Halloween oder Reformationstag?

Halloween oder Reformationstag?

An Halloween treiben Menschen albernen Schabernack und Kinder bekommen Süßigkeiten. Der Reformationstag ehrt Martin Luther, der forderte, man möge Synagogen niederbrennen, Toras schänden und Juden verfolgen.

Puh. Lass mich nachdenken …

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19 Antworten zu Halloween oder Reformationstag?

  1. Ralf Weber schreibt:

    Es trennt sich immer deutlicher, was uns Menschen wirklich gut trägt und was nur leerer Schein ist. Das war sinnbildlich schon im biblischen Paradies mit dem „Baum des Lebens“, nämlich unseren Gott selber und dem „Baum der eigenen Erkenntnis (bzw.. Festlegung) von Gut und Böse“, was eigenmächtige Selbstvergötterung mit allen Folgen bedeutet. Wichtig für den „Baum des Lebens“ ist, dass wir durch Jesus durch Wiederversöhnung zu unserem Gott selber finden und uns realistisch nicht an menschliches Vermittler klammern.

    Hier ein sehr nachdenkenswerter Artikel zu aktuellen und sehr ernüchternden Vorgängen und dem offenen Brief, auch im Bezug zum aktuellen Thema Martin Luther:

    http://juedischerundschau.de/bedford-strohm-zum-fremdschaemen-unterwuerfig-und-geschichtsvergessen-135910617/

  2. Ralf Weber schreibt:

    Bei den aktuellen Entwicklungen in der Welt ist wirklich Realismus notwendig, gerade auch angesichts dessen, was sich momentan uns und im Nahen- und Mittleren Osten abspielt.

    Jesus (hebräisch Jeschua) war ein Jude sowie auch Abraham, Isaak, Jakob, Moses und die biblischen Propheten. Dazu seine Jünger, Apostel und auch die erste Gemeinde. Die komplette Bibel wurde von Juden geschrieben (abgesehen vom Lukas). Jesus selbst ist in Person der in der Schrift vorhergesagte jüdische Messias aus dem Stamme Davids. Die biblischen Schriften weisen aufging hin inkl. seinem stellvertretendem Sühneopfer, durch welches wir vor unserem Gott von der Macht der Sünde erlöst sind. Wer dem von Herzen vertraut und zu ihm gehört, der ist vor unserem liebevollen Gott gerechtfertigt. Auch Jesus erstes Gebot ist, dass wir unseren gemeinsamen Gott von ganzen Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft lieben sollen. Und dann uns selber und unseren Nächsten.

    Die Juden sind das in alle Ewigkeit von unserem Gott erwählte Volk seines Eigentums, das Volk seines von ihm geschlossenen ewigen und ersten Bundes.
    Dazu Johannesevangelium 4:22: „Jesus: Denn das Heil kommt von den Juden.“ Sehr zu lesen empfehle ich hierzu auch den Römerbrief Kapitel 9-11. Mit der persönlichen Annahme ihres Jesus (hebräisch „Jeschua“) kommt auch der Heilsplan unseres Gottes zum Abschluss (griechisch „Telos“).

    Jesus starb wegen der Schuld aller Menschen durch eine römische Hinrichtung. Ja, die bestimmende jüdische Führung wollte auch wie die anderen Nationen sein mit einem im weltlichen Sinn starken Herrscher. Aber diesen Weg hat die römisch geleitete christliche Kirche auch gewählt, als sie sich mit dem römischen Reich „vermählte“, für das in der Offenbarung des Johannes der Begriff „Babylon“ verwendet wird. Mit allen schrecklichen Konsequenzen.

    Es ist doch ehrlich gesagt eine Beleidigung für die Juden, wenn man angesichts dieser Geschichte versucht, sie irgendwie in diese Institution Kirche zu befördern. Man denke nur an den Zornesausbruch Martin Luthers angesichts der berechtigen Bedenken sich seiner Kirche anzuschließen. Diese Diffamierungen wurde auch noch im Dritten Reich zitiert.

    Statt „Mission“ ist hier besser eine klare Entschuldigung für das von den christlichen Kirchen begangene Unrecht angebracht. Gott hat durch sein Wort schon von Anfang immer zu ihnen geredet. Wenn sie diesem Wort Gottes vertrauen rechnet Gott Ihnen dieses Vertrauen in ihn selbst auch als Zugehörigkeit an.

    Zu Jesus (hebräisch „Jeschua“) als Wort Gottes steht im Johannesevangelium 1:1 – 5 und 1:14 – 18
    „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.“

    „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes gibt Zeugnis von ihm und ruft:Dieser war es, von dem ich gesagt habe:Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich. Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus (hebräisch „Jeschua Hamaschiach“) geworden.“

  3. Stolzer Lutheraner schreibt:

    Luther war eine Riese. Er sah den Juden damals schon so wie wir ihn erst heute sehen.

    A.H.

