Keine Überschrift der Welt kann diese Widerlichkeit der AfD auf den Punkt bringen!

„Linksextreme Lumpen sollen und müssen von deutschen Hochschulen verbannt und statt eines Studiensplatzes lieber praktischer Arbeit zugeführt werden. Nehmen Sie die linksextreme Bedrohung ernst und beteiligen Sie sich an allen möglichen Maßnahmen, um diese Wucherung am deutschen Volkskörper endgültig loszuwerden.“

Was klingt wie eine Rede vom 4. Februar 1937 wurde am 4. Februar 2017 im Landtag in Sachsen-Anhalt vom AfD-Fraktionschef André Poggenburg tatsächlich so gesagt. Der Grund für diesen öffentlichen Griff in die braune Mottenkiste war eine Debatte zu einer Veranstaltung der AfD-Hochschulgruppe Campus Alternative an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg am 12. Januar 2017, bei der es zu tätlichen Auseinandersetzungen gekommen war. Sogar ein kleiner Feuerwerkskörper wurde geworfen, der neben dem Vortragenden explodierte. André Poggenburg musste daraufhin in einen kleinen Raum hinter dem Podium fliehen und später die Universität unter Polizeischutz verlassen.

Mit Gewalt wurde damals sein Vortrag an einer Universität verhindert! Ich fand das damals schockierend und beängstigend und sehe das heute nicht anders, trotz der Widerlichkeiten, die sich Poggenburg geleistet hat. Eine Universität muss einen Menschen wie André Poggenburg aushalten und studieren können. So wie ein Student der Proktologie sich irgendwann ein Arschloch aus nächster Nähe anschauen muss, muss auch eine Studentin der Politikwissenschaft oder ein Student der Soziologie irgendwann einen Poggenburg studieren.

André Poggenburg ist ein Politiker, der Menschen aufgrund ihrer Meinungen und Einstellungen den Zugang zu Hochschulen verbieten will. Er übertrifft mit dieser Forderung um Längen die Aktionen jener Chaoten, die ihn am 12. Januar mit Gewalt vom Universitätsgelände vertrieben hatten. Sie agierten mit Gewalt, aber privat. André Poggenburg jedoch fordert die Regierung auf, das Gewaltmonopol des Staates zu nutzen, um unliebsame Dinge aus dem Diskurs zu vertreiben. Das ist Zensur und nicht zuletzt verfassungsfeindlich, denn Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei!

Eine Universität ist ein Ort, wo der freie Diskurs gelebt wird, wo kluge Geister streiten, forschen und um Erkenntnis ringen, wo es keinen Grund gibt, Gedanken zu verbannen, weil dort aufgeklärte Menschen den Mut besitzen, sich ihres eigenen Verstandes ohne Leitung eines Anderen zu bedienen. Wo, wenn nicht dort, sollten Menschen in der Lage sein, sich mit der AfD und ihrer Gedankenwelt auseinanderzusetzen?

Wenn es Leuten schlecht geht, flüchten sie. Manche flüchten in andere Länder, andere flüchten in Ideologien. Einige Länder und Ideologien sind gut, andere weniger. André Poggenburg ist in eine widerliche Ideologie geflüchtet! Dennoch verlange ich nicht, dass er seine widerlichen Überzeugungen nicht kundtun darf. Eine Meinung, die nicht ausgesprochen werden darf, verschwindet nämlich nicht! Sie wird lediglich gedacht! Ein Verbot der Artikulation einer Meinung führt somit nur dazu, dass eine widerliche Meinung erst sichtbar wird, wenn sie zur Handlung geworden ist. Dann aber ist es oft zu spät!

Stellen Sie sich vor, Sie gehen in eine Kneipe und da sitzt ein Mann mit einem Hakenkreuz am Revers. Sie würden denken: „Oh, ein Nazi, dem gebe ich kein Bier aus.“ Jetzt stellen Sie sich aber mal vor, er trüge dieses Hakenkreuz nicht, weil es verboten ist. Sie würden sich vielleicht hinsetzen, sich vorstellen, er würde Sie nicht mit „Heil Hitler“ begrüßen, weil das unter Hate Speech fällt, Sie würden erst ein wenig plaudern, dabei das ein oder andere Bier trinken, vielleicht sogar ein Bier ausgeben, bis das Gespräch auf ein Thema fällt, bei dem Sie merken: „Scheiße, ein Nazi!“ Dann aber ist es zu spät. Sie haben ihm bereits ein Bier ausgegeben und alles nur, weil ein Verbot des Hakenkreuzes Sie daran gehindert hat, den Mann sofort als das zu erkennen, was er ist, nämlich ein Nazi. Ich weiß lieber, wie jemand drauf ist, bevor er zur Tat schreitet. Außerdem möchte ich mit einem Nazi nicht plaudern. Mit einem Nazi möchte ich ausnahmslos Klartext reden!

