Angry White Men

Der Begriff „angry white men“ (zornige weiße Männer) zeigt, wie sehr unsere Gesellschaft von Rassismus und Sexismus durchtränkt ist.

Ich bewerte Menschen nicht nach ihrer Hautfarbe oder ihrem Geschlecht. Mir ist es egal, welchen Sonnenschutzfaktor ein Mensch benutzt oder welches Geschlechtteil er oder sie wo und wie reinlässt oder reinsteckt.

Glaubt wirklich jemand ernsthaft, die als „angry white men“ bezeichneten Menschen werden von ihrer Hautfarbe oder ihrem Geschlecht in ihren Handlungen und Entscheidungen bestimmt? Das zu glauben, ist Rassismus und Sexismus! Es sind ihre Überzeugungen und Ideologien, die ihren Handlungen zugrunde liegen!

Ich habe Respekt vor Menschen, nicht aber vor ihren Ideologien, Religionen und Überzeugungen. Respekt gebürt Menschen, nicht Ideen! Wenn jemand glaubt, ich beleidigte ihn, nur weil ich hart über den Koran, das Evangelium, ein Manifest, Marx, Mohammed oder Jesus spreche, so soll er sich beleidigt fühlen. Ich werde nie auf das Lachen, Zweifeln, Kritisieren und Verarschen von Ideen verzichten. Wer glaubt, ich verachte ihn, nur weil ich Witze über seinen Glauben mache, verwechselt sich mit seinen Überzeugungen. Der Mensch aber ist mehr als die Summe seiner Ideen!

Wenn ein Mensch aufgrund seiner Herkunft kritisiert wird, nennt man das Rassismus. Wenn ein Mensch jedoch für seine Überzeugung kritisiert wird, nennt man das Aufklärung. Für die Herkunft kann niemand was, für seine Überzeugungen jedoch schon! Das Gegenteil von Herkunft ist nämlich Zukunft! Mit jedem Schritt, den ich gehe, entscheide ich die weitere Richtung. Religionen und Ideologien sind Überzeugungen. Sie dürfen jederzeit kritisiert und verarscht werden!

Die Tatsache, dass ein Großteil der Menschen, die als „angry white men“ bezeichnet werden, weiß und männlich sind, ist für ihr Verhalten so irrelevant wie die Tatsache, dass ein Großteil der Terroristen heuten arabischer Herkunft sind. Ihre Ideologien bestimmen ihr Handeln. Sie sollten daher Ziel der Kritik sein. Rassistische Nationalisten zünden Asylantenheime an! Sexistische Islamisten verüben Terroranschläge! Religionen und Ideologien gehören daher kritisiert! Nicht Geschlechter und Hautfarben.

Möchte irgendjemand behaupten, die Inquisition hätte nichts mit dem Christentum zu tun gehabt? Natürlich hat die Inquisition mit dem Christentum zu tun gehabt! Wenn Christen heute keine Scheiterhaufen bauende und Synagogen niederbrennende Barbaren mehr sind, dann ist das unter anderen dem Umstand geschuldet, dass sie nicht mehr alles blind schlucken, was in der Bibel so ausgebreitet wird. Christen wurden menschlich, als sie sich vom blinden Gehorsam distanzierten, die Bibel kritisierten, Verantwortung übernahmen und erkannten, dass der Horror der Inquisition selbstverständlich mit dem Christentum zu tun hat.

Interessanterweise sind jene, die den Islam heute vor Kritik bewahren wollen, nicht selten die gleichen Typen, die von „angry white men“ faseln. Wer nicht in die Tiefe des Problems möchte, bleibt eben an der Oberfläche und dort sieht man zunächst immer erst Hautfarbe und Geschlecht. Aber das ist und bleibt Sexismus und Rassismus!

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57 Antworten zu Angry White Men

  1. Heimchen am Herd schreibt:

    Paradise Sorouri. So lautet der Künstlername der tapferen jungen Afghanin, die in den Texten ihrer Rap-Songs gegen die Unterdrückung der Frauen im Islam aufbegehrt. Für ihre Weigerung, einen Hidschab (Kopftuch) zu tragen, wurde die zierliche Frau jetzt von nicht weniger als zehn „Männern“ fast zu Tode geprügelt. Doch Sorouri will weitermachen.

    So geht Feminismus. Paradise Sorouri setzt sich in der wohl frauenverachtendsten Umgebung der Welt für ihr Recht ein, sich so zu kleiden, wie es ihr passt – und das ist nun mal mit offenen Haaren. Die mutige junge Afghanin klagt in ihren Texten immer wieder das bornierte Sittenbild im Islam und die unterdrückte Stellung der Frau an. Während ihre „Kolleginnen“ im Westen nachts wachliegen um zu überlegen, wie sie den steinzeitlichen Moralvorstellungen so vieler Moslems noch unterwürfiger entgegenkriechen könnten, steht Sorouri auf und fordert ihr natürliches Recht als Mensch ein – über sich selbst entscheiden zu dürfen, frei zu sein.

