Frauen müssen Männer schlagen dürfen!

Wer bei Facebook seine geschlechtliche Identität angeben möchte, kann unter mehr Möglichkeiten wählen als nur zwischen männlich und weiblich. Es gibt Trans- und Cis-Gender. Warum also treten bei den Olympischen Spielen immer noch Männer und Frauen getrennt an?

Gestern habe ich bei den Olympischen Spielen in Rio Schießen geschaut und wunderte mich darüber, dass Männer und Frauen getrennt voneinander schießen! Für alle, die jetzt ganz erschrocken sind über meine Wortwahl, ich rede vom Schießen, nicht vom Scheißen. Beim Scheißen sind Männer und Frauen für gewöhnlich getrennt, aber warum beim Schießen?

Von 1972 bis 1980 traten bei den Olympischen Spielen in der Disziplin Schießen Männer und Frauen gegeneinander an. In dieser Zeit holte sich Margret Murdock für die Vereinigten Staaten von Amerika die Silbermedaille bei den Spielen 1976 in Montreal. Beim Wurfscheibenschießen traten sogar von 1968 bis 1992 Männer und Frauen gegeneinander an. Nach 1992 wurde die Disziplin jedoch geschlechtergetrennt, nachdem die Chinesin Zhang Shan alle Männer geschlagen hatte und somit Gold holte und daher auf dem Treppchen höher stand als die Männer Juan Jorge Giha aus Peru und Bruno Rossetti aus Italien. Es ist also möglich, dass Frauen Männer in dieser Disziplin schlagen können. Warum also nicht für diese Disziplin die Geschlechtertrennung wieder beenden? Warum nicht für alle Disziplinen?

Bei den Olympischen Spielen in London schwamm die Chinesin Ye Shiwen über 400 Meter Lagen den Weltrekord für Frauen und war streckenweise schneller unterwegs als ihre männlichen Kollegen Ryan Lochte und Michael Phelps aus den USA. Die Chinesin kraulte ihre finale Bahn in 28,93 Sekunden, Ryan Lochte brauchte bei seinem Olympiasieg kurz zuvor 29,10 Sekunden. Die vorletzte Bahn hatte Shiwen in 29,75 Sekunden zurück gelegt, für diese hatte Michael Phelps 29,88 Sekunden benötigt. Im Jahr 1999 erklärte die Tennisspielerin Serena Williams im Wettkampf gegen Männer antreten zu wollen. Warum lässt man diese Frauen nicht?

Viele behaupten, Frauen seien nun mal nicht so sportlich wie Männer. Männer seien eben schneller, höher, weiter und kräftiger, weil das die Natur so wolle. Die Natur! Die Natur! Immer haben sie es mit der Natur. Eine Byzantinerin ist die Natur, redet dem, der gerade die Macht hat, zu Munde, oder gibt wenigstens immer die Antwort, die der Fragende erwartet. Was ist natürlich, was unnatürlich?

Beim 100 Meter Sprint der Männer treten fast ausschließlich schwarze Männer an. Irgendwas scheint da in dieser Natur zu sein, das schwarze Männer schneller macht als weiße Männer. Soll es nun auch eine extra Klasse für weiße Männer in der Disziplin Sprint geben?

So wie es ganz selbstverständlich ist, dass alle Hautfarben gegeneinander laufen, selbst wenn es bedeutet, dass eine Hautfarbe deutlich öfter siegt als die andere, so selbstverständlich sollte es auch sein, dass alle Geschlechter gegeneinander antreten, selbst wenn es bedeuten sollte, dass ein Geschlecht öfter siegt.

Frauen getrennt von Männern antreten zu lassen und dies mit der Natur zu begründen, klingt ein wenig nach Paralympics. Die Paralympioniken sind zwar nicht so gut wie die Olympioniken, aber mitmachen sollen sie trotzdem!

Wenn jedoch ein Paralympionike trotz seiner Behinderung so gut ist wie ein Olympionike, so darf er auch bei den Olympischen Spielen antreten. Bei den Spielen 2012 in London trat der Paralympionike Oscar Pistorius trotz seiner beidseitigen Beinamputation auch als Olympionike an. Für die Spiele 2016 in Rio wiederum haben sich die Bogenschützin Zahra Nemati aus dem Iran die Tischtennisspielerin Melissa Trapper aus Australien sowohl für die Paralympischen als auch für die Olympischen Spiele qualifiziert. Warum soll es diese Möglichkeit nicht auch im Bereich des Geschlechts geben?

