Offener Brief von Gerd Buurmann an den multikulturellen Beirat Bad Säckingen

Sehr geehrter Beirat,

Homosexualität zwingt viele Menschen der Welt zur Flucht. In vielen Ländern der Welt werden LGBTs nämlich verfolgt und eingesperrt. In den Ländern Iran, Jemen, Mauretanien, Nigeria, Saudi-Arabien, Sudan und in den Vereinigten Arabischen Emiraten droht ihnen sogar die Todesstrafe.

Während der interkulturellen Woche in Bad Säckingen sollte daher auf Vorschlag des Jugendhauses der mehrfach ausgezeichnete Film „Out in the Dark“ gezeigt werden. Der Film handelt von der Liebe zweier Männer, einem Juden und einem Palästinenser. Der Film zeigt besonders die Schwierigkeiten, die der palästinensische Mann aufgrund seiner Homosexualität hat. Er lebt in ständiger Lebensgefahr. Aufgrund seiner Homosexualität wird er vom Geheimdienst erpresst. Mit der Drohung, seine Homosexualität öffentlich zu machen, wird er zu Spitzeldiensten gezwungen. Eigentlich ein hervorragender Film für die interkulturelle Woche.

Beiratsmitglied Hans-Peter Karrer erklärt jedoch, Vertreter des türkisch-islamischen Vereins hätten dringend darum gebeten, den Film nicht zu zeigen. „Es sei ja kein Geheimnis“, so Karrer, dass Homosexualität im Islam ein „heißes Thema“ sei. Allerdings nicht nur dort, schränkt er ein, auch bei den christlichen Kirchen werde Homosexualität heute noch mitunter heftig diskutiert.

Sehr geehrter Hans-Peter Karrer,

da haben Sie Recht. Sämtliche Länder, in denen Homosexualität mit dem Tod bestraft werden, haben den Islam als Staatsreligion. Israel hingegen garantiert allen Homosexuellen gleiche Rechte bis zu den höchsten staatlichen Ämtern. Das bedeutet jedoch nicht, dass dort alles Friede, Freude, Käsekuchen ist. All das zeigt der Film „Out in the dark“. Diesen Film nicht zu zeigen ist ein Schlag ins Gesicht aller Homosexuellen!

Sie sagen, mit dem Ausschluss des Films seien Sie „auf die Islam-Gemeinde zugegangen, um die Kooperation im multikulturellen Beirat nicht aufs Spiel zu setzen.“

Sagen Sie mal, Herr Karrer, haben Sie noch alle Latten am Zaun?

Ja, die türkisch-islamische Gemeinde hat im Falle der Filmvorführung mit dem Ausstieg aus der interkulturellen Woche gedroht. Das hätte für Sie jedoch bedeuten müssen, die türkisch-islamische Gemeinde vor die Tür zu setzen! Oder ist irgendein Homosexueller zu Ihnen gekommen und hat gefordert, dass die islamische Gemeinde ausgeschlossen wird? Nein! Und das obwohl Homosexuelle in mehreren Ländern im Namen des Islams getötet werden. Das nenne ich Toleranz!

Diese Toleranz haben Sie nun für engstirnige und ängstliche Intoleranz vor die Tür gesetzt. Sogar die bereits gedruckten Flyer für die Veranstaltung ließen Sie einstampfen, weil dort der Film angekündigt wurde.

Oguz Islam, ein Vertreter der islamischen Gemeinde, verteidigt Ihre Entscheidung und erklärt das Thema des Films habe nichts mit dem Motto der interkulturellen Woche zu tun. Zudem sei Thema Homosexualität für den Islam ein kritischer Punkt und gerade deshalb habe man mehr Sensibilität erwartet.

Sehr geehrter Oguz Islam,

ich erwarte mehr Sensibilität für all die Menschen, die im Namen des Islams verfolgt, eingekerkert, gefoltert, gehängt, gesteinigt, verbrannt, ermordet und von Dächern geworfen werden, nur weil sie lieben, wie sie lieben!

Auch Vertreter der christlichen Kirche schlagen sich auf die Seite jener, die die Liebe aus dem Programm werfen. Laut des evangelischen Pfarrers Winfried Oelschlegel sei man sich im Beirat „einig gewesen“, den Film aus dem Programm zu nehmen. Oelschlegel sagte gegenüber dem Südkurier, dass ein Schwulenfilm „im Grunde nicht richtig“ in den Themenkreis der interkulturellen Woche passe. Der Hauptthemenpunkt unter dem Motto „Vielfalt statt Einfalt“ sei schließlich Integration: „Wir haben die interkulturelle Woche nicht mit diesem zusätzlichen Thema belasten wollen.“

Lieber Winfried Oelschlegel,

haben Sie eigentlich noch alle Latten am Kreuz? Homosexuelle Menschen belasten die interkulturelle Woche? Nicht Homosexualität belastet die interkulturelle Woche, sondern die Entscheidung, das Thema Homosexualität auszuschließen. Oder ist es gar nicht nur die Homosexualität, die der Grund für den Ausschluss war, sondern die Tatsache, dass der Film „Out in the dark“ aus Israel kommt?

