Der Tag, als ich ein Sexist vor dem Herrn Müntefering war

Heute vor 185 Jahren wurde Hedwig Dohm als Hedwig Schlesinger am 20. September 1831 in Berlin geboren. Seit über zehn Jahren toure ich jetzt schon mit den Wissenschaftlerinnen Dr. Isabel Rohner und Nikola Müller durch Deutschland, um die Werke dieser einzigartigen Schriftstellerin bekannt zu machen. Den bemerkenswertesten Auftritt hatten wir vor der SPD. Tapfer im Nirgendwo veröffentlicht zum Geburtstag von Hedwig Dohm erneut den Bericht dieses denkwürdigen Auftritts vom 7. März 2012:

Ich erreichte Berlin so gegen drei und freute mich auf mein Hotel. „Die SPD wird sich ja nicht lumpen lassen“, dachte ich mir. „Wer schon für Mindestlohn streitet, wird auch die Kunst nicht darben lassen.“ Ich nächtigte in einem kargen Raum, wunderbar gelegen neben dem „Geschichtspark Ehemaliges Zellengefängnis Moabit“. Mein Zimmer bestand aus einem liebevoll schlichten Ikea-Tisch, einem kleinen Bett und keiner Minibar – nicht mal Toblerone! Ich war kurz davor, den Groucho Marx zu machen und bei der Rezeption anzurufen: „Entschuldigung, können sie mir bitte ein größeres Zimmer hochschicken?“ Aber es gab kein Telefon. Dafür gab es eine Inkontinenzfolie zwischen Matratze und Laken. „Da vertraut mal jemand seinen Gästen“, dachte ich mir. Über meinem Bett hing ein Bild vom „Holocaust Mahnmal“. „Ach“, sinnierte ich, „ein wirklich einladendes Zimmer. Das Letzte, woran ich heute Nacht denken werde, bevor ich die Augen schließe, wird der Holocaust sein und mein erster Gedanke, sollte ich wieder wach werden, auch Holocaust. Gute Nacht Holocaust. Guten Morgen Holocaust. Das ist Berlin!“

Nachdem ich mich frisch gemacht hatte, ließ ich mich zum Ort der Aufführung bringen. Ich war richtig gespannt! Berlin am Frauentag. Mal was ganz anderes als Köln zu Wieverfastelovend. Als ich den Saal betrat, fand ich mich in einem kölschen Brauhaus in der Dorotheenstraße wieder. Es gab Salat, Rievkooche, Flönz und Röggelchen. Es war Wieverfastelovend bei der SPD in Berlin, nur ohne Bützen und rheinischem Frohsinn. Es war laut, unruhig, kölschselig und am Tisch ganz vorne saß Franz Müntefering. Eine Garderobe gab es nicht!

Bevor Isabel Rohner, Nikola Müller und ich die Bühne betraten, ergriff Barbara Hendricks das Mikrofon und brüllte in den Saal: „Schnauze jetzt! Jetzt kommt Kultur!“ Sie meinte es gut mit uns, erreichte jedoch genau das Gegenteil. Da standen wir also in einem kölschen Brauhaus in Berlin und hatten in einer Sekunde schlagartig 120 Menschen gegen uns. Nur Münte ließ sich nichts anmerken.

Wir begannen unsere Szene: Hedwig Dohm, gelesen von Isabel Rohner und Nikola Müller, im Schlagabtausch mit den Anti-Feministen ihrer Zeit (Nietzsche, Groddeck, Möbius und andere), gespielt von mir. Nach nur 23 Sekunden war der alte Geräuschpegel wieder hergestellt.

