Offener Brief von Gerd Buurmann an den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland

Bei einem Besuch des Tempelbergs in Jerusalem nahmen der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, sowie sein katholischer Kollege Kardinal Reinhard Marx, Vorsitzender der katholischen Bischofskonferenz, ihre Brustkreuze ab, bevor sie den Tempelberg besuchten. Heinrich Bedford-Strohm rechtfertigt die Entscheidung mit diesen Worten: „Wir haben aus Respekt vor den Gastgebern gehandelt.“ Es handele sich „um eine Antwort auf den Wunsch der Gastgeber.“

Wie Bedford-Strohm vor Journalisten weiter sagte, trage er bei Moscheebesuchen sonst das Bischofskreuz: „Das halte ich für den Normalfall.“ Den eigenen Glauben im interreligiösen Dialog zu verleugnen, sei der verkehrte Weg. In dieser besonderen Situation in Jerusalem wäre es aber falsch gewesen, dem Wunsch der islamischen Gastgeber nicht nachzukommen, erklärte er.

Sehr geehrter Heinrich Bedford-Strohm,

da möchte ich ihnen vehement widersprechen. Gerade auf dem Tempelberg war es besonders falsch, das Kreuz abzunehmen, denn es gab da mal jemanden, der sagte, genau dieser Ort, „soll ein Haus des Gebetes für alle Völker sein.“ Wissen Sie, wer das gesagt hat? Jesus! Kennen Sie den? Wenn nicht, schlagen Sie mal bei Markus 11, 17 nach.

Wissen Sie auch, was dieser Jesus mit Leuten gemacht hat, die den Ort, an dem Sie Ihr Kreuz abgenommen haben, nicht als einen Ort des Gebets für alle behandelt haben. Schlagen Sie mal bei Johannes 2, 15 nach. Jesus wurde erstaunlich ungemütlich:

„Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus.“

Ich gebe zu, Jesus war an dem Tag etwas hart drauf. Sonst war er nicht so gewalttätigt. Eins aber war Jesus recht konsequent: Er stand zu seinen Überzeugungen und er leugnete seinen Glauben nie. Er ließ sich weder in der Wüste noch vom Hohen Rat von seinem Glauben abbringen. Aber hey, wer war schon dieser Jesus, nicht wahr, Herr Bedford-Strohm. Jesus war ein Jude und was man von Juden zu halten hat, sagte ja schon Ihr Religionsstifter Martin Luther:

„Wisse du, lieber Christ, und zweifle nicht daran, dass du nächst dem Teufel keinen bittereren, giftigeren, heftigeren Feind hast als einen rechten Juden, der mit Ernst ein Jude sein will.“

„Sie sind eitel Diebe und Räuber (…) Denn ein Wucherer ist ein Erzdieb und Landräuber, der billig am Galgen siebenmal höher als andere Diebe hängen sollte.“

„Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagogen oder Schulen mit Feuer anstecke und, was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke sehe ewiglich (…) Zum zweiten: dass man ihre Häuser desgleichen zerbreche und zerstöre.“

Martin Luther ist da auf einer Linie mit der Hamas, die die Vernichtung des gesamten jüdischen Volkes fordert. So jedenfalls steht es geschrieben in Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas. Der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, sagt:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Auch die Fatah ist kein Freund von Juden und somit auf einer Linie mit Martin Luther. Bethlehem ist zwar eine Stadt, in der einst die beiden Juden Jesus und David geboren wurden, aber das ist lange her. David war vor ungefähr 3000 Jahren sogar König von Juda und Israel. Ja, Israel und Juda. Diese Länder gab es schon vor dreitausend Jahren. Soviel zum Thema israelische Besatzer.

Heute leben in Bethlehem Muslime und Christen im Wissen, dass dort Dank der palästinensischen Autonomiebehörde und der Unterstützung vieler christlicher Nichtregierungsorganisationen Juden verfolgt werden. Die Stadt ist so gut wie „judenrein“, um mal ein Wort zu nutzen, das einst von Deutschen genutzt wurde, die sich sicher waren, ebenfalls im Sinne Martin Luthers zu handeln.

