Der Gerade-wir-als-Deutsche-Deutscher

Der Gerade-wir-als-Deutsche-Deutscher (Gewaldedeu) ist selten stolz auf sein Land. Es gibt aber eine Ausnahne: Wenn der Gewaldedeu kritisieren kann, dann blüht er auf und holt dabei voller stolz seinen Hitler heraus. Der Gewaldedeu sagt, die deutsche Geschichte sei einzigartig, so einzigartig, dass auch er nun einzigartig ist.

Der Gewaldedeu setzt sich mit seiner deutschen Vergangenheit auseinander. Jedes Jahr ein bisschen mehr. Heute sitzt er so weit auseinander von der deutschen Vergangenheit, dass er stolz darauf ist, nicht stolz darauf zu sein, Deutscher zu sein. Er denkt, „Ach, wären doch nur alle so wie ich“. Moralisch sieht sich der Gewaldedeu an der Spitze der Nationen. Wer ihm wiederspricht, ist ein Nazi. Besonders gerne bezeichnet der Gewaldedeu Menschen als Nazis, die aus Ländern kommen, die Deutschland einst von den Nazis befreit haben. Der amerikanische Präsident zum Beispiel steht für den gemeinen Gewaldedeu stets unter Naziverdacht. Zudem tendiert der Gewaldedeu dazu, unliebsame Eigenschaften am Gegenüber als „typisch deutsch“ zu bezeichnen.

Der Gewaldedeu hat in seiner Schulzeit jeden 9. November mit seinem Schulchor vor dem Gedenkstein in seiner Heimat gesungen, der an die Synagoge erinnert, die 1938 von den Nazis niedergebrannt wurde. Er verlegt liebend gerne Stolpersteine für ermordete Juden und trampelt irgendwann darauf herum. Er organsiert Ausflüge nach Dachau und Theresienstadt und hat den Soundtrack von “Schindlers Liste” im Schrank stehen. Der Gerwaldedeu liebt Klezmer!

Für einen Gewaldedeu sind Juden nichts weiter als Geister der Vergangenheit. Sie tauchen bei ihm fast ausschließlich in Gedenkstunden auf. In seiner Schulzeit hat er das Judentum überwiegend im Geschichtsunterricht kennengelernt, nicht so sehr in den Unterrichtsfächern Philosophie, Ethik, Religion und Gesellschaftskunde.

In den USA steht jüdisches Theater für spritzige, humorvolle Dialoge im Stil von Woddy Alan und Neil Simon. Wenn aber ein Gewaldedeu sagt, „Heute gehen wir in ein jüdisches Theaterstück“, dann macht er dabei ein ernstes Gesicht und denkt an Anne Frank, Auschwitz und den Holocaust. Juden sind für einen Gewaldedeu die Toten von damals, nicht die Lebenden von heute.

Der Gewaldedeu fühlt sich persönlich schuldig für den Holocaust, ganz so, als habe er die Verbrechen mit eigener Hand begangen. Wenn er einen Juden trifft, dann schwingt stets auch ein schlechtes Gewissen mit. Der Gewaldedeu sieht sich als Schuldner. Ein Schuldner braucht jedoch einen Gläubiger und für den Gewaldedeu ist das natürlich der Jude. Juden lösen somit bei einem Gewaldedeu unweigerlich ein schlechtes Gewissen aus und tief in seinem Inneren wird ein Gewaldedeu Juden Auschwitz niemals verzeihen.

Dafür geraten Gewaldedeus ganz aus dem Häuschen, wenn sie zeigen können, dass ihre Gläubiger auch nicht besser sind als sie. Gewaldedeus lieben es, Juden zu kritisieren, besonders wenn sie in Israel leben. Der Gewaldedeu hat schließlich aus der Vergangenheit gelernt, nämlich dass die Juden in Israel die Nazis von heute sind, was der Gewaldedeu nun wirklich überhaupt nicht verstehen kann, denn eigentlich müssten es die Juden doch besser wissen, schließlich hatten sie den gleichen Lehrmeister wie sie, nämlich die deutsche Geschichte. Nichts sagt ein Gewaldedeu lieber als: „Das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen!“

Das größte Denkmal des Gewaldedeus ist das Holocaust Mahnmal in Berlin. Altkanzler Gerhard Schröder sagte einst dazu, es sei ein Ort, „wo man gerne hingeht“. Der Historiker Eberhard Jäckel brachte es sogar fertig, zu sagen: „Es gibt Länder in Europa, die uns um dieses Denkmal beneiden.“ Zwei Gewaldedeus, die stolz sind auf ihre Vergangenheitsbewältigung, die es ohne die Vergangenheit natürlich nicht gäbe. Sie haben etwas aus dem Holocaust gelernt.

Es gibt jedoch nichts aus dem Holocaust zu lernen! Was soll es denn schon aus dem Holocaust zu lernen geben? Dass Menschen zu grausamen Ungeheuerlichkeiten in der Lage sind? Dass man Menschen nicht millionenfach vergast? Dass Juden auch Menschen sind? Dass man lieb zueinander sein sollte? Dass man sich wehren darf, wenn man verfolgt wird? Dass man Menschen, die andere Menschen vergasen, den Krieg erklärt? Dass man wahnsinnige Menschen mit allen Mitteln entwaffnet? All das kann man auch ohne Holocaust wissen! Der Holocaust ist keine Nachhilfe für moralisch Sitzengebliebene, sondern schlicht ein unvergessbares und unverzeihliches Verbrechen, aus dem es nichts zu lernen gibt!

