Ein deutscher „Idealist“ reitet für Palästina

Christian Zimmermann ist ein 54-jähriger Dressurreiter aus Köln. Er sagt über sich: „Ich bin so gründlich.“

Christian Zimmermann hat ein klares Ziel: „Mal bei Olympia dabei sein.“ Es gibt da nur ein Problem. Er ist nicht gut genug, um für Deutschland anzutreten. Aber er ist gründlich. Darum hat er nach einer anderen Option gesucht und sie schnell gefunden. Christian Zimmermann reitet jetzt für Palästina! Ein russisches Diplomatenpaar, dass für Palästina Propaganda macht, gab ihm diese Möglichkeit. Seit 2012 ist Christian Zimmermann nicht nur Deutscher, sondern auch Palästinenser.

Ja, Palästina macht bei den Olympischen Spielen mit, obwohl es kein Land mit einer vollständigen staatlichen Autonomie ist. Tibet ist auch nicht autonom, darf aber nicht mitmachen. Vermutlich, weil Tibet nicht mit Israel im Krieg liegt. Das scheint jedoch Bedingung zu sein für eine Mitgliedschaft beim IOC, wenn man kein souveränes Land ist. Da stellt sich die Frage, wann wohl der Islamische Staat bei den Olympischen Spielen mitmachen wird und ob es dann auch einen Deutschen gibt, der für den Islamischen Staat in den Sattel steigt.

Die deutsche Unterstützung der islamischen Sache hat ein lange Tradition. Im Jahr 1976 zum Beispiel waren es zwei Deutsche, die Juden für palästinesische Terroristen selektierten, um sie töten zu können. Unter den Selektierten waren auch Kinder! Am 27. Juni 1976, wurde Flug 139 der Air France, der von Tel Aviv nach Paris führen sollte, nach einer Zwischenlandung in Athen entführt. Es waren zwölf Besatzungsmitglieder und zweihundertachtundfünfzig Fluggäste an Bord. Die Entführer nannten sich „Kommando Che Guevara“. Einige Terroristen gehörten zu der Volksfront zur Befreiung Palästinas. Zwei Terroristen waren Deutsche. Ihre Namen waren Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann. Gemeinsam zwangen sie die Piloten der Air France Maschine den Flughafen Entebbe in Uganda anzufliegen, da dort die Terroristen durch das Regime Idi Amins unterstützt wurden.

Mit der Flugzeugentführung sollte die Freilassung von insgesamt dreiundfünzig Inhaftierten aus Gefängnissen in Israel, Frankreich, der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz erpresst werden. Darunter waren auch Mitglieder von zwei deutschen Terrororganisationen, nämlich der Rote Armee Fraktion um Andreas Baader und Ulrike Meinhof und der Bewegung 2. Juni. Außerdem forderten die Entführer fünf Millionen US-Dollar von der französischen Regierung für die Rückgabe des Flugzeuges.

Die Passagiere wurden in der alten Transithalle des Terminals von Entebbe als Geiseln gehalten, wo sie in Juden und Nicht-Juden selektiert wurden. Die Selektion wurde von den Deutschen Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann vorgenommem, die anhand der isralischen Papiere, aber auch aufgrund vermeintlich jüdischer Namen die Menschen selektierten. So wurden auch einige Passagiere fälscherlicherweise als Juden identifiziert. Nach der Selektion wurden die Juden als Geiseln gehalten und die übrigen Menschen freigelassen. Ein Holocaustüberlebender zeigte Wilfired Böse bei der Selektion seine eintätowierte Häftlingsnummer, um ihn so an die Selektion in den Konzentrationslagern erinnern. Wilfried Böse erklärte daraufhin, er sei kein Nazi, sondern Idealist.

Ein Idealist ist bestimmt auch Christian Zimmermann. Idealisten waren auch die Verantwortlichen des Internationalen Olympischen Komitees, die im Jahr 1972, als bei den Olympischen Spielen in München ein großer Teil der jüdischen Delegation ausgelöscht wurde, nachdem einige von ihnen brutal misshandelt, gefoltert, verstümmelt und kastriert wurden, die Spiele einfach weiterlaufen ließen. Bis heute lehnt das Komitee eine Schweigeminute für die ermordeten Athleten Israels bei der Eröffnungszeremonie ab, vermutlich um die palästinensische Delegation nicht zu erzürnen, für die die Judenmörder aus dem Jahr 1972 Helden und Märtyrer sind. Der Drahtzieher der Vernichtungsaktion liegt sogar auf einem Märtyrerfriedhof in Damaskus begraben.

