Ein Test für uns alle!

„Ich ermutige Euch, bekämpft identitäre Bewegungen nicht mit einer eigenen identitären Politik. Erobert stattdessen wieder die Vernunft, die Logik und den Common Sense, um zu zeigen wie aberwitzig die ganze identitäre Bewegung ist. Denn hier ist das Ding: Wenn ihr alle zwingt, das Spiel der identitären Politik mitzumachen, wenn ihr darauf besteht, Weiße gegen Schwarze auszuspielen, Männer gegen Frauen, Heteros gegen Schwule, dann werdet ihr damit erfolgreich sein, aber das ist nicht der richtige Weg. Der Weg, den Ihr gehen solltet, ist folgender: Erinnert Eure Gegner und Euch daran, dass es besser ist, sich für Werte und Ideen zu begeistern. Ihr solltet Euch darauf konzentrieren, was Menschen vereint, statt was sie trennt. Und ihr solltet einen Scheiß auf die Hautfarbe, sexuelle Orientierung und Geschlecht geben und tief mißtrauisch sein gegenüber allen Menschen, die was darauf geben.“

Dieser Ausspruch stammt von Milo Yiannopoulos. Er weiß, wovon er redet. Würde er erst einmal anfangen, sich im Sinne einer identitären Bewegung zu definieren, wäre eine schizophrene Identitätskrise vorprogrammiert. Er ist ein britischer, homosexueller, prakitizierender Katholik mit einem griechischen Vater und einer jüdischen Mutter, der in den Vereinigten Staaten von Amerika lebt. Wenn er sich selbst identifizieren muss, sagt er einfach: „Ich bin Amerikas gefährlichste Schwuchtel.“

Das deutsche Nachrichtenmagazin Spiegel nennt ihn schlicht einen „umstrittenen rechtspopulistischen Blogger und Trump-Anhänger“. Wir alle haben unsere Schubladen. Es gibt sogar Menschen, die nennen ihn einen weißen Rassisten, aber für diese Menschen hat Milo diese treffende Antwort parat:

„Bei der Menge von schwarzen Schwänzen, die in meinem Mund waren, muss ich wirklich der größte selbsthassende weiße Rassist in der Welt sein! Weiße Rassisten und Antisemiten hassen mich!“

Milo Yiannopoulos ist ein Provokateur. Ich habe schon oft über und mit ihm gelacht. Sehr oft bin ich anderer Meinung als er, aber ich schätze an ihm, dass er niemals zur Gewalt greift und nichts davon hält, Menschen nach ihrer Hautfarbe, ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Orientierung zu bewerten. Ja, seine Kritik am Feminismus ist hart, aber er stellt sich jeder Debatte und zeigt dabei stets Humor. Legendär ist sein Streitgespräch mit der feministischen Autorin Julie Bindel, bei der beide Seite derart brillierten, dass es sich lohnt, die ganzen knappen zwei Stunden zu schauen.

Wer sich dieses Gespräch angeschaut hat, wird zunächst einmal ein Fan von Julie Bindel werden, da sie eine brillante Wissenschaftlerin ist und zudem nie mehr die besonders in der deutschen Medienlandschaft verbreitete Fake News glauben, Milo sein ein Sexist. Er ist es nicht! Seine Kritik ist hart, zugegeben, aber sie trifft lediglich jene Menschen, die einen zu großen Stolz auf ihre biologischen Eigenschaften haben. Milo ist ein entschiedener Gegner von jeglicher Form des Chauvinismus‘. Dabei ist es ihm egal, ob der/die Chauvinist_In schwarz, weiß, männlich oder weiblich ist.

Für mich ist Milo Yiannopoulos ein Test, um zu schauen, wieviele Menschen sich aus Angst und Unsicherheit dem Hass, der Lüge und der Gewalt zuwenden. Es ist erschreckend, wieviele es sind. Vor ein paar Tagen war ein Auftritt von Milo an der Universität Berkeley im US-Bundesstaat Kalifornien geplant. Aufgrund gewaltsamer Studentenproteste konnte der Auftritt jedoch nicht stattfinden. Der Hass gutmeinender Studentinnen und Studenten auf Milo Yiannopoulos war so groß, dass sie ihm durch gewaltsame Proteste das vom ersten Verfassungszusatz garantierten Recht auf freie Meinung raubten. Es ist erschreckend zu welcher Gewalt sie griffen.

Ab Minute 0:30 werden einer Frau die Augen mit Pfefferspray verätzt! Ab Minute 0:40 wird auf Menschen eingeprügelt. Es fließt Blut. Ab Minute 0:50 wird Feuer gelegt. Ab Minute 2:00 werden Brandsätze geworfen. Ab Minute 3:00 eskaliert das Feuer. Milo Yiannopoulos musste evakuiert werden. Er sagt:

„Sie lassen keine gegenteilige Meinung mehr zu, nicht mal mehr so einen albernen, harmlosen, schwulen Redner wie mich. Sie wollen nicht, dass Studenten andere Meinungen hören. Sie sind total versteinert, wenn ihnen jemand widerspricht und mit Argumenten, Fakten und Vernunft einen alternativen Blick auf die Welt präsentiert. Ich musste heute von der Universität Berkeley evakuiert werden. Diese Universität war einst die Sperrspitze der freien Meinung, was die ganze Angelegenheit besonders traurig macht. Dieser Campus steht nicht länger für freie Meinung. Ich komme aus dem Vereinigten Königreich, wo es keinen ersten Verfassungszusatz gibt. Ich habe gehofft, hier in den Vereinigten Staaten einen Ort zu finden, wo ich meine Meinung artikulieren, ein paar gute Gags absetzen und Menschen zum Lachen und zum Nachdenken bringen kann, ohne Angst vor Gewalt haben zu müssen. Ich dachte, Amerika sei der Ort, wo das möglich ist. Natürlich bin ich kein Rassist oder Sexist, wie sie behaupten. Sie behaupten es nur, um so die Gewalt gegen mich zu rechtfertigen. Und selbst wenn alles, was sie über mich sagen, wahr wäre, wäre das immer noch keine angemessene Reaktion auf Ideen! Indem sie behaupten, ich würde mit meinen Worten Gewalt ausüben, rechtfertigen sie ihre tatsächlich physische Gewalt gegen mich, weil sie glaubhaft gemacht haben, ich sei eine physische Gefahr für die Sicherheit der Studenten.“

Es darf sarkastisch festgestellt werden, dass wenn alle Menschen, die Gewalt rechtfertigen, Trump gewählt hätten, wäre sein Sieg vermutlich erdrutschartig gewesen. Solche Ausschreitungen, wie wir sie zur Zeit in Amerika erleben, habe ich 2009 bei der Amtseinführung Obamas vom Klu Klux Klan erwartet, nicht aber 2017 an der Universität Berkeley nach der Amtseinführung Donald Trumps.

„Wenn wir es zulassen oder gutheißen, dass Menschen mit Gewalt aus dem Diskurs entfernt werden, und möge ich ihre Aussagen noch so sehr verabscheuen, glaub‘ mir Gerd, dann sind wir Juden die Nächsten.“

Das sind die Worte meines Gastvaters Jim Davidson. Ich habe ihm einiges zu verdanken. Die Gespräche mit ihm haben mich geprägt. Er ist erfolgreicher Jurist in den Vereinigten Staaten von Amerika. Seine Warnung hat sich in mein Hirn eingebrannt.

Mit Gewalt wurde an einer amerikanischen Universität ein Diskurs verhindert, ausgerechnet dort, wo der freie Diskurs gelebt werden sollte wie sonst nirgendwo, wo die Elite der Bildung lebt, die in der Lage sein sollte, die Freiheit der Gedanken zu leben, wo kluge Geister streiten, forschen und um Erkenntnis ringen, wo Akademiker und Akademikerinnen begabt genug sein sollten, das Falsche analytisch zu erkennen, so dass es keinen Grund gibt, Gedanken zu verbannen, weil dort aufgeklärte Menschen den Mut besitzen, sich ihres eigenen Verstandes ohne Leitung eines Anderen zu bedienen. Werden an der Universität Berkeley auch bald die Schriften von Martin Luther und der Koran verbannt? Was dort steht, ist nämlich schlimmer als alles, als alles was Milo jemals zum Besten gegeben hat.

Woher weiß ich, dass jene Menschen, die heute Milo das Recht nehmen, sich am Diskurs zu beteiligen, nicht auch morgen mich aus dem Diskurs entfernen, weil sie glauben, ich sei eine Gefahr? Ich weiß es nicht! Ich weiß aber, dass mein Gastvater Recht hat. Juden sind immer die Nächsten, wenn nicht sogar die Ersten. Am 27. Oktober 2016 wurden Juden aus einer Londoner Universität entfernt, da die Polizei nicht mehr für ihre Sicherheit garantieren konnte. Als die Polizei den Tatort des Judenhasses erreichte, zeigte sich ihnen eine schreckliche Szene:

Die rund 25 Studentinnen und Studenten des angegriffenen Vortrags hatten sich gemeinsam mit ihrem Dozenten Hen Mazzig in einem kleinen Raum eingeschlossen, während sich draußen der gewalttätige Mob formierte. Eine Studentin beschreibt die Situation wie folgt:

„Es gab viel Geschrei und viele schlugen gegen die Türen. Wir alle hatten Angst, aber wir versuchten uns, auf den Vortrag zu konzentrieren. Es war wahnsinnig. Trotz der Schläge von draußen sprach Hen weiter von Frieden. Das war wirklich sehr schön, denn wir waren vereint und sangen das Lied der Hoffnung trotz des Lärms von draußen.“

Der Dozent Hen Mazzig, der als Beauftragter für humanitäre Angelegenheiten eingeladen war, erklärte später: „Ich bin überrascht, dass sie ausgerechnet meine Botschaft des Friedens und der Koexistenz anvisiert haben. Es war wirklich schwer, über den ganzen Lärm zu sprechen.“

Als es einigen Menschen im Mob gelang, ein Fenster gewaltsam zu öffnen, war der Polizei klar, dass die Gewalt explodierte. Da jedoch nur rund 20 Polizeibeamte anwesend waren und der judenhassende Mob zu groß war, konnte nicht gegen den Mob vorgegangen werden. Stattdessen wurden die Angegriffenen aus der Universität entfernt. Als Hen Mazzig mit den Studierenden die Universität verlassen musste, waren sie gezwungen durch eine lange Gasse von hasserfüllten Menschen zu gehen, die auf sie einbrüllten: „Schämt Euch!“

Ich kann mir gut vorstellen, warum ausgerechnet Hen Mazzig anvisiert wurde. Er ist Jude, Israeli und schwul. Das sind drei Eigenschaften, die sowohl von der Hamas als auch der Fatah verfolgt werden! Die Verantwortlichen der palästinensischen Bewegung machen keinen Hehl daraus, dass „Free, Free Palastine“ nichts anderes bedeutet als: Tötet die Juden, vernichtet Israel und richtet die Homosexuellen hin. Immer wieder bricht sich dieser Hass Bahn. Vor ein paar Jahren wurden Musiker in der Royal Albert Hall in London niedergebrüllt, weil sie Israelis waren:

Israelis werden aus Hörsälen vertrieben und niedergebrüllt:

Konzerte werden gestört, weil die Musiker Israelis sind:

Unter „Allahu Akbar“-Rufen werden Künstler wie Lars Vilks in Hörsälen attackiert:

Für Juden und Israelis sind Universitäten, Konzertsäle und Vortragsräume in Europa und Amerika mittlerweile zu Kriegszonen geworden. Sie werden sogar von der Polizei entfernt, weil die Sicherheitsorgane nicht mehr ihre Sicherheit garantieren können.

