Nennt mich einen Feministen!

Die Schriftstellerin Rebecca West sagte einst:

„Ich selbst habe es nie geschafft, genau herauszufinden, was Feminismus ist. Ich weiß nur, dass ich immer dann als Feministin bezeichnet werde, wenn ich Gefühle zum Ausdruck bringe, die mich von einer Fußmatte unterscheiden.“

Alice Schwarzer sagte einst:

„Wären die Suffragetten Männer gewesen, so wäre der Begriff heute ein Kompliment, Ausdruck nämlich für den couragierten Kampf für Rechte, die uns heute selbstverständlicher Teil einer Demokratie scheinen. Doch es sind Frauen, sind unsere Mütter und Großmütter, die vor uns gekämpft haben. Denn wir beginnen nicht mit der Stunde Null. Die Frauenrevolte hat eine lange, von der patriarchalischen Geschichte immer wieder zugeschüttete Tradition. Und was wissen wir heute davon? Nichts! Systematisches Verschweigen und Diffamieren der kläglichen Reste rauben uns immer wieder unsere Vergangenheit. Heute stehen die Vorkämpferinnen nicht etwa auf dem historischen Sockel der Märtyrer und Helden, sondern in den Niederungen der schrulligen Tanten. Frauen, die sich für Frauen einsetzen, sind keine politischen Kämpferinnen, sondern hysterische Witzfiguren. Denn das war noch allemal die beste Waffe in der Hand des Patriarchats: Töten durch Lächerlichmachen.“

Für mich ist und bleibt das Wort „Feminist“ ein Kompliment. Nennt mich einen Feministen! Es macht mich stolz, Feminist genannt zu werden, denn Marie le Jars de Gournay war eine Feministin. Im Jahr 1622 veröffentlichte sie das Werk „Über die Gleichheit“ und argumentiert dort, dass alle Menschen ungeachtet der Herkunft und des Geschlechts vernunftsbegabte Wesen sind und daher gleich an Rechten und Pflichten:

„Genau genommen ist das menschliche Wesen übrigens weder männlich noch weiblich: das unterschiedliche Geschlecht ist nicht dazu da, einen Unterschied in der Ausprägung herauszubilden, sondern es dient lediglich der Fortpflanzung. Das einzige wesenhafte Merkmal besteht in der vernunftbegabten Seele. Und wenn es erlaubt ist, beiläufig einen kleinen Scherz zu machen, dann wäre hier wohl jene anzügliche Bemerkung nicht unpassend, die besagt: nichts ähnelt dem Kater auf einer Fensterbank mehr als – die Katze. Der Mensch wurde sowohl als Mann wie Frau geschaffen. Männer und Frauen sind eins.“

Hundert Jahre später widersprach der Humanist Rousseau dieser Auffassung und erklärte statt der feministischen Menschenrechte Gournays die humanistischen Männerrechte. Zu keiner Zeit war die Hauptströmung des Feminismus von dem Gedanken geprägt, Männer seien den Frauen untergeordnet. Dem Humanismus jedoch hingen nicht selten führende Philosophen an, die Frauen den Männern unterstellten. Es sind daher die Humanisten, die sich schämen sollten, nicht die Feministinnen!

Feministinnen kämpften stets für die Gleichberechtigung aller Menschen. Die führenden Köpfe im Kampf gegen die Sklaverei waren nicht selten Frauen: Aphra Behn (17. Jahrhundert, England), Olympe de Gouges (18. Jahrhundert, Frankreich), Mathilde Franziska Anneke (19. Jahrhundert, USA). Die Franzözische Revolution, die Amerikanische Revolution und die Englische Revolution befreiten jeweils nur Männer. Die Suffragettenbewegung jedoch befreite im 20. Jahrhundert alle Menschen! Die Suffragettenbewegung erstritt für etwas mehr als die Häflte der Bevölkerung Freiheit und Unabhängigkeit und ist somit die größte und erfolgreichste Revolution der Menschenheitsgeschichte, deutlich erfolgreicher als die Französische Revolution, die im Terror endete und Frauen ihre Rechte absprach.