    Das sind wirkliche Probleme, gegen die es sich zu kämpfen lohnt! Immerhin zwei Cousinen der Sängerin haben sich aus Verzweiflung lieber umgebracht, als bereits mit 9 beziehungsweise 12 Jahren an 60-jährige Männer verheiratet zu werden. Was Paradise Sorouri wohl dazu sagen würde, dass die deutsche Politik im Moment schier übermenschliche Anstrengungen unternimmt, um das von ihr so vehement bekämpfte islamische Sittenbild um jeden Preis gesellschaftsfähig zu machen?

    https://www.contra-magazin.com/2016/12/afghanische-rapperin-von-zehn-maennern-fast-zu-tode-gepruegelt/

    Was für eine mutige Frau! Sie hat meinen allergrößten Respekt!

    • bevanite schreibt:

      Sehenswerte Doku dazu: „Sonita“.

    • Dudu schreibt:

      Wer bitte gibt hier für diesen Beitrag von Heimchen Daumen nach unten. Was seid ihr nur verbohrt islamophile Idioten.

    • A.mOr schreibt:

      @Heimchen, @bevanite,
      warum nicht ein paar der Videos dazu?
      Im Artikel verlinkt eine kleine Videobesschreibung.

      Und hier:

      Außerdem Sonita, zB.:

      Es ist herzergreifend und „gehört“ nun auch seit einigen Jahr(zehnt)en zu „Deutschland“. Tendenz: steigend bis etablierend.

  2. Kanalratte schreibt:

    Gestern stellte Alice Schwarzer bei Hart aber fair fest, daß 54% der weißen Frauen Donald Trump gewählt haben, um danach wütenden weiße Männern die Schuld für das Phänomen Trump zu geben. Insbesondere seit der Trump-Wahl hat sich dieses „Angry White Men“ in der politischen Alltagssprache sehr verfestigt, obwohl die Ergebnisse einzelner Gruppen bei der US-Wahl keinerlei nennenswerte Veränderungen zu vorigen Wahlen aufweisen. Daß Schwarze zu 90% die Demokraten wählen werden, Leute in Städten und Minderheiten zu den Demokraten tendieren, die weiße Landbevölkerung wie immer für Republikaner stimmen, kann man auch schon für die Wahl 2020 voraussagen.

  3. benwaylab.com schreibt:

    Hallo, Gerd! Die Argumente, die Du anführst, sind nicht neu. Sie sind schon zig-mal durchgekaut worden. Allein: es ist zu spät! Dieser Humbug ist mittlerweile schon massenkompatibel geworden und wird schon nicht mehr hinterfragt. Davon ab, dass es tatsächlich armselig ist, wenn vorgeblich progressive Antirassisten andere nach ihrer Hautfarbe beurteilen, geht die Begründung/Rechtfertigung dafür so: die Menschen weißer Hautfarbe seien seit Jahrhunderten auf der Welt privilegiert. Da sie sich in einer strukturellen Machtposition befänden, können sie gar nicht diskriminiert werden, denn das können nur Unterdrückte. Variante: da sie herrschend sind ist „reverse racism“ gegen sie erlaubt und zulässig.
    Genauso läuft die Argumentation beim Sexismus gegen „weiße Männer“. Der (weiße) Mann ist priviligiert und herrschend – so das Narrativ – und daher kann er nicht durch Sexismus diskriminiert werden bzw. es ist erlaubt.
    Eine Argumentation aus Zirkelschlüssen und Strohmannarmeen.
    Es wurde der Zeitpunkt verpasst, diesem abseitigen Bullshit entgegenzutreten, als er noch eine Mindermeinung obskurer SJW-Ayatollahs in entlegenen Universitäts-Seminaren war.

    • Katharina Seehuber schreibt:

      Ganz richtig, was Sie schreiben. Und das Problem dabei ist, dass diesen Zirkelschlüssen und Begriffsverwirrungen kaum etwas entgegengesetzt wird: die Linke/die „Progressiven“, die so argumentieren, sind sich ihrer intellektuellen und moralischen Überlegenheit so sicher, dass die Erwägung eigener Aporien ihnen a priori absurd erscheint (wobei es gerade ein Zeichen mangelnder intellektueller Kompetenz ist, diese bei sich auszumachen). So findet die Unterscheidung zwischen „Akt des Diskriminierens“ und „Ergebnis des Diskriminierens“ nicht statt – schlicht aus logisch-rationalem Unvermögen. Man könne nicht diskriminiert werden, weil man in einer Machtposition und nicht unterdrückt sei ist so ein Beispiel für mangelnde Logik: stellt man den Satz auf die logischen Füße, müßte es heißen: „Man kann nicht diskriminiert werden, wenn man in einer Machtposition ist und deshalb noch nicht unterdrückt ist.“ Dann erkennt man die Falschheit des Satzes, denn Unterdrückung kann das Ergebnis eines Machtumkehr-Prozesses sein. Im ursprünglichen Verständnis wäre es ja schlicht unmöglich, daß aus Unterdrückern jemals Unterdrückte und umgekehrt werden können.
      Diskriminierung ist zunächst ein lokaler Vorgang, in dem die nominellen Machtbesitzer ausgegrenzt und an Rechten beschnitten werden. Das kann lokal bleiben, oder aber sich ausweiten: Diskriminierung ist ein Prozess, kein Zustand, zu diskriminieren heißt nicht zu unterdrücken, sondern Unterschiede zu machen. Dies kann in Unterdrückung enden, muß es aber nicht.
      Ein Fehler unter vielen also: das Ergebnis eines u.U. langen Prozesses der Unterscheidung und später ungleicher Rechtezuordnung kann in Unterdrückung enden, also einem (gesellschaftlichen) Zustand. Und so kann der Aufstand gegen das Patriarchat im Matriarchat enden, der Unterdrückung vice versa. Wer das verhindern will, muß Diskriminierung per se bekämpfen und nicht einem Narrativ von Herrschenden und Beherrschten unterordnen.
      Nähmen die „Progressiven“ ihre eigene Rhetorik ernst, so müßte aus dem Diktum „Wehret den Anfängen“ der Imperativ folgen, jedem Ansatz von Diskriminierung zu widerstehen.

      • Praecox schreibt:

        Wie gehabt. Viel hochtrabende Sophisterei und nichts dahinter, außer Fehlern.

        Frau Seehuber, Sie nennen es „mangelnde intelektuelle Kompetenz“, Aporien bei sich selbst auszumachen. Da Sie sich ja anscheinend selbst in der Position sehen, zwischen „intellektueller und moralischer Überlegenheit“ und Unterlegenheit zu unterscheiden, sollte das Ausmachen von Aporien innerhalb Ihrer eigenen Aussagen für Sie kein Problem darstellen. Also sollte es – das erfordert die intellektuelle und moralische Redlichkeit – für Sie auch kein Problem sein, Aporien von anderen aufgezeigt zu bekommen. Nun denn:

        Katharina Seehuber schreibt Dezember 13, 2016 um 1:29 pm
        „So findet die Unterscheidung zwischen „Akt des Diskriminierens“ und „Ergebnis des Diskriminierens“ nicht statt“

        Diese Unterscheidung ist barer Unsinn – s.u.

        Katharina Seehuber schreibt Dezember 13, 2016 um 1:29 pm
        „Man könne nicht diskriminiert werden, weil man in einer Machtposition und nicht unterdrückt sei ist so ein Beispiel für mangelnde Logik“

        Das ist reine Insinuation/ Autosuggestion Ihrerseits. Wer behauptet, eine Machtposition schütze vor Unterdrückung?
        Für jetzt gilt: niemand behauptet das, oder hat das behauptet. Siehe unten zu Unterscheidung Macht-Herrschaft.

        Katharina Seehuber schreibt Dezember 13, 2016 um 1:29 pm
        „stellt man den Satz auf die logischen Füße, müßte es heißen: „Man kann nicht diskriminiert werden, wenn man in einer Machtposition ist und deshalb noch nicht unterdrückt ist.“

        Das kommt nur heraus, wenn Sie als Prämisse den von Ihnen selbst konstruierten, unwahren Satz von oben hernehmen, Frau Seehuber. Selbstverständlich können Sie eine falsche Annahme auch auf die Füße stellen und das klingt dann schrecklich logisch. Aber eben nur in sich logisch, Frau Seehuber, verstehen Sie?

        Katharina Seehuber schreibt Dezember 13, 2016 um 1:29 pm
        „Unterdrückung kann das Ergebnis eines Machtumkehr-Prozesses sein. Im ursprünglichen Verständnis wäre es ja schlicht unmöglich, daß aus Unterdrückern jemals Unterdrückte und umgekehrt werden können.“

        Sie vernachlässigen die Unterscheidung zwischen Macht und Herrschaft. Macht ist innerhalb demokratischer Prozesse Aushandlungssache und deshalb kann es in einem demokratischen System idealiter keine Diskriminierung geben. Herrschaft hingegen ist zementierte Macht, die sich über Formen der Diskriminierung ausdrückt.

