Barack Obama und der „radikale Islam“

Barack Obama hat erklärt, warum er den Begriff „radikaler Islam“ nicht benutzt. Er sagt, er wolle moderate Muslime nicht vergraulen.

Das verstehe ich nicht. Gerade moderate Muslime haben unter dem radikalen Islam am meisten zu leiden. Sie werden von radikalen Islamisten gesteinigt, wenn sie emanzipierte Frauen sind, von Dächern geworfen, wenn sie homosexuell sind und ausgepeitscht oder ermordet, wenn sie moderate Kritiker sind. Barack Obama fragt:

„Was würde es bringen, wenn ich den Begriff ‚radikaler Islam‘ benutze?“

Ich erkläre es gerne. Obama würde damit zeigen, dass der radikale Islam ein Problem innerhalb des Islams ist. Die menschenfeindlichen Interpretationen des Korans und die daraus resultierenden mörderischen Praktiken können daher nur von Muslimen selbst beendet werden. Es ist einzig und allein ihre Verantwortung.

Wer Islamismus und Islam trennen möchte, kann auch gleich versuchen, Alkoholismus von Alkohol zu trennen. So wie ein Alkoholiker bereit sein muss, sein Problem zu erkennen, bevor ihm geholfen werden kann, so muss auch ein Islamist zunächst sein Problem erkennen. Und ja, Alkohol kann Frieden bedeuten!

Barack Obama, Hillary Clinton, Bernie Sanders und ich erklären zwar gerne, Islam bedeute Frieden, aber wir sind allesamt keine Muslime. Es ist nicht die Aufgabe von Christen und Juden zu erklären, was der Islam bedeutet. Muslime müssen das tun! Zwar erklären nicht wenige Muslime, Islam bedeute Friede, aber ich kann nicht die Millionen muslimischen Stimmen überhören, die weltweit erklären, einen Frieden gäbe es nur im Islam und alle, die nicht zum Islam gehören, dürften um des lieben Friedens Willen verfolgt, unterdrückt und ermordet werden. Keine andere Religion zur Zeit vereint so viele Menschen hinter staatlich gefördertem Hass und Intoleranz wie der Islam.

In all den sieben Ländern zum Beispiel, in denen Homosexualität mit dem Tod bestraft wird, wird dies von islamischen Regierungen vorgeschrieben: Iran, Jemen, Saudi-Arabien, Mauretanien, Sudan, Vereinigte Abarische Emirate und Nigeria.

Wenn Präsident Obama, Senatorin Clinton, Senator Sanders und ich uns immer wieder einreden, Islam bedeute Frieden, dann müssen wir Nicht-Muslime wenigsten anerkennen, dass die muslimischen Staatsoberhäupter der Länder, in den Homosexuelle getöten, Frauen unterdrückt und Juden verfolgt werden, das komplett anders sehen. Was ist mit den Millionen von Muslimen, die diese Politik im Namen des Islams tragen? Wissen etwa christliche Politiker im Westen besser was Islam bedeutet, als Muslime in islamischen Staaten? Früher nannte man so eine Arroganz westlicher Imperialismus!

Mir ist egal, was der Islam bedeutet. Menschen können glauben, was sie wollen, solange sie mir nicht gefährlich werden!

Ich bin mir sicher, Islam kann Frieden bedeuten, denn jeder spirituellen Überzeugung wohnt die Möglichkeit des Friedens inne, vielleicht der einen Bewegung mehr als der anderen. Was aber den Islam ausmacht, können nur Muslime bestimmen und Barack Obama ist kein Muslim. Als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ist es auch unerheblich, woran er glaubt. Sein Glaube ist Privatsache. Als Präsident hat er die Verfassung zu verteidigen und dort heißt es im ersten Verfassungszusatz:

„Der Kongress darf kein Gesetz erlassen, das die Einführung einer Staatsreligion zum Gegenstand hat, die freie Religionsausübung verbietet, die Rede- oder Pressefreiheit oder das Recht des Volkes einschränkt, sich friedlich zu versammeln und die Regierung durch Petition um Abstellung von Missständen zu ersuchen.“

Es gibt somit nur zwei mögliche amtliche Haltung des amerikanischen Präsidenten zu Religionen: Ignoranz oder Kampf. Sämtliche amerikanischen Bürgerinnen und Bürger, die friedlich ihren Glauben leben, muss er ignorieren. Er darf keine Gesetze gegen oder für sie zulassen. Allein deshalb schon ist Donald Trumps Rethorik gegen Muslime verfassungsfeindlich. Sämtliche Individuen und Gruppen jedoch, die der amerikanischen Verfassung den Kampf ansagen, muss er sich mit aller Kraft entgegenstellen!

