Sag ich mal so

Ängste sind nicht immer falsch. Es waren die Juden mit Angst, die 1933 flohen und überlebten.

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15 Antworten zu Sag ich mal so

  1. A.S. schreibt:

    Angst vor Kernkraft = Gute Angst
    Angst vor Gentechnik = Gute Angst
    Angst vor Klima = Gute Angst
    Angst vor Globalisierung = Gute Angst
    Angst vor Konzernen = Gute Angst
    Angst vor AfD = Gute Angst
    Angst vor Trump = Gute Angst
    Angst vor Nationalismus = Gute Angst
    Angst vor Putin = Gute Angst
    Angst vor Kapitalismus = Gute Angst
    Angst vor Rechten = Gute Angst
    Angst vor Waldsterben = Gute Angst
    Angst vor Rohstoffmangel = Gute Angst
    Angst vor Chlorhünchen = Gute Angst
    Angst vor CETA = Gute Angst
    Angst vor Pegida = Gute Angst

    Es ist recht neu, dass im öffentlichem Fernsehen vor Angst gewarnt wird.
    Angst vor Isalm = Böse Angst = Xenophobie

    Und ich tue mir irgendwie schwer die neue „Angst vor der Angst“ so recht ernst zu nehmen. Weiß auch nicht warum ……..

    • Couponschneider schreibt:

      Putin gehört nicht in diese Reihe. Viele linke Putinversteher machen Stimmung gegen TTIP, CETA und Pegida. Pegida macht auch Stimmung gegen TTIP und CETA. Pegidianer zu sein, heißt Putinversteher zu sein.

      Die Kritik gegenüber Putin ist leider immer noch zu kleinlaut. Unsere Regierung ist da genauso kleinlaut und duckmäuserisch wegen gegenüber den Islam. Claudia Roth verschleiert sich, wenn sie in den Nahen Osten reist. Ich weiß nicht, was passiert, wenn sie nach Moskau reist und Putin die Schuhe leckt. Vielleicht setzt sie sich auch noch in Pose aus Solidarität mit Putin, hoch zu Pferde, natürlich oben ohne.

      • A.S. schreibt:

        Alle Ängste in der Liste haben eines Gemeinsam: Der Äußerer wird medial und politisch nicht moralisch abgewertet, anders als bei der Angst vor dem Islam. Das ist das entscheidende Kriterium.

  2. Matthias Mala schreibt:

    Auch wenn Allerwelt von Ängsten babbelt, bleibt die Angst singulär. Ängste gibt es nicht! Angst ist und bleibt Angst. Es gibt Angst vor x, nur wird aus der Angst vor dies und das kein Plural.

    Anders ist es mit der Furcht, sie kann in der Befürchtung durchaus mehrzählig werden. Während die Beängstigung wiederum singulär bleibt.

  3. Eitan Einoch schreibt:

    Ohne Angst wären wir längst in der Steinzeit ausgestorben. Angst ist sehr wohl ein guter Ratgeber.

    • Ulf Renner schreibt:

      oft ja, immer nicht.

    • American Viewer schreibt:

      Ich glaube Menschen und Tiere, die gestorben bzw. ausgestorben sind, hatten auch eine Menge Angst. Soll jetzt kein Widerspruch sein, nur eine Anmerkung.

      • max schreibt:

        Angst zu haben oder Angst haben zu können ist keine Überlebensgarantie. Eine grosse Hilfe dabei ist es sehr wohl. Und wenn man die Mittel des Menschen betrachtet, sich in Konkurrenz zu anderen Lebewesen durchzusetzen, darf man meiner Meinung nach sehr wohl behaupten, dass gerade für das Überleben der Menschheit Angst eine conditio sine qua non war.

    • Couponschneider schreibt:

      Ob Angst ein guter Ratgeber ist? Es gibt Nesthocker und Nestflüchter. Und mal funktioniert die eine, mal die andere Strategie. Eigentlich ist es nur eine Taktik. Strategien werden auf lange Sicht entworfen, benötigen Pläne, Visionen. Strategien können realistisch, mutig und sogar kühn sein. Aber ängstlich sind Strategien nie. Man sollte eine Strategie entwerfen, wie man die importierten Probleme aus dem arabischen Raum in den Griff bekommt.