Ich kenne die Motivation der Störenfriede. Ich war selbst mal ein Student, der bei der Störung einer Vorlesung dabei war, weil ich glaubte, der Philosoph, der Thema des Proseminars war, sein Name ist Peter Singer, sei ein Faschist, dem man kein Podium bieten solle. Heute schäme ich mich dafür. Damals waren es Menschen wie meine Frau, Daniel Raboldt und Alice Schwarzer, die mich zur Seite nahmen und mit ihrer Kritik an meinem Verhalten dafür sorgten, dass mir die Worte meines Gastvaters wieder einfielen. Vielen Dank auch Euch.

Es waren Hochmut und Überheblichkeit, die mich dazu trieben, anderen vorzuschreiben, was sie hören dürfen. „Wehret den Anfängen“ brüllte ich damals. Heute weiß ich, die Anfänge, die ich meinte, waren nichts anderes als die Anfänge einer Zukunft, die ich konstruierte. Ich nahm andere Menschen als Geisel meiner Vermutung aus Angst. Genau dies ist jedoch die Wurzeln totalitären Denkens, die Gewalt über Gedanken ermöglicht.

Es ist doch bezeichnend, dass sämtliche Aggressoren, die heute Juden und Israelis niederbrüllen, erklären, diese Juden und Israelis seien die Nazis von heute! Für sie ist der Begriff Nazi lediglich eine Beleidigung, die sie immer dann brüllen, wenn ein Gegner mundtot gemacht werden soll. Dass sie dabei die wahren Nazis verharmlosen, Juden beleidigen und schlussendlich sogar den Holocaust relativieren, ist ihnen egal. Sie fühlen sich moralisch erhaben. Alles Nazis außer wir!

Selbst wenn man die Gedanken eines Menschen verabscheut, wo, wenn nicht an einer Universität, sollte man die Möglichkeit bekommen, seine Gegner kennenzulernen?

Milo Yiannopoulos macht mir keine Angst. Angst machen mir Studenten, die sich so im Recht fühlen, dass sie Feuer legen. In Deutschland geschah das einst im Jahr 1817. Damals waren es Studenten einer deutschnationalen identitären Bewegung, die sich auf der Wartburg genau jener Mittel bedienten, die exakt 200 Jahre später in Kalifornien zum Einsatz kamen. Der Dichter Heinrich Heine beschrieb das Ereignis wie folgt:

“Auf der Wartburg krächzte die Vergangenheit ihren obskuren Rabengesang, und bei Fackellicht wurden Dummheiten gesagt und getan, die des blödsinnigsten Mittelalters würdig waren! (…) Auf der Wartburg herrschte jener beschränkte Teutomanismus, der viel von Liebe und Glaube greinte, dessen Liebe aber nichts anderes war als Haß des Fremden und dessen Glaube nur in der Unvernunft bestand, und der in seiner Unwissenheit nichts Besseres zu erfinden wusste als Bücher zu verbrennen!”

Wie Milo Yiannopoulos war auch Heinrich Heine kein Vertreter einer identitären Bewegung. Er war Deutscher, weil seine Eltern Deutsche waren, Franzose, weil er auf französischem Boden geboren war (1797 war Düsseldorf französisch besetzt), Jude, weil seine Mutter Jüdin war und Christ, weil er zum Protestantismus konvertiert war. Was Heinrich Heine über Deutsche, Frauen, Juden, Holländer, Christen und Muslime schreibt, ist deutlich krasser als alles, was je von Milo in Worte gefasst wurde. Heine war ein Provokateur und glaubte an Ideen, nicht an identitäre Bewegungen. Oft wurde er deshalb Opfer von Zensurmaßnahmen. Heine war ein beißender Kritiker der deutschen Bewegung.

Unter anderem deshalb wurden über siebzig Jahre nach seinem Tod im Jahr 1933 seine Schriften zusammen mit vielen anderen Büchern verbrannt, wieder von deutschnationalen Studenten, diesmal jedoch in Berlin.

Quo vadis Berkeley?

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127 Antworten zu Ein Test für uns alle!

  1. Michael M. schreibt:

    ein großartiker artikel!

  2. Jan M. schreibt:

    Davon abgesehen, dass ich selbst für Free Speech bin und der Auffassung bin, jene sollte in Europa auf das Level der USA gesetzt werden, will ich meine Meinung zu Milo sagen.

    Milo ist ein kleiner, extrovertierter Egozentriker der vom wahrem Liberalismus (europäischer Prägung bzw. Classical Liberalism – heute in den USA eher rightwing) keine Ahnung hat, da er kein Gefühl für Verantwortung hat. Im sich formierten Anti-Zeitgeist scheint sich die Überzeugung durchgesetzt zu haben, dass Worte und Auswirkungen, strikt voneinander zu trennen sind. Gar so, als hätten Worte ihre Macht verloren. Während die Gegenseite ins andere Extrem geht – safe spaces, trigger warning (auch wenn diese Seite nicht wahrhaben will, dass wiederum ihre eigenen Worte zur Eskalation beitragen). Mit ein Grund, warum die Gräben tiefer werden.
    Milo brilliert nur mit Provokationen und ist ansonsten nicht wirklich brilliant. Fakten die er nennt sind auch schon einfacheren Geistern aufgefallen. Ansonsten hat er kein kohärentes und tiefes Werte- und Prinzipien-Fundament, das zu einem Common Sense führen könnte und gesellschaftliche Lösungswege aufzeigt. Er spaltet nur und die Verantwortung hierfür ist ihm egal. Er will Freiheit ohne Verantwortung.

    Da er auch weiterhin beliebt sein will, wird er in Zukunft stärker über die Stränge schlagen müssen. Sollte er in 2 Jahren immernoch so populär sein, wird die gesellschaftliche Spaltung ein gefährliches Level erreicht haben. Auch wenn ich Milo lustig finde und man ihm anrechnen kann, dass er etwas in Bewegung gesetzt hat, hoffe ich, dass er in Zukunft an Popularität verliert. Mit ihm geht dann hoffentlich die Alt-Right unter…

    Eigentlich war eine Challenge (sollte es bei uns auch geben) zwischen Ben Shapiro und Milo geplant. Laut Milo hat sich Shapiro davor gedrückt, was natürlich Blödsinn ist. Shapiro ist Milo intellektuell überlegen, das weiß Milo auch, weshalb er sich gedrückt hat. Ob man Milo wirklich Aufrichtigkeit unterstellen kann, sollte sich jeder selbst überlegen. Was ist ihm wichtiger? Ruhm oder die Menschheit?

    • Aristobulus schreibt:

      Warum das wichtige Moralisieren, warum das dauernde Verurteilen, und warum die Chose wieder unter einem neuen Pseudonym? Sie schreiben doch bereits unter mindestens fünfen, die alle das Selbe sagen.

      • Jan M. schreibt:

        Ich benutze kein Pseudonym, nur eine Verkürzung. 2. Ich poste heute zum ersten Mal etwas auf dieser Seite. 3. Das hier ist mein drittes Kommentar.
        Keine Ahnung wie Sie zu der Anschuldigung kommen…
        Moralisieren stört mich nur, wenn es nicht passt. Zum Beispiel wenn es um große (systemische) Dinge geht. Wenn ich aber eine Person begutachte, ist für mich Moral ein Faktor. Außderdem denke ich, dass ich begründet habe, warum ich von Milo nicht allzuviel halte, auch ohne Moral.

        (P.S. Menschheit passt in meinem ersten Post überhaupt nicht, sollte man mit „Menschen, die er erreichen will“ ersetzen.Menschheits-Retter sind mir suspekt)

    • Michael M. schreibt:

      „Milo ist ein kleiner, extrovertierter Egozentriker der vom wahrem Liberalismus (europäischer Prägung bzw. Classical Liberalism – heute in den USA eher rightwing) keine Ahnung hat, da er kein Gefühl für Verantwortung hat.“
      warum soll milo ahnung vom wahren (!) liberalismus haben, wenn er sich selbst den libertären zurechnet?
      was verstehen sie bitte unter den wahren (!) liberalismus und aus welchem grund ist der liberalismus europäischer prägung eigentlich wahr, alle anderen liberalismen demzufolge falsch?

  3. Ben schreibt:

    Milo Yiannopoulos findet das Frauen nicht Auto fahren sollten und das Saudi-Arabien es diesbezüglich richtig macht, er nennt die Videospiel-Industrie eine Armee soziopathischer, feministischer Programmierer, Feminismus ist für ihn ein Krebsgeschwür und so weiter und so fort. Eine komplette Auflistung seiner verbalen Entgleisungen würde ganze Bücher füllen.

    Wenn Herr Buurmann das als Kritik bezeichnet ist er auf dem Holzweg. Natürlich ist das Hetzdemagogie, was Herrn Yiannopolous zu einem Arschloch macht.

    Vollkommen egal wie viele schwarze Schwänze er schon im Mund hatte.

    @ Aristobulos: Sie sind doch Mitglied des Simon Wiesenthal Centers das sich laut Wikipedia zum Ziel gesetzt hat sich für Toleranz und Verständnis gegenüber Mitmenschen einzusetzen.
    Haben Sie irgendwann mal jemanden kritisiert der rechtsextreme Hetze von sich gegeben hat?

    Und Sie haben die Stirn Bevanite vorzuwerfen verdreht und verlogen zu sein und wenig Anstand zu haben?

    • Aristobulus schreibt:

      Da lügt einer völlig haltlos und unbelegt über Yiannopoulos daher wie jene, die Oriana Fallaci damals Zikaden nannte. Solche belegen nichts, weil sie schon alles über jene zu wissen vorgeben, die sie als Unpersonen diffamieren möchten.

    • Nasenbär schreibt:

      Lieber Ben,

      Sie leiden unter einer Krankheit, die viele Linke haben, wenn es um Konservative geht: Sie nehmen sie nicht ernst, aber zu 100% beim Wort.

      Wenn Milo sagt, dass die Saudis das ganz richtig machen mit dem Fahrverbot für Frauen, dann handelt es sich um das, was unter intelligenten Menschen als „Witz“ bezeichnet wird. Wer sich ihn im Zusammenhang ansieht, und trotzdem so einen Quatsch wie Sie schreibt, der MUSS ihn mit aller Gewalt missverstehen wollen, um einen Aufhänger für seine schon seit Tagen brachliegende Empörung zu haben. Vielleicht ist Ihr Englisch auch nicht gut genug, um ihm soweit zu folgen, dass Sie ihn verstehen können.

      Derjenige, der hier Fakten verdreht und verlogen ist, das sind ausschließlich Sie, wobei es natürlich auch sein kann, dass es Ihnen schlicht an Intelligenz mangelt, um einen Witz zu erkennen.