        Katharina Seehuber schreibt Dezember 13, 2016 um 1:29 pm
        „Diskriminierung ist zunächst ein lokaler Vorgang, in dem die nominellen Machtbesitzer ausgegrenzt und an Rechten beschnitten werden.“

        Wollten Sie das so sagen? Nominelle Machtbesitzer sind Machtbesitzer dem Namen nach, während die Macht in Wirklichkeit in Händen anderer ist. Beispiel: nominell ist der Bundespräsident das deutsche Staatsoberhaupt, faktisch hat er aber nichts zu bestimmen, weil Gesetzgebung und politische Richtlinien von der Bundesregierung und dem Parlament geführt werden.
        Für die deutsche Demokratie gilt – idealiter: „Alle Macht geht vom Volke aus.“ (§20 GG). Damit sind die nominellen Machtinhaber in Deutschland sämtliche (wahlberechtigten) Mitglieder des Volkes. Dass heißt, dass es hier keine Unterscheidung zwischen den gleichberechtigten Mitgliedern des Volkes geben darf (vgl. Art 3.3 GG). Eine Unterscheidung wäre Diskriminierung im wörtlichen Sinn. Wenn bspw. Frauen nicht wählen dürften, weil sie Frauen sind.

        Katharina Seehuber schreibt Dezember 13, 2016 um 1:29 pm
        „Diskriminierung ist ein Prozess, kein Zustand, zu diskriminieren heißt nicht zu unterdrücken, sondern Unterschiede zu machen. Dies kann in Unterdrückung enden, muß es aber nicht.“

        Aporie. 😉
        Sie schreiben ja selbst von der „Unterscheidung zwischen „Akt des Diskriminierens“ und „Ergebnis des Diskriminierens““ und erklären damit, dass es Diskriminierung sowohl als Prozess, als auch als Zustand gäbe. Was Sie dabei verleugnen, ist die Tatsache, dass der Akt des Diskriminierens immer das Ergebnis des Diskriminierens als causa finalis zum Ziel hat. Ihre Verleugnung dieser Tatsache argumentieren Sie mit der Erklärung, dass Diskriminieren = Unterschiede machen bedeute. Allen Ernstes, Frau Seehuber? Das ist Ihr ganz persönlicher intellektueller Offenbarungseid. Sie haben keinen blassen Schimmer von dem, was Sie sagen.

        Allenfalls in seltenen Fällen der Fachsprache kann man das Wort Diskrimination im wertneutralen Gebrauch finden. Allgemeinsprachlich und damit für hiesige Diskurse gültig ist die wertende Bedeutung des Begriffs Diskriminierung im Gebrauch.
        Nochmal zum merken: Unterscheide: Diskrimination (wertneutral) und Diskriminierung (wertend).

        Katharina Seehuber schreibt Dezember 13, 2016 um 1:29 pm
        „Ein Fehler unter vielen also: das Ergebnis eines u.U. langen Prozesses der Unterscheidung und später ungleicher Rechtezuordnung kann in Unterdrückung enden, also einem (gesellschaftlichen) Zustand.“

        Fortgesetzter Unsinn.

        Katharina Seehuber schreibt Dezember 13, 2016 um 1:29 pm
        „Wer das verhindern will, muß Diskriminierung per se bekämpfen und nicht einem Narrativ von Herrschenden und Beherrschten unterordnen. Nähmen die „Progressiven“ ihre eigene Rhetorik ernst, so müßte aus dem Diktum „Wehret den Anfängen“ der Imperativ folgen, jedem Ansatz von Diskriminierung zu widerstehen.“

        Hierin kann ich Ihnen nur zustimmen. Fangen Sie nur bitte bei sich selbst an!
        Geben Sie die Unterscheidung in „moralisch und intellektuell Satisfaktionsfähige/ Überlegene“ und „moralisch und intellektuell Unterlegene“ schnellstmöglich auf, Sie machen sich damit geradezu lächerlich angreifbar.
        Siehe: https://tapferimnirgendwo.com/2016/12/02/vergesst-broder-und-buurmann-nicht/
        Sie sind weder moralisch noch intellektuell überlegen, Frau Seehuber. Und wissen Sie was? Das macht doch nichts.

        Ihre gesamte Argumentation, Frau Seehuber, ist bezogen auf den Kommentar benwaylab.com schreibt Dezember 13, 2016 um 11:02 am:
        „Der (weiße) Mann ist priviligiert und herrschend – so das Narrativ – und daher kann er nicht durch Sexismus diskriminiert werden bzw. es ist erlaubt. Eine Argumentation aus Zirkelschlüssen und Strohmannarmeen.“

        Ihre Argumentation, Frau Seehuber, basiert also nicht auf empirischen Daten, sondern auf der subjektive Aussage eines Kommentators. Sie ist intersubjektiv so nicht überprüfbar. Wissenschaftlich – und damit intellektuell – redlich, wäre aber zunächst eine Überprüfung/ Falsifikation der von benwaylab getätigten Behauptung. Davor – wie hier – ist alles EXAKT die Strohmann-Rethorik, die Sie in Ihrer Zustimmung zu benwaylab anzugreifen vorgeben.

