Burkiniverbot in Israel

Stellen Sie sich mal vor, aus Israel erreichten uns Bilder von bewaffneten Männern der Staatsgewalt, die eine muslimische Frau am Strand dazu zwingen, ihren Burkini auszuziehen? Der Aufschrei wäre riesig!

In Deutschland leben rund fünf Prozent Muslime. In Israel leben über zwanzig Prozent Muslime! Wenn in Deutschland eine Moschee gebaut werden soll, gehen unzählige Deutsche auf die Straße und demonstrieren dagegen. Wenn ein Muezzin in Deutschland von einem Minarett zum Gebet rufen möchte, sehen „deutsche Patrioten“ das Ende des Abendlandes nahen. In einigen Gebieten Europas ist die muslimische Religionspraxis vom Minarett zum Gebet zu rufen sogar verboten. In Israel gehören Moscheen zur Selbstverständlichkeit! Dort ruft der Muezzin ganz selbstverständlich zum Gebet. Als ich das letzte mal in Israel war, im Schatten eines Minaretts gelassen ein Bier trank und hörte, wie der der Muezzin rief, erklärte mir Moslem, der erst jüngst in Deutschland war, dass das Leben in Israel für einen Moslem deutlich Mal besser sei als das Leben in Deutschland, wo Muslime als radikal Fremde angesehen würden. Israelis, so sagte er, verstünden Muslime besser als Deutsche.

Tatsächlich ist das Leben für Muslime in Israel besser als in Deutschland. In einer repräsentativen Umfrage der Harvard Kennedy School unter dem Professor Todd L. Pittinsky wurden Araber zu ihrer Beziehung zu Israel befragt. 77 Prozent der arabischen Palästinenser erklärten, dass Sie in keinem anderen Land lieber leben möchten als in Israel. Die Antwort überrascht nicht, denn Muslime und Araber werden in Israel deutlich besser behandelt als in Deutschland.

In Israels Metropolen demonstrieren nicht jede Woche zehntausend Menschen gegen eine Islamisierung und lassen dabei jeden Anstand fahren, wie es in Dresden und Leipzig an der Tagesordnung ist. In Deutschland wurden in den letzten Monaten unzählige Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte verübt. Länder wie Polen und Ungarn erklären, Muslime seien unerwünscht. Grenzen werden geschlossen und die Möglichkeit von Schießbefehlen an Grenzen von Politikerinnen der AfD ins Spiel gebracht. Zur selben Zeit werden auf Politiker Anschläge verübt. In Chemnitz wurde Sprengstoff gegen ein Parteibüro der AfD geworfen und in Arnsberg auf ein Parteibüro der AfD geschossen. In Karlsruhe wurde sogar auf einen Menschen geschossen, weil er Werbung für die AfD gemacht hatte.

Am 19. Februar 2016 stellten sich in einem kleinen Ort in Sachsen, der sich Clausnitz nennt, über hundert Deutsche einem Bus mit Flüchtlingen in den Weg und grölten „Weg mit Euch!“ In dem Bus befanden sich auch Kinder. Sie weinten, weil ihnen der Zorn des Mobs brutal entgegenschlug. Erwachsene Menschen bedrohten Kinder und riefen dabei „Wir sind das Volk!“

Stellen Sie sich mal vor, diese Bilder kämen aus Israel. Dabei wird Israel von Terroristen deutlich stärker bedroht als Europa. In Israel wüten und morden Terroristen und erklären, ihre Taten im Namen Allahs zu begehen. Das bedeutet für Israel jedoch nicht, muslimischen Staatsbürger ihre Grundrechte zu nehmen. In Israel können und dürfen muslimische Staatsbürger alles tun, was ihre jüdischen Mitbürger auch tun können. In Deutschland sieht das anders aus. Dort werden Christen gegenüber Muslimen staatlich bevorzugt und zwar aufgrund eines Staatsvertrags, der am 20. Juli 1933 zwischen dem Heiligen Stuhl und dem damaligen Deutschen Reich unter Adolf Hitler abgeschlossen wurde.

