Die meist gelesenen Beiträge des Jahres 2016 auf Tapfer im Nirgendwo

Nach den Anschlägen in Brüssel am 22. März 2016, veröffentlichte ich einen öffentlichen Hilferuf an alle Muslime.

Platz 10: „Liebe Muslime“

„Liebe Muslime,

ich brauche Eure Hilfe!

Entschuldigt, dass ich Euch als Mitglieder einer Religionsgemeinschaft anspreche. Eigentlich ist mir egal, woran Ihr glaubt, aber die Terroristen, die heute gemordet haben, begingen ihre Taten im Namen eines Gottes, den sie Allah nennen!

Ich würde die Terroristen gerne schlicht Arschlöcher oder Drecksäcke nennen, aber ich kann nicht ignorieren, dass sie sich selber als Muslime bezeichnen; sogar als wahre Muslime, berechtigt, für einen Islamischen Staat zu morden. Sie schneiden Menschen die Köpfe ab, steinigen Frauen, hängen Homosexuelle und stechen Juden ab, alles im Namen eines „Islamischen Staats“. Es ist somit Eure Religion, die gerade geschändet wird. Für jeden Menschen, der glaubt, Islam bedeute Friede, müssen die Muslime, die im Namen Gottes Kriege führen und Menschen morden, schlimmer sein als alle, die den Koran verbrennen.“

Im September 2016 brachte der Spiegel die abenteuerlichste Fake News des Jahres heraus. Es ging ums Wichsen, um Schokolade und vor allem um Juden. Da musste sich der Spiegel einfach einen drauf runter holen.

Platz 9: „Der Spiegel holt sich einen runter“

„Ein 27-jähriger Palästinenser, der von Israel zu 600 Jahren Gefängnis verurteilt wurde, holt sich im Knast einen runter, verstaut sein Sperma in einer Stifthülle, vermutlich, indem er das Ejakulat reinsaugt, steckt diesen Stift dann in einen Schokoriegel, (woher der Gefangene den Schokoriegel auch immer hat), wartet, bis sein fünfjähriger Sohn ihn besuchen darf, (weil nur Kinder unter sechs Jahren Terroristen in israelischen Gefängnissen besuchen dürfen, ohne dabei von einer Glasscheibe getrennt zu sein), das Kind isst den Schokoriegel jedoch nicht, sondern verlässt das Gefängnis, gibt den Schokoriegel seiner Mutter; sie findet den Stift, geht damit in eine Klinik, lässt sich dort künstlich befruchten, wird schwanger, bekommt ein Kind, das wiederum, wenn es groß genug ist, aber noch keine sechs Jahre, zu seinem Vater ins Gefängnis geht, um dort einen Schokoriegel geschenkt zu bekommen, den er aber nicht isst, sondern …“

Im Februar 2016 war Sabatina James zu Gast bei Markus Lanz. Dort wurde ihr, der Ex-Muslimin, von Christen erklärt, was der Islam bedeutet.

Platz 8: „Differenzieren bei Lanz“

„Immer wieder, wenn christlich sozialisierte Menschen erklären, was der Islam bedeuten soll, stelle ich fest, dass ihre Definition schwer nach christlicher Lehre klingt. Im Grunde christianisieren diese Menschen den Islam. Früher nannte man so ein Verhalten Imperialismus oder Missionierung, heute aber Differenzierung. Also gut, dann differenziere ich mal; der Unterschied besteht also darin: Der radikale Islam tötet Frauen, die dem Islam den Rücken kehren, während der moderate Islam sie nur lebenslang wegsperrt.