Die Länder Iran, Jemen, Mauretanien, Nigeria, Saudi-Arabien, Sudan und die Vereinigten Arabischen Emirate kann ich nicht besuchen, weil ich mich der homosexuellen Liebe hingegeben habe und daher fürchte, dort verfolgt zu werden. Die Länder Kuwait, Libanon, Libyen, Saudi Arabien, Sudan, Syrien, Jemen und der Iran wiederum haben ein Einreiseverbot gegen mich ausgesprochen, weil ich in Israel war. Diese Länder hassen Israel so sehr, dass sie alles hassen, was mit Israel zu tun hat.

Ich kann daher nicht das bunte Nachtleben Libyens erleben und die Schwulen- und Lesbenszene im Sudan muss auch ohne mich auskommen. Ich kann auch nicht mehr mit Feministinnen im Auto um die Blocks von Saudi Arabien ziehen. Dafür kann die türkisch-islamische Gemeinde an Ihrer interkulturellen Woche teilnehmen, weil ein israelischer Film über Homosexualität aus dem Programm geworfen wurde. Bei Homosexuellen und Israelis scheint die interkulturelle Woche aufzuhören.

Das ist nicht städtisch geförderte Toleranz. Das ist städtisch geförderte Intoleranz! Ich erwarte einen stürmischen Protest.

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39 Antworten zu Offener Brief von Gerd Buurmann an den multikulturellen Beirat Bad Säckingen

  1. bevanite schreibt:

    Komische Entscheidung, kam die seitens der Stadt zustande?

    Bei uns werden Veranstaltungen dieser Art meist von eher unabhängigen, politisch linksstehenden Gruppen organisiert und da ist es kein Problem, Filme zu zeigen, in denen die Diskriminierung von Minderheiten in den Herkunftsländern von Migranten thematisiert wird. Im Grunde hängt das ja auch mit dem Thema Flucht zusammen. Da gabs bislang nie Beef und keiner hat sich drüber beschwert. Im Grunde ist es auch ein offenes Geheimnis, dass es in vielen islamischen Ländern eine lebhafte schwule Subkultur gibt, die natürlich in der Illegalität agieren muss.

  2. Bruno Becker schreibt:

    Anstatt ständig interkulturell auf den Islam wieder und wieder zuzugehen und sich jedesmal neue unverschämte Forderungen und Blödheiten einzufangen, und dabei auch noch ein liebes Gesicht zu machen, dass der nette Islam ja nicht böse wird, sollte man endlich den Islam und seine beschissenen Vertreter achtlos und dumm hinten links bei den Mülltonnen liegen lassen, da wo er sowieso hingehört.

  3. Roland Wolff schreibt:

    Bravo!

  4. ceterum censeo schreibt:

    OT:
    Träume ich gerade schlecht oder sehe ich gefälschte Bilder? Das kann doch nicht wahr sein! Kein popeliges Wasserwerferchen oder Schützenpanzerchen, nein, Leos lassen die Herrscher gegen die Bürger auffahren. Ich hoffe tatsächlich, Mannheimer lügt! Ansonsten haben Sie gewonnen, Herr Gotha. Respekt!
    https://michael-mannheimer.net/2016/10/01/panzer-und-scharfschuetzen-in-dresden-willkommen-in-merkels-neuem-deutschland/

  5. Charly schreibt:

    Na na na Caruso, das lass man nicht die Genderfraktion hoeren. Homosexuealitaet ist, wie Weiblichkeit, wie Maennlichkeit, wie eigentlich alles, nur erdacht, konstruiert, es gibt es gar nicht. Du kannst ja mal eben schnell dein Geschlecht und deine Sexualitaet aendern.
    Davon abgesehen interessiert mich schon, seit wann man weiss dass Homosexualitaet im Gehirn als biologischer Point der Veranlagung gefunden wurde, bisher haben unzaehlige Wissenschaftler geforscht und nichts biologisches gefunden, nicht das geringste, aber vielleicht klaerst du uns auf und ich rege dafuer die Kinderschaenderpartei an, also Beck & Co. , dich dafuer fuer den Medizin-Nobelpreis vorzuschlagen.

    Bei der Gelegenheit stellt sich auch die Frage, was der offene Brief bezwecken soll. Frueher war es so, dass man, wenn es zwei oder mehrere „Lager“ gab, die sich erst mal naeherten, grundsaetzlich, und im laufe der Zeit kennen lernen wollten. Und dann, wenn genuegend Spielraum war, konnte man einzelne kritische Punkte aufgreifen und durchdiskutieren.
    Was also soll diese Forderung im offenem Brief bezwecken? Stimmungsmache? Show? Ausdruck narzistischer Stoerung? Glaube ich eher. All die offenen Briefe hier….
    Nee, man will sich gleich nach vorn schieben und den Leuten Beleidigungen vor den Latz knallen , um selbstgerecht sagen zu koenenn: seht ihr, die wollen nicht!
    Der beste Satz im „Brief“ ist immer noch: „haben Sie noch alle Latten am Zaun?“-
    Ja da zucken sie, die Feinde der angeblichen Freiheit und kriegen das grosse Zittern vor solcher intelektueller Argumentationskraft.

