Oktoberfest in München: Bier, Schweinefleisch und Niqab

Die Brauerei Hacker-Pschorr hat für das Oktoberfest 2016 eine kleine Veränderung bei der Dekoration ihres Festzelts vorgenommen. Das Innere des Zelts zeigt nach wie vor die Welt Münchens. An den Wänden sieht man Kirchen, Brunnen, Häuser, Märkte, Bäume, Menschen und an der Decke erstreckt sich ein blauer Himmel mit weißen Wolken und Sternen. Neu ist in diesem Jahr jedoch ein Dreigestirn von Frauen. An einem Biertisch ist das Bild von drei verhüllten Frauen zu sehen. Zwei Frauen tragen Kopftuch und Sonnenbrille; eine Frau trägt keine Sonnenbrille, dafür aber einen Niqab.

Das Bild zeigt das heutige Leben in München. Es ist gut, die Realität so abzubilden, wie sie ist. Allerdings bin ich mir sicher, das Bild von drei verschleierten Musliminnen in einem Bierzelt, vor einem Biertisch voller Dirndel und Schweinefleischfürzen wird nicht ganz ohne Debatte ausgehen. Ich frage mich nur, welche Fraktion unangenehmer sein wird.

Die Oktoberfest-Fundamentalisten, die sagen, auf dem Oktoberfest habe eine Frau mit Niqab nichts zu suchen oder die Islam-Fundamentalisten, die sagen, eine Frau mit Niqab habe auf dem Oktoberfest nichts zu suchen? Und welche Gruppe wird im Zweifel die besseren Argumente haben, die die Brauerei Hacker-Pschorr überzeugen könnte, auf dieses Bild zu verzichten?

Vielleicht aber löst sich auch alles in Wohlgefallen auf, denn wie sagt ein bayrisches Sprichtwort: „Et hätt noch emmer joot jejange!“

Ach ne, das ist ja Kölsch. Gleiches Fest, anderer Name! Die Menge besäuft sich und grölt. Die Menschen verkleiden sich und kotzen sich gegenseitig an. Die einen nennen es Oktoberfest, die anderen Karneval. Darauf ein dreifach donnerndes „Oktoberfest Allah! Hacker-Pschorr Allah! Weißbier Allah“

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29 Antworten zu Oktoberfest in München: Bier, Schweinefleisch und Niqab

  1. Ralf Weber schreibt:

    Solche Großbesäufnisse waren mir schon immer fremd.

    Zum generellen Thema „Einfluss des Islans bei uns“ hier mal realistisch:

    http://www.idea.de/gesellschaft/detail/dortmund-stadt-laedt-islamkritiker-hamed-abdel-samad-aus-98317.html

  2. Tourix schreibt:

    Köln und das Oktoberfest haben eins gemeinsam:
    Das Bier schmeckt nicht !!!

    • A.S. schreibt:

      Was? Da beleidigt jemand mein heiliges bayerisches Getränk? Darauf steht als barbarische Strafe ertränken in Kölsch 🙂

      • Tourix schreibt:

        In „KÖLSCH“ …
        Ich hätte niemals erwartet, dass man hier derart sadistisch werden kann.

        • A.S. schreibt:

          Münchner Bier bedeutet Frieden! Aber wer unser Grundnahrungsmittel beleidigt ……

          • Tourix schreibt:

            Einmal war ich auf eine Maß auf dem Oktoberfest – es hat mir nicht geschmeckt.
            Ich weiß nicht, ob da normales Bier ausgeschenkt wird, oder ob das nur Touristenplörre ist.
            Ansonsten gebe ich dir grundsätzlich recht. Bier ist Nektar und Ambrosia und ein vollwertiges Ernährungsmittel.

          • A.S. schreibt:

            Bieratlas AN
            Wahrscheinlich falsches Zelt erwischt. Das nächste mal würde ich dir Augustiner empfehlen. 🙂
            Bieratlas AUS

    • bevanite schreibt:

      Oder wie man in Thüringen sagt: „Weißbier? Da trinke ich lieber gleich richtiges Mineralwasser.“

  3. American Viewer schreibt:

    Weil Alkohol und Schweinefleisch mit Islam und Niqab ja so wunderbar zusammen gehen. Da muss man schon sehr naiv sein, wenn man so etwas glaubt.