Jeder Mensch kann glauben, woran er will. Christen sollen meinetwegen ihre Nonnen verschleiern und Muslime keine homosexuellen Imame ernennen, aber ich verlange, dass es mir scheißegal sein kann, welcher Religion ein Mensch angehört und dass ich frei über diese Religion reden und lachen darf. Und noch was: Bedauerlicher Einzelfall mich am Arsch! Ich erwarte, dass man die Erfahrung eines Menschen, der in religiöser Unterdrückung aufgewachsen ist, ernst nimmt, ohne diesen Menschen ein zweites Mal zu missbrauchen, indem man ausgerechnet ihm erklärt, das habe nichts mit der Religion des Täters zu tun, in dessen Namen er glaubt und erklärt zu handeln.“

Im November 2016 wurde es der Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde, Charlotte Knobloch, unter Andohung einer Strafe von 250.000 Euro oder 6 Monaten Haft gerichtlich untersagt, Abraham Melzer einen „berüchtigten Antisemiten“ zu nennen. Er habe zwar antisemitische Äusserungen getätigt, aber im Rahmen, so dass es nicht „berüchtigt“ sei.

Platz 7: „Skandalurteil – Charlotte Knobloch verliert vor Gericht“

„In Deutschland beginnt Antisemitismus erst mit der Vergasung von 6 Millionen Juden. Alles darunter ist eine Ordnungswidrigkeit! Wer es wagt, Antisemitismus zu benennen, wo er gesehen wird, läuft Gefahr, von einem deutschen Gericht verurteilt zu werden, vor allem, wenn Begriffe wie „glühend“ und „berüchtigt“ benutzt werden.“

Im Juli 2016 brachte das ZDF eine Fake News gegen Israel raus und sorgte so für die größte Verleumdung von Juden durch eine deutsche öffentlich-rechtliche Anstalt der jüngeren deutsche Geschichte.

Platz 6: „Für diese Lüge des ZDF muss es Konsequenzen geben“

„Die Mediathek des ZDF hält weiter an der unrelativierten Lüge fest und posaunt sie in die Welt! Die Redaktion von ZDF heute+ ist somit für eine der größten öffentlich-rechtlichen Verleumdung von Juden in der jüngeren deutschen Geschichte verantwortlich. Das muss Konsequenzen haben! Es ist nicht hinnehmbar, dass in einem Land, in dem schon einmal mit Geldern des Volkes Lügen und Gerüchte über Juden produziert wurden, ich dazu gezwungen werde, Lügen über Juden und Israel zu finanzieren. Da ich nicht einfach sagen kann, ich bestelle das ZDF ab, so wie ich jede Zeitung, jedes Abo und jeden anderen nicht öffentlich-rechtlichen Bezahlsender abbestellen kann, muss das ZDF für diese in meinen Augen offensichtiche Volksverhetzung juristisch zur Verantwortung gezogen werden. In Deutschland werde ich schließlich gezwungen, den Pay-TV-Sender ZDF zu kaufen.

Wäre ich Jude, ich würde mich weigern, diese Propaganda gegen Israel zu finanzieren, alleine schon, um zu sehen, zu welcher Strafe die deutsche Justiz greifen wird, wenn ein Jude sich weigert, deutsche Propaganda gegen Israel zu finanzieren.“

Im März 2016 konnte von der israelischen Armee ein Terrorist ausgeschaltet werden. In den sozialen Netzwerk entlud sich daraufhin ein Feuerwerk des Judenhasses.

Platz 5: „Ihr judenfeindlichen Arschlöcher“

„Wenn in Gegenwart dieses Hasses und der daraus reslutierenden alltägichen Lebensgefahr für Juden dann mal ein Jude austickt, dann habt Ihr Null Verständnis für den Juden und fallt über ihn und das ganze Judentum her. Wenn aber wieder und wieder arabische Judenhasser mit Gewehren, Äxten, Messern, Autos, Raketen, Beilen und Scheren bewaffnet Juden schlachten, dann seht Ihr immer nur die Taten armer Verzweifelter.

