Kurze Verständnisfrage

Ich habe da mal eine kurze Frage zum Verständnis an alle, die sagen, Donald Trump sei frauenfeindlich, Antisemit und kämpfe gegen Homosexuelle und religiöse Minderheiten:

Wenn Donald Trump zum Islam konvertierten würde, wäret Ihr dann alle islamophob?

Ich frage nur, weil die Charakterbeschreibung schon ziemlich genau auf die eines religiösen Fundamentalisten islamischer Prägung passt.

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59 Antworten zu Kurze Verständnisfrage

  1. Ralf Weber schreibt:

    Heute bei uns in der Gemeinde gute Predigt über das direkte Wirken unseres Gott bei uns und in dieser Welt.

    Zur unbedingten Notwendigkeit hier über das im Kontrast stark ernüchternde Politik-Versagen im Nahen und Mittleren Osten, in diesem Artikel prägnant zusammengestellt. Die Realität holt einen doch immer wieder ein:

    http://www.bild.de/politik/ausland/michael-wolffsohn/obamas-aussenpolitik-ist-ein-desaster-49518498.bild.html

    Dazu eine erfreuliche Nachricht:

    Overwhelming bipartisan majority of the US House of Representatives just stood with Israel and condemned the UN’s anti-Israel resolution 342 to 80.
    Thank you to the Democrats and Republicans who stood with Israel!

    Good decision. Israeli settlement construction is certainly not the cause for the conflict there, but revises only previous injustice. Current and exemplary examples of the situation in this region in this articles:

    http://www.israelhayom.com/site/newsletter_article.php?id=39401

    http://bvdad.de/index.php/pressemitteilungen/249-pressemitteilung-tuerkei-aramaeerin-februniye-akyol-einzige-christliche-oberbuergermeisterindesamt-employed.

    Zur heutigen Predigt passt auch gut folgende Bibelstelle in der Offenbarung des Johannes 12:1 – 11:

    „Die Frau und der Drache“
    „Und es erschien ein großes Zeichen am Himmel:eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen. Und sie war schwanger und schrie in Kindsnöten und hatte große Qual bei der Geburt. Und es erschien ein anderes Zeichen am Himmel, und siehe, ein großer, roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Häuptern sieben Kronen, und sein Schwanz fegte den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde. Und der Drache trat vor die Frau, die gebären sollte, damit er, wenn sie geboren hätte, ihr Kind fräße. Und sie gebar einen Sohn, einen Knaben, der alle Völker weiden sollte mit eisernem Stabe. Und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und seinem Thron. Und die Frau entfloh in die Wüste, wo sie einen Ort hatte, bereitet von Gott, dass sie dort ernährt werde tausendzweihundertundsechzig Tage. Und es entbrannte ein Kampf im Himmel:Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen. Und der Drache kämpfte und seine Engel, und sie siegten nicht und ihre Stätte wurde nicht mehr gefunden im Himmel. Und es wurde hinausgeworfen der große Drache, die alte Schlange, die da heißt:Teufel und Satan, der die ganze Welt verführt, und er wurde auf die Erde geworfen, und seine Engel wurden mit ihm dahin geworfen. Und ich hörte eine große Stimme, die sprach im Himmel:Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes geworden und die Macht seines Christus; denn der Verkläger unserer Brüder ist verworfen, der sie verklagte Tag und Nacht vor unserm Gott. Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt bis hin zum Tod.“

  2. Phosphoenolpyruvat schreibt:

    Kurze Verständnisfrage
    Ich habe da mal eine kurze Frage zum Verständnis an alle, die sagen, Erdogan sei frauenfeindlich, Antisemit und kämpfe gegen Homosexuelle und religiöse Minderheiten:
    http://derstandard.at/2000050251045/Barbaros-Sansal-Tuerkischer-Modezar-fordert-sein-Land-heraus#posting-1017515760
    kommentar:“Unpackbar ist es immer, wenn angeblich homophobe Männer dann homosexuelle Männer zur Strafe vergewaltigen“ – tatsächlich ein häufiges phänomen!
    http://turkeypurge.com/turkish-designer-barbaros-sansal-attacked-by-mob-detained-by-police-at-istanbul-airport
    Ich frage nur, weil die Charakterbeschreibung schon ziemlich genau auf die eines religiösen Fundamentalisten islamischer Prägung passt.
    sind nun alle islamophob die erdogans politik nicht unterstützen?