Ein Verbot der Artikulation einer Meinung beraubt mich um einen wichtigen präventiven Schutzmechanismus, nämlich das Innere eines Menschen zu erkennen, in dem ich ihn einfach nur beobachte, ihn mir anschaue und ihm zuhöre. Ein Verbot geht somit oft zu Lasten von Gehassten, weil sie den Hassenden nicht rechtzeitig erkennen und sich somit nicht vor ihm schützen können. Meinungsfreiheit nutzt dem Gehassten mehr als dem Hassenden und gerade an einer Universität muss es möglich sein, alles zu untersuchen, was in der Welt außerhalb der Universität zu finden ist.

Wer alles ausklammert, was ihm nicht gefällt, wird blind für das, was wirklich in der Gesellschaft vor sich geht und wird entsetzt aus dem Sessel fallen, wenn bei einer Wahl die Menschen in der geheimen Wahlkabine ihre Meinung in ein defintives Kreuz verwandelt haben. Dann fallen sie aus allem Wolken und sagen, sie hätten all das nicht kommen sehen. Natürlich nicht. Sie haben es ja verboten und so vermehrten sich die Gedanken im Verborgenen, Geheimen, Verbotenem. Das Sagen von Meinungen zu verbieten, ist so effektiv, wie das kleine Kind, das sich die Hände vor die Augen hält und glaubt, die Gefahr sei verschwunden!

Dieser Beitrag wurde unter Deutschland, Liberalismus, Philosophie, Politik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

56 Antworten zu Keine Überschrift der Welt kann diese Widerlichkeit der AfD auf den Punkt bringen!

  1. albjaga schreibt:

    So hat man es dann wieder gut geschafft sich nicht groß über die Randalierer aufzuregen, sondern die Opfer zu Tätern zu machen.

    Was an der Uni passiert ist war totalitäres Verhalten. Der zuständige Dekan hat die Studenten dafür noch gelobt.

    Das war widerlich und abstoßend.

    Aber es war ja gegen die Richtigen. Und also nicht ganz so schlimm.

  2. Aristobulus schreibt:

    Schon wieder falsches Copy/Paste. Es ging nicht um einen Höcke, sondern es ging um einen Herrn, der irgendwas mit Poggen~ heißt.

  3. Eitan Einoch schreibt:

    Ein Jammer, was aus der ehemaligen Lucke-Partei inzwischen geworden ist… Was einst so vielversprechend als ernstzunehmende Alternative zum linksgrünen Merkelblock angefangen hatte, wird entwickelt sich mittlerweile immer mehr zum ideologischen Auffangbecken rechter Hohlbirnen. Solange die AfD Idioten wie Höcke, Gauland und Poggenburg eine politische Heimat bietet, ist sie für mich keine wählbare Partei. Mach nur weiter so, AfD! Zerlegt euch selbst! Historische Chance vertan!

    • A.S. schreibt:

      In der Tat schade wohin das geht.
      Aber die AfD ist genau da angekommen wo das Parteienspektrum ein Loch hingesetzt hat. Rechts der Union.
      Zerlegen kann sich die AfD z.Z. nicht, dafür haben ihre Gegner zu viel über diese Partei gelogen. Es wird noch lange dauern bis AfD-Wähler Negativberichte über ihre Partei wieder ernst nehmen.
      Abgesehen davon, dass die AfD in vielen Punkten nach wie vor die einzige Alternative ist.

