Liebe Vergangenheitsbewältiger

In seiner Rede vom 17. Januar 2017 kritisierte Björn Höcke im Dresdner Ballhaus Watzke die deutsche Erinnerungskultur in einer durch und durch widerlichen Rede im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Dresdner Gespräche“ organisiert vom Jugendverband der Alternative für Deutschland.

Nach der Rede fragt man sich, ob man die deutsche Erinnerungskultur kritisieren kann, ohne dabei ein Nazi sein. Die Antwort ist: Ja, kann man! Björn Höcke kann das nicht, weil er, wie soll ich sagen, ein lebendes Mahnmal deutscher Schande ist, wie er am 17. Januar 2017 nachdrücklich bewiesen hat; aber in meiner Rede vom 9. November 2014 im Rahmen einer Gedenkstunde im Foyer des Dortmunder Opernhaus‘ zur Pogromnacht 1939 erklärte ich im Auftrag der Jüdischen Gemeinde Dortmund, dass es ein Problem in der Art und Weise des deutschen Gedenkens gibt.

Tapfer im Nirgendwo veröffentlicht daher erneut die Rede aus dem Jahr 2014.

Tapfer im Nirgendwo

Meine Rede im Rahmen der Gedenkstunde am 9. November 2014 im Foyer des Dortmunder Opernhaus‘ zur Pogromnacht.

Ich habe in meiner Schulzeit jeden 9. November mit dem Schulchor vor dem Gedenkstein in meinem Heimatdorf gesungen, der an die Synagoge erinnert, die 1938 von den Nazis niedergebrannt wurde. Ich habe Klassenfahrten nach Dachau und Theresienstadt gemacht, habe mit Oma und Opa über die Zeit des Nationalsozialismus’ gesprochen und “Schindlers Liste” im Leistungskurs Geschichte geschaut. Ich bin, was man einen Vergangenheitsbewätiger nennen kann.

Wir haben uns mit unserer Vergangenheit auseinander gesetzt. Jedes Jahr ein bisschen mehr. Heute sitzen wir hier und ganz weit von uns, schön weit weg, irgendwo die böse, dunkele Vergangenheit. Aber ist die Vergangenheit wirklich so weit weg? In den letzten Wochen und Monaten wurden diese Parolen auf deutschen Straßen skandiert:

„Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein“, „Hamas, Hamas, Juden ins Gas!“, und immer…

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75 Antworten zu Liebe Vergangenheitsbewältiger

  1. A.S. schreibt:

    Hab mir die Rede inzwischen angehört. Leider! Höcke halt.
    Nur die Aufregung darüber erklärt sich mir nicht. Die Aufregung kann eigentlich nur kommen wenn man sich aufregen will und dankbar jeden noch so nichtigen Anlass dazu nutzt.
    Ob die Flächenbombardierung einer Zivilstadt in Ordnung ist müssen wir heute doch nicht mehr ernsthaft diskutieren. Wenn die Amis 2003 auf Bagdad einen derartigen Angriff geflogen hätten, stünde Bush vorm Kriegsgericht.
    Die regelmäßige Aufregung, wenn ein „Rechter“ die Bombardierung Dresdens thematisiert, bestätigt doch auf eindrückliche Weise die Hysterie auf beiden Seiten.
    Zum Mahnmal in Berlin hat Gutartiges Geschwulst (Januar 20, 2017 um 9:04 pm) schon alles geschrieben.
    Offensichtlich leiden sowohl Höcke als auch seine Kritiker unter dem deutschen Schuldkomplex, sonst würde man sich nicht über so einen Stuss streiten sondern sich wichtigen Themen zuwenden.

    • bevanite schreibt:

      Ich habe da mal eine ernst gemeinte Frage. Wie kommt es, dass Menschen, die andere Menschen sofort des Antisemitimus bezichtigten, wenn sie Netanjahu für den vielleicht nicht allerbesten israelischen Ministerpräsidenten der letzten 60 Jahre halten, einen Revanchisten, der mal richtig vom Leder zieht, verharmlosen, nur weil der eben ein Rechter ist? Ich kriege das wirklich nicht zusammen.

      Dieser Möchtegern-Thüringer bezieht sich doch sowas von offensichtlich auf revanchistische Narrative, dass ich es fast schon amüsant finde, wie sehr die bürgerlich-konservativen Kreise auch hier im Forum auf diesen Rattenfänger hereinfallen. Es gibt keinen „deutschen Schuldkomplex“. Das halluzinieren sich nur Ewiggestrige herbei. Nun ist es nunmal so, dass dieses Jahrtausendverbrechen nicht wieder gut gemacht werden kann. Damit müssen wir in der Tat leben. Dennoch ist es eine Selbstverständlichkeit, aus dieser Geschichte die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Und dass Israel dadurch unter den Top 5 der Empfängerländer deutscher Entwicklungshilfe ist, treibt die Rechtsradikalen eben zur Weißglut. Natürlich hält sich die AfD damit verbal ein bisschen zurück, man will ja auch in der bürgerlichen Mitte fischen. Also braucht es Codes und dazu gehört der „Schuldkult“ oder „Schuldkomplex“.

      Dabei ist die alte BRD doch ziemlich glimplich aus der Nummer rausgekommen. Sie musste nach 1945 keine Reparationen zahlen, die Wirtschaft brummte bald und sogar die Altnazis durften rasch wieder in die Regierungsmannschaft Adenauers. Und wir wissen nicht, ob aus Kommentarschreiber „A.S.“ ohne die pöhse „re-education“, über die Höcke in seiner Rede klagt, nicht auch ein Antisemit geworden wäre… Es hat auch niemand behauptet, dass „Flächenbombardierung einer Zivilstadt in Ordnung“ sei. Allerdings ist es eine historische Verfälschung, wenn man die Bombardierung Dresdens aus dem historischen Kontext herauslöst und von Rotterdam, Warschau, Coventry oder London schweigt. Die Dresdener Innenstadt würde heute nämlich noch stehen, wenn man in den frühen Dreißigern nicht massenhaft NSDAP gewählt hätte.

      Und zu diesem „whatabout“-ism bezüglich Walser: Die gleiche Fraktion, die heuer Höcke verteidigt, tat dies damals auch mit Walser und Augstein. Ich erinnere mich an Diskussionen, wo einem exakt das Gleiche vorgewurfen wurde wie heute: „political correctness“ aufgrund der deutschen Geschichte, die „Nazi-Keule“, man „dürfe“ dies und das nicht sagen, so langsam sollte doch mal Schluss sein, die deutsche Geschichte auf nur 12 Jahre zu reduzieren, etc, bereits damals kam der gleiche larmoyante Quatsch wie jetzt.