  3. A.S. schreibt:

    Ibrahim Abou-Nagie kann man vielleicht als Beispiel nehmen. Der ist seit langem recht bekannt, wurde aber, verglichen mit Trump, von deutschen Friedensfreunden relativ in Ruhe gelassen und konnte seine Thesen jahrelang verbreiten ohne dass es eine größere Diskussion über dessen Haltungen gegeben hätte. Einverstanden war zwar kaum jemand damit, aber außer seltenen Fernsehberichten ist nichts passiert.

  4. American Viewer schreibt:

    Der Antisemit im Weißen Haus heißt Barack Obama – und nicht Donald Trump.

    • bevanite schreibt:

      Haben Sie auch Begründungen für diese ungeheuerliche, dummdreiste Unterstellung? Oder ist das nur billiges „Ich plaudere mal munter drauflos“, weil Sie Obama ohnehin für einen fiesen Kommunistennazimoslem halten?

      Im übrigen bezweifle ich stark, dass ein Antisemit einen IDF-Veteranen zum „Chief of Staff“ ernennen würde.

      • Kanalratte schreibt:

        @bevanite
        Wen meinen Sie mit dem „Chief of Staff“ der ein IDF-Veteran sein soll?

        • bevanite schreibt:

          Rahm Emanuel (inzwischen Bürgermeister von Chicago, möglicher demkratischer Kandidat 2020)

          • Bruno Becker schreibt:

            IDF-Veteran, ich lach‘ mich scheckig! Der ist amerikanischer Staatsbürger und war nie bei der israelischen Armee. Der war mal ein paar Wochen ausländischer Freiwilliger für Zuträgerdienste der IDF, und sonst nichts. War ich selber auch mal. War eine lustige Zeit, damals.

  5. bevanite schreibt:

    Ich habe da mal eine kurze Frage zum Verständnis an alle, die sagen, Donald Trump sei frauenfeindlich, Antisemit und kämpfe gegen Homosexuelle und religiöse Minderheiten:

    Wenn Donald Trump zum Islam konvertierten würde, wäret Ihr dann alle islamophob?

    Dann wäre Trump einfach ein frauenfeindlicher, antisemitischer, homophober und minderheitenhassender Moslem. Ist das so schwer zu verstehen?

    • Sophist X schreibt:

      …ein frauenfeindlicher, antisemitischer, homophober und minderheitenhassender Moslem…

      Sie haben bei Minderheiten das Wörtchen religiöse weggelassen, damit die Tautologie religiöse Minderheiten hassender Moslem nicht so ins Auge springt.

      Hätte ich vielleicht auch versucht.

      • bevanite schreibt:

        Sie haben bei Minderheiten das Wörtchen religiöse weggelassen, damit die Tautologie religiöse Minderheiten hassender Moslem nicht so ins Auge springt.

        „Religiöse Minderheiten-hassend“ klingt etwas gestelzt. 😉

        Eine Tautologie? Dem halte ich entgegen: Sobald es nur ein Gegenbeispiel gibt, ist Ihre Aussage falsch. Und da spricht bereits durch persönliche Erfahrungen mit Menschen aus meinem Umfeld die Empirie dagegen. Wie sind diesbezüglich Ihre Erfahrungen? Kennen sie persönlich Menschen islamischen Glaubens?

        • Sophist X schreibt:

          „Religiöse Minderheiten-hassend“ klingt etwas gestelzt.

          In der Tat. Gehen wir davon aus, dass es eine stilistische Entscheidung war.

          Und da spricht bereits durch persönliche Erfahrungen mit Menschen aus meinem
          Umfeld die Empirie dagegen.

          Die Grundlagentexte des Islams vs. Ihre Empirie. Wenn Sie die Empirie über ihr persönliches Umfeld hinaus erweitern, werden sie sicher andere Resultate bekommen.