  4. A.S. schreibt:

    Das Bild beschreibt durchaus die Realität. Aber zwei Sachen sind anzumerken:
    Gesichtsverhüllte Frauen und Bierzelt sind völlige Gegensätze. Bierzelte sind keine Horte religiöser Moral, sondern Orte, an denen man sich im Maßen und Maßkrügen gehen lässt. Ich bezweifele stark, ob die Eigentümer der Gesichtsschleierträger einen Besuch erlauben.
    Zweitens bleibt die Frage: Wollen wir das? Bzw. bis wohin muss unsere Toleranz gelten. Diese Frage wird uns in den nächsten Jahren sicherlich beschäftigen wenn sich die Straßenbilder langsam wandeln.

  5. Heimchen am Herd schreibt:

    Warum gibt es eigentlich noch kein orientalisches Festzelt??

    DAS wäre der Knaller! Da würden sich die vielen saudischen Touristen doch gleich
    ganz wie zu Hause fühlen! Eintritt natürlich nur für gläubige Moslems, die mal
    ordentlich die Sau rauslassen wollen!

    Wieso hat noch niemand außer mir diese Marktlücke entdeckt??

  6. abusheitan schreibt:

    Eine wichtige Gruppe wird ausgeschlossen und diskriminiert: „Jugendliche“, auch Grabschilanten, Nafris oder Fikifikis genannt.

  7. Hessenhenker schreibt:

    Coca-Cola-Werbung ist da anders:
    sie zeigt Menschen Coca-Cola-trinkend.
    Hacker-Pschorr sollte davon lernen.

  8. anti3anti schreibt:

    Das Bild ist zeitgemäß. In wenigen Jahren wird eine Frau mit Nikab zu sehen sein, die gesteinigt wird, weil sie das Bierzelt betritt.

    • bevanite schreibt:

      Glauben Sie solche Sachen eigentlich ernsthaft oder wollen Sie nur provozieren?

      • Kwezi schreibt:

        Die Bezeichnung für solche Posts ist „Ironie“. Kennst Du nicht. Kannst Du aber lernen, also nicht ironische Posts zu verfassen, dafür ist es schon zu spät, aber sie manchmal zu erkennen.

      • Sophist X schreibt:

        Ich für meinen Teil glaube solche Sachen ernsthaft. Aus welchem Grund sollten Frauen nicht wegen solcher Verfehlungen gesteinigt werden? Wurde die Scharia gestern abgeschafft und ich habe das Memo nicht bekommen?

        • bevanite schreibt:

          Die Scharia gilt in keinem Land Europas und das wird auch in Zukunft so bleiben. Alles andere sind Wahnvorstellungen von Kulturalisten und Islamisten.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @bevanite: „Die Scharia gilt in keinem Land Europas …“

            Entscheidend ist nicht was gilt, sondern was tatsächlich stattfindet. Schon heute gibt es auch in Deutschland Ehrenmorde, Zwangsverheiratungen, Genitalverstümmelungen, Kinderehen u. s. w., was vor einer Generation noch für unmöglich galt.
            Abgesehen davon, verstehe auch ich @anti3antis Kommentar als Ironie.

          • anti3anti schreibt:

            „Die Scharia gilt in keinem Land Europas“
            Haha! Außer in GB, D, Russland, F, …

          • A.S. schreibt:

            Dein Wort in Gottes Ohr. Der Islam ist ja bekannt dafür, dass er bei steigendem Moslemanteil immer moderater wird ……..

          • Bergstein schreibt:

            Bitte genauer differenzieren. Scharia ist im Bereich des Zivilrechts bereits jetzt anwendbar. Ansonsten ist völlig irrelevant was offiziell gilt, sondern was tatsächlich angewendet wird. Es gibt in BRD „Ehrenmorde“ und Stadtteile, wo längst Scharia größeren Geltung beansprucht, als das deutsche Recht.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @anti3anti: „In wenigen Jahren wird eine Frau mit Nikab zu sehen sein, die gesteinigt wird, weil sie das Bierzelt betritt.“

      Vielleicht entgeht die Frau der Steinigung, wenn sie „Türkenbräu“ bestellt.

      Erstaunlich, was man alles brauen kann.

      • Kwezi schreibt:

        Es ist schon eine Weile her – bevor in der Türkei Kopftücher wieder das Straßenbild dominierten -, da traf ich im Urlaub in Alanya in meiner Stammkneipe zum Abendessen jahrelang einen älteren Türken, der dort ebenfalls urlaubte. Der Mann war, stellte sich raus, von Beruf Braumeister in einer Düsseldorfer Brauerei.

        Heute geht das wohl nicht mehr, da käme ihm Mazyeks Zentralrat auf den Kopf.

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