Nach 5 Minuten betraten die Praktikantinnen von Martin Gerster, MdB den Saal. Ich war gerade dabei Friedrich Nietzsche zu spielen: „Ihr erster und letzter Beruf soll sein, Kinder zu gebären. Ein Mann der Tiefe hat, kann über das Weib nur orientalisch denken. Er muss das Weib als Besitz, als verschließbares Eigentum, als etwas zur Dienstbarkeit Vorherbestimmtes auffassen. Er muss sich hierin auf die ungeheure Vernunft Asiens stellen.“

Buh-Rufe ereilten mich von Seiten der Praktikantinnen Martin Gersters. Dann wechselte ich in die Rolle zu Groddeck und sagte: „Durchschnittlich sechs Tage im Monat ist das Weib siech. Jede Frau, selbst die gesündeste, in in diesen Tagen stets mehr oder weniger intellektuell unzurechnungsfähig. Körper und Geist sind völlig zerrüttet und in Aufruhr gebracht!“

Da platzte den Praktikantinnen der Kragen! Sowas könne man doch nicht sagen! Warum denn so ein Chauvi hier sprechen dürfe! Heute sei schließlich Frauentag! Und überhaupt, das ginge ja gar nicht.

„Das könnt ihr doch nicht bringen“, sprach eine, „auch noch vor Franz Müntefering!“

Mein Einwand, dass das hier Theater sei, auch wenn keiner zugehört habe, ließen die Praktikantinnen nicht gelten:

„Aber sie sind so überzeugt davon, dass sie das hier so spielen, oder was?“

„Äh, Nein.“

„Frauen sind nicht siech!“

„Richtig. Sehr gut!“

„Warum sagen Sie das dann?“

„Das hab ich nicht gesagt!“

„Doch; gerade!“

„Das war nicht ich. Das war Groddeck!“

„Wer?“

„Georg Groddeck!“

„Warum zitieren sie so einen Mann?“

„Ich zitiere nicht, ich spiele eine Rolle.“

„Was?“

„Sie sind zu spät gekommen. Ich spiele die Rolle nur!“

„Warum spielen sie denn eine solche Rolle?“

„Weil ich Schauspieler bin.“

„Aber wenn Sie Anstand hätten, würden Sie eine solche Rolle nicht spielen.“

Da riss es bei Dr. Isabel Rohner. „Sie sind süss“, sprach sie, lachte, drehte sich um und ging. Ich hörte etwas in ihr zerbrechen. Ich vermute, es war ihr Glaube an die politische Zukunft unseres Landes. Die Praktikantinnen echauffierten sich weiter. Mein letzter Versuch zur Klärung der peinlichen Situation war ein Nazi-Vergleich. Ich war in Gedanken wohl schon wieder bei dem Bild in meinem Hotelzimmer:

„Sie reagieren wie jemand, der zwanzig Minuten zu spät zu „Schindlers Liste“ kommt, um dann nach 25 Minuten vollkommen aufgebracht das Kino wieder zu verlassen mit der Begründung: Das sei ja ein Nazifilm. Überall lauter Nazis. Wer spielt denn sowas und überhaupt, warum darf so ein Film gezeigt werden? Das ist Deutschland hier!“

Das fanden die Praktikantinnen leider gar nicht lustig. Ich schon! Sie gingen. Ich nicht! Ich blieb und enterte die Theke. Münte war leider schon weg. Ich ließ mich volllaufen und alles auf den Deckel der SPD schreiben. Betrunken wankte ich zurück ins Hotel und fiel ins Bett. Ich blickte noch einmal auf das Bild an der Wand und dachte:

„Gute Nacht Holocaust!“

***

Dr. Isabel Rohner, Nikola Müller und ich standen erstmals am 11. Februar 2006 mit unserem Programm „Mehr Stolz, Ihr Frauen!“ auf der Bühne des La Carina in Köln. Danach ging es auf Tour. Hier drei Pressezitate:

„Emanzipatorische Literatur muss keineswegs staubtrocken und klagend sein, sie kann vor Humor und Ironie nur so triefen.“ (Pinneberger Tageblatt)