      • Aristobulus schreibt:

        Bevanite, wir hatten wohl noch nicht das Vergnügen. Ich bin länger nicht hiergewesen, und Sie, nach Ihrer Schreibe zu urteilen, sind mehr Proseminar als alles sonst.
        Pardon, schlechter Einstand meinerseits 🙂 , ich nehme ihn hiermit zurück.

        Vielleicht haben Sie mich zu diesem zurückgenommenen Einstand ja durch die scheinunschuldige Perfidie Ihres Proseminar-Scheinargumentierens gebracht. Darf ich erklären, inwiefern perfide?

        1) Es ging nicht um Netanyahu, sondern um die deutschnationale Rhetorik des Herrn Höcke.
        2) Der Vorwurf, „es“ werde sofort Antisemitismus geschrieen, wenn jemand den Netanyahu kritisiere, ist eben perfid, weil gegenstandslos, Damit a) banaliseren Sie den Antisemitismus, b) Sie erklären damit den Jud‘ als zumindest mitschuldig am Antisemitismus, und c) Sie schieben sich damit in die Opferrolle: Ach, Opfer der Zionisten.
        1933 waren die Deutschen auch schon mal Opfer der Juden, nicht? Damals bloß wegen ähm Rassenschande & Zinsknechtschaft. Heute wegen Israelkritik. Und Sie, Bevanite, sind leider Proseminar, weil Sie das nicht begreifen, sondern sich darin wälzen.
        3) Keiner hat hier Höckes kitschige, theatralische, deutschnational triefende und übrigens völlig irrelevante Rede, wie sagten Sie, verharmlost. Hat einfach keiner gemacht, aus.
        Es sei denn, Sie finden etwas A.S. Einwand verharmlosend. Er findet diese Rede völlig irrelevant. Dadurch hat er sie in keiner Weise verharmlost: Der Vorwurf geht ins Leere. Im Gegenzug lässt sich Ihnen jedoch Aufbauscherei und damit Pimperei eines irrelevanten deutschnationalen Halbschattens vorwerfen.
        Warum pimpen Sie den: Nu, um da draußen einen mächtigen Feind zu haben. Die Rechten. Überall Rechte. Hingegen Massen von Linken, die Massen totalitär gesinnter Mohammedaner hereinwinken, ach die gibt’s nicht.

        • M.S. schreibt:

          Ah, da ist er wieder nach seinem ebenso theatralischen wie erfreulichen Abgang vor einigen Monaten, und tut als erstes das einzige, was er kann: Klügere anrotzen zum Zweck der Selbstüberhöhung. Bin gespannt, wann sein Anhängsel a.a., das (sehr) kleine Licht aus dem Süden der Republik, erneut hier aufschlägt…

        • bevanite schreibt:

          Wenn Sie unter „Proseminar“ das Scheinargumentieren verstehen, so sind Sie bedauerlicherweise in Ihre eigene Falle getappt. Sie beziehen sich auf einen Nebensatz vom Nebensatz in meinem Posting und machen daraus den Kern Ihrer eigenen Replik mit dem Motiv, mir küchenpsychologisch etwas zu unterstellen. Aber Punkt für Punkt…

          Der Vorwurf, „es“ werde sofort Antisemitismus geschrieen, wenn jemand den Netanyahu kritisiere, ist eben perfid, weil gegenstandslos,

          Die Kunst der Überspitzung ist nicht so Ihr Ding, oder? Hier im Kommentarbereich sind eben viele offensichtlich nicht pro Israel, sondern allenfalls pro Yisrael Beitenu oder pro Likud. Die meisten sind hier in kulturkämpferischer Mission „gegen den Islam“ unterwegs. Israel ist da nur ein Feigenblatt, mit dem man sich gut schmücken kann, um nicht in der klassisch rechtsextremen Ecke verordnet zu werden. Würde aber zwischen Israel und den Palästinensern Frieden herrschen, wäre für diese Leute Israel von einem Tag auf den anderen völlig uninteressant. Das Zauberwort dahinter heißt „Ethnopluralismus“. So kann man nämlich einerseits in bewährter antisemitischer Manier hinter allem eine „jüdische Verschwörung“ (neudeutsch: „kulturmarxistisch“, man fokussiert sich manchmal auf ganz klassisch auf einzelne Personen wie George Soros) wittern, sich aber andererseits hinter der Solidarität mit Israel verstecken. Ihnen ist bei Ihrer PI-News-Lektüre vielleicht schon aufgefallen, dass die dortige Klientel keine sonderlichen Sympathien für den deutschen Zentralrat der Juden – immerhin Sprecher der hiesigen Community – hegt. Wahrscheinlich haben diese Leute noch nie in ihrem Leben Juden getroffen. Ich denke da immer an den Philosophen Zygmunt Baumann, der das „Allosemitismus“ nannte: die Vorstellung von Juden als „dem Anderen“.

          Damit a) banaliseren Sie den Antisemitismus, b) Sie erklären damit den Jud‘ als zumindest mitschuldig am Antisemitismus, und c) Sie schieben sich damit in die Opferrolle: Ach, Opfer der Zionisten. 1933 waren die Deutschen auch schon mal Opfer der Juden, nicht? Damals bloß wegen ähm Rassenschande & Zinsknechtschaft. Heute wegen Israelkritik. Und Sie, Bevanite, sind leider Proseminar, weil Sie das nicht begreifen, sondern sich darin wälzen.

          Jetzt machen Sie sich mal nicht lächerlich. Zum Glück ist diese dreiste Unterstellung so sehr aus der Luft gegriffen, dass ich da gar nicht im Detail drauf eingehen muss.

          Keiner hat hier Höckes kitschige, theatralische, deutschnational triefende und übrigens völlig irrelevante Rede, wie sagten Sie, verharmlost. Hat einfach keiner gemacht, aus.

          Ihre Naivität finde ich nun auch etwas erschreckend. Scrollen Sie sich mal durch die Kommentare hier durch – Ich will das jetzt nicht alles einzeln zitieren, sonst wecke ich diesen Spam-Bot auf.

          Im Gegenzug lässt sich Ihnen jedoch Aufbauscherei und damit Pimperei eines irrelevanten deutschnationalen Halbschattens vorwerfen.

          Lesen Sie dazu meinen Kommentar vom Januar 19, 2017 um 10:11 pm. Ich halte Höcke eben nicht für das schwarze Schaaf der AfD, sondern für die Spitze des Eisbergs. Und solche Tendenzen sollten wir nicht einfach unter den Tisch kehren. Der Typ selber ist natürlich zu platt, die Reden viel zu sehr auf seine Stammklientel zugeschnitten als dass er wirklich großen Einfluss haben könnte. Aber vor dem dahinterstehenden Sumpf sollte man sich Sorgen machen.