Obwohl sich Israel seit über sechzig Jahren mit Krieg und Terror konfrontiert sieht, hat Israel an den Prinzipien der Demokratie und Rechtsstaatlichkeit festgehalten. Das ist einzigartig! Noch nie in der ganzen Menschheitsgeschichte hat es ein demokratisches Land gegeben, das in seiner Existenz bedroht war und sich über Jahre hinweg gegen die erklärten Versuche zur kriegerischen Vernichtung des Volkes wehren musste, ohne dabei die eigene Demokratie abzuschaffen. In Europa gibt es eine in die Nähe kommende Bedrohung erst seit ein paar Monaten. Dennoch kam es in Europa bereits jetzt zu einer beispiellosen Eskalation der Gewalt und zu einer Abschaffung von aufklärerischen Prinzipien. Das Burkiniverbot ist da nur ein Tropfen auf einem heißen Stein.

Ein Burkiniverbot in einem Land, in dem der Staat das Gewaltmonopol hat, bedeutet in letzter Konsequenz: Ein bewaffneter Mann darf eine wehrlose Frau dazu zwingen, sich in aller Öffentlichkeit zu entkleiden. Kein aufgeklärter Staat kann das gut heißen und es ist egal, an was für einen rückständigen Glauben die Frau festhält oder welchen durchgedrehten Propheten sie verehrt. Das geht einfach nicht! Sexismus kann nicht mit Gewalt gegen Frauen bekämpft werden. Es ist ein geradezu hilfloser Akt einer vollkommen überforderten Polizei.

Immer öfter offenbart sich in Deutschland die Hilflosigkeit der Polizei, die ihrerseits von der Politik eingelassen wurde. In der Silvesternacht 2015/16 verlor die Kölner Polizei kurzfristig die Kontrolle über den Kölner Hauptbahnhof, so dass es zu unzähligen Gewalttaten kam, zum großen Teil in sexualisierter Form. Trotzdem erklärte die Kölner Polizei in einem Polizeibericht vom 1. Januar 2016 noch, die Kölner Nacht sei „friedlich“ und „entspannt“ gewesen. Eine ähnlich spektakuläre Fehleinschätzung findet man in einem Bericht der Essener Polizei vom 18. Juli 2014, in dem eine Demonstration als „friedlich“ bezeichnet wird, in der Hakenkreuze gezeigt wurde, Hitlers Taten gegen Juden gefeiert wurden und unter anderem „Scheiß Jude, brenn!“ gebrüllt wurde.

Im Oktober 2015 wiederum verlor die Kölner Polizei kurzzeitig die Kontrolle über eine rechtsradikale Demonstration. Ein Bild von der Demonstration zeigt einen umgeworfenen Polizeibus und drumherum zum Teil vermummte Männer.

Am 12. Juli 2014 war die Polizei in Frankfurt so überfordert, dass sie hasserfüllten Demonstranten sogar ein Polizeiauto mit Lautsprecher zur Verfügung stellte, damit sie “Kindermörder Israel” brüllen konnten. Neben dem Polizeiauto lief ein Mann mit einem Schild herum, auf dem geschrieben stand: „Ihr Juden seid Bestien“

Deutschland hat ein Problem mit sich selbst. Auf westdeutschen Straßen brüllt der islamische Terror, dass Juden verbrannt werden sollen und auf ostdeutschen Strassen brüllt der deutsche Terror, dass Ausländer raus sollen. Wie wird Deutschland mit dieser Gefahr umgehen?

Demokratie und Rechtsstaatlichkeit im Frieden aufrecht zu halten, ist keine Kunst. Israel jedoch vollführt ein Kunstwerk, denn dort werden rechtsstaatliche und demokratische Prinzipien aufrecht erhalten, obwohl sich das kleine Land seit seiner Gründung im Krieg befindet, an dessen Ende die „radikalen“ Feinde das ganze jüdische Volk ausrotten wollen, während die sogenannten „moderaten“ Feinde nur die Vernichtung des Staates Israel im Auge haben.

Trotz dieser beispiellosen Einhaltung von Rechtsstaatlichkeit in Zeiten des Krieges auf nationalem Boden, wird Israel kritisiert, ausgerechnet auch von Deutschland und Europa, die gerade zeigen, wie sie mit anderen Religionen umgehen, wenn sie nur gedenken, unangenehm zu werden. Viele deutsche Kritiker geben Israel neunmalkluge Vorschläge und behandeln das Land wie ein gewöhnliches westeuropäisches Land, ganz so, als mache es keinen Unterschied, ob sich ein Land im Frieden befindet oder in einem Krieg, an dessen Ende die Feinde nur die totale Vernichtung des Landes akzeptieren können.