      • Aristobulus schreibt:

        … warum er das macht, Nasenbär? Weil er sich selbst erhöhen will, indem er Andere erniedrigt. Sonst ist er sich selbst nichts Wert, und er will doch so gern endlich mal was Wert sein. Daher seine witzlose, wortreiche und so angestrengte Besessenheit, Fakten zu verdrehen und alles außer ihm selbst kleinzumachen.
        Er ist ganz allein.

        • brammel schreibt:

          Eine wunderbare Selbstbeschreibung! Nun wird Cohn wieder „Retourkutsche!!!“ krähen. Ja, wer zwanghaft projiziert wie dieser, schreit förmlich nach Retourkutschen.

  4. Kanalratte schreibt:

    Milo ist ein Berufsprovokateur. Zeigen Sie mir eine dieser Personen (die es übrigens so nicht in Deutschland gibt) die keine kontroversen Meinungen vertritt. Von White Supremacy kann bei Milo überhaupt keine Rede sein, jemand der offen und vulgär über seine häufigen homosexuellen Kontakte zu Schwarzen redet. Außerdem treffen die Anschuldigungen des Antisemitismus nicht die Wahrheit, denn Milo vertritt wie viele konservativ Argumentierende im englischsprachigen Raum eine klar Pro-Jüdische und Pro-Israelische Position. Wenn er sagt daß Juden die Welt regieren, dann sagt er das in einer sarkastischen und provozierenden Art und Weise um die Bedeutung seiner eigenen Positionen hervorzuheben und in die Offensive zu gehen.

    • Kanalratte schreibt:

      Milo spricht Leute an die keine Homosexuellen mögen? Wohl kaum, denn dann wäre er nicht für viele junge Konservative eine Art Pop-Star. Er wird ja regelrecht dafür gefeiert, daß er als Homosexueller nicht die Klischees erfüllt, sondern hinterlässt mit seinen Auftritten eine Botschaft, daß nicht alle Homosexuellen die gleichen liberalen politischen Ansichten haben. Man versucht halt nicht zu differenzieren, wenn man diejenigen rechtsradikalen Gruppen aufführt, die ihn wegen seines Schwulseins verabscheuen und dabei alle konservativen in einen Sack mit diesen Einzelgruppen steckt. Auch Menschen auf der anderen Seite hassen Milo, weil er sie als Homosexueller „mit der falschen Meinung“ provoziert und herausfordert.

      • bevanite schreibt:

        daß nicht alle Homosexuellen die gleichen liberalen politischen Ansichten haben

        Wer hat denn das jemals behauptet? Es gab auch schon früher bekannte schwule Rechtsextreme (Michael Kühnen), Populisten (Pim Fortuyn) oder Konservative (Ole van Beust). Als ob Sexualität etwas mit politischer Einstellung zu tun hätte…

        Auch Menschen auf der anderen Seite hassen Milo, weil er sie als Homosexueller „mit der falschen Meinung“ provoziert und herausfordert.

        Darauf springen doch höchstens Beton-Essentialisten an.

        • Aristobulus schreibt:

          sprachlos +
          Pim Fortuyn so scheußlich abwertend mal eben aus dem kalten Lamäng als Populisten zu bezeichnen!, nur weil’s einem grad mal in den Kram passt!, ist ja abstoßend.
          Pim Fortuyn ist ermordet worden: Weil er den Islam kritisiert hat.

          Not und gwalt. Bevanite, Sie sind so kaltschnäuzig, so ganz ohne Prinzipien. So Instrument. Was kann jemanden so gewissenlos machen? Ich weiß es wirklich nicht.

          • bevanite schreibt:

            Mal wieder klassisches Aristobulus’sches derailing. Populismus ist erstmal eine ganz wertneutrale Beschreibung. Ich weiß, dass Sie mich nicht so sehr mögen, aber bitte bleiben Sie mal bei der Sache, anstatt ständig Leuten, die Sie gar nicht kennen und die lediglich andere Meinungen als Sie vertreten, ganz dreist persönliche Dinge zu unterstellen. Danke.

          • Aristobulus schreibt:

            Sie haben keine „andere Meinung vertreten“: Das ist eine Zwecklüge.
            Sie haben einen Ermordeten beschmutzt.

            Also man kann sich auch mal entschuldigen!, meinegüte man kann auch mal hinschreiben, hab-ich-nicht-so-gemeint. Dann ist es geradegerückt. Wenn man dann aber zwecklügt!, besteht man darauf, dass man es-so-gemeint-HAT.

          • bevanite schreibt:

            Nur zur Erinnerung: Sie haben hier schon Zuwanderer als „Eindringlinge“ bezeichnet und diverse User, die anderer Meinung waren, persönlich beleidigt. Sie sollten mich also über Anstand, Gewissenlosigkeit und Kaltschnäuzigkeit besser nicht belehren, das geht sonst ganz schnell nach hinten los.

          • Aristobulus schreibt:

            Nein, nicht „diverse User“, Sie Sprach-Azubi, sondern sehr wenige, ganz bestimmte Verdächtige habe ich wegen Verdrehereien ja Schwindeleien hart kritisiert. Sie auch. NICHT wegen „anderer Meinung.“ Wohl dem, der da zu trennen weiß.
            Sie sollten nicht Dinge behaupten, die nicht wahr sind.

            „das geht sonst ganz schnell nach hinten los.“
            Soll wohl eine Drohung sein?

            Zuwanderer und Eindringlinge: Sie sind also ein Zuwanderer und kein Eindringling? Wie schön. Sie tragen ja so überaus viel zur Qualität bei, analysieren Fakten auf vortreffliche Weise und machen sich sehr gern beliebt.

  5. Hein schreibt:

    „Wenn wir es zulassen oder gutheißen, dass Menschen mit Gewalt aus dem Diskurs entfernt werden, und möge ich ihre Aussagen noch so sehr verabscheuen, glaub‘ mir Gerd, dann sind wir Juden die Nächsten.“
    Ein wunderbares Zitat. Diese Aussage muss aber auch für alle gelten.
    Es ist immer wieder erschreckend, dass positives Denken oft mit Abwertung des anderen einhergeht. Der Text beginnt mit einer Diffamierung der Identitären Bewegung. Warum?
    Ob Berichterstattung über Israel, den Klimawandel, die Zuwanderungspolitik, AfD, Pegida oder die IB: Auf die Medien ist kein Verlass. Stets muss man sich des eigenen Verstandes bedienen und alternative Informationsquellen nutzen.

    • Ben schreibt:

      Könnten Sie mir einige der alternative Medien verraten die für Sie vertrauenswürdiger sind als die Mainstreampresse?

      • Hein schreibt:

        Das lässt sich generell nicht sagen. Ich lese, höre und sehe die Mainstreampresse täglich. Als Ergänzung, Korrektur, Falsifizierung (je nach dem) lese ich achgut.com, EIKE, PI, http://www.eex-transparency.com, Gudrun Eussner, diesiedlerin.net, Michael Klonovsky, Wolfgang Hebold ….
        Immer jedoch gilt: „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.“ Das sagt Immanuel Kant im Jahr 1784 bei seiner Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?
        Vertrauen ist nicht so angebracht. Ein gesundes Misstrauen schon eher. (Wann haben Sie zuletzt einen vertrauenswürdigen Artikel über den „menschengemachten Klimawandel“ gelesen?)

        • Ben schreibt:

          Finden Sie nicht das diese Seiten äußerst weit rechts sind und enorm hetzen?

          • bevanite schreibt:

            Daher ist auch ein gesundes Misstrauen gegen diese Seiten angebracht. 😉

            Wer noch die alte Achse des Guten etwa aus 2005 rum kannte und las, dem seien übrigens die „Salonkolumnisten“ ans Herz gelegt. Da schreiben auch einige der damaligen Autoren, die ins heutige Konzept der Achse so gar nicht mehr passen würden.

          • Aristobulus schreibt:

            „enorm hetzen“ ist natürlich eine indiskutable Formulierung. Überhaupt der Modeausdruck Hetze: Der kommt aus der DDR, wo er als Straftatbestand galt, genauer: „Staatsfeindliche Hetze“. Als Hetze wird von links immer die andere Meinung bezeichnet. Für Stalinisten hat selbst Trotzki gegen die Partei, die immer Recht hat, gehetzt.

            Wer bei der Achse, bei Eussner, bei Klonovsky usf. keine anderen, kritikablen Meinungen, sondern „enorme Hetze“ verortet, der will solche Meinungen auf inquisitorische Weise a) als No-go ächten und sie b) verbieten lassen.

          • Hein schreibt:

            Wenn sich „Hetze“ an einseitiger Auswahl von Fakten und der Tonlage festmacht, dann entscheidet die eigene Befindlichkeit, wie man Kommentare einstuft. (Wikipedia: Abwertend wird damit laut Duden die Gesamtheit unsachlicher, gehässiger, verleumderischer, verunglimpfender Äußerungen oder Handlungen bezeichnet, die Hassgefühle, feindselige Stimmungen und Emotionen gegen jemanden oder etwas erzeugen.) Der Umgang mit Trump durch deutsche Medien ist dafür ein gutes Beispiel. Ich lege auch für PI nicht die Hand ins Feuer, besonders im Kommentarbereich. Rechtes Gedankengut wirft man auch der jetzigen Regierung Israels vor. Dem kann ich zustimmen, wenn damit gemeint ist: Right is right, left is wrong.
            Zu Martin Sellner und den Überfall auf ihn nocht ein guter Kommentar von Andreas Unterberger: http://www.andreas-unterberger.at/2017/02/seltsam-ii-der-chef-der-identitren-und-die-polizei/

          • Aristobulus schreibt:

            Ja. Wobei sich der Kommentar am Schluss leider ein Wort leistet, das ganz unnötig ist und so wirkt, als müsse man den Sachverhalt, der grässlich genug ist!, noch greller hinmalen, als er’s ist:
            „… dass manche Menschen in Wien vogelfrei und wehrlos sind.“

            Wer entdeckt den Ausdruck? Vogelfrei. Sellner ist durchaus nicht vogelfrei (ein Vogelfreier durfte straflos von jedem Passanten getötet werden). Sellner darf nicht ’nur‘ nicht verteidigen. Die Polizei verbietet ihm, ein Pfefferspray für seine Verteidigung dabei zu haben.

    • Thomas ex Gotha schreibt:

      Was für ein elendes Spiel! Da brüstet sich einer damit, er vertraue „dem Medien“ nicht mehr, bediene sich seines eigenen Verstandes und präsentiert dann ein Filmchen vom IB-Coverboy Sellner. Und das alles nach dem einleitenden Zitat „dann sind wir Juden die Nächsten“, was er wie folgt kommentiert: „Ein wunderbares Zitat. Diese Aussage muss aber auch für alle gelten.“ Nämlich für die Identitären, die sich unter dem Slogan „weder Kippa noch Palituch“ eindeutig positionieren: „Wir distanzieren uns klar vom Nationalsozialismus und seinem exterminatorischen Antisemitismus, ebenso aber von einer kultischen Politik der Schuld und einem neurotischen Selbsthass, mit dem keinem gedient ist.“ Ein deutliches „klar – aber“, doch für „Hein“ ist das alles eine Sauce. Juden wie Antisemiten haben das gleiche Recht auf free speech, wo die einen leben wollen, darf man doch die anderen nicht einfach so daran hindern, ihnen das Leben zur Hölle zu machen. Denn nichts anderes als die ordinäre Forderung, dass endlich Schluss sein soll mit der „Vergangenheitsbewältigung“, verbirgt sich hinter den gestammelten Chiffren von der „kultischen Politik der Schuld“ (schön wär’s!) und dem „neurotischen Selbsthass“ (auch der muss leider ein Traum bleiben).
      Wenn das ein Ergebnis der Lektüre von „achgut.com, EIKE, PI, http://www.eex-transparency.com, Gudrun Eussner, diesiedlerin.net, Michael Klonovsky, Wolfgang Hebold“ („Hein“ über seine Lektüre) ist, erweist sich das Internet einmal mehr als Ort, der mit Aufklärung soviel zu tun hat wie Klonovskys ermüdendes Trommeln für die AfD mit Literatur.

