Die Stimmung steigt! Es sinkt das Niveau!

Am 17. Oktober 2015, ein Tag vor ihrer Wahl zur Kölner Oberbürgermeisterin, wurde auf Henriette Reker ein Attentat verübt. Sie wurde dabei schwer verletzt und drei weitere Personen leicht. Vor Gericht erklärte der Täter, „friedlicher Widerstand ist in Deutschland unmöglich geworden.“ Er faselte von der „ganz großen Volksverarsche“, einer „humanitär kaschierten Selbstzerstörung Deutschlands“ und gab die Schuld daran Henriette Reker, die er eine „linksradikale Schickimicki-Ideologin“ nannte. Henriette Reker war als Beigeordnete für Soziales, Integration und Umwelt der Stadt Köln für die kommunale Unterbringung von Flüchtlingen im Rahmen der Flüchtlingskrise in Deutschland zuständig.

In ein paar Wochen erscheint das Buch „Henriette Reker. Mein Beruf ist Köln“ von Jonathan Briefs und Pascal Siemens. Die Autoren wissen genau, wer für die Stimmung mitverantwortlich sein soll, die zum Attentat führte, nämlich der damalige Gegenkandidat Jochen Ott (SPD). Jonathan Briefs erklärt:

„In der letzten Woche vor dem Attentat ist das Thema Flüchtlinge in Köln massiv aufgeheizt worden. Das wurde gerade von Herrn Ott forciert“

Auch Pascal Siemens ist sich sicher:

„Ott ist mitverantwortlich gewesen für die aufgeheizte Stimmung“

Pascal Siemens ist Referent in der Stabstelle für strategische Steuerung der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker und gehört zu den Menschen, die bei dem Attentat verletzt wurden. Wir haben uns öfter bei den Wahlveranstaltungen getroffen, die ich für und mit Henriette Reker gemeinsam veranstaltet habe.

Am Tag des Anschlags ließ ich alles stehen und liegen und verbrachte mit Weggefährten die Nacht in einem Restaurant am Kölner Rathaus. Trotz aller Verbundenheit mit dem Team Reker und der Vorsicht darüber, dass ich nicht erahnen kann, wie es ist, ein Attentat überlebt zu haben, muss ich sagen: Das geht nicht. Das ist unanständig!

Pascal Siemens betont, Jochen Ott habe immer wieder betont, dass Schüler wegen der Belegung der Turnhallen keinen Sport treiben könnten und habe dies selbst zu einem Thema seiner Videobotschaften gemacht. Rund einen Monat vor dem Attentat habe der SPD-Kandidat dazu Flugblätter zu dem Thema verteilen lassen. Daher erklärt Pascal Siemens:

„Diese aufgeheizte Stimmung hat das Attentat befördert.“

Diese Unterstellung in Richtung Jochen Ott ist absolut inakzeptabel. Ebensogut hätte Pascal Siemens die Väter und Mütter unseres Grundgestzes verantwortlich machen können, denn sie haben eine freiheitlich-demokratische Grundordnung in unser Grundgesetz geschrieben und dadurch die Demokratie geschaffen, die den Wahlkampf in Köln möglich gemacht hat, ohne den es das Attentat nicht gegeben hätte. Ich finde diese Herleitung nicht viel weniger schlüssiger.

Allerdings muss man bedenken, dass bald ein neues Buch auf den Markt kommt und in Deutschland scheint es eine Tradition zu werden, zum Vermarkten eines Buches andere Menschen zu diffamieren. Lamya Kaddor zum Beispiel hat frisch zum Erscheinen ihres neuen Buchs „Die Zereißprobe“ erklärt, Henryk M. Broder sei ein Stimmungsmacher für rechte Attentäter. In einem Interview, das sie dem Deutschlandfunk gab, heißt es:

„Die 38-Jährige sagte im Deutschlandfunk, seit dem Erscheinen ihres Buches über die Integration von Flüchtlingen vor zwei Wochen habe sie Morddrohungen erhalten und so viele Hassbriefe wie noch nie – vor allem aus dem rechten Spektrum. Renommierte Journalisten wie Henryk M. Broder beteiligten sich daran, Stimmung gegen sie zu machen.“