          Keiner Ihrer netten islamischen Freunde kann die Grundlagentexte ungeschrieben machen oder darf sie umdeuten. Dass sie weder Ihnen noch anderen den Kopf abschneiden (wie es ihr Prophet beispielhaft vollzogen hat), lässt sich – konform mit der Lehre – mit dem Status der Einladung (zum Glauben) begründen. Selbst strenggläubige Moslems machen sich also nicht schuldig vor ihrem Gott, wenn sie Ungläubige zivilisiert behandeln.
          Es kann aber auch sein, dass Ihre Freunde die Grundlagentexte nicht für bare Münze nehmen. In dem Fall sind aber keine Moslems und sind für Ihre empirischen Erhebungen irrelevant.

          • bevanite schreibt:

            Die Grundlagentexte des Islams vs. Ihre Empirie. Wenn Sie die Empirie über ihr persönliches Umfeld hinaus erweitern, werden sie sicher andere Resultate bekommen.

            Höchst wahrscheinlich. Aber das ist im Kern eigentlich egal, denn entscheidend ist letztendlich nicht, wie eng jemand einen religiösen Text auslegt oder nicht, sondern die praktischen Konsequenzen. Und was Sie daraus machen, finde ich gerade zu erschreckend. Denn Sie übernehmen (vielleicht ungewollt) die Sichtweise islamischer Fundamentalisten. Auch die nehmen sich die Arroganz heraus zu entscheiden, wer die „wahren Moslems“ sind und wer „kein richtiger Moslem“ ist. Daher sind Letztere eben keinesfall „irrelevant“, sondern unsere ersten Ansprechpartner im Kampf gegen den Islamismus. Wollen wir wirklich den Islamisten darüber die Deutungshoheit überlassen? Ich werde jedenfalls nicht einen Moslem rügen, der Alkohol trinkt oder Frauen die Hand gibt und ihm dann vorwerfen, dass er kein richtiger Moslem sei, ebensowenig wie ich das bei einer nicht-kopftuchtragenden Muslima mache. Damit würden wir Millionen Menschen in den Rücken fallen. Stattdessen halte mich lieber an Leute wie Majid Nawaz, Fatima Mernissi oder in Deutschland Bassam Tibi und Seyran Ates. Auch die sind/waren Moslems, zogen aber daraus ganz andere theoretische und praktische Konsequenzen als Mohammed Atta oder Andhem Choudhury.

            Würden Sie eigentlich auch einem Rolling Stones-Fan, der nicht alle ihre Platten besitzt und sie nie live gesehen hat, auch als „keinen echten Stones-Fan“ bezeichnen? Das ist doch letztendlich nur Ihre eigene Sichtweise. Und ebenso kann sich den Koran auch jeder so zurecht schmücken, wie es ihm lieb ist. Mir wäre es lieber, wenn wir zunächst immer den Mensch erstmal als Individuum denken und uns von den religiösen Schriften entfernen, wenn es um politische Themen geht. Und falls wir doch nicht darum kommen, empfehle ich die Sichtweise Ayaan Hirsi Alis: Sie unterscheidet zwischen einem friedlichen „Mekka-Islam“ und einem kriegerischen „Medina-Islam“, für die sich beide im Koran Begründungen finden lassen – das ist doch ein guter Ansatz, für den sich im Zweifelsfall auch moderate islamische Theologen gewinnen ließen. Letztendlich ist dies doch kein „clash of civilisations“, sondern vielmehr ein „battle of ideas“.

        • A.S. schreibt:

          @bevanite
          Du machst hier etwas, was mir oft sauer aufstößt. Du dichtest ein ausnahmslos jeder in die Aussage hinein. Wir werden vmtl. noch öfter über die AfD und Pegida und deren Verhältnis zu Fremden reden. Ich werde mal darauf achten ob du in dem Kontext auch mit einem einzigen Gegenbeispiel diese Gruppen verteidigen wirst.
          Wenn nicht -> Doppelmaßstab.

          • bevanite schreibt:

            Siehe meine Antwort an „Sophist X“. Ich dichte das leider nicht hinein, es war explizit die Rede davon, dass die Ablehnung religiöser Minderheiten ein konstitutives Merkmal eines jeden „echten Moslems“ seien.

