Sollte Christian Wulff der Nachfolger von Joachim Gauck werden?

Bundespräsident Joachim Gauck steht nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung. Die CDU will laut „Spiegel“ bei der Wahl zum nächsten Bundespräsidenten mit einem eigenen Kandidaten antreten. Bundeskanzlerin Angela Merkel wisse, dass die Partei das von ihr erwarte, will der Spiegel erfahren haben. Die Frage ist nur, wer vorgeschlagen wird. Tapfer im Nirgendwo hat eine Idee: Christian Wulff, denn er hätte niemals von seinem Amt als Bundespräsident zurücktreten dürfen. Er war unschuldig und wurde aus seinem Amt gemobbt!

Das Landgericht Hannover sprach Christian Wulff im Februar 2014 vom Vorwurf der Vorteilsnahme frei. Kaum ein Teil der hexenjagenden Meute, die Wulff vorverurteilt hatten, besaßen damals die Größe, sich öffentlich zu entschuldigen.

In den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts lebte ich kurzzeitig in den USA. Es war eine sorglose Phase des Landes. Der kalte Krieg war vorbei und der Krieg gegen den Terror noch nicht erklärt. Amerikas Wirtschaft konnte die historisch längste Wachstumsperiode in Friedenszeiten vorweisen, die Regierung berichtete einen Haushaltsüberschuss und im Fernseher lief „Seinfeld“. Damals warvein Mann Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, von dem die Autorin Toni Morrison sagte, er sei „Amerikas erster schwarzer Präsident“; ein Mann, der in seinem Leben sogar mit Marihuana experimentiert hatte: Bill Clinton.

Die Ära war so sorgenlos, dass die Bürgerinnen und Bürger des Landes ihre Zeit damit verbrachten, ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihren Präsidenten anzustrengen, weil er kein treuer Ehemann war. Immer mehr Frauen tauchten auf, die behaupteten, mit Bill Clinton Ehebruch begangen zu haben. Da waren Gennifer Flowers und Elizabeth Ward Gracen, Dolly Kyle Browning und Sally Perdue, Kathleen Willey und natürlich Monica Lewinsky. Zunächst stritt Bill Clinton alle Taten ab. Der Sonderermittler Kenneth Starr ließ jedoch nicht locker, so dass Clinton schließlich die Affären mit Gennifer Flower und Monika Lewinsky zugab.

So ergab es sich, dass Bill Clinton zu einem Präsidenten wurde, der die ganze Nation angelogen hatte. Sein Satz „I did not have sexual relations with that woman Monika Lewinsky“ gehört unzweifelhaft zu den berühmtesten Lügen der neueren amerkanischen Geschichte und ist in Amerika so bekannt wie in der Deutschland die Behauptung: „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten!“

Bill Clinton hatte das Volk angelogen! Genau diese Lüge wurde ihm beinahe zum Verhängnis. Die Amtsenthebung wurde nämlich nicht wegen seiner sexuellen Verfehlungen gefordert, sondern wegen der Lüge. Ein Journalist schrieb damals:

„Als Clinton von den Vorwürfen erfuhr, hätte er in sich gehen sollen, anstatt vor der eigenen Wahrheit zu fliehen, er hätte umgehend vor die Presse treten und sagen sollen: Tut mir echt leid, war dumm und kleinkariert, kommt nicht wieder vor, frohe Weihnacht. Dann hätten die meisten Zeitungen gesagt: Wirklich blöde Sache, Herr Präsident, nicht sehr sympathisch, aber auch nicht so schlimm, frohe Weihnacht bei Würstchen und Kartoffelsalat!“

Obwohl, nein, diese Worte wurden nicht zur Causa Clinton verfasst, sondern im Jahr 2011 zur Causa Christian Wulff. Sie stammen von Bernd Ulrich und standen auf der Titelseite der aktuellen Zeit.

Christian Wulff wurde im Jahr 2014 vom Landgericht Hannover in allen Punkten freigesprochen! Angeklagt war Wulff unter anderem nur wegen etwas mehr als 700 Euro, die ein Freund von ihm für eine Hotelübernachtungen und ein Essen bezahlt haben soll, als er 2008 mit seiner Frau das Münchner Oktoberfest besucht hatte.