Damit betont sie noch einmal, was sie unter der Überschrift „Islamkritik, die niemand braucht“ Ende 2015 in der ZEIT geschrieben hatte:

„Diese Stimmungsmache, die heute Personen wie Hamed Abdel-Samad vertreten und früher Leute wie der Journalist Henryk Broder, die Autorin Necla Kelek und der Schriftsteller Ralph Giordano verbreitet haben, machen Millionen Menschen in diesem Land ganz konkret das Leben schwer – manchmal sogar unerträglich.“

Ralph Giordano konnte sein ganzes Leben lang nicht in ein Gotteshaus gehen, ohne dabei an einem Polizeiwagen vorbei gehen zu müssen. Sein Leben lang wurde er von rechten Gewalttätern bedroht, weil er Jude war. In den letzten Jahren seines Lebens kam noch eine massiv spürbare Bedrohung von islamischen Gewalttätern dazu. Er war fünfzehn Jahre jung als in Deutschland sämtliche Synagogen niedergebrannt wurden und achtzehn Jahre als in Deutschland Juden vergast wurden. Er war 91 Jahre alt als auf deutschen Straßen der Mob brüllte: „Jude, Jude feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“ Ab Minute 0:45:

Er war 91 Jahre alt, als in Deutschland „Adolf Hitler“ gebrüllt und der Tod von Juden gefordert wurde. Ab Minute 2:50:

Diesen Mann erklärt Lamya Kaddor zum Stimmungsmacher für rechte Gewalttäter, nur weil er die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion kritisiert und Frauen mit Kopftuch als „menschliche Pinguine“ bezeichnet hatte. Seit Jahrzehnten schon werden in Deutschland Nonnen so bezeichnet. Und wie reagieren die Nonnen darauf? Sie lachen! Nonnen haben nämlich Humor und sehen aus wie Pinguine!

Auch Necla Kelek erklärt Lamya Kaddor zur Stimmungsmacherin für Gewalttäter. Sie ist eine Frau, die mit dem Islam nicht anders umgeht, als Kirchenkritiker mit dem Christentum. Kelek klagt die Sexualmoral der Religion an. Sie verteidigt das Recht aller Frauen auf Selbstbestimmung. Sie wagt sich in die grausamen und brutalen Tiefen des islamischen Frauenhass und beschreibt die Gräueltaten, die dort passieren, wie sie überall geschehen, wo fundamentalistischer Glaube über die Vernunft siegt. Kelek kämpft für muslimische Frauen und ist somit im Fokus rechter wie islamischer Gewalttäter.

Auch Henryk Broder erklärt Lamya Kaddor zum Stimmungsmacher für Gewalttäter. Er begegnet den Menschen, die ihn hassen, mit Worten. Sie hassen ihn weil er Jude ist, für Israel streitet, Religionen kritisiert, aufgeklärte Muslime unterstützt oder Kritik übt. Er ist Deutscher mit Migrationshintergrund, wie Kaddor. Bei ihm wird das jedoch nicht ständig problematisiert, weil er daraus keine Lebensanschauung macht. Es brauchte kein Polenprogramm, das kultursensibel auf ihn zuging und er integrierte sich ganz ohne eine über zehn Jahre anhaltende bundesdeutsche Judentumkonferenz. Obwohl Deutschland seine Eltern gequält und gefoltert und Teile seiner Familie vernichtet hat, fliegt er nicht mit dem Flugzeug in die Hochhäuser Frankfurts.

Auch Hamed Abdel-Sammad erklärt Lamya Kaddor zum Stimmungsmacher für Gewalttäter. Er ist ein Mann, der unter ständigem Personenschutz leben muss, weil ein islamisches Todesurteil über ihn verhängt wurde. Er schwebt jede Sekunde seines Lebens in Lebensgefahr. Er macht nichts anderes, als reden und schreiben, aber das Verfassen einer kritischen Biografie über Mohamed reicht schon, ihn in Gefahr zu bringen.

Mich erinnert dieses Verhalten von Lamya Kaddor an Fundamentalisten, die Kritik verbieten! Sie diffamiert Menschen, die Kritik üben wie Muslime, die in der perversen und radikalsten Auslegung des Korans Menschen kriminalisieren, weil sie Karikaturen zeichen oder den Glauben hinterfragen. Sie diffamiert Kritik und somit die Aufklärung an sich, zu deren Methodik der Zweifel gehört.