  6. Ralf Weber schreibt:

    Dazu im Kontext:

    BREAKING: Overwhelming bipartisan majority of the US House of Representatives just stood with Israel and condemned the UN’s anti-Israel resolution 342 to 80.
    Thank you to the Democrats and Republicans who stood with Israel!

    Good decision. Israeli settlement construction is certainly not the cause for the conflict there, but revises only previous injustice. Current and exemplary examples of the situation in this region in this German article:

    http://bvdad.de/index.php/pressemitteilungen/249-pressemitteilung-tuerkei-aramaeerin-februniye-akyol-einzige-christliche-oberbuergermeisterindesamt-employed

  7. skl schreibt:

    „Wenn Donald Trump zum Islam konvertierten würde, wäret Ihr dann alle islamophob?“

    Das hinge davon ab, ob man seinen Glauben dafür verantwortlich macht. Und ich kenne jetzt niemanden, der Donald Trump für einen besonders christlich geprägten Menschen hält. Er ist nur gnadenloser Opportunist. Wäre er jetzt zufällig Muslim und jemand würde ihm das ankreiden, wäre es eine tatsächlich ungerechtfertigte Anschuldigung.

    Mike Pence hingegen kann man es in der Tat anlasten, ein besonders weltfremder Religiot zu sein. Der Typ ist schließlich Kreationist. Das ist in seiner Position eigentlich schon ein Super-GAU, und jeder, der für dieses Duo der absoluten Dummheit gestimmt hat oder ihren Erfolg feiert, müsste eigentlich vor Scham im Boden versinken.

    • Philipp schreibt:

      Der wahre Dumme ist allerdings der, welcher Kreationisten per se für „dumm“ hält. So wasserdicht und „schlau“ (im Dinne von „durchdacht“ ist die Evolutionstheorie (Hand auf’s Herz, eigentlich ist es doch eher eine Hypothese) nämlich auch wieder nicht, dass man sich so weit aus dem Fenster lehnen könnte…

  8. Heimchen am Herd schreibt:

    God Bless The USA | Donald Trump

    Die, die heute noch über ihn lachen, denen wird das Lachen noch vergehen!

    Gott schütze Donald Trump!

    • bevanite schreibt:

      Ich will Ihnen ja Ihre Freude nicht verderben, aber Assad, Putin und Ayatollah Khamenei freuen sich mit Ihnen. Im Iran hat man nicht umsonst über den Sieg Assads in Aleppo gejubelt. Wenn Trump so handelt, wie er versprach, dann stehen bald Pasdaran- und Hizbollah-Einheiten vor den Golan-Höhen. Finde ich eher unlustig.

      • Heimchen am Herd schreibt:

        Es ist sehr schade, dass Du nicht auf unserer Seite bist, Bevanite,
        aber vielleicht ändert es sich ja noch? Nun lass Trump doch
        erstmal machen, danach kannst Du ja immer noch meckern! 😉

        • besucher schreibt:

          Wer ist denn “wir“? Die Bewegung?

        • bevanite schreibt:

          Ironischerweise muss ich für die nächsten vier Jahre auch hoffen, dass Trump nichts zustößt. Dann würde nämlich Mike Pence Präsident werden und dessen Vorstellungen etwa zu Homosexualität sind extrem gruselig. Ähnliches Dilemma wie damals mit Dubya und Cheney. Viel wichtiger ist aber, dass Ruth Bader Ginsburg uns möglichst noch viele Jahre erhalten bleibt. 🙂

          • besucher schreibt:

            Funktioniert diese Elektroschockertherapie eigentlich auch im Umkehrschluss?

            Also würde Pence, wenn man ihm die Klammern an die Klöten anlegt, schwul werden?

      • A.Bundy schreibt:

        @bevanite
        „Wenn Trump so handelt, wie er versprach, dann stehen bald Pasdaran- und Hizbollah-Einheiten vor den Golan-Höhen.“
        Lebst du die meiste Zeit unter’m Stein? Das tun die schon längst, dank Obamas feiger Weigerung, seine mit viel medialem Radau gezogenen roten Linien zu verteidigen.