Es ist so verdammt leicht, Israel zu kritisieren, wenn man in Frieden lebt. Deutschland ist jedoch ein Land, in dem Juden von muslimischen Terroristen bedroht werden, weil sie Juden sind; Muslime von muslimischen Terroristen bedroht werden, weil sie angeblich keine wahren Muslime sind; Deutsche gegen Muslime hetzen, weil sie angeblich keine wahren Deutschen sind; Christen Privililegien genießen, die andere Religonsgemeinschaften in Deutschland nicht haben; Anschläge auf Politiker verübt werden, weil sie angeblich Nazis sind; Anschläge auf Flüchlingsheime verübt werden, weil dort angelich nur Terroristen hausen und Frauen gezwungen werden, am Strand ihren Burkini auszuziehen. Eine denkbar schlechte Ausgangsposition, um Israel Ratschläge zu erteilen!

Die CSU forderte in einem Leitantragsentwurf zu einem Parteitag im Dezember 2014, dass sich Migranten auch zu Hause auf Deutsch unterhalten sollen. Im Entwurf hieß es:

„Wer dauerhaft hier leben will, soll dazu angehalten werden, im öffentlichen Raum und in der Familie Deutsch zu sprechen.“

Wäre Deutschland Israel, Markus Rosch von der ARD wäre ausgetickt und in vielen Zeitungen hätte gestanden:

Rassistischer Apartheidsstaat Deutschland!

Stellen wir uns daher einfach mal vor, Deutschland wäre Israel. Die Aktionsgruppe BDS riefe zu dieser Aktion auf!

Um es gleich vorweg zu sagen, wir haben nichts gegen Deutsche, einige unserer besten Freunde sind Deutsche, aber was gerade in Deutschland passiert, muss deutlich kritisiert werden. Gerade unter Freunden muss Kritik erlaubt sein!

Wer die deutsche Regierung kritisiert, sagt damit noch nichts über das deutsche Volk aus und schon gar nicht über alle Deutsche. Wir bejahen das Existenzrecht von Deutschland, müssen jedoch gestehen, dass für uns die Vierteilung Deutschlands nach 1945 ein Schritt in die richtige Richtung war. Wir sagen ganz bewusst als Nachfahren von Deutschen, die den Krieg überlebt haben: Wir fordern ein Deutschland in den Grenzen von 1987, eine Zwei-Staaten-Lösung!

Das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen!

Die Politik Deutschlands ist ein permanenter Bruch von internationalen Verträgen. An Karfreitag zum Beispiel ist allen Moslems in vielen Bundesländern das öffentliche Tanzen und Feiern verboten, damit sie die Christen nicht stören. In den Ostgebieten des Landes um die Städte Rostock und Leipzig, die die Bundesrepublik widerrechtlich besetzt hält, gibt es sogar sogenannte No-Go-Areas, wo es für Muslime gefährlich ist zu leben. Die Politik unternimmt nichts dagegen! Stattdessen gießt der Falke von der SPD, Thilo Sarrazin, noch Öl ins Feuer.

Im Bundesverfassungsgericht ist kein einziger Moslem zu finden und im Parlament ist zwar eine christliche Partei vertreten, aber keine einzige muslimische Partei. In Deutschland hat die christliche Partei mit am längsten regiert. In vielen staatlichen Schulen in Deutschland wird christliche Religionslehre propagiert und benotet! Wenn irgendwo in Deutschland eine Moschee gebaut wird, gehen die Deutschen auf die Straße und demonstrieren, während rund um die Uhr überall im Land die Kirchenglocken läuten. Fast zweitausend Jahre nach dem Tod von Jesus, haben die Deutschen den Mord an den Juden immer noch nicht vergessen und veranstalten jeden Sonntag Gedenkveranstaltungen. Irgendwann muss aber auch mal ein Schlussstrich gezogen werden!