      • Eitan Einoch schreibt:

        In der Weimarer Zeit war die NSDAP für Viele auch die einzige Alternative. Man muss gar nicht der Presse folgen – es reicht den AfD-Akteuren zuzuhören. Mir reicht’s! Die Tatsache, dass es keine andere Oppositionsalternative gibt, ist noch längst kein Grund ausgerechnet die AfD zu wählen. In dieser Form würde ich sie nicht mal wählen, wenn sie die letzte Partei auf Erden wären!

        • A.S. schreibt:

          Naja, es geht auch ne Nummer kleiner.
          Kein AfD Mitglied hat ein Buch wie „mein Kampf“ geschrieben. Straßenschlägertrupps wie die SA schickt die AfD auch nicht los. Sie verlangt nicht die Todesstrafe, will kein „Großdeutschland“, für das Judentum interessiert sich die AfD überhaupt nicht, neuen „Lebensraum“ will auch niemand erobern.
          Da gibt es deutliche Unterschiede zwischen der AfD und der NSDAP.
          Auch meiner Sicht ist die AfD inzwischen nicht mehr und nicht weniger als das rechte Drittel der Union, dass unter Merkel, Altmaier und Tauber abgestoßen wurde.

          • Eitan Einoch schreibt:

            Ganz ruhig, A.S. Ich habe die AfD nicht mit der NSDAP gleichgesetzt. Allerdings tummeln sich in der Partei einige rechte Wirrköpfe, ohne das es dort irgendwann besonders stören würde. Für mich ist die AfD das linke Pendant zur Linken/PDS/SED. Und in meinen Augen sind beide unwählbar, so lange man sich dort nicht von den Idioten trennt.

          • Eitan Einoch schreibt:

            Padron, ich meinte natürlich rechtes Pendant zur Linke/PDS/SED.

          • A.S. schreibt:

            Dann sind wir uns ja weitgehend einig. Konsequenter Weise müsste sich die AfD „die Rechte“ nennen.
            Wobei ich der Meinung bin, dass sowohl Linke als auch AfD ins Parlament gehören und dort eine bestimme Richtung vertreten sollen. Besser wäre es, wenn diese Positionen von SPD und CDU mit abgedeckt wären, aber da das nicht der Fall ist gibt’s halt die beiden Parteien.

          • Bruno Becker schreibt:

            Ich denke, da ist schon Kalkül dahinter, solche Vögel wie Höcke, Gauland etc. von der Leine zu lassen. Die fischen nämlich genau die Wähler ab, die sonst REP’s, oder schlimmeres wählen würden. Oder gar nicht. Dasselbe Kalkül, warum die NPD nicht verboten wurde: jede Stimme für die NPD eine verlorene Stimme für die AfD.

          • A.S. schreibt:

            Jede Partei, die ein Spektrum abdecken will, schickt für jede Gruppe jemanden ins Rennen. Das ist normal und auch Aufgabe einer Partei. Die einzige Frage ist, wie weit nach Rechts darf eine Partei die Angel auswerfen. Und da erinnere ich nochmal daran, dass auch schon Leute wie Bernd Lucke oder Hans Olaf Henkel dieser Vorwurf gemacht wurde, einfach weil die das Heiligtum „Euro“ bepinkelt haben. Man sollte also lieber etwas vorsichtiger mit dem Rechts-Gebrülle sein. Da hat man schon dermaßen viel Pulver ins Lächerliche verschossen, dass es kaum noch eine Wirkung hat.
            Nebenbei: Was ist an Gauland eigentlich so schlimm?

          • besucher schreibt:

            Seine Hundekrawatte.

      • bevanite schreibt:

        Wer hat was genau über die AfD gelogen? Deren Protagonisten haben sich doch in gekonnter Regelmäßigkeit selbst in Abseits manövriert.

        • A.S. schreibt:

          Du keine Zeitung?
          Z.B. das Frauke Petry einen Schießbefehl gefordert hätte war einzig und allein Lüge. Sie hat das nicht.

          • Aristobulus schreibt:

            Eben. Petry hatte auf ein Gesetz verwiesen, in dem steht, dass Eindringlinge an den Grenzen aufzuhalten sind, gegebenenfalls mit Waffengewalt. Prompt wurde so lange behauptet, bis es jeder glaubte, dass Petry „zum Schießen auf Flüchtlinge!!“ aufgerufen habe.