Die Gewaldedeus aber machen den Holocaust zu einem moralischen Anschauungsunterricht. Zu irgendetwas muss Auschwitz ja gut gewesen sein. Und die Gewaldedeus haben was gelernt. Sie haben gelernt, Israel zu kritisieren und zwar mit letzter Tinte. Sie haben gelernt, sämtliche Opfer mit den Juden von damals zu vergleichen.

Hartz IV ist die Fortsetzung der Menschenvernichtung des III. Reiches.”

Wir Blankenfelder leben wie im KZ. Werden von zwei Seiten vergast + verlärmt, dank Platzek & Co.”

Was der Staat Israel heute mit den Palästinensern macht, ist im Prinzip auch nichts anderes als das, was die Nazis im Dritten Reich mit den Juden gemacht haben.“

Zuerst Herodes, der die Kinder von Bethlehem umbringen lässt, dann unter anderem Hitler und Stalin, die Millionen Menschen vernichten ließen, und heute, in unserer Zeit, werden ungeborene Kinder millionenfach umgebracht.“

In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken. In der Weltwirtschaftskrise von 1929 hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager.“

Schauen wir uns die Lebensbedingungen im Gaza-Streifen einmal an: Das ähnelt immer mehr einem riesigen Konzentrationslager“

Es war falsch, Juden zu töten. Genauso FALSCH ist es, dass jedes Jahr (allein in Deutschland) über 1.000.000.000 Tiere für die Fleischindustrie getötet werden.”

Kein Jude in diesem Land musste jemals solche seelischen Qualen erleiden wie ich.”

Der letzte Satz stammt übrigens von der Gewaldedeuin Sedika Weingärtner. Sie meinte damit das schlechte Betriebsklima in ihrem Büro! Für Gewaldedeus ist Leid ein sehr subjektiver Begriff und nicht wenige von ihnen erleben einen ganzen privaten Holocaust! Der Trend geht mittlerweile sogar schon zum Zweitholocaust. Für Gewaldedeus sind Muslime, Hartz-IV-Empfänger und Tiere die Juden von heute, niemals aber sind Juden für sie die Juden von heute. Wenn schon, dann sind Juden die Nazis von heute und auf diese Erkenntnis ist ein echter Gewaldedeu stolz.

***

Der Autor dieses Artikels ist Gewaldedeuiker, Gewaldedeu-Experte und Doktor der Gewaldedeuik.

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81 Antworten zu Der Gerade-wir-als-Deutsche-Deutscher

  1. Mike schreibt:

    Grandios geschrieben!!!

  2. Thomas ex Gotha schreibt:

    Noch so einer von den „Gerade-wir-als-Deutschen-Deutschen“, diesmal in einer besonders perfiden Variante: Unter der Überschrift „Das Ende der Welt (darunter machen sie’s nie, T.S.) oder der Illusionen“ schreibt Dr. Alexander Menschig am 17.1.2017 auf der Achse des Guten: „Im Jahr 2013 habe ich gemeinsam mit der Journalistin Tina Hüttl im Piper-Verlag Porträts von Holocaust-Überlebenden veröffentlicht, die als Kinder oder Jugendliche versteckt in Deutschland überlebten. In den letzten Wochen sind mir die Interviews mit den sehr alten jüdischen Menschen stark in Erinnerung, insbesondere ihre plastischen Schilderungen der innerfamiliären Konflikte rund um die Frage, wie sich die Situation für Juden mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten in Deutschland verändern wird. Selbst als eigentlich alle Fakten sichtbar waren, einzelne Familien schon deportiert wurden, insistierten viele, vor allem die Älteren, noch darauf, „es werde sicher nicht so schlimm werden.“ Es war für die meisten einfach unmöglich zu begreifen, dass es eine Gruppe von Menschen gibt, deren einziges Ziel darin bestand, die jüdische Bevölkerung und damit auch das eigene Leben zu vernichten. Diejenigen, die die Dinge klar sahen, verzweifelten wiederum an der Ignoranz und den Beschwichtigungen der Anderen. Ähnlich geht es heute manchem, der vor den Gefahren des islamistischen Terrors, der mit der Masseneinwanderung nach Europa gekommen ist, warnt und sich dafür als Schwarzseher, Populist oder Rassist bezeichnen lassen muss.“
    Der „besorgte Bürger“, der „Einwanderungskritiker“ sieht sich hier nicht nur als Opfer, sondern unmittelbar von Vernichtung bedroht – ein Schauspiel, dessen Ekelhaftigkeit noch dadurch gesteigert wird, dass Menschig von (nicht nur) „politische(n) „Formen der Grausamkeit“ (Errichtung von Auffanglagern, konsequente Abschiebungen, Aufkündigung von Entwicklungshilfe bei Nichtkooperation, Isolierung potenzieller Attentäter vor einer eventuellen Tat, Streichung finanzieller Mittel bei Ausreisepflichtigen, Anwendung von staatlicher Gewalt bei illegalem Grenzübertritt et cetera)“ schwärmt, also von Lagern für diejenigen träumt, die ihn, so projiziert er, allesamt vernichten wollen.

    • Aristobulus schreibt:

      … da steht nicht, dass er sich bedroht wie die Juden der 1940er sieht, und da steht erst Recht nicht, dass er sich selbst die Rolle der jüdischen Gejagten anmaße.
      Er zieht bloß eine Parallele.