Es ist nicht die Aufgabe des Präsidenten, sein Amt zu nutzen, um zu erklären, was Islam bedeutet. Der erste Verfassungszusatz fordert Neutralität und nicht ein Einmischen des Präsidenten in islamische Religionsfragen. Das können nur Muslime tun! Ich kann ihnen nur zuhören.

Viel zu oft höre ich, dass jene, die Menschen die Köpfe abschneiden, Frauen steinigen, Homosexuelle hängen und Juden schlachten, dabei den Namen Allahs rufen und erklären, alles im Namen des Islams zu tun. Nicht wenige Muslime weltweit feiern diese Taten und verteilen Süßigkeiten aus Begeisterung über diese Schändungen. Für jeden Menschen, der glaubt, Islam bedeute Friede, müssen diese Muslime, die im Namen Gottes Kriege führen und Menschen morden, schlimmer sein als alle, die den Koran verbrennen.

Jedes mal, wenn irgendwo auf der Welt irgendjemand den Islam kritisiert, Mohammed verballhornt oder einen albernen Film über Muslime dreht, ist der Aufschrei in der islamischen Welt groß und Muslime gehen auf die Barrikaden. Wenn Islamisten die Menschlichkeit mit ihren Taten schänden und sich dabei auf Allah berufen, muss der Aufschrei um ein vielfaches lauter sein!

Der Islam kann nur von innen reformiert werden! Auch das Christentum wurde von innen reformiert.

Die Reformbewegungen brachten allerdings auch Kriege mit sich. Protestanten und Katholiken standen sich im Dreißigjährigen Krieg so unversönlich gegenüber wie heute Sunniten und Schiiten. Zudem zeichneten sich ausgerechnet die Reformbewegungen als besonders judenfeindlich aus. Die judenfeindlichste christliche Schrift, die die Zerstörung von Synagogen und das Verbrennen von Torarollen fordert, wurde von Martin Luther geschrieben.

Das Christentum hat eine lange Geschichte der Gewalt und es brauchte mutige Menschen, die diese Gewalt anprangerten. Nicht selten wurden sie Ketzer beschimpft. Heute würde man sie christophob nennen und behaupten, sie wären Rassisten, denn nicht jeder Christ sei gleich und außerdem, Christentum bedeute Liebe. Bertrand Russel erwiderte darauf Anfang des 20. Jahrhunderts:

“Die Christen versichern uns, dass ihre Religion eine Religion der Liebe sei, aber die Annahme des Christentums durch den römischen Staat zu Zeiten Konstantins trug nichts zur Verminderung der Kriege bei, und in unseren Tagen waren viele der fanatischsten Kriegshetzer Christen (…) Wenn man sich auf der Welt umsieht, so muss man feststellen, dass jedes bisschen Fortschritt im humanen Empfinden, jede Verbesserung der Strafgesetze, jede Maßnahme zur Verminderung der Kriege, jeder Schritt zur besseren Behandlung der farbigen Rassen oder jede Milderung der Sklaverei und jeder moralische Fortschritt auf der Erde durchweg von den organisierten Kirchen der Welt bekämpft wurde. Ich sage mit vollster Überzeugung, dass die in ihren Kirchen organisierte christliche Religion der Hauptfeind des moralischen Fortschrittes in der Welt war und ist.”

Friedrich Nietzsche schrieb im Jahrhundert davor:

“Der christliche Glaube ist von Anbeginn Opferung: Opferung aller Freiheit, alles Stolzes, aller Selbstgewissheit und des Geistes: zugleich Verknechtung und Selbst-Verhöhnung, Selbst-Verstümmelung (…) Das Christentum war bisher das größte Unglück der Menschheit (…) Ich verurteile das Christentum, ich erhebe gegen die christliche Kirche die furchtbarste aller Anklagen, die je in Ankläger in den Mund genommen hat. Sie ist mir die höchste aller denkbaren Korruptionen. Sie hat aus jedem Wert einen Unwert, aus jeder Wahrheit eine Lüge, aus jeder Rechtschaffenheit eine Seelen-Niedertracht gemacht (…) Ich heiße das Christentum den einen großen Fluch, die eine große innerlichste Verdorbenheit, den einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist – ich heiße es den einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit.”