Olympe de Gouges lebte während der Französischen Revolution. Sie stellte die Vernunft in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung und und widersprach dem Terror:

„Die Sturmglocke der Vernunft ist im ganzen Universum zu hören; erkennt eure Rechte! Das gewaltige Reich der Natur ist nicht mehr umlagert von Vorurteilen, Fanatismus, Aberglaube und Lügen. Die Fackel der Wahrheit hat alle Wolken der Dummheit und Anmaßung zerstreut. Der versklavte Mann hat zwar seine Kräfte vervielfacht, aber er hat der eurigen bedurft, um seine Ketten zu sprengen. Kaum in Freiheit versetzt, ist er nun selbst ungerecht geworden gegen seine Gefährtin. O Frauen! Frauen, wann wird eure Verblendung ein Ende haben? Was sind denn die Vorteile, die euch aus der Revolution erwachsen sind? Ihr werdet noch mehr verachtet, noch offener verhöhnt.“

Erklärte noch im 17. Jahrhundert die Philosophin Marie les Jars de Gournay die Gleichheit von Männern und Frauen (1622), erklärten die Sieger der Französischen Revolution kurzerhand die Männer- und Bürgerrechte (1789), oft fälschlicherweise als Menschen- und Bürgerrechte übersetzt, obwohl Frauen dezidiert nicht mit „des hommes“ gemeint waren, was Oylmpe de Gouges in ihrer Antwort „Die Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ auch offen kritisierte.

„Fürchtet ihr, dass unsere französischen Gesetzgeber – Richter über jene Moral, die sich lange Zeit in der Politik eingenistet hat, nun aber überlebt ist – es euch wiederholen: „Frauen, was habt ihr mit uns gemein?“ „Alles“, werdet ihr zu entgegnen haben. Und wenn sie sich in ihrer Schwäche darauf versteifen, mit ihren eigenen Prinzipien in Widerspruch zu geraten, dann setzt beherzt die Macht der Vernunft ihren eitlen Anmaßungen entgegen, euch überlegen zu sein (…) Die Frau hat das Recht das Schafott zu besteigen; sie muss gleichermassen das Recht haben, die Tribüne zu besteigen!“

Während Olympe de Gouges für die Menschenrechte stritt und das Recht eines jeden Menschen auf einen fairen Prozeß verteidigte, erklärten die männlichen Sieger der Revolution den Terror. Obwohl Olympe de Gouges eine blühende Republikanerin war und in dem König einen Feind der Demokratie sah, kämpfte sie für einen fairen Prozeß des Königs, weil für sie Menschenrechte unveräußerlich waren, selbst für die größten Feinde. Für Olympe de Gouges sollte die Vernunft herrschen. Die Sieger der Revolution sahen das anders. Am 17. Januar 1794 erklärte Maximilien Robespierre den Sieg der „Natur“ über die Vernunft:

„Wenn man vorschlägt, Ludwig XVI. den Prozeß zu machen, so stellt man die Revolution in Frage. Kann er gerichtet werden, so kann er freigesprochen werden, kann er freigesprochen werden, so kann er unschuldig sein. Ist er aber unschuldig, was wird aus der Revolution? (…) Wie könnte der Tyrann den gesellschaftlichen Pakt für sich anrufen? Er hat ihn vernichtet! Welche Gesetze sind an seine Stelle getreten? Die Gesetze der Natur: das Volkswohl.“