      Warum sollte es ein Tabu oder so emotional abstoßend usf. sein, wenn jemand diese Parallele zieht? Ich sag mal, warum solche Tabus aufgerichtet werden: Indem die Ziehung dieser Parallele als ein absolutes „No-No!“ gebrandmarkt wird, brandmarkt man die anderen Aussagen doppelt. Das Eine ergibt das Andere.
      Und schon, durch einen Trick!, geht von Nafris keine Bedrohung mehr aus.
      Das Bewusstsein macht sich das Sein.

      • Aristobulus schreibt:

        P.S.
        „Anwendung von staatlicher Gewalt bei illegalem Grenzübertritt“ ist ein Gesetz. Das steht so drin in dem Gesetz. Illegaler Grenzübertritt sei zu verhindern, wenn es sein müsse mit Waffengewalt, das steht da drin.
        Dieses Gesetz hat der Bundestag beschlossen. Wer dieses Gesetz nicht anwendet, der setzt sich die Entscheidung des Gesetzgebers hinweg.
        Merkel hat das konsequent und unbeirrbar wie ein Roboter in mehr als einer Million Fälle getan.

        À propos, wie nennt man so eine espèce-de-Regierungschef, der die Entscheidungen des Gesetzgebers übergeht, der sie nicht respektiert, der sie aushebelt?

        • bevanite schreibt:

          Merkel hat das konsequent und unbeirrbar wie ein Roboter in mehr als einer Million Fälle getan.

          gähn
          Wie oft diese Falschbehauptung immer und immer wieder ins Netz gesetzt wird, grenzt schon an Comedy. Zwei Worte genügen, um dies zu widerlegen: Genfer Flüchtlingskonvention.

          • Aristobulus schreibt:

            Totaler Unfug.
            Wo wollen Sie das aufgeschnappt haben; beim Muslimmarkt?

          • A.S. schreibt:

            Und die Genfer Flüchtlingskonvention sieht vor jeden einfach so ins Land zu lassen, ohne Kontrolle ob er überhaupt ein Flüchtling ist?

          • Aristobulus schreibt:

            … das ist deren Ideologie: Das sog. internationale Recht habe das nationale Recht zu überschreiben, denn Grenzen seien pfuibäh. Neinm pfuibäh sagen die nicht, die sagen: „Nicht mehr zeitgemäß“. Womit jeder sonst, der auf Tatsachen wie Landesgrenzen und begründete Bedenken und auf vom Bundestag gemachte Gesetze pocht, als Nationalist und Ewiggestriger hingestellt wird, während sich wie in Köln, Hamburg usf. die Grenzenlosen zusammenrotten und den hiesigen Frauen beibringen, wie pfuibäh sie gefunden werden.
            Oder in Berlin werden ein paar Passanten zermatscht, aus Gründen von Allahu-Akbar. Woraufhin man dann presseseits die Namen der Zerquetschten verschweigt. Denn wir leben schließlich in zeitgemäßen Zeiten!

      • Thomas ex Gotha schreibt:

        „… da steht nicht, dass er sich bedroht wie die Juden der 1940er sieht, und da steht erst Recht nicht, dass er sich selbst die Rolle der jüdischen Gejagten anmaße.
        Er zieht bloß eine Parallele.“
        Alles richtig. Nur: warum zieht er genau diese Parallele und keine andere? Zumal sie nicht zutrifft: In der NS-Zeit handelte es sich um eine Minderheit, die durch staatlichen Terror und Gesetze drangsaliert wurde. Haben die Nafri bereits Gesetze gegen die nicht-Nafri-Mehrheit erlassen? Ist mir da etwas entgangen?

        • Aristobulus schreibt:

          Es ging um Anti-hate-speech-Urteile und um politisch-soziale Kaltstellungen derer, die die falsche Meinung vertreten.
          Also!, um diese Versuche der Aushebelung der Meinungsfreiheit (bin fast versucht, nochmal so Bindegestrichele zwischen die Wortmonstern zu tun) zu benennen und um dagegen anzugehen: Sicher, dafür muss man nicht die Parallele zum Ermächtigungsgesetz ziehen. Also ich würd’s nicht. Man kann es jedoch machen, darauf vertrauend, dass der Leser keine Gleichsetzung sehen wird, die nicht dasteht 🙂 , um sodann das Ganze wegen des Gleichsetzungsvorwurfs in die Tonnen zu treten.

          Ach, Ihnen a gutte woch, Thomas. Einfach mal so.

        • Aristobulus schreibt:

          … hören Sie doch mal die fantastische Miriam Feuersinger (heißt so, die!) in einer Arie von Hasse, il bello sassone 😉 , der glattweg durch die Tonarten wetzt, als hätt er grad den alten Bach Zwecks modernerer Neapolitanisierung erlauscht:

          • Aristobulus schreibt:

            Noch asoj eppes (just weil’s so gar nicht zum Thema passt), Fagioli und Jaroussky, die beide wohl besser sind als der große Farinelli 😀 (aus Vincis Artaserse, 1730)

  3. A.S. schreibt:

    Broder hat den Holocaust mal als das „Heiligtum der deutschen Geschichte“ bezeichnet. Ich glaube er hat damit recht.
    Es gibt daraus auch wenig zu lernen, eigentlich müsste man das alles wissen.
    Zwei Sachen würde ich z.Z. aber schon nennen: Das eine wäre, Ankündigungen ernst zu nehmen, auch wenn sie einem absurd erscheinen. Z.B. die Hamas-Charta ernst zu nehmen oder die Islamisten ernst zu nehmen. Das sind Gruppen, die klar und konkret sagen was sie vor haben und über die man immer wieder hört „so schlimm wird’s doch nicht kommen, das ist eine kleine Minderheit“ usw.
    Das zweite wäre: Gerade wir als Deutsche sollen einfach mal den Rest der Welt in Ruhe lassen. Weder sollen wir die in Uniform, noch in Birkenstocklatschen zu unserer Ordnung rufen.