Heinrich Heine erklärte im selben Jahrhundert:

“Ärgert dich dein Auge, so reiss es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.”

Jean-Jacques Rousseau sagte ein Jahrhundert vorher:

“Das Christentum predigt nur Knechtschaft und Unterwerfung. Sein Geist ist der Tyrannei nur zu günstig, als dass sie nicht immer Gewinn daraus geschlagen hätte. Die wahren Christen sind zu Sklaven geschaffen.”

Ich habe viele christliche Freunde. Wenn ich sie frage, was sie von den schwulen- und frauenfeindlichen Passagen in der Bibel halten, erklären sie mir, die Bibel sei nur ein Buch und man könne sie nicht wörtlich und schon gar nicht eins zu eins nehmen, außerdem stünde auch viel dummes Zeug in der Bibel. Einige meiner christlichen Freunde haben studiert und nennen diesen Umgang mit der Bibel „historisch-kritische Exegese“.

Wenn eine Ideologie nicht mehr kritisiert werden darf, wird sie totalitär. Egal ob Islam, Christentum, Judentum oder Kommunismus, das Recht, Überzeugungen zu kritisieren und zu verarschen, sorgt dafür, dass sie menschlich bleiben. Wer sagt, der Soldat Mohammed, der vor eineinhalb Jahrtausenden gelebt hat, dürfe nicht karikiert werden, jedoch schweigt, wenn ein Bäcker aus Mekka hingerichtet wird, weil er Christ geworden ist, der ist ein fundamentalistischer Fanatiker und hat die volle Breitseite Kritik verdient.

Es wird Zeit, dass der Islam in Frage gestellt wird, wie einst das Christentum in Frage wurde. Das geht allerdings nur mit Aufklärung, Kritik, Spott und Hohn und sie muss von innen kommen! Was die Welt jetzt braucht sind Mohammed-Karikaturen von Muslimen, die die muslimische Welt in Frage stellen, so wie einst Voltaires Karikaturen die christliche Welt in Aufruhr versetzt haben. Wir brauchen geistige Hämmer, die den Islam zerschlagen, so wie Nietzsche einst auf das Christentum einschlug. Ist das islamophob? War die Aufklärung christophob?

Nein! Es ist Aufklärung und kommt von moderaten Muslimen. Daher ist es wichtig, den Begriff „radikaler Islam“ zu nutzen, weil nur Muslime entscheiden können, wohin der Islam zieht. Ich kann nur zuschauen, mit Staunen und Zittern und hoffen, dass die aufgeklärte Welt gut gewappnet ist für die Eskalationen, die beim Versuch, Religionen zu reformieren, unweigerlich kommen werden.

Wer sich weigert, den Begriff „radikaler Islam“ zu benutzen, betrügt Muslime um eben jene Entwicklung, die das Christentum bereits gemacht hat und kontinuierlich weiter macht. Aufklärung tut weh! Wer jedoch glaubt, er müsse Muslime vor diesen Schmerzen schützen, erklärt damit, Muslime seien schwächer, dümmer oder unfähiger mit Kritik umzugehen als Christen. Wer Muslime schützen möchte vor Kritik, erklärt sie zu geistigen Mündeln, die intellektuell unfähig sind, mit Kritik, Hohn und Spott umzugehen. Das jedoch ist purer Rassismus!

Was Christen ertragen können um der Freiheit und der Aufklärung willen, können auch Muslime ertragen, denn ich halte diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen wurden, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräusserlichen Rechten begabt wurden, worunter sind Leben, Freiheit und das Streben nach Glück.

Dieser Beitrag wurde unter Nachrichten veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

33 Antworten zu Barack Obama und der „radikale Islam“

  1. Kanalratte schreibt:

    Die moderaten Muslime sind das Problem, weil sie die radikalen Muslime bzw. auch die islamischen Allmachtfantasien bereitwillig dulden und unterstützen. Der Großteil der Muslime möchte auch kein Mord und Totschlag auf der Welt, die meisten von ihnen sind aber leider jederzeit bereit sich vor die Radikalen zu stellen und diese im Namen des Islam zu verteidigen. Deshalb hören wir Sätze wie: „Das hat nichts mit dem Islam zu tun“, „Der Westen hat…“ usw.