        • Katharina Seehuber schreibt:

          Auf Ihre Eifersüchteleien, die lediglich dem Wunsche entspringen, zu widersprechen, um das eigene Ego zu pflegen, lohnt es sich wahrlich nicht einzugehen.
          Wenn es Ihre intellektuelle Kompetenz überfordert, den Unterschied zwischen einem Akt des Diskriminierens und dem Ergebnis derselben zu unterscheiden, dem ist wahrlich auch sonst nicht viel zuzutrauen. Sie sehen keine Unterschied z.B. zwischen dem Akt des Lügens und dem Ergebnis der Lüge? Keinen zwischen dem dem Akt des Sprechens und dessen Ergebnis? Wahrlich, auf dieser Ebene ist das Differenzieren eigentlich keine Kunst….
          Ein letztes noch, bevor ich mich vom Möchtegern und Gernegroß verabschiede:
          „Sie schreiben ja selbst von der „Unterscheidung zwischen „Akt des Diskriminierens“ und „Ergebnis des Diskriminierens““ und erklären damit, dass es Diskriminierung sowohl als Prozess, als auch als Zustand gäbe. Was Sie dabei verleugnen, ist die Tatsache, dass der Akt des Diskriminierens immer das Ergebnis des Diskriminierens als causa finalis zum Ziel hat. “
          Das Ergebnis der Diskriminierung ist ein Zustand, aber kein kein Zustand der Diskriminierung (das wäre reichlich seltsam), sondern ein aufgrund der Diskriminierung sich ergebendes Sosein. Auch hier wird Ihre Unfähigkeit, den Begriffen auf den Grund zu gehen, offenbar. Und natürlich hat der Akt des Lügens die Täuschung zum Ziel, der Akt des Diskriminierens den Zustand zum Ziel, ohne dieser jedoch zu sein. So einfach, so unverständlich offenbar für den Sonderschüler des Denkens (in Anlehnung an Sloterdijk). Die causa finalis iśt übrigens der geplante Zweck, nicht das zweckbedingte Ergebnis selbst: wenn Sie Aristoteles benutzen, bitte mit Verstand.
          Sie konstatieren Unsinn Unsinnn Unsinnnn – wahrlich offenbarend. Den Unsinn profund zu widerlegen reicht die Kraft nicht.
          Also werde ich auf Ihre weiteren Aporien, die auf der Unkenntnis dessen beruhen, was Wissenschaft ist, was Hypothese und Wahrheit ist uvm nicht weiter einghen. Zeitverschwedung, dem Raum zu geben. Sie mögen mich oder mein Post nicht – das ist Ihr gutes Recht. Sie arbeiten sich daran ab, weil Sie Geist, der Ihrer Denkblase nicht entspricht, nicht mögen, auch Bildung ist suspekt dem, der sie nur vorgibt.
          Sie sind nicht viel mehr als ein sich selbst aufblasender Phraseologe, der die Oberfläche liebt, aber darunter zu tauchen, als die Gefahr ansieht, die damit Oscar Wilde schon verbunden sah.
          Also blasen Sie weiter gerne die Backen auf, im Spiegel schauen Sie damit größer aus. Ich nehme mir die Freiheit, auf Ihre Selbstbespiegelungen nicht weiter einzugehen, da es Ihnen nicht um die Sache, sondern um die Person geht, ein rechter Adept der eristischen Dialektik, ein Rumpelstilzchen, das selbst kein Gold spinnen kann.

          • Praecox schreibt:

            „Diskriminierung ist ein Prozess, kein Zustand, zu diskriminieren heißt nicht zu unterdrücken, sondern Unterschiede zu machen. Dies kann in Unterdrückung enden, muß es aber nicht.“

            Wie nennen Sie das Ergebnis von Diskriminierung, Frau Seehuber?

          • Katharina Seehuber schreibt:

            „Wie nennen Sie das Ergebnis von Diskriminierung, Frau Seehuber?“ –
            Diskriminiertsein, Herr Praecox, Diskrimniertsein. Wie das Ergebnis eines Hiebes kein Hieb, sondern ein verletztes Gesicht ist.
            Dies nun zu schlechter Letzt, Herr Praecox. Adieux

          • Praecox schreibt:

            Das Diskriminiertsein ist der passive Zustand des von Diskriminieren Betroffenen. Es ist daher die nicht die causa finalis. Für den Akteur – sie sprachen ja von D. als Akt – hingegen ist das Diskriminiertsein des anderen die causa finalis. Es gibt also zwei Arten von Ergebnis, je nachdem, ob man die Perspektive des Akteurs, oder die des Betroffenen einnimmt. Mitnichten ist „Diskriminiertsein“ also das vom Diskriminierenden bezweckte Ergebnis. Intention des Diskriminators ist die Erhöhung der eigenen Person.