  4. Kanalratte schreibt:

    Was kann man aus dem Holocaust schon lernen? Das gleiche was aus nach Taten von Serienmördern lernen kann? Nichts. Wenn Polizisten eine zerstückelte Leiche auffinden, werden diese dann am nächsten Tag von Journalisten gefragt, „ob sie was daraus gelernt haben“?

  5. caruso schreibt:

    Am liebsten würde ich den Beitrag allen Politikern, Medienleuten zu lesen geben. Vor allem jenen, die so gerne ihre Reden, Artikel usw. gerne mit „Gewaldedeu“ beginnen oder den Begriff gern irgendwo unterbringen. Mir stehen jedesmal die Haare zu Berge, wenn ich das lese, „…dann sind Juden die Nazis von heute und auf diese Erkenntnis ist ein echter Gewaldedeu stolz“. Genau darum geht es bei den Gewaldedeu – den moralischen Großmeister.(Bildung muß man haben und sei es nur Einbildung).
    Ein großartiger Text, lieber Gerd! Ich wünschte mir, daß ALLE ihn lesen. Vielleicht würde dem einen oder anderen ein Licht aufgehen.
    lg
    caruso

    • Aristobulus schreibt:

      Einem Helldeutschen kann aber kein Licht aufgehen. Die umfassende Blendung würde dann glatt den Canetti übertreffen, und das!, also das kann man ja nicht.

      • besucher schreibt:

        Die Dunkeldeutschen aus Bautzen müssen uns retten, da führt kein Weg dran vorbei.

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @besucher

          Es macht nicht den Eindruck, dass Sie überhaupt zu retten sind.

        • A.S. schreibt:

          Du meinst diejenigen, die monatelang toleriert haben, dass ihre Frauen und Kinder auf dem Kornmarkt angepöbelt und belästigt und teilweise angegriffen wurden während die Stadtverwaltung in oft zu beobachtender Feigheit untätig blieb?

        • besucher schreibt:

          Die dunkeldeutschen Glatzen haben sie ja dann rausgehauen, mach Dir mal keine Sorgen, A.S.

        • Aristobulus schreibt:

          Der besucherische könnte sich von der Stadtverwaltung in Bautzen retten lassen: Stempel auf die Stirn, eingetütet werden und zu öden vergilbten Flugblättern von einst ins Archiv geklemmt. Da läge er gut, weil unter Seinesgleichen.

          • A.S. schreibt:

            Vor lauter Pazifismus oder Rechtspanik sind manche nicht mehr in der Lage zu verstehen, dass das Gewaltmonopol des Staates auch mit Verpflichtungen der Staatsmacht einhergeht.

          • Aristobulus schreibt:

            Ja, Andreas. So schlägt die eine, irreale Rechtspanik (Panik wegen der Rechten) prompt in die andere, real sehr schädliche Rechtspanik (Panik, bestehende Gesetze durchzusetzen) um.

          • Frase0815 schreibt:

            Wer mal richtig kotzen möchte, schaut sich die gestrige Maischberger-Quasselbude an.
            Ich hab da nur zufällig rein gezappt, isch schwör Alda!
            Neben dem arroganten Denunziantenschmierlappen Christoph Lauer war noch Thomas Fischer (Vorsitzender Richter am Bundesgerichtshof, hat eine Kolumne bei Zeit-online) zu Gast.
            Was dieser Fleischberg da so von sich gegeben hat, war schon stark – wenn man ein Beispiel für entrückte Eliten sucht, bitte schön.

            Wie schrieb Stephan Paetow so treffend:

            Für einen richtig großen Auftritt fehlte ihm eigentlich nur noch eine gepuderte Perücke, wie man sie aus englischen Gerichtsklassikern kennt. Die Verachtung des und der Gewöhnlichen beherrscht er aus dem EffEff.

            http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/maischberger/sendung/polizisten-pruegelknaben-der-nation-102.html

          • besucher schreibt:

            Da muss jetzt aber mal ordentlich durchgegriffen werden!!!

          • Aristobulus schreibt:

            Durch Sie durch? Aber das tut weh.

          • A.S. schreibt:

            @Ari:
            Es gibt ja durchaus eine reale Gefahr von Rechts, z.B. die Reichsbürger oder früher den NSU. Aber anstatt sich dieser zu widmen arbeiten sich die „Rechtspanikler“ lieber an den durchaus ambivalente Vorgängen in Bautzen, Frauke Petrys nie geäußertem Schießbefehl, auch mal Sarrazin oder Lucke, ab. So kommt es, dass die alles andere übersehen (wollen). Unser Besucher liefert ja zuverlässig regelmäßig Beispiele für.

          • Aristobulus schreibt:

            … ach ja, der. Was ist’n der? Der ist das schlechteste Aushängeschild für allerlei, für das er das allerschlechteste Aushängeschild ever sein will 🙂 , also leistet er immerhin seinen streng-negativ-Lobby-affinen Beitrag zur Umkehrung der Realität.
            Obwohl er dann nach 200 total danebenen und völlig außerirdischen Kommentaren plötzlich einen macht, der durchaus geht 😉 Muss man mal erwähnen.