          Und Ihr etwas bemühter Rant über die „Massen von Linken“ (what?) und „Mohammedaner“ sagt leider mehr über sie selber aus als über mich, sorry.

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          Wenn Sie etwas intelligenter oder zumindest ehrlicher wären, M.S., hätten Sie bemerkt, dass auch @bevanite und @praecox abgingen und wiederkehrten, was Sie offenbar nicht störte.

          • M.S. schreibt:

            @Geschwulst: „…hätten Sie bemerkt, dass auch @bevanite und @praecox abgingen und wiederkehrten, was Sie offenbar nicht störte“. Richtig. Warum sollte mich die Rückkehr zweier kluger Kommentatoren auch stören, zumal solche hier inzwischen leider dünn gesät sind.

        • A.S. schreibt:

          @bevanite
          Ich halte Höcke eben nicht für das schwarze Schaaf der AfD, sondern für die Spitze des Eisbergs.
          Und genau da setze ich ein Fragezeichen. Eine SPD, die Kinderpornobesitzer nicht rausschmeißt, sondern illegal vor Ermittlungen warnt, in Ruhe zu lassen, aber die AfD für eine Einzelaussage zu kritisieren, obwohl die AfD gegen der Redner vorgeht, ist unredlich.

      • A.S. schreibt:

        „Wie kommt es, dass Menschen, die andere Menschen sofort des Antisemitimus bezichtigten, wenn sie Netanjahu für den vielleicht nicht allerbesten israelischen Ministerpräsidenten der letzten 60 Jahre halten, einen Revanchisten, der mal richtig vom Leder zieht, verharmlosen, nur weil der eben ein Rechter ist? Ich kriege das wirklich nicht zusammen.“
        Zur Erinnerung: Ich bin einer der wenigen hier, die Echsenw. nicht als Antisemit bezeichnet haben. Ich gehe mit dem Begriff sehr vorsichtig um. Da musst du die entsprechenden Leute fragen, nicht mich.
        „Und wir wissen nicht, ob aus Kommentarschreiber „A.S.“ ohne die pöhse „re-education“, über die Höcke in seiner Rede klagt, nicht auch ein Antisemit geworden wäre…“
        Keiner von uns weiß was bei einer anderen Erziehung raus gekommen wäre, die Frage ist daher Unsinn.
        „Die Dresdener Innenstadt würde heute nämlich noch stehen, wenn man in den frühen Dreißigern nicht massenhaft NSDAP gewählt hätte.“
        Das hat auch Höcke nicht dementiert……
        Es gibt keinen „deutschen Schuldkomplex“.
        Hä? Die Hysterie ist doch nicht zu übersehen. Irgendwas treibt die Höckes immer wieder an diesen Schuldverrechnungsblödsinn (dafür halte ich das) mit der Bombardierung Dresdens zu thematisieren. Und andere treibt irgendwas dazu an das deutsche Schuldmonopol zu verteidigen, als würde ein Massaker das andere rechtfertigen. Beides halte ich für hochgradig hysterisch und für ein Zeichen unverarbeiteter Gemütszustände. Das ist der deutsche Schuldkomplex.

        Eigentlich ist die westliche Zivilisation viel weiter. Geschichte lässt sich nun mal nicht rückgängig machen, bei der Aufarbeitung wurde vieles versäumt und ist durch den Generationenaustausch nicht mehr nachzuholen.
        Also lässt man die Geschichte Geschichte sein, akzeptiert was passiert ist, z.B. die Oder-Neiße Grenze und die Vertreibungen nach dem Krieg, und statt Schuldverrechnung in der Enkelgeneration schaut man nach Vorne, wie man eine bessere Zukunft gestalten kann.
        Der aktuelle Versuch, eine politische Richtung in die braune Ecke zu zwängen, stört die Zukunftsbildung.

        • Aristobulus schreibt:

          Haargenau, Andreas. So verhält es sich mit dem Schuldkomplex: Diese Relativierungsversuche wegen ‚Dresden‘, um damit von den schwer auszuhaltenden, schwer zu erklärenden und mit nichts verrechenbaren Vernichtungskrieg durch die Wehrmacht abzulenken, und um damit aus denen, die damit nicht zurechtkommen, nachträgliche Opfer zu machen.
          Sehr gern hergenommen wird durch die Schuldkomplexler auch die Beschuldigung, dass die Israelis sich wie die Wehrmacht verhielten – oder, irgendwie das Gleiche eine Nummer kleiner, dass jemand, der Netanyahu („den Rechten!, den Revanchisten!“) kritisiere, sofort als Antisemit bezeichnet werde.
          Was Bevanite hier getan hat.

          Den Echsenw. kenne ich von woanders her, und ja, ich halte ihn auch nicht für einen Antisemiten. Aber er ist so daueraufgeregt, kann Texte oder Tatsachen nur auf einer einzigen Ebene verstehen, und er glaubt so rührend, dass Friedensinitiativen in der arabischen Welt etwas ausrichten könnten 😉
          Der Echsenw. war hier, nicht? Hast Du das ähnlich beobachtet?

        • A.S. schreibt:

          Für mich ist va. die Hysterie das entscheidende beim Schuldkomplex. Die völlige Unfähigkeit ruhig und sachlich an das Thema ranzugehen. Und das findet man bei der aktuellen Causa Höcke auf beiden Seiten.
          Zu Echsenw.:
          Ja, das hab ich ähnlich beobachtet wie du. Wir hatten hier einen kleinen Disput mit sehr unterschiedlichen Positionen, aber am Ende standen durchaus nachvollziehbare Gründe für seine Position da.

          • A.S. schreibt:

            Das geht @Ari

          • Aristobulus schreibt:

            … jedenfalls bedauere ich es, wenn man (auch man selbst) mit jemandem zu ruppig umgeht, der vielleicht nur hysterisch und voreingenommen, aber kein Judenhasser oder kein sonstiger Menschenvernichter ist.
            Weil die Hysterischen meist so schnell verschwinden, jetzt doppelhysterisch als Opfer wegen des erfahrenen Widerspruchs, und ach, wegen des Anspruchs, der an sie gestellt wird.

          • A.S. schreibt:

            E.Wut hat offenkundig etwas gegen Israel und interpretiert die Gründungsgeschichte völlig anders als ich (und vmtl. du). Da sehe ich Ressentiments und Verdrehungen.
            Aber das alleine macht niemanden zu einem Antisemiten. Ich denke schon, dass E.W. den Staat Israel hasst. Aber eben den Staat und nicht die Religion bzw. die Personen der Religion. Ich halte ihn für einen (unfairen) Israelhasser, aber nicht für jemanden, der den Staat nur als Feigenblatt benutzt.
            Beweisen kann ich das nicht, aber das ist der Eindruck nach dem Streitgespräch.