„Nikola Müller und Isabel Rohner, die Herausgeberinnen des Buchs „Hedwig Dohm – Ausgewählte Texte“, zelebrieren mit dem Schauspieler Gerd Buurmann die intellektuellen Spitzen einer großen Denkerin.“ (Hamburger Abendblatt)

„Hervorragend inszeniert und zum Teil irrsinnig komisch (…) Das Trio erntete immer wieder Szenenapplaus – der einerseits den großartigen polemischen Textpassagen Hedwig Dohms galt, andererseits aber auch der beeindruckenden Vortragsweise.“ (Kreiszeitung Wesermarsch)

Der persönliche Höhepunkt für mich war bisher der Auftritt im Landtag Nordrhein-Westfalen.

Heute feiern wir den 185. Geburtstag von Hedwig Dohm. Tapfer im Nirgendwo präsentiert daher ein paar Texte von ihr. Den ersten Text verfasste Hewig Dohm vor genau hundert Jahren mitten im Ersten Weltkrieg:

Wäre ich ein glühender Patriot – es zu sein heischt der Geist der Zeit –, in meiner Seele würden Psalter und Harfe erwachen, und ich sänge dem Heroentum des deutschen Volkes ein hohes Lied.

Wäre ich ein Held der Feder – ich sage nicht Zeitungsschreiber –, welchen Ranges und welcher Partei auch immer, von Heiligkeiten würden meine Kriegsbetrachtungen strahlend strotzen.

Heilig, heilig der Krieg! heilig die Schlacht! heilig die Seligkeit des Sterbens auf dem Feld der Ehre, heilig der Feindeshass!

Gottes Donner hörte ich aus den Kanonen brüllen, und anstatt der dunklen Taube, der bombenwerfenden, Menschenleiber zerreißenden, sähe ich nur die weiße Taube, das Symbol der Ausgießung eines heiligen Geistes.

Nach der Taube mit dem Ölzweig spähe ich vergebens aus.

Wäre ich ein Fatalist, ich spräche: es ist die Bestimmung der Völker, sich von Zeit zu Zeit gegenseitig zu vernichten.

Wäre ich der Teufel, ich täte lachen, lachen, in wollüstiger Schadenfreude, jauchzend über den Sieg, den die Hölle errungen.

Wäre ich der liebe Gott, ich beauftragte Petrus, meinen Pförtner, allen Kriegsanstiftern, Kriegshetzern, Kriegsbrünstigen und Kriegsliebenden die Himmelspforte zu sperren, mit dem Donnerwort: Unbefugten ist der Eingang nicht gestattet.

Bin ich ein Mensch, – nichts als ein Mensch – ich müsste ob dieses Krieges weinen, weinen, bis meine Augen vor Tränen blind geworden.

Die folgende Glosse verfasste Hedwig Dohm im Jahr 1900:

Als Hauptargument gegen die Frauenbewegung wird wieder und wieder – in neuester Zeit sogar mit galliger Vehemenz oder hymnischer Begeisterung – die Mütterlichkeit des Weibes auf den Schild gehoben, und die Verkümmerung der Kinder malt man als Menetekel den Emanzipationsbeflissenen an die Wand.

Aber nicht nur aus den Reihen der Gegner der Frauenbewegung, auch von Seiten derjenigen, die, bis zu einem gewissen Grade wenigstens, Förderer der Bewegung sind, ertönen Warnungs- und Alarmrufe.

Neben der Mutterliebe und -Fürsorge ist es vornehmlich die erziehliche Tätigkeit der Mutter, die man durch die Unterminierarbeit der Frauenrechtlerinnen bedroht sieht. Die Erziehung der Kinder soll die eigentliche Tätigkeitssphäre der Frau sein.

Je älter ich werde, je mehr staune ich über die menschliche Virtuosität im Erträumen, Erdichten und freien Erfinden von Zuständen und Verhältnissen, die kaum irgendwo existieren, ich staune über die unverfrorene Dreistigkeit im Ableugnen und Hinwegsehen, Tatsachen gegenüber, die offen vor aller Welt liegen.