            Nu, die Reichsbürger?, einer soll mal einen Polizisten mit der Faust angeriffen haben, las man. Weiter habe ich nichts vernommen. Wenn Du die Reichsbürger und den NSU (er hat etwas Chimärenhaftes, gab’s den?, war der nicht eine Art von Verwechslung mit dann 10 Ermordeten?) mit den Leuten vergleichst, die den Terror auf dem Berliner Breitscheidplatz und die Massenübergriffe in Köln und die Schreiereien auf den Straßen im Sommer 2014 usw. usf. durchgeführt haben und weiter durchführen werden: Dann kommt die Gefahr nahezu ausschließlich aus dieser Richtung, nicht?

          • ceterum censeo schreibt:

            http://m.spiegel.de/panorama/justiz/a-1132041.html#spRedirectedFrom=www&referrrer=
            Über den Reichstagsbrandprozess brauchen wir nicht weiter zu reden, außer daß Frau Zschäpe wohl nicht wie Dimitrow und Kumpels aus Mangel an Beweisen freigesprochen werden wird.
            Zu den Reichsbürgern: Einer von denen soll einen SEK-Beamten erschossen haben, das ist Dir wohl entgangen. Stinken tut die Sache aber auch schon wieder , wie Du oben lesen kannst. Wir haben wohl einen „tiefen“ Staat. Es gibt hier bald nichts mehr, was nicht bei zweiten Hinschauen zu Staub, genauer zu Scheiße zerfällt.

          • Aristobulus schreibt:

            … aber ja. Danke für Deinen Hinweis. Den Polizistenmord durch den Reichsbürger hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Man muss derzeit so viel auf dem Schirm haben, leider leben wir in zu interessanten Zeiten.

            Ach à propos zum Zerfall der Schreiße zu Staub oder des Schlamms zu Kehricht oder umgekehrt, Dry Bones hat heut Nacht dies hier gezeichnet.
            Ach Nagel auf den Kopf, Pest oder Cholera, usf.

            http://drybonesblog.blogspot.de/2017/02/an-era-of-change.html

          • Thomas ex Gotha schreibt:

            Da raunt es aus dem Off, in dem der cc hockt: „Wir haben wohl einen „tiefen“ Staat. Es gibt hier bald nichts mehr, was nicht bei zweiten Hinschauen zu Staub, genauer zu Scheiße zerfällt.“
            Wie tief der Staat ist, vermag er noch nicht zu sagen, aber auch das werden wir bei Gelegenheit erfahren. Der Vergleich mit dem Prozess gegen van der Lubbe muss natürlich sein, schließlich sind die Nazis von heute die Kommunisten von damals oder so ähnlich, und das Entsetzliche an der „Chimäre“ (sehr peinlich: Aristobulus) NSU ist eben nicht, dass der Verfassungsschutz die Nazis finanziert, anstatt die Bürger vor ihnen zu schützen, oder die Tatsache, dass man gar nicht an eine Mordserie denken mochte, sondern die Opfer zu Kriminellen stempelte, nein, es kann sich nur um eine erfundene Story handeln, eben um „Scheiße“, denn Nazis, das wissen wir, morden nicht, einige wenige Ausnahmen (https://de.wikipedia.org/wiki/Todesopfer_rechtsextremer_Gewalt_in_der_Bundesrepublik_Deutschland) bestätigen diese Regel. Mit welchem Ziel aber wurde diese Geschichte erfunden? Durchsetzung der „Multikulti-Ideologie“ oder des Hooton-Planes durch die Bundesregierung, um anschließend eine sturmreif geschossene und eingeschüchterte Bevölkerung zu zerstören und zu versklaven? Kann uns da cc ein paar Hinweise geben? Oder liegt, man weiß es nie, doch anderes zu Grunde? Haben die Kulturmarxisten der Frankfurter Schule den Wohnwagen der beiden Uwes gemietet, um „Eurabia“ zu befördern oder gar die „große Verschwulung“?

          • Aristobulus schreibt:

            Ceterum Censeo hockt aber nicht im Off, er ist durchaus Online 🙂

            Der NSU war eine mordende Halbchimäre, bestenfalls. Wegen des Verfassungsschutzes da drin, Sie haben es ja bestätigt.
            Was der NSU real gewesen sei, ein aufgepumptes Halbgerücht, oder wirklich eine nazistische Kleinbande, keiner weiß es mit Bestimmtheit. Je mehr Détails herauskommen, um so unklarer wird es.
            Sie sollten die Sache nicht als klar hinstellen – das ist sie ja nicht. Klar sind nur Meinungen.

            Zum Stichwort Eurabia: Das stammt ja mitnichten von Rechten (à propos, wer soll hier rechts sein?, Ceterum ist konservativ-pessimistisch, nicht rechts oder verschwörungsgläubig), sondern das stammt von Bat’Yeor. Sie ist sehr seriös. Sie tut nichts Anderes, als Akten zu analysieren und brillant darüber zu schreiben.
            Wer „Eurabia!“ als Vorwurf sagt, sollte Bat’Yeor lesen. Dann vergeht einem der Vorwurf.

  6. Karl Tantau schreibt:

    Lieber Herr Buurmann,

    wie können Sie so etwas Ketzerisches schreiben. Es gibt nichts aus dem Holocaust zu lernen, es war auch während des 3. Reiches nach deutschen Gesetzen ein Verbrechen, andere Menschen ohne Grund umzubringen? Wenn Sie auf solchen Selbstverständlichkeiten bestehen, werden sie nie ein „guter“ Deutscher, schade um. Schreiben Sie tausendmal „Auschwitz ist der Gründungsmythos der Bundesrepublik Deutschland“, vielleicht hilft Ihnen das, richtig denken zu lernen.
    Schade, dass Ihr Beitrag nicht allen deutschen Journalisten, Politikern, Lehrenden und was es sonst noch als Kulturschaffende gibt zur Pflichtlektüre vorgelegt wird.