Mich erinnerte diese Affäre rund um Christian Wulff schon damals an die Affäre um den 42. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, nur jugendfrei, also ohne Sex and Drugs, aber dafür mit Freundschaft und Gästezimmer, so eine Art FSK 6 Clinton.

Auch bei Clinton wurden immer mehr Skandale behauptet und veröffentlich, während gleichzeit zu seinem Rücktritt geblasen wurde. Da war der Vorwurf der Klüngelei rund um ein $ 300.000,- Darlehen unter Freunden (Whitewater Skandal), da war der Vorwurf, die Clintons hätten geheime FBI-Akten ihrer politischen Gegner gelesen, um etwas gegen sie in der Hand zu haben und schließlich war sogar die Rede davon, die Clintons würden Regierungsmitarbeiter nur deshalb feuern, um die freigewordenen Plätze dann mit Freunden zu besetzen.

Bei Christian Wulff war es ähnlich. Man denke nur an die vermeinlichen Skandale rund um einen Kredit und einem Anrufbeantworter, sowie an die VW-Affäre. Wie bei Clinton lagen auch bei Wulff alle Vorwürfe nicht in der Amtszeit. Zudem konnte in keinem einzigen Fall ein Gesetzesbruch nachgewiesen werden. Wulff trat dennoch zurück.

Wie bei Clinton ging es auch bei Wulff nur darum, einen Politiker zu diskreditieren und seine Schmutzwäsche öffentlich zu waschen. Im Fall von Bill Clinton wurde allein von der Sonderermittlungskommision rund um Kenneth W. Starr eine Summe von über 30 Millionen Dollar ausgegeben. Ich weiß nicht, wieviel Geld, Mühen und Arbeit aufgewandt wurden, um etwas Verfängliches bei Christian Wulff zu finden, aber ich weiß, dass man nur genug bohren muss und man wird bei jedem Menschen Schmutzwäsche finden. Man gebe mir 30 Millionen Euro und ich mache aus Margot Käßmann eine Hure. Wollen wir wetten? Tu‘ Geld in Deinen Beutel!

Der Jurist Alan M. Dershowitz sprach im Umfeld der Clinton-Affäre einst von einer Art sexuellem McChartyismus. Er formulierte sein Unbehagen über die Verfassungskrise, die dadurch entstehe, dass die nötige Pragmatik zur Realisierung einer funktionierenden Regierung durch die idealisierte Vorstellung, die Akteure der Politik müssten stets makellose und perfekte Vorbilder sein, behindert werde. Wenn Politikerinnen und Politiker nur noch darauf durchleuchtet werden, ob sie als Vorbild taugen, und nicht mehr darauf, ob sie die notwendigen Fähigkeiten zur Politik besitzen, werden auf kurz oder lang die Regierungsgeschäfte darunter leiden. So könnte es dann geschehen, dass es rgendwann kein Land mehr gibt, für das es sich lohnt, ein Vorbild zu sein.

Bill Clinton hatte außerehenlichen Geschlechtsverkehr. War er deshalb ein schlechter Präsident?

Karl-Theodor von und zu Guttenerg hatte bei der Promotion betrogen. War er deshalb ein schlechter Verteidigungsminister?

Joschka Fischer hatte in jungen Jahren mal einen Polizisten verprügelt. War er deshalb ein schlechter Außenminister?

Margot Käßmann ist betrunken Auto gefahren. War sie deshalb eine schlechte Bischöfin?

Im Jahr 1983 fuhr Otto Wiesheu auf der Autobahn unter Alkoholeinfluss (1,75 Promille) einen Mann tot und verletzte einen weiteren schwer. Zehn Jahre später wurde Bayerischer Staatsminister für Verkehr!

Christian Wulff hatte nichts dergleichen getan. War er ein schlechter Bundespräsident?

Vorbilder sind wichtig, keine Frage, aber Politik wird von Menschen gemacht und nicht von Idealen.

