Martin Lejeune zweifelt, ob es den Holocaust gegeben hat und wünscht sich, dass Juden verbrennen

„Jetzt mal ein Punkt. Wir hatten ja diesen Holocaust. Da sollen ja sechs Millionen Menschen, sechs Millionen Juden umgebracht worden sein, auf schrecklichste Art und Weise. Jetzt frage ich mich aber, warum sind die Juden und die Israelis jetzt so unmenschlich mit den Palästinensern, die sie, wie ich es alles gerade aufgeführt habe, in die Gefängnisse stecken, denen sie das Wasser wegnehmen, denen sie die Häuser wegnehmen, ihr Land? Wenn wirklich sechs Millionen Juden umgekommen sein sollen, dann darf ich doch annehmen, dass die, die das Leid erfahren haben sollen, doch etwas menschlicher umgehen mit den Palästinensern. Das sehe ich aber leider nicht. Und wenn es so ist, wie es leider gerade geschieht, dass die Juden so unmenschlich sind zu den Palästinensern, dann müssen bei mir zumindest leider Zweifel entstehen, ob die Juden wirklich so ein Unglück erlebt haben, weil sonst müssten sie sich wirklich mehr einfühlen und mehr Empathie zeigen für die Palästinenser. Und daher auch meine Hoffnung, dass das große Feuer in Israel die Palästinenser, also die Christen und die Muslimen, verschont. Und ich kann mir leider im Augenblick nicht wünschen, dass die Juden von diesem Feuer verschont werden, weil sie so unmenschlich umgehen mit den Palästinensern.“

Das sind die Worte des deutschen Journalisten und Islamkonvertiten Martin Lejeune. Spannend sind die Füllwörter, die er benutzt und vor allem, wo sie auftauchen. Daher der ganze Sermon jetzt noch einmal, aber diesmal mit den Füllwörtern:

„Jetzt mal ein Punkt. Wir hatten ja diesen, äh, äh, Holocaust, äh. Dieser Holocaust, da sollen ja, äh, sechs Millionen Menschen, sechs Millionen Juden, äh, umgebracht worden sein, ja, auf schrecklichste Art und Weise. Jetzt frage ich mich aber, warum sind die, äh, Juden und die Israelis jetzt so unmenschlich mit den Palästinensern, die sie, wie ich es alles gerade aufgeführt habe, in die Gefängnisse stecken, denen sie das Wasser wegnehmen, denen sie die Häuser wegnehmen, ihr Land? Wenn wirklich, äh, sechs Millionen Juden also umgekommen sein sollen, dann darf ich doch annehmen, dass die, die das Leid, äh, erfahren haben sollen, doch etwas menschlicher umgeht mit den Palästinensern. Weil, das sehe ich aber leider nicht. Und wenn es so ist, wie es leider gerade geschieht, dass die, äh, Juden so unmenschlich sind zu den Palästinensern, dann müssen bei mir zumindest leider Zweifel entstehen, ob die Juden wirklich so ein Unglück erlebt haben, weil sonst müssten sie sich wirklich mehr einfühlen und mehr Empathie zeigen für die Palästinenser. Und daher auch, äh, meine Hoffnung, das, äh, große Feuer in Israel die Palästinenser, also die Christen und die Muslimen, ähm verschonen. Und ich kann mir leider im Augenblick nicht wünschen, dass das die Juden von diesem Feuer, äh, verschont werden, weil sie so unmenschlich umgehen mit den Palästinensern.“

Ein wahrlich wirrer Monolog, der viel bietet und auch schon die Ruhrbarone auf den Plan gerufen hat. Von Holocaustleugnung bis zum Judenhass ist alles dabei. Es wundert daher nicht, dass viele seiner gläubigen Brüder und Schwestern auf Facebook ins gleiche Horn des Hasses blasen. Auf Seiten wie „Islam Fakten“ freut sich ein hasserfüllter Mob über die zerstörerischen Flammen, die Israel im November 2016 heimsuchten und über 75.000 Menschen zur Flucht zwangen. Folgende Kommentare verbreiteten sich wie ein Lauffeuer auf Facebook:

„Scheiß Juden“
„Israel soll brennen“
„Verbrennt Ihr Hurensöhne“
„Möge Allah diese Juden erniedrigen und zerstören“
„Weil es im Koran steht“
„Juden BBQ in Palästina“
„Verreckt ihr Bastards“

Martin Lejeune erklärte die Brände in Israel sogar zu einer „Strafe Gottes“. Feuer gehörte schon immer zu den Lieblingswaffen der Nazis. Im November 2016 feierte Martin Lejeune zusammen mit seinen gläubigen Brüdern und Schwestern das Feuer in Israel so, wie Nazis einst die Brände im November 1938 feierten. Für den Fall, dass jemand fragt: Laut Facebook verstößt das alles natürlich nicht gegen die Gemeinschaftsstandards von Facebook.

Da ich wissen möchte, ob das alles gegen die Gemeinschaftsstandards von Deutschland verstößt, also gegen das Strafgesetzbuch, habe ich mal Anzeige erstattet.

Dieser Beitrag wurde unter Antisemitismus, Deutschland, Islam veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

16 Antworten zu Martin Lejeune zweifelt, ob es den Holocaust gegeben hat und wünscht sich, dass Juden verbrennen

  1. A.S. schreibt:

    Also bei dem Monolog bekomme ich Zweifel an der Schuldfähigkeit des Mannes. Das ist einfach wirr.
    Nebenbei: Auf die Idee, dass Opfer aus erlebten Grausamkeiten vielleicht andere Schlüsse als Pazifismus ziehen könnten, z.B. nie wieder Opfer werden, kommt der anscheinend nicht.

  2. Tourix schreibt:

    Ist jemand der Verleumdung schuldig, wenn er doch derart verwirrt ist?

  3. Brathering schreibt:

    Die Feuerzangenbowle auf Antisemitisch:

    Zitat MJ: „Und ich kann mir leider im Augenblick nicht wünschen, dass das die Juden von diesem Feuer, äh, verschont werden,“

    Mit der Schule ist es wie mit der Medizin, sie muss bitter schmecken, sonst nützt sie nichts.

    Zitat MJ: „Wenn wirklich sechs Millionen Juden umgekommen sein sollen, dann darf ich doch annehmen, dass die, die das Leid erfahren haben sollen, doch etwas menschlicher umgehen mit den Palästinensern.“

    „Wat is ne Holocaust? Da stelle mer uns mal janz dumm…“Der Holocaust, dat war als Nachhilfe für die Juden in Sachen Emphatie und Menschlichkeit gedacht und die Holocaustleugnung, dat kriegen wa später…

  4. Blubbi schreibt:

    Der Umkehrschluss aus Lejeunes Thesen: Es kann den Palästinensern nicht schlecht gehen, sie können nicht ungerecht behandelt werden. Denn wenn dem so wäre, wären sie zu Untaten wie in Israel seelisch gar nicht fähig.

  5. kunstschaffende schreibt:

    Und von den antisemitischen Muslimen hat keiner Angst, dass gibt mir zu Denken! Egal was für eine Herkunft, Nationalität oder Religion, vor hochgradigen Antisemiten muss man sich schützen! Sie dürfen nicht zu Deutschland gehören!

  6. besucher schreibt:

    Eines Tages wird der Lejeune als vollbärtiger Widerling in Syrien einer YPG-Salve entgegenlaufen und dann ist das Thema erledigt.

  7. JF Lupus schreibt:

    Die Gefahr geht doch nicht von den LeJeunes imLand aus oder von den Linksradikalen, die ungestraft „Deutschland ist scheisse“ und Schlimmeres brüllen dürfen, nein, die Gefahr geht aus von der AfD und den dummen Bürgern, die die Merkelsche Beglückungspolitik nicht verstehen und akzeptieren. Wo ist eigentlich der Aufschrei der Gutmenschen und von Maas, Kahane & Co???

    • Rupert Drachtmann schreibt:

      Genau so ! Früher nannte man das „Second Life“ oder “ Ich bastle mir meine Realiät so wie sie mir gefällt“. Von wegen „Postfaktisch“. Was „Postfaktisch“ bestimme noch immer ich ! Gell Mutti !