Für die Organisation, die Judenmörder als Märtyer verehrt, reitet nun der Idealist Christian Zimmermann. Er ist nicht der erste Idealist Deutschlands, der aus seinem Herzen keine Mördergrube macht. Im Jahr 1941 zum Beispiel trafen sich der Großmufti von Jerusalem, Mohammed Amin al-Husseini und der Führer von Nazideutschland in Berlin. Dort wurde al-Husseini prächtig untergebracht und er erhielt für seine persönlichen Bedürfnisse und für seine politische Arbeit eine hohe Geldsumme. Die Geldmittel wurden durch den Verkauf des Goldes erbracht, das man Juden abgenommen hatte. Al-Husseini folgte dem Muster und verlangte ein Büro in einer enteigneten jüdischen Wohnung. Sein Mitarbeiterstab wurde in einem halben Dutzend weiterer Häuser untergebracht, die die Nazis für sie bereitstellten. Zusätzlich stellte man al-Husseini eine Suite im Berliner Luxushotel Adlon und für die Ferien schöne Appartements im Hotel Zittau und im Schloss Oybin in Sachsen zur Verfügung. Derart gut untergebracht wurde verhandelt. Es ging um die “Endlösung der Judenfrage”.

Al-Husseini wollte das Land, über das er später zu herrschen plante, “judenrein” haben. Weil auch die Naziregierung das wollte, diskutierten der Mufti und der Führer die Möglichkeit zur systematischen, industriellen Ermordung aller Juden. Nach dem Treffen fand die Konferenz am Wannsee statt, dessen Ziel die Planung der Vernichtung aller Juden in Europa war. Al-Husseini soll einer der ersten Nichtdeutschen gewesen sein, der von dieser Planung erfuhr. Adolf Eichmann informierte al-Husseini im Kartenraum des Berliner SS-Hauptquartiers, indem er dort seine Unterlagen für die Wannseekonferenz benutzte. Eichmanns Adjutant sagte aus, dass der Großmufti sehr beeindruckt und so eingenommen von diesem Bauplan zur Judenvenichtung gewesen sei, dass er Eichmann bat, ihm einen Experten als persönlichen Assistenten nach Jerusalem zu schicken, um dort Todeslager und Gaskammern zu bauen, so bald Deutschland den Krieg gewonnen habe und er selbst an der Macht sei. Heute erklärt Mahmud Abbas von der Fatah:

„In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“

Diesen Satz sprach Mahmut Abbas im Juli 2013 zu überwiegend ägyptischen Journalisten. Im September 2015 erklärte er:

„Wir begrüßen jeden Tropfen Blut, der um Jerusalems Willen vergossen wurde. Dieses Blut ist rein, es ist pures Blut, vergossen für Allah und für seinen Willen. Jeder Märtyrer wird einen Platz im Paradies finden und jeder Verwundete von Allah belohnt werden.“

Abbas hat Mufti Muhammad Hussein zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” erklärt. Dieser geistige Führer erklärte zur 47-Jahr-Feier der Fatah unter tosendem Applaus einer riesigen Menge, Friede könne erst kommen, wenn alle Juden weltweit vernichtet wurden. Der Kleriker Muhammed Salah „Abu Rajab“ predigte am 9. Oktober 2015 in der Al-Abrar Moschee in Rafah:

„Meine Brüder in der West-Bank: Stecht zu! Unsere erste Phase soll lauten: Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Die zweite Phase soll lauten: Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!“

Das sind die offiziellen Worte des Palästinas, das das Internationale Olympische Komitee bei den Olympischen Spielen mitmachen lässt, obwohl Palästina kein souveräner Staat ist. Das Komitee drückt eben alle Augen zu, wenn es gegen Juden geht. Judenhass ist mittlerweile olympischer Alltag. Bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen zum Beispiel weigerte sich der hoch favorisierte iranische Judo-Weltmeister Arash Miresmaeili gegen den Israeli Ehud Vaks zu kämpfen. Vaks kam dadurch kampflos weiter, während Miresmaeili vom damaligen Staatspräsidenten Mohammad Khatamimit mit diesen Worten gefeiert wurde:

„Der Name von Arash Miresmaeili wird in die iranische Geschichte eingehen als ein Quelle des Stolzes für das Land.“

Der Judoka erhielt vom Nationalen Olympischen Komitee des Iran schließlich eine Prämie von 125.000 Dollar. Auch bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking gab es einen antiisraelischen Boykott. Der iranische Schwimmer Mohammad Alirezaei erschien nicht zu einem Vorlauf in der Disziplin 100 Meter Brust, weil mit Tom Beeri auch ein israelischer Schwimmer im Becken war. Auch im Umfeld der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro kam es zu einer Aktion gegen Israel. Mitglieder der libanesischen Delegation weigerte, mit einem Bus zu fahren, wenn sich darin Israelis befinden, beugte sich das Komitee dem Willen der libanesischen Delegation. Der israelische Athlet Udi Gal berichtete auf Facebook:

