„Nur ein toter Jude ist ein guter Jude!“ 

Ich habe in meiner Schulzeit jeden 9. November mit dem Schulchor vor dem Gedenkstein in meinem niedersächsischen Heimatdorf Haren (Ems) gesungen, der an die Synagoge erinnert, die 1938 von den Nazis niedergebrannt wurde.

Ich habe Klassenfahrten nach Dachau und Theresienstadt gemacht, habe mit Oma und Opa über die Zeit des Nationalsozialismus’ gesprochen und “Schindlers Liste” im Leistungskurs Geschichte geschaut. Ich bin, was man einen Vergangenheitsbewätiger nennen kann.

Wir haben uns mit unserer Vergangenheit auseinander gesetzt. Jedes Jahr ein bisschen mehr. Heute sitzen wir hier und ganz weit von uns, schön weit weg, irgendwo die böse, dunkele Vergangenheit. Aber ist die Vergangenheit wirklich so weit weg? In den letzten Wochen und Monaten wurden diese Parolen auf deutschen Straßen skandiert:

„Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein“, „Hamas, Hamas, Juden ins Gas!“, und immer wieder „Kindermörder Israel“. Die letzte Parole erschallte in Frankfurt sogar aus einem Lautsprecher auf einem Polizeiauto und in Hagen aus einem Megaphon, das die Polizei den Skandierenden geliehen hatte. Im Jahr 2014 unterstützen Deutsche Polizisten Demonstranten logistisch, die Israel als Kindermörder dämonisierten. Im Jahr 1938 entlud sich in der Nacht zum 10. November der blanke Hass auf deutschen Straßen. Hören Sie sich mal diese Worte an:

“Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Was klingt wie eine Rede von Joseph Göbbels ist in Wirklichkeit viel jünger. Sie wurde am 28. Februar 2010 auf Al-Aqsa TV von einem Minister der Hamas gehalten. Die Hamas wurde in Gaza zur stärksten Partei gewählt und fordert laut Artikel 7 der eigenen Gründungscharta die Vernichtung aller Juden weltweit. All das passiert heute. Wir aber sitzen hier und bewältigen Vergangenheit. Gegenwärtige Probleme werden in Deutschland erst in der Zukunft als Vergangenheit bewältigt!

In Deutschland findet Judentum fast nur noch in Gedenkstunden statt. In Schulen taucht das Judentum deutlich öfter im Geschichtsunterricht auf, als im Philosophie-, Ethik-, Religions- oder Gesellschaftskundeunterricht. Juden, das sind für viele Deutsche die Opfer von damals, nicht die Lebenden von heute.

Ich bin von Beruf Schauspieler und Theaterautor. Wenn ich in New York bin und dort sage: „Heute gehen wir in ein jüdischen Stück“, dann sehe ich freudige Augen. Jüdisches Theater, das steht in Amerika für spritzige Dialoge, humorvoller Tiefgang, für Woddy Alan und Neil Simon. Wenn aber in Deutschland sage: „Heute gehen wir in ein jüdisches Theaterstück“, dann sehe ich in deprimierte Gesichter. In Deutschland steht jüdisches Theater für Auschwitz, Holocaust und Anne Frank. In Deutschland sind Juden die Toten von damals.

Das größte Denkmal für Juden in Deutschland ist das Holocaust Mahnmal. Altkanzler Gerhard Schröder sagte einst dazu, es sei ein Ort, „wo man gerne hingeht“. Der Historiker Eberhard Jäckel brachte es sogar fertig, zu sagen: „Es gibt Länder in Europa, die uns um dieses Denkmal beneiden.“

Deutschland ist stolz auf seine Vergangenheitsbewältigung, die es ohne die Vergangenheit natürlich nicht gäbe. Bei dem ganzen Stolz haben jedoch viele die Gegenwart vergessen, die lebenden Juden von heute.

Auf deutschen Straßen wird wieder gegen Juden gehetzt, Synagogen werden attackiert und Juden angegriffen. In Belgien und Frankreich wurden in den letzten Jahren sogar Juden gefoltert und ermordet, weil sie Juden waren, zum Beispiel in Toulouse, Paris und Brüssel.

Seit über 60 Jahren sieht sich das kleine demokratische Land Israel von Feinden umzingelt, die einen Krieg führen, an dessen Ende die Radikalen von der Hamas die Vernichtung aller Juden fordern, während die sogenannten Gemäßigten von der Fatah nur die Vernichtung des Staates Israels in Aussicht stellen. Seit Jahrzehnten muss sich Israel gegen seine Vernichtung verteidigen. Und was macht die deutsche Mehrheitsgesellschaft? Sie kritisiert Israel!

Natürlich macht Israel Fehler. Israel befindet sich im Krieg. Im Krieg machen alle Fehler! Aber Israel will diesen Krieg nicht! Israel will von Freunden umgeben sein, nicht von Feinden. Israel zu kritisieren, weil das Land die Absichtserklärung der Feinde, alle Juden zu vernichten, ernst nimmt, ist so geschmacklos, wie die revoltierenden Juden im Warschauer Ghetto zu kritisieren, weil sie sich gewehrt haben und dabei töten mussten.

Ebenfalls in Niedersachsen befindet sich die Stadt Oldenburg. Wie in Haren (Ems) findet dort jährliche eine Gedankveranstaltung in Form eines Gedenkmarsch zur Erinnerung an die Deportation von Oldenburger Juden in Konzentrationslager und die Zerstörung der Synagoge im Jahre 1938 statt. Wie in meiner Heimatstadt tragen dort ebenfalls Schülerinnen und Schüler der örtlichen Schulen zum Inhalt der Veranstaltung bei. Bei der Veranstaltung im Jahr 2016 wurde jedoch erstmals ein Mann aufgefordert, seine Israelfahne wegzustecken. Sein Name ist Rolf Woltersdorf und er sagt:

„Ich wollte am Marsch der Erinnerung mit meiner israelischen Flagge teilnehmen, als Zeichen der Solidarität mit Israel – dem Land der Überlebenden des Holocaust. Als ich jedoch die Flagge entrollte, kam ein Lehrer zu mir und forderte mich auf, die Flagge wieder einzustecken.“

In einem Gespräch mit der Jerusalem Post erklärt Woltersdorf, ein Veranstalter habe sogar „mit körperlicher Gewalt“ versucht, seine israelische Fahne zu entfernen. Neben Rolf Woltersdorf trug auch die Erzieherin Cordula Behrens eine israelische Flagge. Ihr wurde daraufhin brüsk erklärt: „Die Flagge hat nichts mit der Erinnerung an tote Juden zu tun.“

Einige Oldenburger Juden, darunter die Familie de Beer, schafften es, während des Holocaust zu fliehen. Sie lebten nach dem Holocaust in Israel. Rolf Woltersdorf sagt:

„Dass der Staat Israel viele Oldenburger und europäische Juden vor deutschen Todesurteilen gerettet hat, schien die Lehrer und der ehemalige Gewerkschaftsbeamte offensichtlich nicht zu interessieren.“

Stattdessen aber waren auf der Gedenkveranstaltung eine Menge Keffiyeh zu sehen, besser bekannt als das Palästinensertücher.

Für viele Menschen ist dieses Tuch nur ein Modestück. In Teilen Teilen der arabischen Welt wurd das Tuch als nützlicher Schutz vor Sonne und Staub verwendet. Das Tuch hat aber noch eine andere Bedeutung. Ungefähr um 1936 begann der als Mufti von Jerusalem bekannte Amin el-Husseini, das sogenannte Palästinensertuch bei der Bevölkerung teilweise unter Einsatz von Strafe und Folter durchzusetzen. El-Husseini war einer der engsten Verbündeten der Muslimbruderschaft, die heute Terrorgruppen wie al Qaida und die Hamas umfasst, deren erklärtes Ziel der Judenmord ist.