Wer sich qualifizieren kann, sollte sich qualifizieren dürfen!

Wenn es wirklich so sein sollte, dass Schwarze im Durchschnitt schneller sind als Weiße und Männer im Durchschnitt schneller als Frauen, dann ist das halt so! Aber so sicher, wie ich bin, dass der schnellste Mensch im Stadion jede Hautfarbe haben kann, so sicher bin ich auch, dass dieser Mensch jedes Geschlecht haben kann. Selbst wenn es nur eine Frau gibt, die besser sein kann als der beste Mann, so hat sie dennoch das Recht, gegen Männer anzutreten. Statt auf ihre vermeintliche Natur reduziert zu werden, sollte man sich auf ihr offensichtliches Talent konzentrieren.

Solange Frauen nicht gegen die Besten der Besten konkurieren können und das sind nun mal zur Zeit fast ausschließlich Männer, können sie auch nicht so gut werden wie die Besten der Besten. Solange Frauen nicht gegen Männer kämpfen, werden sie auch nicht so gefördert wie Männer und können sie daher auch nicht schlagen.

Machen wir uns nicht vor, in der jetzigen Situation der Geschlechtertrennung gehen Frauen im Sport so gut wie unter. Sie werden nicht mal im Ansatz so gut gefördert wie Männer. Man vergleiche nur mal die Unterstützung des Mannerfußballs mit der Unterstützung des Frauenfußballs. Die ersten Jahren spielen Kinder vielleicht noch gemeinsam im Team, aber irgendwann kommt die Trennung der Geschlechter. Von dem Moment an beginnt eine hochspezialisierte Ausbildung der Jungen und ein Hobbytraining bei den Mädchen. Dabei kann jungen Frauen nichts Besseres passieren, als mit Männern zu trainieren. So werden sie am besten gefordert und gefördert. Sie werden herausgefordert und zu Höchstleistungen getrieben.

Das Internationale Olympische Komitee kann die Frauenklasse gerne aufrecht erhalten, so lange es glaubt, dass eine gesonderte Wertung der Menschen mit der besonderen Herausforderung der Weiblichkeit von Nöten ist, aber wie wäre es damit, in Zukunft jeder Frau die Möglichkeit und das Recht zu geben, gegen Männer anzutreten? Wenn Frauen so viel schlechter sein sollen als Männer, dann braucht es kein Verbot für Frauen gegen Männer anzutreten. Das Unmögliche muss nicht verboten werden. Nur das Mögliche wird verboten!

Deshalb bin ich fest davon überzeugt, dass sich alle Menschen jenseits ihrer Hautfarbe, Herkunft und ihres Geschlechts gemeinsam im Wettkampf messen können. Der Zwang zur Geschlechtertrennung gehört daher aufgehoben. Keiner Frau soll es verboten werden, gegen Männer anzutreten. Wie heißt es doch in der 3. Regel der Olympischen Charta im Absatz 2:

„Jede Form der Diskriminierung eines Landes oder einer Person aufgrund von Rasse, Religion, Geschlecht oder aus politischen und sonstigen Gründen ist mit der Zugehörigkeit zur olympischen Bewegung unvereinbar.“

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31 Antworten zu Frauen müssen Männer schlagen dürfen!