Olympe de Gouges jedoch verteidigte die Gesetze der Vernunft und landete dafür auf dem Schafott. Am 3. November 1793 wurde sie hingerichtet. Ihr Vergehen: Sie hatte sich den „Gesetzen der Natur“ widersetzt. Sie wusste warum. Wenn die Mächtigen krank werden, wollen sie nicht, dass die Natur herrscht, sondern sie verlangen nach der Vernunft des Arztes, wenn ihnen Unrecht widerfährt, wollen sie nicht, dass die Natur herrscht, sondern sie rufen nach der Vernunft des Richters, wenn sie aber unterdrücken wollen, dann holen sie schnell die Natur aus der Kiste und dann gibt es auf einmal die Natur der Frau, des Juden oder des Schwarzen und die Mächtigen tun so, als wüssten sie genau, was die Natur will, ganz so als hätten sie erst letzten Sonntag mit Mutter Natur Kaffee getrunken. Hedwig Dohm jedoch argumentierte:

„Wie der Mensch sich seinen Gott nach seinem Ebenbild schafft, so legt ein jeder seine Anschauungen der Natur in den Mund. Eine Byzantinerin ist die Natur, redet dem, der gerade die Macht hat, zu Munde, oder gibt wenigstens immer die Antwort, die der Fragende erwartet. Was ist natürlich, was unnatürlich? Die meisten geistigen Errungenschaften sind Einbrüche in vermeintliche Naturgesetze. Das scheinen die Antifeministen selbst zu bestätigen, wenn sie sagen: „Wir müssen auf der Änderung dieser verkehrten Welt bestehen.“ Recht haben sie. Wir bestehen ja auch darauf. Nur wollen sie, dass die Welt wieder so werde, wie sie einstmal war, wir aber wollen, dass sie werde, wie sie noch niemals war. Und sage nicht, es muss so sein, weil es niemals anders war. Unmöglichkeiten sind Ausflüchte steriler Gehirne. Schaffe Möglichkeiten!“

Hedwig Dohm erinnert mit dem Begriff „Byzantinerin“ an das Jahr 1453, als die byzantinische Hauptstadt Konstantinopel von einer islamisch-osmanischen Armee belagert wurde. Während der Belagerung erschöpften sich Byzantiner und christliche Mönche trotz des Ernstes der Lage in religiösen und mythischen Debatten, statt zu kämpfen. Dem islamischen Sultan Mehmet II fiel es daher nicht schwer, erfolgreich Konstantinopel zu erobern und in ein islamisches Istanbul zu verwandeln. In der islamischen Welt wird seither die Weigerung zum Kampf und der Glaube an Debatten und Geprächen als einziges Mittel der Auseinandersetzung als „byzantinisches Geschwätz“ bezeichnet. Hedwig Dohm aber sagte:

„Mehr Stolz, Ihr Frauen, der Stolze kann missfallen, aber man verachtet ihn nicht. Nur auf den Nacken der sich beugt, tritt der Fuß des vermeintlichen Herrn!“

Feminismus ist die Bereitschaft zum Kampf! Feminismus bedeutet nicht, dass Männer verändert werden, ihr Bild von Frauen zu verändern, sondern dass Frauen nicht mehr daran gehindert werden, sich effektiv zu wehren! Feminismus bedeutet nicht, dass Männer keinen Frauen schlagen, weil sie Frauen sind, sondern weil sie sich wehren können!

Nach Jahrhunderten der Unterdrückung erkannten Juden in Europa, dass es nicht hilfreich ist, lediglich darauf zu bauen, dass die Umgebung ein gutes Bild von Juden hat. Juden erkannten, dass sie wehrhaft werden mussten. Im Jahr 1871 zum Beispiel wurden zwar alle Juden gleichberechtigte Bürger des Deutschen Reichs, aber nur etwas mehr als sechzig Jahre später nahmen die Nazis ihnen nicht nur ihre Rechte wieder weg, sie vernichteten sie! Es gab keine Macht, die die Nazis daran hinderte. Hätte es Israel schon im Zweiten Weltkrieg gegeben, Auschwitz wäre vermutlich nicht möglich gewesen. Israel kämpft nämlich für Juden!