Als sich vor einigen Jahren der damalige Bundespräsident Johannes Rau wegen einer Flugaffäre zu verantworten hatte, da sagte der damalige Ministerpräsident Christian Wulff, es sei tragisch, dass Deutschland keinen unbefangenen Bundespräsidenten habe, der seine Stimme mit Autorität erheben könne. Als Wulff plötzlich selber in den Schuhen des Bundespräsidenten steckte, fand er andere Worte. In einem Interview sagte er:

„Wir müssen alle hohe Ansprüche haben in dem Wissen, dass wir alle fehlbar sind (…) Wenn Du mit einem Finger auf andere zeigst, zeigen alle anderen auf Dich selbst (…) Heute kann ich Johannes Rau besser verstehen, als ich ihn damals verstanden habe. Und man wird auch ein bisschen demütiger. Man wird lebensklüger. Und man muss aus eigenen Fehlern lernen. Und gerade die Glaubwürdigkeit, die man als Bundespräsident braucht, die wird man nur zurückerlangen, wenn man auch im Umgang mit seinen eigenen Fehlern Lernfortschritte unter Beweis stellt.“

Es wäre ein Zeichen von Größe, Christian Wulff wenigstens für das Amt des Bundespräsidenten vorzuschlagen.

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31 Antworten zu Sollte Christian Wulff der Nachfolger von Joachim Gauck werden?

  1. Couponschneider schreibt:

    Ich schlage Wolf Biermann vor. Der nimmt auch kein Blatt vor dem Mund. Allein schon die verzweifelten Gesichter in der SED-Fraktion wären mir ein innerer Reichsparteitag.

  2. ceterum censeo schreibt:

    Aaach, ist es nicht herrlich? Man muß auch und gerade die kleinen Dinge in diesen unseren Zeiten genießen. Einen wunderschönen Restsonntag Euch allen!

    • Thomas ex Gotha schreibt:

      Ach, die Sachsen waren immer schon nicht gerade die hellsten, und diesen speziellen Krakeeler in Bautzen zeichnet zudem Undankbarkeit aus. Denn kein anderer als Gauck leitete mit der ihm eigenen Mischung aus Schleim und Larmoyanz die Wende in der Flüchtlingspolitik ein: „Wir wollen helfen. Unser Herz ist weit. Doch unsere Möglichkeiten sind endlich.“ Aber mit seinem Ausruf „Volksverräter“ steht dieser Sachse nicht allein, denn auch ein Kommentator auf diesem Blog schlägt vor, ihn und seinen Vorgänger “ in der nächsten Kläranlage (zu) versenken“, denn „beileidigt, verraten und verkauft haben diese Personen uns alle lange genug!“ (Rechtschreibung wie im Original).
      Und auch über den Universaldilettanten Sarrazin hat sich Gauck zustimmend geäußert: „Er hat über ein Problem, das in der Gesellschaft besteht, offener gesprochen als die Politik.“ Aber die wahren Probleme in dieser Gesellschaft, zu denen Sarrazin und seine Jünger gehören, fühlen sich eben notorisch beleidigt und verraten.

  3. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Haltet Euch nicht mit überflüssigen Wunschträumen auf, Leute! Es gibt in diesem Land nur einen, der das Zeug zum Präsidenten hat:
    THOMAS EX GOTHA!
    Stellt bitte keine unwichtigen Fragen, sondern glaubt es einfach.

    • ceterum censeo schreibt:

      Wenn’s denn sein muß. Pol und Che sind ja schon ausgefallen.

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        Etwas mehr Begeisterung, bitte!

        • Thomas ex Gotha schreibt:

          Wer kennt sie nicht aus seiner Schulzeit, diese uncoolen Langweiler und Eckensteher, mit denen niemand reden und spielen will. Irgendwann halten sie ihr Außenseitertum nicht mehr aus und kündigen sensationelle Neuigkeiten an: „Haltet Euch nicht mit überflüssigen Wunschträumen auf, Leute!“ Aber wie bald ebbt das Interesse wieder ab, wenn der Ankumpelei nichts anderes folgt als die üblichen Belanglosigkeiten: „Es gibt in diesem Land nur einen, der das Zeug zum Präsidenten hat: THOMAS EX GOTHA!
          Stellt bitte keine unwichtigen Fragen, sondern glaubt es einfach.“ Ich glaube es Ihnen gerne, raten Ihnen aber trotzdem, sich ein paar Freunde im wirklichen Leben anzuschaffen. Oder zumindest ein Haustier, denn Ihre Hoffnungen, dass ich in meinem neuen Amt Sie als Hofnarr anstellen werde, sind leider vergeblich.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Thomas ex Gotha: „Wer kennt sie nicht aus seiner Schulzeit, diese uncoolen Langweiler und Eckensteher, mit denen niemand reden und spielen will.“