Die Grabeskirche in Jerusalem ist ein Ort, den Christen nur deshalb so sicher besuchen können, weil Israel diesen Ort schützt und für alle Menschen zugänglich macht. Israel bekommt dafür aber kein Lob von vielen Christen, weil das Land ja, Pfui, jüdisch ist. Jüdisch war übrigens auch der Tempel, nach dem der Berg benannt ist, auf dem Sie, Herr Bedford-Strohm, Ihr Kreuz abgenommen haben. Es waren die Römer, die den Tempel mit Feuer ansteckten und, was nicht verbrennen wollte, mit Erde überhäuften und beschütteten, so dass heute kein Mensch kaum noch einen Stein oder Schlacke sieht, bis auf den kläglischen Rest des Tempels, der heute als Klagemauer bekannt ist. Die Klagemauer können heute auch nur deshalb alle Menschen besuchen, weil Israel den Ort schützt.

Heute kontrolliert die sogenannte Fromme Stiftung des Islams (Waqf) den Tempelberg. Sie sorgt dafür, dass im Jahr 2016 an einigen Tagen im Monat für den Tempelberg gilt, was im Jahr 1942 für Parks in Deutschland galt: „Nicht für Juden!“ Der Zugang zum Tempelberg ist über elf Tore an der Nord- und Westseite der Anlage möglich. Allerdings ist der Zutritt dort nur Muslimen erlaubt. Sollten Zweifel bestehen, müssen ausländische Muslime ihre Zugehörigkeit zum Islam belegen. Andersgläubigen ist der Zutritt nur von Samstag bis Donnerstag über das Marokkanertor bei der Klagemauer erlaubt. Das Betreten ist dort nur nach scharfen Sicherheitskontrollen außerhalb der Gebetszeiten möglich. Juden werden, wenn überhaupt, nur in kleinen Gruppen und oft mit Aufsicht eingelassen. Der Felsendom darf nur von Muslimen betreten werden! Verboten sind zudem das Mitbringen von Büchern und Kultgegenständen und das Abhalten von Gebeten anderer Religionen. Wenn Juden den Tempelberg betreten, werden sie nicht selten bedroht.

Auch Christen können auf dem Tempelberg Probleme kriegen.

Sehr geehrter Heinrich Bedford-Strohm,

stellen Sie sich mal vor, der Vatikan würde jeden christlichen Feiertag Muslimen den Zutritt ins Land verweigern oder Juden und Muslime dürften am Sonntag den Platz vor dem Kölner Dom nicht betreten. Nein, so scheiße sind die Christen nicht mehr. Sie waren es vielleicht mal, aber diesen mittelalterlichen Zahn hat die Aufklärung dem Christentum nachhaltig gezogen. Ganz ohne Guillotine ging das jedoch nicht.

Der Islam ist deutlich weniger tolerant, wie schon der exklusive muslimische Anspruch auf den Tempelberg beweist. Dieser Anspruch geht auf eine Schlacht vor 1400 Jahren zurück, wo er mit brutaler Waffengewalt erstritten wurde und seither durch Intoleranz gegenüber anderen Religionen aufrechterhalten wird. Der religiöse Hass, vor allem auf Juden, kennt keine Grenzen. In den letzten Jahren wurden auf Israel über 7500 Raketen und Granaten abgefeuert, alle in der erklärten Absicht der Charta der Hamas, das gesamte jüdische Volk zu vernichten. Die Fatah und die Hamas ehren Judenmörder als Märtyrer und unterstützen die Familien von Judenmördern finanziell. Das ist versuchter Völkermord und ethnische Säuberung, wie von Martin Luther gefordert. Über das Christentum schrieb Friedrich Nietzsche einst:

“Der christliche Glaube ist von Anbeginn Opferung: Opferung aller Freiheit, alles Stolzes, aller Selbstgewissheit und des Geistes: zugleich Verknechtung und Selbst-Verhöhnung, Selbst-Verstümmelung.”