Es gibt nicht wenige Menschen, die sagen, der Zionismus treibe einen Keil zwischen die Völker. Sie sagen, der Zionismus sei eine Geisteskrankheit, die Misshandlungen gegen Palästinenser produziere. Zionisten sähen nur potentielle Terroristen und Gewalttäter und nähmen daher alle Palästinenser in Sippenhaft. Der Zionismus wird von vielen Israelkritikern so beschimpft, wie der Feminismus von Feminismuskritikern beschimpft wird. Sie sagen, der Feminismus sei unnatürlich, produziere nur Streit unter den Geschlechtern, sorge dafür, dass alle Männer nur als potentielle Vergewaltiger angesehen würden und nähmen alle Männer in Sippenhaft.

Als 1948 sämtliche Nachbarländer Israels dem kleinen jüdischen Staat einen Vernichtungskrieg erklärten, war Israel seinen Feinden in der Masse zwar körperlich unterlegen, gewann aber dennoch den Krieg! Selbst wenn Frauen körperlich schwächer sind als Männer, heißt das nicht, dass sie sich nicht effektiv verteidigen können! In Europa waren Juden immer eine radikale Minderheit. Es wäre schön gewesen, hätten sie in einer Umgebung leben können, in der sie nicht gehasst wurden und es war gut, dass Juden immer wieder versucht haben, positiv auf das Bild einzuwirken, das die Mehrheitsgesellschaft von Juden hatte, aber irgendwann wurde klar, dass es nur ein Mittel gibt, um sich der Gewalt zu erwehren: mehr Gewalt!

Der Zionismus macht sich oft nicht beliebt, aber wenn Juden wählen müssen, ob sie lieber beliebt und tot sind oder ungeliebt und lebendig, dann wird sich die Mehrheit der Juden mit Sicherheit für lebendig entscheiden. Der Feminismus macht sich auch nicht unbedingt beliebt, aber wenn eine Frau wählen muss, ob sie lieber ein beliebtes Objekt oder ein ungeliebtes Subjekt sein möchte, dann wird sich jede Emanze dafür entscheiden, ein Subjekt zu sein. Nichts geht über die Freiheit!

Feminismus ist wie Zionismus, ein Israel der Frauen, eine Lebensversicherung von Frauen für Frauen! Hedwig Dohm sagte einst: „Menschenrechte haben kein Geschlecht“

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39 Antworten zu Nennt mich einen Feministen!

  1. ariston261 schreibt:

    Moin,
    Du hast einige Male von Muslimen, aber auch von Christen und anderen Religionen verlangt, dass sie aktiv gegen Extremisten in ihren Reihen vorgehen sollen. So schön die von Dir genannten Beispiele auch sind, so sehr sie auch nach Humanismus klingen: Sollten dann die Feministen und Feministinnen nicht aufstehen und sich gegen die Instrumentalisierung des Feminismus durch Wizoreck, Stokowski oder Anne Helm wehren? Und feststellen, dass der white old man vielleicht nicht so sehr das Problem ist?
    Heute wurde ein Gesetz verabschiedet, dass Frauen in Gefahr nicht hilft, Männer aber einem Generalverdacht aussetzt. Im Unterhaltsrecht wird den deutschen Männern das Doppelresidenz-Prinzip verweigert. Aber Frau Schwesig will den säumigen Männern den Führerschein abnehmen, den arbeitenden Männern sagen, dass sie trotz Berufserfahrung bitteschön nur soviel verdienen dürfen wie die Frau, die nach ihrer Ausbildung und nach zwei bis drei Kindern Erziehungsurlaub (ca. 8 Jahre) wieder ins Geschäft einsteigt. Dass der geschiedene Mann, der sich um Zeit mit seinen Kinder bemüht, diese auf keinen Fall vom Unterhalt abziehen darf, versteht sich von selbst, selbst wenn die Frau sich mit ihrem reichen neuen Freund vergnügt.