    • Aristobulus schreibt:

      „Auschwitz ist der Gründungsmythos der Bundesrepublik Deutschland“ ist jedoch ein sehr unzutreffender und sehr missverständlicher Satz.
      1) Ein Mythos ist definiert als literarisch erzählte Heldengeschichte wie das Gilgamesch-Epos, die Ilias, die Gigantomachie (nur in Teilen erhalten), das Kalevala. Auschwitz ist naturgemäß KEN Mythos!, sondern ein reales Geschehen.
      2) Die Bundesrepublik Deutschland ist die Wiedergründung der Weimarer Republik mit ein paar Verbesserungen. Mit Auschwitz hat das nichts zu tun.

  7. besucher schreibt:

    Gerade wir als Deutsche lassen auch gern andere Völkermörder mal zu Wort kommen. Was bilden wir uns ein darüber zu richten!

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @besucher: „Gerade wir als Deutsche lassen auch gern andere Völkermörder mal zu Wort kommen.“

      Stimmt! Besonders wenn „andere Völkermörder“ einen roten Stern tragen, lassen „wir als Deutsche“ sie nicht nur gern zu Wort, sondern noch gerner zu Ehren kommen.

      • Aristobulus schreibt:

        … oder wenn sie eine mohammedanisch grüne Flagge mit sich herumschleppen. So wie Abbas, der dauernd ein paar Millionen deutsches Steuergeld kriegt. Oder wie der Massenmörder Mursi aus Ägypten, der in Berlin aufschlug, um 889 Millionen mal eben mitzunehmen. Aus Gründen von Völkerverständigung, Ideal, arabischem Frühling und allgemeinem Heil.

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @Ari: „… oder wenn sie eine mohammedanisch grüne Flagge mit sich herumschleppen.“

          Das hätte ich beinahe vergessen.

          • Aristobulus schreibt:

            … dabei liegt das Gute so nahe.
            Rotbraune wie El-Gesäßer oder der diffusrosa-beige Todenhöferische mögen die grünliche Version des Pol-Pot ja auch so gern zum Abendessen im biedermänischen Brandstiftersalon sitzen haben.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Ari: „Rotbraune wie El-Gesäßer oder der diffusrosa-beige Todenhöferische …“

            Höchste Zustimmung, obwohl mir die Aufzählung etwas sparsam erscheint!

          • Aristobulus schreibt:

            … uh, Gutartigster, die Inge Höger hab ich glatt vergessen, die nicht nur auf dem Frauendeck mit einer Arafatwindel um den dürren Hals herumschleicht, während sie knallgrüne Landkarten von „Palästina“ vom Mittelmeer bis zum Jordan herumzeigt.
            Oder den dicklichen bis fettigen Sigmar Gabriel, der gern vor „Apartheid!“ durch die Juden warnt.

            Den Höcke (wie heißt er mit Vornamen, Bernd?, ich vergesse das immer) wollen wir auch nicht vergessen, der sein edeldeutsches Vaterland mit Schande übersät sieht, bloß weil in Berlin ein Betondenkmal wegen sechs Millionen sinnlos Ermordeter herumsteht. Oder Martin Walser, Erfinder der Auschwitzkeule, der neulich wieder irgendwo einen sehr ästhetischen, sehr geschmäcklerischen, sehr preisverdächtigen IchIchIch-Artikel schrieb, wie er in Osnabrück teuer essen geht, aber all diese undeutschen Straßennamen da, unerträglich. Danach musste er sich mit Entensüppchen und Trüffeln an Hirschragout trösten und sich vergewissern, dass er immer noch er selbst ist, wie einst in großer Zeit.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Ari: „Danach musste er sich mit Entensüppchen und Trüffeln an Hirschragout trösten …“

            … während wir uns mit seinen Büchern trösten mussten.

          • Aristobulus schreibt:

            Die vielen edlen Balserwücher,
            so schön wie Högers Halsertücher.

      • besucher schreibt:

        Ist Deine Frau/Mann mal mit einem Kommunisten fremdgegangen? Dieses pathologische Geseier ist ja schon auffällig.

  8. Frase0815 schreibt:

    Wow, was für ein Brett vom Hausherrn! Laick

  9. Roger Letsch schreibt:

    Ein Artikel, der einige Jahre überfällig war, lieber Gerd!
    Gut, dass Du es warst, der ihn geschrieben hat.

    • Thomas ex Gotha schreibt:

      Ja, wirklich ein lange überfälliger Artikel. Auch auf der „Achse“ ist ein solcher „Gerade-wir als-Deutschen-Deutscher“ mit einer unsäglichen Analogie unterwegs:
      „Jeder, der sich auch nur ein Wenig in der Geschichte auskennt, wird mit dem Begriff „Ermächtigungsgesetz“ etwas anfangen können.(…) Ab dem 25.3.1933 konnte Hitler damit beginnen, auch noch die letzten Reste der Demokratie in Deutschland zu beseitigen.(…) 2017 könnte es wieder zu einer Situation kommen, die für lange Zeit die Weichen in diesem Land zu stellen vermag – ganz ähnlich wie 1933 würde vom Parlament auch heute nicht explizit die Abschaffung der Meinungsfreiheit verlangt. Nein, man wählt sich heute Fake-News und Hate-Speech als Ziel aus. (…) Keiner weiß genau wie und wann, aber dass unsere Bundesregierung an der Errichtung eines wie auch immer genannten „Wahrheitsministeriums“ arbeitet, ist bekannt. (…) Überall entstehen derweil private und halbstaatliche Organisationen, die sich dem Kampf gegen Rassismus, Rechts, Rechtspopulismus, Islamophobie, Ausländerfeindlichkeit und natürlich Faschismus verschrieben haben. (…) Was wenn die Meldungen der Klebers und Gauses und all der anderen Vertreter der Plapper-Class nicht mehr hinterfragbar sind, weil sie unter dem Prüfsigel der „Correktiv-News“ Sakrosankt sind?“ (Rechtschreibung wie im Original, von anderen sprachlichen Unzulänglichkeiten — eine Situation, die für lange Zeit die Weichen stellt, aah ja — einmal ganz abgesehen.)
      Ein solch geballter Unfug aus Gerüchten und Verschwörungstheorien wird durch den Vergleich mit 1933 (als es bereits die ersten politischen Morde, vor allem an Kommunisten, gegeben hatte) vollends ekelhaft. Der Autor, der sich dort als Kassandra auf Acid präsentiert, heißt übrigens, Zufälle gibt es!, ebenfalls Roger Letsch.

      • Aristobulus schreibt:

        Also den Roger Letsch kenn ich, er saß mal bei mir im Wohnzimmer, ein sehr angenehmer, kluger Gast. Ich kann nur Gutes über ihn sagen.

        Den kann man nicht so anblaffen. Wenn Sie anderer Meinung sind, Thomas, lässt sich der Artikel widerlegen. Als Versuch. Der recht sehr bis sehr schwer fallen dürfte.

        • Aristobulus schreibt:

          P.S.
          Politische Morde 1933 an Kommunisten. Ja, die gab es. Inwiefern sollten die Morde vom Berliner Breitscheidplatz, die Morde von Orlando, Paris, Brüssel, Toulouse usw. usf. nicht unter haargenau die selbe Kategorie fallen?

          Nein, NICHT die selbe Kategorie. Warum: Weil die Kommunisten, die 1933 ermordet worden sind, genauso totalitär gewesen sind wie ihre Mörder. Totalitäre ermorden einander nun mal. Das ist furchtbar, aber wohl unvermeidlich.
          Jedoch die polit-islamisch Ermordeten vom Breitscheidplatz, Paris, usw. usf. waren einfach Passanten, Feiernde, Kaffeehaussitzer. Die Mörder haben aus islampolitischen Gründen so Ungläubige ermordet, wie sie nur kriegen konnten.

          Jedoch jeder, der öffentlich sagt, dass der Islam genau dieses Dauermorden wolle, weil das so im Koran gelehrt wird, läuft Gefahr, dass einer ihn erfolgreich wegen Hatespeech anzeigt.
          Also hat Roger Letsch einfach bloß Recht.

        • Thomas ex Gotha schreibt:

          Ein angenehmer Gast sollte stets willkommen sein, ist aber nicht davor gefeit, Blödsinn von sich zu geben, indem er z.B. behauptet, die EU wolle „Wassermalfarben und Buntstifte wegen deren Giftigkeit aus dem Verkehr ziehen“ (a.a.O., vgl. dazu http://www.bildblog.de/86197/beim-eu-stifte-verbot-wirds-bild-zu-bunt/). Oder aber irgendwelche täppischen Versuche, den Bullshitstorm im Internet minimal zu zivilisieren, mit dem Ermächtigungsgesetz zu vergleichen (by the way: da kann er ja gar nicht so schlimm gewesen sein, der Hitler, wenn er nichts anders tat, als einige unterbezahlte Ruhrgebietsjournalisten darauf anzusetzen, bei Facebook vor dem offenkundigsten Blödsinn zu warnen…). Dass so einer auch noch dem Artikel zujubelt, kann man nur damit erklären, dass er gar nicht so genau weiß, was er da immer auf der „Achse“ von sich gibt.

          • besucher schreibt:

            Der Letsch, der fletscht die Zähne und wühlt sich durch die Mähne.

          • Aristobulus schreibt:

            Dafür wühlnSe mit de Beene,
            janz alleene.

          • Aristobulus schreibt:

            Er hat eben nicht alles über die administrativen Détails von Buntstiften wissen können, Thomas. Politischer Beinbruch?
            Dass die EU jedenfalls Glühbirnen reglementiert hat bis dorthinaus, obwohl es noch keinen vernünftigen Ersatz gab, ist unbestritten. Ebenso (freilich ein ernsteres Beispiel), dass die EU Waren mit einem gelben Judenstern bekleben lässt, wenn sie aus Gebieten kommen, in denen Juden nichts zu suchen hätten.

            Zum Vergleich mit dem Ermächtigungsgesetz: Jede versuchte Analogie mit dem Nazismus kann schiefgehen oder unglücklich wirken. Andererseits existieren faktisch mittlerweile jede Menge Gerichtsurteile, die etwa verbieten, dass Abraham M_el.zer als „berüchtigter Antisemit“ bezeichnet wird, und Jutta Ditfurth ist schuldig gesprochen worden, als sie den El-Gesäßer als was Ähnliches bezeichnet hat.
            Die Meinungsfreiheit gilt jedoch maßlos für die andere Seite: Einer, der mal den Buurmann und mich als Judenschweine bildlich dargestellt hat, ist freigesprochen worden. Ebenso hat man den Hasshe-rrm_ann in Köln jahrelang gewähren lassen: Für die Staatsanwaltschaft hatte er die Narrenfreiheit des Propagandisten.
            Oder im Großen: Obgleich Imame alltäglich gegen die Ungläubigen mit Taten drohen, wird nie einer angeklagt.