Wie absurd die Behauptungen von Lamya Kaddor, Pascal Siemens und Jonathan Briefs sind, kann man an den Mails erkennen, die ich seit ein paar Tagen wieder vermehrt erhalte. Hassmails und Morddrohungen bekomme ich schon seit Jahren. Nachdem ich aber meinen Offenen Brief an Lamya Kaddor veröffentlicht habe, häufen sich die Zusendungen. Hier ein paar Zuschriften, die ich nach dem Offenen Brief erhalten habe:

„In diesem Blog tummelt sich anscheinend der jüdische Abschaum.“

„Hitler hatte recht. Er wollte uns Deutschen nichts böses sondern uns vor dem jüdischen Terror wie in der Sowjetunion schützen. Und immer mehr Leuten nicht nur in Deutschland wird das gewahr…sondern allen weissen Menschen auf der Welt.“

„wenn sich damals die Juden auch so verhalten haben wie Sie,derart selbstgerecht und selbstherrlich, derart ueberheblich und selbstgerecht, kann ich verstehen dass man sie totschlagen wollte und es dann auch tat. Es taucht in mir Wut auf ueber die Anmassung mit der Sie sich als einzigen Maassstaab der Welt hinstellen. Dass ist die Arroganz „der“ Juden, die,wie im Stern mal zu lesen war, von sich behaupten die inteligentesten Menschen auf der Welt zu sein. Schlicht Groessenwahn. Und da passen Sie rein. Wie gesagt, es ist ein einziger Sudel von Dreck und Schimpf und ein Schwall von Hass, der einem in ihrem Blog entgegen schlaegt. All diese Judenschweine, die sich derart anmassend hinstellen, sind zurecht eliminiert worden. Und diese Verachtung haben Sie heute in mir mit ihrem Blog erzeugt. Ich habe nie gewusst dass ich dazu feahig bin. Danke. Sie haben mir die Augen geoeffnet zu was ein Judee und dazu eine schwule Sau faehig bist. Ich hoffe es kommen viel Arabs nach Deutschland. Sie wissen schon warum.“

Der letzte Brief bringt die ganze Absurdität von Lamya Kaddor, Pascal Siemens und Jonathan Briefs auf den Punkt, denn dort wird behauptet, hätte es mich vor den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten gegeben, wäre ich ein Grund für die Stimmung gegen Juden in Deutschland gewesen.

Darum bitte, bitte können wir damit aufhören, Menschen zu kriminalisieren, die nichts weiter tun, als den Mund aufzumachen? Für die Mails, die ich erhalte, sind ausschließlich die verantwortlich, die die Mails schreiben. Lamya Kaddor trägt keine Verantwortung für jene, die glauben, ihre Ehre verteidigen zu müssen, indem sie mich bedrohen! Lamya Kaddor ist auch nicht verantwortlich für die Morddrohungen, die gegen Necla Kelek, Hamed Abdel-Samad und Henryk Broder ausgestoßen werden, obwohl sie nachhaltig und immer wieder betont, wie gefährlich sie sie für die Stimmung in diesem Land hält. Wie wäre es, wenn wir uns wieder an die alte Weisheit erinnen:

„An den Taten sollt ihr sie erkennen!“

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43 Antworten zu Die Stimmung steigt! Es sinkt das Niveau!

  1. A.Bundy schreibt:

    @besucher, @bevanite und der dauerschnappatmende @ex Gotha,
    das Trio Infernale des linksdrehenden Denunziantentums ist wiedervereint.
    Viel Spaß noch beim fröhlichen Cojoneskraulen, ihr „helldeutschen“ Dumpfbacken.

    • M.S. schreibt:

      „Linksdrehendes Denunziantentum“ – hurra, da war’s wieder! Dieser Vollkoffer KANN einfach nicht echt sein. Der toppt in Sachen Peinlichkeitsindex sogar die beiden Stammtrolle mit den Alliterationsinitialen

      • Gutartiges Geschwulst schreibt:

        @M.S.: „Der toppt in Sachen Peinlichkeitsindex sogar die beiden Stammtrolle mit den Alliterationsinitialen“

        Womit er Ihre Spitzenposition glücklicherweise nicht gefährdet.

