Hotel Kempinski hilft in Fragen zu Israel!

Claude Lanzmann ist der Regisseur des Holocaust-Dokumentarfilms „Shoah“. Vor einigen Tagen übernachtete er im Hotel Kempinski am Kurfürstendamm in Berlin. Als er die Mappe mit den Serviceleistungen des Hotels durchstöberte, fiel ihm auf, dass auf der Liste mit den Vorwahlnummern für die verschiedensten Länder der Welt, Israel nicht zu finden war. Als er an der Rezeption nachfragte, warum ausgerechnet Israel fehle, bekam er diese Antwort:

„Monsieur, es macht mich glücklich, dass Sie diese Frage aufwerfen. Ich bin selbst Jude, es handelt sich bei der Maßnahme um eine bewusste Entscheidung der Direktion des Kempinski-Hotels, gegen die wir leider machtlos sind. Die Mehrheit unserer Kundschaft sind Araber, und sie haben verlangt, dass Israel gestrichen werde.“

Claude Lanzmann war verständlichweise schockiert und schrieb:

„Es war grauenhaft. Alles um mich herum schien wieder möglich zu werden. Nicht nur die Auferstehung des Nationalsozialismus. Auch alle seine zeitgenössischen Ausformungen, zu denen die Terroranschläge mit massenhaft Opfern genauso wie die Messerstechereien aus der Nähe gehören. Und so weiter, und so weiter.“

Claude Lanzmann fordert uns alle auf:

„Handelt ohne Umschweife. Denn man kann nicht gegen den arabischen Terrorismus kämpfen und gleichzeitig erlauben, dass in einem der nobelsten und wichtigsten Hotels in Berlin Israel ausgemerzt wird. Israel ausmerzen heißt zu verlangen, dass die Israelis ausgemerzt werden. Dass man sie tötet.“

Das Hotel Kempinski erklärt auf Nachfrage von Tapfer im Nirgendwo:

„Sehr geehrter Herr Buurmann,

wir können die in dem Artikel von Claude Lanzmann in der FAZ vom 11. August beschriebenen Aussagen des Mitarbeiters so nicht bestätigen. Es gab und gibt keine Anweisung seitens der Hoteldirektion und auch nicht von der Kempinski AG, die israelische Vorwahl nicht in die Ländervorwahl-Liste aufzunehmen. Dies würde auch unseren Grundsätzen von Gastfreundschaft und Offenheit gegenüber allen Menschen widersprechen.
Wir möchten explizit betonen, dass es sich bei der benannten Liste um keine vollständige Auflistung aller Ländervorwahlen handelt, sondern lediglich um eine Auswahl von 35 Vorwahlen, der insgesamt 193 Ländervorwahlen weltweit. Es gab keinen dezidierten Grund, dass das Land Israel auf der Liste nicht benannt war und wir haben die Vorwahl selbstverständlich ergänzt. Grundsätzlich sind bei uns alle Gäste herzlich willkommen. Sollten wir mit dem Fehlen der israelischen Vorwahl die Gefühle von Herrn Lanzmann verletzt haben, so bitten wir aufrichtig dies zu entschuldigen.​“

Wunderbar. Dann können wir ja alle das folgende Bild auf Facebook und anderen sozialen Medien vor allem in der arabischen Welt verbreiten, damit dort allgemein bekannt wird, wie gerne das Hotel Kempinski dabei hilft, mit Israel Kontakt aufzunehmen:

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25 Antworten zu Hotel Kempinski hilft in Fragen zu Israel!

  1. Praecox schreibt:

    Ich gehe davon aus, dass das Hotel Kempinski Bristol in Berlin nicht das einzige Luxus-Hotel auf dieser Welt ist, in dem arabische Antisemiten nächtigen. Um also herauszufinden, wie wahr die Geschichte sein kann, wäre es hilfreich bei anderen Hotels/ Hotelunternehmen nachzufragen. In Berlin oder auch in München. Letztere Stadt ist bekannt für Ihre hohen Übernachtungszahlen arabischer Bonzen.
    Aus sicherer Quelle weiß ich, dass hier…

    https://www.roccofortehotels.com/de/hotels-and-resorts/the-charles-hotel/?lang=de

    …regelmäßig arabische Familien zu Gast sind. Wurden hier schon ähnliche Forderungen laut? Was steht auf der Vorwahlliste des Hotels?

  2. AMC schreibt:

    Wenn von den 193 Staaten diejenigen mit der Gewichtung in der medialen Berichterstattung gelistet wären, müsste Israel (etwa) an der ersten Stelle der Liste stehen und nicht das etwa 36-wichtigste, das nicht mehr auf die Liste passt.
    Warum musste es sich der 90-jährige Lanzmann antun, überhaupt zur Beerdigung der verschrobenen Schrobsdorff zu reisen?
    Auch Reaktionen auf eine möglicherweise überzogene Reaktion können viel aussagen.
    Das erlebt ich heute im DLF und schrieb etwas dazu.

  3. Citoyenne schreibt:

    Ich gehe davon aus, dass Claude Landmann es so erlebt hat, wie er es schildert. Seine emotionale Betroffenheit ist im FAZ-Artikel deutlich spürbar. Wie es tatsächlich dazu gekommen ist, dass Israel nicht unter den gelisteten Vorwahlen stand, ist, denke ich, ein zweites Thema. Da kann man ruhig nachhaken und den Kempinski-Verantwortlichen ordentlich auf den Zahn fühlen.

  4. winnie schreibt:

    Gibts im Kempinski direkte Verbindungen zum Juden-KZ Palästina, das seit neuestem To
    urismuswerbung schaltet?