Währenddessen müssen sich Menschen, die in das Land einwandern möchten, einem Staatsbürgerschaftstest unterziehen. Deutschland ist ein einziges Apartheisregime wie einst Südafrika. Deutschland lässt zusammen mit dem großem Satan EU eine Mauer auf afrikanischem Boden bauen, um Menschen an die Einreise zu hindern. Die Schikanen an den Grenzposten sind unmenschlich und menschenverachtend. Zudem bauen deutsche Staatsbürger auf spanischem Boden immer mehr deutsche Siedlungen. Auf Mallorca gibt es sogar schon Ortschaften, wo nur noch deutsch gesprochen wird. Die genuin spanische Bevölkerung wurde vertrieben!

In der Verfassung des Bundeslandes Hessen steht sogar noch die Todesstrafe! Bei all diesen Verbrechen ist es angebracht von einem staatlichen Terrorismus zu sprechen. Daher fordern wir:

Boykott Deutschland!

* Kauft keine Waren Made in Germany!

* Verweigert deutschen Professorinnen und Professoren die Universitäten!

* Stört Theateraufführungen, Konzerte und Lesungen von deutschen Künstlern!

* Demonstriert, wenn irgendwo eine deutsche Mannschaft bei einem Sportturnier antritt!

* Überzeugt internationale KünstlerInnen und WissenschaftlerInnen, nicht in Deutschland aufzutreten!

Wir bejahen das Existenzrecht von Deutschland, aber das Land hat uns lange genug im Würgegriff gehalten. Wenn Frau Merkel in Athen anruft, beugt sich dort der politische Wille und sie führt Brüssel am Nasenring durch die europäische Arena. Deutschland ist ein Pulverfass in der ganzen Europäischen Union und die größte Gefahr für den Weltfrieden!

Mit dieser Meinung stehen wir nicht alleine da. Sogar in Deutschland gibt es mutige Deutsche, die sich gegen die deutsche Politik stellen. Auf einer Demonstration von Anti-Deutschen hörten wir jüngst: „Deutschland von der Karte streichen, Polen muss an Frankreich reichen.“

Wir stehen zum Existenzrecht Deutschlands, aber wenn schon Deutsche das Existenzrecht Deutschlands in Frage stellen, muss sich Deutschland die Frage gefallen lassen, ob es vielleicht selbst Schuld trägt an der momentanen Situation.

Israel ist mit dieser Kritik seit Jahrzehnten konfrontiert. Einige dieser überzogenen Kritiken werden sogar von europäischen Regierungen und dem Europäischen Parlament formuliert. Die „Israelkritiker“ sagen, Israel sei ein Apartheidsstaat und eine Besatzungsmacht, Israel habe Menschen vertrieben und betreibe eine illegale Siedlungspolitik. Sie behaupten, Israel habe einen bösen Falken an der Regierung.

All diese Aussagen sind schlimmstenfalls gelogen, bestenfalls tendenziös, aber immer einseitig und hasserfüllt. Der Hass trägt Früchte. Israel wird boykottiert, israelische Professoren und Professorinnen werden von Universitäten vertrieben, Theaterstücke, Konzerte und Lesungen von Israelis werden gestört, Sportveranstaltungen mit israelischen Mannschaften werden bedroht und internationale Künstler und Wissenschaftler aufgerufen, Israel zu meiden.

So wie seit Jahrhunderten Judenhasser an Juden nur das Schlechte erkennen können, so erkennen die Antizionisten heute an Israel nur das Schlechte. Die Juden in Israel sind heute aber nicht schlimmer als die Juden in Europa vor hundert Jahren. Der tendenziöse, einseitige und hasserfüllte Blick ist heute jedoch so falsch wie damals und je mehr Europa und Deutschland mit dem Terror konfrontiert wird, der Israel seit dem Bestehen des Landes bedroht, werden die Menschen hier erkennen, dass es falscg war, Israel so massiv zu kritisieren, denn Israel hat es besser gemacht als Europa und statt das Land zu kritisieren, sollten wir lieber mehr von dem Land lernen, denn sonst wird mit Europa das passieren, was die Islamisten mit Israel seit 1948 versuchen.

***

Die Bilder wurden zur Verfügung gestellt von Honestly Concerned. Vielen Dank!