      • Hein schreibt:

        Mir ging es nur um den ersten Teil des Zitats: „„Wenn wir es zulassen oder gutheißen, dass Menschen mit Gewalt aus dem Diskurs entfernt werden, und möge ich ihre Aussagen noch so sehr verabscheuen..“ Keinesfalls war bezweckt eine Gleichsetzung mit den Verbrechen gegen Juden herzustellen.

      • Aristobulus schreibt:

        „…distanzieren uns klar vom Nationalsozialismus und seinem exterminatorischen Antisemitismus, ebenso aber von einer kultischen Politik der Schuld und einem neurotischen Selbsthass, mit dem keinem gedient ist.“

        Wer solches sagt und damit zwei Elemente aufbaut, um sie angedeutet aber wirkungsvoll gleichzusetzen, der verteidigt (wen eigentlich, den Volkskörper?) gegen etwas, das a) weder existiert, b) noch je von jemandem gefordert wurde. Es gibt nämlich kein Ding Namens „kultische Politik der Schuld“. Wenngleich da draußen sehr häufig von „Nie Wieder!“ die Rede ist, während man Kränze für tote Juden abwirft, aber Israel seine Existenz vorwirft.
        Und wer hat „neurotischen Selbsthass“? Nu, da gibt es sicher ein paar. Aber wer soll ihn wegen des Nationalsozialismus haben? Welch eine romantische Vorstellung. Das Zitat tut jedoch so, als müsse man nun gegen einen grassierenden neurotischen Selbsthass der Deutschen kämpfen.
        Wenngleich (ach, schon wieder ein Aber) da draußen mehrheitlich die diffuse Überzeugung herrscht, dass die Deutschen irgendwie keine Staatsgrenzen haben dürften. Weil das nationalistisch sei, also der erste Schritt zum Nie-Wieder-Faschismus. Kann zumindest Selbstablehnung sein, wenn man keine Grenzen will. So, als ließe man die Wohnungstür offen, weil man als Wohnungsmensch irgendwie zu privilegiert sei.

        Darauf, und indem es etwas Diffuses als ausgemachte Sache für das Große-Ganze hinstellt, kocht das Zitat seine müffelnde Suppe.

        Thomas, der Hein (er schreibt sich ohne Anführungsstriche) will sowas ja nicht. Wieso sollte er? Der Hein ist ein Ehhrenwerter. Er will nur nicht, dass man jemandem den Mund verbietet, weil er eine bestimmte Meinung hat.
        Ich will das übrigens auch nicht. Mir machen da draußen Manche weißg“tt manche halben Stunden zur Halbhölle, ab und zu, weil sie plötzlich aus dem Nichts irgendwas gegen den Jud‘ sagen. Ich will aber nicht, dass es ihnen verboten wird. Ich argumentiere die dann nieder. Und ich will ja auch nicht, dass mir das verboten wird.

  6. SilverSurfer schreibt:

    Milo bringt meine Heterosexualität ins Wanken…

  7. Praecox schreibt:

    Talmud, Sota 8b, Baba Mezi’a 58b:
    „Derjenige, der seinen Nächsten öffentlich beschämt, ist, als vergösse er Blut.“
    http://www.halakhah.com/babamezia/babamezia_58.html

    Leviticus 19,17:
    „Hasse Deinen Nächsten nicht im Herzen; du sollst deinen Nächsten bestimmt zurechtweisen, aber erlaube nicht, dass Du seinetwegen Sünde trägst.“
    http://biblehub.com/interlinear/leviticus/19.htm

    Das genannte Talmud-Zitat ist die Entsprechung zum genannten Tora-Zitat. Mit „Sünde“ ist das öffentliche Beschämen gemeint. Für die jüdische Tradition ist also klar, das Beschämen und Morden (Blutvergießen) bedeutungsgleich sind. Mit anderen Worten: es gibt keinen Unterschied zwischen seelischer und körperlicher Gewalt, wenn sie zum Zwecke der Vernichtung des Gegenübers ausgeübt wird.

    Demenstprechend ist folgender Satz von Gerd Buurmann falsch:
    „Milo Yiannopoulos ist ein Provokateur. Sehr oft bin ich anderer Meinung als er, aber ich schätze an ihm, dass er niemals zur Gewalt greift und nichts davon hält, Menschen nach ihrer Hautfarbe, ihrem Geschlecht und ihrer sexuellen Orientierung zu bewerten.“

    Irrtum, @Gerd Buurmann. Milo Yiannopoulos greift zu unmittelbarer Gewalt, indem er einen Menschen öffentlich beschämt. Zu sehen in dem von Ihnen eingestellten Video, dass hier nochmal verlinkt sei:

    Die Überschrift zu dem Video lautet:
    „MILO OBLITERATES Student Who Called Him A ‚White Supremacist'“

    Zu deutsch:
    *“MILO VERNICHTET einen Studenten, der ihn einen ‚White Supremacist‘ genannt hatte.“
    Das englische Wort „obliterate“ kann auch „Auslöschen“ und „Entwerten“ bedeuten.

    Die Überschrift gibt also exakt wieder, was in dem Video zu sehen ist. Die Beschämung/ Vernichtung/ Auslöschung/ Entwertung eines Menschen durch einen anderen in der Öffentlichkeit.
    Mit anderen, talmudischen Worten: Milo Y. vergießt das Blut dieses Studenten.

    Gerd Buurmann weiter:
    „Für mich ist Milo Yiannopoulos ein Test, um zu schauen, wieviele Menschen sich aus Angst und Unsicherheit dem Hass, der Lüge und der Gewalt zuwenden.“

    Sie täuschen sich, @Gerd Buurmann! Milo Y. ist kein Test.

    Dass er eine jüdische Mutter hat: irrelevant. Er verstösst gegen das Grundgebot der Tora.
    Dass er praktizierender Katholik ist: irrelvant. Er verstösst gegen die Bergpredigt.

    • Bruno Becker schreibt:

      Yiannopoulos mag beschämen, rumalbern oder dummlabern, nichts, rein gar nichts von dem, was er sagt, ist es wert, auch nur einen Stuhl umzustossen, geschweige denn das abzuziehen, was in Berkley geschehen ist. Buurmann hat recht; man kann hier schon von einem Test sprechen: Wie wenig braucht es, um einen ideologisch verblödeten Mob zu dem zu provozieren, was dort geschah?

      • Praecox schreibt:

        „Yiannopoulos mag beschämen, rumalbern oder dummlabern, nichts, rein gar nichts von dem, was er sagt, ist es wert, auch nur einen Stuhl umzustossen, geschweige denn das abzuziehen, was in Berkley geschehen ist.“

        Da es als Antwort zu meinem Kommentar kommt. ICH habe solches nirgends behauptet. Was da in Berkeley geschehen ist, ist inakzeptabel und verbrecherisch. Allein, es rechtfertigt nicht, zu übersehen, wer da noch Hass und Gewalt verkörpert. In diesem Fall Milo Y.

        Relativieren Sie, @Bruno Becker, die Gewalt des Beschämens nicht ein wenig, wenn Sie sie in einem Atemzug mit „rumalbern“ und „dummlabern“ nennen?

        • Bruno Becker schreibt:

          Entschuldigen Sie, wenn das so rüberkam; natürlich haben Sie das nicht behauptet. Sie negierten den Test, darum ging es mir. Die Gewalt des Beschämens relativiere ich nicht, ich leugne sie. Der Student hat die Backen ein bisschen arg aufgeblasen und Y. hat ihn wieder auf’s Gleis gesetzt, und zwar verbal. Das ist eben gerade n i c h t gewalttätig, Talmud hin oder her. So muss es sein, das hat Kultur.
          Weiter unten hat bevantine das Video eines Interviews mit Y. verlinkt, in dem er – neben einigen guten Argumenten – auch einen zünftigen Scheiss daherlabert, á la Juden kontrollieren die Medien etc. Und selbst wenn mir dabei die Galle hochkommt: So what? Seit wann rechtfertigt Scheisse labern ganze Strassenzüge in Brand zu stecken? Oder, um in Ihrer gepflegteren Wortwahl zu bleiben, Beschämung ist nichts, rein gar nichts gegen physische Gewalt.

          • Aristobulus schreibt:

            Warum mühen Sie sich so gegen Tatsachen ab? Yiannopoulos hat niemanden verächtlich gemacht.
            Außerdem ist es gelinde gesagt geschmacklos und übergriffig, jemandem, den man als vermeintlichen Juden anzielt, mit Zitaten aus dem Talmud eine vermeintliche Schuld anzudichten. Als Nichtjude haben Sie sowas nicht zu machen.

            Ziel scheint mir die Aussage zu sein: Der-Jud-ist-schuldig. Zum Zwecke wrd dann dies und das behauptet.

          • Aristobulus schreibt:

            Bruno. Sie haben mit allem Recht, was sie schreiben, nur nicht, dass er behauptet habe, „Juden kontrollieren die Medien“. Er hat das gesagt, indem er es zitiert: Als Rollenprosa, die diejenigen aufs Korn nimmt, die derlei behaupten.
            Das es Rollenprosa ist, Persiflage, Satire!, geht aus seinen Sätzen eindeutig hervor.
            Ich habe das weiter unten schon etwas länger ausgeführt.

            Yiannopoulos redet in vielen Ebenen gleichzeitig. Weil er sehr schnell spricht und noch schneller denkt, werden die Ebenen oft nicht gleich verständlich. Was er sagt, was er anders sagt und was er sagt, um Andere zu karikieren, wird um so deutlicher, je länger man ihm zuhört.

          • bevanite schreibt:

            „gesagt, indem er es zitiert“, „Rollenprosa“, „Persiflage“, „redet in vielen Ebenen gleichzeitig“, „Was er sagt, was er anders sagt und was er sagt, um Andere zu karikieren“… Wow. Ich habe in meinem Leben aus der postmodernen oder moralrelativistischen Ecke schon so manch wirre argumentative Seiltänze gehört, um auf kurioseste Weise abscheuliche Dinge schönzureden, aber Ihre Formulierungen toppen das fast noch. Reschpekt!

          • Aristobulus schreibt:

            Sie können sich eben nicht vorstellen oder nachvollziehen, auf welche Weise jemand denkt, der sehr schnell, sehr analytisch und sehr ironisch denkt.
            Auch von der Denkweise in der Literatur wissen Sie nichts.
            Aber ’ne Meinung haben Sie immer. Naturgemäß ’ne abwertende.