            Schade, dass Verschwörungstheorien immer so doof sind, nicht? Sonst könnte man versuchen ’nachzuweisen‘, dass Bevanite = Poggenburg ist, also ein U-Boot der Nach-Petry-Generation, durch dessen Auftauchen jetzt jeder meint: AfD, alles Nazis.

          • A.S. schreibt:

            Petry ist in eine Falle gelaufen. Die Reporter haben sie gezielt dahin getrieben. Besonders fies deshalb, weil sie in dem Interview explizit sagt, dass sie keinen Schusswaffeneinsatz an den Grenzen will. Damit ist das klar Lüge.
            Auffällig auch: Die gleiche Frage müsste man denjenigen stellen, die Flüchtlinge gleichmäßig auf ganz Europa verteilen wollen. Da stellt sich auch die Frage, mit welchen Methoden man Leute, die nach Rumänien kommen, aber nach Deutschland wollen, am Grenzübertritt hindert. Aber da fragt niemand nach. Folglich ging es einzig und allein darum der AfD-Vorsitzenden zu schaden, nicht um Berichterstattung.

          • A.S. schreibt:

            Und du hast Recht, es steht im Gesetz nun mal so drin.

          • Aristobulus schreibt:

            Ja!, eben, Andreas.
            Fakt ist also, nicht?, dass sich eine Politikerin a) auf ein Gesetz beruft, indem sie dessen Wirkungsweise b) selber gern abgemildert haben will, und daraufhin wirft die deutsche Qualitätsjournaille ihr Mordlust und Schießgeilheit vor.
            Grund: Weil sie sich auf-ein-bestehendes-Gesetz berufen hat.

            Diese Gesetzesverachtung.

          • A.S. schreibt:

            Wenn das Gesetz so schlimm ist, warum fordert dann niemand dessen Abschaffung?
            Es ging dabei offenkundig nur und ausschließlich darum, die AfD-Vorsitzende schlecht darzustellen.
            Genau so generiert man den Opferbonus, von dem diese Partei so profitiert hat.
            Und anstatt daraus zu lernen setzt man bei Trump noch einen drauf.
            Der Umgang mit der AfD war schon deppert, bei Trump ist’s die reine Hysterie.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            Großer Gott! Hat Frauke Petry das alles geschrieben?:

            So müssen die in der EMRK enthaltenen „Negativdefinitionen“ auch als Teil der Charta betrachtet werden:
            a) a) Artikel 2 Absatz 2 EMRK:
            „Eine Tötung wird nicht als Verletzung dieses Artikels betrachtet, wenn sie durch eine Gewaltanwendung verursacht wird, die unbedingt erforderlich ist, um
            a) jemanden gegen rechtswidrige Gewalt zu verteidigen;
            b) jemanden rechtmäßig festzunehmen oder jemanden, dem die Freiheit rechtmäßig entzogen ist, an der Flucht zu hindern;
            c) einen Aufruhr oder Aufstand rechtmäßig niederzuschlagen“.
            b) b) Artikel 2 des Protokolls Nr. 6 zur EMRK:
            „Ein Staat kann in seinem Recht die Todesstrafe für Taten vorsehen, die in Kriegszeiten oder bei unmittelbarer Kriegsgefahr begangen werden; diese Strafe darf nur in den Fällen, die im Recht vorgesehen sind, und in Übereinstimmung mit dessen Bestimmungen angewendet werden …“.

            Zu finden hier:
            http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:C:2007:303:0017:0035:DE:PDF
            http://community.zeit.de/user/andikow/beitrag/2009/08/23/euvertrag-von-lissabon-sieht-todesstrafe-vor

        • k.knerzje schreibt:

          Es wäre jetzt daneben zu behaupten die Überschrift des Kommentars ist widerlich, aber nicht daneben ist die Behauptung die Überschrift ging daneben.

  4. Bruno Becker schreibt:

    Er übertrifft mit dieser Forderung um Längen die Aktionen jener Chaoten…

    Naja, das würde ich nicht sagen, aber gleichauf passt schon. So, wie die Chaoten ihn rausdrängen wollten, will er es jetzt mit gleicher Münze heimzahlen.

    Seine Formulierungen sind natürlich unter aller Kanone.

    Noch nie waren die Chancen der AfD so gut. Wenn sich nicht langsam die Pragmatiker durchsetzen sehe ich schwarz. Ideologische Arschgeigen wie Höcke, Gauland oder Poggenpohl an der Macht, und die AfD könnte das „A“ aus ihrem Namen streichen.