  2. Pingback: Diffamierung Andersdenkender: Wie junge Grüne in ihrer Partei Karriere machen – philosophia perennis

  3. ceterum censeo schreibt:

    Man muß wohl Siemense und Kaddors bemühen, um eine Frau Reker aufzuwerten. Was zur Hölle haben Sie an dieser unmöglichen Person gefressen? Man könnte fast befürchten, Sie ließen sich auch noch mit einer Frau Merkel oder Clinton ablichten.

  4. Nordland schreibt:

    Diese Larmoyanz ist wirklich unerträglich. Gut, Herr Buurmann, dass Sie in Ihrem Blog auf dieses Thema eingehen. Schon ihren Artikel zu Thomalla, Ruf, Money Boy usw. habe ich sehr gerne gelesen. Dass Sie es nun auch aufgreifen, wenn ständig irgendwelche Verbindungen hergestellt werden, finde ich richtig.

    Die Methode ist recht simpel, wenngleich in diesen Tagen oft benutzt (Maas, Mazyek, Kaddor usw.): Man zieht einzelne Gewalttaten, Morddrohungen usw. heran und überträgt sie auf alle Kritiker. Und das unabhängig davon, ob jemand seine Kritik sachlich und auf dem Boden der Meinungsfreiheit artikuliert. Am Ende behauptet man einfach, der Kritiker habe zumindest indirekt die theoretische Grundlage für die Attentate gesetzt („geistige Brandstifter“). So möchte man sich jeglicher Art von Kritik entledigen. Dabei gibt es genügend Anlass für Kritik, speziell in Zusammenhang mit der verfehlten Willkommenspolitik.

    Auf diese Weise werden zum Beispiel regelmäßig Pegida und die AfD in die Nähe zu den Gewalttätern gesetzt. Man muss kein Freund dieser Organisationen sein. Jedoch ist es eine Tatsache, dass die AfD Gewalt als Mittel des politischen Diskurses ablehnt. Ebenso hat von den teilweise mehreren Tausend Pegida-Demonstranten maximal ein Bruchteil Straftaten verübt. Doch es werden alle in einen Topf mit denen geworfen, die sich zu unangemessenen Taten veranlasst sehen.

    Diese Larmoyanz, von der ich sprach, zeigt sich in diesem Tagen wieder eindrucksvoll. Teils sogar im wahrsten Sinne des Wortes, so soll etwa die Frau des sächsischen Wirtschaftsministers Martin Dulig in Tränen ausgebrochen sein, als sie in Dresden Demonstranten begegnete. Auch Frau Merkel musste sich offensichtlich einiges anhören. Dass sie vor öffentlich geäußerter Kritik gefeit sei, kann ich indes nicht erkennen.

    Über Kaddor ist schon berichtet worden. Und Herr Mazyek? Spricht laut Tagesspiegel davon, von Herrn Bachmann „wüst beschimpft“ worden zu sein und nach dem Staatsschutz habe Ausschau halten müssen, um nach der „Attacke“ aus dem Bahnhof gelangen zu können (http://www.tagesspiegel.de/politik/liveblog-zum-tag-der-deutschen-einheit-angela-merkel-trifft-imam-der-dresdner-moschee/14633844.html). Zumindest in einem Video stellt sich die Situation nicht ganz so dramatisch dar: https://www.youtube.com/watch?v=k1_SKp5asQs

    • Thomas ex Gotha schreibt:

      „Nordland“ denkt nordländisch: „Doch es werden alle in einen Topf mit denen geworfen, die sich zu unangemessenen Taten veranlasst sehen.“ Wer Angriffe auf Flüchtlinge und Brandanschläge als „unangemessene Taten“ verharmlost, zu denen man sich unter Umständen „veranlasst sehen“ könnte, der findet auch das peinliche Stalking eines Lutz Bachmann „nicht ganz so dramatisch“.