  1. Pantau schreibt:

    Interessanter Artikel! Übrigens besteht in einer anderen offiziell anerkannten Sportart diese Trennung ebenfalls, wo man es nicht vermuten würde: Schach! Im Schach spielen zwar Jungen und Mädchen bis etwa zur U12 gegeneinander, aber bereits von Anfang an ab der U8 mit separater Siegerwertung. Auch spielen die Profis in den jeweiligen Weltranglisten unter sich, also Männer und Frauen, wobei Frauen auch bei den Männern mitspielen dürfen, was aber kaum eine tut. Auch ist der weibliche Anteil beim Schach sehr gering (ca. 7%), weshalb der große Spielstärkeunterschied zwischen den besten Jungen und den besten Mädchen auch damit zu erklären versucht wurde, was jedoch von Statistikern widerlegt wurde, da dann z.B. zumindest der Median in etwa gleich sein müsste usw. Männer und Frauen sind im Schach, egal in welchem Alter, recht genau eine Klasse auseinander, was 200 DWZ- bzw. Elo-Punkten entspricht, oder einem durchschnittlichen 3:1-Punkteverhältnis bei hinreichend vielen Partien. Auch die Titel für den „FIDE-Meister“, den „Internationalen Mister“ oder den „Großmeister“ hängen, wenn ein „W“ davor steht, 200 Punkte tiefer. Es ist hier im Augenblick recht unklar, woran das liegt. In den „Klub“ der „Supergroßmeister“ (inoffizielle Bezeichnung aller GMs, welche mindestens einmal die 2700 Elo geknackt haben) stieß bisher lediglich eine einzige Frau vor.

    Ob es nun insgesamt besser wäre, Jungen und Mädchen bzw. Männer und Frauen zusammen spielen zu lassen mit lediglich einer Wertung (eben die besten 3) oder ob das dann dazu führen würde, dass noch weniger Mädchen bzw. Frauen dabei wären, weiß ich nicht.

  2. Vielleicht mal etwas zu den Grundlagen:

    Testosteron hat eine Anabole Wirkung. Männer haben teilweise bis zu zehn mal mehr Testosteron als Frauen.

    Unter Anabolika werden in der Regel anabole Steroide verstanden. Fast alle anabolen Steroide sind Derivate (= Abkömmlinge) des männlichen Sexualhormons Testosteron (auch reines Testosteron zählt zu den Anabolika). Die Zuführung von exogenem Testosteron bewirkt in erster Linie eine Zunahme der Muskelmasse ohne die Einlagerung von Körperfett; unter Umständen kann sich das vorhandene Körperfett sogar verringern. Auf Grund dieser Auswirkungen werden anabole Steroide im Lauf, Weitsprung und Gewichtheben beziehungsweise im Bodybuilding genutzt, da bei diesen Sportarten die Schnellkraft und eine große Muskelmasse wichtige Erfolgsfaktoren sind. Auch in Ausdauersportarten werden anabole Steroide eingesetzt, da sie über ihre die Proteinsynthese anregende Wirkung hinaus massiv die Regenerationsfähigkeit verbessern und für einen besseren Sauerstofftransport im Organismus sorgen. Insbesondere in Trainingsphasen, in denen mit hoher Intensität trainiert wird, bringt dies entscheidende Vorteile. Belege für den selbst kurzfristig Wirkung zeigenden leistungssteigernden Effekt von anabolen Steroiden finden sich zuhauf: Unvergessen ist beispielsweise die Siegesfahrt von Floyd Landis, der in der 17. Etappe der Tour de France 2006 überragend gewann, nachdem er am Tag zuvor einen brutalen Einbruch erlitten und zehn Minuten auf den Tagessieger verloren hatte. Die Erklärung lieferte der positive Test auf Testosteron im Anschluss.

    Männer gegen Frauen ist so ungefähr als dürften die einen Doping ohne die geringsten Tests betreiben und die anderen nicht

    Mal ein Beispiel aus dem Bereich „kraft im Oberkörper“

    Some have pointed out to me before that the standard sexual dimorphism calculation in relation to humans may not be informative in the way we might think. There’s about a 10% size differences between men and women. But as you see in the “fat free mass” row the size difference is much more extreme if you account for the higher body fat of women. This is relevant because fat does not make you strong, it just adds more weight and volume. In terms of upper body muscle mass there’s less than a 10% overlap between the two distributions. The vast majority of men have more muscle mass than all women. 99.9% of females have less upper body muscle mass than the average male. The 61% greater average muscle mass in male upper bodies translates into 90% greater average strength (the respective values for the lower body are 50% and 61%). The authors of the paper note that “The sex difference in upper-body muscle mass in humans is similar in magnitude to the sex difference in lean body mass in gorillas, the most sexually dimorphic primate.” Obviously humans don’t engage in obligate harem building, and males are not totally devoted to agonistic behavior as their raison d’etre. So one should be cautious about extending the analogy too far. But this result will likely surprise many. It surprised me.