    Der Feminismus, den Du im Artikel nennst, hat mit den heutigen Gegebenheiten so viel zu tun, wie die SPD von Willy Brand und Herbert Wehner mit der SPD von Heiko Maaß und Manuela Schwesig.

  2. ceterum censeo schreibt:

    Zeit, mit dem Feminismus mal in anderen Erdteilen missionieren zu gehen. Einst hatte er hierzulande seine Berechtigung, heute richtet er wohl nur noch immensen Schaden bei uns an. Wenn man ein paar der Artikel liest, kommt einen das kalte Gruseln an:

    https://sciencefiles.org/category/bildung/bildungssystem/benachteiligung-von-jungen/

    • Eitan Einoch schreibt:

      Das passiert zum Teil auch, insbesondere Gleichheitsfeministinnen wie Alice Schwarzer oder Elisabeth Badinter engagierten und engagieren sich gegen Frauenverachtung außerhalb Europas und Nordamerikas. Aber leider gibt es auch Feministinnen, die das Gegenteil tun und kulturrelativistische Entschuldigungen für Phänomene wie Burka und Taharrush Gamea suchen – sind ja schließlich keine weißen, westlichen Männer dran beteiligt.

      • Kanalratte schreibt:

        Alice Schwarzer muss man zugute halten, dass sie ihre Ideen konsequent verfolgt und nicht scheut über Frauenbenachteiligung in der islamischen Welt zu sprechen. Viele andere Feministinnen sprechen aber ausschließlich über die westliche Welt, und huldigen, nicht selten die patriarchaischen Zustände in anderen Teilen der Erde.

    • besucher schreibt:

      Hauptsache cc. hat wieder als Erster seinen Haufen gemacht und er schiss einen schicken Whataboutism dahin.

      • ceterum censeo schreibt:

        Faszinierend, zu welch originellen Kommentaren kleine Computerprogramme heute schon in der Lage sind.

  3. Kanalratte schreibt:

    Feminismus bedeutet heutzutage Bevorteilung der Frau und Benachteiligung des Mannes. Der heutige Feminismus möchte, dass die Frau ÜBER dem Mann steht. Im Schulsystem hat der staatliche Feminismus dazu geführt, dass junge Frauen immer besser, junge Männer im Vergleich jedoch immer schlechter abschneiden. Das kommt daher, dass man junge Frauen auf Teufel komm raus fördert und junge Männer mehr oder weniger bewusst vernachlässigt.
    Gerade junge Männer, und ich denke ich kann das beurteilen, haben zunehmend Probleme in dieser Gesellschaft anzukommen, da es für männliche Jugendliche in Deutschland immer weniger Perspektiven gibt.

    Ich kann nichts unterstützen, dass mich aufgrund meines Geschlechts benachteiligt!

    • Eitan Einoch schreibt:

      Der postmoderne Feminismus ist in meinen Augen einer der Gründe für die Infantilisierung und Verweichlichung der Gesellschaft – das „weibliche“ Prinzip soll das „männliche“ ablösen, Raufereien auf dem Schulhof und Spielzeugwaffen sind böse, Jungs sollen wie Mädchen ihre Konflikte ausdiskutieren und lernen zu weinen etc. Die Folgen sieht man – eine der entscheidenden Fragen zur Silvesternacht 2015 lautete, warum die Männer ihre Frauen nicht verteidigt hätten. Na, warum wohl?! Weil sie Warmduscher sind, denen man Stricken und Häkeln beigebracht hat, aber nicht wie man seine Fäuste und Ellbogen effektiv einsetzt. Dem westlichen Mann wurden die Zähne gezogen. Er soll im Sitzen pinkeln und Windeln wechseln – aber bloß nichts was irgendwie „männlich“ wirkt. Lustigerweise werfen sich die Frauen lieber dem erstbesten südländischen Macho an den Hals als dem typisch westlichen Frauenversteher.