    Im 3. Reich hat es eine Minderheit von den radikalen Nationalsozialisten geschafft eine Mehrheit von moderaten Normalbürgern von der Notwendigkeit des Nationalsozialismus zu überzeugen. Die moderate Masse hat sich daraufhin den Zielen der radikalen Minderheit gebeugt und sich schließlich dem Nationalsozialismus untergeordnet.

    Solange die moderaten Muslime den radikalen bzw. politischen Islam dulden und auch bereit sind ihn zu verteidigen, solange wird es keine Veränderung in der islamischen Welt geben.

    • brathering schreibt:

      „Bei einer repräsentativen Umfrage durch das Meinungsforschungsinstitut Emnid stimmten 47 Prozent der befragten Muslime mit türkischen Wurzeln dem Satz zu: „Die Befolgung der Gebote meiner Religion ist für mich wichtiger als die Gesetze des Staates, in dem ich lebe.(…)
      Viele der hier lebenden Menschen mit türkischen Wurzeln haben zudem das Gefühl, der Islam werde zu Unrecht mit Gewalt und Fanatismus in Verbindung gebracht. Die Autoren der Studie sehen allerdings auch einen Zusammenhang zwischen dem in Deutschland weit verbreiteten negativen Bild des Islam und den dogmatischen Einstellungen, die ein Teil der in Deutschland lebenden Muslime vertritt. So stimmten 32 Prozent der von Emnid befragten Türkeistämmigen der Aussage zu, die Muslime „sollten die Rückkehr zu einer Gesellschaftsordnung wie zu Zeiten des Propheten Mohammed anstreben“.“
      http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.umfrage-viele-tuerken-finden-den-koran-wichtiger-als-das-grundgesetz.3f1b2e6d-ec93-4ce0-ba5d-690fe9832f52.html

      • O.Paul schreibt:

        Und ich schätze, dass der Großteil der 47% als integriert gelten. Herzlich Willkommen, Parallelgesellschaft. Da können die Berliner Polit- Clowns rumschwafeln wie sie wollen, sie haben alles falsch gemacht!!!!!

        Na ja, Politik und Intelligenz scheint sich doch gegenseitig auszuschließen.

  2. Pingback: Stoff für’s Hirn | abseits vom mainstream - heplev

  3. Praecox schreibt:

    Obama, min 4:11 bis Ende:
    „Groups like ISIL and Al-Qaeda want to make this war a war between Islam an America. Or between Islam an the West. They want to claim, that they are the true leaders of over a billion muslims around the world, who reject their crazy notions. They want us to validate them by implying, that they speak for that billion plus people. That they speak for Islam. That’s their propaganda. That’s how they recruit. And if we fall into the trap of painting all muslims with a broad brush and imply, that we are at war with an entire religion? Then we are doing the terrorist work for them.“

  4. anti3anti schreibt:

    Es ist richtig: Die Aufklärung im Islam muss durch Muslime erfolgen! Die Aufklärung im Christentum erfolgte ja auch durch Christen (?).
    Aber: Die Schlachten wurden unter Christen geführt, die darunter litten. Unter den islamischen Schlachten leiden meist Muslime, aber auch einige Angehörige anderer Religionen. Wenn die Muslime sich nur gegenseitig abmurksen würden, wäre alles o.K. So leiden auch wir und dürfen deshalb eingreifen: mit Waffen UND mit Aufklärung!

  5. abusheitan schreibt:

    „… denn jeder spirituellen Überzeugung wohnt die Möglichkeit des Friedens inne, vielleicht der einen Bewegung mehr als der anderen.“

    Nach eigenem Verständnis war der Nationalsozialismus auch eine spirituelle Bewegung. Hätte Hitler es „geschafft“, Europa nachhaltig zu erobern, herrschte da auch Frieden.
    „Hitler wollte Frieden!“ verkünden auch heute noch Prediger wie der ehemalige Generalmajor Schultze-Rhonhof.
    Die Vorstellung vom Frieden des Islam besteht darin, dass die Welt, die aus dem Haus des Krieges und dem Haus des Friedens besteht, erst erobert werden muss. Die Menschen müssen konvertieren, sich unterwerfen oder sterben. Wenn dies gelungen ist, herrscht Friede.
    Ähnliche Vorstellungen gibt es im Christentum und Buddhismus auch.