      • Nordland schreibt:

        Ich gebe zu, es war nicht meine Idee. Aber die Analogie zu Sudel-Ede passt wirklich perfekt. Du kannst ja die ganzen Kommentare, die dir nicht passen, an IM Victoria melden. Die wird sich dann mit Heiko E. beraten, welche Löschmaßnahmen zu ergreifen sind.

        Du bist ja regelmäßig nicht an sachlichen Auseinandersetzungen interessiert, lass mir dir aber dennoch etwas erklären: Man darf eine Frau Kaddor oder einen Herrn Mazyek in unserem Land kritisieren. Auch in einem Bahnhof. Das nennt sich Meinungsfreiheit. Und nein, wer dies tut, ist nicht mit Leuten gleichzusetzen, die Morddrohungen aussprechen oder Häuser anzünden. Denn jene, die so etwas tun, sind Straftäter, um die sich eher Polizei und Justiz kümmern sollten und keine Kommentarschreiber. Und nein, man muss solche Straftaten nicht auf eine bestimmte Art und Weise so sehr verurteilen, dass ein Herr Maas oder ein Herr ex Gotha auch ja zufrieden sind. Es reicht, sich ganz normal davon zu distanzieren.

        Neulich in einem Blog hat ein Künstler zum Thema Eigenverantwortung auch einen interessanten Beitrag geschrieben. Wo war das nochmal? Viellicht fällt dir das ein und du kannst mir auf die Sprünge helfen…

        • Thomas ex Gotha schreibt:

          Sie kapieren nicht, worum es geht, nämlich um Ihre (auch für Sie gilt: ich möchte nicht von Ihnen geduzt werden) Formulierung „unangemessene Taten“, die in ihrer Verklemmtheit auf klammheimliche Freude schließen lässt. Denn Sie meinen ja immerhin Verbrechen.
          Wenn es für Sie zur „Meinungsfreiheit“ zählt, von einem zwielichtigen Kleinkriminellen im öffentlichen Raum mit albernen Fragen drangsaliert zu werden, dann habe ich in der Tat eine andere Auffassung davon.

          • Nordland schreibt:

            Ach Gottchen, der Herr von und zu möchte doch bitte gesiezt werden. Ich finde es extrem peinlich, wenn man seine eigenen wenig gehaltvollen Debattenbeiträge dadurch aufzupeppen versucht, dass man sich als gehobenen Diskutanten ausgibt, den andere zu siezen haben. Tut mir Leid, aber dein Gesudel wird dadurch keineswegs besser.

            Zu deinen Aussagen: Es ist nicht notwendig, alles mögliche Unrecht auf dieser Welt groß und breit zu verurteilen, damit das nicht als Relativierung zu werten ist. Das gilt übrigens auch für Mazyek, von dem seitens Bachmann mehr oder weniger das gleiche verlangt wurde.

            Andererseits ist es auch nicht verboten, jemanden dazu aufzufordern, sich zu distanzieren. Das tust du ja auch in Bezug auf „Angriffe auf Flüchtlinge und Brandanschläge“. Im Grunde bist du daher Lutz Bachmann sogar ähnlich. Wolltest wohl vom Schnitzler-Image wegkommen und bist jetzt bei Bachmann gelandet, wie?

          • Thomas ex Gotha schreibt:

            „Im Grunde bist du daher Lutz Bachmann sogar ähnlich. Wolltest wohl vom Schnitzler-Image wegkommen und bist jetzt bei Bachmann gelandet, wie?“ Noch so ein Troll, der sich mit Schmackes von jeder menschlichen Gesittung verabschiedet hat.