“Das Christentum war bisher das größte Unglück der Menschheit.”

“Ich heiße das Christentum den einen großen Fluch, die eine große innerlichste Verdorbenheit, den einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist – ich heiße es den einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit.”

Bertrand Russell erklärte:

“Die Religion stützt sich vor allen und hauptsächlich auf die Angst. Ich betrachte die Religion als Krankheit, als Quelle unnennbaren Elends für die menschliche Rasse.”

“Das schlimmste an der christlichen Religion ist ihre krankhafte und unnatürliche Einstellung zur Sexualität.”

“Das Christentum unterscheidet sich von anderen Religionen durch seine größere Bereitschaft zu Verfolgungen.”

“Die Behauptung, das Christentum habe einen erhebenden Einfluss auf die Moral, kann nur aufrechterhalten werden, wenn man sämtliche historischen Beweise ignoriert oder fälscht.”

“Die Christen versichern uns, dass ihre Religion eine Religion der Liebe sei, aber die Annahme des Christentums durch den römischen Staat zu Zeiten Konstantins trug nichts zur Verminderung der Kriege bei, und in unseren Tagen waren viele der fanatischsten Kriegshetzer Christen.”

Heinrich Böll schrieb:

“In seinem Durchschnitts-‘Organ’ ist der deutsche Katholizismus mies bis dreckig, in seinen Methoden dumm bis dreist.”

Heinrich Heine lästerte:

“Ärgert dich dein Auge, so reiss es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.”

Thomas Jefferson wusste:

“Die einzige Waffe, die man gegen unverständliche Aussagen einsetzen kann, ist der Spott. Vorstellungen müssen klar umrissen sein, erst dann kann die Vernunft sich mit ihnen beschäftigen; und von der Dreieinigkeit hatte kein Mensch jemals eine klar umrissene Vorstellung. Es ist nur das Abrakadabra jener Scharlatane, die sich als Priester Jesu bezeichnen.”

Albert Camus erklärte:

“Unmoralisch ist das Christentum.”

Jean-Jacques Rousseau lehrte:

“Das Christentum predigt nur Knechtschaft und Unterwerfung. Sein Geist ist der Tyrannei nur zu günstig, als dass sie nicht immer Gewinn daraus geschlagen hätte. Die wahren Christen sind zu Sklaven geschaffen.”

Diese Form der Kritik kennt der Islam nicht. Darum erlaubt sich die Fromme Stiftung des Islams auch reine Intoleranz auf dem Tempelberg. Dass Sie, Herr Bedford-Strohm, sich dieser Intoleranz unterwerfen, ist vielleicht islamisch, aber ganz sicher nicht christlich und schon gar nicht aufgeklärt. Die Aufkärung nämlich kennt die Religionsfreiheit. Sie musste teuer erstritten werden. Ganz ohne Guillotine ging das aber nicht.

Als Heinrich Heine in Paderborn war, schrieb er, der deutsche Dichter, als Franzose und Jude in Düsseldorf geboren, eines der schönsten Gedichte auf das christliche Kreuz. Mit diesen Worten möchte ich diesen Brief beenden, in der Hoffnung, dass Sie, Herr Bedford-Strohm, wenn schon nicht Ihren Glauben, dann doch wenigstens die Aufklärung ernst nehmen.

Und als der Morgennebel zerrann,
Da sah ich am Wege ragen,
Im Frührotschein, das Bild des Manns,
Der an das Kreuz geschlagen.

Mit Wehmut erfüllt mich jedesmal
Dein Anblick, mein armer Vetter,
Der du die Welt erlösen gewollt,
Du Narr, du Menschheitsretter!

Sie haben dir übel mitgespielt,
Die Herren vom hohen Rate.
Wer hieß dich auch reden so rücksichtslos
Von der Kirche und vom Staate!

Zu deinem Malheur war die Buchdruckerei
Noch nicht in jenen Tagen
Erfunden; du hättest geschrieben ein Buch
Über die Himmelsfragen.

