Martin Lejeune schreibt mir

Martin Lejeune hat mir geschrieben:

Sehr geehrter Herr Buurmann,

bitte nehmen Sie sich einige Minuten Ihrer kostbaren Zeit, um mich anzuhören. Ihre Internet-Publikation auf Tapfer im Nirgendwo zeigt mir, dass Sie mich für einen Zweifler am Holocaust halten. Dem ist nicht so. Am 5. November 2016 sagte ich live vor 266.548 Zuschauern ab Minute 03:44:

„Erdogan hat keine 6 Millionen Juden ermordet – so wie es Hitler getan hat!“

Am 20. Juni 2016 bejahte ich ausdrücklich den Holocaust in einem Video vor dem Holocaust-Mahnmal in Berlin. Ab Minute 01:30 sage ich:

„Der Holocaust war ein schlimmes Verbrechen. Sechs Millionen oder mehr Juden wurden heimtückisch ermordet von den Deutschen.“

Und ab Minute 00:20 halte ich in die Kamera das von mir gelesene und geschätzte Buch „Zeugnisse des Holocaust“, verfasst von der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem, die ich bereits mehrmals besuchte und ich bestätige den Mord an sechs Millionen Juden.

In meiner Entschuldigung (für meine unbedachten Äußerungen) vom 1. Dezember 2016 sage ich:

„Man kann und sollte so etwas Schreckliches wie den Völkermord an den Juden nicht bezweifeln.“

Anbei erhalten Sie den vollständigen Wortlaut meiner Entschuldigung vom 1. Dezember 2016.

Mit freundlichen Grüßen,
Martin Lejeune

***

Lieber Martin Lejeune,

es freut mich, dass auch Sie erkannt haben, dass ihre Einlassungen im November 2016 wirr waren. Sie erklärten die Brände in Israel zu einer „Strafe Gottes“, sagten, Sie könnten nicht wünschen, dass Juden davon verschont bleiben und taten sogar kund, an der Existenz des Holocausts zweifeln zu müssen! Im November 2016 feierte Sie das Feuer in Israel so, wie Nazis einst die Brände im November 1938 feierten. Heute schreiben Sie:

„Ich bin ein Mensch mit Gefühlen und ich habe mich in meiner Rede von dem Leid gegen die Palästinenser, ausgeübt durch die Zionisten, überwältigen lassen.“

Die Zionisten sind also schuld, dass Sie dazu überwältigt wurden, die Existenz des Holocaust in Zweifel zu ziehen?

Herr Lejeune, nein! Was Sie schreiben, ist widerlich. Sie haben es gesagt, weil Sie es sagen wollten. Niemand hat Sie dazu verleitet. Es war Ihre Entscheidung! Sie sind Journalist. Worte sind Ihr Beruf! Hören Sie auf, nach einem Sündenbock zu suchen. Die Nazis haben auch gesagt, die Juden hätten sie mit ihrer Art dazu gezwungen, sie so zu behandeln, wie sie sie behandelt haben. Sie schreiben weiter:

„Ich möchte allen Bürgern jüdischen Glaubens meine Hand reichen und gemeinsam mit ihnen arbeiten gegen Judenhass, gegen Antisemitismus und gegen Zionismus.“

Wie großzügig von Ihnen. Sie reichen Juden also die Hand, aber nur wenn sie gegen den Zionismus arbeiten, den Sie mal ganz nebenbei mit Judenhass gleichsetzen. Zionismus ist die Bewahrung des jüdischen Nationalstaats und somit nichts weiter als israelischer Patriotismus. Einem Juden zu sagen, man sei nur für Juden, wenn sie gegen den Zionismus arbeiten, ist wie einem Deutschen sagen, man sei nur für Deutsche, wenn sie gegen Deutschland arbeiten. Eleganter wurde Israel und zionistischen Juden selten das Existenzrecht abgesprochen.

Herr Lejeune,

wenn Sie es mit Ihrer Entschuldigung ernst meinen, dann bitten Sie jene Menschen um Verzeihung, die Sie beleidigt und verletzt haben. Sie haben die Gefühle von Zionisten verletzt. Wer sagt, er arbeite gegen Zionismus, arbeitet gegen einen ganzen Staat, nämlich Israel. Wer jedoch gegen einen ganzen Staat arbeitet, der diskrimiert diesen Staat! Sie, Herr Lejeune, beleidigen jeden Menschen, der sich für Israel einsetzt.

Sie können von Israel halten, was Sie wollen, aber wenn Sie dem Land Israel grundlegende Regeln des Anstands und des Umgangs miteinander verweigern, wenn Ihr Hass Sie soweit treibt, dass Sie Dinge über Menschen sagen, die man über keinen Menschen sagen sollte, egal was sie getan haben, dann kann ich in Ihnen nichts anderes erkennen, als einen Mann, der so sehr hasst, dass er seine Menschlichkeit verliert.

Wenn Sie es mit Ihrer Entschuldigung ernst meinen, dann bitten Sie bei jenen Menschen um Verzeihung, denen Sie den Feuertod gewünscht haben und zwar ohne wenn und ohne aber, ohne Einschränkung und ohne Hintertürchen. Die Bitte um Entschuldigung muss lauten:

„Ich bitte alle Bürgerinnen und Bürger Israels und auch alle Zionisten um Verzeihung.“

Alles Liebe,
Gerd Buurmann

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3 Antworten zu Martin Lejeune schreibt mir

  1. johann schreibt:

    da schreibt das wuerstchen von sich selbst: „[…] ich bestätige den Mord an sechs Millionen Juden.“ gerade so, als obliege es ihm, die sachliche richtigkeit der shoa mit einem ordentlichen zertifizierenden stempel zu versehen. ein widerlicher knilch.

  2. ruthtonline schreibt:

    Haha, wenn Martin Lejeune Journalist ist, dann bin ich zumindest Philosophin! Auf Hebraeisch sagen wir“ Chai beSeret!“ = „er lebt in einem Film!“. Das tun zwar Viele, aber MJ tut es mit einer echten Kamera und teilt seinen laecherlichen Moechte-Gern-Journalismus-Scheiss auf Facebook.

  3. unbesorgt schreibt:

    Herr Lejeune, begeben Sie sich bitte umgehend in Behandlung. Die unangenehme Kombination aus antisemitistischem Tourette-Syndrom und Aufmerksamkeitsdefizit, unter der Sie leiden, ist eine Zumutung für Ihre Mitmenschen. Videos, die Sie anfertigen und Texte, die Sie schreiben, sollten Sie deshalb nicht veröffentlichen, sondern einfach am nächsten Tag still löschen. Das schont unsere Nerven und erspart Ihnen Entschuldigungen, die wir Ihnen sowieso nicht abnehmen.

Seid gut zueinander!

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