  5. Thomas ex Gotha schreibt:

    Nach den kölner Provinzpossen kommt Buurmann stracks auf sein derzeitiges Lieblingsthema zu sprechen, indem er zum wiederholten Male Frau Kaddor vorwirft, sie „kriminalisiere Kritik“, da sie wiederum Broder vorwerfe, er et al. mache Stimmung gegen sie.
    Damit hat sie, liest man nicht nur Broders Beleidigung, sie, Kaddor, sei „genuin dumm“, sondern vor allem den von ihm verlinkten Artikel eines Thomas Spahn, den dieser auf einem Blog namens „Tichys Einblick“ veröffentlicht hat, Recht. Spahns langatmiger Text vom 27.9.16 präsentiert eine ganze Reihe redundanter Vorwürfe, die nichts anders besagen, als dass Frau Kaddor ebenso geltungssüchtig wie geldgierig sei: Demnach suchte die „eben doch nur magistrierte Erziehungswissenschaftlerin mit ausgeprägtem Selbstdarstellungsbedürfnis (…) nach einem neuen Betätigungsfeld, das ihrem ausgeprägten Ego ebenso gut täte wie ihrem Geldbeutel.“ Ferner gehe die „Dame ohne Befähigung zum Lehramt“ (was der Mann sich alles für Beleidigungen ausdenkt. Hoffentlich ist er nicht auch ohne Befähigung zum Lehramt –) gehe „einen konsequenten Weg der Selbstvermarktung“, ihr „Geschäftsmodell“ lebe „davon, dass Deutsche „islamfeindlich““ seien. Aber, so Spahn weiter, „geht es ihr nur um geschickte Selbstvermarktung und öffentliche Gelder und Anerkennung?“ Wer so fragt, weiß schon die Antwort, die in diesem Fall aus einer obskuren Verschwörungstheorie besteht: „Geht es ihr vielleicht sogar (…) darum, den Islam durch die Hintertür zur künftigen Staatsreligion Deutschlands zu machen und sich dieses von den dummen Deutschen finanzieren zu lassen?“ Eine Staatsreligion durch die Hintertür, finanziert von „dummen Deutschen“ — paranoider Unfug, der in der Behauptung gipfelt, sie wolle „den Idioten des dekadenten, bösen Westens Sand in die Augen streuen, um klammheimlich weiter vom Endsieg des großislamischen Reichs zu träumen.“ Genau.
    Und da er schon einmal vom „Endsieg“ redet, kann er die Projektion munter weiter treiben und behaupten, der von Kaddor verwendete (und vom jüdischen Publizisten Saul Ascher als „germanoman“ erfundene) Begriff „deutschoman“ bezeichne „eine verabscheuenswürdige Form des Untermenschen“. Wer nun denkt, tiefer könne das Niveau dieses Textbreis nicht sinken, der sieht sich getäuscht, denn Spahn entblödet sich nicht, ihr die Billigung eines mehrfachen Mordes zu unterstellen: Sie dürfte „gejubelt haben (…), als Muslime die Redaktion des Satiremagazins „Charlie Hebdo“ für ihre Beleidigungen des angeblichen Propheten bestraften.“ Wer diffamiert, wer kriminalisiert hier wen?
    Man muss Kaddors Ansichten nicht teilen, um festzustellen, dass das Niveau dieser Debatte kaum mehr sinken kann, und wenn Spahn behauptet: „Muslime dürfen tun und lassen, was sie wollen; müssen sich an keinerlei Anstandsregeln und Rechtsgebote halten“, dann kann ich ihm versichern, dass sie damit nicht allein sind.

    • max schreibt:

      Nö, ist sie nicht. Mit dem Dir sind es schon zwei. Auch eine Menge substanzloses Geschwurbel ersetzt keine Fakten und bornierte Arroganz kein Argument. Herr Spahn in seinem ersten Artikel Fakten geliefert, er liefert sie auch in seinem zweiten. Und Du stellst Dich offensichtlich blind und taub.

      • bevanite schreibt:

        Spahn liefert überhaupt keine Fakten, sondern betreibt einen persönlichen catfight. Der Mann scheint ohnehin in immer seltsamere Sphären (Stichwort UNO-Verschwörung) abzudriften.

      • Thomas ex Gotha schreibt:

        Hätten Sie (wir bleiben doch besser beim „Sie“), max, den Kommentar gelesen, wäre Ihnen klar geworden, dass Spahn nur wenige Fakten liefert, dafür um so mehr Ressentiments und Unterstellungen.

      • ceterum censeo schreibt:

        „-paranoider Unfug, der in der Behauptung gipfelt, bla bla bla …“
        Nehmen Sie es nicht übel, aber ich sehe immer den ollen Karl Eduard von Schnitzler vor mir, wenn ich Ihre „Argumente“ lese. Einfach herrlich!
        Für die jüngeren Leser von mir der Tip: Schaut mal auf youtube den Schwarzen Kanal ( alte DDR Propagandasendung) und lest dazu einen von Thomassens geifernden Kommentaren!