Unter Amin el-Husseini fand die erste große Kampagne der Muslimbrüder gegen Juden und Zionisten statt. Mit Parolen wie „Nieder mit den Juden“ und „Juden raus aus Ägypten und Palästina“ wurde damals in den 30er Jahren, schon vor der Existenz des Staates Israels, das Ziel artikuliert, die Länder von jüdischen Menschen zu „säubern“. Die Parolen der Muslimbrüder erinnern nicht zufällig an die Ideologie der Nazis. Amin el-Husseini war ein enger Freund Himmlers. So wurde beispielsweise ein blutiger Aufstand 1936 in Palästina von den Nazis finanziell und durch Waffenlieferungen unterstützt. Für die Verabschiedung der Nürnberger Rassegesetze erhielt Hitler Glückwünsche aus der gesamten arabischen Welt, besonders aus Palästina. Noch heute sind in der arabischen Welt die Werke „Mein Kampf“ und „Die Protokolle der Weisen von Zion“ auf den Bestsellerlisten zu finden.

Das Palästinensertuch ist für viele Menschen, die es tragen, eine Offenbarung des Wunsches nach der Vernichtung Israels. Es steht für eine Gesellschaft, in der Frauen, Homosexuelle und Christen nicht gleichberechtigt sind und wo Unterdrückung und Gewalt an der Tagesoednung sind und Individualität und Freiheit nichts zählen.

In Oldenburg fand nun eine Holocaust-Gedenkveranstaltung statt, in der die Fahne des Landes, in dem die meisten Juden der Welt leben, nicht erwünscht war, während Symbole gezeigt werden durften, die besonders oft von jenen Menschen getragen werden, die die Vernichtung des gesamten Judentums fordern. Das klingt ungeheuer genau nach: „Nur ein toter Jude ist ein guter Jude!“

Die Stadt Oldenburg ist bekannt für ihre ganz besondere Beziehung zu Israel. Dort werden sogar Kinder von einem dem Hass verfallenen Lehrer unterrichtet, der in seiner Freizeit zum Boykott jüdischer Waren aufruft. Sein Name ist Christoph Glanz. Er ist als Pädagoge an der integrierten Gesamtschule Flötenteich tätig. Er macht keinen Hehl aus seinem Hass gegen Israel. In einem offiziellen Flugblatt der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft der Stadt Oldenburg fordert er nicht nur den Boykott aller israelischer Waren, sondern auch Sanktionen gegen Menschen, wenn sie einen israelischen Pass haben! „Kauft nicht bei Juden“ hieß das in den dreißiger Jahren in Oldenburg. Weitere Informationen in diesem Artikel: „Glanz-Leistung“

Die Stadt Oldenburg ist nicht die einzige Stadt in Deutschland, in der die Israelfahne für Missstimmung sorgt. Almog Cohen ist ein israelischer Fußballspieler. Er stand beim FC Ingolstadt 04 unter Vertrag. Am 26. April 2015 trennten sich im Stadion an der Alten Försterei die Union Berlin und der FC Ingolstadt mit einem 2:2. Almog Cohen saß das ganze Spiel über auf der Bank und twitterte kurz nach Abpfiff auf hebräisch:

„Heute wurde beim Spiel eine Israel-Fahne entfernt. Eine Fahne, die deutsche Fans mitgebracht haben, wurde von einem Ordner entfernt. ‚Keine Juden-Fahnen‘, sagte er.“

Der stellvertretende Polizeisprecher Berlins, Thomas Neuendorf, erklärte daraufhin: „Das Einsammeln der Israel-Flagge war eine Entscheidung des Polizeiführers.“ Die Entscheidung werde geprüft, hieß es weiter, und sobald der Polizeiführer dem Polizeipräsidenten einen Bericht vorlegt habe, werde die Behördenleitung den Fall bewerten. Auf die Frage der BZ, auf welcher Rechtsgrundlage die Entscheidung des Polizeiführers in der Alten Försterei gefallen sei, erklärte der Polizeisprecher: „Mir ist nur bekannt, dass der Polizeiführer ein Gespräch mit dem Fan-Beauftragten von Ingolstadt geführt hat. Danach wurde die Flagge dann vom Zaun abgehängt.“

Der FC Ingolstadt sagte der BZ später, ihm wurde mitgeteilt, dass in Berlin eine große palästinensische Gemeinde zu Gast sei und daher ein besonnenes Verhalten gewünscht sei. Bei der Gemeinde handelt es sich um die „13. Konferenz der Palästinenser in Europa“, die an dem selben Wochenende in der „Arena“ in Berlin-Treptow stattfand. Die Organisatoren der Konferenz waren die Palästinensische Gemeinschaft in Deutschland (PGD) und das Palestine Return Center (PRC). Laut Verfassungsschutz unterhalten beide Organisationen Verbindungen zur Hamas.

Die Hamas ist das Regime, das seit 2006 im Gazastreifen herrscht, nachdem das Gebiet „judenrein“ gemacht wurde. In einer wahren „Gazakristallnacht“ wurden alle Synagogen in Gaza angezündet oder zerstört. Heute darf dort kein Jude mehr leben. Minister der Hamas erklären Juden zu Bakterien, die vernichtet werden müssen und verbieten sämtliche Beziehungen zu Juden. Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas fordert die Vernichtung aller Juden weltweit. Weltweit! Dazu gehört auch die Alte Försterei in Berlin. Wenn dort eine Fahne des Staates Israel hängt und zwar an einem Tag, da viele Hamassympathisanten in der Stadt sind, die alles Jüdische vernichten wollen, muss die Berliner Ordnungskraft Prioritäten setzen. In diesem Fall lautete die Entscheidung: „Keine Juden-Fahnen!“

Auch bei einer Demonstration vor dem Berliner Hauptbahnhof am 27. März 2011, auf der zu einem Boykott gegen Israel aufgerufen wurde, entfernte die Polizei eine Israelfahne und nahm zwei Menschen in Gewahrsam, weil sie sich weigerten, Ihre friedliche Solidaritätsbekundung mit Israel zu unterlassen. Es waren nur zwei Menschen, die sich mit Israelfahne neben eine anti-israelische Demonstration stellten. Sie störten nicht, sie brüllten nicht, sie randalierten nicht. Weder skandierten sie anti-arabische Parolen, noch präsentierten sie irgendwelche Tafeln mit anti-arabischen Meinungen. Sie riefen zu keinem Boykott auf und stellten niemandens Exitenz in Frage. Sie zeigten nur, in Anbetracht der Einseitgkeit der Ausstellung gegen die sie demonstrierten, ganz friedlich die Israelfahne, um zu zeigen, dass Israel nicht ein zu vernichtender Teufel ist, wie es die Hamas behauptet, sondern ein liebenswertes Land mit guten und schlechten Seiten.

Sie waren nicht einmal erkennbar pro-israelisch, denn das Zeigen einer Flagge zur puren Verdeutlichung, dass das Land ein Recht auf Existenz hat, ist kein Zeichen besonderer Zuneigung. Es ist kein besonderes Zeichen der Zuneigung, wenn ich einem Land das Recht auf Existenz und Verteidigung zuspreche, schließlich spreche ich jedem Land diese Selbstverständlichkeit zu. In der Verteidigung des Existenzrechts Israels einen pro-israelischen Akt zu vermuten, ist so absurd, wie zu behaupten, man sei pro-jüdisch, wenn man gegen Auschwitz und die Vernichtung von Juden sei. Die Verurteilung des Holocaust ist natürlich nicht pro-jüdisch, sondern schlicht pro-menschlich, so wie die Verurteilung der Sehnsucht nach der Vernichtung Israels auch nicht pro-israelisch sondern schlicht pro-menschlich ist. Diese Menschlichkeit aber provozierte die pro-palästinensischen Demonstranten aufs Äußerte. Sie gingen auf die beiden Personen los. Die bloße Existenz der Israelfahne war ihnen schon ein Dorn im Auge, so wie für die Hamas schon die bloße Existenz des Landes Israels und Juden überhaupt ein zu lösendes Problem ist.