    Ich bin sowieso dafuer, dass all die Schwulenfeindlichen Laender aus der UNO rausfliegen sollten, wer ein so elementar wichtiges Menschheitsproblem zur Seite schiebt, ist es nicht wuerdig der Gemeinschaft der Menschheit anzugehoeren. Und wenn die nicht freiwillig gehen, am besten die Dachlatten holen…

    „Israel hingegen garantiert allen Homosexuellen gleiche Rechte bis zu den höchsten staatlichen Ämtern. “
    Na, dass lass mal aber besser nicht die orthodoxen Juden hoeren, da habe ich andere Informationen. Da gibts schon mal ein Schlag in die Visage wenn es denn der Beherrschung fleischlicher Verirrung dienen kann.

    • caruso schreibt:

      Die Genderisten können mir gestohlen bleiben. Kinder gebären können nur Frauen. Und es sollte klar sein, da´durch diese biologische Aufgabe die Hormone e t w a s anders verteilet sind als bei den Männern Und das bewirkt ein e t w a s anderes Seelenleben als bei den Männern. Trotzdem: nachdem sowohl Frauen wie Männer Menschen sind, haben eine ganze Menge genauso wesentliche Gemeinsamkeiten.
      Wo die Genderisten recht haben ist die Frage, was unsere Gesellschaft mit den Unterschieden und Gemeinsamkeiten anfängt. Denn, einfach gesagt, es steht in keinem Gen eingeschrieben, daß nur frau das Klo putzen darf und kann, usw. Und es steht auch in keinem Gen eingeschrieben, daß nur mann denken, Wissenschaft betreiben usw. darf und kann. Die große Sünde der Genderisten ist, daß sie Biologie und Gesellschaft nicht oder kaum unterscheiden. Darum befinden sie sich auf dem Holzweg. So sehe ich das. —
      Was die orthodoxen Juden betrifft, sie ändern sich langsam auch. Es gibt schon Gemeinden, wo Homos akzeptiert sind. Es sind noch wenige, aber immerhin. Ich hoffe, die anderen holen früher oder später auf.
      lg
      caruso

      • Revy schreibt:

        Medizinisch absoluter Blödsinn, was sie da faseln.

        Lg,
        ein Mediziner

        • caruso schreibt:

          Mag sein, nur daß ich diese Auskünfte von zwei einander nicht kennende Mediziner bekommen habe. Falls Sie recht haben, schimpfen Sie mit den Medizinischen Universitäten.
          lg
          caruso

        • ceterum censeo schreibt:

          Jetzt bin ich doch neugierig geworden, liebe/r schlecht erzogene/r MedizinerIn. Aus welcher Körperöffnung kommen die Kinder bei den gebärenden Vätern? Sind sowohl Frauen als auch Männer keine Menschen? Welche Gene sind für die Kloputzpflicht der Frauen und die Wissenschaftsferne derselben verantwortlich?
          Und schließlich: Welches Gen treibt Sie dazu, eine Dame anzupöbeln?

        • Dante schreibt:

          Medizinisch absoluter Blödsinn, was sie da faseln.

          Von der Ausdrucksweise abgesehen: Geht’s vielleicht auch etwas differenzerter? Ein Zitat wäre auch nicht schlecht. Bei mir in den E-Mails erscheint carusos Kommentar als Zitat. Wenn Sich Ihre Erwiderung überhaupt darauf bezieht, könnte dies ja nur der einzelne Aspekt sein, dass nach Ihrer medizinischen Erfahrungen die Unterschiede zwischen Männlein und Weiblein größer sind als von caruso angenommen.
          Indes, dann zitieren Sie doch einfach die Stellen, denen Sie widersprechen wollen. Wenn Sie sie so in Bausch und Bogen als Blödsinn abtun, lehnen Sie damit automatisch auch Aussagen ab, die fast schon trivialerweise richtig sind, wie die Tatsache, dass nicht Männer, sondern Frauen Kinder gebären, bei Menschen jedenfalls. Und natürlich wird Ihnen genau das auf’s Butterbrot geschmiert.

  6. DuDu schreibt:

    Der Pfaffe betont das Motto sei „Vielfalt statt Einfalt“.

    Auf eure einfältige Vielfalt gebe ich einen Scheiss!

  7. Dante schreibt:

    Homosexualität zwingt viele Menschen der Welt zur Flucht.

    Das tut sie nicht. Zur Flucht zwingen Gesellschaften und Menschen, die homosexuelle Menschen mit dem Tode bedrohen.

    • ZetaOri schreibt:

      Dante Oktober 1, 2016 um 2:09 pm

      „[…] Zur Flucht zwingen Gesellschaften und Menschen, die homosexuelle Menschen mit dem Tode bedrohen.“

      Das tut sie nicht. Zur Flucht zwingt die homosexuellen Menschen ihr infantiler egoistischer Drang, am Leben zu bleiben.

      Ok? Auf zur nächsten Runde Korinthen!

      • Dante schreibt:

        …ihr infantiler egoistischer Drang, am Leben zu bleiben.

        Einigen wir uns darauf: Die heimatlichen Gesellschaften zwingen homosexuellen Menschen dazu, zwischen Ermordung und Flucht zu wählen.