  6. Sophist X schreibt:

    Der Islam kann nur von innen reformiert werden! Auch das Christentum wurde von innen reformiert.

    Das ist ein Irrtum, und leider spricht sich das viel zu langsam herum. Die islamische Analogie zur lutherischen Reformation führt direkt zum Wahhabitenstaat, zum Mullahstaat und zum IS.
    Luther hat die Religion auf ihre Grundlagentexte zurückgeführt, und genau das taten die Wahhabiten, genau das tat Khomeini und das tun die Theologen des IS. Die islamische Reformation wurde längst vollzogen.

  7. Hessenhenker schreibt:

    Was interessiert es eigentlich, ob Leute deren Genital ich mir wegen privatem Desinteresse nicht näher ansehen will, beschnitten sind oder nicht?

    Daß man wegen einem durchgetrennten Stück Haut von „Genitalverstümmelung“ reden kann, sehe ich auich nicht so recht ein.
    Als ich noch zum Frisör gegangen bin, war das ja auch keine „Kopfverstümmelung“, obwohl ich vorher immer mehr am Kopf hatte als nachher.

  8. Das Judentum muß aber auch noch reformiert werden. Stichwort „Beschneidung“ (=Genitalverstümmelung). Kürzlich meinte mal ein Rabbi aus Israel sinngemäß, daß Christen Abschaum seien. Es gibt doch erstaunlich viele Radikale bei den Juden in Israel. Und selbst die Union progressiver Juden in Deutschland hat sich positiv zur jüdischen Genitalverstümmelung gestellt. Das hat mich schon schockiert.

    Da werden kleine Kinder auf dem Altar einer fundamentalistischen Religiosität geopfert.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Erstaunlich viel? Bisher hast Du nur einen Rabbi genannt und den ohne Quelle.

    • A.S. schreibt:

      Sie wirken ein bisschen wie ein Rettungsassistent, der zu einer Massenkarambolage mit vielen Schwerverletzen kommt und, anstatt die Verletzen zu versorgen, einen danebenstehenden Autofahrer belehren will, dass auch er sein Verkehrsverhalten reformieren muss, schließlich parke er manchmal falsch.

      • Niemand hat die Absicht, die Defizite des Judentums denen des Islams gleichzusetzen! 🙂

        Immer locker bleiben. Sie wirken ein bißchen wie ein Arzt, der nur schwerkranke Menschen behandeln will und Menschen mit leichteren Malaisen einfach abweist und meint, die sollen ruhig ewig so weiter vegetieren..

        Die Quelle für den Rabbi nenne ich noch beizeiten. Derweil können sich hier ja einige fragen, warum manche orthodoxe Juden keine Frauen auf Fotos in Zeitungen sehen wollen oder meinen, Männlein und Weiblein sollten getrennte Wege gehen. Auch Teile des Judentums haben ein Problem mit Aufklärung und Modernität.

        Ich persönlich sehe hier das größte Problem bei der „Beschneidung“, denn hier leiden Kinder, denen aufgezwungen wird, ihr Judentum so zu leben, wie es die Alten für richtig ansehen, die selbst beschnitten wurden und ihre eigene Abwehr zum Leidwesen der Kinder aufrechterhalten.

        Man muß kein Prophet sein, um vorherzusagen, daß die „Beschneidung“ am Ende dieses Jahrhunderts kaum mehr praktiziert werden wird. Und daß die Leute sich dann fragen, wie man nur so unbarmherzig mit Kindern umgehen konnte und wie man das Judentum derartig zwanghaft mit diesem Ritual koppeln mußte.

        Die gleichen reinigenden Erkenntnisprozesse hat die Menschheit doch bei anderen Fragen schon zigmal durch.