Ich kann so einem Verhalten nicht mehr höflich begegnen. Für mich seid ihr nichts weiter als widerliche, judenfeindliche Arschlöcher!“

Am 11. Juni 2016 wurde erstmals von einer Frau, nämlich von Claudia Neumann, ein Spiel der Fußballeuropameisterschaft der Männer kommentiert. Auf Facebook tickten deshalb ein paar Kerle richtig aus.

Platz 4: „Bitte einfach keine Frauen mehr“

Tapfer im Nirgendwo fordert in Anbetracht dieser sexistischen Lappen, die sich auf Facebook produzieren, dass in Zukunft fünfzig Prozent aller EM- und WM-Spiele, vor allem aber aller Spiele mit deutscher Beteiligung, von einer Frau kommentiert werden. Als öffentlich-rechtliche Anstalt sollte die Erfüllung dieser Quote eine Selbstverständlichkeit sein. Ich fordere zudem, dass das nächste Finale von einer Frau kommentiert wird, damit ich diese jämmerlichen Lappen in Embrionalhaltung und eingenässt auf ihren vollgewichsten Spießerteppichen sehen kann!

In einem Land, in dem Frauen in Köln zu Silvister schutzlos einem Männlichkeitswahn ausgeliefert waren und nicht wenige der Lappen, die am 11. Juni 2016 auf der Facebook-Seite des ZDF gegen Frauen gehetzt haben, offensichtlich der Ideologie angehören, in deren Namen die Männer zu Silvester gegen Frauen vorgingen, ist es die Aufgabe der öffentlich-rechtlichen Anstalten, diese Ideologie medial herauszufordern und in ihre Grenzen zu weisen. Diesen Männerdarstellern müssen die kleinen Schwänze gestutzt werden. Ich fordere daher fünfzig Prozent aller Spiele müssen von Frauen kommentiert werden! Jetzt!“

Im September 2016 warf Lamya Kaddor ein paar Menschen, die es wagten, sie zu kritiseren, vor, sie würden mörderische Stimmung gegen sie machen. Eleganter und selbstergriffener wurde im Jahr 2016 selten gegen die Meinungsfreiheit geschossen.

Platz 3: „Ein offener Brief an Lamya Kaddor“

„Sie, Frau Kaddor, kriminalisieren Kritik so wie islamische Fundamentalisten Karikaturisten kriminalisieren! Ich hoffe inständig, dass Sie diese Verteufelung von Kritik, die das Fundament des aufgeklärten Europas und die Stütze der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist, nicht an ihre Schülerinnen und Schüler weitgeben. Dann nämlich wundert es mich nicht, dass unter Ihren Schülern bereits fünf für den Dschihad nach Syrien gezogen sind.

Ich wundere mich generell, dass Sie den Koran lehren, wo Sie doch so vehement darauf hinweisen, dass Sprache und Bücher ein Klima schaffen können, in dem Gewalttäter und Extremisten sich ermutigt fühlen. Wenn Allah und Mohamed schon nicht in der Lage sind zu verhindern, was andere Leute aus dem Koran herausinterpretieren, warum sollen dann Giordano, Kelek, Abdel-Samad und Broder mächtiger sein? Mächtiger als Gott? Kann natürlich sein, wenn es ihn nicht gibt.

Bleiben wir daher bei den Fakten: Der Koran ruft explizit und unter Umständen zu Gewalt, Verstümmelung und Totschlag auf, Giordano, Kelek, Abdel-Samad und Broder nicht. Der Koran sollte somit auf der Liste der zu kritisierenden Bücher deutlich höher stehen als die Bücher der vier Sterblichen!“

Der zweite Platz geht nicht an mich, sondern an die Bundestagsabgeordnete Michaela Engelmeier (SPD), die die ARD mit scharfen Tönen ob Ihrer einseitigen Berichterstattung gegen Israel rügte.