        • Thomas ex Gotha schreibt:

          Dass dieser Blog von besorgten Bürgern gekapert wurde, kann man allein schon daran erkennen, dass es für diese geistferne Mobmobilisierung bislang 9 erigierte Daumen gibt: „ich sehe immer den ollen Karl Eduard von Schnitzler vor mir, wenn ich Ihre „Argumente“ lese. Einfach herrlich! Für die jüngeren Leser von mir der Tip: Schaut mal auf youtube den Schwarzen Kanal ( alte DDR Propagandasendung) und lest dazu einen von Thomassens geifernden Kommentaren!“

          Wer hier in Wirklichkeit geifert, das halte ich noch nicht für ausgemacht.

          • ceterum censeo schreibt:

            Ich liebe es, wenn Sie meine Kommentare noch einmal wiederholen!

          • ZetaOri schreibt:

            @Thomas ex Gotha Oktober 4, 2016 um 8:19 pm

            Leev Tommi,
            nu bin ich aber wirklich …

            „… bislang 9 erigierte Daumen gibt …“

            … ein wenig besorgt. Was wohl der olle Sigmund Freud dazu sagen würde? Oioi!
            Nur mal vorsichtig gefragt, um uns dem Problem zu nähern: Woran erinnern dich diese Daumen, an die des Herrn Papa oder an die der Frau Mama?

            „Wer hier in Wirklichkeit geifert, das halte ich noch nicht für ausgemacht.“

            Du meinst, so ganz sicher bist du dir nicht? Das ist nicht schlimm: Frag einfach mal die Großen.
            Oder wolltest du sagen, das sei noch verhandelbar? Ok, gibt’s schon Gebote?

    • ZetaOri schreibt:

      @Thomas ex Gotha Oktober 3, 2016 um 4:51 pm
      Hi, ex,
      da wir doch gerade bei Kaddor, weißen alten Männern, Geld- und Geltungs-Sucht, Selbstvermarktung, Geschäftsmodellen, Islamfeindlichkeit und, nicht zuletzt, bei so bösen Blogs wie ‚Tichys Einblick‘ sind: Hier gibt’s noch mehr von all dem. (Und von ’ner Menge anderem dazu. Interessant, kann ich dir nur sagen!)
      Dummerweise diesmal nicht von einem ‚alten weißen Mann‘.

      Wünsche fröhliches Hyperventilieren.

    • U. Langer schreibt:

      Sehr geehrter Thomas ex Gotha,

      Herr Buurmann wirft Frau Kaddor nicht vor, dass sie Herrn Broder kritisiert, sondern er wirft Frau Kaddor vor, dass sie Herrn Broder als Verursacher der Morddrohungen gegen sie bezeichnet. Da haben Sie wohl etwas verwechselt!
      Der Artikel von Herrn Spahn sagt durchaus auch etwas anderes aus als dass Frau Kaddor geltungssüchtig und geldgierig ist. Da haben Sie wohl etwas verwechselt!
      Es ist keine Beleidigung, wenn Herr Spahn feststellt, dass Frau Kaddar Kinder ohne jede Befähigung zum Lehramt unterrichtet, sondern traurige Wahrheit. Da haben Sie wohl was verwechselt!
      Sie erkennen in Herrn Spahns Artikel eine Verschwörungstheorie (was mal so nebenbei im Widerspruch zu obiger Aussage steht). Wissen Sie wirklich nicht, was eine Verschwörungstheorie ist oder haben Sie nur was verwechselt?
      usw. usf.

      Der entscheidende Unterschied zwischen Ihren „Argumenten“ und dem Artikel von Herr Buurmann besteht aber m.E. nach darin, dass Leute wie Sie oder Frau Kaddor die Meinungsfreiheit mit allen Mitteln bekämpfen – Sie mit Hilfe von Strohmannargumenten, während die Buurmanns und Broders diese Meinungsfreiheit verteidigen.

      MfG

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @Thomas ex Gotha: „Damit hat sie, liest man nicht nur Broders Beleidigung, sie, Kaddor, sei „genuin dumm“, sondern vor allem den von ihm verlinkten Artikel eines Thomas Spahn, den dieser auf einem Blog namens „Tichys Einblick“ veröffentlicht hat, Recht.“

      Fällt Ihnen etwas auf, Herr Dorfschulmeister?