        • ZetaOri schreibt:

          @Dante Oktober 1, 2016 um 4:44 pm

          „… Die heimatlichen Gesellschaften zwingen homosexuellen Menschen dazu, zwischen Ermordung und Flucht zu wählen.“

          Hört sich exakt an. (Wenn man mal von der dritten ‚Möglichkeit‘, seine entsprechende sexuelle Präferenz nicht auszuleben, absieht. Dann mag’s ja sogar der Papst! >;D)
          Aber nun setzte diese Aussage mal an die Stelle von Gerd Buurmanns Eingangssatz:

          Homosexualität zwingt viele Menschen der Welt zur Flucht.

          Ein wenig ’sperrig‘, nicht?

          • Dante schreibt:

            Ich kann gern noch präziser werden: Die heimatlichen Gesellschaften zwingen homosexuellen Menschen dazu, zwischen lebenslanger Selbstvergewaltigung (ähnlich dem Schicksal umgeschulter Linkshänder), Ermordung und Flucht zu wählen.

            Aber nun setzte diese Aussage mal an die Stelle von Gerd Buurmanns Eingangssatz:

            Homosexualität zwingt viele Menschen der Welt zur Flucht.

            Ein wenig ’sperrig‘, nicht?

            Umgekehrt, der ursprüngliche Satz ist verkürzt. Wer Gerd kennt, wird nicht annehmen, dass er die Homosexualität selbst wirklich als die eigentliche Fluchtursache bezeichnet, als wäre die gesellschaftliche Intoleranz und nicht die Homosexualität das ohne beagte Selbstvergewaltigung Unveränderliche und daher zu Akzeptierende.
            Wenn ich schwul wäre und so leben müsste, als wäre ich heterosexuell, müsste ich immer gegen meine eigene Natur leben und würde seelisch krank. Wenn ich hingegen homophob wäre und mich aus ein »so was kimmt mir net in’s Haus« beschränken würde, statt Schwulen und Lesben nach dem Leben zu trachten, würde ich deshalb doch weiterhin nach meiner eigenen Façon leben und selig werden können.

  8. kunstschaffende schreibt:

    Und wieder geht man vor Religionen auf die Knie, sie sind der Fehler im System und gehören abgeschafft bevor sie unsere hart erworbene Freiheit abschaffen.
    Da wundert sich noch jemand, dass man den Islam verachtet!
    Hätten wir in unseren Religionen noch so Jahrhundert veraltete und grausame Glaubensbekenntnisse, dann würde ein guter Mensch keine Kirche mehr betreten.
    Es ist einfach nur zum Kotzen, wie man vor dem Islam kriecht und bei jeder Gelegenheit einknickt!

    Ein herzlich verschleimtes, verlogenes interkulturelles Wochenende!!!!

    LG Babsi

  9. anti3anti schreibt:

    Ein Schwulenfilm ist nicht interkulturell. „Interkulturell“ bedeutet, dass VERSCHIEDENE Kulturen aufeinander zugehen oder liegen. Schwule sind somit im Gegensatz zu Hetero- und Bisexuellen monokulturell.
    q.e.d.

    • ZetaOri schreibt:

      anti3anti Oktober 1, 2016 um 12:49 pm

      „Ein Schwulenfilm ist nicht interkulturell. […]“

      Ein Film über ein schwules jüdisch / palästinensisches Paar ist, neben anderem, sehr wohl „interkulturell“. Sogar auf eine Art und Weise interkulturell, in der man unschwer ein Hauptmotiv für den angekündigten Boykott durch die islamische Gemeinde ausmachen kann.
      Schade, dass niemand auf die Idee gekommen ist, stattdessen einen Film über ein heterosexuelles jüdisch / palästinensisches Paar zu zeigen. Wäre doch sicher interessant gewesen, nicht?

      • Praecox schreibt:

        „schwules jüdisch / palästinensisches Paar“

        Wenn schon Korinthen, dann bitte konsequent. Das Paar ist entweder israelisch-palästinensisch oder jüdisch-muslimisch. Oder beides.

        Einenn Film über ein heteresexuelles, jüdisch-muslimisches Paar zu zeigen, wäre klug gewesen. Gibt es so einem Film denn? Dafür hätte das Paar nicht mal israelisch-palästinensich sein müssen.
        Es werden also gleich drei Kategotirn vermengt: a) Nationalität, b) Religionszugehörigkeit c) Sexualität. Das dürfte nicht nur für die Veranstalter der Woche und die tückisch-islamische Gemeinde zu komplex sein, es scheint auch hiesige Kommentatoren zu überfordern. Kein Wunder, das hier irgendein Ausschluss erzwungen werden musste.

        • Heimchen am Herd schreibt:

          „Einen Film über ein heteresexuelles, jüdisch-muslimisches Paar zu zeigen, wäre klug gewesen.“

          Es sind eben nicht alle so klug wie Du, Praecox! 😉

          Küsschen

        • ZetaOri schreibt:

          @Praecox Oktober 1, 2016 um 10:32 pm

          „Wenn schon Korinthen, dann bitte konsequent.“

          Halten sie sich an ‚Sultaninen‘, die dürften, schon von der Begrifflichkeit her, besser zu ihrer cerebralen Verfasstheit passen. (Von der Konsistenz her auch.)