            Dass Sie, Frau Seehuber diese Zusammenhänge nicht verstehen, liegt selbstverständlich nicht in der Sache, sondern in Ihrer Person begründet. Denn Sie sind es, die zwischen sich selbst (moralisch und intellektuell überlegen) und ihrem Feindbild (m. und i. unterlegen) unterscheidet (diskriminiert). In Ihrem Fall ist es eben so, dass die Diskriminierung direkt auf Sie zurückschlägt. Ad personam. Selbstverständlich.

          • Praecox schreibt:

            Zu lustiger Letzt noch Amüsantes:

            Hieb, der

            „2. Durch einen Hieb verursachte Wunde oder Narbe“

            http://www.duden.de/rechtschreibung/Hieb

            Ciao!
            😃

          • Katharina Seehuber schreibt:

            Nun beginnen Sie auch noch zu jammern. Wo bleibt die Würde, Praecox? Sie fühlen eine Gefälle? Das kann daran liegen, dass es künstlich erzeugt wird, oder auch daran, dass es vorhanden ist. Das letztere ist unangenehm, zugestanden. Aber ziehen Sie auch bitte in Erwägung, dass es real sein könnte, und Strampeln und Aufstampfen (Rumpelstilzchen, Sie erinnern sich?) nimmt mehr an Würde als bei Schusters Leisten zu bleiben.
            Aber wie gehabt – Sie verwechseln das in doppelter Bedeutung nutzbare Wort Diskriminierung, das umgangssprachlich zugleich den Akt als als auch das Ergebnis bezeichnet, mit der aktiven Unterscheidung zwischen den beiden Bedeutungen, besonders deutlich bei „Hieb“ zu sehen, wollen Sie nichts zu tun zu haben – könnte ja Ihr Sich-dumm-stellen (ich bleibe höflich, könnte man auch anders bezeichnen) offenbaren. Damit outen Sie sich als ein Mitglied jener Klasse, die der Ursprungspost beschrieb: mit Zirkelschlüssen und Verkürzungen operierend, unfähig oder nicht willens, die Aporien des eignen Denkgefängnisses zu verlassen. Als „Progressiver“ hat man es nicht nötig, genauer hinzuschauen – man hat ja recht, per se und a priori. Die doppelten Standards sind zu bequem, als das man darauf verzichten wollte.
            Wenn Sie die bei einer Formlierung wie der von mir, die explizit zwischen „Akt des Diskriminierens“ und „Ergebnis des Diskriminierens“, die für jeden mit etwas Verstand klar macht, wo der Unterschied liegt, mit solch unsinnigen Entgegnungen kommen, zeigt dies was ich schon erwähnte: es geht nicht um die Sache, es geht nicht darum, zu analysieren, sondern zu nivellieren.
            So dem grottendummen Einwand: „Mitnichten ist „Diskriminiertsein“ also das vom Diskriminierenden bezweckte Ergebnis. Intention des Diskriminators ist die Erhöhung der eigenen Person.“ Natürlich ist das Diskriminiertsein nicht das bezweckte Ergebnis: denn dies ist der Zustand nach dem Akt, bei dem es nicht um die Intention des Diskriminierenden, als um Psychologie geht, sondern um die Beschreibung eines Vorgangs. Die Intention des Diskrimnierenden kann Erhöhung sein, kann aber auch Verachtung aus dem Bewußtsein der Überlegenheit sein, weshalb das Opfer vom Täter gar nicht erniedrigt wird, sondern gemäß seiner geringeren Wertigkeit behandelt. Es gibt sicher noch viel mehr Intentionen, aber wie bei Ihnen üblich ziehen Sie wieder einen red herring durchs Gelände, lenken vom Vorgang ab auf die Befindlichkeiten der (unbekannten) Beteiligten, was völlig kontraproduktiv ist, weil irrelevant für diesen Zusammenhang. Diese Methode ist tödlich für einen sinnvollen Diskurs, das Sie aber an einem solchen nicht interessiert sind, ist seine Anwendung für Sie nur konsequent.
            Sie glauben, aus Prinzip einwenden zu müssen. In der Fachterminologie nennt man diese rhetorischen Aberrationen , geboren aus Behauptungszwang, die Umkehrung der „distinction without discrimination-fallacy“ : Das Ignorieren der discrimination aus eristischen Gründen. um des bloßen, gesichtswahrenden Rechthabens willen. Amüsant ist das zwar auch, aber vor allem (Leerstellee aus Resthöflichkeit).
            Aber nun wirklich Schluß. Mein Quecksilber und mein Widerwille gegen Luftnummern treibt mich zu oft an, etwas nachzuschieben. Das kann bei manchen sinnvoll sein, bei Ihnen ist es das nicht.
            Ich bemühe mich von nun an, auf Ihre Eitelkeiten und Komplexe nicht mehr zu antworten.