    Es gibt viele weitere Unterschiede:

    Männer wiegen etwa 15% mehr als Frauen
    Männer sind im Schnitt 15 cm größer als Frauen
    das Hüfte-Taile Verhältnis ist anders, Männer haben schmalere Hüften
    Das Brust-Tailen Verhältnis ist anders: Männer haben normalerweise einen größeren Brustumfang
    Der Oberkörper von Männern ist im Schnitt 40-50% stärker
    der Unterkörper von Männern ist im Schnitt 30% stärker
    Männer haben relativ zu ihrer Körpergröße mehr Lungenvolumen (ca. 30%)
    Ellenbogen und Knie sind beim Mann c42-60% stärker
    die Haut von Männern ist dicker und fettiger
    Männer haben mehr Körperbehaarung als Frauen
    Frauen haben einen höheren Körperfettanteil
    Frauen haben einen niedrigeren Blutdruck, Frauenherzen schlagen dafür etwas schneller
    Männer haben mehr androgene Hormone, Frauen mehr Estrogene
    Männer haben im Schnitt 5,2 Millionen rote Blutkörperchen pro Kubikmililiter, Frauen 4,6 Millionen
    Männer haben mehr Hämoglobin als Frauen und können daher mehr Sauerstoff speichern
    Männer haben im Verhältnis zu ihrem Körper ein um 10% größeres Herz
    Der Grundumsatz von Männern ist etwa 10% höher als der von Frauen
    Männer haben stärkere Knochen
    Frauen wandeln mehr ihrer Nahrung in Fett um, Männern mehr in Muskeln
    Männer können mehr Hitze abgeben, weil sie mehr Schweißdrüsen haben
    Frauen haben mehr weiße Blutkörperchen (bessere Imunabwehr)
    Männer haben mehr Gerinnungsfaktoren und Inhibitoren im Blut (schnellere Wundheilung)

    Allein die roten Blutkörperchen, die größeren Herzen, die bessere Hitzeabgabe, der geringere Fettanteil (der auch bewegt werden muss aber nichts bringt), die höhere Körpergröße und der andere Körperschwerpunkt sind in vielen Sportarten nicht auszugleichen.

    In welchen Sportarten könnten sich denn Frauen überhaupt für die Teilnahme qualifizieren?

  3. O.Paul schreibt:

    Manche tun Probleme auf….

  4. A.S. schreibt:

    Guter Artikel. Da unterschriebe ich gerne jedes Wort wenn es denn ernst zu nehme wäre. Allerdings habe ich da Bedenken. Sollten z.B. im Fußball mehr Männer in der Bundesliga landen als Frauen (wie z.B. in Unternehmensvorständen, da treten Frauen und Männer an), dass auch und gerade ein Herr Buurmann vom Patriarchat redet und die „Männerquote“ durch eine Frauenquote ersetzen will. Den Satz „wenn Männer im Durchschnitt schneller als Frauen [sind], dann ist das halt so!“ wird Buurmann dann ganz schnell vergessen und von der Unterdrückung reden.
    Das ist halt meine Erfahrung mit dem Feminismus. Zuerst werden laut und deutlich gleiche Möglichkeiten gefordert. Wenn die erreicht sind und die Frauen sich nicht durchsetzen, dann wird gleiches Ergebnis per Quote gefordert.

    • Kanalratte schreibt:

      „Das ist halt meine Erfahrung mit dem Feminismus. Zuerst werden laut und deutlich gleiche Möglichkeiten gefordert. Wenn die erreicht sind und die Frauen sich nicht durchsetzen, dann wird gleiches Ergebnis per Quote gefordert.“

      Top!

  5. Charles A. Forbes schreibt:

    Mensch Buurmann, was soll das rumgeeiere, sag’s doch frei heraus: Du willst endlich das Synchronschwimmen der Männer sehen. Und die Gymnastik mit den Tüdelbändern. Jau!

  6. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Vielen Dank, Gerd Buurmann, Ihr Artikel findet meine Zustimmung.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      P. S.