„Schande über die Olympischen Spiele 2016. Nach der Eröffnungszeremonie sollte die israelische Delegation einen Bus mit der libanesischen Delegation teilen. Als die libanesische Delegation dies bemerkte, verlangte sie von dem Fahrer, die Tür zum Bus geschlossen zu halten. Die Veranstalter versuchten daraufhin, uns auf verschiedene Busse zu zerstreuen.“

In Rio de Janeiro sollten Juden zerstreut werden, weil einige hasserfüllte Menschen nicht mit Israelis in einem Bus sitzen wollten. Das ist mal gelebter olympischer Gedanke. Udi Gal berichtete weiter:

„Ich bestand darauf, den Bus zu betreten und sagte, wenn die Libanesen nicht mit uns fahren möchten, sie selbstverständlich den Bus verlassen könnten. Als der Busfahrer daraufhin die Tür öffnete, um uns reinzulassen, versperrte uns ein Leiter des libanesischen Teams den Zutritt zum Bus.“

Wie reagierten die Organisatoren der Olympischen Spiele auf dieses Verhalten?

„Um einen diplomatischen Zwischenfall zu vermeiden, schickten uns die Organisatoren weg, damit wir einen anderen Bus benutzen.“

Ein extra Bus für Israelis, damit hasserfüllte Menschen nicht von der Existenz israelischer Menschen belästigt werden, dafür fand Udi Gal die richtigen Worte:

„Wie kann es sein, dass so etwas am Abend der Olympischen Eröffnungsfeier geschieht? Spricht das nicht direkt gegen den Gedanken der Olympischen Spiele und gegen alles, wofür wir stehen? Ich kann nicht anfangen, meine Gefühle auszudrücken. Ich bin geschockt von diesem Vorfall.“

Man muss wohl ein Idealist sein, um davon nicht geschockt zu sein, ein Idealist wie Christian Zimmermann. Er erklärt sein Ritt für Palästina wie folgt:

„Gerade als Deutscher habe ich mich natürlich gefragt, ob ich das machen kann. Wir tragen als Deutsche eine ganz besondere Verantwortung für das jüdische Volk und für Israel. Dieser Verantwortung werden wir aber auch dadurch gerecht, dass wir auf einen Ausgleich zwischen den Parteien des Nahostkonfliktes drängen, so schwierig das auch sein mag. Hinzu kommt, dass man der Entwicklung der israelischen Politik der letzten Jahre auch kritisch gegenüberstehen kann.“

Das ist deutscher Idealismus! Aus der massenhaften Vernichtung von Juden durch deutscher Hand hat der deutsche Reiter Christian Zimmermann gelernt, für ebendie Organisation in den Sattel zu steigen, die jene Terroristen zu Helden erklärt, die alle Judenmorde begangen haben, die während und im Umfeld von olympischen Spielen in olympischer Luft begangen wurden. Die Organisation, die hinter der palästinensischen Delegation steht, verehrt Judenmörder als Märtyer, sogar jene, die enge Verbündete Hitlers waren. Noch heute gehört der Hitlergruß zur Folklore Palästinas. Die Fatah benennt Schulen und Sportplätze nach Judenmördern. Die Hinterbliebenen dieser Mörder werden fürstlich belohnt, nicht selten mit Geldern, die die Europäische Union als Wiederaufbauhilfe zur Verfügung stellt. Noch heute erklären Kleriker der Fatah, Friede könne erst kommen, wenn alle Juden weltweit vernichtet wurden. Man muss wohl ein deutscher Idealist sein, um dennoch erklären zu können:

„So habe ich mich schließlich entschieden, für Palästina zu reiten, als Geste gegenüber dem palästinensischen Volk aber nicht gerichtet gegen Israel.“

Christian Zimmermann hat zwei Pässe. Der eine Pass gehört zu einem Land, das seine Geschichte des Judenmords als Schande bezeichnet und sich für Hitler schämt, der andere Pass gehört zu einem Gebilde, das stolz ist auf die Allianz mit Hitler und Judenmorde feiert. Raten Sie mal, unter welcher Flagge Christan Zimmermann reitet. Genau. Und jetzt raten Sie nochmal, welchen Pass er freiwillig und im vollen Bewusstsein angenommen hat. Den selben Pass! Er ist eben gründlich!

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