          • Aristobulus schreibt:

            SIE haben hier jüdische Pseudoschuld herbeikonstruiert.
            Dass das antisemitisch sei, hab ich nicht behauptet.
            Ich find’s bloß widerlich.

        • Bruno Becker schreibt:

          @Aristobulus

          Sie können sich eben nicht vorstellen oder nachvollziehen, auf welche Weise jemand denkt, der sehr schnell, sehr analytisch und sehr ironisch denkt.

          …aber zumindest in dem Video von bevantine langsamer als er redet: Er will die ‚alten weissen Männer‘ von der Mutter aller Vorurteile, dem Antisemitismus freisprechen. Zitat: „Sie sind nicht antisemitisch. Sie interessieren sich überhaupt nicht für Juden. Sie mögen ein paar Vorbehalte haben, ein paar Vorurteile – die Juden kontrollieren alles, – nun, das tun wir! – die Juden kontrollieren die Banken, – nun, das tun wir! – die Juden kontrollieren die Medien – nun, das tun wir! …..“

          Ähem – argumentativ gegen den Schrank gelaufen, würde ich sagen, aber mit Karacho.

          So bezichtigt er also seine eigene Klientel, antisemitisch zu sein.

          Aristobulus, geben sie es auf. Ich mag M.Y. auch sehr, vor allem seine geschriebenen Beiträge. Aber in diesem Video hat er, da beisst die Maus keinen Faden ab, einen Scheiss drauflos gelabert. Deshalb ist er aber kein Antisemit, dazu gehört mehr.

          • Aristobulus schreibt:

            Wenn er diese Dinge als seine eigene Meinung gesagt hätte!, wäre er in der Tat ein richtig fetter Antisemit, so wie etwa der Muslimmarktbetreiber Özoguz, der derlei Gerüchte über die Juden ganz ohne karikierende Absicht und auch nicht als Rollenprosa sagt.
            Das hat er aber nicht, Bruno. Er hat’s als Rollenprosa zitiert. Sehen Sie sich Vorträge an mit ihm, es gibt kurze und lange, und es wird sich erschließen, wofür und wogegen er ist, und wie er was sieht.

      • Aristobulus schreibt:

        Zumal Praecox‘ moralisierendes Wedeln mit biblischen Grundsätzen völlig an der Sache vorbeigeht. Was soll damit versucht werden?
        Der Titel des Videoschnipsels mit „obliterate“ stammt weder von Yiannopoulos selbst, noch gibt er wieder, was Yiannopoulos im Saal macht. Darf er sich nicht gegen den geschrieenen Vorwurf verteidigen, er sei ein white supremacist? Muss er sich demütig verhalten?

        • Aristobulus schreibt:

          Nein. Der Vorwurf ist absurd, unbelegt und kontrafaktisch, Yiannopoulus habe Schuld auf sich geladen.

        • Clas Lehmann schreibt:

          Was mir an diesem Videoschnipsel tatsächlich missfällt, ist, dass der Obliterierte in der Lautstärke so weit heruntergedreht ist, dass meine alten Ohren nichts von dem aufnehmen können, was er sagt… Das bringt da einen Fairnismangel rein, der es unnötig leicht macht, den einfach dumm zu finden, was er durchaus sein könnte, was ich aber so nicht nachvollziehen kann und daher verweigere. Und es ist ein Mittel, das Yiannopoulos nicht wirklich nötig hätte, scheint mir; er wirkt doch, vielleicht etwas hochtourig, aber eloquent und in der Lage, sich zu behaupten.

          • Aristobulus schreibt:

            Genauestens, Clas. Hat mich auch gestört, das. Der Rufer von unten hatte kein Mikrofon, liegt es daran?
            Er hat dem Yiannopoulos den white supremacist reinwürgen wollen, so weit war’s zu hören – aber nicht, wie er das rechtfertigen wollte. Mithin!, es lässt sich nicht rechtfertigen, jemanden als Unperson zu erklären, bloß weil er nicht links ist.

          • Clas Lehmann schreibt:

            Das kann gut sein, aber den Sieg des Mikrophoninhabers, der zudem das Publikum auf seiner Seite hat, über jemanden, den man ohne Mikrophon nicht versteht: Ich hoffe von mir, dass ich den nicht stolz publizieren würde, hätte ich ihn errungen…

        • Aristobulus schreibt:

          Ja, Kienzle.
          Warum zum Geier versuchen Sie, dem Yiannopoulos, der sich gegen den hässlichen und unnötigen Vorwurf verteidigt, eine Unperson zu sein, immer wieder in den Arm zu fallen.
          – Ohne Fragezeichen, weil es überdeutlich ist, was Sie da versuchen. Skrupel hamSe gar keine.

        • Aristobulus schreibt:

          Yiannopoulos, der seit langer Zeit Todesdrohungen bekommt, wird von einem links-islamischen Mob von einer Uiversität verjagt, weil dieser Mob es nicht aushält, dass Yiannopoulos sagt, was er zu sagen hat. Von einem Zwischenrufer wurde er zuvor als Unperson („white supremacist!“) diffamiert.
          Sie, Kienzle-Choudary-Ben, finden diesen Rufmord gut, und Sie wollen, dass Islamkritiker von öffentlichen Orten verjagt werden.

          Sie haben nun das Schlusswort 🙂

      • ceterum censeo schreibt:

        Genauso sind sie, die üblichen Verdächtigen: Sie fangen erst mal damit an, daß sie selbstredend und überhaupt ja gegen Gewalt sind und nichts relativiert werden darf. Dann relativieren sie sofort doch diese Gewalt, und wenn sie dafür in Tora und Bibel nachgooglen müssen. (Warum eigentlich nicht gleich im Koran, das wäre viel einfacher?) Und zum Abschluß wird noch mal bekräftigt, daß selbstverständlich nichts Gewalt rechtfertigt! Ein gewisses „Aber“ bleibt irgendwie im Raume schweben. 😉

      • ceterum censeo schreibt:

        Diese rezenten Jungnazis können ja eigentlich kaum etwas für ihre Dämlichkeit und Widerwart, weil ihnen durch Schule, Elternhaus und Lügenmedien kaum eine Chance auf eigenes Denkvermögen gelassen wurde. Das Video unten zeigt bis zur letzten Sekunde, daß an die dumme und unverschämte Stirn trotzdem die Faust gehört. Denn diese fehlgeleiteten Pimpfe sind es, die bald wieder die Drecksarbeit für die wahnsinnig gewordene Obrigkeit machen sollen. Wenn sie nicht vorher auf den Boden geholt werden oder zumindest mal den Arsch versohlt bekommen.

        • besucher schreibt:

          was da so im deutschen Volkskörper heranwuchert, schlimm schlimm…

          • ceterum censeo schreibt:

            Finde ich schon. Ist ja auch schon mal passiert. Auch in anderen Völkern. Den Begriff Volkskörper würde ich nicht verwenden. Klingt irgendwie nach staatenbildenden Tieren oder Borg. Oder Nazis.
            Ihnen sei es natürlich unbenommen.

          • besucher schreibt:

            Der Begriff ist auch nicht von mir in die Debatte geworfen worden sondern von Frau Petrys Parteikameraden Poggenburg.
            Nur mal so zur Erinnerung.

          • Aristobulus schreibt:

            gäähn
            Ach, daran wollten Sie erinnern?, vielen Dank auch. Es war ja schon völlig obliteriert. Kein Poggenburg jemals weit oder nur breit, alles schönes linkes Frühlingsrauschen da draußen und hier drinnen, und Sie als bekränzter Hirtenjüngling, der die NymphInnen zum Tanz ausführt.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @besucher: „was da so im deutschen Volkskörper heranwuchert, schlimm schlimm…“

            Stimmt! Lauter kleine Besucher.

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          @ceterum censeo: „Das Video unten zeigt bis zur letzten Sekunde, daß an die dumme und unverschämte Stirn trotzdem die Faust gehört.“

          Großer Gott, C. C., bist Du womöglich doch ein Linker?! Dein Satz erinnert ja beinahe an eine berühmte Pazifistin: „Daumen aufs Auge und Knie auf die Brust!“

          • Aristobulus schreibt:

            Tscha Leute, tut mir ja Leid, aber es ist nun mal sexistisch und menschverachtend, nur ganz ferne zu denken, dass an unverschämte Stirnen irgendwas gehöre. Hingegen solche Stirnen müssen mit Sozialprogrammen, safe spaces und später mit Funktionärsposten ermutigt werden, bitteschön ad perpetuum ähm anders-begabt zu bleiben.

          • ceterum censeo schreibt:

            Nee, ist von Nietzsche. War der eigentlich links oder rechts?

          • Aristobulus schreibt:

            🙂 Nietzsche. Ah großartig. Nietzsche war – was kann man sagen?, großartig.
            Er hat sich mit Wagnern bis ins Kleinste auseinandergesetzt, absolut unpolemisch, um dann nach seiner Freundschaft mit ihm festzustellen, wieviel Gift Wagner verspritzt hatte („Exstirpation des deutschen Geistes zu Gunsten des deutschen Reiches“, damit hat er auch die Säbelrasselei von Kaiser Wilhelm bis zum letzten Herren Meier gemeint). Und er hat sich mit dem Judentum auseinandergesetzt, hat nie in den Chor der Wagnerianer eingestimmt, obwohl er viele von denen gut kannte. Und er hat das Christentum, den allgemeinen Herdendrang, die französische Philosophie, die Griechen und die Aufklärung bis ins Kleinste davon analysiert, um beim Großen davon rauszukommen.
            Seine Schwester hat später seine Schriften verwüstet, um ihn für die Braunen zu vereinnahmen. Er hätte ihr dafür seinen Stiefel an die unverschämte Stirne gesetzt.

            Isch schwör auf Nietzsche, Lan 🙂

        • Thomas ex Gotha schreibt:

          „Jungnazis“ – „Pimpfe“ – der große Denker cc liefert uns einmal mehr den Beweis, dass es sich bei der Nazizeit um eine weitgehende harmlose Veranstaltung gehandelt haben muss: Man stand zusammen und stellte Fragen an eine Dame in weißer Bluse und kurzem Rock, alle Gerüchte darüber, dass in der HJ ein Massenmord durch permanente Hetze vorbereitet wurde, sind sicher übertrieben.
          Danke dafür!

          Nur ein Tipp: Über eine „wahnsinnig gewordene Obrigkeit“ sollte einer nicht schimpfen, der sich in diversen Äußerungen als dann doch — aber ach, lassen wir das. Das ist ja kein Glashaus mehr, das ist ein ganzer Palast.

          • Aristobulus schreibt:

            Was soll schlimm am Ausdruck Pimpfe sein? Die damaligen Pimpfe sind aufgehetzt worden, und die heutigen najaaa-Halbpimpfe werden aufgehetzt.

            Freilich wurde die damaligen Pimpfe aufgehetzt, um Andere zu verachten, die nicht zum deutschen Volkskörper zu gehören hatten. Tja, und die heutigen jungen Aufgehetzten? Der Vollbärtige im Streifenhemd, der so schlecht redet, offensichtlich nicht denkt und überhaupt nicht argumentieren kann, weil er nix weiter tut als zu polemisieren, hat die jungen Leute aufgehetzt. Hmmm. Pro deutschen Volkskörper aber nicht. Denn es gibt Fortschritt, nicht? Er hat sie bloß pro Linkskollektiv und pro Billigmeinung aufgehetzt, indem er sie nicht anleitet, selber tu denken, sondern indem er ihnen vorgekautes, faktenloses Zeug über die ähemm Schwulenhasserin, Ausländerfeindin und Umweltzerstörerin Frau Petry vorsetzt.