        PS: Um zum eigentlichen Thema zurückzukommen, die Äußerungen von Obama sind in der Tat typisch linker Bullshit, wie ich ihn zuvor schon mal erwähnt habe. Diese Leute sind ideologisch einfach nicht dazu fähig, ein gesundes Maß an Aggressionsfähigkeit hinzulegen, während Rechte und Konservative eher nicht dazu fähig sind, ein gesundes Maß an Empathiefähigkeit hinzulegen.

        Linke schwelgen förmlich in „Toleranz“, während Rechte eher den harten Krieger mimen und über’s Ziel hinausschießen. Bei aller Sympathie für Trumps Unkorrektheit, so ist es doch hanebüchen, Muslimen die Einreise zu verweigern.

        • A.S. schreibt:

          Das Judentum lässt den Rest der Welt in Ruhe. Defizite des Judentums gehen mich daher als Außenstehenden nichts an. Was gut oder schlecht in dieser Religion ist müssen Juden unter sich klären.
          Der Islam dagegen will die ganze Welt unter seine Herrschaft bringen, auch mich. Daher gehen mich die Defizite des Islam eine ganze Menge an.

          • A.Bundy schreibt:

            Verdruckste Judenhasser, die Krokodilstränen wegen gar grausam beschnittenen jüdischen Pimmeln vergießen, sind mit Abstand die widerlichsten Kreaturen von allen.

        • Also mich kümmert Unmenschlichkeit, auch wenn sie innerhalb einer mir fremden Community geschieht. Ich spreche vom orthodoxen Judentum, von der Genitalverstümmelung, von der Siedlungspolitik und vielem mehr. Der gemeine Muselmane würde Ihnen wohl sagen, daß er die Welt gar nicht erobern will. Das wollen ja nur bestimmte Muslime.

          Daß das Judentum den Rest der Welt in Ruhe lasse, würden bestimmt auch manche Leute bestreiten.

          Warum reagieren einige Leute eigentlich immer so empfindlich? Ich habe doch ganz zu Anfang klargemacht, daß ich deutliche Unterschiede zwischen Islam und Judentum sehe. Die Juden sollten gerade mit diversen archaischen Bräuchen aufhören, um so ihre Sympathiewerte zu erhöhen und sich weiter gegenüber dem Islam abzugrenzen. Was ist denn das Genörgel über die hinterwäldlerischen Muselmanen wert, wenn Teile der Juden selbst noch ziemlich hinterwäldlerisch drauf sind?

          3 Jahre legalisierte Genitalverstümmelung

          • A.S. schreibt:

            „Was ist denn das Genörgel über die hinterwäldlerischen Muselmanen wert, wenn Teile der Juden selbst noch ziemlich hinterwäldlerisch drauf sind?“

            Es hat schon einen Beigeschmack wenn so ein Satz kommt nachdem ein Muselmann gerade 50 Menschen niedergeballert hat und während alle paar Monate ein Muselmann ein offen antisemitisches Pogrom begeht.

            „Ich habe doch ganz zu Anfang klargemacht, daß ich deutliche Unterschiede zwischen Islam und Judentum sehe.“
            Das scheint mir eher eine Ausrede zu sein ….

          • A.Bundy schreibt:

            Quod erat demonstrandum. 😉

    • Sophist X schreibt:

      Kürzlich meinte mal ein Rabbi aus Israel sinngemäß, daß Christen Abschaum seien.

      Es ist jedem grundsätzlich erlaubt, andere für Abschaum zu halten. Ich mache mir auch ehrlich gesagt wenig Sorgen wegen eines anonymen Rabbiners, der keine Christen mag.

    • O.Paul schreibt:

      Muß reformiert werden? Warum? Weil es einigen Nicht- Juden nicht in den Kram paßt?
      Wie kann man sich in eine andere Kultur einmischen, die sich nicht mein Leben einmischt? Nur weil einigen die Modernisierung nicht schnell genug geht.

      Wir sollten aufhören, unsere Maßstäbe an Andere anzulegen! Das würde viel Leid auf der Welt ersparen!!!

  9. Hessenhenker schreibt:

    Der westliche Imperialismus richtet sich auch gegen die Menschen, die im Westen geboren wurden wie mich z.B.
    Perverse Scheißkerle beanspruchen die Deutungshoheit über die Menschenrechte,
    um mir meine zu verweigern.
    Eine Heirat im IS-Gebiet vor dem muslimischen Imam berechtigt zur „Familienzusammenführung“ im westlichen Deutschland,
    beanspruche ich für eine dem gleichstehende im friedlicheren Ausland stattgefundene Tempelheirat diesselbe Anerkennung,
    schreien deutsche Politiker mein Ansinnen sei rassistisch.
    Nach der Nazidenke „wir“ seien etwas Besseres haben wir nun die Sozidenke, wir seien etwas Schlechteres oder Niedrigeres als die vom Imam Verheirateten.