        • Philipp schreibt:

          Ähm…noch nicht. Das ist nämlich eine der Roten Linien Israels. Bevor es eine dauerhafte Präsenz der Hisbollah und des Iran auf dem Golan gibt, gibt es Krieg

          • Kanalratte schreibt:

            Krieg mit Israel und den USA

          • nachgeforscht cwem schreibt:

            Er hat ja nicht geschrieben ‚auf dem Golan‘ sondern „am Golan“ und da, bzw. an der Grenze des Libanon zu Israel steht die Hisbollah schon seit Israel sich aus dem Südlibanon zurückgezogen hat.
            In den letzten Jahren hat Assad die Hisbollah gut davon abgehalten, sich mit ihrer Lieblingsbeschäftigung, dem Terror gegen Israel zu widmen, nun ja vielleicht nicht ganz freiwillig… – auf syrischer Golanseite steht schon lange eine Terrorgruppe (zumindest im Frühjahr/Sommer 2016, wie es zur Zeit ist, muss ich mich erst nochmal erkundigen), ab und zu flogen dann auf mal ein paar Granaten nach Israel rein, die Antwort war dann meistens schlecht für die Angreifer so das nicht mehr passiert ist.
            Cwemosch

      • American Viewer schreibt:

        und Ayatollah Khamenei freuen sich mit Ihnen. Im Iran hat man nicht umsonst über den Sieg Assads in Aleppo gejubelt. Wenn Trump so handelt, wie er versprach, dann stehen bald Pasdaran- und Hizbollah-Einheiten vor den Golan-Höhen. Finde ich eher unlustig.

        In was für einer Blasenwelt muss man leben, damit man auf so einen Unsinn kommt?

        Es war Barack Hussein Obama, der auf die glorreiche Idee kam das seit Jahrzehnten bestehende Sanktionssystem gegen den Iran komplett aufzuheben – ohne jede relevante Gegenleistung – und genau zu dem Zeitpunkt als der Iran in Syrien tausende Menschen schlachtete wie Vieh. Und diese glorreiche Idee setzte Barack Obama dann auch mit allen Mitteln durch – und gegen Bibi Netanyahus energisches Warnen und Bitten. Und was machten die westlichen Medien? Sie huldigten Obama Jahr um Jahr für seine etlichen Fehlentscheidungen, ganz so als wäre er der Messias persönlich – und Bibi zogen sie ein ums andere Mal durch ihren antisemitischen Dreck.

        Bei Trump muss man einfach noch abwarten, er ist ja noch nicht einmal Präsident, soll aber jetzt schon für Obamas Sünden und Fehlleistungen herhalten. Das ist lächerlich, peinlich und maximal heuchlerisch.

        • bevanite schreibt:

          Wenn die schiitischen Milizen direkt vor der Haustür sind, braucht der Iran gar keine Atomwaffen mehr, um Israel zu bedrohen. Und nein, das ist nicht Obamas Schuld. Seine Regierung hat immerhin die syrische Opposition gegen Assad – die „Free Syrian Army“ und die kurdische YPG – finanziell und materiell unterstützt. Es gab auch zusammen mit Frankreich gezielte Luftschläge gegen Daesh (und nicht gegen die syrische Opposition, wie Putin es tut). Mehr wäre unter den gegebenen Umständen aufgrund der hohen Staatsverschuldung wahrscheinlich nicht drin gewesen. Zudem ist man in den USA aufgrund des Irak-Abenteuers verständlicherweise auch kriegsmüde. Das geht allerdings nicht auf Obamas Konto, sondern auf seinen Vorgänger.

          Und nochmal zu dem Atom-Deal. Zu den Sanktionen kann man sicherlich geteilter Meinung sein (wobei die Irak- und Russland-Erfahrungen zeigen, dass man mit solchen Maßnahmen meist die falschen Leute trifft), aber finden Sie es nicht auch besser, wenn das iranische Atomprogramm „gemonitort“ wird? Da waren die Verhandlungen ein erster Schritt in die richtige Richtung. Mit Trump im Cockpit wird es nun wohl auf ein atomares Wettrüsten in Nahost hinauslaufen, und das kann niemand ernsthaft wollen.