          • Aristobulus schreibt:

            Ja. Dazu kommen dieser aufgeregte Revisionismus und wohl die übermächtige Nahost-Friedenssehnsucht, nicht?, mit denen er dauernd die Israelis beschuldigt. Ach, für was auch immer.
            A gutte Nacht!

  2. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Nochmals gefragt: Hat sich „DER SPIEGEL“, der Knallfrosch der Demokratie, inzwischen endlich von seinem Gründer distanziert? Dieser Augstein war ja voll Höcke!:
    „Nun soll in der Mitte der wiedergewonnenen Hauptstadt Berlin ein Mahnmal an unsere fortwährende Schande erinnern. Anderen Nationen wäre ein solcher Umgang mit ihrer Vergangenheit fremd.“ Zu finden hier:
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-7085973.html
    Im Vergleich dazu Höcke:
    „Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“
    Kann mir nicht helfen, liebe Leute, dieser Höcke ist ja voll Augstein!

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      P. S.

      Damit keine (gewollten) Missverständnisse entstehen, für mich sind beide Aussagen Trashtalk.

      • Aristobulus schreibt:

        Ja, Gutartigster, ein scheußlich geschwätziger und auch sonst scheußlicher Artikel des Augengesteinten. Er übt sich da in leise-deutschnationalem Trash, wo sich der Gehöckerte in lautem übt.

        Augenberg 1998 so: „… Man wird es aber nicht wagen, so sehr die Muskeln auch schwellen, mit Rücksicht auf die New Yorker Presse und die Haifische im Anwaltsgewand, die Mitte Berlins freizuhalten von solch einer Monstrosität.
        Es war Helmut Kohl – und einer mußte es ja sein -, der den heutigen, possenhaft anmutenden Prozeß um das sogenannte Mahnmal selbstherrlich angestoßen hat. Nach der mißlungenen Israel-Reise im Januar 1984 knickte er ein. Ihm schwante, daß dieser Staatsbesuch ein einziges Desaster gewesen war. Kohl hatte den Alt-Nazi Kurt Ziesel im Gepäck und erinnerte jedermann an das Glück seiner späten Geburt. Sein Sprecher Peter Boenisch, der mit schwarzem Ledermantel auffiel, sagte:
        Wir werden Auschwitz nicht vergessen, wir dürfen Auschwitz nicht vergessen, und es gibt auch keine demokratischen Politiker bei uns, die Auschwitz vergessen wollen. Aber man darf Auschwitz auch nicht für Zwecke der Tagespolitik instrumentalisieren…“

        Sein Sohn Jakob Steinauge müsste Angesichts dieser Zeilen vor Scham des Nachäffers im Kellerboden versinken, hat er doch seine Ausrufe bloß vom Vater geklaut: „Wenn Jerusalem anruft, beugt sich Berlin!“, mit dem Billigsatz hat er exakt die billige Vorgabe wiederholt.
        Auch im ekligen Aber des Boenischs spiegelt sich Augenstein-père triumphal, indem er gleichzeitig heuchelt, dass er es kritisiere. Man kennt das selbe Aber vom Schneuzsohn (ins schwarzrotgoldene Taschentuch). Hach, solche Linksdeutschnationalen stehen so gern vor Schwarzweißrot oder vor Blutrotbraun stramm.

  3. Kanalratte schreibt:

    Ich weiß nicht wie das Höcke gemeint hat (ist mir auch egal), aber das Holocaust-Mahnmal ist in dem Sinne ein „Denkmal der Schande“ als das es für das Land Deutschland ein schändlich-negatives Ereignis darstellt, nämlich die gewaltigen Verbrechen der Deutschen unter den Nationalsozialisten, für das sich manche Deutsche (zu recht u. zu unrecht) heute immer noch schämen. Natürlich handelt es sich hier nicht um irgendein Verbrechen, sondern um den größten Völkermord der Menschheitsgeschichte, und dennoch ist der Umgang mit dieser negativen Ereignissen der deutschen Geschichte ungewöhnlich und einzigartig.

    Man stelle sich mal vor die Türkei ließe in Ankara ein Mahnmal für die über 2. Mio in der Türkei ermordeten Armenier u. and. Christen errichten.
    Oder in Tokio baut man ein Denkmal für die hunderttausenden Opfer der Gräueltaten der Japaner im 2. Weltkrieg. Oder in Washington wird ein Denkmal für die Opfer der Atombombenabwürfe aufgestellt.

  4. O. Paul schreibt:

    M.E.n. hat Höcke zu keiner Zeit das Mahnmal als Schande bezeichnet sondern die Taten der Deutschen, die zu diesem Mahnmal führten. Herr Minister Maas, wo bleiben Ihre Vollstrecker, die jetzt die Fake- News- Verursacher jagen müßten?
    Aber nein, es geht ja um die AfD und da kann man ja einfach mal so einem Redner die Worte im Munde verdrehen…..

    • Thomas ex Gotha schreibt:

      Man muss niemandem die Worte im Munde verdrehen, man muss nur den Kontext zitieren, in dem sie stehen:
      „Aber, liebe Freunde, bis jetzt sind es nur Fassaden, die wieder entstanden sind. Bis jetzt ist unsere Geistesverfassung, unser Gemütszustand immer noch der eines total besiegten Volkes.
      [Applaus]
      Wir Deutschen – und ich rede jetzt nicht von euch Patrioten, die sich hier heute versammelt haben – wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.
      [Applaus]
      Und anstatt die nachwachsende Generation mit den großen Wohltätern, den bekannten weltbewegenden Philosophen, den Musikern, den genialen Entdeckern und Erfindern in Berührung zu bringen, von denen wir ja so viele haben – Markus Mohr hat
      darauf hingewiesen und die Namen stellenweise erwähnt, und es war doch nur eine kleine Gruppe, die er mangels Zeit aufzählen konnte –, vielleicht mehr als jedes andere Volk auf dieser Welt, liebe Freunde! Und anstatt unsere Schüler in den Schulen mit dieser Geschichte in Berührung zu bringen, wird die Geschichte, die deutsche Geschichte, mies und lächerlich gemacht.“

      Ein „total besiegtes Volk“, dessen Geschichte „mies und lächerlich“ gemacht wird: Wer ist heuchlerischer, wer verlogener: derjenige der, dergleichen in die Welt posaunt, oder derjenige, der schwadroniert, Höcke habe „zu keiner Zeit das Mahnmal als Schande bezeichnet“?