      • ZetaOri schreibt:

        @Gutartiges Geschwulst Oktober 4, 2016 um 4:44 am

        „… Herr Dorfschulmeister?“

        Hmm, da war doch was?

        Ach ja: …
        ♪ ♫ ♪ ♫… träller …♫ ♪ ♫

        „[…]
        Am Sonntag ist er Organist,
        am Montag fährt er seinen Mist,
        am Dienstag hütet er die Schwein,
        das arme Dorfschulmeisterlein.“

        ;o) ♪ ♫ ♪ ♪ ♫

      • Thomas ex Gotha schreibt:

        Schwierig zu sagen, was stärker ist beim Troll „GG“; Sein Hang, sich immer wieder zu äußern, auch wenn er nichts zu sagen hat, oder seine Bereitschaft zur Selbstblamage. Im vorliegenden Fall schafft er es nicht einmal, den Zusammenhang eines Satzes mit einem vorangehenden zu begreifen.
        Und 24 Trottel stimmen ihm zu.
        Es muss das Paradies für ihn sein.

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @Thomas ex Gotha: „Im vorliegenden Fall schafft er es nicht einmal, den Zusammenhang eines Satzes mit einem vorangehenden zu begreifen.“

          Offenbar schaffen Sie es auch nicht, verehrter Schulmeister, sonst könnten Sie ja „den Zusammenhang“ konkret beschreiben und hätten womöglich „Recht“.

          @Thomas ex Gotha: „Und 24 Trottel stimmen ihm zu. Es muss das Paradies für ihn sein.“

          Sie sollten nicht von Sich auf Andere schließen, Herr ex Gotha. Mich hat es wesentlich mehr amüsiert, als sich die linken Wutdäumchen mehrheitlich gegen meine Kommentare versammelten. Diese Menge an ohnmächtiger Dummheit war ein echter Genuss!

  6. American Viewer schreibt:

    Schickimicki-Ideologin hätte ich auch gesagt, nachdem was man so alles über sie gelesen hat. Armlänge Abstand halten, sehr interessant. Und nach der Silvesternacht gab sie Pressekonferenzen mit Kernaussagen wie: Es gäbe keinerlei Hinweise, dass es sich bei den Tätern um Personen aus der „Flüchtlingsgruppe“ handele. Solche Vermutungen seien „absolut unzulässig“. Naja. So jemanden kann ich nicht unterstützen.

  7. abusheitan schreibt:

    „An den Toten sollt ihr sie erkennen!“

    • ZetaOri schreibt:

      @abusheitan Oktober 3, 2016 um 2:55 pm

      „An den Toten sollt ihr sie erkennen!“

      Hmm, … hatte Frau Reker nicht auch zugesagt, etwas gegen die Umtriebe eines gewissen Walter H. zu unternehmen?

      Nu isser hin.

      „Reker wirkt!“

      Oh …

      .
      Oje …

      Ei verbibbscht, …: Darf der dat?

      >-Þ

  8. Hessenhenker schreibt:

    SPD-Politiker sagen einem ausländerfeindliche (verlobtenfeindliche . . .) Scheiße ins Gesicht und haben dabei einen albernen Refugees-welcome-Schal um den Hals.
    Daher traue ich der SPD alles zu.

    • ceterum censeo schreibt:

      Dir als Mann vom Fach müßte doch die Unsitte der ganzjährigen außer- und innerhäusigen Schalumdenhalswickelei recht entgegenkommen. Kannst Du doch in diesen Fällen auf die Dienste der Seilerstochter verzichten.

      • besucher schreibt:

        Volksverrrrrräter, jawoll!

        • Hessenhenker schreibt:

          Bei mir kommt auch noch „Rassenschande“ dazu.
          Und obwohl ich völlig abgebrannt wurde, labert Renate Künast trotzdem warnend vom „republikflüchtigem Geld“, während ein anderer grüner Horst meint, DIE Lösung damit ich endlich das Maul halte sei doch, ich wanderte aus zu meinem Schatz.

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