      Diese beiden Sätze sind von meiner Zustimmung ausgeschlossen:
      „Machen wir uns nicht vor, in der jetzigen Situation der Geschlechtertrennung gehen Frauen im Sport so gut wie unter. Sie werden nicht mal im Ansatz so gut gefördert wie Männer.“
      Hier fehlt mir der Beweis.

      • A.S. schreibt:

        Frauen sind da immer Opfer, egal was ist. Das reicht im Feminismus als Beweis.

        Im Sport sind sie Opfer weil sie „zu schlecht gefördert“ werden, in MINT-Fächern werden sie gepimpert ohne Ende und sind trotzdem Opfer weil meist das Interesse an MINT fehlt. Gehen Frauen aus Interesse in MINT-ferne Berufe sind sie Opfer von Rollenstereotypen.

        Egal was passiert, sie sind immer Opfer, auch beim Gegenteil…..

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @A.S: „Frauen sind da immer Opfer, egal was ist. Das reicht im Feminismus als Beweis.“

          Diese Frage ist in diesem Falle unerheblich, lieber A.S.. Hier geht es lediglich darum, ob Frauen und Männer, gemäß ihrer eigenen freiheitlichen Entscheidung, in einen sportlichen Wettbewerb treten dürfen.
          Wozu ideologisierte Arschkröten diese Möglichkeit missbrauchen würden, verdient in diesem Zusammenhang keine Beachtung.

          • A.S. schreibt:

            Ich würde gerne zustimmen, schon weil ich die ganze Aussage des Artikels völlig teile. Aber leider wissen wir wohin die Reise gehen würde. Genau dahin, wo die Frauenquotenforderer in anderen Bereichen jetzt stehen.
            Daraus folgt, dass der eigentlich richtige Weg, die Leute selber entscheiden zu lassen, am Ende den Wettkampfsport schlicht zerstört und leistungsbereite Personen aufgrund ihres Geschlechts behindern würde, einfach damit die Prozentzahlen stimmen. Die Fragen ist also alles andere als unerheblich.

  7. Heimchen am Herd schreibt:

    „Statt auf ihre vermeintliche Natur reduziert zu werden, sollte man sich auf ihr offensichtliches Talent konzentrieren.“

    Das passt zur Natur der Frau!

    *
    Das passt nicht zur Natur der Frau!

    Widerlich, das ist doch nicht weiblich!

  8. Kanalratte schreibt:

    Es spricht aus meiner Sicht überhaupt nichts dagegen, Frauen und Männer in einer bestimmten Sportart gegeneinander antreten zu lassen. Ich denke beim (Bogen)-Schießen, Curling, Reiten usw. habe beide Geschlechter ungefähr gleiche Chancen.
    Grundsätzlich muss man aber feststellen, dass Frauen in allen Disziplinen wo es um Kraft geht unterlegen sind, auch wenn es natürlich Ausnahmen gibt. Die Frauen-Nationalmannschaft im Fußball wird gegen jede Regionalligamannschaft der Herren haushoch verlieren. Auch im Tennis kann sich keine Frau durchsetzen. Serena Williams hat höchstens Chancen gegen die Nummer 200 der Herren. Selbst im Schach ist es für Frauen schwerer, weil Männer länger konzentriert und fokussiert auf das Spiel sein können.

    Männer verdienen mehr im Sport, weil sich mehr Menschen für Männersport interessieren. Weil Männer in den meisten Sportarten auch besser sind. Aber es ist ganz im Gegenteil, denn durch gesellschaftliche Veränderungen und Werbung verdienen Frauen auch immer mehr im Sport.