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28 Antworten zu Burkiniverbot in Israel

  1. Eitan Einoch schreibt:

    Ich frage mich, was Herr Buurmann zu dieser Nachricht sagt:

    „Während in vielen Ländern Europas eine hitzige Debatte um religiöse Symbole entfacht ist, zeigen sich die Behörden in Schottland sehr viel entspannter. In dem Landesteil des Vereinigten Königreiches kann ein Hijab jetzt offiziell zur Polizei-Uniform getragen werden. Das gab die schottische Polizeibehörde auf ihrer Internetseite bekannt. Die Entscheidung wurde getroffen, um mehr muslimische Frauen für den Polizeidienst zu gewinnen.

    Auch in Kanada setzt sich die Regierung eher für die Vielfältigkeit in der Bevölkerung ein. In der „Canadian Mounted Police“, der berittenen Polizei Kanadas, ist ab sofort das Tragen des islamischen Kopftuchs Hidschab erlaubt. Es wird bei der Uniform als zusätzliche Option angeboten. (…)

    Bislang hat es jedoch keine Anfrage einer Muslimin gegeben, die einen Hidschab als Teil der Uniform tragen wollte. (…) Mit der Neuerung setzt Kanada ein Zeichen gegen Islamophobie.“

    Quelle: http://www.welt.de/politik/ausland/article157855354/In-diesem-europaeischen-Land-gehoert-der-Hidschab-zur-Uniform.html

    • bevanite schreibt:

      Die angelsächsischen Länder haben da eben eine fundamental andere Vorstellung. Dort gelten die Meinungsfreiheit – inklusive der Glaubensfreiheit – als höchstes Gut. Daher wären dort Burkaverbote komplett undenkbar. Eine klare Trennung von Staat und Kirche gibt es dort auch nicht (die Queen ist gleichzeitig Oberhaupt der Anglikanischen Kirche). Frankreich hingegen hat das republikanisch-laizistische Erbe, das strikt Religion und Staat trennt. Das macht natürlich auch ein Burka-Verbot verfassungsrechtlich unbedenklicher.

      Lustig finde ich immer, wenn Multikulturalismus-Gegner in den Kommentarbereichen davon schreiben, nach Kanada auszuwandern. Die würden sich wundern: dort ist nämlich die „doctrine of multiculturalism“ sogar in der Verfassung verankert.

  2. A.Bundy schreibt:

    „Stellen Sie sich mal vor, aus Israel erreichten uns Bilder von bewaffneten Männern der Staatsgewalt, die eine muslimische Frau am Strand dazu zwingen, ihren Burkini auszuziehen? Der Aufschrei wäre riesig! In Europa geschieht gerade genau das!“

    Nein, tut es nicht und das hättest du gemerkt, lieber Gerd, wenn du ein wenig mehr Zeit in Recherche, statt in billige Polemik und allzu hinkende Vergleiche investiert hättest.

    Denn weder wurde die Frau „gezwungen“ ihren Burkini abzulegen – ganz einfach aus dem Grunde, weil sie gar keinen trug – noch wurde sie „gezwungen“, sich zu entkleiden.
    Sie wurde lediglich von (bewaffneten) POLIZEI-Beamten dazu angehalten, ihr übergroßes T-Shirt abzulegen, welches sie über ihren Strassenklamotten trug. Das war alles.

    Diesen „Skandal“ in einen eher unpassenden Vergleich mit Israel zu setzen – nur um selbiges als strahlenden Hort der Toleranz und Religionsfreiheit zu glorifizieren – ist weder klug noch dient es in irgendeiner Weise der Sache Israels.

    Tatsächlich erweist sich die dortige politische und gesellschaftliche Gemengelage bei näherem Hinschauen als erheblich vielschichtiger. Israel ist nämlich, abzüglich seiner prekären Bedrohungslage, zuvorderst ein ganz normales Land mit ganz normalen Leuten, die hauptsächlich ganz normale Dinge tun.
    In einer Sache unterscheidet sich Israel allerdings von den meisten europäischen Staaten und zumindest im Moment leider auch von den USA. In Israel hat der regierende Ministerpräsident kein Problem damit, den politischen Islam als größte Bedrohung für Demokratie und Frieden zu benennen.

