraf, sondern natürlich auch die dort kämpfenden Rotarmisten und, das sollte man nicht vergessen, die Stalingrader Zivilisten, die nämlich noch in der Stadt waren) – dafür muss man schon einen großen Hass haben – sondern die Tatsache zu begrüßen, dass Hitlers Armee nicht gewonnen hat.

  13. Jorgo Megalospitakis schreibt:

    Vielleicht solltest Du die richtigen Konsequenzen ziehen.
    Der neue Antisemitismus getarnt als Antizionismus bzw. Solidarität mit Palästina.
    Warum solidarisieren sich die Linken mit den reaktionären Islamofaschisten?

    • Zone schreibt:

      Dir ist aber schon klar, dass Palästinenser (Araber) auch Semiten sind? Wie können sich da Antisemiten mit Palästina solidarisieren?

      • tapferimnirgendwo schreibt:

        Sie sind Judenhasser! Der Begriff Antisemitismus wurde im 19. Jahrhundert von einem Judenhasser erfunden (Wilhelm Marr). Er meinte damit keine Araber. Nur Juden!

      • Dante schreibt:

        Dir ist aber schon klar, dass Palästinenser (Araber) auch Semiten sind?

        Diese Etymologiereiterei ist doch die Mutter aller Nebelkerzen! Ich plädiere schon lange dafür, das als Euphemismus geprägte Wort „Antisemitismus“ durch den Klartext, nämlich „Judenhass“ zu ersetzen. Genau das nämlich bedeutet es und hat auch nie etwas anderes bedeutet.

      • Praecox schreibt:

        Erklären Sie es, @Zone.

    • Grr schreibt:

      Genau, das ist die Frage! Habe ja früher auch gedacht – seltsamerweise – links hieße auch antiantisemitisch zu sein. Welch ein Ill tum

      • Grr schreibt:

        Leider kann ich Greis mit diesen mobilen, sich dauernden verändernden Tastaturen nicht umgehen. Wieder erscheint ein Wort, das ich nicht geschrieben habe, nur die Tastatur. Sorry

    • Tim Malinowski schreibt:

      Nehmen Sie die Mitgliedschaft in der Linkspartei bitte als Jugendsünde, ein baldiger Austritt meinerseits sollte die logische Konsequenz sein. Anderseits bitten gerade solche Anlässe die Möglichkeit die Widersprüchlichkeit der Linken aufzuzeigen.

      • bevanite schreibt:

        Wäre es dann nicht besser, zu versuchen, den Laden von innen her zu verändern? Wenn man mit vielen Grundprinzipien einer politischen Partei einverstanden ist, aber in einigen Punkten eben komplett anderer Meinung, trifft doch im Zweifelsfall zu, was der frühere New Yorker Bürgermeister Ed Koch einst sagte: „If you agree with me on 9 out of 12 issues, vote for me. If you agree with me on 12 out of 12 issues, see a psychiatrist.“

        Mit dem BAK Schalom gibt’s ja in der Linkspartei bereits Ansätze. Und in vielen anderen deutschen Parteien sieht es mit der Präsenz von Antisemiten leider nicht besser aus.

  14. Grr schreibt:

    Danke für diesen schaudermachenden Einblick. Aber wieso sind Sie nicht verbrannt oder an einem Baukran aufgeknüpft worden? Gibt es also noch Hoffnung? Oder gilt Kafkas Erkenntnis: Es gibt unendlich viel Hoffnung! Nur nicht für uns.
    Am Ende möchte ich bekennen, Ihren Mut hätte ich mittlerweile nicht mehr.

  15. Bruno Becker schreibt:

    Ach hoppla, der Bericht stammt ja gar nicht von G.B. Hatte ich übersehen. Das wäre auch was, der Buurmann bei der Linksjugend.

  16. Bruno Becker schreibt:

    Nur passives Mitglied? Bei der Linksjugend? Ich weiss nicht, was mich mehr irritiert, das Mitglied oder die Jugend….. 😉

    • Zakk wylde schreibt:

      Naja das mit der Pasiven Mitgliedschaft geht automatisch einher mit einer Mitgliedschaft bei der Partei die Linken. Man sollte diesen
      Leuten eigentlich nicht die Beschreibung links überlassen.

Seid gut zueinander!

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