  4. Sophist X schreibt:

    Eine Wahl zwischen Judenfeind und Halloween-Hirnfäule? Da kann man offensichtlich nur verlieren.
    Radieren wir Luther mal probehalber aus der Geschichte: Keine evangelikalen Christen! Diese amtlich pro-israelische Bastion der Christenheit hätte es nie gegeben.

  5. Markus Leuthel schreibt:

    — Widdenberch, 30. April 1517 —

    (himmlischer Sprecher)
    Die Welt brennt, das (h)eilige gnömische Reich deutscher Naziooon liegt in Butt(er) und Flasche, und Widdenberch geht es auch nicht mehr so gut.
    Aber einer lässt sich nicht unterkriegen.
    Im EKD-Bunker brennt noch Licht…

    *Ich hock in meinem Bonker mitten in Nicht-Nord-Elbien,
    Ich habe Weihrauch-Kapseln und genug Jesuin.
    Die himmlische Luftwaffe ist futsch, die Kirch‘ kapott,
    Der Kriech gegen die Heid’n macht keinen Spaß mehr.
    Kapitulationsthesen, leider halt ich nix davon,
    Ich habe über mir 95 Meter EKD-Beton.
    Kapitulation, nö, nö, mir bleibt doch Schwester Blondie Mary – und ’ne Flasche Heidenbluuut.

    Refrain:
    Maddin, du aldes Mönchgetüm, stüab doch endlich. (Maddin: Nahain!)
    Maddin, du aldes Mönchgetüm. (Maddin: Das habt ihr euch so gedacht, dass ich kapituliere!)
    Maddin, du aldes Mönchgetüm, verschwind‘ doch endlich. (Maddin: Ich kapituliere niemals!)
    Maddin, du alder Zombie…!
    (…)*

    (äußerst frei nach Werner Moers)

    Happy Halloween! 🙂

  6. anti3anti schreibt:

    Halloween oder Reformationstag?
    Nein.
    Machtergreifung oder Reformationstag?
    Hitler zog den 30. Januar vor. Schade.

  7. Michael schreibt:

    Luther hat nicht nur massiv gegen die Juden gehetzt, sondern auch sehr erfolgreich zum Massenmord an den Bauern aufgerufen (ca. 100.000 Tote). Ob nun Luther irgendetwas an eine Kirchentür genagelt hat oder nicht, ist für die Geschichte völlig belanglos. Wichtiger ist, dass es vor 500 Jahren zwei Rackets (aka Kirchen) gab, die etablierte katholische und die neu gegründete protestantische. Beiden ging es und geht es allein um Macht & Besitz. Selbstverständlich haben sie nichts mit der Moral und der Ethik des galiläischen Juden Jesus zu tun.

  8. holger schreibt:

    hallo gerd,
    ich habe den eindruck das du dir nicht im klaren bist was luther damals getan hat, um was für einen historischen kontext es sich handelt, sonst würdest du solche fragen nicht stellen.

    hier ein link : A Man Named Martin Luther :

    luther hat mit fragen (du bist doch ein fan von fragen oder?) die welt aus den angeln gehoben…

  9. Bruno Becker schreibt:

    Solange nur die Reformation gefeiert wird, soll es mir recht sein. Die hat ja Luther wohl nicht ganz alleine gezimmert, oder? Scheiss auf Luther, aber scheiss auch auf die katholische Kirche, die war ja den Juden auch nicht immer ganz wohlgesonnen.
    Und was Halloween angeht: das gehört hier nicht her. In Nordhessen gab es früher stattdessen am Nikolaustag den „Globes-Abend“, auch mit Verkleidung und Süssigkeiten, aber ohne schwachsinnige Horrormasken.
    Vielleicht ersetzen wir irgendwann den Reformationstag durch den Tag der Aufklärung, z.B. am 13. Dezember, Heines Geburtstag. Da können die Kinder im Mönchskostüm von Tür zu Tür gehen und den Leuten mit dem Fegefeuer drohen, wenn sie nicht sofort Süssigkeiten rausrücken.

  10. mühlstein schreibt:

    Drehen wir es doch mal rum:
    Der Reformationstag erinnert an die 95 Thesen, die Martin Luther an die Kirchentür hämmerte, weil er was Gutes für die Menschen tun wollte.
    Halloween ist ein Fest, bei dem verkleidete Kinder von Haus zu Haus gehen und wenn sie nichts bekommen, dann vandalieren sie die Haustür oder den Garten.

  11. Hoppie schreibt:

    Ich versteh das ganze „iiiih, Halloween, ami-Import-muss das sein naserümpf“ überhaupt nicht. Wir leben was, 70-80 Jahre wenns gut läuft, da ist jede Ausrede für ne Party recht.

  12. Hessenhenker schreibt:

    Luther forderte, Synagogen niedeerzubrennen und Juden zu verfolgen?
    Dann wäre er etwa nur der Prophet vor der Ankunft seines Heil-and Hitler gewesen?

  13. abusheitan schreibt:

    Kultureuropäer feiern Samhain. 😉

Seid gut zueinander!

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