Dass die Mütter die geborenen und notwendigen Erzieherinnen ihrer Kinder sind, gehört zu den Erlogenheiten, die überall Kurs haben, und die man als Trumpf gegen die moderne Frauenbewegung ausspielt. Und doch bedarf es hier nicht einmal eines tieferen Nachdenkens – ein flüchtiges Hineinblicken in das positive Leben genügt, um zu erkennen, dass im Großen und Ganzen die Mütter die schlechtesten Erzieherinnen ihrer Kinder sind. Man frage nur die eine Mutter, was sie von der Erziehung der anderen Mutter hält, und man wird die härtesten und schroffsten Urteile hören.

Ja, nimmt man denn an, dass auch die vielen, vielen Frauen, die als Nichtmütter kaum den bescheidensten Ansprüchen an Moral und Klugheit genügen, als Mütter sich in Tugendspiegel und geistige Potenzen verwandeln? Dass sie, plötzlich von einem Drang zum Idealismus befallen, herrlich erzieherisch auf ihre Kinder wirken werden?

Ist es nicht wahrscheinlicher, dass Frauen als erziehende Mütter dieselben Eigenschaften an den Tag legen werden, die auch sonst im Leben an ihnen zu schätzen oder zu verwerfen sind? Eine oberflächliche törichte Frau wird ihre Kinder töricht erziehen, und es wäre in diesen Fällen ein Segen für die Kinder, wenn ihre Kraftentfaltung woanders als in der Kinderstube vor sich ginge.

Wo und wie soll denn auch die Frau – falls nicht die Kraft des Mutterinstinkts Wunder in ihr wirkt – die eminenten Fähigkeiten, die das Erziehungswerk erfordert, erwerben? Etwa in der höheren Töchterschule? Die Apologetinnen der Mütterlichkeit sperren sie ja schon von der Geburt des ersten Kindes an (das sie naturgemäß in jungen Jahren zur Welt bringt) in die Kinderstube, noch dazu mit der ungebildeten Kinderfrau zusammen.

Die meisten Mütter erziehen ganz willkürlich, regellos, in Anfällen, mit Plötzlichkeiten, je nach ihren Impulsen, ihrer subjektiven Stimmung. Zum Erziehungswerk aber gehören nicht nur die auserlesensten Geistes- und Gemütsqualitäten, es muss auch noch ein spezifisch pädagogisches Talent dazu kommen.

Warum hat Rousseau, der eins der epochemachendsten Bücher über Kindererziehung schrieb, seine fünf Kinder ins Findelhaus gegeben?

Alle Wahrscheinlichkeit spricht dafür, dass er es tat, weil die Mutter der Kinder, Therese Lavasseur, nicht eine einzige der Eigenschaften hatte, die zur Erziehung taugen, und er die ungewisse Möglichkeit, die das Findelhaus bot, der gewissen Unmöglichkeit der mütterlichen Aufziehung vorzog.

Die Emanzipationsbestrebungen tragen kaum seit einem Jahrzehnt Früchte. So war ja wohl bisher dem Erziehungsdrang der Mutter keine Schranke gezogen. Und die Resultate?

Müsste nicht jede Mutter, die einen Sohn hat, schaudernd erbeben, wenn sie von der Wüstheit des Studentenlebens erfährt, von dem Sauf- und Raufreglement (noch viel Schlimmeres gar nicht zu nennen), dem die meisten dieser kaum flüggen Knaben verfallen?

Wo waren die mütterlichen Erzieherinnen, die eine Saat in die jungen Seelen streuten, der solches Unkraut nie hätte entsprießen dürfen?