          • Heimchen am Herd schreibt:

            Also wenn wir uns alle so unterhalten würden, dann würden wir aussterben!

            Ich mach mal Musik!

            Sigur Rós – Brennisteinn

          • Praecox schreibt:

            „Das kann bei manchen sinnvoll sein, bei Ihnen ist es das nicht.“

            So ist das mit dem Sosein, Frau Seehuber. Nicht zu ändern. Diese anderen fallen entweder auf Ihre Pseudoverifikationen durch Namedropping und Ihre Argumente ad verecundiam et ad populum herein, oder lassen Sie in Ihrem Sosein einfach sein.

          • Katharina Seehuber schreibt:

            Noch ein Wort an alle, die noch mitlesen (ich kann verstehen, wenn es nur noch wenige sind, die dieser Holzhackertanz interessiert). Ich bin mir durchaus bewußt, wie wenig sympathisch Arroganz ist, und den Underdogeffekt kenne ich auch. Wenn ich rüde und hochmütig wirke, so versichere ich gegen den hier entstandenen Eindruck, dass ich das im allgmeinen nicht bin – nur im besonderen, bei einer gewissen Spezies von Diskussionsteilnehmern. Ich habe das von Henryk Broder gelernt, der diesen Vorwurf gerne auf sich sitzen läßt: gegen einen Schmock-Produzenten hilft nur das Gegenhalten mit dem klaren Wort.
            Nochmal, ich bin eigentlich umgänglich und offen für jedes Argument, bei dem es um die Sache geht, durchaus bereit, Argumente anzunehmen. Als regelmäßiger Stammtischgast (ja, als Frau werde ich dort akzeptiert) lernt man, zu erkennen, wo jemand ehrlich argumentiert und wo einer nur plustert.
            Man kann das Plustern verzeihlicher finden als das Hochfahren, chacun a son gout, damit muß man leben.
            Also – ich bitte die schockierten Mitleser um Vergebung. Aber meine brodelnde Broder-Seele kann eben manchmal nicht anders.

          • Heimchen am Herd schreibt:

            Du bist doch ein ganz Liebe, Katharina!
            Ich gehe jetzt zu Bett, gute Nacht! 😉

          • HM schreibt:

            Katharina Seehuber schreibt:
            Dezember 13, 2016 um 11:15 pm

            Noch ein Wort an alle, die noch mitlesen (ich kann verstehen, wenn es nur noch wenige sind, die dieser Holzhackertanz interessiert). ….

            Keine Sorge, Frau Seehuber, wer den Dialog verfolgt wird deutlich welcher der beiden Diskutanten vor Begeisterung über sich selbst fast zerspringt.
            Zudem scheint es Ihrem Gegenüber weniger um Themengebunderner Diskussion zu gehen als mehr darum sein Gegenüber zu „erlegen“
            Allgemein als „Goldmedalliendiskutant“ bekannt.

            HM

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            Ihre Kommentare gefallen mir sehr gut, Katharina Seehuber!

      • A.Bundy schreibt:

        Liebe Frau Seehuber,
        wenn das denunziatorisch-schnappatmende Frühspritzerwürschtl @Praecox das nächste Mal versucht Ihnen verbal in die Wade zu beißen, machen Sie sich nicht die Mühe einer qualifizierten Antwort. Denken Sie sich einfach einen virtuellen Stock, mit dem Sie dann genüsslich dieses nervige kleine Stück Scheiße von Ihrer Schuhsohle kratzen.
        Ein „Fuck off, shithead!“ tut’s natürlich auch, macht aber nicht annähernd so viel Spaß. 😉

    • A.S. schreibt:

      Zu spät ist es nie, und es tut sich ja einiges.
      Gender wird immer mehr zur Lachnummer, trotz politischer Protektion. Der Begriff „angry white Man“ findet nur Verwendung in kompetenzfreien Kreisen die außerhalb ihrer Blase i.d.R. nicht für voll genommen werden. Viele kompetente und erfolgreiche Frauen wollen mit der heutigen Ausformung des Feminismus nichts zu schaffen haben und in den USA wurde gerade der personifizierte Gegenentwurf zum Präsidenten gewählt.