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            pardon, der Passus „die nicht zum deutschen Volkskörper zu gehören hatten“ möge hiermit ausdrücklichst als ironisierendes Zitat nämlich z.B. des Poggengeburgten kenntlich gemacht sein. Der hat ihn neulich wörtlich gesagt. Man weiß ja nie, ob einer mich daraufhin wörtlich nimmt.
            Nein, nicht Sie jetzt, Thomas, Sie tun sowas nicht.

            P.P.S
            Bruno. Lesen Sie mit? Haben Sie das gesehen? Mir ist grad eben just das passiert, was Sie dem Milo Yiannopoulos in anderem Zusammenhang als dessen eigene Aussage vorwerfen. Da haben wir’s. So passiert das. Einer redet, passt eine halbe Sekunde nicht auf Ironie auf, und schon könnte man meinen, er sei plötzlich zu den Völkischen übergelaufen.
            Danke, dass Sie mir die Gelegenheit gegeben haben. 🙂

        • Jan M. schreibt:

          Schon komisch, wie radikal manche die Welt wahrnehmen. Wer sich in diesem Video lächerlich macht, sind einzig Petry und scheinbar „Erwachsene“ im Publikum. Wirklich beachtlich wie eine Frau in den 40igern Jugendliche herunterputzt, die noch Grün hinter den Ohren sind. Und das wird noch bejubelt – peinlich und zum Fremdschämen. Vorallem die Kids zu Linken zu erklären, ist wahrlich bestechender Intellekt, der mich zum Lachen bringt – die Jungs und Mädels erinnern wirklich an den schwarzen Block. Das sind ganz normale Jugendliche, die politisch und ideologisch noch gar nichts sind, da sie keine Ahnung haben. Hätte Petry Reife und Größe, wäre sie respektvoll mit den Jugendlichen umgegangen und hätte Gräben schließen können. Stattdessen hat sie sie von Oben herab vorgeführt und fühlt sich stark dabei…. wie erbärmlich!

          (Fast schon Süß ist auch, wie Frauke mit einem Handstreich den anthropogenen Klimawandel widerlegt hat. Btw bin selbst Kritiker)

          • Aristobulus schreibt:

            … Petry ist dabei jedoch 1) sachlich geblieben, und sie hat sich 2) bemüht, nicht zu oberlehrerhaft rüberzukommen.
            Wie Ihnen die Lebenserfahrung sagen könnte, ist es gar nicht leicht, unarrogant zu wirken, wenn man ein Rudel themawechselnder, unsachlicher, emotionaler Halbfähiger gegenüber hat.

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Es geht ja wenig um die Jugendlichen. Denn es geht um den Einpeitscher im geringelten Hemde, der sie aufgehetzt hat.

          • Jan M. schreibt:

            Keine Ahnung welches Video Sie gesehen haben – oder haben Sie eine verzerrte Wahrnehmung? Ich schreibe ja auch, wie Sie behaupten, hier mit verschiedenen Pseudos.
            Petry hat sich bemüht nicht „oberlehrerhaft“ rüber zu kommen – ernsthaft? „Rudel themawechselnder, unsachlicher, emotionaler Halbfähiger“ und „Einpeitscher“ – ohje! Meine Güte, das sind Halbkinder in Bezug auf Wissen und Lebenserfahrung, die nur den Mainstream von Medien und Lehrer kennen. Die waren auch nicht auf Krawall aus, also bitte. Petry hätte die Diskussion als reife Erwachsene in produktive Bahnen lenken können, hätte sie normal mit denen geredet. Zum Schluss hätte sie ihnen dann noch den Rat mitgeben können, dass man nicht alles einfach Glauben soll, sondern selber nachforschen. So gewinnt man keine größere Stammwählerschaft…

          • Aristobulus schreibt:

            Sie sollten beschließen, noch heute Nacht Politiker zu werden.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Jan M.: „Schon komisch, wie radikal manche die Welt wahrnehmen.“

            Stimmt.

            @Jan M.: „Wer sich in diesem Video lächerlich macht, sind einzig Petry und scheinbar „Erwachsene“ im Publikum.“

            Das ist Ihre subjektive Ansicht, was ja auch in Ordnung ist. Nach meiner Wahrnehmung hingegen, verhält sich Petry ziemlich souverän und respektvoll. Sie lobt sogar ausdrücklich den Mut der jungen Leute, die nach vorn zur Bühne kommen.

            @Jan M.: „Wirklich beachtlich wie eine Frau in den 40igern Jugendliche herunterputzt, die noch Grün hinter den Ohren sind.“

            „Die noch Grün hinter den Ohren sind“? Sind nicht eher Sie derjenige, der die Jugendlichen herunterputzt?

            @Jan M.: „Vorallem die Kids zu Linken zu erklären, ist wahrlich bestechender Intellekt, der mich zum Lachen bringt – …“

            Gelächter ist das Argument der Idioten. Kluge Menschen können ihre Ansichten begründen.

            @Jan M.: „Das sind ganz normale Jugendliche, die politisch und ideologisch noch gar nichts sind, da sie keine Ahnung haben.“

            So habe ich mir menschliche Achtung immer vorgestellt.

            @Jan M.: „Hätte Petry Reife und Größe, wäre sie respektvoll mit den Jugendlichen umgegangen und hätte Gräben schließen können.“

            Immerhin war Petry respektvoll genug, den Jugendlichen nicht zu unterstellen, sie seien „politisch und ideologisch noch gar nichts“ und hätten „keine Ahnung“. Frauke Petry ist eben keine selbstherrliche Arschgeige.

            @Jan M.: „Stattdessen hat sie sie von Oben herab vorgeführt und fühlt sich stark dabei…. wie erbärmlich!“

            Wenn sie das tatsächlich getan hätte, wäre sie nicht Frauke Petry, sondern der erbärmliche Jan M.

          • Jan M. schreibt:

            Und der Nächste der mir hier unsinniges um die Ohren haut.

            „Sind nicht eher Sie derjenige, der die Jugendlichen herunterputzt?“

            So ein Blödsinn. Ich habe nicht geschrieben, dass sie dumm sind. Natürlich haben die Jugendlichen keine Ahnung, sonst hätten sie mehr als nur die Slogans des Mainstream nachgeplappert, die man ihnen eingetrichtert hat. Wahrscheinlich wurden die Anschuldigungen zusammen mit einem Lehrer in einer Arbeitsgruppe erarbeitet. Und also bitte, wie wahrscheinlich ist es, dass mehr als einer der Jugendlichen belesen ist und wirklich Ahnung von hat von Weltthemen, wie Marxismus, Geschichte, Propaganda, Kapitalismus, Psychologie usw.? Da ihnen die fehlende Lebenserfahrung auch keine Anhaltspunkte vermitteln kann, hatten sie auch noch keine Chance auf wirkliche Entwicklung – ideologisch wie politisch. Seit wann gibt es den Grundkonsens, dass 16-19 jährige nicht Grün hinter den Ohren sind?

            „Gelächter ist das Argument der Idioten. Kluge Menschen können ihre Ansichten begründen.“

            Dass man so offensichtliches erklären muss… Wo haben die Jugendlichen typische marxistische Parolen oder Agitprop verwendet? Das sind ganz normale Durchschnittsschüler, das sieht jedes Kind. Außerdem sind eigentlich jene in der Beweispflicht, die vorneweg die Jugendlichen als Linke kategorisiert haben, oder wie schauts aus?

            „Immerhin war Petry respektvoll genug, den Jugendlichen nicht zu unterstellen, sie seien „politisch und ideologisch noch gar nichts“ und hätten „keine Ahnung“. Frauke Petry ist eben keine selbstherrliche Arschgeige.“

            Und respektvoll wie sie zu mir sind, unterstellen sie mir, ich würde die Jugendlichen auf diese Art angehen, obwohl mir ein umgänglicher Ton auf Augenhöhe von Petry besser gefallen hätte. Ich habe hier in diesem Forum eine Überspitzung gebracht um etwas zu verdeutlichen…

            „Wenn sie das tatsächlich getan hätte, wäre sie nicht Frauke Petry, sondern der erbärmliche Jan M.“
            Lol. Auf dem Blog scheinen sich viele gleich persönich angegriffen zu fühlen. Werde in Zukunft, falls es mich mal wieder hier her verschlägt, ein „Trigger Warning“ vorausschicken. OK?

          • Aristobulus schreibt:

            Jessas, ist der g’schwätzig.
            Und so laaaangweilig (je m’excuse carje me répète).

            Hey Gutartigster!, erwartet der, dass wir sein aufgeblasenes Ich-Ich-Ich durchlesen? Also ich les das nich‘. Der hat doch nur wieder irgendwen kleinzumachen, gestern Jugendliche, heute Petry, morgen Buurmann. Der dünstet das aus.

          • Jan M. schreibt:

            Wass denn schon wieder Ich-Ich-Ich? Natrülich ICH du Vollpfosten, wenn ICH persönlich angegangen werde, muss ICH mich erklären. Was soll ich da sonst schreiben, du Überflieger? Was laberst du eigentlich für Dauerblödsinn? Oben heulst noch rum wegen „moralisieren“, aber das Kommentar von Gutartigster gefällt dir wieder, Knick in der Optik? Und was hast du eigentlich für einen Fetisch mit mir? Schreib hier einen Kommentar der dir nicht gefällt und du drehst voll am Rad… Ich lass euch Kinder jetzt wieder allein…

          • Aristobulus schreibt:

            Kritik sieht der da als lèse-majesté, weil er es nicht ertragen kann, wenn man feststellt, dass er charakterlich, stilistisch oder nur fachlich halt nix taugt.
            Dann fängt er an zu drohen und zu schäumen, wechselt seine Nyme öfter als seine Socken, will mit sieben Nymen zugleich Gift spritzen und alles vernichten.

            LOL. Der ist so komisch, so als machtvoller allwissender allkönnender Unmensch, der er gerne wär.
            Aaalles höre auf sein Kommando! Wer nicht pariert, gelte als Judeo-Nazi und als Gewürm und so. Kleiner oder nur angedeutet menschlich kann, kann und kann er einfach nicht 😀 😀

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Und wenn der Jan-Sowieso das nicht ist, sondern vielleicht jemand Anderer (ich bin la nicht allwissend :-), Boruch Ho’Schejm), hat er jedenfalls dessen unerfreuliche Eigenschaften. Notorische Kleinmacherei Anderer, Aufgeblasensein ohne eigenen Verdienst, Allmachtsfantasien, schäumenden Narzissmus. Wie man hier sieht.
            Nu. Wichtig??, nö.

          • Jan M. schreibt:

            Mit dir stimmt echt etwas nicht. Du redest ZUERST von einem jugendlichen „Rudel themawechselnder, unsachlicher, emotionaler Halbfähiger“ und dann kreidest du mir an, ICH würde die Jugendlichen „kleinmachen“? Wie lächerlich willst du dich eigentlich noch machen? Dann redest du von stilistisch und unterstellst mir beim meinen ersten Kommentar hier Mehrfach-Nyme, redest von Judeo-Nazi, Gewürm und Zeugs und gehst mich von Anfang an persönlich an. Ich bin der Narzist mit schlechtem Charackter? OMG!

