Deutschland wird immer rassistischer

Es ist erschreckend. Plumper Rassismus wird in Deutschland wieder salonfähig.

Nach terroistischen Anschlägen in Europa wie dem frauenfeindlichen Anschlag am Kölner Hauptbahnhof in der Silvesternacht 2015/16 oder dem Anschlag in den Redaktionsräumen von Charlie Hebdo und einem koscheren Supermarkt in Paris Anfang 2015 schrieben selbst seriöse Medien, die Straftaten seien von „Südländern“ oder von „Menschen mit nordafrikanischem“ oder „arabischem Aussehen“ begangen worden! Immer öfter werden die Täter von einem großen Teil der deutschen Presselandschaft auf ihr Äußeres reduziert. Das ist rassistisch!

Es ist nicht die Haut-, Augen- und Haarfarbe, die sich in das Hirn eines Täters gefressen hat. Es ist die Ideologie und Teil einer jeden Ideologie ist das Glaubensfundament. Was die Täter der oben erwähnten Terroranschläge vereint, ist nicht nur ihr Äußeres. Es vereint sie auch ihr Inneres, das, woran sie glauben. Sie sind allesamt in der Tradition des Islams groß geworden.

Die meisten Araber sind anständige Menschen, so selbstverständlich wie es anständige Muslime gibt. Die Frage ist jedoch, wenn man nach dem Grund sucht, warum jemand zur Gewalt greift, ist der Grund dann eher in der Hautfarbe zu finden oder in den Überzeugungen?

Rassismus ist die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner völkischen Herkunft. Die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner Überzeugungen und Bekenntnisse nennt sich jedoch Kritik. Wer einen Muslim beurteilt, weil er Araber ist, betreibt Rassismus. Wer jedoch einen Araber beurteilt, weil er Muslim ist, betreibt Aufklärung.

Im Umgang mit der Terrorschlägen müssen wir uns also entscheiden, wollen wir rassistisch oder aufklärereisch sein. Der Rassist sagt, die Täter waren „Südländer“ oder „Araber“. Der Aufklärer aber konzentriet sich auf ihre religiösen Überzeugungen. Es ist erschreckend, wieviele Menschen sich bei der Wahl zwischen Rassismus und Aufklärung für Rassismus entscheiden.

Der Rassist geht gegen den Menschen selbst, denn kein Mensch kann aus seiner Haut. Der aufgeklärte Mensch jedoch respektiert alle Menschen und geht ausschließlich gegen Überzeugungen, die durch ihn kritisiert und hinterfragt werden. Ein Moslem, der von sich selbst sagt, ein gläubiger Mensch zu sein und dennoch nicht zur Gewalt gegen Ungläubige, Homsexuelle oder Juden aufruft oder diese Gewalt toleriert, stellt für einen aufgeklärten Menschen kein Problem dar. Im Gegenteil, ein aufgeklärter Mensch wird sogar sein Recht verteidigen, diese Form der Religion ausüben zu dürfen ohne dabei von staatlicher Seite diskriminiert zu werden.

Wenn aber ein Terrorist bei der Tat „Allahu Akbar“ ruft, dann nimmt ein aufgeklärter Menschen diesen Terroristen ernst und krisiert den Allah und die Religion, für die dieser Allah steht, dessen Namen von dem Täter im Moment des Mordens voller Innbrunst gerufen wurde.

Das Mittel der Aufklärung ist Kritik. Wer sie unterbinden will, betreibt anti-aufklärerische Gesinnungstyrannei. Religionen sind Ideologien. Viele Menschen können sich zwar nicht aussuchen, im Sinne welcher Religion sie erzogen werden, aber sobald sie erwachsen sind, können sie ihre Vernunft nutzen und entscheiden, ob und wie sie in diesem Glauben weiter denken wollen.

Im Jahr 1927 erschien das Werk „Warum ich kein Christ bin“ von Bertrand Russel. In dem Essay kritisiert Russel auf das Schärfste das Christentum. Für die Aufklärung ist dieses Werk von unschätzbarem Wert. Im Jahr 1950 bekam der Autor sogar den Nobelpreis für Literatur verliehen. Er schreibt:

“Wenn man sich auf der Welt umsieht, so muss man feststellen, dass jedes bisschen Fortschritt im humanen Empfinden, jede Verbesserung der Strafgesetze, jede Maßnahme zur Verminderung der Kriege, jeder Schritt zur besseren Behandlung der farbigen Rassen oder jede Milderung der Sklaverei und jeder moralische Fortschritt auf der Erde durchweg von den organisierten Kirchen der Welt bekämpft wurde. Ich sage mit vollster Überzeugung, dass die in ihren Kirchen organisierte christliche Religion der Hauptfeind des moralischen Fortschrittes in der Welt war und ist.”