            Jeder kennt sie! Sie werden „ex Gothas“ genannt.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Thomas ex Gotha: „…, denn Ihre Hoffnungen, dass ich in meinem neuen Amt Sie als Hofnarr anstellen werde, sind leider vergeblich.“

            Wäre auch nicht nötig, Herr ex Gotha. Das Amt des Bundespräsidenten beinhaltet doch die Funktion des Hofnarren, weshalb ich gerade Sie vorgeschlagen habe.

          • ceterum censeo schreibt:

            Stimmt, so einen wie Gotha, mit dem niemand was zu tun haben wollte, hatten wir auch in der Schule. Sohn einer SED-Furie in der Art von Hilde Benjamin, welcher uns die Weisheiten seiner Alten übermittelte (zum Beispiel, daß der Westen Kopfläuse in Flaschen über der DDR abwirft), und der jede unserer unbotmäßigen Bemerkungen gegenüber dem Arbeiterparadies protokollierte, was üblen Ärger für uns und unsere Eltern bedeutete.
            Ich hoffe für ihn, daß er irgendwann aus seiner Borniertheit herausfinden konnte und gelernt hat, zwischen gut und böse zu unterscheiden.
            Ex Gotha ist das bedauerlicherweise nicht gelungen.

  4. Kanalratte schreibt:

    Warum schafft man nicht das Amt des Bundespräsidenten ab? Die Position des Bundespräsidenten hat gar keine staatstragende Funktion inne. Manche sagen der Bundespräsident repräsentiert, aber ich halte das für Blödsinn. Der Bürger weiß überhaupt nicht, was die Bundespräsidenten machen, außer bei gewonnen Fußball-WM/EMs das Nationalteam zu beglückwünschen. Das Bundespräsidentenamt ist nur ein unnötiger Kostenfaktor. Jeder abgetretene Bundespräsident bekommt einen fürstlichen Ehrensold von schlappen 217.000 Euro pro Jahr, und das bis ans Lebensende. Ein Tag Bundespräsident und du hast ausgesorgt! Ein Bundespräsident verdient mehr als ein Bundeskanzler, hat aber keine Aufgaben…

    Schafft das Amt endlich ab!

  5. Hein schreibt:

    Ich schlage Augstein vor. Es gäbe nie ein Sommerloch; denn Blödsinn redet der immer.h

  6. guinness44 schreibt:

    Ich finde leider nicht mehr die Zitatesammlung von Wulff als er noch Oppositionsführer in Niedersachsen war und sich als den ultimativen Saubermann dargestellt hat. Aufgrund seiner eigenen Maßstäbe hätte er viel schneller zurück treten müssen. Die unsägliche Voicemail bei Diekmann wäre ihm erspart geblieben. Aber er hat alles nicht getan. In diesem Amt hat er nur seine moralische Autorität und die hat er verloren. Bei einem Strauß, Möllemann oder Schröder wäre es wahrscheinlich anders gewesen, da jeder wusste, dass sie alles für den Erfolg opfern würden. Die wären aber auch nie Präsident geworden.

  7. Couponschneider schreibt:

    Ein entscheidender Vorteil ist, dass er keine „First Lady“ mitbringt. Aber ansonsten mag ich ihn nicht. Er überzeugte mich nicht intellektuell und er hätte nie ins Amt des Bundespräsidenten gedurft.

    Einem Journalisten eine Drohung auf den AB zu sprechen, ist zwar keine Straftat, aber eines Präsidenten unwürdig.

  8. ceterum censeo schreibt:

    Könnte man denn nicht beide, Wulff und Gauck, in einen Sack stecken und in der nächsten Kläranlage versenken! Das wäre mein Vorschlag, denn dort gehören sie hin. Beileidigt, verraten und verkauft haben diese Personen uns alle lange genug!

    • bevanite schreibt:

      Wer seid denn „Ihr“, die von den beiden „verraten“ oder „beleidigt“ wurden?