Nein, die Mutterliebe wirkt auf dem Felde der Erziehung keine Wunder. Gerade sie ist es, die die Erziehung eher hemmend als fördernd beeinflusst, die der Mutter das klare, objektive Urteil über den Charakter ihrer Kinder raubt, das die Vorbedingung jedes fruchtbaren erziehlichen Wirkens sein muss.

Die fast absolute Unkenntnis der meisten Mütter, was den Charakter ihrer Kinder betrifft, ist angetan, Staunen und Mitleid zu erregen. Das Mitleid freilich ist unangebracht, denn wüssten die Mütter oft, wer und was ihre Kinder sind, es öffnete sich ihnen eine unversiegbare Quelle des Grams. Wer wagt es, einer Mutter die Wahrheit über ihre Kinder zu sagen (und wäre es auch nur die, dass ihre kleinen Genies kaum Dutzendgeschöpfchen sind)? Nur wer sich nicht scheut, Wunden zu reißen, aus denen Herzblut quillt. Und sie wären auch unnütz, diese grausamen Verletzungen. Zeichne selbst der klügsten Frau ein treffendes Charakterbild ihres Kindes – sie wird es für eine unverschämte, lieblose Karikatur halten; dieselbe Frau, die vielleicht, wo es sich um die schlimmen Eigenschaften fremder Kinder handelt, den denkbar schärfsten Blick hat. Diese Klugen wären möglicherweise befähigt, fremde Kinder zu erziehen, ihre eigenen – nicht.

Zum Schluss noch drei Zitate von Hedwig Dohm:

„Die Stockantifeministin kämpft wie eine Löwin (ob nur in einer Löwenhaut, lasse ich dahingestellt) gegen die Frauenemanzipation, begeistert sich für die geistige Sterilität des Weibes und nimmt an, dass zu allen Zeiten die Erhebung der Frau den Niedergang der Kultur zur Folge habe. Sie verlangt immer nur eins: „Wir wollen die Natur befragen.“ Was antwortet denn die Natur? Wie der Mensch sich seinen Gott nach seinem Ebenbild schafft, so legt ein jeder seine Anschauungen der Natur in den Mund. Eine Schwätzerin ist die Natur, redet dem, der gerade die Macht hat, zu Munde, oder gibt wenigstens immer die Antwort, die der Fragende erwartet. Was ist natürlich, was unnatürlich? Die meisten geistigen Errungenschaften sind Einbrüche in vermeintliche Naturgesetze. Das scheint die Stockantifeministin selbst zu bestätigen, wenn sie sagt: „Wir müssen auf der Änderung dieser verkehrten Welt bestehen.“ Recht hat sie. Wir bestehen ja auch darauf. Nur will Eva, dass sie wieder so werde, wie sie einstmal war, wir aber wollen, dass sie werde, wie sie noch niemals war. Und sage nicht, es muss so sein, weil es niemals anders war. Unmöglichkeiten sind Ausflüchte steriler Gehrine. Schaffe Möglichkeiten!“

„Mehr Stolz, Ihr Frauen! Der Stolze kann missfallen, aber man verachtet ihn nicht. Nur auf den Nacken, der sich beugt, tritt der Fuß des vermeintlichen Herrn.“

„Menschenrechte haben kein Geschlecht!“

Vielen Dank, Hediwg Dohm und Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

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26 Antworten zu Der Tag, als ich ein Sexist vor dem Herrn Müntefering war

  1. Anonymous schreibt:

    Das ist ein „all-time best“ Artikel, Heinrich Heine hätte seine helle Freude daran.

  2. Melanie schreibt:

    Hedwig Dohm war eine Wunderbare! Eine der ersten Frauen, die in Deutschland öffentlich für die Gleichberechtigung der Geschlechter eintraten. Und zwar auf witzige, kluge, gebildete Art (autodidaktisch, da sie als Mädchen kein Gymnasium besuchen durfte); wenn’s Not tat auch beißend spöttisch, mit einem wunderbaren Sinn für Humor. Dazu immer aus tiefstem Herzen. Noch dazu wunderschön! Kein Wunder, dass sie als solche „Erscheinung“ von vielen damals (Männern war sie suspekt, Frauen zu radikal) beobachtet und attackiert wurde. Leider kennen sie selbst so lange Zeit später immer noch die Wenigsten.