  5. A.S. schreibt:

    Also die Formulierung von Poggenburg stinkt braun.
    Aber inhaltlich muss ich ihm recht geben.
    „Eine Universität ist ein Ort, wo der freie Diskurs gelebt wird, wo kluge Geister streiten, forschen und um Erkenntnis ringen, wo es keinen Grund gibt, Gedanken zu verbannen, weil dort aufgeklärte Menschen den Mut besitzen, sich ihres eigenen Verstandes ohne Leitung eines Anderen zu bedienen.“
    Es sind gerade die Linksextremen, die immer wieder dadurch auffallen, dass sie den freien Diskurs an Universitäten verhindern möchten. Die gehören da nicht hin.

    • Hein schreibt:

      Ein Interview mit Milo Yiannopoulos: https://www.youtube.com/watch?v=025HRyYRgFs&t=44s
      Der Linksfaschismus ist auch in den USA unterwegs. Milo himself:

    • bevanite schreibt:

      Die gehören da nicht hin.

      Aha, und wohin „gehören“ sie dann? Verlangen Sie Berufsverbote?

      • A.S. schreibt:

        Mit egal wohin. Jemand, der freie Gedanken und freie Rede nicht erträgt, gehört nicht an die Uni.
        Wenn das für dich schon „Berufsverbot“ ist, musst du dich auch aufregen wenn Menschen mit Flugangst keine Piloten werden sollen…..

        • Aristobulus schreibt:

          Jeeez. Da wurde Berufsverbot! gerufen. Noch gezielter war ja kaum je ein gezieltes Missverständnis.
          Klingt genauso wie: „Diskriminiiierung!, der Redner diskriminiiiert mich, er hat ’ne andere Meinung!“

          Selbstverständliche Beispiele für Orte, an die Mancher nicht hin gehört, ohne dass je gefragt werden müsste, ob das Diskriminerung oder Berufsverbot sei:
          – Ein Stotterer kann kein Nachrichtensprecher werden.
          – Ein Blinder kann kein Gemäldeexperte sein.
          – Ein Gehörloser kann kein Musikkritiker werden.
          Das sind sehr einfache Beispiele für Menschen, die ohne eigenes Verschulden leider Manches nicht tun können und es noch nie tun konnten.

          Nun Beispiele für Leute, die durch selbstverschuldete Mängel Manches nicht mehr tun können:
          – Ein vorbestrafter Vergewaltiger kann kein Kindergärtner werden.
          – Einer, der durch herabsetzende Bemerkungen über Ziganische aufgefallen ist, kann keinen ernstzunehmenden Artikel über Ziganische veröffentlichen.
          – Einer, der die Hamas gutfindet, kann kein Wächter vor einer Synagoge sein.
          – Jemand, der freie Rede nicht erträgt, der durch Zwischenrufe Debatten verhindert, der durch Drohungen den Vortragenden einschüchtern will usf., hat an einer Universität nichts zu suchen. Dort wird durch die Voraussetzung der freien Rede und freien Debatte geforscht und gelehrt. Wer andere Meinungen nicht hören will, kann da nichts lernen, hindert Andere am Lernen und hat da nichts verloren.

    • Aristobulus schreibt:

      Glatt gelogen.
      Linksextreme verwenden nie den Begriff Meinungsfreiheit. Solche sehen Meinungsfreiheit als bourgeoise Schwatzbude und als reaktionäre Propaganda.

      Auch Rechtsextreme verachten die Meinungsfreiheit, obwohl sie sich manchmal darauf berufen: Freilich zum Schein.
      Allein Polit-Mohammedaner berufen sich neuerdings gern und oft auf die Meinungsfreiheit, nämlich genau dann, wenn sie Zionismus als Rassismus bezeichnen, wenn sie zum Boykott Israels aufrufen, und wenn sie rechtfertigen wollen, dass sie wegen Kritik am Islam das Recht hätten, um dauerbeleidigt zu sein.

      Ach übrigens, grad dieser Frank-Später ist durch Nazisiererei, Antischwulistik, Frauenhass und Judengehasse aufgefallen. Bedeutet das, dass er jetzt FÜR die Meinungsfreiheit von Antinazis, Schwulen, Frauen oder Juden sei? LOL. Na durchaus nicht.