    Das ist meine kleine persönliche Betroffenheit.
    Staatlicher Praxis nach ist offensichtlich geltende Einstellung, „wir“ seien weniger wert wegen unserer von Schäuble propagierten Inzucht als die uns überlegenen Übermenschen aus muslimischen Ländern. Scheißegal ob moderat oder radikal.

  10. A.S. schreibt:

    Man kann auch sagen die moderaten Muslime sind das Problem. Einfach deshalb, weil sie sich weltweit weigern den Radikalen das Handwerk zu legen.
    Radikale gewaltbereite Irre gibt es in fast jeder größeren Gruppe. Solche finden sich bei Christen, Moslems, Ökologisten, Nationalisten, Feministen, Kommunisten, Fußballfans, usw. Die Frage ist immer, wie die moderate Mehrheit auf diese reagiert, ob sie etwas entgegensetzt. Und da versagen Muslime weltweit. Auch hier in Europa ist das zu beobachten. Es reicht i.d.R. eine einzige israelische Rakete auf GAZA um einen Sturm der Empörung bei den europäischen Moslems auszulösen. Ein Massaker des IS dagegen bringt kaum einen Moslem auf die Straße.

    Das ist ein Statement, klar und deutlich.

  11. Holger schreibt:

    „Bertrand Russel : … jede Milderung der Sklaverei und jeder moralische Fortschritt auf der Erde durchweg von den organisierten Kirchen der Welt bekämpft wurde…. “
    evtl meint er ja nicht sklaverei sondern benutzt das als bild für irgendetwas.
    nur das wort sklaverei ist gefallen und darum möchte ich ein beispiel hier reinbringen.

    William Wilberforce: „…Um 1784 konvertierte er auf einer Reise durch Kontinentaleuropa zum evangelikalen Protestantismus …“ (wiki zitat)

    „…1807, nach 18 Jahren Kampagnen und Kampf gegen die Sklaverei, hatte Wilberforce schließlich Erfolg. Nach einer zehnstündigen Debatte im Parlament wurde das Gesetz gegen den Sklavenhandel („Slave Trade Act“) am 24. Februar 1807 um vier Uhr morgens mit einer unerwarteten und überwältigenden Mehrheit von 283 zu 16 Stimmen angenommen.[3] Einen Monat später, am 25. März 1807, trat das Gesetz in Kraft. Von da an war der afrikanische Sklavenhandel im britischen Machtbereich verboten und Sklavenhändler wurden den Piraten gleichgestellt. …“ (wiki zitat)

    und
    „.. moralische Fortschritt…“ was soll das denn bitte sein? was im dritten reich mit den juden angestellt wurde ist in jedem fall moralisch falsch, auch wenn die nazis gewonnen hätten und heute alle im gleichschritt marschieren würden.

    offensichtlich scheint soetwas wie eine moralische pflicht zu existieren, was natürlich die frage aufwirft wo kommt so eine moralische referenz her, wenn es keinen gott gibt, dann kann es keine moralisch pflicht geben etwas zu tun oder zu lassen, dann sind wir alle wie tiere oder? dann wäre moral nur eine ‚geschmackssache‘.

    anders ausgedrückt wer moralische gesetze anwenden will braucht einen gesetzgeber dieser moralischen gesetzte. gott

  12. shaze86 schreibt:

    Ja, Politiker und deren Umfeld lügt sich gerne einen schönen Islam zusammen.
    Ich glaube jedoch nicht an eine Reform des Islams. Dafür ist er einfach zu radikal und totalitär.

    • O.Paul schreibt:

      Sehr richtig. Hätte man den Einfluß der Kirche nicht zurückgedrängt würden wir und genauso geben wie die Moslems.

      Mich erstaunt nur die verbohrte Blödheit der Politik, den Islam als frieflich und als zu uns gehörend zu bezeichnen.

Seid gut zueinander!

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s