    • Heimchen am Herd schreibt:

      Du meinst bestimmt dieses Video, nicht?

      Gaza In 2016 – Hamas Propaganda

      Wirklich schrecklich, wie die Leute dort leben müssen.

    • Kanalratte schreibt:

      Gaza ist das KZ mit den Swimming-Pools, Hotels, Supermärkten und Vergnügungsparks. Wenn die Hamas nicht die ganzen Milliönchen die von außen für das Terroristennest gespendet wird, in den Kampf gegen Israel und die Juden äh Zionisten in Palästina stecken würde, könnte die Lebensqualität dort andere arabische Länder weitaus übersteigen.

    • Phosphoenolpyruvat schreibt:

      eine kleine „unachtsamkeit“ nichts weiter…..
      ich hoffe der angestellte muss nun nicht um seinen job fürchten : (

  5. Praecox schreibt:

    Stellungnahme des Hotel Kempinski“

    *“Wir können die in dem Artikel von Claude Lanzmann in der FAZ vom 11. August beschriebenen Aussagen des Mitarbeiters so nicht bestätigen. Es gab und gibt keine Anweisung seitens der Hoteldirektion und auch nicht von der Kempinski AG, die israelische Vorwahl nicht in die Ländervorwahl-Liste aufzunehmen. Dies würde auch unseren Grundsätzen von Gastfreundschaft und Offenheit gegenüber allen Menschen widersprechen.

    Wir möchten explizit betonen, dass es sich bei der benannten Liste um keine vollständige Auflistung aller Ländervorwahlen handelt, sondern lediglich um eine Auswahl von 35 Vorwahlen, der insgesamt 193 Ländervorwahlen weltweit.

    Es gab keinen dezidierten Grund, dass das Land Israel auf der Liste nicht benannt war und wir haben die Vorwahl selbstverständlich ergänzt. Grundsätzlich sind bei uns alle Gäste herzlich willkommen.

    Sollten wir mit dem Fehlen der israelischen Vorwahl die Gefühle von Herrn Lanzmann verletzt haben, so bitten wir aufrichtig dies zu entschuldigen.​“*

    http://www.bz-berlin.de/berlin/charlottenburg-wilmersdorf/eine-schande-hotel-kempinski-streicht-israel-von-der-telefonliste

    • Sophist X schreibt:

      Also muss man selber entscheiden, welche der Versionen Fakt und welche Fiktion ist.
      Ich halte die Variante mit den arabischen Gästen weiter für sehr, sehr wahrscheinlich.

      • Praecox schreibt:

        Ganz gleich, wie Sie sich entscheiden, die Wahrheit ist davon vollkommen unabhängig.

        • Heimchen am Herd schreibt:

          Praecox, sei bitte nicht immer so zickig! Du kannst auch anders, wenn Du willst!

          • Sophist X schreibt:

            P.S. unter Zicken: Danke 😉

          • Heimchen am Herd schreibt:

            Sophist X
            WAS..Du bist auch eine Zicke? Dann sind wir ja schon drei. 😉

          • Sophist X schreibt:

            WAS..Du bist auch eine Zicke?

            Nein, aber eine männliche Form von Zicke kenne ich nicht. Männliche Zicken sind nämlich sowas von diskriminiert.

          • Heimchen am Herd schreibt:

            „Männliche Zicken sind nämlich sowas von diskriminiert.“

            🙂

          • Clas Lehmann schreibt:

            Nicht doch! Zicke kommt von Ziege, und männliche heißen da Böcke… Um da eben sprachlich auszuhelfen, und der Schöpfung Zicker zuvorzukommen.

          • Heimchen am Herd schreibt:

            Ich kann aber auch ganz schön bockig sein. 😉

          • Praecox schreibt:

            Heimchen, wenn Du mal bockig bist und ich zeitgleich zickig, dann eröffnen wir einen Streichelzoo, ja?

          • Heimchen am Herd schreibt:

            Oh ja, Praecox, das machen wir, das gibt viele Streicheleinheiten! 🙂

        • Sophist X schreibt:

          Es steht private Aussage gegen eine Pressemitteilung, die nach PR-Kriterien verfasst ist. Das Prinzip in dubio pro reo wende ich aus purer Boshaftigkeit nicht am und gehe so starrsinnig wie hypothetisch von der Richtigkeit meiner Einschätzung aus. Im Fall eines Irrtums ist meine Beurteilung der Hotelpolitik also ungerecht. Dafür werde ich mich einst vielleicht an höherer Stelle rausreden müssen.

    • Kanalratte schreibt:

      Die Liste hat aber nur 34 Vorwahlen…

  6. Hessenhenker schreibt:

    Von den Arabern lernen, heißt Siegen lernen.
    Deshalb sollten wir dringend Deutschland von allen Weltkarten streichen.
    Dann kommen auch weniger.
    (Sie müssen mir nicht Danken für den tollen Tipp. Es genügt, wenn Sie etwas auf mein Spendenkonto überweisen. Aber NICHT aus Versehen 600 €uro ohne Lastschriftermächtigung als SEPA-Lastschrift abbuchen, wie das Vodafone getan hat.)

  7. Hessenhenker schreibt:

    Arabien von der Karte streichen, Israel muß bis Aden reichen!
    (Linie Kap-Kairo. Bitte selbst Googeln.)

  8. Amos Schliack schreibt:

    habe gerade an die geschäftsführerin geschrieben: birgitt.ullerich@kempinski.com

Seid gut zueinander!

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