          • A.Bundy schreibt:

            Du laberst echt nur Bullshit.
            Obama hätte vor fünf Jahren den Syrienkonflikt problemlos beenden können. Damals waren die Russen drauf und dran, ihren einzigen Stützpunkt außerhalb Russlands aufzugeben und das Weite zu suchen. Stattdessen zog Obama ohne Not die Truppen aus dem Irak und Afghanistan ab, nur um zu Hause für seine Wiederwahl zu punkten. Das führte im Irak zum erneuten Bürgerkrieg mit Gründung des IS und in Afghanistan zum Wiedererstarken der Taliban.
            Seine erbärmlich feige und erschütternd kopflose Politik im Nahen Osten hat Russlands Rolle als militärisch entscheidende Macht im Syrienkonflik, sowie die Achse Iran-Syrien-Libanon erst möglich gemacht.
            Und wenn du tatsächlich glaubst, dass man das iranische Atomwaffenprogramm mittelst einer reinen Absichtserklärung (denn mehr ist dieser „Atom-Deal“ in Wirklichkeit nicht) „monitoren“ könnte, dann bist du noch dümmer als ohnehin von mir angenommen.

          • nachgeforscht cwem schreibt:

            die schiitischen Hisbollah Milizen sind doch schon lange direkt vor der Haustür Israels, im Süd-Libanon!
            cwemosch

      • Kanalratte schreibt:

        Trump ist der wohl Pro-Israelischste US-Präsident seit langer Zeit. Wenn es Hizbollah oder Hamas Einheiten wagen israelisches Staatsgebiet anzugreifen, müssen sie damit rechnen dass die USA in den Konflikt eingreift. Trump wird außerdem keine Skrupel haben im Iran einzumarschieren. Gerade die muslimische Welt muss sich unter Präsident Trump warm anziehen.

        • mühlstein schreibt:

          Dann kommt es vielleicht zum nächsten Kreuzzug. Wobei es schon reicht, Palästina auszuschalten, der Rest der islamischen Welt hat wichtigere Probleme, als Israel.

          • mühlstein schreibt:

            Bevor es falsch verstanden wird, ich meinte, das Thema Israel ist für viele islamische Staaten nicht mehr so wichtig, wie früher. Damals war Israel das Problem Nr. 1 für alle islamischen Staaten. Nachdem Israel mehrere Nahostkriege gewann, merkten viele Staaten, dass Israel in der Lage ist, sich zu verteidigen und die Wichtigkeit ließ nach, und nachdem auch die Nachbarn Jordanien und Ägypten den Staat Israel auch anerkennen, bleibt hauptsächlich Palästina als einziger „Staat“, für den Israel vor allem Problemen steht. Grundsätzlich ist der Israelhass aber in allen islamischen Staaten noch vorhanden.

  9. mühlstein schreibt:

    Islamophobie ist der Hass gegen den Islam als Religion, nicht der Hass gegen einen einzigen Muslim.

    • Heimchen am Herd schreibt:

      Eine Phobie ist ein Angstgefühl, KEIN Hass! Das ist ein großer Unterschied! 😉

      • mühlstein schreibt:

        Du hast Recht, Heimchen am Herd. Ich habe mich geirrt.
        Aber in dem Fall passt der ganze Artikel nicht, denn Frauenfeindlichkeit, Antisemitismus, Kämpfe gegen Homosexuelle und Minderheiten, dass ist alles Hass und keine Angst vor diesen Gruppen. Buurmanns Frage zielt doch darauf ab, ob die Trumphasser ihn noch weniger mögen, wenn er konvertiert.

        • Heimchen am Herd schreibt:

          „Buurmanns Frage zielt doch darauf ab, ob die Trumphasser ihn noch weniger mögen, wenn er konvertiert.“

          Die Trumphasser sind doch Islamsympathisanten! 😉

      • Dante schreibt:

        Etymologisch kommt -phobie von gr. phobos, Furcht und wird medizinisch im Sinne von irrationaler Angst benutzt. Semantisch sieht die Sache etwas komplizierter aus: Das Wort „Homophobie“ zum Beispiel, das eigentlich „(irrationale) Angst vor Gleichem“ bedeuten müsste, wird im Sinne von „Hass gegen gleichgeschlechtlich Orientierte“ benutzt. Das Wort „Xenophobie“ heißt nicht nur „(irrationale) Angst vor Fremden“, sondern auch „Hass gegen Fremde“.