Als die Demonstranten sich aufmachten, der Existenz der Israelfahne ein Ende zu bereiten, schaltete sich die Polizei ein. Allerdings verteidigte sie nicht etwa das Recht der zwei Personen, die Fahne eines demokratischen Landes friedlich hochzuhalten, sondern sie kassierten die Fahne Israels und nahmen die beiden Personen in Gewahrsam.

Nun kann argumentiert werden, dass angemeldete Demonstrationen nicht gestört werden dürfen und dass die Polizei eine Trennung zwischen Demonstranten und Gegendemonstranten durchzusetzen habe; aber dürfen zwei Menschen, die die Fahne eines Landes hochhalten schon als Störung der Sicherheit angesehen werden? Sie störten zwar unzweifelhaft die israelhassenden Demonstranten, aber soll man diese Subjekte wirklich zum Maßstab für Bürgerrechte nehmen?

Was wäre gewesen, wenn Nazis vor dem Berliner Hauptbahnhof demonstrieren hätten, die was gegen schwarzhäutige Menschen haben? Hätten dann alle dunkelhäutigen Menschen fortgeschickt und gegebenenfalls in Gewahrsam genommen werden müssen, weil sie sonst die Demonstraten störten?

Was wäre gewesen, wenn ein Mensch mit einer Israelfahne als Kippa auf dem Kopf vor dem Hauptbahnhof gestanden hätte? Hätte die Polizei ihm die Kippa vom Kopf genommen oder gleich den ganzen Juden entfernt, wie es vor zwei Jahren die Polizei in Duisburg mit einer Israel-Flagge gemacht hatte?

Damals hing die Flagge Israels an einem Fenster einer Duisburger Wohnung, an der ein anti-israelischer Demonstrationszug vorbeizog. Als sich brutaler Unmut unter den Demonstranten breit machte, löste die Polizei nicht etwa die Demonstration auf, sondern kapitulierte vor dem Trupp und erstürmte die private Wohnung und entfernte die Flagge.

Was passiert, wenn anti-israelische Menschen bald vor Synagogen ziehen, weil sie sich von den Symbolen provoziert fühlen? Gehen deutsche Ordnungshüter dann auch in diese Gebäude und entfernen die dort sichtbaren jüdischen Symbole? Müssen dann auch die Gemeindemitglieder diese Aktion bezahlen? Wird die Aktion an einem 9. November stattfinden?

Natürlich hätte die Polizei das Recht der Personen verteidigen können, die Israelfahne zu zeigen, wie es die Polizei in Bochum am 17. Januar 2009 gemacht hatte, als eine Demonstration von über 1500 Personen gegen den Staat Israel stattfand, zu der vier Moscheegemeinden aufgerufen hatten. Damals holte eine Studentin die Israel-Flagge herausholte. Die Flagge hatte die Studentin nach eigenen Angaben bei sich, da sie gerade auf dem Weg zu einer Kundgebung in Duisburg gewesen war. Als sie jedoch an dieser Demonstration vorbei kam, sei ihr klar geworden, dass sie hier dringender gebraucht werde und schwenkte zusammen mit ihren Freundinnen und Freunden, die ebenfalls auf dem Weg zur Kundgebung nach Duisburg waren, die Israel-Flagge und holten zudem noch ein paar Transparente heraus, die sie für die Duisburger Kundgebung im Gepäck hatten.

Die Polizei erkannte das Recht der Studentin auf das Zeigen der Israelfahne, denn laut Angaben der Studentin akzeptierte die Polizei nach einer kurzen Verhandlung das Angebot der Gruppe, offiziell eine Spontankundgebung anzumelden. Die Gruppe entrollte ihr Transparent, verteilte einige Flugblätter, in denen zur Solidarität mit Israel aufgerufen wurde, und beendete ihre Aktion nach kurzer Zeit wieder.

Später jedoch leitete die Staatsanwaltschaft Bochum ein Strafverfahren gegen die Stundetin ein und veruteilte sie mit einer Geldstrafe von € 300,- für das Zeigen der Israelfahne. Vielleicht hatten die Berliner Polizeibehörden diese Entscheidung im Kopf, als sie sich dazu entschlossen, die Israelfahne zu kassieren.

Juden jedenfals dürfen in Deutschland beleidigt werden, aber ihr Stolz wird gerichtlich beschränkt. Israelhass ist durch das Recht auf freie Meinung gedeckt – Israelliebe jedoch nicht! Solidartiät mit Juden darf es in Deutschland einfach nicht geben und wenn sich doch so etwas wie Solidarität regt, dann schreitet ein deutsches Gericht ein, wenn sich die Polizei weigert, es zu unterbinden.

Wenn es in Deutschland in diesem Tempo weiter geht, könnte es auch bald wieder geschehen, dass Synagogen in Deutschland eine Gefährdung der inneren Sicherheit darstellen. Die ersten Schritte dahin sind bereits getan. Im Verfahren gegen die Bochumer Studentin, die die Israelfahne gezeigt hatte, argumentierte die Richterin tatsächlich, die Gruppe um die Studentin hätte die antiisraelische Demonstration mit der Israel-Fahne „provoziert“. Mit anderen Worten: Wenn sich Judenhasser in Deutschland durch einen Davidstern provoziert fühlen und bereit sind, ihre Agression in Gewalt umschlagen zu lassen, sind nicht etwa die Gewalttäter Verbrecher, sondern jene Menschen, gegen die sich der Hass richtet. Die Richterin hielt den Angeklagten sogar vor: „Das war keine ungefährliche Situation, die Sie geschaffen haben.“

Dann war es von den Juden vor dem 9. November 1938 vermutlich auch eine nicht ungefährliche Situation, sich überhaupt auf deutschem Boden nieder zu lassen. Kein Wunder also, dass die Juden und Jüdinnen damals für die Kosten der Zerstörungen der Pogromnacht selbst aufkommen mussten, nicht wahr verehrte Richterin?

Im Jahr 2015 verurtelte das Wuppertaler Amtsgericht zwei Araber zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten Haft auf Bewährung verurteilt für einen Brandanschlag auf eine Synagoge. Ein weiterer 18-Jähriger Täter wurde nach Jugendstrafrecht zu einer Bewährungsstrafe ohne konkretes Strafmaß verurteilt. Alle drei mussten zudem 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Das niedrige Strafmaß begründet das Gericht mit der Feststellung, dass es keine Anhaltspunkte für eine antisemitische Tat gäbe.

Die Palästinenser hatten gestanden, im Sommer 2014 Brandsätze auf die Synagoge geschleudert zu haben, erklärten aber, dass sie damit die Aufmerksamkeit auf den Gaza-Konflikt lenken wollten.

So ist das also! Wenn ein Anschlag auf eine jüdische Einrichtung in Deutschland verübt wird, weil jemandem die Politik Israels nicht gefällt, dann kann das Amtsgericht in Wuppertal keinen Antisemitismus feststellen! Wenn das die Rechtsextremisten von Hooligans Gegen Salafisten erfahren, haben die Moscheen in Deutschland aber ein ganz großes Problem. Von nun an kann jeder Hooligan Brandanschläge auf Moscheen mit der Begründung verüben, die Politik im Iran gefalle ihm nicht. Anhaltspunkte für eine muslimfeindliche Tat wird das Amtsgericht in Wuppertal jedenfalls nicht feststellen können!