      • O. Paul schreibt:

        Mahnmal der Schande, Herr ex Gotha und nicht „als“. 3 Buchstaben, welche einen ganz anderen Sinn ergeben.

        • Thomas ex Gotha schreibt:

          Haben Sie die Rede überhaupt gelesen?

          • Aristobulus schreibt:

            Danke für das Zitat mit Zusammenhang, Thomas. Ja, Höcke sagt unmissverständlich, dass das Stelenfeld in Berlin die deutsche Geschichte beschmutze und lächerlich mache.
            Er benutzt rhetorisch den ewig unlösbaren deutschen Zwiespalt zwischen Einstein einerseits und Himmler andererseits, zwischen Brahms und Mendelssohn und Friedrich Ebert einerseits und Streicher & den Mielkes andererseits. Was will dieser Höcke, will er das Stelenfeld abreißen lassen? Will er eine positive Haltung zum Deutschtum, und was soll das sein?
            Ah wah, es ist eine zwar rhetorisch geschickte, aber im Sinn dumme Rede.

      • ceterum censeo schreibt:

        Nicht zuviel Höcke lesen, lieber Thomas! Da sind unterschwellige Botschaften drin.

  5. ceterum censeo schreibt:

    Schau doch noch mal kurz bei TiN rein, dachte ich. Er wird doch sicher nicht wie die ganzen Kläffer den Schnabel aufreißen, die meist noch nicht mal die ungeheuerliche Rede gehört haben.
    Das ist doch wirklich nicht sein Niveau!
    Scheinbar doch, schade.

    • Thomas ex Gotha schreibt:

      Dass einer nicht der hellsten einer ist, der weder weiß, welchen Unterschied es zwischen „scheinbar“ und „anscheinend“ gibt, noch, dass „Kläffer“ gemeinhin keinen „Schnabel“ haben, ist sicherlich zu verschmerzen, Dummheit ist schließlich verzeihlich, dass er aber zu meinen scheint, diese Rede sei, komplett gelesen, anders zu verstehen denn als faschistischer Trashtalk, ist nur mit Boshaftigkeit zu erklären.

      • A.Bundy schreibt:

        Das einer seinen Klimax exorbitanter Korinthenkackeritis als Schachtelsatz mit nicht weniger als elf Kommata ejakuliert, ist sicherlich zu verschmerzen. Präpotente Flachwichserei ist schließlich verzeihlich. Dass er aber Höckes Rede als “faschistischen Trashtalk” bagatellisiert, ist nur mit ideologischer Beschränktheit zu erklären.

        • Minus schreibt:

          Wie wäre es, wenn sie sich endlich mal bemühen würden, ihr Tourette in den Griff zu bekommen?

        • ceterum censeo schreibt:

          Bitte nimm nichts gegen Dein Tourette! Es ist bisweilen erfrischend. Je widerlicher die Feinde, nein nennen wir sie noch Gegner, desto schwerer ist es, die Contenance zu wahren. Den kleinen Akif möchte ich ja auch nicht politisch korrekt lesen.
          Aber überlege mal, ob es nicht wertvolle Lebenszeit verschwendet, jedem Vollpfosten zu antworten! Damit meine ich jetzt nicht TeG, das macht hin und wieder Spaß. Aber die b-Trolls sind es eigentlich nicht wert.
          Gerade läuft übrigens der Livestream von Trumps Amtseinführung. Genieß es im Wissen, daß die Bösen und Dummen gerade total abstinken!
          Schönes Wochenende!

          • Praecox schreibt:

            ceterum censeo schreibt:
            Januar 20, 2017 um 5:33 pm
            „Je widerlicher die Feinde, nein nennen wir sie noch Gegner, desto schwerer ist es, die Contenance zu wahren.“

            „Genieß es im Wissen, daß die Bösen und Dummen gerade total abstinken!“

            Schau an, der Zeterer. Er fühlt sich erhoben und zugleich unbeobachtet und schon quillt Es (!) aus ihm heraus:

            Feinde, Böse… Das totalitäre Weltbild des angstgesteuerten Ressentiments.

          • Praecox schreibt:

            Achja, beinahe das Wichtigste vergessen. Es gab da mal einen Redner, der das deutsche Volk aufrief, jegliche Contenance fahren zu lassen. Nein, nicht der. Der andere. Der mit Umlaut an zweiter Stelle.

          • Thomas ex Gotha schreibt:

            Aufzeichnungen aus dem Dunkeln: „Je widerlicher die Feinde, nein nennen wir sie noch Gegner, desto schwerer ist es, die Contenance zu wahren. (…) Vollpfosten (…) Gerade läuft übrigens der Livestream von Trumps Amtseinführung. Genieß es im Wissen, daß die Bösen und Dummen gerade total abstinken!“
            Da ist alles dabei: die innenpolitische Auseinandersetzung als halluzinierter Bürgerkrieg, das willkürliche Überlegenheitsgefühl, das sich aber aus den falschen Gründen (Trump) speist…nun, wer sich an dergleichen Zinnober aufrichten muss, dem ist in diesem Leben wohl nicht zu helfen, der ist, auch wenn es einem schwerfällt, zu bedauern.

          • Minus schreibt:

            „Bitte nimm nichts gegen Dein Tourette! Es ist bisweilen erfrischend. Je widerlicher die Feinde, nein nennen wir sie noch Gegner, desto schwerer ist es, die Contenance zu wahren.“

            Richtig! Geht mir mit emotional verkrüppelten Diskursvegiftern wie euch ebenso. Und trotzdem hat man die Pflicht nicht in diese PipiKakaSperma-Sprache des Tourette-Bundys zu verfallen.

          • Aristobulus schreibt:

            Ach, solcher Neid. NeidNeidNeid.
            Der Bundy bringt etwa mit links, was Sie nichtmal mit Baggerschaufeln hinkriegen. Inwiefern nicht? Ich erklär’s Ihnen mal: Der Bundy stampft jemanden mit ziemlicher Leichtigkeit und mit Witz zusammen. Genau das können Sie nicht, sondern Sie können jemanden nur auf unlustige und missgünstige Weise kleinmachen, mit dem Resultat, dass es hilflos wirkt.
            Stampfen will nämlich gelernt sein.
            Begriffen?

          • Aristobulus schreibt:

            … wobei der Bundy aber diesmal leider den Gotha erwischt hat, der das im Zusammenhang nicht verdient hat.
            Nur noch mal angemerkt.

          • Minus schreibt:

            Achje, der kleine Tobulus fühlt sich unbeachtet.