      • Wayakauri schreibt:

        Man muss aber auch bedenken, dass Hass oft aus der Angst erwächst. Es ist die unbewusste Angst vor bestimmten Anteilen in der eigenen Psyche – also zum Beispiel vor der eigenen Homosexualität, die jemand vor sich selbst verstecken muss, weil er sich sonst selber verachten müsste. Solche Menschen hassen Homosexuelle ganz besonders heftig, denn sie fühlen sich bedroht. Könnte ja sein, dass sie doch verführt werden…
        Es ist der „Schatten“. Wir sind zuerst einmal 380-Grad-Persönlichkeiten, und mit der Erziehung spalten wir dann alle möglichen Eigenschaften ab, die uns als verwerflich dargestellt werden. Das ist nicht immer schlecht, kommt auf die Eigenschaft an. Diebische und betrügerische Anwandlungen sind ganz zurecht abgespalten. Aber sie bleiben als Schatten da. Die Frage ist eher, wie man damit umgeht. „Erkenne dich selbst“. Je reflektierter ein Mensch ist, desto weniger irrational wird er fühlen.
        Ich glaube, dass es gute Gründe gibt, den politischen Islam abzulehnen. Irrational ist das nicht. Diese Leute sagen ja ganz offen, dass sie andere Kulturen überwältigen wollen, und wenn man mal in die Geschichte guckt: das haben sie auch schon getan. Dagegen ist die Angst vor jedem friedlichen Moslem die Angst vor dem Fremden. Der Fremde ist unheimlich! Wir wissen nicht, was er Böses plant… also Angst, also Hass.
        Die Islamophoben sind Schisser.

        • A.S. schreibt:

          Es gibt sicher gute Gründe den politischen Islam abzulehnen. Aber es gibt auch gute Gründe sich zu fragen, ob es überhaupt einen unpolitischen Islam gibt bzw. geben kann.
          Und damit wäre Angst vor dem Islam an sich rational begründbar.

          • Wayakauri schreibt:

            Ja, das kann man so sehen. Ich sprach aber von der Angst vor dem Fremden – also vor unbekannten Personen, weil sie nicht „deutsch“ aussehen.
            Man kann doch nun schlecht sagen, dass jeder einzelne Muslim ein radikaler Islamist ist.

          • A.S. schreibt:

            Das behauptet auch niemand, nicht mal Luz Bachmann.
            Die Vermischung von Islamophobie und Fremdenfeindlichkeit gibt es sicherlich, aber zu oft erscheint mir das eher als ein Totschlagargument und Islamkritik generell zu diffamieren.

    • bevanite schreibt:

      In der Praxis geht das leider zu oft Hand in Hand. Daher ist „Islamophobie“ auch der falsche Begriff – im Kern ist es klassischer Rassismus. Ein Pierre Vogel war in seinem Leben vermutlich nie rassistischen Vorurteilen ausgesetzt, Mo Asuwang hingegen schon.

      • A.S. schreibt:

        Ist Hamed Abdel-Samads „Islamophobie“ auch ein im Kern klassischer Rassismus? Wenn nicht, wäre du jetzt deine Aussage per Gegenbeispiel widerlegt, nach Bevanite-Logik (Januar 7, 2017 um 5:39 pm).

      • M.S. schreibt:

        @A.S.: „Die Vermischung von Islamophobie und Fremdenfeindlichkeit gibt es sicherlich, aber zu oft erscheint mir das eher als ein Totschlagargument und Islamkritik generell zu diffamieren“. Ich übernehme mal in Teilen Ihr seltsames Deutsch: Die Vermischung von Israelkritik und Antisemitismus gibt es sicherlich, aber zu oft erscheint mir das eher als ein Totschlagargument, um Israelkritik generell zu diffamieren. Btw: Der Begriff „Israelkritik“ ist unter sog. Israelfreunden nicht gut gelitten – schließlich spreche ja auch niemand von „Indien-“ oder „Frankreichkritik“. Warum nehmen dann dieselben Leute keinerlei Anstoß am Begriff „Islamkritik“? Gibt es Christentums- oder Hinduismuskritik?