Die Tat der drei Palästinenser war ganz klar antisemitisch motiviert! Es ist die Fatah in Judäa und Samaria, die am Tag der 47-Jahr-Feier der regierenden Partei Mufti Muhammad Hussein einlud, um dies zu predigen:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben“

Die drei Palästinenser in Wuppertal, die einen Brandanschlag auf eine Synagoge verübt haben, kennen diesen Hass nur zu gut! Am 7. Mai 2011 fand in der Uni-Halle in Wuppertal die „9. Konferenz der Palästinenser in Europa – die Generation der Rückkehr kennt ihren Weg“ statt. Ich war dabei! Es war eine beängstigende Veranstaltung! Mir wäre eine bisschen mehr Tanz und etwas weniger Rache auf der Konferenz deutlich lieber gewesen.

Was ich dort erleben durfte, war eine pure Einschwörung der Anwesenden auf grenzenlosen Hass gegen Israel. Auf deutschem Boden fand eine Veranstaltung statt, auf der das Existensrecht Israels in Frage gestellt wurde und nicht selten in klaren und deutlichen Worten erklärt wurde, Israel besäße eben dieses Recht nicht.

Kein Recht auf Existenz bedeutet die Verfolgung, Vertreibung und Vernichtung von Millionen jüdischer Menschen in Israel. Dafür haben wir in der westlichen Welt seit einer amerikanischen Fernsehserie aus den 70er Jahren einen anderen Begriff: Holocaust! Wer das Existenzrecht Israels verneint und eine Zerstörung des Staates wünscht, der plant nichts anderes als einen Holocaust. Der Holocaust mag mit der Frage nach dem Existenzrecht auch in noch so milden Worten daher kommen, er bleibt ein Holocaust und eben das wurde am 7. Mai 2011 in der Uni-Halle in Wuppertal besprochen. Das Amtsgericht Wuppertal wird in dem Fall vermutlich auch keine antisemitische Überzeugung feststellen können.

Pausenlos wurde ich bei der Veranstaltung mit Filmen, Vorträgen und Theaterstücken konfrontiert, in denen Juden ausnahmslos als böse und verachtenswerte Menschen dargestellt wurden. Ein Theaterstück endete mit einer Erklärung von Kindern, die ihren Vätern und Müttern schwörten, Israel bis zum Tod zu bekämpfen. Wäre ich ein Kind gewesen und hätte diese Show gesehen, wäre wohl auch für mich klar geworden, dass Israel vernichtet gehört.

Am 7. Mai 2011 wurden Kinder und Jugendliche auf deutschem Boden auf einen Krieg eingeschworen. An diesem Tag gingen der Welt in Wuppertal eine Vielzahl Kinder für den Frieden verloren und die Möglichkeit eines friedlichen Zusammenlebens von Juden und Palästinensern rückte in schier ungreifbarer Ferne. Statt auf Integration setzte diese Veranstaltung voll und ganz auf die Dämonisierung.

Bei der Veranstaltung musste ich immer wieder an den judenfeindlichen Dreck denken, der im palästinensischen Fernsehen gesendet wird. In „Kindersendungen“ werden Kinder zu Kanonenfutter erzogen, die Freude daran verspüren sollen, Juden zu töten und wenn es sein muss sogar im Krieg gegen Juden zu sterben.

Das lustige Hamas-Häschen Assud ruft Kinder zum Krieg gegen Ungläubige auf. Zu seinem Hobby gehört es, Juden zu essen.

Die Hamas Mickey Mouse lässt Kinder Lieder über die heldenhafte Tat des Attentats singen.

All diese Sendungen werden via Satellit auch in Deutschland von vielen arabischen Haushalten empfangen! Diese Sendungen sind keine Ausnahmen im arabischen Fernsehpogrom, sondern kindgerechter Alltag in einer Medienlandschaft, die Juden nur als Affen, Mörder und Kakerlaken zeigt, wie dieser ZDF-Bericht beweist.

In der englischen Ankündigung der Veranstaltung am 7. Mai 2011 in Wuppertal wurde übrigens öffentlich über eine “Endlösung der Judenfrage” nachgedacht. Erst als Tapfer im Nirgendwo darüber berichtete, verschwand der Begriff „final solution“ aus der englischen Ankündigung. Für eine geraume Zeit aber lud die Veranstaltung in Wuppertal zu diesem Gedankenspiel ein:

“Das Problem der palästinensischen Flüchtlinge (gewaltsam von ihrem eigenen Land, ihren Farmen und Immobilien vertrieben durch ethnische Säuberung im Jahre 1948) ist der Kern der palästinensischen Sache als Ganzes. Lösung des Problems der palästinensischen Flüchtlinge ist ein Schlüsselelement zur Endlösung der Judenfrage.”

Drei Jahre später verübten drei Palästinenser in Wuppertal ein Brandanschlag auf eine Synagoge und das Amtsgericht in Wuppertal konnte keine Anhaltspunkte für eine antisemitische Tat erkennen. Wir schreiben das Jahr 2016. Heute werden Juden in Deutschland beleidigt, geschlagen und angegriffen. Im Nahen Osten wirken Menschen, beseelt von dem Wunsch nach einem neuen Holocaust! Das ist die Gegenwart! Aber die Gegenwart von heute wird die Vergangenheit von morgen sein. Anstatt ständig Kränze für tote Juden abzuwerfen, während die lebendigen Juden vor allem in Israel kritisiert werden, weil sie sich nicht einfach so abschlachten lassen wollen, sollten wir den lebendigen Juden etwas mehr Solidarität zeigen. Vielleicht sparen wir uns in den nächsten Jahren einfach mal ein paar Kränze für tote Juden und laden dafür öfter lebendige ein. Juden lieben das Leben. Sie stoßen sogar darauf an: Lechaim! Im November 2016 wurde in Oldenburg gefordert, dass das Symbol lebengiger Juden weggesteckt wird. Lebendige Juden stören beim Gedenken an tote Juden!

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37 Antworten zu „Nur ein toter Jude ist ein guter Jude!“ 

  1. Ben schreibt:

    @Paul & Amor
    „wenn Ben es jetzt nicht begreift, dann will er nicht“
    Was genau habe ich nicht begriffen?

    „Aber aus dieser Ecke kennen wir das zur genüge“
    Aus welcher Ecke komme ich Ihrer Meinung nach und wie kommen Sie darauf?
    Finden Sie es nicht dreist etwas derartiges ohne eine Begründung zu schreiben?
    Sie hätten ja auch schlicht schreiben können das es Ihnen nicht gefällt was ich schreibe, stattdessen kommen derart asoziale und dumme Bemerkungen ohne auch nur zu versuchen dies durch Argumente zu untermauern.

    Die von mir angezweifelte Behauptung Herrn Buurmanns deutsche Medien kritisieren hat nicht
    Hand und Fuss. Entweder werfen die deutschen Medien Israel vor sich nicht abschlachten lassen zu wollen oder Sie tun es nicht.

    Sie tun es nicht.

    Dieser mehr als zehn Jahre alte Artikel mit der saudummen Überschrift soll das Gegenteil beweisen? Wiedersprechen Sie mir ruhig, aber auch dort wird Israel nicht im geringsten der Vorwurf gemacht sich nicht abschlachten lassen zu wollen.

    Aber der Focus-Artikel kritisiert doch Israel?
    Nein, das tut er nicht im geringsten.

    Wird der Iran schön geredet?
    Nein, ganz im Gegenteil, dort ist deutlich zu lesen das Präsident Ahmadinedschad den Völkermord an den Juden als Mythos bezeichnet und verlangt hat das Israel von der Landkarte getilgt werden müsse.