    „In Israels Metropolen demonstrieren nicht jede Woche zehntausend Menschen gegen eine Islamisierung und lassen dabei jeden Anstand fahren, wie es in Dresden und Leipzig an der Tagesordnung ist.“

    Also ersten, demonstrieren in Israel jede Woche tausende, oft auch zehntausende Menschen, für oder gegen alles mögliche. Und ja, es wird u.a. auch gegen die Bedrohung durch radikalislamische Gruppierungen inner- oder außerhalb Israels protestiert.
    Was mich, zweitens, zur Situation in Dresden und Leipzig führt.
    Da empfehle ich dir dringend, dich einfach mal mehr vor Ort zu informieren. Mir scheint, dass deine oftmals pauschalisierenden Ansichten und Urteile zum größten Teil im „fernen“ Köln entstehen bzw. gefällt werden.

    Richtig ist, dass sich ein nicht unerheblicher Teil der Führungsebene von Pegida & Legida aus rinks-lechten, putinarschleckenden, antisemitischen, amerikahassenden und nicht selten aus „Helldeutschland“ stammenden Spinnern zusammensetzt.
    Richtig ist aber auch, dass deren zunehmender Einfluss zu einem enormen Rückgang der Teilnehmerzahlen geführt hat. Die Islamisierung Deutschlands (2007 Titelgeschichte im Spiegel http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-50990508.html) spielt dabei als singuläres Thema mittlerweile nur noch eine untergeordnete Rolle.
    Was das Fahrenlassen jeden Anstands betrifft: Was ist unanständiger?
    Das gedankenlose Beklatschen von Parolen oder das „Klatschen“ von andersdenkenden Menschen?

    Zum Schluß ein paar Anmerkungen.
    Pauschal „unzählige Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte“ zu beklagen, ohne darauf hinzuweisen, dass der überwiegende und verheerendste Teil aller Brände in Flüchtlingsunterkünften durch deren Bewohner bzw. Betreiber begangen wurde, ist unseriös.
    Das trifft auch auf die Behauptung zu, AfD-Politikerinnen hätten „die Möglichkeit von Schießbefehlen an Grenzen ins Spiel gebracht“.
    Diese Möglichkeit steht in Wirklichkeit im Gesetz, welches von besagten Politikerinnen allenfalls falsch interpretiert wurde. Wenn man den beteiligten Medien Glauben zu schenken gewillt ist.

    Aus den Ereignissen vom 19. Februar 2016 „in einem kleinen Ort in Sachsen, der sich Clausnitz nennt“, kann jeder halbwegs Interessierte lernen was passiert, wenn herablassende Ignoranz (bundes)politisch Verantwortlicher auf wirtschaftliche Abgehängtheit in der Provinz + zu viel Alkohol trifft.
    Aber selbst hier sollte zumindest etwas differenziert werden.
    Ja, es wurden dümmliche und widerwärtige Parolen gebrüllt, aber weder Businsassen körperlich bedroht, noch irgendwelche Widerstandshandlungen gegen Polizisten verübt.
    Eine ähnlich verlaufende Demonstration unter linken Vorzeichen wäre im Polizeibericht unter „überraschend friedlich“ abgelegt wurden.
    Ach übrigen, wenn es sich bei dem von dir verlinkten YT-Video um die ungekürzte Version handelt, müssten auch gewisse nonverbale Äußerungen einiger „Schutzsuchender“ enthalten sein.

    Wie auch immer, natürlich kann man alles mit allem vergleichen. Schließlich ist Deutschland immer noch ein ziemlich freies Land.
    Ob das immer Sinn ergibt, steht natürlich auf einem anderen Blatt.
    Und manchmal liegt es auch im Auge des Betrachters. 😉

    • Eitan Einoch schreibt:

      Sehr schön ausgedrückt.

    • Heimchen am Herd schreibt:

      A.Bundy schreibt:

      „Stellen Sie sich mal vor, aus Israel erreichten uns Bilder von bewaffneten Männern der Staatsgewalt, die eine muslimische Frau am Strand dazu zwingen, ihren Burkini auszuziehen? Der Aufschrei wäre riesig! In Europa geschieht gerade genau das!“

      „Nein, tut es nicht und das hättest du gemerkt, lieber Gerd, wenn du ein wenig mehr Zeit in Recherche, statt in billige Polemik und allzu hinkende Vergleiche investiert hättest.“

      Recherche… Das ist das Stichwort!