        • A.S. schreibt:

          „Christentums- oder Hinduismuskritik?“
          Ähm, was? Los geht’s in seltsamem Deutsch:
          200 Jahre nach Voltaire. In einer Zeit, in der Karlheinz Deschners Kriminalgeschichte des Christentums sehr gut ankommt.

          Ist die Frage ernst gemeint?

  10. echsenwut schreibt:

    …. Und wenn Donald Trump jetzt Jude würde …. wäret Ihr dann alle judophob?
    War das nicht in Jerusalem, dass sechs (!) Leute bei einer LGBT-Parade von einem durchgeknallten Radikalen auf offener Straße abgestochen wurden? Hieß der Täter nicht Yishai Schlissel?
    Und ist er ein Einzeltäter – oder ist diese Strömung breit?
    Nun: Benzi Gopstein von Lehava bezeichnete die Parade jedenfalls als eine „Scheußlichkeit“ und verlangte, sie zu verbieten. Lehava ist da ein ganz gutes Stichwort.
    Ich weiß ja nicht, was Trump so von Kindesmord hält – Lehava aber stellte genau DIE Täter, die ein dreijähriges, palästinensisches Kind bei lebendigem Leibe verbrannt haben.
    Tschuldigung.
    Ich frag ja nur, weil die Charakterbeschreibung schon ziemlich genau auf die eines religiösen Fundamentalisten jüdischer Prägung passt.

    • Rothschildraptiloid schreibt:

      Antisemit halt nicht. Insofern passt die Charakterbeschreibung dann nicht ganz so gut, nicht wahr?

      Außerdem wurde Yishai Schlissel von einem israelischen Gericht zu lebenslänglicher Haft verurteilt. Und nun fragen sie sich, ob Hamas und PA einen Palästinenser, der Teilnehmer einer LGBT-Parade angreift, ebenfalls verureilt hätten.

      • echsenwut schreibt:

        Sagen wir mal so: der Erzfeind Netanyahus, Dr. Mohammed Mursi, hätte und HAT in Ägypten soetwas sehr wohl getan.
        Ich mag die Hamas selbst nicht.

        • Rothschildraptiloid schreibt:

          Achso, ganz vergessen: LGBT-Paraden gibt es in den Palästinensergebieten ja gar nicht.

      • A.Bundy schreibt:

        Perlen vor die Säue…
        @Echsenpups ist pathologischer Judenhasser der allerdämlichsten Ausprägung.
        Diesem Vollhonk mit Fakten zu begegnen, ist in etwa so, als würde man versuchen Marc Dutroux zum Kitaerzieher umzuschulen. 😉

        • A.Bundy schreibt:

          Ergänzung:
          „Wir können als Muslime besser sein als Nichtmuslime – weil wir mit dem Islam die einzige und perfekte, dynamische, ewige und endgültige Religion haben.“
          …lobhudelt dieses antisemitische Stück Scheiße in seinem Drecksblog, wo Tag für Tag die krachblödeste antiisraelische Propaganda abzurotzt wird, die in dummdreister Gleichsetzung Israels mit Nazideutschland gipfelt.
          @Echsenpups, ein super-duper-guter Moslem, wie er im Koran steht.

          • Heimchen am Herd schreibt:

            Er ist ein Islamkonvertit, die sind noch schlimmer!
            Die haben die deutsche Gründlichkeit in den Genen! 😉

        • ceterum censeo schreibt:

          Ist doch nicht so abwegig mit dem Kindergartenjob, denk nur an C. Bendit!
          Zu Konvertiten, die einem Herrn M. als besten Menschen aller Zeiten nacheifern, kann ich leider nichts beitragen, was jugendfrei wäre.

    • Dante schreibt:

      War das nicht in Jerusalem, dass sechs (!) Leute bei einer LGBT-Parade von einem durchgeknallten Radikalen auf offener Straße abgestochen wurden?

      Offenbar gibt es durchgeknallte Radikale selbst unter Juden. Wer dies freilich als Beleg für einen rückwärtsgewandten und menschenfeindlichen Charakter des Judentums missversteht, verkennt, dass dies dort der extreme Rand ist, in der IRI oder SA hingegen eine weit verbreitete Einstellung, freilich auch im Zarenreich, äh, in der RF.

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