          „Das Paar ist entweder israelisch-palästinensisch oder jüdisch-muslimisch. Oder beides.“

          Text
          „Als Juden (hebr. יְהוּדִים‎, transliteriert Jehudim) werden die Angehörigen des jüdischen Volkes UND der jüdischen Religion bezeichnet.“

          Die meisten arabischen Palästinenser in Palästina sind Muslime […]; heute ist nur noch eine kleine Minderheit von etwa 1,5 % christlich

          „[…] gleich drei Kategotirn vermengt: a) Nationalität, b) Religionszugehörigkeit c) Sexualität.“

          Ist ihnen die Kategorie ‚Ethnizität‘ unter den Tisch gefallen? Schauen sie doch einmal nach.
          (Oder war ihnen das schlicht ‚zu heiß‘? Nutzen sie’s aus: Bei Hitze trocknen die Weinbeeren besser.)

          • Praecox schreibt:

            ZetaOri schreibt: Oktober 2, 2016 um 1:31 pm
            „„Als Juden (hebr. יְהוּדִים‎, transliteriert Jehudim) werden die Angehörigen des jüdischen Volkes UND der jüdischen Religion bezeichnet.“
            Die meisten arabischen Palästinenser in Palästina sind Muslime […]; heute ist nur noch eine kleine Minderheit von etwa 1,5 % christlich …““

            Was will ZetaOri damit nur sagen?
            Will er damit sagen, dass, nur weil Juden sich als Einheit des Volkes und der Religion begreifen, dies auch für das Selbstverständnis anderer ethnischer Einheiten gilt? Dass alle ethnischen Deutschen auch Christen sind, weil – wie ZetaOri glaubt -, alle ethnischen Palästinenser zugleich Muslime seien. Oder was? Wer sind denn die ethnischen Deutschen? Und vor allem: wer bitteschön sind die ethnischen Palästinenser??? Ist dem ZeterOri tatsächlich entgangen, dass die sich „Palästinenser“ bezeichnenden Araber Araber sind? Und wie verhält sich Arabisch-Sein zur Religionszugehörigkeit? Was sagen die arabischen Christen dazu? Und die Mizrachim erst?
            Selbst, wenn man mit viel gutem Willen, die Zitate des ZeterOri als das nimmt, was Sie sind: sachlich richtig, ergibt sich daraus keinerlei Widerspruch zu dem von mir zuvor Geäußerten. Da haben Sie, @ZetaOri, nur eben den Mund mal wieder zu voll mit Korinthen genommen. Die Kategorienvermischung aus a) Weinbeeren und b) Kacke sorgt für den üblen Beigeschmack. Bemerkt?

          • ZetaOri schreibt:

            @Praecox Oktober 2, 2016 um 11:46 pm

            „Was will ZetaOri damit nur sagen?“

            Ich war nicht wirklich der Hoffnung, sie würden es verstehen, da mangelt es sicher an ein bis zwei Komplexitäts-Stufen des Denkens.
            Sowenig, wie sie wohl verstehen werden, warum ihr ganzer restlicher Sermon nicht annähernd kommentarwürdig ist.
            Oder vielleicht doch?
            Möglicherweise ist es dem ‚Voreiligen‘ in seinem Eifer, etwas Kluges absondern zu wollen, tatsächlich nur …

            „Ist dem ZeterOri tatsächlich entgangen, …“

            … entgangen, dass ich in meinem Kommentar exakt die Kategorisierung Gerd Buurmanns aus obigem Artikel …

            „Der Film handelt von der Liebe zweier Männer, einem Juden und einem Palästinenser.

            … (für die er ganz sicher gute Gründe hatte, vielleicht fragen sie ihn einfach mal) übernommen habe.

            „Die Kategorienvermischung aus a) Weinbeeren und b) Kacke sorgt für den üblen Beigeschmack. Bemerkt?“

            Koprophagie überlasse ich ihnen, sie sind da offenbar schon geübt.
            (btw.: Man MUSS die selbstgekackten Sultaninen nicht auch noch fressen (E. Kästner läßt grüßen). Aber man DARF es. Wohl bekomm’s!)

          • Praecox schreibt:

            „… entgangen, dass ich in meinem Kommentar exakt die Kategorisierung Gerd Buurmanns aus obigem Artikel …
            „Der Film handelt von der Liebe zweier Männer, einem Juden und einem Palästinenser.„
            … (für die er ganz sicher gute Gründe hatte, vielleicht fragen sie ihn einfach mal) übernommen habe.“

            Nun, dann war Herr Buurmann an dieser Stelle ungenau. Diese Ungenauigkeit wird aber nicht richtiger dadurch, dass ein gewisser ZetaOri sie zitiert. Vielmehr gestehen Sie, eine Ungenauigkeit blind (ZO selbst nennt das „exakt“) übernommen zu haben und weisen damit jegliche Verantwortung für das Geschriebene von sich.