    Sieht so für Sie Hass aus?

    Mit dieser unwahren Behauptung – die es niemals irgendwo gegeben hat – wird lediglich Hass geschürt. Vergangenes Jahr hat sich die israelische Zeitung Arutz Sheva – die laut Wikipedia als Sprachrohr der Siedler gilt – dafür ausgesprochen Deutschland mittels Atombomben auszurotten.
    Vergleichen Sie mal diesen Hass mit dem des Focus-Artikels. Wie fällt da Ihr Urteil aus?

    Befeuert so eine hetzerische Aussage wie die von Herrn Buurmann nicht solche Fanatiker?

    Natürlich tut es das.
    Es ist genau umgekehrt wie Sie schreiben.

    Mehr noch: Die von Ihnen so verhasste Deutsche Presse hat diesen Aufruf zum Völkermord überhaupt nicht kommentiert, was so gar nicht zu dem Bild passt das Israelfreunde von ( sämtlichen ) haben.

    Wie erklären Sie sich das?
    Welche Medien halten Sie denn für glaubwürdig und unvoreingenommen?

    Folgt man dem Link den Sie zur Hetze der Palästinenser reingestellt haben landet man bei der ARD Mediothek. Die ARD, die für den übertrieben selbstkritischen, zurückhaltenden und nachdenklichen Herrn Buurmann der Antisemitische Rundfunk Deutschlands ist.
    Passt auch nicht so gut.

    Aber egal.

    Sie sehen sich gerne als wackere Kämpfer für die Wahrheit, dann ist das ja wohl auch so

  2. A.mOr schreibt:

    @Ben.

    Die von Ihnen angezweifelte Behauptung des Gerd Buurmann hat Hand und Fuß, die Belege sind leicht zu finden, inzwischen sind auch hier unter den Kommentaren einige Hinweise, und Gerd Buurmann selbst hat das auch schon auf Artikelebene -anderswo und mehrfach- ausgeführt.
    (Meine Behauptung, die „selbe Quelle“, wie Sie sagen, wohl wahr.)

    Alleine der Hinweis von skl (November 17, 2016 um 7:14 pm) ist so deutlich.
    Zu deutlich? Wald und Bäume und so?
    https://tapferimnirgendwo.com/2016/11/16/nur-ein-toter-jude-ist-ein-guter-jude/#comment-127034
    „Israel droht mit Selbstverteidigung“
    Manchmal ist es eben der unfreiwillige Witz, der die Sache auf den Punkt bringt.

    Die sogenannte Qualitätspresse interessiert es nicht, daß Terroristen aus „politisch-religiösen“ Motiven (oder kürzer das Motiv: Machtlust) heraus Juden bedrängen und umbringen, Kinder, Frauen und was Menschheit so noch hergibt. Das allgemeine Interesse bei der Presse setzt immer dann an, wenn der Staat Israel die eigenen Bürger (alle, unabhängig von Religion oder nicht und anderer Eigenheiten) beschützt, und angesichts tausender Raketen, zB., die aus Gasa auf israelisches Territorium geschossen werden, auch militärisch gegen die Mörderbanden vorgeht.
    Diese Mörderbanden (die ein gewisser W.alter H.errmann als „legitimen Widerstand“ nun im Kölner Museum vermacht sieht aus seinem kalten Grabe) sind ernst zu nehmen, sie sind gut organisiert, und das Leben der anderen ist ihnen nur der Auslöschung wert. Und ja, Ben, das, ua., auch quasi mit deutschem Steuergeld finanziert.

    Während Israel die eigenen Staatsbürger, Gäste, Touristen… vor diesen Mörderbanden verteidigt, laufen auf deutschem Territorium Menschen zusammen und schreien in die Welt hinaus: „Kindermörder Israel! “ und andere Deutlichkeiten. Man fragt, woher ihre lebhafte „Phantasie“ wohl kommt? (Und wer, nebenbei mal, bezahlt deren Unterkünfte in Deutschland so oft?)
    Schöne Toleranz des offenen Antisemitismus, den auch deutsche Richter quasi als „legitime Israelkritik“ sanktionieren, wenn man zeitgleich für das Zeigen der Flagge Israels mit Geldbuße belegt wird. (Auch darüber hat, ua., Gerd Buurmann berichtet.) Man könnte fragen wieviel NS im deutschen Justizwesen bis heute Bestand hat? Wie käme man darauf?

    (An dieser Stelle, zwischendurch, einen großen Dank an @Paul, dessen geduldige Erklärungen einen Teil der meinen schon vorwegnahmen. Und klar, großen Dank auch an Gerd Buurmann für dessen Bemühungen.)

    Ben (November 17, 2016 um 5:06 pm)
    „@A.mor:
    Wo kann ich bitte gleich noch mal nachlesen wie einer Juden dafür kritisiert das die sich nicht abschlachten lassen wollen? [Anm. Abgehakt.]
    Haben Sie das aus der selben Quelle von der Sie auch wissen das der deutsche Steuerzahler den Terror der Hamas finanziert? „

    [Anm. Sie haben meine damalige Beifügung: „quasi (finanziert)“, nicht quasi, unerwähnt gelassen. Kann passieren, ist passiert.]

    Siehe einen aktuelleren Bericht vom RBB.
    http://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste-25-08-2016/wie-die-palaestinensische-regierung-moerder-und-deren-familien-unterstuetzt.html

    Aus dem Artikel (folgend in kursiv) zitiert:
    „Und die Palästinenser? Wie unsere Recherchen ergaben, unterstützen sie Angehörige von Selbstmordattentätern und inhaftierten Terroristen großzügig mit Millionenbeträgen. Die deutsche Regierung, die mit viel Geld der palästinensischen Autonomiebehörde unter die Arme greift,…“

    „Als Märtyrer-Familie steht den Tarajrehs nun sogar eine Rente zu. Nicht weil sie sozial bedürftig wären, sondern weil ihr Sohn als Opfer israelischer Besatzung gilt.“

    –> Wohlgemerkt, das „Opfer israelischer Besatzung“ ist in ein Haus eingebrochen, hat dort die 13jährige Hallel schlafend in ihrem Zimmer vorgefunden, und diese dann durch Stiche mit einem selbst mitgebrachten Messer ermordet. Sie hatte keine Chance dem Mörder zu entgehen.
    (Vgl. dazu: https://diesiedlerin.net/2016/06/30/news-13-jaehrige-ermordet-hallels-letzter-tanz/)

    Die Mutter des Mörders sagt dazu: „Mein Sohn ist ein Held, er macht mich stolz.“
    (Der heimtückische Mörder an einer Dreizehnjährigen: ein Held? Her mit dem Geld!)

    „…die Märtyrer-Renten sind in der palästinensischen Gesellschaft längst ein enormer Wirtschaftsfaktor. Nach eigenen Angaben unterstützt der Fonds 35.000 Familien.
    …formal untersteht er der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO. Deren Vorsitzender ist Mahmoud Abbas, zugleich Präsident der Autonomiebehörde, von der das Geld in Wirklichkeit kommt.
    Schwarz auf weiß nachzulesen im aktuellen Haushaltsplan. Gesamtbudget für den Märtyrerfonds: fast 670 Millionen Schekel, rund 160 Millionen Euro.
    Viel Geld für ein Staatsgebilde, in dem Bedürftige ohne ausreichende Absicherung auskommen müssen, und das ohne internationale Hilfe nicht überlebensfähig wäre.