  6. Hein schreibt:

    Widerlichkeiten der AfD? Woher diese Kenntnis? Widerlichkeit Poggenburgs – ja.
    Hat man, als Sarrazin fälschlicherweise des Rassismus beschuldigt wurde, von den Widerlichkeiten der SPD gesprochen? Nein!

    • Linksgrünversiffter Gutmensch schreibt:

      Der Unterschied ist, dass Sarrazins Positionen in der SPD nie mehrheitsfähig waren und man über einen Ausschluss diskutierte, während Poggenburg von seiner Partei und deren Wählern Applaus erntet. Eigentlich ganz einfach.

      • Aristobulus schreibt:

        Prinzipiell stimmt das schon.
        Aber wo liegt der entscheidende Unterschied: Sarrazin hat ja nu nix über den wucherungsdurchsetzten deutschen Volkskörper oder über ihm nicht Genehme gesagt, die man einer „Arbeit zuführen“ müsse.
        Sarrazin hat Tatsachen genannt und sie bewertet. Dafür wurde er als Rassist und Faschist angemeiert, und viele wollten ihn aus seiner Partei ausschließen.
        Jedoch der Gepoggte, der ohne Zweifel ein Neomöchtegern-Nazz ist, muss sich darüber keine Sorgen machen.

      • Hein schreibt:

        Das ist falsch! Ich war auf einer AfD-Versammlung mit ca. 100 Kreisvorsitzenden, Vorstandsmitgliedern und anderen Funktionsträgern. Die übergroße Mehrheit von ihnen lehnen Höcke und Poggenburg ab, fordern einen Parteiausschluss.

        • Aristobulus schreibt:

          Danke für die Klarstellung, Hein.
          Gibt es übrigens Links irgendwohin oder seriöse Artikel darüber, wie das Gros der AfD-Mitglieder zu den wohl wenigen Deutschnationalen steht? Ich finde darüber immer entweder garnichts oder nur dämonisierenden Müll.

          • Hein schreibt:

            Ich kann bei dieser Frage nicht helfen. Mein Eindruck ist, dass es wenige sind. Wer Brechts Kinderhymne
            „Anmut sparet nicht noch Mühe
            Leidenschaft nicht noch Verstand
            Daß ein gutes Deutschland blühe
            Wie ein andres gutes Land
            Daß die Völker nicht erbleichen
            Wie vor einer Räuberin
            Sondern ihre Hände reichen
            Uns wie andern Völkern hin.

            Und nicht über und nicht unter
            Andern Völkern wolln wir sein
            Von der See bis zu den Alpen
            Von der Oder bis zum Rhein.

            Und weil wir dies Land verbessern
            Lieben und beschirmen wir’s
            Und das liebste mag’s uns scheinen
            So wie andern Völkern ihrs.“

            schon als Ausgeburt des Nationale missversteht, der wird alles abwerten, was „no nation, no border“ entgegensteht.

          • Aristobulus schreibt:

            … es gibt in der Tat welche, Hein, die Brechts Lied als „Ethnopluralismus“ bezeichnen würden, und der ist „eindeutig rechts!“

  7. A.Bundy schreibt:

    „Keine Überschrift der Welt kann diese Widerlichkeit der AfD auf den Punkt bringen!“
    Wäre es dann nicht besser, sie würde lauten: „Keine Überschrift der Welt kann diese Widerlichkeit des André Poggenburg auf den Punkt bringen!“?

    Oder hättest du ähnliches auch in Richtung Grüne und FDP formuliert, als es um die Widerlichkeiten eines Jamal Karsli ging? Gegen die CDU wegen Hohmann? Die SPD wegen Gabriel und Schulz? Oder in Richtung der 4x umbenannten SED, z.Z. genannt „Die Linke“, wegen Jelpke, Groth und Co?
    Oder gegen ARD & ZDF wegen Schramm, Rether, Hallervorden und Steimle?