          • Aristobulus schreibt:

            Jaja. Lauter Retourkutschen, Ich-Ich-Ichereien, Abwehrereien und langweilige Vorneverteidigung. Plumpduzerei auch noch.
            Ach wissenSe, solche wie Sie hatten wir hier über Jahre mehr als genug.
            Wollten Sie nicht verschwinden? Hatten sowas angekündigt. Na dann sollten Sie sich selbst beim Wort nehmen.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Jan M.: „Ich habe nicht geschrieben, dass sie dumm sind.“

            Hat Frauke Petry behauptet, dass sie dumm sind?

            @Jan M.: „Natürlich haben die Jugendlichen keine Ahnung, sonst hätten sie mehr als nur die Slogans des Mainstream nachgeplappert, die man ihnen eingetrichtert hat.“

            Bisher haben leider auch Sie nicht mehr nachgeplappert.

            @Jan M.: „Wahrscheinlich wurden die Anschuldigungen zusammen mit einem Lehrer in einer Arbeitsgruppe erarbeitet.“

            Wahrscheinlich? Was wissen Sie konkret?

            @Jan M.: „Und also bitte, wie wahrscheinlich ist es, dass mehr als einer der Jugendlichen belesen ist und wirklich Ahnung von hat von Weltthemen, wie Marxismus, Geschichte, Propaganda, Kapitalismus, Psychologie usw.?“

            Die Diskussionsthemen, von den Jugendlichen selbst ausgewählt, waren Frauen, Familienpolitik, Umwelt, Islam, Ausländerfeindlichkeit, Homophobie und Rechtsextremismus. Von „Weltthemen, wie Marxismus, Geschichte, Propaganda, Kapitalismus, Psychologie usw.“ war außerhalb Ihrer Phantasie niemals die Rede.
            Woran glauben Sie also erkannt zu haben, dass die Jugendlichen von diesen „Weltthemen“ keine Ahnung haben?

            @Jan M.: „Seit wann gibt es den Grundkonsens, dass 16-19 jährige nicht Grün hinter den Ohren sind?“

            So es mich betrifft, habe ich Jugendliche kennengelernt, die ihre großmäuligen ideologischen Vortänzer uneinholbar geistig überragten, was letztere natürlich nicht bemerkten.

            @Jan M.: „Außerdem sind eigentlich jene in der Beweispflicht, die vorneweg die Jugendlichen als Linke kategorisiert haben, oder wie schauts aus?“

            Nicht beweispflichtiger als jene, die diese Wahrscheinlichkeit ausschließen, obwohl die Jugendlichen eindeutig gegen die AfD demonstrierten, die doch so was von rechts ist.

            @Jan M.: „Und respektvoll wie sie zu mir sind, …“

            Sollte der Eindruck entstanden sein, ich sei Ihnen gegenüber respektvoll, entschuldige ich mich.

            @Jan M.: „Auf dem Blog scheinen sich viele gleich persönich angegriffen zu fühlen.“

            Seien Sie unbesorgt, Jan M.! Wenn Sie die Fähigkeit hätten, mich anzugreifen, ließe ich mich notschlachten.

          • Jan M. schreibt:

            @Geschwulst. Also sie drehen sich hier die Sachen zurecht und das Video der Jugendlichen und Petry zeigt eine andere Realität. Ich habe keine Weltthemen herbei fantasiert, es ging um Wissen um die Wirklichkeit besser einschätzen zu können – was diese Jugendlichen nicht können. Es gab da mal einen „Eklat“ mit einer Bügermeisterin, die von einer israelischen Schulklasse besucht wurde und das Thema Israel diskutiert wurde. Ich weiß nicht mehr genau was genau Sache war und welche Bügermeisterin, aber diese Jugendlichen wussten wovon sie reden – was man ihnen auch angemerkt hat. Ich habe nie behauptet, dass es das keine aufgeklärten Jugendliche gibt, aber ich habe begründet, warum ich bei den deutschen Jugendlichen im Video überhaupt nicht der Ansicht bin.
            Und wer die AfD nicht mag ist automatisch links??? Ich mag die AfD als Libertärer auch nicht, werde sie aber erstmal wählen, damit es ein Gegengewicht in der Regierung gibt und da ich weiß, dass die AfD erstmal nicht mitregieren wird. Dann hoffe ich, dass die AfD erwachsen wird und Leute wie Höcke und Poggenburg in der Versenkung verschwinden.

            Vielleicht können Sie mir helfen Geschwulst? Welchen Gott habe ich beleidigt, dass ich hier von Anbeginn so persönlich angegangen werde? Darf man hier über Personen des öffentlichen Lebens nur kritisch, überspitzt und sarkastisch schreiben, wenn es die Richtigen sind?

          • bevanite schreibt:

            @Jan M.:

            Welchen Gott habe ich beleidigt, dass ich hier von Anbeginn so persönlich angegangen werde?

            Drei Dinge sind hier heilig und dürfen niemals, niemals kritisiert werden:
            1) Wladimir Putin
            2) Donald Trump
            3) AfD-Politiker

            Und da Sie Leute nicht heftig genug kritisiert haben, die 3) kritisiert haben, sind Sie „einer von denen“. Ich habe den Eindruck, hier sind jede Menge Ex-Maoisten/Leninisten unterwegs, die einfach nur die politische Farbe gewechselt, aber nicht ihren Dogmatismus, ihre Diffamierungswut und ihren vollen Einsatz für „die Sache“ abgelegt haben.

          • Jan M. schreibt:

            @bevanite
            Das kommt überraschend! Ich habe hier vielleicht bisher 2-3 Artikel gelesen, wenn diese irgendwo verlinkt waren, wie bei „auchgut“ dieser hier z.B.
            Schlägt Buurmann in die selbe Kerbe (hätte ich bisher nicht gemerkt)? Dass auch die europäische Neue-Rechte in die sozialistische Kerbe schlägt weiß ich und dass man versucht eine Querfront nach Alexander Dugins 4. Weg zu bilden. Falls Ihnen das etwas sagt. Werden hier solche Dinge in den Kommentaren propagiert? Wird hier deshalb die Übersetzung und Kritik von „Identity Politics“ gleich mit einer Beleidigung der europäischen „Identitären Bewegung“ vermischt?
            Je nach dem würde ich hier nicht mehr meine Zeit verschwenden an vernarrte Sektierer!

            Dokus wie „FSB jagt Russland in die Luft“ sollte man also lieber nicht erwähnen?

          • bevanite schreibt:

            Nein, Gerd Buurmann selbst vertritt in seinen Artikel hier größtenteils ganz andere Ansichten als viele der Kommentatoren. Er tritt ja u.a. lautstark gegen Fremdenfeindlichkeit und Homophobie auf und setzt sich für den Feminismus ein. Ich vermute, dass die meisten regulären Leser seines Blogs harmlose, nette Menschen sind, die ihn von den Kölner Theaterbühneb kennen. Der Kommentarbereich zieht jedoch seltsamerweise die PI-News/Jihadwatch-Szene und die Alu-Hut-Fraktion an – vermutlich weil er sich auch kritisch über den Islam äußert (aber eben auch über alle anderen Religionen). Dugin ist mir bekannt, die Putin-Verherrlichung wurde wahrscheinlich durch Pegida in die deutsche „islamkritische“ Szene hineingetragen. Und dass die Identitären letztendlich auch „identity politics“, nur eben aus Sicht des weißen, heterosexuellen Mannes betreiben, ist den meisten ihrer Fans hier vermutlich noch gar nicht bewusst geworden. Bei „identity politics“ läuft es ja heuer scheinbar nach dem Motto: Wenn die anderen es machen, ist es doof; wenn wir es machen, ist es cool.

          • tapferimnirgendwo schreibt:

            Bei vielen herrscht ein, wer nicht für uns ist, ist gegen uns vor. Für nicht wenige gilt Art5 nur für ihresgleichen.

          • Aristobulus schreibt:

            Na heulen Sie doch.
            – Und soviel versammelten Unsinn las man hier selten. Bevanite die Verleumderin (Putin, Identitäre usf.), und Mister Multipseudonym, das Opfer der hiesig rechten Gesinnung. Ich lach mich scheggich

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Jan M.: „Also sie drehen sich hier die Sachen zurecht und das Video der Jugendlichen und Petry zeigt eine andere Realität.“

            Präzise bitte! Was drehe ich mir zurecht? Während Sie hartnäckig behaupten, Petry habe die Jugendlichen heruntergeputzt, zeigt das Video unwiderlegbar, dass sie die Jugendlichen sogar für ihren Mut lobt und auch das Publikum zum Respekt auffordert.
            Ist das im Video zu sehen, ja oder nein?

            @Jan M.: „Ich habe keine Weltthemen herbei fantasiert, …“

            Sie haben diese Weltthemen erwähnt und damit das eigentliche Thema verwässert, da sie eindeutig nicht Gegenstand der Diskussion waren.

            @Jan M.: „… es ging um Wissen um die Wirklichkeit besser einschätzen zu können – was diese Jugendlichen nicht können.“

            Das ist Ihre persönliche Hellseherei, solange die Jugendlichen ihr „Wissen um die Wirklichkeit“ (was immer Sie dafür halten) nicht nachweisbar dargestellt haben. Außerdem wurde den Jugendlichen keinerlei Wissen abverlangt. Sie wurden lediglich aufgefordert ihre eigenen Aussagen plausibel zu belegen.

            @Jan M.: „Es gab da mal einen „Eklat“ mit einer Bügermeisterin, … , aber diese Jugendlichen wussten wovon sie reden – was man ihnen auch angemerkt hat.“

            Haben Sie noch Erinnerungen an das ursprüngliche Thema?

            @Jan M.: „Ich habe nie behauptet, dass es das keine aufgeklärten Jugendliche gibt, …“

            Dann kann ich diesen Satz wohl nur geträumt haben: „Seit wann gibt es den Grundkonsens, dass 16-19 jährige nicht Grün hinter den Ohren sind?“

            @Jan M.: „Und wer die AfD nicht mag ist automatisch links???“

            Und wer hat das behauptet?

            @Jan M.: „Vielleicht können Sie mir helfen Geschwulst? Welchen Gott habe ich beleidigt, dass ich hier von Anbeginn so persönlich angegangen werde?“

            Da ich kein Gott bin, kann ich Ihnen diese Frage nicht beantworten, Jan M. Was mich an Ihren Kommentaren stört, habe ich indessen ausreichend erörtert.

            @Jan M.: „Darf man hier über Personen des öffentlichen Lebens nur kritisch, überspitzt und sarkastisch schreiben, wenn es die Richtigen sind?“

            Wenn es nach mir geht, darf „man“ alles schreiben! Allerdings muss „man“ mit meinen Antworten leben.

        • bevanite schreibt:

          Wenn sie nicht vorher auf den Boden geholt werden oder zumindest mal den Arsch versohlt bekommen.