      • Praecox schreibt:

        „das „weibliche“ Prinzip soll das „männliche“ ablösen, Raufereien auf dem Schulhof und Spielzeugwaffen sind böse, Jungs sollen wie Mädchen ihre Konflikte ausdiskutieren und lernen zu weinen etc.“

        Jawoll!!!!

      • Praecox schreibt:

        Realsatire.

    • Praecox schreibt:

      Realsatire.

  4. Eitan Einoch schreibt:

    Die Frau ist eine biologische Katastrophe: Dem doppelten (weiblichen) x-Gen fehlt ein (männliches) y-Gen als Ausgleich, d. h. es hat eine unvollständige Chromosomstruktur. Mit anderen Worten, die Frau ist ein unvollständiger Mann, eine wandelnde Fehlgeburt, die schon im Genstadium verkümmert ist. Frau sein heißt, kaputt sein; Weiblichkeit ist eine Mangelkrankheit, und Frauen sind seelische Krüppel. (Frei nach Valerie Solanas)

    Ich möchte eine Frau zu einer blutigen Masse geprügelt sehen, mit einem harten Stiefel in ihrem Mund gerammt wie ein Apfel in dem Maul eines Schweins. (Ebenso frei nach Andrea Dworkin)

    Eine tote Mutter ist Rücksicht in höchster Vollendung. (Frei nach Maureen Green)

    Ich finde, Frauenhass ist eine mögliche und ehrenwerte politische Handlung. (Frei nach Robin Morgan)

    Aus genetischen Gründen sind Frauen oft (…) Versagerinnen (…) Die Fähigkeit, über sich hinauszuwachsen, ist zweifellos an das Y-Chromosom gekoppelt. Daher sind alle Männer potentielle Supermänner (…) Frauen dagegen sind ganz anders. Sie haben dieses doppelte X-Chromosom – womit sie, rein genetisch, weniger mit uns verwandt sind als jeder Schimpanse. (Frei nach Petra Mikutta)

    Das Y-Chromosom, das Männer im Unterschied zu Frauen besitzen, könnte dafür verantwortlich sein, dass bei ihnen fachliche Inkompetenz deutlich seltener vorkommt. (Frei nach DER SPIEGEL)

    Sicherlich kennen Sie das: Sie möchten in der City bummeln gehen und sich vielleicht ein bisschen PC-Software kaufen. Wer stört? Ihre Frau!
    Das ist jetzt vorbei!
    Geben Sie SIE einfach im „Frauengarten“ ab (Frei nach einer Hamburger Werbedruckschrift)

    Bremen: Einkaufende Männer können ihre Frau im ‚Frauengarten‘ absetzen. (…) Einkaufende Männer können dort ihre Gattin abgeben. (…) ‚Männer, die mehr Wert auf eine pädagogisch sinnvolle Beschäftigung ihrer Partnerin legen, können diese alternativ zu einem Automechanik-Kurs anmelden.‘
    Der ‚Frauengarten‘, so R. ‚ist eine notwendige Ergänzung zum Kindergarten.‘ Die Frauen werden ‚artgerecht‘ unterhalten, können Kaffekränzchen abhalten und Sekt und Kuchen zu sich nehmen. Die Männer erhalten einen Einkaufsgutschein über fünf Euro.“ (Frei nach ShortNews)

    Schlappe Leistung – Deutsche Frauen Nieten im Bett“ (Frei nach EXPRESS)

    Das männliche Hirn ist eben ausgereifter, und der Vorwurf der Männer, Frauen seien vernunftlos, scheint sich zu bestätigen. (Frei nach Main-Rheiner Allgemeine Zeitung)

    Männer sind die Sieger der Evolution (…) Diplomatischer ausgedrückt: Frauen sind geblieben, was sie sind, gemessen an dem Mann unvollständige, halbe Wesen. (Frei nach Weltwoche)