    Einer der größten Geldgeber: die Bundesregierung. Allein im vergangenen Jahr flossen 162 Millionen Euro in die Palästinenser-Gebiete.“

    Das alles, Ben, hätten Sie gewiß leicht selbst recherchieren können.
    Daß ich nun diese kleine Aufgabe ein klein wenig getan habe, kommt sicher auch anderen Mitlesern zugute. Sie dürfen der „selben Quelle“ (mir) also weiterhin mißtrauen, das ist nunmal die „Skepsis“, mit der Israel und die Freunde Israels im Alltag konfrontiert sind.
    Vielleicht besser als konfrontiert mit den Mördern? Auch das bleibt uns nicht erspart, und die sehr offensichtliche Erkenntnis ist, daß die Zusammenarbeit zwischen Mördern, „Israelkritikern“, BDS, „Skeptikern an israelischer Berichterstattung“, Medien und garnicht unerheblichen Anteilen von „freiheitlich-demokratischen“ Politikern und auch sonstigen Antisemiten effektiv funktioniert.
    Ein wiederum nicht unerheblicher Anteil der Feinde Israels bekennt sich zu einer (geheuchelten) „Freundschaft“ zu Israel, und sie seien gewiß keine „Antisemiten“. Sie mögen „nur“ nicht selbstbestimmte pro-jüdische Juden, ob religiös oder nicht, und erst recht nicht die Existenz eines selbstbestimmten jüdischen Staates.
    Dafür zahlt man doch gerne Steuern?

    Aber bitte beruhigen Sie sich doch!

    Weiß die Regierung von den Transfers an die Angehörigen von Terroristen? Wir fragen die Sprecherin des Auswärtigen Amtes.

    Sawsan Chebli, Sprecherin Auswärtiges Amt:
    „Dazu liegen dem Auswärtigen Amt keine Erkenntnisse vor, nein.“

    [Hervorhebungen von mir.]

    Also alles gut. Auch die „Palästinenser“ haben ihre Helden, sie sind Mörder und sie werden (quasi) von deutschem Steuergeld bezahlt. Die nach ihnen benannten Straßenschilder (usw) übrigens auch. Nur die Armut vieler Araber im Verantwortungsbereich von Hamas und Fatach wird nicht gelindert. Selbst schuld, oder?, wenn diese zu faul sind mal ein paar jüdische Kinder zu ermorden?

    Das ist die Realität, Ben.
    Sehen Sie hin. Der „Kindermörder Israel“ ist „Pallywood“, die auch arabischen Opfer (und darunter ebenso Kinder, Frauen…) gehen auf das Konto dieser Mörder, die, ua., von „westlichen Geldern“ sehr gut leben.
    Wenn ein arabischer Terrorist bei seinem Mordversuch gestoppt wird und dabei zu Tode kommt, dann ist das auf eigene Verantwortung geschehen: der Mörder hat sein eigenes Leben in die Waagschale geworfen. Das ist die Natur der Sache.

    ps/ ich denke, daß Gerd Buurmann auch über diese Sachverhalte bereits berichtete.
    Es ist nicht verkehrt ein eigenes Weltbild zu hegen, aber es ist eher dumm anzunehmen, daß man die Welt beherrscht. Wer, alleine das nur, beherrscht sich selbst in jeder Hinsicht?
    Machtlust jedoch hält es nicht davon ab, beim unmittelbaren Umfeld startend, es zu versuchen. Sonst bräuchten wir wohl keine Kinohelden, die diesen Wahnsinn stoppen! 😉

    • Paul schreibt:

      Hallo werter A.mOr,
      wenn Ben es jetzt nicht begreift, dann will er nicht. Aber aus dieser Ecke kennen wir das zur genüge. Es ist nicht so, dass sie die Wahrheit nicht erkennen könnten, sie wollen nicht.

      Aber wir geben nicht auf, uns in den Dienst der Wahrheit zu stellen.
      Dank und Anerkennung allen Mitkämpfer; zuerst aber Gerd Buurmann.

      Ein ganz herzliches Shalom, Paul

  3. Ben schreibt:

    @Amor
    Ich habe keine Frage gestellt. Ich habe fest gestellt das Herrn Buurmanns Aussage die Medien würden den Israelis vorwerfen sich nicht abschlachten lassen zu wollen nicht der Wahrheit entspricht. Durch solche unwahren Aussagen entsteht Hass, der wahrlich schon reichlich vorhanden ist. Den sollte man nicht noch schüren.
    Ich kann beim besten Willen nicht erkennen wo da Forscherdrang bei mir zum Vorschein kommt oder ich unrealistisch sein sollte. Es gibt schon genug Fanatiker

    • Paul schreibt:

      Meinen Sie diese Aussage von Buurmann?
      „…während die lebendigen Juden vor allem in Israel kritisiert werden, weil sie sich nicht einfach so abschlachten lassen wollen,..“

      Wenn Sie diese Aussage meinen, dann belegen Sie mal, dass sie nicht der Wahrheit entspricht.
      Sonst ist das nur eine Behauptung von Ihnen.

      • Ben schreibt:

        Wie soll den bitte der Beweis erfolgen das die Medien Juden nicht vorwerfen sich nicht abschlachten lassen zu wollen wenn das erfunden ist? Wenn Sie kurz darüber nachdenken werden Sie sicherlich zum Schluß kommen das es schwer möglich ist etwas was es nicht gibt zu beweisen.
        Selbstverständlich wird umgekehrt ein Schuh draus: Wenn einer behauptet die Zeitungen schreiben etwas dann muss der der dies behauptet das auch belegen.
        Können Sie das nachvollziehen?

        • Paul schreibt:

          Hallo Ben,
          das kann ich nachvollziehen.

          Sie brauchen nur die Berichte zu den Terroranschlägen und Raketenangriffen auf Juden und zu verfolgen, dann wird Ihnen ganz klar, das Israel immer, wenn es dies unterbindet oder darauf reagiert, ins Unrecht gesetzt wird. Immer findet die Täter Opfer Umkehr statt.

          Schon in den Überschriften der Berichte über die Gegenwehrrakete der Israelis wird das deutlich. Immer heißt es zuerst, Israel hat auf Gaza eine Rakete abgeschossen. Erst im Text des Artikels erfährt man, dass der Grund für den Abschuss der Rakete ein Raketenangriff der Hamas war. Eine Umkehrung in der Berichterstattung ist es, wenn zuerst über die Abwehrrakete berichtet wird und dann über die Angriffsrakete. Das werden doch auch Sie verstehen können.
          Nein, dazu gibt es von mir keine Links. Schauen Sie sich nur die Berichte über die Messerattacken und Raketenangriffe der Palästinenser an. Dann finden Sie genügend Belege für diesen Sachverhalt.

          Das ist gemeint, wenn davon gesprochen wird, dass die Juden und Israel kritisiert werden, wenn sie sich wehren, sich also nicht einfach abschlachten lassen.

          Auch wenn Sie das nicht wahr haben wollen, es ist einfach die Wirklichkeit.

          Herzlich, Paul

          • Ben schreibt:

            Bestimmt haben Sie Recht wenn Sie sagen das es nicht immer fair zu geht in der Presse. Ich finde aber das eher noch zusätzlich ein Grund sein sollte selbst umso akkurater zu schreiben

  4. Ben schreibt:

    @Paul
    Sie schrieben ich solle in der Realität bleiben. Wo habe ich das nicht getan? Habe ich vielleicht irgendwo bestritten das es Antisemitismus gibt?
    Warum erfinden so einen Quatsch?

    • Paul schreibt:

      Hallo Ben,
      ich habe keinen Quatsch erfunden.
      Ihren Beitrag:
      Ben schreibt:
      November 17, 2016 um 12:06 pm
      halte ich für völlig realitätsfern. Er ist für mich reine Polemik.