    Differenzierung oder Generalverdacht. Das ist hier die Frage. Der Glaubwürdigkeit. 😉

    • Joerg J. schreibt:

      Die CDU hat Hohmann umgehend rausgeworfen und er hat, soweit ich das weiß, mittlerweile bei der AFD Asyl gefunden. Wird die AFD Poggenburg, Höcke, Gideon und wie sie alle heißen auch ausschließen?. Nein natürlich nicht. Weil sie sie brauchen, um bei Neonazis anschlussfähig zu sein. Und weil Poggenburg und Höcke das ausdrücken, was an der Basis der AFD gedacht wird. Poggenburg und Höcke sind keine Randerscheinungen, sondern sie sind Vertreter des mittlerweile kaum mehr überkleisterten Mainstreams.

    • bevanite schreibt:

      Karsli war ein FDP-/Grünen-Hinterbänkler, Ulla Jelpke nimmt in der Linkspartei kaum noch jemand ernst. Poggenburg ist hingegen Landeschef in dem Land, in dem die AfD zweitstärkste Fraktion ist (und ihre größte Fraktion in Deutschland stellt).

    • besucher schreibt:

      Wenn Poggenburg schon mit Gabriel und Schulz verglichen wird und der Zombie Karsli hervorgeholt wird weiß man wieder woher der Wind weht.

      • Aristobulus schreibt:

        Inwiefern „man wieder“?
        Gabriel schwadroniert gern über Apartheid, während Schulz gern über Wasserknappheit daherlügt. Beide meinen damit die Juden, weil die dran Schuld seien. Erstaunlich im gleichen Geiste quasselt Poggenburg über Wucherungen am deutschen Volkskörper. Er sagt „Linksextreme“ und meint höchstwahrscheinlich gleich mal die Juden mit, während Gabriel und Schulz über die Wucherung Namens „Jud‘!“ am internationalen Volkskörper daherreden.
        Irgend ein wahrnehmbarer Unterschied? Nö.

        • besucher schreibt:

          während Gabriel und Schulz über die Wucherung Namens „Jud‘!“ am internationalen Volkskörper daherreden

          Wenn Dein Herzrasen und die Schnappatmung nachlassen dann überleg noch mal was Du hier für einen Quatsch daherredest.
          Aber ich merke Du bist definitiv ein Fan der Einstaatenlösung. Dann man tau.

          • Aristobulus schreibt:

            Hä? Das war ’ne kühle Beobachtung. Da müssen Sie nischt projizieren.
            Und es geht grad um keine Wasfürstaatenlösungen. Es geht um die Poggenburgsche, Schulzsche und Gabrielsche Gemeinsamkeit, vulgo um deren Antijüdisiererei.

  8. anti3anti schreibt:

    Der Unterschied zwischen Rechten und Linken entspricht dem Unterschied zwischen Gulag und KZ.

    • rogerletsch schreibt:

      Das ist wohl näher an der Wahrheit, als es den Linken auf der vermeintlich „Guten Seite“ der Geschichte lieb sein wird.

  9. Roger Letsch schreibt:

    Angesichts der an der OvG stattgefundenen tätlichen Auseinandersetzungen könnte ich das Poggenburg-Zitat bis „Linksextreme Lumpen“ unterschreiben. Ab da gleitet es allerdings dermaßen ins schrill-völkische Bestrafen-und-Vernichten-Geschwätz ab, dass man nur noch den Kopf schütteln kann. Je mehr man an der „Alternative“ rubbelt, umso mehr kommt die „Alte native“ zum Vorschein. Deutsche Politik ist zum heulen dieser Tage.

    • Aristobulus schreibt:

      Ach ja, Roger. Zum Heulen!
      Niemand in Sicht, der auch nur einigermaßen wählbar ist. Die SPD ergeht sich in Dilettantismus, Israelkritik und Funktionärismus und schleudert mit der selbstvergessenen, neben der roboterhaften Merkel inexistenten CDU über eine Million Syrer incl. Terroristenanteil ins Land, einfach mal so, während die CSU durch pure Nichtexistenz auffällt (ohnehin nicht außerhalb Bayerns zu wählen), und die FDP ist die Aller-Inexistenteste schlechthin, während die Grünen alberner und verblendeter und die Linkspartei ohnehin jenseits aller Kajüte waren, sind und sein werden, und die AfD, noch vor Kurzem immerhin eine Halbalternative!, fällt durch neonazistische Sprüche auf.

Kommentare sind geschlossen.