    Er hat seine Ehefrau ausgiebig trainiert, so wie Hunde, Elefanten oder Delfine erzogen werden. S. kam auf diese ungewöhnliche Idee, als er wochenlang für einen Artikel über Trainer recherchierte, die Tieren Gehorsam und Kunststücke beibringen. Auf dem Heimweg fiel ihm ein: „Das wende ich mal auf meiner Frau an!“ (Frei nach TAZ)

    Präsentation von ‚Frauen muss man schlagen‘. ‚Was ist ein gelöstes Problem? Eine Frau in Salzsäure!‘ (…) Schön, dass sie in ihre Schranken gewiesen werden, die Drecksweiber! (Frei nach kulturkurier)

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Tja, wenn das das Bild von Feministinnen ist, dann ist das Dein Problem. Du schaust auf den Feminismus wie Israelkritiker auf den Zionismus!

      • Sophist X schreibt:

        Jetzt fehlt nur noch ‚das hat nichts mit Feminismus zu tun‘. Es sind alles Früchte genau dessen.

        • Eitan Einoch schreibt:

          In manchen (radikal)feministischen Schriften (z.B. SCUM-Manifest) reicht es aus „Männer“ durch „Frauen“ oder „Juden“ zu ersetzen – um zu merken, was für ein hasstriefendes Machwerk vor einem liegt.

          • HM schreibt:

            Wenn Sie in einem Kochbuch, beim Rezept für Bratkartuffeln, anstelle des Wortes Kartoffel, Männer oder Frauen oder Kinder oder Juden einsetzen, haben Sie eine vor Sadismus triefende Folteranleitung.
            …mannomann…

      • Eitan Einoch schreibt:

        Nein, im Gegenteil. Ich weiß lediglich, dass es verschiedene Strömungen bzw. ideologische Ausrichtungen des Feminismus gibt – was fraglos auch für den Zionismus gilt. Der Feminismus ist kein einheitlicher Block. Es gibt bspw. den Gleichheitsfeminismus (bekannte Vertreter sind Elisabeth Badinter und Alice Schwarzer), den ich unterstütze, und den Differenzfeminismus, welchen ich ablehne.

      • Kanalratte schreibt:

        Dabei sind viele Anhänger des Feminismus in Wirklichkeit eher mit Anhängern des Antizionismus zu vergleichen. Man gibt zwar vor etwas Gutes zu tun, hat aber eigentlich die Absicht anderen zu Schaden. Dass Antizionismus in aller Regel einfach Anti-Israel und Feminismus meistens Anti-Mann bedeutet, werden diese Leute geschickterweise verschweigen.

        • Praecox schreibt:

          Ohja, ich hatte ja schon befürchtet, dass Buurmanns Juden-Frauen-Vergleich nach hinten losgeht…
          Ab sofort können Kanalratten alles, was Ihnen Angst macht mit Antizionismus/ Antisemitismus gleichsetzen.

      • O.Paul schreibt:

        Zitat TIN: „Du schaust auf den Feminismus wie Israelkritiker auf den Zionismus!“

        Vielleicht kriegen wir noch den Bogen zu den Nazi´s.

  5. Eitan Einoch schreibt:

    Mich würde interessieten WELCHEN Feminismus Gerd Buurmann meint. Vielleicht den Feminismus einer Valerie Solanas, welche die Vernichtung der Männer forderte? Oder einer Andrea Dworkin, die alle Männer zu Terroristen erklärt? Wenn er DIESE Form des Feminismus meint, dann tut er mir Leid.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Du hast den Artikel aber gelesen, da steht welcher Feminismus gemeint ist. Und Frau Solanas für den Feminismus zu gebrauchen ist in etwa so, wie Hitler für Immanuel Kant.

      • Eitan Einoch schreibt:

        Natürlich, das hat selbstverständlich nichts mit Feminismus zu tun… Das kommt mir irgendwie bekannt vor.

        • tapferimnirgendwo schreibt:

          Doch, das hat alles sehr wohl mit Feminismus zu tun!