Der Zensor hätte gestrichen darin,
Was etwa anzüglich auf Erden,
Und liebend bewahrte dich die Zensur
Vor dem Gekreuzigtwerden.

Ach! hättest du nur einen andern Text
Zu deiner Bergpredigt genommen,
Besaßest ja Geist und Talent genug,
Und konntest schonen die Frommen!

Geldwechsler, Bankiers, hast du sogar
Mit der Peitsche gejagt aus dem Tempel –
Unglücklicher Schwärmer, jetzt hängst du am Kreuz
Als warnendes Exempel!

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26 Antworten zu Offener Brief von Gerd Buurmann an den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland

  1. Pingback: Deutscher Landesbischof träumt vom jüdisch-islamischen Kulturkampf | EAWs private Homepage

  2. Heimchen am Herd schreibt:

    Heute jährt sich der Todestag des evangelischen Pfarrers Roland Weißelberg zum zehnten Mal. Am Reformationstag im Jahr 2006 verbrannte sich der damals 73-jährige evangelische Pfarrer aus Protest gegen die Kollaboration der Evangelischen Kirche bei der Islamisierung Deutschlands.

    Weißelberg war ein Kämpfer, hatte sich schon zu DDR-Zeiten mit der SED angelegt. Es war nicht mangelnder Kampfgeist, der ihn zu dieser grausamen Tat gegen sich selbst veranlasste. Er tat es aus Protest. Am Vormittag des 31.10.2006 zündete sich der Pastor im Ruhestand während der Messe in der Baugrube des Augustinerklosters zu Erfurt an. Tags darauf erlag er im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen.

    Heute steht seine Kirche aber fester hinter dem Islam als er es vermutlich ertragen hätte. Bischöfe verleugnen für den Islam und seine Vertreter, die die Christen ausrotten wollen, das christliche Kreuz, die Kirchen werden vom Islam mit Einwilligung und sogar Einladung ihrer Amtsträger entweiht, Kirchen brennen, von den Kanzeln ertönt der islamische Schlachtruf zum Töten der Ungläubigen. Wer innerhalb der Kirche sich auflehnt wird aus den eigenen Reihen fertig gemacht.

    War sein Opfer also umsonst?

  3. klartext77 schreibt:

    Lieber Herr Buurmann, danke für den erneut engagierten Artikel. Aber ein offener Brief ist nur dann ein Brief, wenn er vorher an den Empfänger geschickt und ihm mitgeteilt wurde, dass der Inhalt veröffentlicht wird. Ist das hier geschehen?
    Wenn nicht, dann ist es kein offener Brief, sondern eben ein Blogbeitrag. Das macht ihn nicht weniger wichtig oder weniger wertvoll, nur die Überschrift und die Form treffen nicht zu und sind damit leicht irreführend.
    Tatsächliche offene Briefe geben dem Empfänger ja auch die Möglichkeit, zu antworten (wenn er es denn möchte). Im vorliegenden Fall ist unklar, ob Bedford-Strohm überhaupt schon weiß, dass dieser Text erschienen ist.

    • Lusru schreibt:

      @klartext77 schreibt: Oktober 31, 2016 um 8:02 am
      Sehr verehrteR @klartext77, in Ihrem Alltag mögen Sie mit dem Umgang mit „offenen Briefen“ recht haben – hier nicht.
      Ein Brief von Buurmann auf seinem (!) blog veröffentlicht und adressiert ist grundsätzlich öffentlich und bedarf keinerlei Winkeldiplomatie im voraus, denn Herr Buurmann will damit GLEICHZEITIG seine werte Leserschaft informieren. Ein Grundsatz von Öffentlichkeit, zumal in einer „Institution“ des Offenen, wie das das blog „Tapfer im nirgendwo“ seit vielen Jahren ist. Auch zu diesem hier aufgegriffenem Thema Judenhass und -Hatz in der originalen Lutherei, bis heute und auch zuletzt nur halbherzig geschichtsverfremdend (Neue Lutherbibel) von den betreffenden Kirchen öffentlich verschämt wo es immer auch geht, verdrängt.
      Als atheistisch lebendes Menschlein übe ich mit jeder Religion Toleranz und erwarte das Gleiche von jeder Religion, komme damit auch in der eigenen (lutherisch lebenden) Familie bestens zurecht – bis auf – …
      Ja, bis auf die unsäglichen reichlichen Judenhasstiraden, die Luther mit zum Fundament seines Protestantismus machte – sie gedanklich daraus zu entfernen entleibt ihn um ein gewaltiges Basisstück – und das wird noch immer verschwiegen, dieser Kontext.
      Kann es sein, dass das der Grund dafür ist, dass sich der Herr Buurmann hier solch eine Mühe macht, genau darauf öffentlich zu verweisen?
      Sie hätten gut daran getan, auf seine Argumente einzugehen, anstatt protestantisch-Kirchenkonform um die Laterne herum über Formalien öffentlicher Briefe zu diskutieren.
      Auch ich teile nicht alles, was Herr Buurmann hier meint, im Kern jedoch sehr wohl:
      Da haben die protestantischen Kirchen wohl noch einen gewaltigen Lutherischen Schuttberg ab zu tragen, bevor sie ökumenische Grossfeiern halten, was wohl das Ablegen von christlichen Insignien auf dem Tempelberg nicht besser verdeutlichen kann.
      Es ist vergleichbar damit, dass Atheisten sich verbiegen und mit dem Kreuz schmücken, wenn sie eine Kirche aufsuchen …

  4. Marcus Vorbrüggen schreibt:

    Kreuz hin, Kreuz her, es ist nur ein Symbol für einen christlichen Glauben, und nicht der Glaube daselbst! Von daher ist der Brief ein wenig abwegig. Nichtsdestrorotz wollen sich Christentum und Islam ihre Vormachtstellungen in Jerusalem sichern, um die Juden aus Jerusalem zu verdrängen. Das Treffen dient diesem einen Zweck und ist auch als solches zu verstehen. Ein Interesse ganz menschlicher Macht.

  5. anti3anti schreibt:

    Einspruch, Gerd,
    „dieser Ort soll ein Haus des Gebetes für alle Völker sein“ steht ursprünglich in Jesaja 5,7. Nachzulesen an der Synagoge in Aachen. Es ist also eine primär jüdische Aufforderung.
    Wenn ein Christ eine Synagoge betritt, erwarten die Juden von ihm, dass er sein Kreuz/Kruzifix nicht offen trägt. Somit befolgen die Pfaffen eine jüdische Aufforderung. Somit betrachten die vereinigten deutschen Christen den Tempelberg als Eigentum des Judengottes.

  6. caruso schreibt:

    Das Abnehmen des Kreuzes war nicht nur falsch, es war auch ein Zeichen von Feigheit. Jesus hätte das ganz sicher nicht gemacht. —
    Ich habe keinen Grund das Christentum zu verteidigen noch weniger die Kirche(n). Nur hatte ich einen fantastischen Psychotherapeuten, der ein gläubiger Christ war. Er hatte ein abgeschlossenes
    Theologiestudium hinter sich. Er erklärte manchmal Sachen den christlichen Patienten, mit denen ich in einer Gruppe war, über ihre eigene Religion. Einmal fragte ich: Also lehrt die Kirche nicht das, was im Neuen Testament steht? Er: in sehr vieler Hinsicht lehrt sie etwas ganz anderes. Ich: Also, man sollte nicht glauben, daß das was die Kirche lehrt, das Christentum ist. Er: Nur Weniges ist
    richtig. – Das verstand ich, daß man die Kirche nicht mit dem Glauben verwechseln soll, was natürlich ziemlich schwer ist, ist doch die Kirche bis zum heutigen Tag die stärkste, machtvollste Vertreterin der christlichen Religion, des christlichen Glaubens. – Wie ich nun – und nicht das erste Mal – die aufgereihte Zitate lese, kam mir plötzlich vor, als ob die Autoren der erwähnten Zitate genau das tun: Sie verwechseln die Kirche(n) mit der Lehre, der Religion. – Was meinst Du, lieber Gerd, und was meint ihr, liebe Andere die hier lesen und schreiben? Ich bin weder Christ noch überhaupt religiös oder gläubig, so kann ich es nicht beurteilen. Danke im voraus für evtl. Antworten.
    lg
    caruso

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Jesus trug kein Kreuz. Er war kein Christ.

