Ein bisschen Fahne

„Ihr Beschluss ist total einseitig und nicht akzeptabel. Wir erwarten von Ihnen, sofort diesen beschämenden Beschluss zurück zu nehmen!“ Mit diesen Worten hat der Generalsekretär der sogenannten palästinensischen Autonomie, Saeb Erekat, auf die Regelung des Eurovision Song Contest reagiert, dass bei der Show vornehmlich Flaggen der teilnehmenden Länder, aber vor allen nur von vollständigen Mitgliedern der Vereinten Nationen im Publikum geschwenkt werden sollen. Die einzige Flagge, die nicht zu einem Staat gehört und dennoch während des Gesangswettbewerbs gezeigt werden darf, ist die Regenbogenfahne, schließlich gilt der Eurovision Song Contest bei nicht wenigen Fans als schwul-lesbische Europameisterschaft!

Saeb Erekat ist empört über den Ausschluss der Fahne der sogenannten palästinensischen Autonomie und erklärt, er sei „indigniert und empört“. Dabei gibt es einen ganz einfachen Weg, wie die Fahne ihren Weg in den Eurovision Song Contest finden kann: Bewerben, komponieren, mitmachen! Aber genau das will die sogenannte palästinensische Autonomie nicht, da sie sich weigert, mit Israelis auf einer Bühne zu stehen.

Es gibt viele arabische Länder, die befugt sind, am Eurovision Song Contest teilzunehmen, aber sich weigern, weil sie nicht mit Israelis auf einer Bühne stehen wollen, zum Beispiel Marokko, Tunesien und der Libanon.

Nachdem Israel den Eurovision Song Contest zweimal hintereinander gewonnen hatte, nämlich 1978 und 1979, entschied sich der austragende israelische Sender, ein Jahr zu pausieren. Diese Entscheidung nutze Marokko und bestätigte seine Teilnahme am israelfreien Wettbewerb mit folgendem Lied:

„Wir sind Kinder der ganzen Welt,
die sich nach einen glücklichen Leben sehnen,
nach einem Leben frei von Gier und Feuer,
Frei von rivalisierenden Nachbarn.“

Israel entschied sich daraufhin, doch am Wettbewerb teilzunehmen, um im gemeinsamen Singen für den Frieden zu stehen. Daraufhin zog Marokko sein Lied wieder zurück!

Der Grund für die Abwesenheit der Fahne der sogenannten palästinensischen Autonomie ist somit lediglich der Weigerung der Regierung geschuldet, die Existenz von Israel anzuerkennen. Sie empfinden allein schon die Existenz von israelischen Menschen als Affront!

Im Jahr 2016 haben diese Israelhasser gleich ein doppeltes Problem, denn es machen diesmal direkt zwei Beiträge aus Israel mit. Zumächst einmal startet Hovi Star für Israel mit dem Lied „Made of Stars“.

Aber auch Frankreich sendet dieses Jahr einen Israeli, nämlich Amir Haddad mit dem Chanson „J’ai cherché“, ein Lied, das sich dieses Jahr sogar Hoffnung auf den Sieg machen darf, so großartig wie es ist!

Hovi Star ist übringens ein offen homosexuell lebender Mann. Da Homosexualität in so ziemlich allen arabischen Ländern verfolgt wird, dürfte das ein weiterer Grund dafür sein, warum die sogenannte palästinensische Autonomie nicht ihre Fahne beim Eurovision Song Contest schwenken kann. Und das ist auch gut so! Solange sich Menschen weigern, die Existenz von israelischen und/oder homosexuellen Menschen anzuerkennen, können sie sich ihre Fahnen sonstwo hinstecken!

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