    Ihr Andenken in Ehren!

  3. ceterum censeo schreibt:

    Was hätte Frau Dohm wohl zum Auftritt der Praktikantinnen gesagt?

  4. Tourix schreibt:

    Für diese roten Stöckelschuhe sieht Gerd Buurmann eindeutig zu maskulin aus. Das ergibt eine Wirkung bei der man schreien möchte.

  5. Hessenhenker schreibt:

    Eine grandiose Schilderung des Elends!
    SPD-Größen (denn Größen, das sind sie alle) habe ich schon 2008 so erlebt, ich habe sie 2012 so erlebt und erlebe sie 2016 immer noch so. Und das SPD-Fußvolk hängt an den Lippen seiner Größen und nickt in voraushinkendem Gehorsam mit.

    Mein Film „Merkelblut“ über den Axtattentäter von Würzburg wird in seiner Schlichtheit auf die Sozialdemokratie zugeschnitten sein, damit sie versteht.
    Die wichtige Rolle der traurigen Sozialarbeiterin, die hinterher nicht zuletzt in Tagesschau und Tagesthemen ganz traurig sein darf, daß der Attentäter jetzt tot ist, weil man ihn ja nun nicht mehr fragen kann, was denn passiert ist, die, ja genau die ist noch frei. Wer kann diese Herausforderung spielen?
    Gerd Buurmann?

  6. Heimchen am Herd schreibt:

    „Mehr Stolz, Ihr Frauen! Der Stolze kann missfallen, aber man verachtet ihn nicht. Nur auf den Nacken, der sich beugt, tritt der Fuß des vermeintlichen Herrn.“

    Das ist ja alles schön und gut, aber seitdem hat sich vieles geändert und inzwischen
    ist der Mann das unterdrückte Wesen, zumindest unter den westlichen Männern.

    DAS kann doch wohl nicht so gewollt sein, oder doch?

    Ich als Frau, verabscheue untergebene Männer! Das sind für mich keine Männer!
    Solche Männer sind dem Untergang geweiht!
    Zu einer stolzen Frau, gehört ein stolzer Mann und kein Waschlappen. Punkt!

    So…jetzt könnt ihr mich steinigen! 🙂

  7. besucher schreibt:

    ist diese Hedwig Dingsbums nicht zu sehr grünlinksversifft für die AfD-Fanbase?

    • Sophist X schreibt:

      Ja. Und?

      • A.Bundy schreibt:

        Das versteht dieser Denunziant auf Besuch eh nicht.

        • M.S. schreibt:

          Irgendwann hat jemand dem Spammerbot (danke, Besucher) und Komiker Bundy den Spruch „Der größte Schuft im ganzen Land ist und bleibt der Denunziant“ vorgelesen. Seitdem hält er „Denunziant“ für DAS Synonym für „Schuft“ und wendet es trotz zahlreicher Versuche, ihm die wahre Bedeutung dieses Begriffs nahezubringen, unterschiedslos auf jeden an, dessen Nase ihm nicht passt. Schon irre, wie unbeirrt manche Zeitgenossen von einer Selbstblamage in die nächste stolpern.

  8. 3Palestine schreibt:

    Die Praktikantinnen sind heute bestimmt in Heiko Maas‘ „Social-Media-Team“.

  9. Sophist X schreibt:

    Auch in der Wiederholung eine schöne Geschichte – so grotesk wie die SPD.

    Man könnte sich fragen, wie die ad-hoc-Akteurinnen von damals nach ein paar Jahren des Reifens den Auftritt sehen. Vermutlich noch immer als grandiosen Sieg über das Patriarchat…

Seid gut zueinander!

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