            Das sind so Tendenzen, die sehr schnell an Gleichschaltung denken lassen.

            Gutt Nacht!

      • besucher schreibt:

        Ja Thomas, das sind so Kreise, da gelten Sie ganz schnell als Antisemit, noch bevor Sie von Ihrem Rugelach abgebissen haben der möglicherweise auf dem Tisch steht.

        • Aristobulus schreibt:

          Gehts noch?
          Nu, Sie grad das zu fragen ergibt ja keinen Sinn 😀

          Gerade Thomas ex Gotha ist der un-antisemitischste Ganzlinke, den ich je gesehen habe. Er hat überhaupt keinen Anflug von irgend Drehereien gegen Israel oder nur gegen den alten Friedmann.

          Aber der besucher züngelt über Kreise daher.

  10. Hessenhenker schreibt:

    Kaum unter die Worterfinder gegangen und schon so eine Bombe.
    Die sollen sich doch alle gegenseitig fisten, diese fiesen Gewaldedeus.

  11. ceterum censeo schreibt:

    Einfach Klasse!

    • Bruno Becker schreibt:

      Wirklich, einfach riesig!

    • Thomas ex Gotha schreibt:

      Noch so einer, der um keine Nazi-Analogie verlegen ist: „Sag ich mal so: Einreiseverbot bitte für ALLE Orks, Herr Trump! Danach Entorkifizierung der heimischen Vertreter dieser Spezies. Wird kein Problem sein, hat in Deutschland ja auch geklappt.“ (ceterum censeo schreibt:Januar 31, 2017 um 9:43 am) Wenn die Nazis in Deutschland doch nichts anderes getan hätten als Kopftücher umzubinden, auf Schweinefleisch zu verzichten, sich von Rassisten als Unterweltwesen beschimpfen zu lassen oder freitags in den für sie zuständigen Tempel zu latschen! Aber er macht noch weiter: „Ari, falls Du Geduld und Langeweile hast, erklär dem Troll mal, was Entnazifizierung war!“ Ich übernehme die Aufgabe, und erkläre dem Troll cc, dass Entnazifizierung die amtlich beglaubigte Feststellung war, dass es unter den Deutschen 54% Nazimitläufer, aber nur 1,4% Hauptschuldige und Belastete gab. Aber egal: Sollte die Analogie überhaupt einen Sinn ergeben, müssten die Moslems in den USA den Diktator stellen, alle Bereiche des öffentlichen Lebens gleichgeschaltet haben und Millionen Morde auf dem Gewissen haben. Da dies nicht der Fall ist, geht es cc wohl eher darum, den Nazism zu verharmlosen, oder aber, was wir für ihn annehmen wollen, die eigene Beschränktheit einmal mehr einer breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.

      • Aristobulus schreibt:

        Jede Analogie mit dem Nazismus geht sehr leicht schief. Es sei denn, man stellt die überaus vielen, überaus engen Gemeinsamkeiten zwischen dem Nationalsozialismus und dem herrschenden Islam fest.

        Millionen Morde? Die gibt es islamischerseits. Allein zwischen 1970 (Schwarzer September) und 2001 (World Trade Center) waren es Millionen, die meisten in islamischen Ländern.
        Und die zig Millionen (zig!) massakrierter Hindus vom achten bis zum siebzehnten Jahrhundert wollen wir auch nicht vergessen.
        Oder die zig Millionen von islamischen Eroberer-Händlern versklavter, massakrierter Afrikaner (vom achten bis ins zwanzigste Jahrhundert).

        • bevanite schreibt:

          Das mit dem Islam grenzt bei Ihnen schon an Obsession. Dann müssten Sie ja auch alles von den Opfern des Nationalsozialismus und des Stalinismus über die Toten der Weltkriege und des europäischen Kolonialismus, den Dreißigjährigen Krieg bis hin zu den Heidenverfolgungen infolge Kaiser Konstantins Konversion auch „christlicherseits“ verbuchen. Daran merken Sie hoffentlich, wie lächerlich diese rein religiöse Sicht auf die Weltgeschichte ist.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @bevanite

            Hätten Sie Aristobulus Kommentar nicht erst einmal lesen sollen? Er begann wie folgt:
            „Jede Analogie mit dem Nazismus geht sehr leicht schief. Es sei denn, …“
            ES SEI DENN, bevanite!

          • Aristobulus schreibt:

            … zumal „rein religiöse Sicht“. LOL. Es geht da mit mohammedanischen Terroristen und Totalitarismen um Tatsachen, nicht um Religion.
            Auch „Obsession“ ist allerliebst. Da redet jemand, die andere Meinungen gern psychiatrisiert.

        • ceterum censeo schreibt:

          Tja Ari, da siehst Du’s: Alles lächerlich, was Du dir so zusammenphantasierst. Jede Schnepfe zerreißt Dich einfach mal so in der Luft. Das kommt davon, daß Du dich einfach zu sehr von Fakten leiten läßt, während die Leute von heute schon ein paar Schritte weiter sind. Und Recht haben sie: Fakten sind doch voll Nazi, oder so.

  12. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Eine Granate, Gerd Buurmann! Vielen Dank! Ein paar habe ich noch: !!!!!

Seid gut zueinander!

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