          • ZetaOri schreibt:

            @Praecox Oktober 3, 2016 um 3:16 pm

            Ich wiederhole mich ungern, aber ihnen zuliebe:
            „Ich war nicht wirklich der Hoffnung, sie würden es verstehen, da mangelt es sicher an ein bis zwei Komplexitäts-Stufen des Denkens.“

            Ebenfalls ihnen zuliebe eine klitzekleine Denkhilfe:
            Versuchen sie sich das Paar als atheistischen Juden beliebiger Nationalität und als atheistischen Bewohner der Palästinensergebiete beliebiger Ethnizität vorzustellen. Versuchen sie als nächstes, diese, nach den Infos von Gerd Buurmann durchaus denkbare Kombination (ich liefere ihnen gerne noch eine Handvoll weiterer) auf eine ihrer …

            „Das Paar ist entweder israelisch-palästinensisch oder jüdisch-muslimisch. Oder beides.“

            … als einzig mögliche postulierten Kategorie-Paarungen eineindeutig abzubilden.
            Und noch’n Tipp: Das ‚UND‘ in meinem Wiki-Zitat …

            „Als Juden (hebr. יְהוּדִים‎, transliteriert Jehudim) werden die Angehörigen des jüdischen Volkes UND der jüdischen Religion bezeichnet.“

            … ist mitnichten kumulativ zu verstehen. Sprich: Die Menge der Angehörigen des jüdischen Volkes(im Sinne der genetischen Genealogie) ist, trotz großer Schnittmenge, NICHT identisch mit der Menge der Angehörigen der jüdischen Religion. Die Bezeichnung ‚Jude‘ wird gleichwohl für beide verwendet.
            So, das muss nun aber reichen. Hilft ihnen das auf die Sprünge? (Ich möchte mich doch kein weiteres mal wiederholen müssen.)

            btw.:

            „… weisen damit jegliche Verantwortung für das Geschriebene von sich.“

            Natürlich übernehme ich für ALLES von mir Geschriebene (nicht für das von ihnen Hineininterpretierte) JEDE Verantwortung. Sie ignorieren hier den gleichwohl von ihnen zitierten Klammer-Einschub: Ich kann mir eine ganze Menge an ‚guten Gründen‘ für die von Gerd Buurmann gewählte Formulierung vorstellen, von denen jeder einzelne ausreichte, selbige bedenkenlos und vollverantwortlich zu übernehmen. Dass ihnen dieses Vorstellungsvermögen offenbar abgeht (es sei denn, ihre Einwürfe dienten rein der Rabulistik), … nun ja, s.o. meine Einleitungs-Sätze!

          • Praecox schreibt:

            ZetaOri schreibt:Oktober 3, 2016 um 6:39 pm
            „Versuchen sie sich das Paar als atheistischen Juden beliebiger Nationalität und als atheistischen Bewohner der Palästinensergebiete beliebiger Ethnizität vorzustellen. Versuchen sie als nächstes, diese, nach den Infos von Gerd Buurmann durchaus denkbare Kombination (ich liefere ihnen gerne noch eine Handvoll weiterer) auf eine ihrer…
            „Das Paar ist entweder israelisch-palästinensisch oder jüdisch-muslimisch. Oder beides.“
            …als einzig mögliche postulierten Kategorie-Paarungen eineindeutig abzubilden.“

            Jawoll!
            Daraus folgt dass die Vorstellung und der Plot des Films nicht identisch sind. Im Film geht es um einen israelischen Juden und einen arabischen Palästinenser (https://de.wikipedia.org/wiki/Out_in_the_Dark).

            Aber, um Sie zu erleichtern, @ZO: selbstverständlich können beide Atheisten sein, ohne Ihrer ethnischen und/ oder religiösen Zugehörigkeit/ Abstammung verlustig zu gehen.

            ZetaOri schreibt:Oktober 3, 2016 um 6:39 pm
            „Das ‚UND‘ in meinem Wiki-Zitat…
            „Als Juden (hebr. יְהוּדִים‎, transliteriert Jehudim) werden die Angehörigen des jüdischen Volkes UND der jüdischen Religion bezeichnet.“
            …ist mitnichten kumulativ zu verstehen. Sprich: Die Menge der Angehörigen des jüdischen Volkes (im Sinne der genetischen Genealogie) ist, trotz großer Schnittmenge, NICHT identisch mit der Menge der Angehörigen der jüdischen Religion. Die Bezeichnung ‚Jude‘ wird gleichwohl für beide verwendet.“

            Das ist richtig. Allerdings steht das UND in meinem Kommentar dazu nicht im Widerspruch. Die „Einheit des Volkes UND der Religion“ setzt sich nämlich aus der Menge A (Religion), der Menge B (Volkszugehörigkeit) und der Menge C (Schnittmenge aus A und B) zusammen. Nicht aber ist dieselbe Definition auf nicht-jüdische Mengen anwendbar. Es gibt außerhalb des Judentums keine genetisch-genealogische Volkszugehörigkeit, die zugleich als religiöse Zugehörigkeit definiert werden kann. Man kann als Araber Muslim sein oder Jude. Man kann als Muslim aber nicht Jude sein und Atheist.