            Keine Sorge, auch Sie sind gemeint. Auch Sie wirken emotional bereits hochgradig vergiftet und scheinen es in Ordnung zu finden, andere damit anstecken zu wollen.

          • Aristobulus schreibt:

            Hat man Ihnen zuviel abgezogen? Ooooh.

      • ceterum censeo schreibt:

        Wollte nicht Maul oder Fresse schreiben, lieber Thomas. Der „Netiquette“ wegen.

        • Praecox schreibt:

          Achja, der Zeteter. Bekommt regelmäßig feuchte Hände, weil er den Tah kaum erwarten kann, an dem ihm endlich gestattet wird, die „Nettiquette“ fahren zu lassen.

        • Praecox schreibt:

          Es steht nur zu befürchten, dass es sich bei dem Sturm, den der Zeterer da gerne losbrechen würde, lediglich um ein kleines Fürzchen handeln wird, dass hastenichtgesehen wieder Geschichte sein wird.

        • Aristobulus schreibt:

          Hi Ceterum 🙂 . Thomas hatte schon Recht – nur nicht mit der Bezeichnung faschistischer Trashtalk. Also, Trashtalk ist diese Rede schon, sie jongliert mit leerer Rhetorik in Richtung Bauch, da hin, wo selbiger am Hohlsten ist.
          Aber faschistisch?

          • ceterum censeo schreibt:

            Ehrlich gesagt fand ich die Rede auch schlecht. Gerade weil ich von ihm schon einige gute gehört habe: Zu existenziellen Problemen wie der demographischen Katastrophe, der gewollten Bildungsmisere, der Rechtsverstöße der Regierung usw.
            Er hätte es besser wissen müssen (siehe die völlige Verdrehung der Pirincci-Rede durch die Lügenmedien) !
            Zumal er irrt, denn die Kinder werden im heutigen Land der fanatischen Israelkritiker kaum noch mit dem einzigen wirklichen Verbrechen ihrer Vorfahren konfrontiert. Ihnen wird vielmehr jeden Tag eingeflötet, daß sie an der Zerstörung der ganzen Erde, den Blähbäuchen in Afrika, allen Kriegen etc. die Schuld tragen, oder zumindest ihre Eltern.
            Keiner sagt ihnen: Beschäftigt euch mit den ungezählten Größen eurer Vorfahren, ohne die die Welt nur halb so reich wäre, und von denen viele Juden waren, ! Eifert ihrem Genie nach, seid fleißig und wissbegierig, so wie sie! Und lernt ebenso aus den Fehlern und aus DEM Verbrechen eurer Ahnen, damit so etwas nie wieder passieren kann!
            Das wollte er vermutlich sagen. Oder hätte es besser getan, anstatt alten Rollatorkriechern, die sowieso keine Zukunft mehr haben, zu falsch verstandenem Nationalstolz verhelfen zu wollen.
            Es ist sowieso bezeichnend für die letzten Zuckungen . Eine „Junge Alternative“ lädt ein, und es kommen nur die Alten. Also irgendwas haben die Alten bei ihren Jungen ja auch gehörig vergeigt. Spätbundesdeutsche Dekadenz?
            Schönes Wochenende, lieber Ari!

          • Aristobulus schreibt:

            Ja. Höcker wollte sich profilieren, Geltungssucht und Eitelkeit haben ihn verleitet, beim Walser (der ihm ästhetisch nein ästhetizistisch weit überlegen ist) und bei den Augsteinen (deren Aalglätte er selbst gern hätte) schamlos abzukupfern.
            Während Kindern und Studenten hierzulande dieser Konformismus eingeflötet wird, nicht?, dieses kollektivistische WIR, und dieser Selbsthass wegen eines Dings, das CO2-Fußabdruck genannt wird, oder wegen andauernden Rassismus.

            Übrigens kann man durchaus national- oder zivilisationsstolz sein – aber nicht so gehöcket übern Juden abgespalten. Zivilisations- oder nationalstolz kann man sein, wenn man sich auf Leute wie Friedrich Ebert, Remarque, Nietzsche, Schopenhauer, Brahms, Mendelssohn, Liebermann („ick könnt jaanischt soviel fressen wie ick kotzn möchte“), Bonhoeffer, Broder, Seyran Ates usw. bezieht.
            Manche ziehen aber die ewig neu aufgekratze Wunde des neualtdeutschen Doppelkompliziertismus vor.

            Dir a guttes Wochenende 🙂

          • Thomas ex Gotha schreibt:

            „Aber faschistisch?“
            Aber faschistisch:
            „Und um ihren historischen Auftrag nicht zu verraten, muss die AfD Bewegungspartei bleiben, das heißt, sie muss selbst immer wieder auf der Straße präsent sein und sie muss im engsten Kontakt mit den befreundeten Bürgerbewegungen stehen. Und sie muss nicht nur Bewegungspartei sein. Dort wo sie bereits in den Parlamenten vertreten ist, muss sie dafür sorgen, dass sie auch Bewegungsfraktion ist, denn unsere Abgeordneten dürfen sich in der Lage, in der sich unser Land befindet, eben nicht im Parlamentarismus vollständig erschöpfen. (…) Ihr merkt, ich will es euch nicht leicht machen. Ich weise euch einen langen und entbehrungsreichen Weg. Ich weise dieser Partei einen langen und entbehrungsreichen Weg. Aber es ist der einzige Weg, der zu einem vollständigen Sieg führt, und dieses Land braucht einen vollständigen Sieg der AfD und deshalb will ich diesen Weg – und nur diesen Weg – mit euch gehen, liebe Freunde!“

            Der Trashtalk wird übrigens am ehesten deutlich in Formulierungen wie „unser liebes Volk“ (man möchte es streicheln…) oder „unser gutmütiges Volk“ (was stellt man nur immer mit ihm an…), über welche ich herzlich gelacht habe.

          • Aristobulus schreibt:

            Faschistisch… ähmnein. Er lässt ja nicht den Mussolini hochleben oder dessen Schwadronen, die erst sozialistisch, dann noch immer schwarzgehemdet gewesen sind.

            Der ist ein kitschiger Neodeutschnationaler, theatralisch und sentimental in der Wortwahl, dazu so komisch irreal durch diese Aufwärmerei des Stinnes-Papen-Hugenberg-Dingenss. Da hin kann man nicht zurück, ohne zuerst durch den Adolf zu müssen. Sowas ohne Adolf zu versuchen ist unmöglich. Also wird er sich in der nächsten Rede wohl an einem Geisterbärtchen verschlucken müssen.