      Ich möchte ein Wort von seinem schlechten Ruf befreien: Vorurteil. Vorurteile sind gar nicht mal so verkehrt. Man will uns einreden, Vorurteile münden zwangsläufig in Pogromen, Brandanschlägen oder gar in einen Holocaust. Das Vorurteil ist aber aus dem Bereich des schnellen Denkens. Da geht es, anhand einer Heuristik eine schnelle Entscheidung zu treffen, weil einem die Zeit nicht reicht. Bestimmten Leuten geht man deshalb aus dem Weg. Wenn jemand ein aggressives Äußeres aufweist (z. B. bestimmte Tätowierungen), dann gehen wir dem besser aus dem Weg, selbst wenn in Wahrheit ein ganz lieber Mensch ist. Ich finde daran nichts verkehrtes. Man verpasst vielleicht die Chance, einen wunderbaren Menschen kennenzulernen, aber man meidet das Risiko, verprügelt zu werden.

      Pogrome, Brandanschläge und jeder Völkermord sind geplant. Sowas passiert nicht spontan, nicht im Affekt. Die Nazis hatten keine Vorurteile gegenüber Juden, sondern Urteile und zwar falsche Urteile. Und selbst wenn die Urteile richtig gewesen wären (d. h. Juden, insbesondere die Rothschilds, hätten die gesamte Welt im Griff gehabt), ist dies ja noch lange kein Freibrief dafür, das zu machen, was die Nazis machten.

      Was den Islam angeht, habe ich mir mein negatives Urteil bilden müssen. Vor über zehn Jahren habe ich noch anders gedacht. Ich sagte auch nach dem 11. September, man dürfe den Islam nicht unter Generalverdacht stellen. Ich habe schon angedeutet, dass ich heute anders denke. Ich wollte früher besonders klug sein und suchte Punkte, um den Islam den zu verteidigen. Da wäre das Spirituelle des Islam, von dem viele Europäer fasziniert waren und sind. Goethe und Rückert waren bestimmt keine Idioten. Aber geht man doch mal ein wenig oberflächlich an die Sache ran: Ist eine Kultur, eine Religion annehmbar, die die Frauen so verhüllt? Verteidiger des Islams meinen, darin zeige sich die Wertschätzung der Frauen. (Mich erinnerte das an perfide marxistische Dialektik.) Wenn die Wertschätzung so groß sein soll, warum werden Frauen ermordet, sogar die eigenen Töchter? Warum müssen Töchter sterben, weil der männliche Notarzt die Tochter nicht berühren darf? (Solche Fälle gibt es in Saudi-Arabien.) Warum werden Mädchen in die brennende Schule zurückgetrieben, weil sie nicht unverschleiert auf die Straße dürfen? Und dass Frauen nicht in Begleitung fremder Männer in der Öffentlichkeit sein dürfen, ist ja auch so eine Sache. Sie dürfen in Saudi-Arabien aber schon in ein Taxi steigen, weil dieses meistens von einem Pakistaner gefahren wird, der im Regelfall auch Moslem sein dürfte. Dem spricht man das Mann-Sein offenbar ab. Wenn es eine Religion bzw. Kultur nicht schafft, einfachste von Humanität geprägte Verhaltensweisen in den Alltag zu implementieren, die dürfen wir nicht mit offenen Armen empfangen. Jeder Einzelne aus dem arabischen Raum ist zu überprüfen. Wenn seine Einwanderung uns keine Vorteile bringt, sollten wir drauf verzichten.