Recht hat er! Für den Islam gilt das Selbe. Wenn wieder irgendwo im Namen des Islams Verbrechen begangen werden, dann braucht es keine Muslime, die Nicht-Muslimen erklären, was der angeblich wahre Islam bedeutet, ganz so, als sei der terroristische Anschlag eine Einladung zum Islamunterricht gewesen. Es braucht eine kritische Analayse, die die nicht vor religiösen Gefühlen halt macht. Religiöse Gefühle müssen sich der scharfen Kritik ebenso stellen, wie alle anderen Gefühle auch.

Es wird Zeit, dass der Islam ebenso heftig durch den Reißwolf der Aufklärung gedreht wird wie das Christentum und das Christentum wurde nicht verschont, wie diese Beispiele beweisen:

Friedrich Nietzsche:

“Der christliche Glaube ist von Anbeginn Opferung: Opferung aller Freiheit, alles Stolzes, aller Selbstgewissheit und des Geistes: zugleich Verknechtung und Selbst-Verhöhnung, Selbst-Verstümmelung.”

“Das Christentum war bisher das größte Unglück der Menschheit.”

“Ich heiße das Christentum den einen großen Fluch, die eine große innerlichste Verdorbenheit, den einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist – ich heiße es den einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit.”

Bertrand Russell:

“Die Religion stützt sich vor allen und hauptsächlich auf die Angst. Ich betrachte die Religion als Krankheit, als Quelle unnennbaren Elends für die menschliche Rasse.”

“Das schlimmste an der christlichen Religion ist ihre krankhafte und unnatürliche Einstellung zur Sexualität.”

“Das Christentum unterscheidet sich von anderen Religionen durch seine größere Bereitschaft zu Verfolgungen.”

“Die Behauptung, das Christentum habe einen erhebenden Einfluss auf die Moral, kann nur aufrechterhalten werden, wenn man sämtliche historischen Beweise ignoriert oder fälscht.”

“Die Christen versichern uns, dass ihre Religion eine Religion der Liebe sei, aber die Annahme des Christentums durch den römischen Staat zu Zeiten Konstantins trug nichts zur Verminderung der Kriege bei, und in unseren Tagen waren viele der fanatischsten Kriegshetzer Christen.”

Heinrich Böll:

“In seinem Durchschnitts-‘Organ’ ist der deutsche Katholizismus mies bis dreckig, in seinen Methoden dumm bis dreist.”

Heinrich Heine:

“Ärgert dich dein Auge, so reiss es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.”

Thomas Jefferson:

“Die einzige Waffe, die man gegen unverständliche Aussagen einsetzen kann, ist der Spott. Vorstellungen müssen klar umrissen sein, erst dann kann die Vernunft sich mit ihnen beschäftigen; und von der Dreieinigkeit hatte kein Mensch jemals eine klar umrissene Vorstellung. Es ist nur das Abrakadabra jener Scharlatane, die sich als Priester Jesu bezeichnen.”

Albert Camus:

“Unmoralisch ist das Christentum.”

Jean-Jacques Rousseau:

“Das Christentum predigt nur Knechtschaft und Unterwerfung. Sein Geist ist der Tyrannei nur zu günstig, als dass sie nicht immer Gewinn daraus geschlagen hätte. Die wahren Christen sind zu Sklaven geschaffen.”

Sind Heine, Böll, Nietzsche, Jefferson, Rousseau und Camus christophob? Nein! Obwohl sie gegenüber Christen deutliche Worte gefunden haben, von „priesterverseucht“ bis „mies und dreckig“, gelten sie heute als Leuchttürme der Aufklärung. Wer Kritik am Islam als islamophob brandmarkt, fällt der Aufklärung in den Rücken.

Die Anschläge in Orlando, Paris, Köln, Brüssel undsoweiter haben mit dem Islam so sicher zu tun, so wie die Kreuzzüge mit dem Christentum und der Nationalsozialismus mit Deutschland zu tun hatten. Der IS ist ein Islamistischer Staat so wie die NSDAP eine deutsche Partei war! In all den sieben Ländern, in denen Homosexualität mit dem Tod bestraft wird, wird dies von islamischen Regierungen vorgeschrieben: Iran, Jemen, Saudi-Arabien, Mauretanien, Sudan, Vereinigte Abarische Emirate und Nigeria.

Wenn eine Ideologie nicht mehr kritisiert werden darf, wird sie totalitär. Egal ob Islam, Christentum, Judentum oder Kommunismus, das Recht, Überzeugungen zu kritisieren und zu verarschen, sorgt dafür, dass sie menschlich bleiben. Wer sagt, der Soldat Mohammed, der vor eineinhalb Jahrtausenden gelebt hat, dürfe nicht karikiert werden, jedoch schweigt, wenn ein Bäcker aus Mekka hingerichtet wird, weil er Christ geworden ist, der ist ein fundamentalistischer Fanatiker und hat die volle Breitseite Kritik verdient.