  6. bevanite schreibt:

    Höcke zeigt doch nur offensichtlich und in sehr platter Form, was im geistigen Umfeld der AfD so alles rumwuchert. Ich finds ja immer lustig, wie dann die ganzen Sympathisanten im Netz daherkommen und klagen: „Die AfD ist aber in echt ganz anders als Höcke, das sind ganz normale liberal-konservative Bürger!“. Nein, liebe Leute: Höcke ist kein Jamal Karsli, kein Martin Hohmann oder keine Ulla Jelpke, sondern einer der Vize-Chefs und Vorsitzender eines AfD-Landesverbandes, und zwar in einem Land, in dem die Partei bereits seit 2014 sitzt.Das ist die Basis in Eurem Laden, face it! Selbst aus dem Landesverband in Baden-Württemberg, der sich in der Öffentlichkeit mit Meuthen und Weidel immer so moderat gibt, ist jüngst eine Abgeordnete aus der Partei ausgetreten, weil sie ihrer Meinung nach radikaler als die NPD sei:
    http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-12/afd-claudia-martin-austritt-baden-wuerttemberg

  7. Alreech schreibt:

    Höcke nennt das Holocaustmahnmal ein „Denkmal der Schande“ und wird dafür als Nazi geschmäht ?
    Himmel, ich dachte laut dem Historiker Ebehard Jäckel „gibt es Länder in Europa, die uns um dieses Denkmal beneiden.“ Kanzler Schröder wollte sogar das dieses Mahnmal ein Ort ist an den man gerne hingeht…
    Tatsächlich ist es wohl kein „Denkmal der Schande“, sondern ein Denkmal des Stolzes auf die deutsche Vergangenheitsbewältigung. Wir haben den Holocaust so vorbildlich bewältigt das wir damit eine moralisch Überlegene Position erreicht haben, was immer gut ist wenn wir andere Nationen kritisieren die aus dem Zweiten Weltkrieg ja angeblich nichts gelernt haben (Israel, Polen, Litauen, Lettland, Estland…).

    Allerdings ist die Rede von Höcke nicht unkritisch. Beim schnellen überfliegen hab ich hauptsächlich den Eindruck das er dazu aufruft die AfD von ehemaligen Lucke-Anhängern zu säubern und auf einen radikalen Oppositionskurs zu bringen.

    • O. Paul schreibt:

      „…hab ich hauptsächlich den Eindruck das er dazu aufruft die AfD von ehemaligen Lucke-Anhängern zu säubern und auf einen radikalen Oppositionskurs zu bringen.“

      Das wird aber auch Zeit. Die gegenwärtige Opposition in den Parlamenten kann man allesamt in der Pfeife rauchen. Politische Korrektnis ist heutzutage wichtiger als alles andere.

  8. Kanalratte schreibt:

    Kann man von Heuchelei sprechen wenn sich die öffentliche Mehrheitsmeinung jedesmal vehement beklagt wenn Deutschland den jüdischen Staat Israel militärisch unterstützt (zumeist vergünstigte U-Boote), andererseits nicht mehr aus dem künstlichen Geifern wegkommt, wenn eine seit Jahren umstrittene AfD-Figur wieder mal irgendwelchen radikalen Blödsinn raushaut?

    Vielleicht ist das so, weil viele meinen, daß ein deutscher Kranz toten Juden besser steht, als den noch Lebenden.

  9. Hein schreibt:

    Michael Klonovsky schreibt zur Diskussion um Höckes Rede: “ Jede einzelne an Israel gelieferte Maschinenpistole hat mehr mit dem Holocaust und seinen Opfern zu tun als diese Zeppelinwiese der Zerknirschungssimulanten am Brandenburger Tor. Jedes in Deutschland gebaute U-Boot, das heute im Dienste Israels das Meer pflügt, ist ein besseres Holocaust-Denkmal als dieser Betonschrott.“
    Israel heute zu unterstützen, zu verteidigen (und damit uns selber) ist wichtiger als kostenloses Gedenken. Wie sagt Henryk M. Broder? An lebendigen Juden kann man keinen Kranz legen.

    • Kanalratte schreibt:

      Viele Deutsche haben eh noch nicht begriffen, dass man mit Denkmalen keine Menschen mehr lebendig machen kann. Nichts gegen Denkmale, aber viele dieser Denkmale stehen doch leider nur aufgrund einer deutschen Schuldkompensierung. Die Berliner glauben jetzt weil sie dieses Mahnmal haben wäre die Vertreibung und die Ermordung von 180.000 Berliner Juden quasi verarbeitet und die Stadt Berlin „quitt“. Was bringt das den Opfern? Gar nichts. Die Opfer sind tot! Auch mit diesem Denkmal.

      • Hotdog schreibt:

        „Viele Deutsche haben eh noch nicht begriffen, dass man mit Denkmalen keine Menschen mehr lebendig machen kann.“

        Ernsthaft?? Bitte zeigen sie mal exemplarisch nur einen Einzigen, der sowas glauben soll.

        • Kanalratte schreibt:

          Das war eher im übertragenden Sinne gemeint. Ich denke es gibt sehr viele Leute die glauben, man könne die (imaginäre) „Nazischuld“ wettmachen, indem man Denkmäler baut. Schauen Sie sich mal die Reden bei der Eröffnung des Holocaust-Mahnmals in Berlin an. Henryk Broder ist da damals nicht grundlos als lebende Stele herumgelaufen.

      • O. Paul schreibt:

        Zumal man bedenkt, wie viel das Mahnmal gekostet hat und in seinem Erscheinungsbild eher verunglückt ist. Mit dem Geld hätte man sinnvolleres anfangen können (z.B. Unterstützung bei der Sanierung von noch vorh. KZ- Gedenkstätten).

  10. anti3anti schreibt:

    BH zu verstehen ist einfach, wenn man eine ähnliche Denke hat. Viele Politiker und Journalisten geben vor, seine Rede richtig zu deuten.🐼

    • Kanalratte schreibt:

      Wären die bei der FDP nicht so rückgratlos, könnte man gut und gerne von der AfD auf die FDP umsteigen. Ich hoffe da tut sich noch was. Ansonsten sieht es in der dt. Parteienlandschaft ziemlich mau aus. Die CSU kann man ja nur in Bayern wählen.