      Ich wurde mal vom türkischen Dönermann komisch angeschaut, als ich einer Frau die Ladentür öffnete. Sie wollte rein und hatte einen Kinderwagen bei sich. Ich hätte natürlich auch einem Mann mit Kinderwagen die Tür geöffnet. Sicherlich sind nicht alle Türken so, aber so eine Reaktion würde ich von einem autochtonen Deutschen nie erwarten, selbst wenn misogyn wäre. Beim Türken und auch nicht beim Araber würde sie mich nicht überraschen.

      Bevor wir höchsten Idealismus umsetzen (Auch die andere Wange hinhalten, wenn man geschlagen wird.) und dabei unsere Kultur riskieren, sollten wir die selbstbewusst, offensiv und strategisch die wichtigsten Verhaltensweisen einfordern, die uns am Herzen lieben. Die arabischen Migranten müssen nicht die Juden lieben, sie müssen auch nicht jeden Gedenktag mit Inbrunst begehen, aber sie sollen sie nicht hassen und schon gar nicht verbal oder tätlich angreifen.

      Wenn wir schon viele Einwanderer ins Land holen, warum nicht christliche Afrikaner? Schlagzeuger, Drogendealer und Basketballverrückte machen mitnichten diese Probleme wie sie uns Araber und Türken mit ihrer archaischen Kultur bereiten.

      • A.S. schreibt:

        Vor allem sind Vorurteile unvermeidlich. Man kann doch seine Vorerfahrung nicht ausschalten.
        Zudem sind sie manchmal auch nützlich. Wenn ein Schwarzer in MecPom eine Gruppe angetrunkener junger Männer mit Glatze und Springerstiefeln sieht, tut er sehr gut daran seinen Vorurteilen zu folgen. Auch wenn er den konkreten Menschen damit vielleicht Unrecht tut.
        Und die Ressentiments gegen den Islam sind schon lange keine Vorurteile mehr, sondern Reaktionen auf Probleme, die weltweit mit dem Islam auftreten.

        • Kanalratte schreibt:

          Urteile bzw. Kritik gegenüber dem Islam beobachtet man überall auf der Welt. Das erstaunliche ist, daß es im Prinzip überall die gleichen oder sehr ähnlichen Argumente sind die gegen den Islam sprechen. (Gewalt gegen Andersgläubige, Totalitäre Ausrichtung, Liebe zum Tod, Eroberungsfantasien, brutale Frauenunterdrückung) Egal ob in Frankreich, Kanada, Nigeria, Indien, Thailand oder Australien. Dies spricht für mich dafür, daß es sich nicht um aus den Finger gesogenen Argumente handelt, die nur ausgekramt werden um den Islam oder Muslime zu beleidigen, sondern um ernsthafte und schwerwiegende Punkte, die gegen eine Ausbreitung bzw. Herrschaft des Islams sprechen.

          • A.S. schreibt:

            Es sind ja weltweit die gleichen Phänomene die den Ruf des Islam ruinieren. Mal mehr, mal weniger, aber überall wo der Islam auftaucht gibt es Probleme mit Zivilisationsverweigerern mohammedanischen Glaubens.

          • Eitan Einoch schreibt:

            Und das reicht sehr wohl für einen Anfangsverdacht. Auch wenn Islamophile jetzt „Pauschalverdacht“ brüllen. Na, und wenn schon?! Wenn ich in ein Flugzeug einsteigen möchte, muss ich mich am Flughafen auch dem Pauschalverdacht aussetzen, vielleicht etwas Böses im Schilde zu führen, und nervige Kontrollen über mich ergehen lassen. Also fuck it! Steckt euch eure Pauschalverdachtskeule dorthin, wo die gentechnikfreie Biokost wieder herauskommt.

          • A.S. schreibt:

            Va. fallen die „Pauschalverdachtsschreier“ i.d.R. mit einer Doppelmoral auf. Gegen Pegida oder AfD verbreiten die meist selber einen Pauschalverdacht.

      • O. Paul schreibt:

        Christliche Afrikaner aus einer anderen Kultur sind doch nicht besser als muslimische Afrikaner. Dort gilt „Auge um Auge, Zahn um Zahn“. Genauso wie in Arabien.

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