  8. Georg D. schreibt:

    Ohne auf das brisante Thema Israel-Palästina eingehen zu wollen, eine Anmerkung: Das Phänomen, dass Menschen (Staaten / Völker), die selber Leid und Besatzung erlitten haben, ähnliches anderen antun, kann man in der Geschichte desöfteren beobachten. Nach 1945 von Hitler befreit hat Frankreich sofort wieder Vietnam besetzt. De Gaulle hatte auch große Probleme bis er seine Landsleute überzeugt hatte, sich aus dem besetzten Algerien zurückzuziehen.

    Genau so unverständlich ist mir, dass trotz der Erfahrungen im 2. Weltkrieg in der Sowjetunion die dort lebenden Juden benachteiligt wurden und sie eine entsprechende Kennzeichnung im Pass haben mussten.

    • baalmcdohl schreibt:

      Trennung Volk; Politische Führung. Mir ist keine politische Führung bekannt, die das „Volk“ vertritt. Höchstens eine durch Wahlgesetze bestimmte Mehrheit wird vertreten, welche regelmäßig nicht einmal die einfache Mehrheit an der Bevölkerung darstellt.
      Die Annahme, dass „Völker“ andere „Völker“ unterdrücken, darf man getrost anzweifeln. Viel wahrscheinlicher ist es, dass „Regierungen“ andere „Regierungen“ einsetzen/kontrollieren und somit Kontrolle ausüben. (Die Amis in Form der Regierung haben nicht den Irak kontrolliert, sondern dort eine Administration kontrolliert, die dann das irakische Volk verwaltet hat).

      Oder nochmal deutlich: Wenn die israelische Regierung die Palästinenser unterdrückt, dann ist es die Regierung. Nicht die Bevölkerung. Die Bevölkerung im Ganzen hat nicht mal eine Partei gewählt, die die Nachbarn unterdrücken will. Das war eine Minderheit. Aber Sie sind sofort mit einer Kollektivschuld zustellen.

  9. bm98600 schreibt:

    Gut, haben Sie diesen Spinner angezeigt. Leider gibt es noch mehr von der Sorte. Es ist tragisch.

  10. HM schreibt:

    nachgeforscht cwem schreibt:
    November 29, 2016 um 11:11 pm

    Hm, wenn aber mit dem “ leugnen des Holocausts“ gemeint ist, dieses Land und seine Bewohner auszulöschen, zumindest erstmal symbolisch, so wie es oft in arabischen Ländern und im Iran mit den Flaggen von Israel und den USA voller Hass gemacht wird, dann frage ich mich schon, ob das noch legitime Meinungsäußerung sein darf…

    cwemosch
    Antworten

    (Text von `nachgeforscht::´, von mir an einer Stelle verändert “ leugnen des Holocausts“, HM )

    tapferimnirgendwo schreibt:
    November 30, 2016 um 12:00 am

    Ja darf es, muss, es. Ich möchte meine Rechte nicht von Spinnern abhängig mache
    

    …..habe ich mal Anzeige erstattet…

    HM
    Welche selektiven Begriffsbildung Sie, lieber Buurmann, von freier Meinungsäusserung haben, erschließt sich mir nicht

  11. unbesorgt schreibt:

    Morbus Haverbeck, der Ärmste!
    Da gibt’s doch sicher was von JVA…

  12. klartext schreibt:

    Ja, ja, die aufsässigen Juden: Verweigern die Bekehrung zum Christentum und lernen nichts in der Besserungsanstalt KZ. Lejeunes Schwachsinn richtet sich selbst; das Problem ist nur, dass die monströse antisemitische Propaganda bei vielen Leuten verfängt. Frei nach Goebbels: Tausendmal wiederholte Lügen werden zu Wahrheiten. Und offenbar trifft auch zu, dass etliche Deutsche den Juden Auschwitz niemals verzeihen werden.

  13. skl schreibt:

    Bildungsauftrag Holocaust: Nix gelernt im Internat Auschwitz. So denkt es in manchen Köpfen. Aber mit Antisemitismus hat das nichts zu tun. Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen…

Seid gut zueinander!

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