  11. Mike schreibt:

    Der Mann ist einfach nur peinlich. Und das sage ich als Sympathisant der AfD, die gerade deshalb favorisiere, dass sie die einzige islamkritische Partei in Deutschland ist. Islamkritisch wiederum bin hauptsächlich wegen des unverhohlenen Antisemitismus in dieser Religion, wie überhaupt dem Vorbehalt den Menschenrechten gegenüber, wie er in der Erklärung der Menschenrechte durch die Organisation der islamischen Länder ganz offiziell in die Welt geblasen worden ist, in der alle Menschenrechte unter Schariavorbehalt stehen.
    Daher muss beides ideologisch bekämpft werden, die Ausbreitung des Antisemitismus und die Ausbreitung des Islam, denn beide sind im Kern menschenfeindlich.
    Da Höcke rhetorisch zumindest Interpretationsspielräume offenlässt, torpediert er schon damit den Kampf gegen den Antisemitismus. Gut dass er damit schon eine Argumentations lawine in seiner Partei losgetreten hat.
    In anderen Parteien passiert bei wesentlich schlimmeren Entgleisungen ins offen Antisemitische nämlich oft genug gar nichts.
    Es ist wie bei einem Organismus. Seit ich konsequent der Weisheit der Thora glaube und kein Schweinfleisch mehr esse, ist es nach vielen Jahren des Verzichts nun so, dass ich bei unbemerktem Essen auch geringster Menge Dünnschiss kriege. Wie die AfD nach Gedeon.
    Leute, die nach längerem Verzicht wieder angefangen haben, kriegten Pickel oder Abzesse. Der Körper wehrte sich.
    Bei Leuten, die regelmäßig essen, gibt es gar keine Reaktion mehr.
    Da können sogar Israelboykotteure weiterhin Parteimitglieder bleiben, ohne dass sich jemand darüber aufregt. Im Gegenteil, die öffentlich rechtlichen Zwangsanstalten beglücken uns mit ihren Kommentaren ständig zu jeden erdenklichen Thema, so als seien sie mittlerweile zu Experten zu allem und jedem avanciert. Nur den grünen wird von den Zwangsanstalten noch mehr Sachverstand zugewiesen, obwohl sie meines Wissens nicht mit der Zahl der Israelboykotteure mithalten können.
    Aber für alle Fälle gibts ja noch Todenhöfer, den Todesmutigen.

    • Bruno Becker schreibt:

      Sehr guter Kommentar! Ich kenne viele sehr gute und kluge AfD-Mitglieder und Sympathisanten und es tut jedesmal fast körperlich weh, wenn mal wieder ein Höcke oder ein Gauland oder wie die ganzen Hackfressen so heissen, ihren dummen, provokanten Stuss zum besten geben.
      Ihr Vergleich mit dem Schweinefleischverzehr ist köstlich!

  12. Bruno Becker schreibt:

    Ich finde Höckes Rede – soweit ich sie mir angetan habe, also ca zur Hälfte – überhaupt nicht widerlich. Ich finde sie schwachsinnig, grösstenteils zumindest. Und in den Gazetten, die traditionell AfD – feindlich eingestellt sind, finde ich auch überhaupt keinen greifbaren Vorwurf. Wegen welcher Volksverhetzung soll man ihn denn verurteilen? Mit „deutscher Schande“ meint er eindeutig den Holocaust, nicht das Mahnmal. Und die Bombardierung Dresdens war völkerrechtswidrig, so what? Die Rede habe ich mir nur deshalb angetan, weil hier darauf verwiesen wurde, sonst hätte ich wahrscheinlich gar nichts davon mitgekriegt.
    Lieber lese / höre ich die Reden wie die von Buurmann, die eindeutig zum Besten gehört, was ich zu dem Thema kenne.

    • anti3anti schreibt:

      Die Bombardierung von Dresden war nicht völkerrechtswidrig, sondern die göttliche Rache auf Civentry.
      Mein ist die Rache, spricht der Herr!

      • Bernt Kolter schreibt:

        Sie rümpfen die Nase über einen Höcke?
        Geistig scheinen Sie doch Brüder zu sein.

      • ceterum censeo schreibt:

        Pfui Deibel.

      • HM schreibt:

        UI, oder auch oiwawoi ! Wenn Burschen wie Sie in Israel das Sagen hätten, ware der Gazastreifen wohl schonmit Mann und Maus ausradiert.
        Aber natürlich ohne eigene Verantwotung, denn Gott will es. Ich glaube die Hamas argumentiert deckungsgleich.

        • Aristobulus schreibt:

          1) scheint da einer absolut ironieresistent zu sein.
          2) ging es nicht um Israel.
          3) ging es hier ja doch um Rache: Wegen Dresden.
          (Wofür sollte sich die Hamas wohl an den Israelis rächen? Ah so, die kriegen zu wenig gefilte Fisch geliefert, und alle Raketen von denen fängt Irondome ab. Na dann.)

          • HM schreibt:

            https://lizaswelt.net/2015/03/11/die-welt-hasst-israel-immer-mehr/
            Du meinst Flächenbombardements?
            Ja, es tut mir leid, aber das ist die einzige Art, wie es funktioniert

            Noch so ein Kandidat mit dieser feinen Ironie, die ich einfach nicht verstehe…

          • Aristobulus schreibt:

            Nochmal für diesen faktenresistenten Ablenker vom Dienst:
            Es ging NICHT um Israel.
            Es ging um sarkastische Ironie: Wegen exakt der deutschen Bombardierung von Coventry, Rotterdam, London, Warschau usw. usf. wurde hier das Konzept der Rache hingestellt. Das kann man so äußern 😉 , und es muss dann keiner herbeilatschen und trollige Andeutungen wegen der jüdischen Rachsucht machen.

          • HM schreibt:

            Ah, Sie sind wieder in Ihrer bekannten Pöbelprollspur. Lassen Sie´s doch einfach.
            Es ist Ihnen doch schon von anderer Seite ausführlich erläutert worden wo Ihr Problem liegt.

            Nicht begriffen?

            Am End wird Ihnen, wie so häufig, nahegelegt den Kommentarbereich nicht mehr zu kontaminieren
            Und damit können Sie ja noch weniger umgehen, wie man ja an Ihrem erneuten anwanzen in diesem Blog sieht.

            Also:
            Seien Sie schön sachlich, dann klappt´s auch mit den so verzweifelt von Ihnen gesuchten Freundschaften.

            In diesem Sinne,
            gutes gelingen,

            HM

          • Aristobulus schreibt:

            Ein Kryptiker, der ablenken möchte von dem peinlichen und dummen Versuch einer Gleichsetzung von Hamas und jüdischer Rachsucht. Hahaa.

    • Kanalratte schreibt:

      Der ganze Krieg von Hitler war Völkerrechtswidrig.

      • HM schreibt:

        Das Völkerrecht wird wohl obsolet wenn die Handelden Gott oder den Führer als Rückendeckung haben

        • O. Paul schreibt:

          „Das Völkerrecht wird wohl obsolet wenn die Handelden Gott oder den Führer als Rückendeckung haben“

          oder einen amerikanischen Präsidenten…

Seid gut zueinander!

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