          Dann jammern Sie aber danach bitte nicht rum, wenn die Leute sich auch verteidigen. Viele kennen Ihre Gewaltfantasien leider noch zu gut aus den frühen Neunzigern, wobei es da noch etwas Derberes gab als „Arsch versohlen“. Ceterum censeo saß damals wahrscheinlich genüsslich daneben und freute sich, dass es den linksgrünen Gutmenschen endlich mal an die Nieren geht, was?

          • Aristobulus schreibt:

            Welch eine gehässige Dummheit geht von Ihnen aus.

          • Aristobulus schreibt:

            Certerum, dem Sie nichtmal einen Fingerhut mit Wasser reichen können, ist zu jener Zeit gerade von der DDR freigekommen. Sie können sich nicht vorstellen, wie froh er gewesen ist, dass er endlich nicht mehr der dummdenunziantischen Miesmacht der Parteimitäufer ausgeliefert war. Diese waren charakterlich übrigens genauso bebaut wie Sie.
            In ganzen 25 Jahren keine einzige Veränderung im Schädel.
            Wie unfassbar steinern konservativ

    • Michael M. schreibt:

      „Milo Yiannopoulos greift zu unmittelbarer Gewalt, indem er einen Menschen öffentlich beschämt. Zu sehen in dem von Ihnen eingestellten Video, dass hier nochmal verlinkt sei:“
      hätten sie das video gesehen und verstanden (dazu muss man englisch verstehen können), dann hätten sie bemerkt das milo eben NICHT die besagte person beschämt hat. er hatte dieser person mehrfach die möglichkeit gegeben seine aussagen zu begründen. leider war diese person dazu nicht einmal im ansatz in der lage.
      beschämt hat sich sich daher, wie im besagten video eineindeutig zu erkennen ist, der junge mann, welcher null argumente vorbringen konnte.

  8. Bergstein schreibt:

    Ein hervorragender Artikel. Gleichwohl erlaube ich mir ein Paar Aspekte zu ergänzen. Herr Buurmann hält ein in jeder Hinsicht zustimmungswertes Plädoyer für Meinungsfreiheit und Toleranz gegenüber dem Andersdenkenden. Diese beiden Eigenschaften bilden nicht weniger, als das Fundament zu einer freien und zukunftsorientierten Gesellschaft. Mit einem Fundament darf man sich jedoch weder beim Hausbau noch beim Aufbau einer möglichst optimalen Gesellschaftsstruktur begnügen. Man muss weiter bauen. Und das geht nur dann, wenn man die Rassisten, Sexisten, Faschisten, Kommunisten (hier kann jeder nach seinem Geschmack sonstige „-isten oder auch istinnen“ einfügen) nicht nur ausreden lässt, wozu Herr Buurmann insoweit völlig zu Recht aufruft, sondern vor allem sie auch anhören, auch wenn es teilweise unendlich schwer fällt.

    Wir allen sind Menschen und alle Teile der menschlichen Gesellschaft. Wenn man jedoch nicht versteht, was einen anderen antreibt, können wir weder demjenigen, der einer extremen Ansicht folgt ggfls. helfen davon wieder freizukommen noch verhindern, dass sich derartige Ansichten ausbreiten. Vor allem läuft man aber selbst Gefahr den Extremismus zu verfallen.

    Nur in Märchen hält sich ein Bösewicht für böse. Im wirklichen Leben halten sich die Extremisten für gut und gerecht. Auch sind sie keineswegs, wie so häufig suggeriert wird, weder weniger intelligent noch gebildet als andere Menschen. Sie streben auch tatsächlich zum Guten und Wahren hin. In jeder Ideologie bzw. Weltanschauung ist ein wahrer Kern drin, der die Menschen anlockt. Leider wird dieser Kern häufig völlig pervertiert bzw. als einzig maßgeblicher zum Nachteil aller anderen angesehen. (Näheres kann jeder in den Büchern über die Philosophie von Rabbiner Kuck nachlesen)

    Begreift man diesen Kern und das geht nur, wenn man den anderen zuhört, so kann man zu Einem auf die Träger dieses Gedankengut zureden und in einigen, wenn auch sicherlich nicht in Mehrheit der Fälle diese von Extremismus abbringen. Man kann zu Anderem verhindern, dass andere damit infiziert werden, wenn man nicht bloß sagt, dies oder jenes sein böse oder dumm oder wenn man es gar verbietet, sondern darauf hinweist, an welcher Stelle der Denkfehler ist und wo der wahre Kern pervertiert wird. Das Wichtigste ist jedoch, dass man nicht selbst nicht in den Extremismus abgleitet, was leider mit den Studenten in Berkeley geschehen ist.

    Gegenteil von Extremismus ist Extremismus. Antifa ist nicht weniger gewalttätig und intolerant als die Nazis. Jeder der sich lediglich ein Antipode zu irgendeiner Ideologie bzw. Weltanschauung definiert, ist praktisch schon verloren. Etwas Böses oder Falsches macht ihr Gegenteil oder Gegenüber nicht zu etwas Gutem.

    Kolonialismus hatte teilweise sehr schlimme Auswirkungen doch es macht die Kolonialisierten nicht zu besseren Menschen. Was Spanier in Südamerika gemacht haben, war ein Gräuel. Dies macht aber die äußerst brutale und von Menschenopfer besessene Gesellschaft der Azteken nicht besser. Apartheid ist falsch, es macht den von Zulu an anderen schwarzen Völkern verübten Völkermord nicht weg. Spanier haben die Azteken besiegt, weil ihre Gesellschaft trotz aller ihrer Fehler der aztekischen überlegen war. Die Azteken haben dabei eindrucksvoll gezeigt, was mit den unterworfenen Völkern machen. Das Gleiche gilt auch im Verhältnis von Weißen zu Zulu.

    Schwarzer Rassismus ist nicht besser als der weiße, Männerhass ist nicht besser als Frauenhass, Geschlechterquote ist Taliban andersrum. Es gibt keine positive Diskriminierung und keinen guten Hass. Der Hass ist stets nur destruktiv. Man sollte das Böse bekämpfen, es jedoch nicht hassen, sonst wird der Hass am Ende siegen. Wenn man den Anderen zuhört und seine Überzeugungen versteht, dann kann man zwar und häufig sollte man es sogar diese Überzeugen ablehnen oder sie gar bekämpfen, man wird dann aber in der Regel in dem Anderen immer noch einen Menschen sehen, denn nur einem Menschen kann man zuhören. Wer einen anderen zu einem Unmensch erklärt, riskiert sehr schnell selbst zu einem zu werden.

    • ceterum censeo schreibt:

      Ihre Kommentare sind für mich immer ein Genuß.
      Zum Schluß ein klitzekleiner Einspruch: Es gibt heute auf der Welt tatsächlich Subjekte, die ich ohne zu zögern zu Unmenschen und Schlimmerem erkläre. Ich hoffe, ich kann uns Bildbeweise ersparen.

    • Aristobulus schreibt:

      Bergstein, ich find ja, dass Ihr Kommentar als eigener Artikel in Gerd Buurmanns Blog gehört. Was drinsteht, ist essenziell, steht aber hier als einer von 90 Kommentaren.
      Das fand ich beim ersten Lesen, und jetzt beim ca. dritten oder vierten find ich’s unbedingt.

      A gutte lajle

  9. anti3anti schreibt:

    Er ist ein britischer, homosexueller, prakitizierender Katholik mit einem griechischen Vater und einer jüdischen Mutter, der in den Vereinigten Staaten von Amerika lebt.

    Jude allein reicht nicht?

  10. bevanite schreibt:

    Dass dieser Milo auch schon behauptet hat, die Juden würden die amerikanischen Medien und Politik kontrollieren, ist Herrn Buurmann offenbar entgangen. Ist das nicht klassischer Antisemitismus? Dass er sich dabei hinter einer angeblichen jüdischen Identität versteckt, macht es nicht besser – er benutzt das Jüdischsein nämlich nur dann, wenn es ihm in den Kram passt.

    Das Eingangszitat ist allerdings lustig, ist Milo doch der Posterboy der Szene, die gerade im großen Stil „Identitätspolitik von rechts“ betreibt. Für diese Leute ist eben der weiße, heterosexuelle Mann eine vom Aussterben bedrohte Spezies. Trump hat damit Wahlkampf gemacht – und dafür Beifall von weißen Nationalisten wie Richard Spencer oder Jared Taylor bekommen -, Milo himmelt ihn als „Daddy“ an. Und er merkt scheinbar gar nicht, wie er somit letztendlich zum nützlichen Idioten von white supremacists wird. Mal gucken, wann er dies checken wird. Provokation als Position geht eben nur für eine kurze Zeit, irgendwann holt einen die Realität ein.

    • bevanite schreibt:

      Und bevor jemand behauptet, ich würde ihm das nur unterstellen, hier ein Video-Ausschnitt dazu:

      • Aristobulus schreibt:

        S’envuivent les contenances de la table. Keine Tischsitten hat jemand, der behauptet, jemand verstecke sich hinter einer „angeblichen jüdischen Identität“, indem der Jemand zwar eine jüdische Mutter hat, aber praktizierender Katholik ist.

        Ferner ist es ein lügnerisches Scheinargument, wenn man jemanden vorwirft, er habe Beifall von der falschen Seite bekommen, um ihn dann in eben diese Ecke zu stecken.

        • Aristobulus schreibt:

          Und was für eine erschreckende Verlogenheit und Beliebigkeit, Milo Yiannopoulos vorzuwerfen, er habe behauptet, dass die Juden die Medien kontrollierten – nur weil er ROLLENPROSA von white supremacists ZITIERT hat, während es ihm offensichtlich GEFIEL, das zu tun.
          Und gleich kommt wer, um den Yiannopoulos zu denunzieren, und ruft, er habe gesagt, was die white supremacists auch!

          Ich will mal Bergsteins Kommentar von oben nicht vergessen und Sie, Bevanite, nicht allzusehr beschimpfen. Aber es erschreckt mich immer mehr, wie völlig verdreht und alles verdrehend Sie ticken, und wie wenig Anstand Sie haben.

          • Ben schreibt:

            Was glauben SIe wer extremer in seinen Ansichten ist und weniger Anstand hat – Bevanite oder der Brilliant Yiannopoulos?

          • Aristobulus schreibt:

            Die Frage ist sinnlos.
            Es sei denn, Sie wollten analog Erich Maria Remarque mit Karl Radek gleichsetzen. Sowas ist schon mal versucht worden. Von ebenso gewissenlosen Scheinfragern wie Ihnen.

      • Bruno Becker schreibt:

        In der Tat muss man hier „run everything“ korrekt mit „kontrollieren alles“ übersetzen und ebenso in der Tat ist dies ein antisemitisches Stereotyp. Denn es ist natürlich Quatsch; in der Gruppe der einflussreichen Unternehmer, egal ob aus Banken, Medien oder was immer sind Juden deutlich unterrepräsentiert, was sich allein schon aus dem geringen Anteil von Juden in der Gesellschaft ergibt.
        Darf man mal den Link zum ganzen Interview haben? Ich schaue sowas gern im Zusammenhang.

  11. Gutartiges Geschwulst schreibt:

    Willskurzmachen: bärenstarker Artikel!

  12. Aristobulus schreibt:

    Brillanter Artikel zu Ehren zweier Brillanten: Des jungen Milo Yiannopoulos und des alten Heinrich Heine.

Seid gut zueinander!

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