      Er kann recherchieren wenn er will, guckst Du hier:

      Markus Rosch ist ein gebührenfinanzierter Wiederholungstäter
      Der von Journalisten, Mitgliedern des Deutschen Bundestags und Zuschauern als einseitig, lügnerisch und hetzerisch eingestufte Beitrag über Israel von Markus Rosch, ausgestrahlt am 14. August 2016 in der ARD Tagesschau und den ARD Tagesthemen, war nicht die erste Entgleisung von Markus Rosch.

      Tapfer im Nirgendwo hat in seiner eigenen Datenbank nachgeschaut und ist entsetzt, wie oft Markus Rosch schon gebührenfinanziert gegen Israel hetzen konnte.

      (…)Was muss eigentlich noch geschehen, bis es für diese gebührenfinanzierte Hetze gegen Israel Konsequenzen gibt? (…)

      https://tapferimnirgendwo.com/2016/08/21/markus-rosch-ist-ein-gebuehrenfinanzierter-wiederholungstaeter/

      Es war alles wunder recherchiert, von Herrn Buurmann.

      Ich hätte den letzten Satz aber lieber so gesehen:

      Was muss eigentlich noch geschehen, bis es für diese gebührenfinanzierte Hetze
      gegen Israel und Andersdenkende Konsequenzen gibt?

      Denn Herr Buurmann glaubt doch nicht etwa im Ernst, dass nur über Israel
      falsch berichtet und gehetzt wird, oder?

      Nein, bei ARD und Co. wird über Andersdenkende gelogen und gehetzt,
      dass es sogar dem Gutgläubigsten auffällt! 😉

      • A.Bundy schreibt:

        Du hast recht, Heimchen, ich hätte noch ein „bei diesem Thema“ einfügen müssen, denn der Gerd ist eigentlich ein glänzender Rechercheur.
        Umso enttäuschender, dass er hier so einseitig argumentierte.
        Dazu passend der heutige Artikel von Manfred Gillner auf Achgut.
        http://www.achgut.com/artikel/burkini-verbot_high_noon_in_nizza

        • Heimchen am Herd schreibt:

          „denn der Gerd ist eigentlich ein glänzender Rechercheur.
          Umso enttäuschender, dass er hier so einseitig argumentierte.“

          Ich denke, er hat hier gar nicht recherchiert, sondern einfach seine persönliche
          Meinung gesagt. Was ja nicht verboten ist. Mir ist es natürlich auch lieber, er
          würde bei ALLEN Themen so gründlich recherchieren, wie beim Thema Israel,
          das wäre klasse!
          Aber wir sind ja auch noch da und können ihn ein bisschen in den Popo
          kneifen. 🙂

  3. DuDu schreibt:

    „seid“ solls natürlich heissen…..

  4. anti3anti schreibt:

    „77 Prozent der arabischen Palästinenser erklärten, dass Sie in keinem anderen Land lieber leben möchten als in Israel. Die Antwort überrascht nicht, denn Muslime werden in Israel deutlich besser behandelt als in Deutschland.“
    Korrektur:
    77 Prozent der arabischen Israelis erklärten, dass sie in keinem anderen Land lieber leben möchten als in Israel. Die Antwort überrascht nicht, denn Muslime und Araber werden in Israel deutlich besser behandelt als in Deutschland.

  5. HM schreibt:

    Werter Buurmann, es ist erstaunlich wie ignorant Sie den israelischen Realitäten gegenüberstehen. Nur bei der Betrachtung der Tatsache, dass sich ein Land seit mehr als einem halben Jahrhundert in einem Kampf befindet, der allzu oft ein Überlebenskampf war und ist, davon auszugehen, dass in dieser Zeit strickt alle rechtsstaatlichen Verhaltensweisen eingehalten worden ist reichlich naiv oder leidlich fanatisch.

    Sippenbestrafung für die Angehörigen palästinensische Verurteilter, Befehlsverweigerung von Kampfpiloten, die ihre dauerhaften Einsatzbefehle als Terroreinsätze verstanden und verweigerten, Berichte der ehemaligen Direktoren des Schin Bet über Hinrichtungen von Tätern am Tatort ( nicht etwa im Schusswechsel getötete)….