      • anti3anti schreibt:

        Jesus wurde zum Christen als er das Kreuz trug.

      • caruso schreibt:

        Natürlich war Jesus kein Christ. Als er starb gab es noch kein Christenrum. Das entwickelte sich erst im Laufe des 2.-.3. Jahrhundert. – Ich meinte nicht, daß er sein Kreuz aus „Höflichkeit“ nicht von der Brust genommen hätte sondern daß er aller Wahrscheinlichkeit nach nichts getan hätte, was seinen Überzeugungen widersprach. Wäre der Herr Bischof von seinem Glauben so überzeugt wie Jesus von seinem war, hätte er sich einen verbalen Zusammenstoß zugemutet. Nicht einmal das tat er. —

        Ich glaube nicht, daß Jesus durch das Kreuztragen Christ wurde, wie anti3anti schrieb. Denn dann hätten alle, die vor ihm gekreuzigt wurden, zu Christen geworden sein müssen. (Deutsche Sprache, schwere Sprache, das die der Teufel holt! – Dieser Spruch stand auf der schwarzen Tafel an der Uni Wien – „Deutsch für Ausländer“). Das halte ich für nicht sehr wahrscheinlich.
        lg und gute Nacht
        caruso

        • anti3anti schreibt:

          Ich werde gezwungen, das Christentum zu verteidigen.
          Jesus hat einen Beinahmen: Christus! Auf Deutsch „Christ“.
          Wann wurde Jesus zum Christus? Als er das Kreuz auf sich nahm! In diesem Moment hörte er auf, Jude zu sein.
          Gott sei Dank ist die Kreuzigung ein Narrativ.
          PS: Nicht jeder, der gekreuzigt wird, ist ein Christ.

          • Praecox schreibt:

            Vollkommener Unsinn!

            „Christus“ ist die lateinische Form des griechischen „Christos“, selbiges eine Übersetzung des Hebräischen „Maschiach“ und bedeutet damit „der Gesalbte“

            Christus = Gesalbter

            Wäre sein Beiname „der Gekreuzigte“ hieße er „Jesus Crucifixus“.

            Etwas mehr Grundwissen sollten Sie schon mitbringen, @anti3anti. Ganz gleich, ob Sie etwas qualifiziert verteidigen, angreifen oder lediglich beschreiben wollen.

          • Praecox schreibt:

            „In diesem Moment hörte er auf, Jude zu sein.“

            So ein himmelschreiender Blödsinn. Das Christentum bzw. eine entsprechende Kreuzessymbolik bzw. eine Kirche war zu diesem Zeitpunkt nicht vorhanden.

            Zudem wurde das Kreuz als Symbol im Frühchristentum nicht verwendet! Erst mit Kaiser Konstantin und zur Zeit der Völkerwanderung wurde das Kreuz Symbol der Kirche. Also zwischem 4. und 6. NACH Christus!!!

          • Praecox schreibt:

            Jahrhundert

          • anti3anti schreibt:

            Praecox: Si tacuisses

          • Praecox schreibt:

            anti3anti:
            Wäre Ihnen das lieber gewesen? Wenn niemand erfahren hätte, dass das Unsinn war, was Sie erzählten?