      Herzlich, Paul

      • Paul schreibt:

        Noch etwas. lieber Ben.
        In dem Genannten Beitrag fragen Sie:
        „Sie schreiben Juden würden dafür kritisiert weil die sich nicht einfach so abschlachten lassen wollen. Wo hat das jemals einer Israel / Juden zum Vorwurf gemacht?“

        Hier meine Antwort:
        „Der Historiker Arno Lustiger hat Holocaust-Forschern wie Raul Hilberg, Bruno Bettelheim und Hannah Arendt vorgeworfen, sie hätten die Juden diffamiert, indem sie schrieben, sie hätten sich wehrlos der NS-Vernichtungsmaschinerie gebeugt (WELT v. 28. 3.).“
        https://www.welt.de/print-welt/article509299/Nicht-wie-Laemmer-zur-Schlachtbank.html

        Deshalb habe ich Ihnen Realitätsferne vorgeworfen.
        Diesen Vorwurf halte ich aufrecht.
        Und Sie können für Quatsch halten was Sie wollen. Das interessiert mich nicht.

        Herzlich, Paul

        • Ben schreibt:

          Die Tageszeitung Die Welt berichtet von einem Akademikerstreit: Ein jüdischer Historiker – dessen Name den allermeisten Leute noch nie gehört haben – wirft anderen jüdischen Historikern vor die Opfer des Holocausts zu verunglimpfen weil die zu passiv gewesen seien. Und das ist für Sie der Beleg das die deutschen Medien Juden vorwerfen sich nicht umbringen lassen zu wollen?
          Ich bitte Sie.
          Sie sind sehr viel auf Heplev unterwegs. Wie würden Sie diese Seite einordnen?

          • Paul schreibt:

            Als sehr informativ und der Realität verpflichtet. Da könnten Sie sich Faktenwissen verschaffen. Wäre gut für Sie. Könnten Sie doch dann realitätsnäher schreiben.

      • Ben schreibt:

        Was genau realitätsfernes habe ich geschrieben?

  5. Paul schreibt:

    Lieber Gerd,
    danke für Deinen Fleiß und Deine Mühe mit der Du die Leidensgeschichte des Judentums, des Volkes Israel, dargestellt hast. Wir wissen, dass Du nur einige Ereignisse dokumentieren konntest, weil der gesamte Umfang des Judenhasses wohl ein Buch, so dick wie die Bibel füllen würde.
    Besonders bedrückend ist für mich, dass dies in einem Land geschieht, das in Bezug auf die Juden eine so bedrückende Vergangenheit hat. Es fällt mir schwer, daran zu glauben, dass die Denkmale aus einem ehrlichen Herzen kommen. Ich sehe da eine gehörige Portion Heuchelei. Unfreiwillig kommt diese Heuchelei ans Tageslicht. Anders kann ich die Entgleisung Schröders nicht verstehen * und auch den Ausspruch des Historikers(!) Jäckel nicht**.

    Leider gibt es auch heute noch Länder, die uns um die Gaskammern beneiden und es bedauern, dass Hitler die Judenvernichtung nicht vollenden konnte.
    Den Befürwortern und Angehörigen dieser Länder wird in Deutschland mehr Demonstrationsfreiheit ermöglicht, als Israel. Auch bekommen sie von unseren Politikern offen und versteckt größere Sympathiebekundungen.

    Dies erfüllt mich mit Trauer und Wut.

    Herzlich, Paul

    Er meint, man würde zum Holocaustmahnmal „gerne hingehen“.
    **Der Historiker sagt: „Es gibt Länder in Europa, die uns um dieses Denkmal beneiden.“

  6. American Viewer schreibt:

    Das sind doch alles hundsgemeine Fehldeutungen und Fehlübersetzungen!

    Fragen Sie nur mal Katajun Amirpur, Franziska Augstein und Karin El Minawi von der SZ.

    Oder Mr. Bax von der taz.

  7. Ben schreibt:

    Sie schreiben Juden würden dafür kritisiert weil die sich nicht einfach so abschlachten lassen wollen. Wo hat das jemals einer Israel / Juden zum Vorwurf gemacht?

    Jede Art von Hass ist übel und mit aufgeklärtem Denken nicht zu vereinbaren.
    Wäre schön wenn Sie auch mal den für Israel enorm schädlichen derben Hass vermeintlicher Israelfreunde thematisieren könnten anstatt in diesem Punkt konsequent untapfer auf Totaldurchzug zu schalten.

  8. karuna283 schreibt:

    Schon menschlich gesehen, ist unannehmbar, was mit Juden geschieht! Schlimmer noch ist, daß sich d. Feinde auf ihre Religion berufen. Ist GOTT ein Mörder? Ist ER darauf aus, uns zu erwischen u. dann auch zu bestrafen? Nein! Das paßt nicht zum GOTT-es-Bild, das ist der in Allah personifizierte sich verstellende Satan. „Unser GOTT“, der GOTT d. Bibel, ist der himml. Vater JESU! JESUS sagt: „Wer MICH sieht, sieht d. Vater!“ Und was bestimmte das Leben JESU? ER verkündigte das Evangelium vom „Reich GOTT-es“, verhielt SICH wie der „Barmherzige Samariter“, tat Wunder, heilte, vergab, liebte, erfüllte das Gesetz Moses‘! ER ist das vom Propheten Jesaja prophezeite „Lamm GOTT-es, das SEINEN Mund nicht auftat!“ Denn nur! ER war fähig, uns Menschen-Sünder mit SEINEM Vater zu versöhnen! Das kostete IHM sogar das Leben, mit der brutalsten Form von Hinrichtung! Aber, ER ist auch auferstanden, denn d. Tod konnte IHN nicht halten! Nun vertritt ER uns, Nachfolger, vor dem Thron GOTT-es u. kommt, wenn d. „Gnadenzeit“ abgelaufen sein wird, wieder in göttl. Majestät u. Herrlichkeit, um d. Erdkreis zu richten. „Alles, was Ihr Einem unter diesen Geringsten getan habt, habt Ihr MIR getan!“

  9. Kanalratte schreibt:

    Die Mutter von Ulrike Meinhof war übrigens Assistentin von SS-Obersturmführer Johann von Leers, einem überzeugten Judenhasser, der später nach dem Krieg zum Islam konvertierte und fortan für seine Religion gegen „Zionisten“ sprich israelische Juden kämpfte. Genauso wie ihre Freundin Renate Reimeck, die später zur Unterstützerin der linksradikalen Szene und Ulrike Meinhof wurde. Welch Vorbilder für Ulrike Meinhof. Daß sich Ulrike später dem linken Kampf gegen die Zionisten anschließt und Anschläge gegen Juden toleriert und gelegentlich mit judenfeindlichen Sprüchen auffällt. Geschenkt!
    Hier die Geschichte des Nazi-Moslems: https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_von_Leers

    ps: Nachdem ich davon erfahren habe, war ich erstmal baff. Da fragt man sich warum Linke eine Abneigung gegenüber der NPD empfinden, schließlich sind die doch alle gegen den Zionismus. Okay, höchstwahrscheinlich schreckt sie das „Nazi“ ab. Denn das würde ihren hehren Ruf als Kämpfer für Gulag äh Gerechtigkeit beschädigen. Warum die den Islam mögen, kann sich ja jeder selbst denken. Ja, Hitler und seine Nazis waren auch Antizionisten…