  4. Sophist X schreibt:

    Warum sollten wir (weiße Männer), ausgerechnet als einzige auf diesem Planeten nicht verärgert sein dürfen…

    • Praecox schreibt:

      Wozu benötigen Sie (Sophist X) eine homogene Gruppenidentität (weiße Männer/ wir)?

      • Sophist X schreibt:

        Wozu benötigen Sie (Sophist X) eine homogene Gruppenidentität

        Stellen Sie die Frage doch mal denen, die mir (uns) diese ‚Gruppenidentität‘ zuweisen. Die Kategorie ‚angry white men‘ wurde ja nicht von den ‚angry white men‘ erfunden. Also fragen Sie doch mal bei Ihren Genossen nach.

        • Praecox schreibt:

          Welche Genossen?
          Oder:Wozu brauchen Sie (Sophist X) den Glauben, Ihr Gegner wäre Teil einer homogenen Gruppe? Identitätsbildung?

          • Sophist X schreibt:

            Ich stecke mir den Schwarzen Peter einfach ins Blatt, im Wissen, dass Ihre erste Antwort davon nicht besser werden wird. Ersparen wir den geschätzten Lesern eine Fortsetzung, Genosse. Sie haben ja hier auch sonst genügend zu tun.

          • Praecox schreibt:

            Ach, ich ämüsiere mich auch ohne Zuschauer, Genosse Sophist. Ausserdem entscheidet jeder selbst.

          • besucher schreibt:

            Genosse: Mal wieder die übliche Linkenbeschimpfung, gähn…
            Ob es nun gegen echte Linke oder vermeintliche Linke geht ist scheißegal. Just blame him!

          • A.Bundy schreibt:

            Wenn nicht einmal mehr die linken Denunzianten Genossen genannt werden wollen, stehts um „die Linke“ wahrlich schlecht.

  5. American Viewer schreibt:

    Ich kenne nur einen Angry White Man: Michael Moore. Wobei: Das ist ein Angry White Fat Man. Siggi Pop könnte man auch dazu zählen. Dabei dachte man früher immer Dick und Doof seien zwei verschiedene Personen.

  6. ceterum censeo schreibt:

    Auch Frauen scheinen langsam immer zorniger zu werden, wenn man sich einmal die Kommentare im Focus durchliest. Und ich finde das sehr gut so, wenngleich es besser wäre, es gäbe die täglichen Gründe für diesen Zorn nicht!

    http://www.focus.de/panorama/welt/thueringen-14-jaehriges-maedchen-vergewaltigt-polizei-kontrollierte-den-taeter-vor-der-tat_id_6340373.html

  7. Heimchen am Herd schreibt:

    „Ich bewerte Menschen nicht nach ihrer Hautfarbe oder ihrem Geschlecht. Mir ist es egal, welchen Sonnenschutzfaktor ein Mensch benutzt oder welches Geschlechtteil er oder sie wo und wie reinlässt oder reinsteckt.“

    Ohne Kommentar!

  8. Hermann Willaredt schreibt:

    Der Tapfere hat recht.

  9. limbischessystem schreibt:

    Was soll die Aufregung? Wir leben halt in der Zeit des Jüngsten Gerichts. Jetzt wird abgerechnet. Und das schlimmste und bestrafenswürdigste, was es auf Erden gibt, ist der christliche, man könnte auch europäische sagen, weiße, alte Mann. Wirklich gut und in den Himmel komemnd sind nur Imame. Und Frauen, die sich vergewaltigen lassen.

  10. A.S. schreibt:

    Das ist der Versuch in diese Gesellschaft wieder mehr Sexismus zu implantieren. Was wollen Feministen auch machen wenn ihr Feindbild langsam aber sicher „enteiert“ wurde.

  11. Thomas ex Gotha schreibt:

    „Christen wurden menschlich, als sie sich vom blinden Gehorsam distanzierten, die Bibel kritisierten, Verantwortung übernahmen und erkannten, dass der Horror der Inquisition selbstverständlich mit dem Christentum zu tun hat.“ Dieser Satz ist, leider, apologetischer Unfug, wenn man die Geschichte des 20. Jahrhunderts betrachtet.
    Man muss nicht einmal auf die Barbarei im christlich geprägten Deutschland blicken, das Treiben der Klerikalfaschisten in Portugal, Spanien. Kroatien, Ungarn etc. beweist hinlänglich, dass auch nach dem Ende der Inquisition Christentum und Aufklärung wenig miteinander zu tun haben.

    Im übrigen bezeichnet „angry“ sehr treffend die Ideologie dieser Herrschaften.

  12. zweitesselbst schreibt:

    Ja, zumal es unter Umständen auch angry black men und so weiter gibt

Seid gut zueinander!

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