          • Kanalratte schreibt:

            Wollen Sie Männerhass im Feminismus verleugnen? Ich nehme mal stark an die Mehrheit der Frauen lehnt Feminismus in seiner Reinform entschieden ab. Männer und Frauen sind vor dem Gesetz gleich. Braucht es da noch Feministinnen die darüber philosophieren, wie unterdrückerisch die pösen Männer sind?

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Nein. Ich sage nur, es gibt mehr Frauenhass im Humanismus als Männerhass im Feminismus.

          • Eitan Einoch schreibt:

            Ich bin kein Feminist und würde mich niemals so nennen, auch dort nicht, wo ich mit Feminist(innen) gemeinsame Interessen entdecke. Als Mann kann ich nicht Feminist sein, zumal feministische Interessen nicht selten meinen eigenen Interessen als Mann zuwider laufen. Allen Gendergedöns zum Trotz gibt es exakt ZWEI Geschlechter. Punkt. Wenn die Evolution gewollt hätte, dass wir als Mann und Frau austauschbar sind, könnten Männer Kinder kriegen und hätten sich mit Frauen bei Jagd und beim Stillen abgewechselt.

          • Praecox schreibt:

            Eitan Einoch
            „Als Mann kann ich nicht Feminist sein, zumal feministische Interessen nicht selten meinen eigenen Interessen als Mann zuwider laufen.“

            Daher weht der Wind.
            Realsatire.

          • Kanalratte schreibt:

            Warum sollen Männer für den Feminismus eintreten? Gehen Schwarze zum Ku-Klux-Klan?

      • Eitan Einoch schreibt:

        PS: Ist Judith Butler („Das Unbehagen der Geschlechter“) nicht auch Feministin und wird in feministischen Zirkeln wie eine Prophetin verehrt?
        Gibt es nicht auch einen islamischen Feminismus?

        • tapferimnirgendwo schreibt:

          Das Unbehagen der Geschlechter ist eine hervorragende Abhandlung

          • Eitan Einoch schreibt:

            Die Abhandlung einer Autorin, die Hamas und Hisbollah zur globalen, progressiven Linken zählt und welche die Burka verteidigt, während sie die BDS-Kampagne unterstützt und nicht müde wird, den Westen in Grund und Boden zu verurteilen. Danke, mehr muss ich nicht wissen. Ihr Geschlechterunbehagen kann sie sich in ihren Queerarsch stecken!

  6. Holger schreibt:

    wie wäre es mal wieder mit deinen berühmten zweifeln?

    stell doch mal fragen nach den realen rechten und pflichten von frauen und männern über die zeit. Karen Straughan hatte da mal ein video zu gemacht link zu ihrem channel: https://www.youtube.com/user/girlwriteswhat/featured

    mit gleichen rechten hat das was sich heute feminismus nennt lange nix mehr zu tun.
    wenn es das überhaubt je hatte.
    heute zu damals ist nur ein austausch an handlungsanweisungen die frage ist dann halt nur was die menschen glücklicher und zufriedener leben lässt….

    feminismuss heute ist schlicht männer hass oder der versuch sich auf kosten anderer ein auskommen als „opfer“ zu beschaffen…

    • Sophist X schreibt:

      Karen Straughan & Consorten sind ein guter Grund, Englisch zu lernen oder es aufzupolieren. Als deutscher Michel ist man sonst ziemlich abgeschnitten.

  7. Sophist X schreibt:

    Schwenken wir von der glorreichen Vergangenheit in die Gegenwart. Seit der Feminismus, bis auf eine Handvoll Ausnahmen, die Zurückdrängung der Frauenrechte bzw. ihre Vernichtung (um im Duktus des Artikels zu bleiben) durch den Import traditionell frauenverachtender Kulturen ausblendet oder relativiert, ist er nur noch ein ein Hobby dekadenter, gelangweilter social justice warriors. In Köln hat man es live vor der Nase. Nennt mich nicht Feminist.

Seid gut zueinander!

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