  9. Rika schreibt:

    „Solange Frauen nicht gegen die Besten der Besten konkurieren können und das sind nun mal zur Zeit fast ausschließlich Männer, können sie auch nicht so gut werden wie die Besten der Besten. Solange Frauen nicht gegen Männer kämpfen, werden sie auch nicht so gefördert wie Männer und können sie daher auch nicht schlagen.“
    Ach lieber Gerd Buurmann, was ist das für eine seltsame Begründung für ein seltsames Anliegen! Meinst Du denn allen Ernstes, dass „die Besten der Besten“ – also die Männer – nur deshalb besser sind als die Frauen, weil sie „besser“ gefördert werden, also besser trainieren?
    Ich halte das für einen großen Denkfehler – oder hast Du das alles gar nicht ernst, sondern wunderbar spitzfindig und ganz, ganz anders gemeint, um dem ganzen Genderismus den Spiegel des Absurden vorzuhalten? Das würde Sinn machen.
    Ich für meinen Teil habe schon einmal einen Mann in einem direkten Schwimmwettkampf besiegt, nicht weil ich tatsächlich so viel schneller war als er, sondern weil meine Zeit im Verhältnis zur „weiblichen Norm“ berechnet „besser“ war als seine im Verhältnis zur „männlichen Norm“. Es war mir eine große Freude und der Gute hält es mir heute noch als ganz böse vor.
    Darüberhinaus bin ich sehr dankbar dafür, dass mein Mann einfach kräftiger und stärker ist als ich und die schweren Koffer und Taschen schleppt und ich das kleine Handgepäck.

  10. Sophist X schreibt:

    Durch die Geschlechtertrennung gibt es mehr Medaillen. Die Medaillen bestimmen den Marktwert.
    Würde man die Zahl der Medaillen halbieren, gäbe es ziemliche Einbußen beim Einkommen der Spitzenleute (m & w).
    It’s all about money it ain’t a damn thing funny (Grandmaster Flash)

  11. Heimchen am Herd schreibt:

    „Frauen müssen Männer schlagen dürfen!“

    WAS sagt denn SWETLANA dazu?

    https://www.youtube.com/watch?v=KSAf3HeL9uI .

  12. HM schreibt:

    Sehr schön, lieber Buurmann, dass Sie schonmal wissen was DIE Frauen so wollen.
    Jetzt müssen Sie das nur noch den Frauen beibiegen.
    Übrigens irren Sie, wenn Sie unterstellen, die Förderung der Frauen wäre reduzierter.
    Aber das wissen Sie ja, denn sonst hätten Sie nicht das Extrembeispiels des Fußballs bemüht.
    Das Training der z.B.Leichtathletik unterscheidet sich weder durch Intensität oder Möglichkeiten.
    Ebenso nicht durch bereitgestellte Dopingprodukte.
    Auch wird der Gewichheberinnen Trainer seinem weiblichen Schützling nicht verbieten 90 Kilo mehr aufzulegen, sondern genau das Gegenteil.
    Manchesmal, lieber Buurmann, gehen dem Befreier dann doch die Geknechteten aus…

    • Kanalratte schreibt:

      In der heutigen Gesellschaft kann man sagen, dass Frauen immer mehr gefördert werden als Männer. Das geht schon in der Schule los. Junge Frauen mit Problemen werden nicht so hart angepackt wie junge Männer mit Problemen. Ich habe selbst jetzt über Jahre beobachtet, dass Frauen in der Notengebung bevorzugt werden. Von jungen Männern wird nach wie vor in Schule, Beruf und auch in der Gesellschaft mehr verlangt, als von jungen Frauen. Eine unsichere Frau ist „süß“, ein unsicherer Mann ein „schlappschwanz“.

      • Kanalratte schreibt:

        Vielleicht kann man sagen, dass junge Männer in dieser Gesellschaft immer mehr verunsichert sind. Es gibt auch kaum Förderung und Hilfen für sie. Sind ja Männer, die brauchen das nicht. Andererseits wächst gerade unter vielen jungen Frauen eine rosatragende Prinzessinnengeneration auf, die ohnehin schon Papas-Vorteile genießt und zusätzlich auch noch laut Polit-Agenda als Frau angebliche Diskriminierung erfährt.
        In meiner Ausbildung wurde mir mal wortwörtlich gesagt: „Von dir verlangen wir mehr, du bist ja auch ein Mann.“

        • Praecox schreibt:

          „In meiner Ausbildung wurde mir mal wortwörtlich gesagt: „Von dir verlangen wir mehr, du bist ja auch ein Mann.“

          Das lag sicher an der groooooßen Politik.

  13. Hessenhenker schreibt:

    Gibt es wenigstens Transgendertoiletten in den Olympiaklos?
    Und nicht immer nur Klofrauen.

Seid gut zueinander!

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