  10. Kanalratte schreibt:

    Die deutsche Gedenkkultur ist überwiegend dem eigenen Schuldkult entsprungen, den die 68er Generation in Deutschland installiert haben. Die 68er und ihre Nachfolger haben ihr Weltbild, sprich ein Anti-Nationalistisches insbesondere Anti-Deutsches, mit den Verbrechen der Nationalsozialisten verwoben und zu einem geschlossenen Weltbild umfunktioniert. Das ist auch der Grund warum diese linken Gruppen so häufig an Nazis und die Nazizeit erinnern und Sprüche wie „Wir müssen aus der Geschichte lernen.“ Das heißt sie haben eine perfide Strategie entwickelt, in der man den Holocaust und seine Opfer dazu missbraucht um sich und seine Ideologie gut darzustellen und sich moralisch überlegen zu präsentieren. Das ist übrigens genau das was der Begriff „Gutmensch“ oder alternativ „Bessermensch“ ausdrückt. Es tut mir leid das zu sagen, aber diese ganzen Kränze und KZ-Besuche sind oftmals nur dazu da um die eigene Ideologie zu pushen. Haben Sie sich schonmal gefragt warum linke Gruppierungen zumeist die einzigen sind die an ehemaligen Synagogen oder Konzentrationslagern (bei uns jedes Jahr am Tag der Reichspogromnacht) als poltische Gruppe auftreten? Dies mag auch erklären, warum in der sozialistischen DDR ehemalige Konzentrationslager auf DDR-Gebiet bis in die 80er Jahre hinein nicht als Gedenkstätten geschützt wurden und daher sehr viel Bausubstanz zerstört wurde. In der DDR gab es bis kurz vor der Wiedervereinigung nur kommunistische Opfer durch die Nazis. Israel war immer Staatsfeind der DDR. So edel die ganze Gedenkerei anmuten mag, so schäbig sind die Absichten einiger linker Gruppen. Wenn eine Völkermord-Gedenkkultur um jüdische Opfer nur dazu da ist um „gegen Rechts“ zu kämpfen, dann kann man auf sie getrost verzichten.

    • Kanalratte schreibt:

      *Ich wollte darauf hinweisen daß die DDR die vollständig erhaltene Gaskammer (eine der wenigen überhaupt) des KZ-Sachsenhausen im Jahr 1953 gesprengt hat. Der fragwürdige Umgang eines links-sozialistischen Staates mit Spuren der Geschichte. Gab’s im pösen kapitalistischen Westen alles nicht.

  11. Ralf Weber schreibt:

    Am 9. November 2016 war ich dazu auf einer ansprechenden Veranstaltung hier bei uns in Stuttgart:

    https://www.swp.de/bietigheim/nachrichten/suedwestumschau/juden-im-suedwesten-gedenken-der-opfer-der-pogromnacht-13951084.html

    „Wir müssen das Geschehene im Gedächtnis behalten, um daraus zu lernen und für alle Zukunft eine mögliche Wiederholung von solchen schrecklichen Dingen zu verhindern“

  12. Ralf Weber schreibt:

    Unsere gemeinsame Basis ist die heilige Schrift, dem gemeinsamen Liebesbrief unseres Gottes an uns und unsere gemeinsame Grundlage:

    Jesus (hebräisch Jeschua) war ein Jude sowie auch Abraham, Isaak, Jakob, Moses und die biblischen Propheten. Dazu seine Jünger, Apostel und auch die erste Gemeinde. Die komplette Bibel wurde von Juden geschrieben (abgesehen vom Lukas). Jesus selbst ist in Person der in der Schrift vorhergesagte jüdische Messias aus dem Stamme Davids. Die biblischen Schriften weisen aufging hin inkl. seinem stellvertretendem Sühneopfer, durch welches wir vor unserem Gott von der Macht der Sünde erlöst sind. Wer dem von Herzen vertraut und zu ihm gehört, der ist vor unserem liebevollen Gott gerechtfertigt. Auch Jesus erstes Gebot ist, dass wir unseren gemeinsamen Gott von ganzen Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft lieben sollen. Und dann uns selber und unseren Nächsten.

    Die Juden sind das in alle Ewigkeit von unserem Gott erwählte Volk seines Eigentums, das Volk seines von ihm geschlossenen ewigen und ersten Bundes.
    Dazu Johannesevangelium 4:22: „Jesus: Denn das Heil kommt von den Juden.“ Sehr zu lesen empfehle ich hierzu auch den Römerbrief Kapitel 9-11. Mit der persönlichen Annahme ihres Jesus (hebräisch „Jeschua“) kommt auch der Heilsplan unseres Gottes zum Abschluss (griechisch „Telos“).

    Jesus starb wegen der Schuld aller Menschen durch eine römische Hinrichtung. Ja, die bestimmende jüdische Führung wollte auch wie die anderen Nationen sein mit einem im weltlichen Sinn starken Herrscher. Aber diesen Weg hat die römisch geleitete christliche Kirche auch gewählt, als sie sich mit dem römischen Reich „vermählte“, für das in der Offenbarung des Johannes der Begriff „Babylon“ verwendet wird. Mit allen schrecklichen Konsequenzen.

    Es ist doch ehrlich gesagt eine Beleidigung für die Juden, wenn man angesichts dieser Geschichte versucht, sie irgendwie in diese Institution Kirche zu befördern. Man denke nur an den Zornesausbruch Martin Luthers angesichts der berechtigen Bedenken sich seiner Kirche anzuschließen. Diese Diffamierungen wurden auch noch im Dritten Reich zitiert.

    Statt „Mission“ ist hier besser eine klare Entschuldigung für das von den christlichen Kirchen begangene Unrecht angebracht. Gott hat durch sein Wort schon von Anfang immer zu ihnen geredet. Wenn sie diesem Wort Gottes vertrauen rechnet Gott Ihnen dieses Vertrauen in ihn selbst auch als Zugehörigkeit an.

    Zu Jesus (hebräisch „Jeschua“) als Wort Gottes steht im Johannesevangelium 1:1 – 5 und 1:14 – 18
    „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.“

    „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes gibt Zeugnis von ihm und ruft:Dieser war es, von dem ich gesagt habe:Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich. Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus (hebräisch „Jeschua Hamaschiach“) geworden.“

  13. Atticus Finch schreibt:

    Meine ganz persönliche Theorie über die tieferen Gründe der Massenflutung Deutschlands mit überwiegend islamistischen Migranten ist, dass weite Teile der (deutschen) linksgrünen „Eliten“ sowie der diese unterstützenden Bevölkerungsschichten einen zumindest latenten Antisemitismus „kultivieren“. Die Islamisierung Deutschlands und Europas stellt letztlich für diese Gruppen nur eine Möglichkeit dar, derartiges Gedankengut zumindest mittelfristig explizit in den öffentlichen Raum zu tragen und langfristig die „Fesseln der Geschichte“ abzustreifen und Judenhass sowie Antisemitismus wieder als poitische Maximen in Deutschland zu etablieren. Neben den immensen Gewinnen aus Steuermitteln, welche an die Asylindustrie im Rahmen der Massenmigration umverteilt werden, dürfte nicht zuletzt dieser Umstand auch die an und für sich absurd anmutende Unterstützung der zwei christlichen Hauptkirchen für islamistische Umtriebe jeder Art erklären. Ich bin an und für sich ja kein Freund von Verschwörungstheorien und das sind auch nur meine 5 Pfennig, aber letztlich erklärt sich ökonomisch eben alles aus Präferenzen und Anreizen.

  14. Heimchen am Herd schreibt:

    „Vielleicht sparen wir uns in den nächsten Jahren einfach mal ein paar Kränze für tote Juden und laden dafür öfter lebendige ein. Juden lieben das Leben. Sie stoßen sogar darauf an: Lechaim!“

    Genau das hat mir meine orthodoxe, jüdische Freundin auch gesagt!

    Lechaim! Auf das Leben!

    שמח משה ואשורר שירה עם ר‘ חיים לוק

    Musik verbindet!

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