            ZetaOri schreibt:Oktober 3, 2016 um 6:39 pm
            „Natürlich übernehme ich für ALLES von mir Geschriebene … JEDE Verantwortung. Sie ignorieren hier den gleichwohl von ihnen zitierten Klammer-Einschub: Ich kann mir eine ganze Menge an ‚guten Gründen‘ für die von Gerd Buurmann gewählte Formulierung vorstellen, von denen jeder einzelne ausreichte, selbige bedenkenlos und vollverantwortlich zu übernehmen.“

            Es zählt nicht, was Sie sich vorstellen können, @ZO, sondern was ist. Was ist, ist das, was geschrieben steht und das, was definiert ist. Den definitorischen Rahmen gibt das Drehbuch vor. Siehe oben.
            Im Gegensatz zu Ihnen, wiederhole ich meine Ausführungen gerne: Dass Sie sich mit Ihren eigenen Vorstellungen identifizieren können und dafür die volle Verantwortung übernehmen, ist okay. Sie sollten allerdings nicht den Fehler machen, zu denken, dass Ihre Vorstellungen und Gerd Buurmann identisch wären.

          • ZetaOri schreibt:

            @Praecox Oktober 4, 2016 um 12:55 am

            Machen wir’s kurz, das schöne lange Wochenende ist zu Ende.

            „Daraus folgt dass die Vorstellung und der Plot des Films nicht identisch sind.“

            Ööhh, … nö!
            Die Vorstellung durch Gerd Buurmann war, zur Erinnerung:

            „Der Film handelt von der Liebe zweier Männer, einem Juden und einem Palästinenser.

            Anhand ihrer zusätzlichen Infos können wir die überprüfen:

            “ Im Film geht es um einen israelischen Juden …“

            Ergo: Einem Juden.
            – Ob im genealogischen oder religiösen Sinn (oder beidem) bleibt offen und ist irrelevant.
            – ‚Israeli‘ wäre maßlos unterbestimmt. (Und bzgl. des jüdisch / arabischen Konflikts ebenfalls irrelevant, oder hätte der ‚Plot‘ mit einem israelischen Araber auch funktioniert?)

            „… und einen arabischen Palästinenser „

            Ergo: Einem Palästinenser.
            – Religiöse Ausrichtung bleibt offen, ist irrelevant.
            – Kategorisierung ‚Araber‘ denkbar aber ebenfalls unterbestimmt. (Und die regionale Konfrontation ist sicher Teil des ‚Plots‘.)

            Ergo ist „schwules jüdisch / palästinensisches Paar“ DIE Bezeichnung, die verfügbare relevante Indikatoren am präzisesten abbildet.

            Ihre Alternativen „israelisch-palästinensisch oder jüdisch-muslimisch“ sind ideologischer Schrott.
            Mahlzeit!

          • Praecox schreibt:

            ZetaOri schreibt: Oktober 4, 2016 um 12:11 pm
            Ergo ist „schwules jüdisch / palästinensisches Paar“ DIE Bezeichnung, die verfügbare relevante Indikatoren am präzisesten abbildet.“

            Irrtum, Dummheit oder (boshafte) Verstocktheit?
            Grundlage ist der Film „Out in the Dark“. Der Film erzählt die Geschichte eines schwulen Paar (Indikator A). Ein Teil des Paares ist Israeli (Indikator B), einer Palästinenser (Indikator C). Der Israeli ist Jude (Indikator D), der Palästinenser Araber (Indikator E). Über das Verhältnis der Protagonisten zur Religion ist dem Trailer und den verfügbaren Filmbeschreibungen nichts zu entnehmen.
            Reduziert man die Filmbeschreibung auf die Indikatoren A, C und D ergibt sich daraus mitnichten das präziseste Bild, wie ZetaOri behauptet. Durch Weglassung des Indikators B nämlich kann es sich um einen Juden von irgendwo auf der Welt handeln. Das würde der Erzählung des Films fundamental widersprechen, in der es neben der „Liebe über Grenzen“ (Motiv A) auch um folgende Motive geht: Homosexualität, Spionage, Agieren der israelischen Sicherheitskräfte. Ja, es geht tatsächlich um das Agieren israelischer Sicherheitskräfte, die den Palästinenser mit der Drohung, seine Homosexualität auffliegen zu lassen, zur Spionage für Israel erpressen.
            Aus Buurmanns unpräziser Beschreibung geht das nicht hervor:
            „Aufgrund seiner Homosexualität wird er vom Geheimdienst erpresst. Mit der Drohung, seine Homosexualität öffentlich zu machen, wird er zu Spitzeldiensten gezwungen.“
            Macht Buurmann aus „israelischen Geheimdienst“ einen „Geheimdienst“ aus mangelnder Präzision / Fahrlässigkeit oder will er hier etwas verschleiern? Sie, @ZetaOri, als derjenige, der Buurmanns Motive am besten kennt von allen, ja mit Buurmanns „Gründen“ wesensgleich ist, können diese Frage sicherlich präzise beantworten! Nur zu!