Platz 2: „Bundestagsabgeordnete wirft der ARD Lügen vor“

„Warum zeigt man in der Tagesschau einen schlecht bis gar nicht recherchierten Bericht, zitiert dort mehr als zweifelhafte „Experten“ und erzählt echte Unwahrheiten? Ich protestiere energisch und mit aller Schärfe gegen diese, so einseitigen und unwahren Behauptungen in diesem unsäglichen Bericht und erwarte eine Richtigstellung! Dieser Bericht, liebe ARD ist ein Fall für den Rundfunkrat und eine Richtigstellung ist mehr als nötig!“

Der erste Platz geht ebenfalls nicht an mich, sondern an Benjamin Netanjahu. Er sprach im September 2016 vor den Vereinten Nationen und Tapfer im Nirgendwo übersetzte seine Rede, die zum meist gelesen Artikel des Jahres 2016 in diesem Blog werden sollte.

Platz 1: „Kommt ein Jude in die Vereinten Nationen“

„Meine Damen und Herren,

während wir in Israel den Frieden mit all unseren Nachbarn suchen, wissen wir auch, dass der Frieden keinen größeren Feind kennt als die Kräfte des militanten Islams. Die blutige Spur dieses Fanatismus‘ zieht sich durch alle Kontinente, die hier vertreten sind. Sie läuft durch Paris und Nizza, Brüssel und Bagdad, Tel Aviv und Jerusalem, Minnesota und New York, von Sydney bis nach San Bernardino. So viele haben bereits unter dieser Barbarei gelitten: Christen und Juden, Frauen und Homosexuelle, Yeziden und Kurden und viele, viele andere. Den höchsten Preis aber zahlen die unschuldigen Muslime. Hunderttausende von ihnen wurden unbarmherzig geschlachtet, Millionen zu verzweifelten Flüchtlingen verdammt, zig Millionen brutal unterjocht. Die Niederlage des militanten Islam wird ein Sieg für die ganze Menschheit sein, aber vor allem ein Sieg für die vielen Muslime, die ein Leben ohne Angst suchen, ein Leben in Frieden und Hoffnung.

Um die Kräfte des militanten Islams zu besiegen, müssen wir sie unnachgiebig bekämpfen. Wir müssen sie in der realen Welt bekämpfen und in der virtuellen Welt. Wir müssen ihre Netzwerke zerstören, ihre Finanzierungen kappen und ihre Ideologie diskreditieren. Wir können sie besiegen und wir werden sie besiegen. Mittelalterlichkeit passt nicht in die Moderne. Hoffnung ist stärker als Hass. Freiheit ist stärker als Angst. Wir schaffen das!“

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6 Antworten zu Die meist gelesenen Beiträge des Jahres 2016 auf Tapfer im Nirgendwo

  1. Heimchen am Herd schreibt:

    „Der erste Platz geht ebenfalls nicht an mich, sondern an Benjamin Netanjahu. Er sprach im September 2016 vor den Vereinten Nationen und Tapfer im Nirgendwo übersetzte seine Rede, die zum meist gelesen Artikel des Jahres 2016 in diesem Blog werden sollte.“

    Hätte ich auch gewählt! Eine sehr gute Rede von Benjamin Netanyahu!
    Und vielen Dank für die Übersetzung an Gerd Buurmann!

  2. bruriah schreibt:

    Wie – „Der Spiegel holt sich einen runter“, nur auf Platz 9??? Da staun ich aber. Immerhin hat es diese Story auch ins renommierte „Geo“ geschafft, justament in die 40 Jahre Geo Sonderausgabe.(November 16). Wer`s nicht glaubt, dem schicke ich gern den Artikel.
    Mein geharnischter Leserbrief wurde (natentürlich!) nicht veröffentlicht, meine Kündigung mit Bedauern zur Kenntnis genommen.

  3. Ralf Weber schreibt:

    Jetzt aktuell zu Advent und Weihnachten: „Das Licht unseres Gottes leuchtet in der Finsternis“.

    Auch gut beschrieben:

    https://www.israelnetz.com/index.php?id=62492

Seid gut zueinander!

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