  9. ceterum censeo schreibt:

    “ Man gebe mir 30 Millionen Euro und ich mache aus Margot Käßmann eine Hure.“
    Da scheint Ihnen schon jemand zuvor gekommen zu sein. Ob es allerdings derart kostspielig war, vermag ich nicht zu sagen.

    • Hessenhenker schreibt:

      Na und, ich hätte zwar nicht für Geld, aber für ein Besuchsvisum für meine Verlobte dem Sigmar Gabriel auch einen geblasen.
      Zum Glück hatte Außenminister Steinmeier heute ein Einsehen und es wird Visafreiheit für deutsch-ausländische Beziehungen gewährt.

  10. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    „… denn er hätte niemals von seinem Amt als Bundespräsident zurücktreten dürfen. Er war unschuldig und wurde aus seinem Amt gemobbt!“

    Das sehe ich anders, Gerd Buurmann. Eine schmalbrüstige Persönlichkeit wie Wulff hätte das Präsidentenamt überhaupt niemals antreten dürfen. Seine Schuld besteht in seiner Schwäche, und er wurde auch nicht aus dem Amt gemobbt, sondern hat sich mobben lassen.

  11. Hessenhenker schreibt:

    Nur so aus Interesse: falls Christian Wulff erneut Bundespräsident wird, dann laufen der Ehrensold und andere Pensionen doch weiter?
    Das Präsidentengehalt gibt’s extra?

  12. Hessenhenker schreibt:

    Ich schlage erneut Rolf Kauka vor.
    Der ist schon tot, und kann deshalb auch kein Unheil mehr anrichten.
    Und er ist in Sachsen geboren, auch der Osten käme so zum Zug.

  13. Adolf Breitmeier schreibt:

    Herr Köhler wäre der ideale Mann, er hat lieber gekündigt, als sich verbiegen zu lassen! Eigentlich kann es jeder besser als der geschichtsvergessen Herr Gauck! Wir sollten losen! Große Präsidentenlotterie! Einer wird gewinnen!!

    • Couponschneider schreibt:

      Wieso ist Gauck geschichtsvergessen? Erläutern Sie das. Ich empfand Gauck als ideale Besetzung, gerade auch, weil er geschichtsbewusst war. Hotte Köhler fand ich auch gut.

  14. A.S. schreibt:

    Gott behüte uns vor noch mal Wulf. Ihm wurde wirklich übel mitgespielt, aber da wären andere Entschuldigungen besser. Zudem ist Frühpension mit Ehrensold ist auch nicht gerade ein hartes Schicksal.
    Sein Nachfolger hätte sich der Thematik mal annehmen können. Sowohl Politiker wie auch Medien leben zum Teil auch davon, dass sich kaum jemand daran erinnert was sie früher so gesagt haben. Spätestens nach dem Freispruch hätte Gauck mal einige Presseaussagen über Wulf zitieren können und deren Urheber (und deren Vorgesetzen) um Stellungnahme. Das wäre ein politisches Erdbeben gewesen. Und Gauck steht weit genug außerhalb des politischen Betriebes um keine Angst vor einem kollektiven Gedächtnis haben zu müssen.
    Statt dessen vertut man eine weitere Chance auf das reinigende Gewitter und wartet auf das nächste Opfer medialer Hetzjagten.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @A.S.: „Zudem ist Frühpension mit Ehrensold ist auch nicht gerade ein hartes Schicksal.“

      Eben deshalb sollte Wulfie recycelt werden, damit die Kosten nicht ausufern. Schon jetzt bezahlen wir vier Bundespräsidenten, obwohl wir nur einen haben und keinen brauchen.

  15. caruso schreibt:

    Ich hätte nichts gegen Christian Wulff… hier bei uns in Österreich. Er ist mir viel sympathischer als
    Van der Bellen. In D kann ich ja nicht wählen.
    lg
    caruso

  16. abusheitan schreibt:

    Ich schlage Heinrich Lübke vor. Das macht leider auch keinen Sinn, denn der ist noch töter als Wulff, nicht nur politisch.
    Wulff war offensichtlich seinem Amt nicht gewachsen. Sein Rücktritt beweist es letztendlich.

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