Der vergessene Terroranschlag vom 21. November 2014

Heute vor genau zwei Jahren, am 21. November 2014 um 5.30 Uhr kam es im ICE 1618 von Berlin nach Hamburg zu einem Terroranschlag. Ein bewaffneter 23-jähriger Mann versuchte damals, den ICE unter Kontrolle zu bringen und Geiseln zu nehmen. Er bedrohte den Kontrolleur und gab mehrere Schüsse im Zug ab. Die Geiselnahme misslang aufgrund des mutigen Eingreifens zweier Fahrgäste, die den Geiselnehmer überwältigen konnten. Die Polizei stürmte den Zug und konnte den Geiselnehmer in Gewahrsam nehmen. Es gab keine Verletzten. Bei dem Täter fand sich später ein Brief mit Forderungen: 2,5 Millionen Euro in bar und die Verurteilung aller Länder, die Palästina anerkannt haben.

Das Motiv der versuchten Geiselnahme macht aus der Tat ganz klar einen terroristischen Anschlag. Hier ist ein Mann, der im Stile der Hamas Zivilisten als Geiseln nimmt, um seine politischen Forderungen durchzudrücken.

Der Terrorist glaubt, seine Tat für Israel begangen zu haben, aber Israel verabscheut diese Tat. Israel ehrt das Leben, nicht den Tod.

In der Unabhängigkeitserklärung Israels heißt es:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbstständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Diese Erklärung hat der Terrorist vom 21. November 2014 mit den Füßen getreten. Er ist somit ein Feind des Staates Israel! Er hat gehandelt wie die Feinde Israels. Ein Jahr später am 9. Oktober 2015 erklärte zum Beispiel der Sprecher der Hamas, Mushir Al-Masri, vor einer jubelnden Menge:

„Das ist unsere Wahl. Das Messer ist unsere Wahl! Das Messer symbolisiert die Schlacht um die Westbank und um Jerusalem.“

Am selben Tag hielt der Kleriker Muhammed Salah „Abu Rajab“ folgende Predigt in der Al-Abrar Moschee in Rafah:

„Unsere erste Phase soll lauten: Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Die zweite Phase soll lauten: Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!“

Einem solchen Hass begegnet man nicht mit Terror, sondern mit der ganzen Kraft eines wehrhaften Rechtsstaats. Der Terrorist hat sich gegen genau diesen Rechtsstaat gestellt. Ihn erwartet nun eine lange Haftstrafe und das ist auch gut so! In Deutschland wie in Israel werden Terroristen verurteilt, unabhängig von der Motivation der Tat und der Herkunft des Täters. Vor dem Gesetz sind alle gleich. Auf palästinensischer Seite sieht das leider anders aus wie Tilman Tarach erklärt:

„Das palästinensische Gefangenengesetz regelt die Zahlung von Belohnungen an palästinensische Terroristen, die wegen Mordes oder versuchten Mordes an Israelis verurteilt wurden, wobei die Gehälter gestuft sind. Je schrecklicher die Tat und je höher die Gefängnisstrafe, desto höher ist die Vergütung. Zwischen 300 Euro und 3.400 Euro pro Monat erhalten Judenmörder derzeit. Nach Angaben des palästinensischen Finanzministeriums stellen diese Zahlungen bis zu 6 Prozent der Jahresbudgets der palästinensischen Autonomiebehörde dar. Laut Palestinian Media Watch, einer israelischen Nichtregierungsorganisation, zahlte die palästinensische Autonomiebehörde im Jahr 2013 den Terroristen 100 Millionen Dollar (ca. 73 Millionen Euro). Das Gehalt wird denjenigen ausbezahlt, die der Täter per Vollmacht benennt – sei es nun die Familie oder eine Terrororganisation.“

Das ist der Unterschied. Der Terrorist vom 21. November 2014 kannte ihn nicht!

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Eine Antwort zu Der vergessene Terroranschlag vom 21. November 2014

  1. DerBelgier schreibt:

    Ergibt das irgendeinen Sinn?

    Im obigen Text steht:
    “ Bei dem Täter fand sich später ein Brief mit Forderungen: 2,5 Millionen Euro in bar und die Verurteilung aller Länder, die Palästina anerkannt haben.

    Das Motiv der versuchten Geiselnahme macht aus der Tat ganz klar einen terroristischen Anschlag. Hier ist ein Mann, der im Stile der Hamas Zivilisten als Geiseln nimmt, um seine politischen Forderungen durchzudrücken.“

    Und dann dieser Text:
    „Es gab keine Verletzten. Bei dem Täter fand sich später ein Brief mit Forderungen: 2,5 Millionen Euro in bar und die Anerkennung des Staates Palästina durch die Bundesregierung.

    von Gerd Buurmann

    Das Motiv der versuchten Geiselnahme macht aus der Tat ganz klar einen terroristischen Anschlag. Was aber berichten die großen deutschen Zeitungen?“

    Quelle: http://haolam.de/de/Deutschland/artikel_27142.html

    Naja, wahrscheinlich bin ich einfach nur zu dumm.

Seid gut zueinander!

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