          • anti3anti schreibt:

            Praecox. Sie interessieren mich nicht. Aber dummerweise fallen andere auf Ihre falschen Narrative herein, sodass ich antworten muss.
            Die deutschen Pfaffen besuchen den Tempelberg in Jerusalem, nicht weil sie Historiker sind, die an historischen Wahrheiten interessiert sind, sondern weil sie als Christen nach christlichen Glaubenswahrheiten suchen. Somit handelt es sich nicht um um historische, sondern um Glaubenswahrheiten.
            – Wenn Sie mir nicht folgen können, dann hören Sie auf zu lesen! –
            Es ist vollkommen gleichgültig, ob das Kreuz als christliches Symbol im Jahre 30 oder 630 nach Christi Geburt eingeführt worden ist. Ähnlich verhält es sich mit dem Nazi-Hakenkreuz, welches schon die Römer gekannt haben.
            Mit dem Tode von Jesus hört nach jüdischer Überlieferung sein Judentum auf (falls es ihn gegeben hat). Solange er gelebt hat, war er Jude und Mensch. Durch den Kreuzestod wird er bei den Christen zu Gott, der Gott-sei-Dank kein Jude ist.
            Nach christlichen Glauben hat er das Kreuz auf sich genommen und seine Anhänger aufgefordert, ihm gleich zu tun. Da er „offensichtlich“ durch den Kreuzestod, bevor er göttlich wird, kurzzeitig zum Messias wird (Christos) erhoben wird, nennen sich seine Anhänger „Christen“.
            Das dumme Geschwätz von Ihnen offenbart sich, dass Sie einen Gott zum Messias herabwürdigen.
            Falls Sie es immer noch nicht kapieren wollen, bleibt mir nur die Feststellen: KMIT

      • knerzje schreibt:

        Er trug sicherlich kein Kreuz, denn es war ja noch nicht „erfunden“; er war aber wie alle der ersten Christen ein Judenchrist

    • Praecox schreibt:

      „Das Abnehmen des Kreuzes war nicht nur falsch, es war auch ein Zeichen von Feigheit. Jesus hätte das ganz sicher nicht gemacht. —“

      😉 Stimmt. Jesus sagte laut Lk 9,23:
      „Da sprach er zu ihnen allen: Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach.“

      • caruso schreibt:

        Lies bitte weiter oben was ich als Ergänzung zu diesem Punkt schrieb. –
        Was Deine Antworten an anti3anti betrifft, muß ich leider Dir recht geben. Nur „Unsinn“
        hätte ich nicht geschrieben, sondern eher „Irrtum“ oder sowas. „Unsinn“ empfand ich in diesem Fall als recht unhöflich und nicht angebracht. Schade…
        lg
        caruso

        • Praecox schreibt:

          Je nun. Höflichkeit ist Definitionssache, nicht? Ich empfinde es als anständig, wenn man bei der Wahrheit/ den Fakten bleibt.

  7. Ralf Weber schreibt:

    Diesem Brief kann ich nur von Herzen zustimmen.

    Unsere Versöhnungsbotschaft ist im dem Heiligen Land dringend erforderlich, sowie unsere Besinnung auf unsere dortigen Wurzeln.
    Jesus (hebräisch Jeschua) war ein Jude sowie auch Abraham, Isaak, Jakob, Moses und die biblischen Propheten. Dazu seine Jünger, Apostel und auch die erste Gemeinde. Die komplette Bibel wurde von Juden geschrieben (abgesehen vom Lukas). Jesus selbst ist in Person der in der Schrift vorhergesagte jüdische Messias aus dem Stamme Davids. Wer dem vertraut und zu ihm gehört, der ist vor unserem liebevollen Gott gerechtfertigt.

    Die Juden sind das in alle Ewigkeit von unserem Gott erwählte Volk seines Eigentums. Dazu Johannesevangelium 4:22: „Jesus: Denn das Heil kommt von den Juden.“ Sehr zu lesen empfehle ich hierzu auch den Römerbrief Kapitel 9-11.

    Jesus starb wegen der Schuld aller Menschen durch eine römische Hinrichtung. Ja, die bestimmende jüdische Führung wollte auch wie die anderen Nationen sein mit einem im weltlichen Sinn starken Herrscher. Aber diesen Weg hat die römisch geleitete christliche Kirche auch gewählt, als sie sich mit dem römischen Reich „vermählte“, für das in der Offenbarung des Johannes der Begriff „Babylon“ verwendet wird. Mit allen schrecklichen Konsequenzen. Wir haben deswegen kein Recht zu Vorhaltungen gegenüber unseren älteren Brüdern und Schwestern, den Juden.