    All das finden Sie Vorbildlich und rechtsstaatlich?
    Ich nehme an, dass Sie in Ihrem Leben recht zufrieden sind und ich nicht befürchten muss, dass Sie ein hohes politisches Mandat anstreben.

    • A.Bundy schreibt:

      Falsches Forum, Judenhasser!
      Abflug, aber schnell!

      • HM schreibt:

        Sie kennen doch Buurmanns Haltung zur freien Meinungsäußerung. Und die ist ja nicht so dahergesagt, sondern belegt..
        Also repektieren Sie doch seine Regeln hier im „Gastbereich“

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Sie haben vergessen zu erwähnen, die Israelis machen Brot aus dem Blut von Christenkindern!

      • HM schreibt:

        Sie halten Ihre Aussage für so glaubwürdig wie meine?

        P.S. Waren es nicht Juden den man die Sache mit den Christenkindern unterstellt?

        • A.Bundy schreibt:

          Laber-Rhabarber, mach dich bloß schnell vom Acker, du kleiner, vorlauter Judenhasser.
          Der Gerd hat nämlich voll die fetten Connections zum Shin Bet.
          Und die hängen dich – ratz-fatz – in der Wüste an deinen winzigen Eiern zum trocknen auf. 😀

          • HM schreibt:

            A.Bundy schreibt:
            August 26, 2016 um 3:19 pm

            Ein Kommentar ohne Denunziation anderer Foristen ist für eine linksdrehende Knallcharge wie dich offensichtlich unmöglich.

  6. Bruno Becker schreibt:

    Wieviel Frauen im Burkini haben Sie denn in Israel gesehen? Ich kann mich an keine einzige erinnern…….
    (ist aber schon 32 Jahre her)

  7. Heimchen am Herd schreibt:

    Man stelle sich mal vor, westliche Frauen wollten in einem islamischen Land
    durchsetzen, dass sie im Bikini oder noch schlimmer, oben ohne am Strand
    liegen wollen! Sie würden es nicht lebend überstehen!

    Da die westlichen Frauen aber intelligente und höfliche Frauen sind, passen sie sich
    natürlich den Gepflogenheiten in den muslimischen Ländern an!

    Warum brauchen es die Musliminnen nicht? Warum bekommen sie immer Extrawürste?
    Warum brauchen sich die Musliminnen nicht anpassen?

    Fragen über Fragen!

    • Sophist X schreibt:

      Warum brauchen sich die Musliminnen nicht anpassen?

      Ein paar wollen nicht (die kennt man aus der Presse), und der Rest (um den die Presse einen großen Bogen macht) darf nicht. Weil sonst…

      • Heimchen am Herd schreibt:

        Ja…und das „weil sonst“, darf man nicht sagen, weil, man will ja tolerant
        und weltoffen sein, gell? Und mit den Saudis und Co. will man es sich
        ja auch nicht verderben! The show must go on!

        Was sind schon Frauenrechte, wenn man das Öl braucht?

  8. Sophist X schreibt:

    Schade um die Mühe.
    Was passiert mit einer Burkiniträgerin, die ihren Burkini ausziehen möchte, ihn tatsächlich auszieht und dabei von Vater, Bruder, Nachbar, Cousin etc.pp . gesehen wird?

  9. Eitan Einoch schreibt:

    Ein Burkiniverbot in einem Land, in dem der Staat das Gewaltmonopol hat, bedeutet in letzter Konsequenz: Ein bewaffneter Mann darf eine wehrlose Frau dazu zwingen, sich in aller Öffentlichkeit zu entkleiden.

    Was für ein Bullshit! Die Frau hätte den Strand jederzeit verlassen können bzw. gar nicht erst betreten brauchen, wenn sie mit der Kleiderordnung nicht einverstanden ist. Alles andere ist billige islamophile Propaganda.

    • DuDu schreibt:

      Ja, dieser Satz von Buurmann ist nah dran, an den dämlichen Tweet eines Obermuftis, welcher Nonnen am Strand zeigt. Vermutlich ist Buurmann die geistige Nähe zu dem radikalen Prediger gar nicht bewusst. Ihr Liberalen seiht wirklich der Sargnagel einer freien Gesellschaft. Ihr tolleriert den Hammer, den man euch auf den Kopf schlägt, solange, bis der Schädel bricht.

Seid gut zueinander!

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