Die Hitler-Poster der US-Präsidenten

abseits vom mainstream - heplev

Philippe Assouline, Facebook, 5. Februar 2017

Geht man nach den Protesten, dann scheint es so, als wähle Amerika ausnahmslos Hitler. Bush Junior, Obama und jetzt Trump wurden alle von Protestierenden als Hitler dargestellt; sie sind nicht in der Lage zu akzeptieren, dass Demokratie bedeutet, dass man immer mal verliert. All das setzt den Holocaust herab, trivialisiert das Böse und gibt den Gewinnern eine Rechtfertigung der Opposition nie zuzuhören.

hitler-bushhitler-obamahitler-trump

Ursprünglichen Post anzeigen

Dieser Beitrag wurde unter Nachrichten veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu Die Hitler-Poster der US-Präsidenten

  1. Pingback: Die Hitler-Poster der US-Präsidenten | psychosputnik

  2. Georg B. Mrozek schreibt:

    Karikatur ist immer die maximal mögliche Übertreibung, die die größtmögliche Aufregung erzielt, damit über den Inhalt der Karikatur geredet und das Thema schlussendlich verstanden wird. Ob Überhöhung oder Trivialisierung – das Böse ist nicht einmalig, ist nicht ein gehörnter und erkennbarer Teufel, sondern es steckt in uns allen. Die Karikatur zeigt dies uns. Ob Hitler-Karikatur oder Böhmermann, ob das aktuelle Spiegel-Cover oder die obszöne Papst-Karikatur einer Titanic-Ausgabe, ob Mohammed-Karikaturen oder was auch immer: es gibt weder immerwährende Grenzen des Geschmacks noch welche der Politik oder der Moral. Die Grenzen ziehen wir immer für uns selber. Es ist die Aufgabe einer Karikatur, Menschen und Ideale von ihren Sockeln zu werfen, gleich welcher Art, damit wir durch sie im vorgehaltenen Spiegel uns selber erkennen.

    • Aristobulus schreibt:

      Schon.
      Aber immer den Hitler-? Nicht von Ungefähr gilt Miller’s law (wenn es Miller und nicht Goodwin mit seinem Razor gewesen ist?), dass jede Polemik, egal ob über Kaninchen oder über den Zweiten Weltkrig, zwangsläufig in einem Hitlervergleich endet. Daran hat jemand (Jones?) das nächste Law angeschlossen, dass derjenige sofort verloren hat, der als Erster den Hitlervergleich macht.

      • Georg B. Mrozek schreibt:

        @Aristobulus die Hitler-Vergleiche insbesondere in den USA sind auch im Kontext zu verstehen, denn Amis waren und sind von den Nazis und Hitler beinahe elektrisierend fasziniert. Bei uns kriegste für so Vergleiche nur ein müdes Gähnen. Hitler ist für viele Amerikanerinnen und Amerikaner halt nur ein Synonym für uneingeschränkte Autorität – und wer wünscht sich die eigentlich nicht im tiefsten Innern für sich selber? Manchmal glaube ich, sie beneiden uns sogar für „unseren Hitler“.

      • abusheitan schreibt:

        Wer nicht mindestens einmal mit Hitler verglichen wurde, ist politisch bedeutungslos. Aus gewöhnlich gut informierten Kreisen war zu erfahren, dass es unter Politikern bereits geheime Absprachen gebe, sich gegenseitig als Hitler zu bezeichnen um damit die Karreieren zu fördern. Hitler me, hitler You! 😉
        Schon im Jahre 1981 wurde von der Deutsch-Amerikanischen-Freundschaft (DAF) erfolgreich dazu aufgefordert, nicht nur den Mussolini, sondern auch den Adolf Hitler zu tanzen. Hitler zieht immer. Manche Öffentlich-Rechtlos-Erziehungsanstalten füllen ihre Sendezeit mit ständigen Wiederholungen wichtiger Erkenntnisse über Hitlers Gespielinnen, Hitlers Hunde, Hitlers Fußpfleger etc. Ein Migrant mit dem richtigen Migrationshintergrund hat seine Karriere sogar mit Hitler-Lesungen in Deutschlands Wildem Osten/Dunkeldeutschland gestartet, medienwirksam mit Polizeischutz vor den dortigen Hitlers und preisgekrönt für seine mutige Selbstaufopferung (2004 Prix Pantheon für Sportpalastrede und Mein Kampf).

  3. bevanite schreibt:

    In gewissen Kreisen wurden auch Hilary Clinton und Bernie Sanders als „the new Hitler“ verunglimpft. Demnach wäre das Rennen ums Weiße Haus im letzten Jahr ein Dreikampf von drei neuen Hitlers gewesen… Stimme hier voll und ganz zu, diese ständige Hitler-Vergleicheritis (die gabs ja nicht nur bezüglich US-Präsidenten, sondern bei Politikern verschiedenster Länder und politischer Ausrichtung) ist geschichtsvergessen.

    • Aristobulus schreibt:

      Das ist so pauschal diffus, dass es den Zusammenhang verwischt.
      Es ging um die herrschende Präferenz, ausgerechnet US-Präsidenten als Hitler darzustellen.

      Wenn man aber bei Potentaten wie den iranischen Mullahs, dem syrischen Assad (Vater wie Sohn), bei der Hamas, bei der Hisbollah oder beim Islamischen Staat den Hitlervergleich macht, kann man nicht ganz falsch liegen.

  4. caruso schreibt:

    Aus lauter Haß verlieren diese Leute den evtl. noch vorhandenen Rest-Verstand. Ich denke manchmal, die sind noch schlimmer als die Trump-Wähler. Wären sie wirklich aufseiten „des Guten“, müßten sie sich anders benehmen. So ist es nur zu klar, daß sie an Macht interessiert sind, an nichts oder kaum an etwas anderem.
    lg
    caruso

  5. bm98600 schreibt:

    Danke für diesen Beitrag!

Kommentare sind geschlossen.