    Wichtig für uns ist das eindeutige Zeugnis und Eintreten für unseren Erretter Jesus Christus auf den die biblischen Schriften schon von Anfang hinweisen. Dieses ist in allen Situationen wichtig, gerade auch wenn es um das Zeugnis und den Beistand für unsere älteren Brüdern und Schwestern, den Juden geht. Gerade der historische Tempelberg ist ein solcher Ort.

    Ihr Land Israel mit allen dort lebenden Menschen braucht gerade jetzt dringend unser Gebet und unseren eindeutigen Beistand.

    • marylou schreibt:

      Sie sitzen da einem Irrtum auf Herr Weber. Abraham, Isaak, Jakob, Moses waren keine Juden. Juden sind, wie man am Namen leicht erkennt, Nachfahren des Jakob/Israel Sohnes Juda.
      Jesus war Jude, darum heisst es dass das Heil durch Juda kommt. Das erwaehlte Volk ist Israel, wovon Juda ein Teil ist, ein Zwoelftel.

  8. Ralf Weber schreibt:

    Diesem Brief kann ich nur von Herzen zustimmen.

    Unsere Versöhnungsbotschaft ist im dem Heiligen Land dringend erforderlich, sowie unsere Besinnung auf unsere dortigen Wurzeln.
    Jesus (hebräisch Jeschua) war ein Jude sowie auch Abraham, Isaak, Jakob, Moses und die biblischen Propheten. Dazu seine Jünger, Apostel und auch die erste Gemeinde. Die komplette Bibel wurde von Juden geschrieben (abgesehen vom Lukas). Jesus selbst ist in Person der in der Schrift vorhergesagte jüdische Messias aus dem Stamme Davids. Wer dem vertraut und zu ihm gehört, der ist vor unserem liebevollen Gott gerechtfertigt.

    Die Juden sind das in alle Ewigkeit von unserem Gott erwählte Volk seines Eigentums. Dazu Johannesevangelium 4:22: „Jesus: Denn das Heil kommt von den Juden.“ Sehr zu lesen empfehle ich hierzu auch den Römerbrief Kapitel 9-11.

    Jesus starb wegen der Schuld aller Menschen durch eine römische Hinrichtung. Ja, die bestimmende jüdische Führung wollte auch wie die anderen Nationen sein mit einem im weltlichen Sinn starken Herrscher. Aber diesen Weg hat die römisch geleitete christliche Kirche auch gewählt, als sie sich mit dem römischen Reich „vermählte“, für das in der Offenbarung des Johannes der Begriff „Babylon“ verwendet wird. Mit allen schrecklichen Konsequenzen. Wir haben deswegen kein Recht zu Vorhaltungen gegenüber unseren älteren Brüdern und Schwestern, den Juden.

    Wichtig für uns ist das eindeutige Zeugnis und Eintreten für unseren Erretter Jesus Christus auf den die biblischen Schriften schon von Anfang hinweisen. Dieses ist in allen Situationen wichtig, gerade auch wenn es um das Zeugnis und den Beistand für unsere älteren Brüdern und Schwestern, den Juden geht. Gerade der historische Tempelberg ist ein solcher Ort.

    Ihr Land Israel mit allen dort lebenden Menschen braucht gerade jetzt dringend unser Gebet und unseren eindeutigen Beistand. Realistisch zur aktuellen Situation inkl. Tempelberg auch folgende Artikel:

    http://www.nytimes.com/2015/04/01/opinion/united-in-ignominy.html?smid=fb-share&_r=2)

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article158772540/Die-Unesco-schliesst-sich-den-Judenhassern-an.html

    http://juedischerundschau.de/warum-westliche-linke-die-rechtsextremen-fremder-laender-lieben-135910672/

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/israel-boykott-einladung-zum-hass-14295344.html

Seid gut zueinander!

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