Ein Moslem, der den Koran wörtlich nimmt und sein Leben nach einem mordenden Feldherren aus der Mitte des ersten Jahrtausends ausrichtet, ist für mich mindestens so bescheuert wie ein Christ, der die sprechende Schlange und die Arche Noah wörtlich nimmt.

Der Islam muss in seiner Selbstherrlichkeit so gebrochen werden, wie einst das Christentum gebrochen wurde. Das geht jedoch nur mit Aufklärung, Kritik, Spott und Hohn! Was die Welt somit braucht sind mehr geistige Hämmer, die so auf den Islam schlagen, wie einst Nietzsche auf das Christentum eingeschlagen hat. Ist das islamophob? War die Aufklärung christophob?

Was wir brauchen sind mehr Menschen, die den Mut haben, Menschen aufgrund ihres Glaubens zu kritisieren. Was wir nicht brauchen, sind Rassisten, die glauben, Taten würden begangen, weil die Täter eine gewisse Hautfarbe haben.

Deutschland muss seinen Pfad des Rassismus schnell verlassen!

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6 Antworten zu Deutschland wird immer rassistischer

  1. Bruno Becker schreibt:

    Bis auf Böll und Heine begehen alle oben genannten den Fehler, Christentum und Kirche zu verwechseln. Besonders Russell übersieht in seinem antichristlichen Eifer, dass er all das, was er über das Christentum sagt, genau hier, inmitten eben dieser christlichen Kultur nicht nur unbeschadet, sondern auch hochgeehrt sagen kann. Die Aufklärung war kein antichristliches Werk, im Gegenteil, die meisten grossen Aufklärer waren tief gläubig. Die Aufklärung entspringt dem immensen Widerspruch zwischen kirchlichem Wahrheits- und Machtanspruch und der Lehre Christi. Und die Lehre Christi, aka die Bergpredigt sind die Richtschnur, die unseren westlichen Lebensstil definiert und uns so frei und erfolgreich gemacht hat. Und da Christus ja bekanntlich selbst ein Jude war, können wir also getrost sagen: ohne Judentum und Christentum hätte Russell nicht das Papier, nicht den Stift, nicht die Feder, ja nicht einmal die Worte gehabt, um sein Werk zu vollbringen.
    Die Dekonstruktivisten, die mit Eifer alle christlichen Werte so schnell als möglich vernichten wollen, werden vor allem ihren eigenen Untergang erreichen (Beispiel: Homosexuelle an Baukränen). Dann sind alle anderen dran. Wir werden dann nicht mehr frei sein. Aber arm.

    Laudetur Jesus Christus. Per omnia saecula saeculorum.

  2. Bruno Becker schreibt:

    Ja, doch, sehe ich voll und ganz ein.
    „Die Täter waren muslimischen Typs.“
    „Die Polizei beschreibt den Täter wie folgt: gross, mit hellbraunen Schuhen und muslimisch.“
    Man kann auch Haare spalten. Allenfalls ist der Ausdruck „südländisch“ etwas verunglückt.

  3. Adolf Breitmeier schreibt:

    Also ich denke, dass die, die kamen, die eigentlichen Rassisten sind. Man verwechsle nicht Ursache und Wirkung. Der Neuankömmling versucht, die Autochthonen zu verdrängen, zu bestehlen, zu vergewaltigen, zu unterjochen im Endeffekt, denn Er sucht neue Lande. Der Neue bekämpft die Alteingesessenen. Ist nicht ER da der Rassist? Oder ist es nicht das Recht eines jeden Angegriffenen, den Täter zu bescheiben – und wenn der halt anders aussieht als der Angegriffene, wie soll er denn dann den Täter beschreiben? Wenn der aus Wurzelseppland käme, dann sähe er eben aus wie ein Wurzelsepp, wie denn sonst?

  4. Ulf Renner schreibt:

    Grundsätzlich richtig, aber man sollte auch berücksichtigen, dass „südländisch“ bzw. „dunkelhäutig“ oder „nordafrikanisch“ zunächst nur Täterbeschreibungen von Leuten sind, die Opfer einschlägiger Straftaten wurden. Wer bestohlen, ausgeraubt, vergewaltigt oder mit einem Messer verletzt wurde, kann ja nicht in das Innere des Täters schauen. Und wenn Polizei und Medien über solche Täterbeschreibungen berichten, dann zeugt es nicht von Rassismus, sondern entspricht den Fakten und belegt nur die Tatsache, dass Deutschland und andere westeuropäische Länder mit der massenhaften Einwanderung aus der islamischen Welt u. a. zwangsläufig auch etliche Verbrecher und Terroristen importieren.

  5. A.S. schreibt:

    Wie so oft entpuppen sich die größten Anti-Schreier als genau das, wogegen sie immer wieder anschreien.

  6. kunstschaffende schreibt:

    Ein sehr guter Beitrag, dem ich inhaltlich nur zustimmen kann!

Seid gut zueinander!

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