          • ZetaOri schreibt:

            @Praecox Oktober 4, 2016 um 6:44 pm

            Ok, ich gestehe ein, dass ich mich vom lieben Gerd Buurmann etwas habe an der Nase herumführen lassen. Nach ihrem nunmehr zweiten Informationshäppchen sieht es wohl so aus, dass das ‚Jude sein‘ des ersten Protagonisten in den Hintergrund tritt. Womit die von G.B. angedeutete …

            „Oder ist es gar nicht nur die Homosexualität, die der Grund für den Ausschluss war, sondern die Tatsache, dass der Film „Out in the dark“ aus Israel kommt?“

            … und von mir adaptierte …

            „… auf eine Art und Weise interkulturell, in der man unschwer ein Hauptmotiv für den angekündigten Boykott durch die islamische Gemeinde ausmachen kann.“

            … Intention der islamischen Gemeinde für den angedrohten Boykott (darum geht’s ja eigentlich) fraglich wird und sich wohl tatsächlich mehr auf das Problem ’schwul sein‘ verlagert. (Natürlich verschiebt sich auch die von mir vermutete Intention der Macher des Films, ist aber hier nicht relevant.)
            Daran, dass die Charakterisierung des Paares als ‚israelisch-palästinensisch‘ zumindest verkürzt ist, ändert sich nichts. Den ‚ideologischen Schrott‘ nehme ich bedingt zurück.

            „… aus mangelnder Präzision / Fahrlässigkeit oder will er hier etwas verschleiern?“

            Ja, die Frage stellt sich.

            „… derjenige, der Buurmanns Motive am besten kennt …“

            Tschuldigung, ich sprach vom ‚Gründe vorstellen können‘, nicht vom ‚Motive kennen‘. Unterstellen sie mir nichts, was ich nicht gesagt habe.

            So, damit ist das Thema für mich abgeschlossen. (Was sie keineswegs davon abhalten soll, es noch weiter auszuwalzen. Einen Film über ein heterosexuelles jüdisch / palästinensisches Paar halte ich immer noch für eine gute Idee: Ein israelischer Araber, der seine palästinensisch-arabische Cousine heiratet, wäre zu wenig ‚multikulti‘.;-Þ )

          • Praecox schreibt:

            „Tschuldigung, ich sprach vom ‚Gründe vorstellen können‘, nicht vom ‚Motive kennen‘. Unterstellen sie mir nichts, was ich nicht gesagt habe.“

            Zum Wesen der Hyperbel siehe:
            https://tapferimnirgendwo.com/2016/08/16/tapfer-im-nirgendwo-antwortet-der-ard-tagesschau/
            „Die Hyperbel ist ein rhetorisches Stilmittel und in der Satire und der Polemik nicht ganz unüblich.“ (G.B.)

            Mehr habe ich dem nicht hinzuzufügen.

      • Dante schreibt:

        Noch besser: Den in der Hinterhand halten und als „Ersatz“ für den abgelehnten Film präsentieren. Wenn der dann auch abgelehnt wird, spricht das für sich.

    • Dante schreibt:

      „Interkulturell“ bedeutet, dass VERSCHIEDENE Kulturen aufeinander zugehen oder liegen.

      Es handelt sich ja nicht um zwei schwule Israelis oder zwei schwule Arabischpalästinenser, sondern um einen Israeli und einen Arabischpalästinenser. Ob diese zwangsläufig total verschiedene Kulturen haben müssen, mag dahingestellt sein, immerhin stammen viele jüdische Israelis aus arabischen Ländern, können bzw. sprechen arabisch, kleiden sich und essen im Wesentlichen auch arabisch.
      Allerdings ist das Zusammenkommen von zwei Menschen, von denen der eine Jude ist und der andere in Verhältnissen aufgewachesen ist, die Judenhass kultiviert hat, ist auf andere Weise schon ein Zusammentreffen von Kulturen.
      Wenn dann ein Film mit diesem Thema in Deutschland gezeigt würde, und zwar vor Publikum, das großteils weder israelisch noch arabisch ist, und betrachtern, die größtenteils heterosexuell sind und von denen Viele auch noch Vorbehalte gegen Homosexualität und wohl auch gegen Israelis haben, wäre das sehr wohl multikulurell.
      Wird hingegen Rücksicht auf die Befindlichkeiten der Reaktionäre genommen, wird daraus eine homo- und judaeophobe Monokultur.
      Auch das Dritte Reich, das man sicherlich nicht »multikulturell« nennen würde, hatte kein Problem mit Arabern in Deutschland.

  10. caruso schreibt:

    Wenn alles was lebendig oder nicht-lebendig ist, Gottes Schöpfung ist, dann sind es die Homosexuellen auch. Punkt. Das sollen die Religiösen bedenken. Daß das eine Sünde wäre..
    gut, früher wußte man es nicht besser. Aber heute? Muß man in manchen Bereichen in der
    Steinzeit oder im Mittelalter stecken bleiben? Wieso maßen sich gerade gläubige/religiöse Menschen an, eine Gruppe von Menschen auszugrenzen, umzubringen, deren Verhalten in einem Bereich, mit
    dem sie anderen nicht schaden, ihnen nicht paßt? Seid ihr größenwahnsinnig? Wollt ihr Gott
    spielen? Sagt eine alte Frau, die zeit ihres Lebens Hetero war, wofür sie genauso wenig
    konnte, wie die Homos/Lesben für ihre Veranlagung. Also…
    lg
    caruso

    • Heimchen am Herd schreibt:

      „Wenn alles was lebendig oder nicht-lebendig ist, Gottes Schöpfung ist, dann sind es die Homosexuellen auch. Punkt. Das sollen die Religiösen bedenken. Daß das eine Sünde wäre..“

      Außerdem ist die Liebe stärker als die Religion!
      Gegen die Liebe ist die Religion machtlos und das ist auch gut so!

Seid gut zueinander!

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